Archiv der Kategorie: Technik

100.000 kostenlose computergenerierte Portraits: Das Ende der Model-​Fotografie?

Die Firma icons8 hat gera­de etwas Bahnbrechendes gemacht: Sie hat 100.000 durch künst­li­che Intelligenz erstell­te Portraits kos­ten­frei zur Nutzung bereit gestellt.

Die künst­li­che Intelligenz brauch­te etwas zum „Trainieren“, um zu erken­nen, wann ein Ergebnis mensch­lich genug aus­sah und wann nicht. Dafür hat die Firma nach eige­nen Angaben inner­halb von drei Jahren 29.000 Portraits von 69 Models auf­ge­nom­men.

Die fer­ti­gen com­pu­ter­ge­ne­rier­ten Fotos wer­den auf der Webseite https://generated.photos/ kos­ten­frei zum Download und zur Nutzung ange­bo­ten im Format 1024x1024 Pixel, also 1 Megapixel. Bei den 100.000 Bildern sind eini­ge dabei, die erkenn­bar „fake“ sind, weil der Computer selt­sa­me Artefakte an komi­schen Stellen gene­riert hat und oft sind bei lan­gen Haaren die Enden falsch, wie wenn man wild in Photoshop mit dem Klonstempel Amok gelau­fen wäre oder das Verflüssigen-​Tool nicht rich­tig beherrscht.

Alles AI-​basierte künst­li­che Gesichter von generated.photos

Das soll aber nicht dar­über hin­weg täu­schen, dass vie­le der Bilder nicht mehr von einem ech­ten Foto zu unter­schei­den sind. Geplant ist in Zukunft sogar eine Art Tool, mit der Nutzer (ver­mut­lich gegen Gebühr) auf Knopfdruck sich selbst Portraits gene­rie­ren und dabei Kriterien wie Geschlecht, Alter, Stimmung, Blickwinkel etc. selbst beein­flus­sen kön­nen.

In die­sem Video stellt sich das Projekt kurz selbst vor:

Hier als Beispiel eini­ge Bilder von https://generated.photos, die tat­säch­lich so rea­lis­tisch sind, dass kaum vor­stell­bar ist, dass sie kei­ne Fotos sind (Klicken zum Vergrößern):

Wer eben­falls mal stö­bern will, kann die Webseite https://100k-faces.glitch.me/ auf­ru­fen. Bei jedem neu­en Laden der Seite wird zufäl­lig eins der 100.000 Gesichter gezeigt.

Wie dürfen die Bilder genutzt werden?

Laut der Webseite dür­fen die Bilder für jeg­li­che („wha­te­ver“) Nutzung ver­wen­det wer­den, zum Beispiel für Präsentationen, Projekte, Mock-​Ups, Avatare auf Webseiten, Newsletter, Arbeitsblätter etc., vor­aus­ge­setzt, es wird ein Link auf deren Webseite gesetzt. Konkreter erklärt es der Chefdesigner bei icons8, Konstantin Zhabinskiy hier:

If you plan to use pho­to on your web­site, set a link to Generated Photos on all pages whe­re you use our con­tent. If you use it on most pages, a link in your foo­ter is fine. Desktop and Mobile apps should have a link in the About dia­log or Settings. Also, plea­se credit our work in your App Store or Google Play descrip­ti­on (some­thing like „Photos by Generated Photos“ is fine).“

In den klein­ge­druck­ten Nutzungsbedingungen auf der Seite steht unter Punkt 3.2 jedoch, dass kei­ne „kom­mer­zi­el­le Nutzung“ erlaubt sei und gene­rell vie­le Einschränkungen gel­ten, wie zum Beispiel dass die Lizenz sei­tens der Betreiber jeder­zeit ent­zo­gen wer­den kann und dann jedes Material, egal ob digi­tal oder gedruckt, zer­stört wer­den muss:

Das wider­spricht sich jedoch mit den öffent­li­chen Äußerungen der Firma, wes­halb ich per Email um eine Stellungnahme gebe­ten habe, auf die ich lei­der noch kei­ne Antwort habe.

In deren FAQ wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das Verfassen von Nutzungsrechten für Produkte künst­li­cher Intelligenz eine Neuheit ist, wes­halb sie sich das Ändern die­ser Nutzungsbedingungen jeder­zeit vor­be­hal­ten. Wenn man kurz dar­über nach­denkt, ist es logisch: Mit wel­chem Recht soll­te jemand das Urheberrecht an Werken bean­spru­chen, die er nicht selbst geschaf­fen hat? Das wird noch Stoff für juris­ti­sche Auseinandersetzungen lie­fern.

