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Meine meistgelesenen und meistkommentierten Blogartikel von 2022

Es ist wie­der ein Jahr rum und wir kön­nen die Gelegenheit nut­zen, einen Blick auf die meist­ge­le­se­nen und meist­kom­men­tier­ten Blogartikel zu wer­fen, wel­che ich im jahe 2022 ver­öf­fent­licht hatte.

Vielleicht ist dem einen oder ande­ren ja eine Artikelperle durch die Lappen gegan­gen und nun gibt es die Chance, das nachzuholen.

Daher ohne gro­ße Umschweife hier direkt die zehn meist­ge­le­se­nen Blogartikel vom letz­ten Jahr:

  1. Rafael Classen, Abmahnungen, feh­len­de IPTC-​Daten und Wirestock: Der aktu­el­le Stand
  2. Robert Kneschke: Abmahnung erhal­ten wegen kri­ti­schem Blogbeitrag
  3. Warum du nie mit Wirestock arbei­ten soll­test (Gastartikel)
  4. Yuri Arcurs ist zurück! peopleimages.com Portfolio seit vier Monaten auf Adobe Stock
  5. Photocase star­tet Kampagne gegen kos­ten­lo­se Bilder – und erkennt die Ironie nicht
  6. Der Ausstieg aus dem Agenturgeschäft – Ein Erfahrungsbericht (Gastartikel)
  7. Steuerformular bei Adobe Stock aktua­li­sie­ren – Ausfüllhilfe
  8. Podcast eines Fotoproduzenten Folge 33 – Interview mit dem Shop-​Betreiber Knut Hebstreit
  9. Rafael Classen ver­liert Einstweilige Verfügung gegen mich wegen mei­ner Blogartikel zu 75%
  10. Shutterstock kauft die Videoagentur Pond5 für 210 Mio. USD

Die meis­ten Kommentare für Blogartikel vom letz­ten Jahr haben fol­gen­de Artikel gehabt:

  1. Photocase star­tet Kampagne gegen kos­ten­lo­se Bilder – und erkennt die Ironie nicht
  2. Yuri Arcurs ist zurück! peopleimages.com Portfolio seit vier Monaten auf Adobe Stock
  3. Steuerformular bei Adobe Stock aktua­li­sie­ren – Ausfüllhilfe
  4. Der Ausstieg aus dem Agenturgeschäft – Ein Erfahrungsbericht (Gastartikel)
  5. Verlosung: 3x Drei-​Tages-​Tickets für die Photopia 2022 in Hamburg
  6. Shutterstock kauft die Videoagentur Pond5 für 210 Mio. USD
  7. Shutterstock ver­bie­tet Upload von KI-​Bildern und will gleich­zei­tig selbst KI-​Bilder anbie­ten
  8. Robert Kneschke: Abmahnung erhal­ten wegen kri­ti­schem Blogbeitrag
  9. 123rf führt neu­es Billig-​Abo „PLUS“ ein (mit auto­ma­ti­schem Opt-​In der Anbieter)
  10. Getty Images kün­digt eben­falls KI-​Tools für Bildnutzer an in Zusammenarbeit mit BRIA

Und als län­ger­fris­ti­ger Rückblick hier mal die Ehrenhalle mit den bis­her zehn meist­ge­le­se­nen Artikeln im Blog ins­ge­samt über die gesam­te Zeit hinweg:

  1. 12 Tipps für Model-Posen
  2. Warum ich mein Adobe Creative Cloud-​Abo gekün­digt habe (und was ich jetzt nutze)
  3. Geld ver­die­nen mit dem Verkauf von Fotos? Umsätze und Erfahrungen von Microstock-Anfängern
  4. Stockfotos kau­fen: Was ist redak­tio­nel­le und kom­mer­zi­el­le Nutzung?
  5. Tutorial: Geniale Tropfenfotos selbst machen
  6. Bezahlung der Models
  7. Wie Models sich bei mir bewerben
  8. Frag den Fotograf: Welche Kamera für pro­fes­sio­nel­le Fotos?
  9. Tutorial: Drei ein­fa­che Licht-​Setups mit 2–3 Blitzen im Studio
  10. Die steu­er­li­chen Aspekte der Stockfotografie

Falls ihr über bestimm­te Themen ger­ne öfter hier im Blog lesen wollt, könnt ihr ger­ne die Kommentarfunktion nut­zen, um mir eure Wünsche mitzuteilen.