Andere Projekte mit künstlichen Personenbildern

Die Webseite generated.photo ist weder die ein­zi­ge noch die ers­te Seite, die künst­lich erzeug­te Gesichter prä­sen­tiert. So gibt es seit einer Weile die Seite www.thispersondoesnotexist.com, wel­che das glei­che GAN („Generative Adversarial Network“)-Modell als Grundlage wie generated.photo nutzt. Hier eine sehr aus­führ­li­che Erklärung, wie die­se GAN funk­tio­nie­ren.

Eine ande­re Webseite ist www.artificialtalent.co, bei der Modefotos gegen Bezahlung mit künst­lich erzeug­ten Gesichtern „auf­ge­hübscht“ wer­den kön­nen, um mehr Kleidung zu ver­kau­fen.

Eine gro­ße Sammlung sol­cher AI-​basierten Webseiten, nicht nur für Personenbilder, lie­fert die­se Webseite.

Was bedeuten diese Projekt für die Stockfotografie?

Kurzfristig sind sie noch kei­ne Bedrohung für Stockfotografen. Erstens funk­tio­niert die­se Technik aktu­ell nur bei Portraits und die Auflösung ist mit 1 MP etwas beschränkt. Der Ausschuss ist, wie man beim Durchblättern der 100.000 Bilder sehen kann, noch ziem­lich groß, auch wenn erstaun­li­che Ergebnisse dar­un­ter sind. Außerdem ist nur eine pri­va­te Nutzung erlaubt, wes­halb Werbetreibende wei­ter­hin auf Stockmaterial zurück­grei­fen müs­sen.

Mittelfristig sehe ich jedoch durch­aus die Möglichkeit, dass ein Teil der Nutzung zu den com­pu­ter­ge­ne­rier­ten Bildern abwan­dert. Erstens sind die­se künst­li­chen Intelligenzen schnell lern­fä­hig, was zu expo­nen­ti­ell bes­ser wer­den­den Ergebnissen und stei­gen­den Bildauflösungen füh­ren soll­te. Die Technik wur­de immer­hin erst 2014 vor­ge­stellt und kann nun schon glaub­wür­di­ge Gesichter gene­rie­ren.

Außerdem funk­tio­niert die Technik nicht nur bei Menschen, auch Landschaften las­sen sich so digi­tal erzeu­gen, wie die­se inter­ak­ti­ve Demo von Nvidia zeigt. Selbst für Inneneinrichtungen gibt es schon eine Webseite, bei der Leute ein Foto ihrer Wohnung hoch­la­den kön­nen und die AI rich­tet die­se vir­tu­ell neu ein.

Die Gefahr für Stockfotografen besteht dar­in, dass ihre Bilder oft sehr gene­risch und aus­tausch­bar sind, bei­des also Attribute, wel­che per­fekt für com­pu­ter­ge­ne­rier­te Ansätze sind.

No Model Release, no problem?

Wie bei etli­chen neu­en Technologien zei­gen sich Gefahren lei­der erst, wenn die­se eine Weile im Einsatz sind. Deshalb beto­nen eini­ge Forscher aus die­sem Gebiet, dass die ethi­sche Komponente nicht unter­schätzt wer­den darf. Das heißt im Klartext: Die erzeug­ten Bilder basie­ren auf ech­ten Fotos: Wird die AI nur mit schö­nen, kau­ka­si­schen jun­gen Gesichtern trai­niert, wer­den auch die Ergebnisse schön, jung und weiß sein. Nur wer genü­gend Diversität im Ausgangsmaterial hat, kann die­se auch vom Computer erzeu­gen las­sen.

Eine wei­te­re, bis­her nicht erwähn­te Gefahr, sehe ich in den Persönlichkeitsrechten. Klar, die abge­bil­de­ten Personen haben kei­ne Persönlichkeitsrechte. Wer sich eine Weile durch die Beispiele klickt, wird jedoch mer­ken, dass ihm etli­che Gesichter irgend­wie bekannt und ver­traut vor­kom­men. Es kann ja sein, dass der Computer Gesichter gene­riert, die in echt leben­den Menschen wie aus dem Gesicht geschnit­ten aus­se­hen. Sollten die­se Menschen dann nicht das Persönlichkeitsrecht an den AI-​Bildern haben, wenn sie mit denen ver­wech­selt wer­den kön­nen?
Man könn­te den Vergleich zu ein­ei­igen Zwillingen zie­hen: Hat der eine das Recht, dem ande­ren abzu­spre­chen, für bestimm­te Produkte oder Meinungen zu wer­ben?

Generell ist das Missbrauchspotential die­ser Technik sehr hoch, man den­ke nur an aus­ge­dach­te Testimonials, gefälsch­te Social Media Accounts und so wei­ter. Vor allem in Kombination mit ande­ren Techniken wie „Deep Fakes“, bei der Videos Gesichter ande­rer Personen erhal­ten oder Adobe #VoCo, wo Stimmen ande­rer Personen mani­pu­liert wer­den kön­nen, erge­ben sich vie­le Möglichkeiten, die sehr dazu geeig­net sind, das Vertrauen von Menschen in digi­ta­le Inhalte zu unter­gra­ben. Wie so oft sind Pornos Vorreiter die­ser neu­en Technologie: Schon heu­te gibt es eini­ge Webseiten, auf der Gesichter von Berühmtheiten in Pornofilme mon­tiert wer­den.