Die beliebtesten Blogbeiträge von 2021

Das Jahr 2021 ist gera­de erst vor­bei und der Reigen der Jahresrückblicke ist an uns vor­bei getanzt. Was bis­her da aber noch fehl­te, ist der Blick zurück auf die belieb­tes­ten Blogartikel in die­sem Blog.

Was haben die Leute im Jahr 2021 im „Alltag eines Fotoproduzenten“-Blog am meis­ten gele­sen? Diese Artikel fin­det ihr jetzt hier nach Abrufen sor­tiert:

Die 20 beliebtesten Blogbeiträge 2021

  1. Rafael Classen ver­schickt „Abmahnungen“ an Bildkäufer wegen Social Media Nutzung
  2. Bezahlung der Models
  3. Stockfotos kau­fen: Was ist redak­tio­nel­le und kom­mer­zi­el­le Nutzung?
  4. Die 10 größ­ten leben­den Fotografen auf dem Kunstmarkt
  5. Frag den Fotograf: BG ETEM Pflichtversicherung vermeiden
  6. Geld ver­die­nen mit dem Verkauf von Fotos? Umsätze und Erfahrungen von Microstock-Anfängern
  7. Wie Models sich bei mir bewerben
  8. Zwickmühlen-​Falle: Neue „Abmahnungen“ durch Rafael Classen (RC Photostock) gegen Bildkäufer
  9. Die steu­er­li­chen Aspekte der Stockfotografie
  10. Warnung vor ver­meint­lich „kos­ten­lo­sen Cliparts“ aus dem Internet
  11. Die Liste der Bestseller: Welche Bilder ver­kau­fen sich am meisten?
  12. Was macht die Künstlersozialkasse (nicht nur) für Fotografen?
  13. Adobe Stock bie­tet Nominierung for kos­ten­lo­se Sammlung an
  14. 24 Tipps und Quellen für Model-Posen
  15. Getty Images löscht EyeEm-​Accounts von Fotografen mit iStock-Accounts
  16. Creative Commons Lizenzen (CC) rich­tig nut­zen – Wie gebe ich den Urheber kor­rekt an?
  17. Tutorial: Geniale Tropfenfotos selbst machen
  18. Die bes­ten Bildagenturen 2020 (Auswertung mei­ner Umfrage)
  19. Das Geschäftsmodell hin­ter kos­ten­lo­sen Bildern am Beispiel Unsplash
  20. 100.000 kos­ten­lo­se com­pu­ter­ge­ne­rier­te Portraits: Das Ende der Model-Fotografie?

Spannend ist viel­leicht auch, durch wel­che Suchbegriffe die Leser:innen auf den Blog gekom­men sind. Daher hier die Auflistung der am häu­figs­ten ver­wen­de­ten Suchbegriffe im Blog im Jahr 2021 und wel­che Artikel ver­mut­lich die Treffer aus­ge­löst haben.

Die 10 beliebtesten Suchbegriffe im Blog 2021

  1. dof rech­ner (Artikelvorschlag)
  2. unter­schied lizenz­frei freie lizenz (Artikelvorschlag)
  3. android app foto vol­le auf­lö­sung (Artikelvorschlag)
  4. wire­stock (Artikelvorschlag)
  5. pho­to­shop him­mel aus­tau­schen 2014 (Artikelvorschlag)
  6. hono­ra­re eyeem (Artikelvorschlag)
  7. shut­ter­stock über­sicht län­der down­la­de mein port­fo­lio (Artikelvorschlag)
  8. redak­tio­nel­le nut­zung (Artikelvorschlag)
  9. fotos ver­kau­fen prei­se (Artikelvorschlag)
  10. was ver­die­ne ich bei shut­ter­stock pro foto (Artikelvorschlag)

Der Blog lebt nicht nur von mei­nen Artikel, son­dern auch von der Interaktion von euch Leser:innen, sei es hier im Blog, oder auf mei­nen Social Media Kanälen wie mei­ner Facebook-​Seite. Dafür ein gro­ßes Danke an euch!

Hier des­halb noch die zehn Artikel, wel­che 2021 für die meis­ten Kommentare gesorgt haben:

Die 10 Blogartikel von 2021 mit den meisten Kommentaren

  1. Rafael Classen ver­schickt „Abmahnungen“ an Bildkäufer wegen Social Media Nutzung
  2. Adobe Stock bie­tet Nominierung for kos­ten­lo­se Sammlung an
  3. Adobe und Shutterstock füh­ren Abo-​Modelle ohne Mengenbeschränkung ein
  4. Spotify vs. Microstock: Die Abo-​Modelle im Vergleich
  5. Zwickmühlen-​Falle: Neue „Abmahnungen“ durch Rafael Classen (RC Photostock) gegen Bildkäufer
  6. Panthermedia star­tet kos­ten­lo­se Bilderplattform Smarterpix: Analyse der Werbeversprechen
  7. Pimp My Stock: Bildbesprechungen von Stockfotos 63
  8. Einige der Probleme mit der neu­en Urheberrechtsreform
  9. Pimp My Stock: Bildbesprechungen von Stockfotos 64
  10. Warum die Sperrung des Twitter-​Accounts von Donald J. Trump über­fäl­lig war

Wie die letz­ten Jahre habe ich auch wie­der mei­ne Umfrage zu den bes­ten Bildagenturen 2021 begon­nen hier auf mei­ner Facebook-​Seite. Ich freue mich auf eine rege Teilnahme! Die Ergebnisse gibt es dann bald wie­der hier im Blog.

Meine 12 beliebtesten Blogartikel von 2020

Das Jahr 2020 ist end­lich vor­bei, der Corona-​Impfstoff ist da und es ist Zeit für einen kur­zen Rückblick auf die Blogaktivitäten. Im letz­ten Jahr habe ich 38 Blogartikel ver­öf­fent­licht, man­che län­ger recher­chiert, ande­re wur­den mir qua­si durch die Änderungen bei Bildagenturen aufgedrückt.

Falls ihr eini­ge News aus der Bilderbranche ver­passt haben soll­tet, eig­net sich die Liste sehr gut für einen ers­ten Überblick.

Hier die Liste der zwölf beliebts­ten Blogartikel aus dem Jahr 2020:

  1. Shutterstock ändert Vergütungsstruktur: Honorarkürzungen durch die Hintertür?
  2. Die bes­ten Bildagenturen 2019 (Auswertung mei­ner Umfrage)
  3. Stockfotografie: Sich rein­knien oder Zurücktreten? (Gastartikel)
  4. 24 Tipps und Quellen für Model-Posen
  5. Adobe Stock ver­öf­fent­licht gro­ße kos­ten­lo­se Kollektion mit Fotos, Vektoren und Videos
  6. Pixabay ver­teilt wis­sent­lich und kos­ten­los geklau­te Bilder
  7. Getty Images löscht EyeEm-​Accounts von Fotografen mit iStock-Accounts
  8. Facebook blo­ckiert Beitrag über Protest gegen Shutterstock
  9. Covid-​19 und Coronavirus: Die Stockfotografie in der Krise
  10. Shutterstock ver­steckt Änderungen in neu­en Nutzungsbedingungen
  11. Adobe Stock erklärt sei­nen Suchalgorithmus: Erste Lehren
  12. Das neue „Market Freeze“-Feature von Getty Images: Teure Kundenverarschung?

Interessant ist auch zu sehen, über wel­che Suchanfragen die Leser_​innen zum Blog kamen. Leider hat das Feature in den Jahren an Aussagekraft ver­lo­ren, weil immer mehr Browser Privatsphäre-​Einstellungen aktiv haben, wel­che die Suchbegriffe nicht mehr mit übergeben.