Was sagt ihr zu die­ser Entwicklung?

Mein Rückblick auf die Photokina 2018 – Neuigkeiten und Trends

Mittlerweile war ich fast drei kom­plet­te Tage auf dem Messegelände unter­wegs (laut Schrittzähler ca. 15 km), um für euch die span­nends­ten, kurio­ses­ten oder ander­wei­tig inter­es­san­ten Messe-​Funde der pho­to­ki­na zu prä­sen­tie­ren.

Dabei kon­zen­trie­re ich mich auf die vie­len klei­ne­ren Anbieter, denn die Neuheiten von Firmen wie Canon (spie­gel­lo­ses EOS-​R-​System), Nikon (spie­gel­lo­se Z‑Serie) oder Leica (L‑Mount Alliance) könnt ihr auch aus­führ­lich woan­ders lesen.

Fangen wir mit einer lus­ti­gen Neuheit an: Heizdecken für Hunde gibt es schon län­ger, nun aber auch für Objektive. Der „Lens Heater 360 II“ von Vixen soll das Objektiv wär­men, um stö­ren­de Kondensation zu ver­hin­dern, wel­che zum Beispiel Langzeitaufnahmen oder Naturfotos beein­träch­ti­gen könn­ten.

Ein coo­les LED-​Panel namens „Magic Lights“ stellt die Firma Misonics vor. Das ist stan­dard­mä­ßig ein qua­dra­ti­sches Dauerlicht-​Panel, aber mit einem Loch in der Mitte für die Kamera, um eine schat­ten­freie Ausleuchtung zu erhal­ten. Zusätzlich kön­nen „Augenreflex-​Platten“ in ver­schie­de­nen Formen wie Herz, Schneeflocke oder Stern ein­ge­setzt wer­den (sie­he Foto), um die­se Reflexionen im Auge bei Portraits zu erhal­ten. Wer will, kann auch eine kreis­för­mi­ge Platte nut­zen, um den klas­si­schen Ringlicht-​Effekt zu erzie­len.

Netbooks, Ultrabooks und ande­re neue Geräte wer­den immer klei­ner und leich­ter, was lei­der auf Kosten der vor­han­de­nen Anschlüsse geht. Von Icy Box gibt es eini­ge neue Docking-​Stationen*, mit denen die Geräte wie­der mehr USB‑, Monitor‑, LAN- und ande­re Anschlüsse bekom­men.

Von der chi­ne­si­schen Firma AFI gibt es eini­ge klei­ne, kom­pak­te Helferlein, zum Beispiel den 360°-Panoramakopf MRP01*, mit dem ein­fach Panoramafotos oder ‑vide­os mit dem Handy mög­lich sind. Zeitraffer sind damit ent­ge­gen Eigenaussage jedoch nicht mög­lich, dafür wäre nur der MRA01* geeig­net, der wahl­wei­se 90°, 180° oder 360° in 15, 30 oder 60 Minuten rotie­ren kann. Von der glei­chem Firma gibt es auch einen sehr klei­nen moto­ri­sier­ten Dolly PPL-​06s*, der bis zu vier Kilo fah­ren kön­nen soll und sich in 5 Geschwindigkeiten bewe­gen kann, wahl­wei­se gera­de­aus oder in Kurven.

Von eini­gen asia­ti­schen Firmen habe ich soge­nann­te „Nina Reflektoren“ gese­hen, die sehr nütz­lich sind, um beim Fotografieren auf oder durch Glas Reflexionen zu ver­mei­den. Ein Anbieter ist zum Beispiel Yoshimi Camera, die den falt­ba­ren „Ninja reflec­tor“ mit einem Durchmesser von 50cm anbie­ten. Wird nicht die schwar­ze, son­dern wei­ße Seite benutzt, eig­net er sich als pas­si­ver Aufheller von vor­ne, ähn­lich wie der Round Flash, nur noch kom­pak­ter und ohne akti­ves Licht. Für Vielflieger soll es den Reflektor in weni­gen Monaten auch recht­eckig geben, um bei Fotos aus dem Flugzeugfenster nicht sicht­bar zu sein.Kodak stellt eine neue „PixPro 360 Pivot“-Kamera vor, die wahl­wei­se 360°-Videos oder auf­ge­klappt 180°-3D-Videos auf­neh­men kann.

Drohnen-​Fans auf­ge­passt: Für die 360°-Kamera Insta360One gibt es eine Halterung für die Mavic Pro, die über oder unter der Drohne befes­tigt wer­den kann, um flie­gen­de 360°-Aufnahmen machen zu kön­nen.