Trotzdem sind die Ergebnisse einen Blick wert: Die 10 häu­figs­ten Suchanfragen*, die zu mei­nem Blog führ­ten, sowie der mei­ner Ansicht nach dazu pas­sends­te Artikel:

  1. Fotoshooting Ideen mol­lig (Artikelvorschlag)
  2. redak­tio­nel­le Nutzung (Artikelvorschlag)
  3. Stockfotografie (Artikelvorschlag)
  4. Stockfotografie gefrag­te Motive (Artikelvorschlag)
  5. Pornart (Artikelvorschlag)
  6. wel­che Bilder ver­kau­fen sich am bes­ten (Artikelvorschlag)
  7. Wolkenbilder hoch­auf­lö­send (Artikelvorschlag)
  8. Fotos ver­kau­fen App (Artikelvorschlag)
  9. Fotograf Künstlersozialkasse (Artikelvorschlag)
  10. Tropfenfotografie (Artikelvorschlag)

* aus­ge­nom­men habe ich hier mei­nen Namen sowie den Blogtitel, die natur­ge­mäß sonst die ers­ten bei­den Plätze belegt hätten

Viele mei­ner Artikel leben auch vom fach­li­chen und/​oder kri­ti­schen Input mei­ner Leser_​innen, die im Blog oder auf mei­nen Social Media Kanälen wie mei­ner Facebook-​Seite kom­men­tie­ren. Dafür mal Danke!

Deshalb hier noch die 10 Blogartikel aus dem Jahr 2020 mit den meis­ten Kommentaren:

  1. Shutterstock ändert Vergütungsstruktur: Honorarkürzungen durch die Hintertür?
  2. Praxis-​Test: Fixel Recolor Plugin Panel für Photoshop (mit Verlosung)
  3. Der „Instant Pay Program“ Deal: Wirestock ver­scher­belt Bilder mit Einmalzahlung an Freepik
  4. Datensicherung und Online-​Backups: Mein Erfahrungsbericht
  5. Getty Images löscht EyeEm-​Accounts von Fotografen mit iStock-Accounts
  6. Adobe Stock ver­öf­fent­licht gro­ße kos­ten­lo­se Kollektion mit Fotos, Vektoren und Videos
  7. Das neue „Market Freeze“-Feature von Getty Images: Teure Kundenverarschung?
  8. Wer steckt hin­ter Wirestock.io? Gründer, Finanzierung und Orte
  9. Adobe Stock erklärt sei­nen Suchalgorithmus: Erste Lehren
  10. Stockfotografie: Sich rein­knien oder Zurücktreten?

In weni­gen Tagen star­te ich übri­gens wie­der mei­ne gro­ße Bildagentur-​Umfrage (sie­he zwei­ter Platz der belieb­tes­ten Blogartikel) auf mei­ner Facebook-​Seite. Ich freue mich auf eure rege Teilnahme.

Youtube-​Kommentare zur Kommissionskürzung der Bildagentur Alamy

Die Bildagentur Alamy will erneut die Fotografenhonorare kür­zen: Sanken sie 2012 von 60% auf 50%, sol­len die­se nun ab Februar 2019 auf 40% fallen.

Der Alamy-​CEO James West begrün­det die­sen Schritt wort­reich in einem YouTube-​Video:

Außer den gan­zen Worthülsen und Phrasen ist eine span­nen­de Grafik bei Minute 6:40 ent­hal­ten, wel­che die Entwicklung und die Differenz zwi­schen Gesamtumsatz und Fotografeneinnahmen von 2002 bis 2018 aufzeigt:

Dort ist gut sicht­bar, wie die Kommissionskürzung von 60 auf 50% für die Fotografen zu einem Umsatzwachstum bei gleich­zei­ti­ger Stagnation der Fotografeneinnahmen geführt hat.

Die Kommentare unter dem Video sind zusam­men­ge­fasst aus­sa­ge­kräf­ti­ger als alles, was ich dazu selbst sagen könn­te, wes­we­gen ich hier ein­fach eine sinn­ge­mä­ße Auswahl und einen Ausschnitt der Kommentare (ins Deutsche über­setzt) präsentiere:

Ich fin­de es erstaun­lich, dass Alamy mit der Trendlinie ab 2015 einen Aufwärtstrend hat, aber gleich­zei­tig denkt, dass es an der Zeit ist, wei­te­re 10%(Punkte) von den Fotografen zu kür­zen. […] Ich bin seit 1980 im Bereich Stockfotografie. Nicht ein­mal hat ein Unternehmen die Fotografenkommission in guten Zeiten ange­ho­ben.“(J Liparis)

Mir ist bewusst, dass Alamy sich auf dem Markt behaup­ten, in die Zukunft inves­tie­ren und Gewinne erzie­len muss. Seltsamerweise ist es genau das, was auch der Fotograf tun muss. Ich habe nichts in dem Video gehört, wie dies den Fotografen zugu­te kommt. Ja, sie haben die neu­en Portfolios erwähnt, aber alles, was das bewirkt, ist, den Verkauf und Vertrieb auch auf die Fotografen abzu­wäl­zen.“ (Robin Whalley)

Wenn wir direkt bei Alamy ange­stellt und bezahl­te Mitarbeiter wären, wäre dies nicht mög­lich. Alles, was Sie tun könn­ten, wäre, neue Mitarbeiter mit einem neu­en Vertrag zu beschäf­ti­gen. Daher nut­zen Sie die Tatsache, dass wir Selbstständige sind, um die feh­len­den gesetz­li­chen Rechte aus­zu­nut­zen.“ (Paul Briden)

 ‚Kommissionsänderung‘ ist das fal­sche Wort für ‚Kommissionskürzung‘.“ (Dmitry Rukhlenko)

Dies ist eine Kürzung von 20% der Honorare, die Fotografen erhal­ten (50–20% = 40). In den Charts, die Sie jedoch zei­gen, ist die Lücke zwi­schen den Unternehmensgewinnen und den Fotografenkommissionen grö­ßer als je zuvor. Sind sie und alle Mitarbeiter des Unternehmens auch zu einer 20%-Gehaltskürzung zum Wohle des Unternehmens bereit?“ (Chris Stock)

Zumindest hat der CEO den Mut, sein Gesicht zu zei­gen. Ich glau­be nicht, dass einer der CEOs der ande­ren Agenturen den Mut dazu hät­te. Schlechte Nachrichten auf ethi­sche Weise.“ (Ozgur Coskun)

Wenn die­ses Video ver­sucht, die Menschen zu beru­hi­gen, schei­tert es für mich schreck­lich. Ich bin mir nicht sicher, ob die lege­re Kleidung mit bil­li­ger Garderobe im Hintergrund den Eindruck vom Unternehmensvermögen ablen­ken soll­te, aber es ist nicht im gerings­ten pro­fes­sio­nell. Die gesam­te Präsentation wirkt schwa­fe­lig und nicht über­zeu­gend. Es fehlt an Überzeugung und es sieht eher aus wie ein Zwölfjähriger, der ver­sucht, eine Entschuldigung dafür zu fin­den, war­um er sei­ne Hausaufgaben nicht gemacht hat.[…] Ich hof­fe, dies ist nicht die Präsentation, die der Alamy-​CEO bei Geschäfts- und Investitionsmeetings mit­ge­bracht hat!“ (Essence Of Light)

Workflow-​Änderung: Wenn ich mei­ne Bilder für den Upload sor­tie­re, wird es nun einen Ordner namens „Reste“ geben mit einem Unterordner „Alamy“ dar­in.“ (Gordan P. Junior)

Alamy hat so vie­le Fotos und Fotografen, dass der Geschäftserfolg eines ein­zel­nen Fotografen offen­sicht­lich kei­ne Rolle spielt. Dies ist jedoch kein nach­hal­ti­ges Modell für den Erfolg. Jede Motivation, neue Fotos zu machen, ist weg.“ (Blaine Harrington)

Die Erklärung liegt in den Diagrammen. Deine oran­ge Linie geht nicht nach oben und wird zwi­schen immer mehr Fotografen auf­ge­teilt. Unsere blaue Linie steigt in die Höhe und soll­te das nicht mehr das Fall sein, neh­men wir uns wei­te­re 10 Prozentpunkte, bis sie wie­der steigt.“ (syou­sef)

Hat er die Schuld gera­de wirk­lich auf den Brexit gescho­ben?“ (Paphos Life)

Ich bin nicht über­mä­ßig besorgt über den pro­zen­tua­len Anteil der Provisionen, son­dern über den tat­säch­li­chen Wert pro Verkauf. Die Grafik, die den Bruttoeinnahmenumsatz zeigt, ist an sich ziem­lich bedeu­tungs­los. Wir müs­sen die Verteilungskurve sehen, damit sie irgend­ei­nen Wert hat. Wenn Drittanbieter betei­ligt sind, kür­zen Sie auch ihre Provision? Wenn nicht, war­um nicht? Ich bin fest davon über­zeugt, dass Zeit, Aufwand und Engagement der Fotografen stark unter­be­wer­tet sind. James, im Geiste der Offenheit und Fairness, könn­ten wir den Überschuss von Alamy pro Jahr sehen bit­te?“ (Richard Tadman)

Ich bin seit 2000 bei Alamy, bevor sie online gegan­gen sind. Alex hat mich ange­wor­ben, um genug Bilder zu haben, bevor sie öffent­lich gin­gen. Der „Vertrag“ war anfangs groß­ar­tig und die Einnahmen waren recht gut, selbst mit einer rela­tiv gerin­gen Anzahl von Bildern, und ich hat­te das Gefühl, dass Alamy sich wirk­lich für sei­ne Fotografen sorg­te und auch in öffent­li­chen Meetings traf. Schneller Vorlauf bis 2016 und das Bild hat­te sich sehr ver­än­dert. Es sind nicht nur die Provisionen gefal­len, son­dern auch die Bildpreise (in mei­nem Fall sank der Durchschnittspreis pro Bild von 100 USD auf rund 10 USD, ich habe mei­ne eige­nen Grafiken, um dies zu bewei­sen). Nachdem ich 16 Jahre lang regel­mä­ßig hoch­ge­la­den habe, ent­schied ich zu die­sem Zeitpunkt, dass es die Anstrengung nicht wert war, wei­ter­hin bei­zu­tra­gen. Die Rendite war zu nied­rig, also beschloss ich, mei­ne Bilder in Alamy zu belas­sen und den immer gerin­ger wer­den­den Geldbetrag mit­zu­neh­men und mit mei­nem Leben etwas Nützlicheres zu machen. Ich dach­te dar­an, Alamy mög­li­cher­wei­se zu erlau­ben, eini­ge mei­ner neue­ren Bilder zu ver­kau­fen, aber die­se letz­te Ankündigung hat die­se Gedanken aus mei­nem Kopf ver­drängt. Mit mehr als 157 Millionen ver­kauf­ten Bildern und einem Gewinn von 300 Millionen Dollar pro Jahr gibt es kei­ne Entschuldigung, die Torpfosten zu bewe­gen und die Hand zu bei­ßen, die sie füt­tert. Ohne uns sind sie nichts.“ (Mike Crawley)

Er kann nicht ein­mal mit gera­dem Gesicht in die Kamera schau­en.“ (mhon­eg­ger)

Was sagt ihr zu dem Video?

Bildagentur Vario Images droht mit Abmahnung

Nachdem die Klage von Imagebroker gegen mich ent­schie­den wur­de, klopft nun der nächs­te Rechtsanwalt an.

Im Auftrag der Bildagentur Vario Images mel­det sich bei mir eine Berliner Kanzlei, um „die wei­te­re Verbreitung einer Meldung“ zu verhindern.

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Einige der Schlagzeilen von 2012

Sollte ich dem nicht Folge leis­ten, wer­de die Kanzlei emp­feh­len, „die Hilfe der Gerichte in Anspruch zu neh­men und dann alle aus der Verletzung resul­tie­ren­den Ansprüche“ gel­tend zu machen.

Was ist passiert?

Interessanterweise die Wahrheit. Im Juni 2012 hat­te ich hier im Blog den Gastartikel „Try Macrostock! Unterschiede zu Microstock aus der Sicht eines Bildagentur-​Chefs“ ver­öf­fent­licht, in dem der Chef der Münchener Macrostock-​Agentur Westend61 die Vorteile im Gegensatz zu Microstock-​Agenturen erläuterte.

In den Kommentaren hat­te der Leser Walter als ein Beispiel für die eher nicht so rosi­ge Lage des Bildermarkts auf den Antrag zur Planinsolvenz der Macrostock-​Agentur Vario Images hin­ge­wie­sen.

Darüber haben viel aus­führ­li­cher auch ande­re Branchenmagazine im Netz berich­tet, wie zum Beispiel HORIZONT Online.

Was will Vario Images?

Die Anwältin von Vario Images wies mich nun dar­auf hin, dass das Insolvenzverfahren nach einem Rechtsreformwandel 2012 mitt­ler­wei­le abge­schlos­sen sei und der Betrieb regu­lär wei­ter laufe.

Damit die Leser des Blogs aktu­ell infor­miert sind, habe ich ger­ne bei den Kommentaren ein Update hin­zu­ge­fügt, wel­ches die obi­gen Informationen wiederspiegelt.

Vario Images will jedoch, dass die – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung völ­lig kor­rek­ten Informationen –  nicht mehr ver­brei­tet wer­den, oder genau­er, um das Anwaltsschreiben zu zitieren:

Damit sind sol­che Meldungen, selbst wenn sie im Zeitpunkt ihres Erscheinens recht­mä­ßig gewe­sen sein soll­ten, zum jet­zi­gen Zeitpunkt rechts­wid­rig. Der Veröffentlichung
ste­hen die berech­tig­ten Interessen des Unternehmens und sei­ner Inhaberin entgegen.“

Als Argument wird auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs ver­wie­sen, kon­kret auf ein Urteil vom 13. Mai 2014 (EuGH, Urteil vom 13. Mai 2014 – C‑131/​12 – GRUR 20014, 895), wel­ches auch durch das Schlagwort „Recht auf Vergessen“ bekannt ist. Etwas les­ba­rer ist das Urteil in die­ser Pressemitteilung vom EU-Gerichtshof.

Wie reagiere ich?

Ich bin der Meinung, dass die Pressefreiheit eine gro­ße Errungenschaft ist, wel­che hoch­ge­hal­ten wer­den muss.

Das zitier­te Urteil rich­te­te sich gegen eine „natür­li­che Person“, nicht gegen eine Firma, sowie war eine Suchmaschine betrof­fen, kein Fachblog wie die­ser hier und die betrof­fe­ne Information war auch über 12 Jahre alt, nicht nur drei Jahre wie im vor­lie­gen­den Fall.

Deshalb bin ich der Auffassung, dass das Informationsbedürfnis mei­ner Leserinnen und Leser über­wiegt und möch­te die Information wei­ter­hin online lassen.

Besonders wich­tig fin­de ich es, weil eini­ge der ein­gangs erwähn­ten Online-​Medien eben­falls ein – ver­mut­lich iden­ti­sches – Anwaltsschreiben erhal­ten haben und die Artikel von ihren Seiten gelöscht haben. Screenshots lie­gen mir vor.

Wenn ich jeder Drohung nach­ge­ben wür­de, die mich von Agenturseite erreicht, wür­det ihr hier bald nur Jubelmeldungen von XX Millionen Bildern lesen, die eine Agentur jetzt im Bestand hat oder von XX Prozent Rabatt, wel­che eine ande­re Bildagentur gera­de gewährt.

Drückt mir die Daumen, falls es wie ange­droht zu einer Gerichtsverhandlung kom­men sollte.