Eine güns­ti­ge Alternative zu den Systemblitzen bie­tet der Pixel X900Pro* (hier gleich zwei mit Funkauslöser) mit der Leitzahl 60, der auch ein inte­grier­tes LED-​Einstelllicht mit­bringt.

 

Beim „Removu K1″ der Firma Removu hin­ge­gen ist die 4K-​Kamera im Gimbal gleich mit ein­ge­baut, was die Kombination klei­ner und leich­ter macht.

Wer Foto-​Hintergründe auf Stoff dru­cken las­sen will, kann sich bei Achte dis­play sys­tem sei­ne eige­nen Motive auf bis zu 5x3m dru­cken las­sen.

Wer eine Methode zum schnel­len Befestigen und Wechseln sei­ne Hintergründe sucht, könn­te das „Magna-​fix“-System der Firma Click Props span­nend fin­den. Dieses besteht aus acht Metallplatten zum Befestigen an der Wand und 4 star­ken Industrie-​Magneten, wel­che dann Stoff, Papier oder ande­re Hintergründe dar­auf fixie­ren kön­nen.

Moza stellt das Gimbal „Mini-​MI“* zur Stabilisierung von Handy-​Aufnahmen vor, mit dem Clou, dass kabel­lo­ses Laden des Smartphones mög­lich ist, sofern das Handy das unter­stützt. Da die Live-​Previews ganz schön Akku sau­gen, eine nütz­li­che Funktion.

Wo wir gera­de über Gimbals reden, darf die Erwähnung der neu­en Version des DJI-Gimbals, dem „Osmo Mobile 2″* nicht feh­len. Der kann nun unter ande­rem Instagram-​Story-​kompatibel auch im Hochformat fil­men und hat eine deut­lich län­ge­re Akkulaufzeit als die ers­te Version und ist kom­pak­ter zusam­men­klapp­bar. Das Gimbal selbst soll auch als Akku-​Powerbank für das Smartphone die­nen kön­nen, lei­der aber nicht wäh­rend der Aufnahme.

Wer viel Akku-​Power braucht, fin­det ver­mut­lich die neu­en Ladegeräte von Omnicharge span­nend. Das „Omni 20″* bzw. die klei­ne­re Version „Omni 13″* bie­ten eine sehr leis­tungs­star­ke Powerbank mit Steckdosen-​Eingang für das Laden von Laptops oder ande­ren Stecker-​Geräten sowie 2 USB-​Ports. Das zeit­glei­che Aufladen der Powerbank und ange­schlos­se­nen Geräten ist mög­lich. Die „Omni 20 USB‑C“-Variante* kann je nach Laptop sogar das exter­ne Netzteil erset­zen und fun­giert zusätz­lich als USB-​C-​Hub zur Datenübertragung zwi­schen zwei ange­schlos­se­nen Geräten.

Die deut­sche Firma ewa-​marine bie­tet eine gro­ße Auswahl an Unterwassergehäusen* für Kameras, vom Smartphone, über DSLR bis hin zu Video-​Camcordern.

Der Stativ-​Hersteller Novoflex hat sei­nen Qleg-​Wanderstock ver­bes­sert. Die neue Version „Qleg III“ ist nun falt­bar und kann wie gewohnt sowohl als Wanderstock als auch als Einbeinstativ oder in Kombination mit wei­te­ren Wanderstöcken/​Stativbeinen als Dreibeinstativ ver­wen­det wer­den.

Von Hoodman gibt es jetzt auch ein knal­l­oran­ge­nes Absperrband, mit dem mar­kiert wer­den kann, dass Drohnen im Bereich unter­wegs sind.

Zum Schluss wie­der ein lus­ti­ges Gimmick: Der ori­gi­na­len Lensball* von Rollei gibt es nun auch mit 110mm Durchmesser. Damit las­sen sich krea­ti­ve Aufnahmen machen, bei der die Welt Kopf steht und je nach Inspiration sicher eini­ges mehr.

Wie wirkte die Photokina abseits der konkreten Produktneuheiten?

 

Das „klas­si­sche Fotografieren“ ist auf der Photokina schon lan­ge ins Hintertreffen gera­ten: Action-​Cams, 360°, VR und Video domi­nie­ren die Messe. Mit der „Digility“ ist zeit­gleich als Parallelmesse erst­mals eine extra-​Messe nur für VR- und AR-​Anwendungen ins Leben geru­fen wor­den.

Waren letz­tes Mal noch LEDs das beherr­schen­de neue Element, so waren es die­ses Jahr far­bi­ge LEDs, die einem in allen Farben und Formen, vor allem aber als Dauerlicht-​Softboxen, ins Auge spran­gen.

Bildstabilisierung war im Gegensatz zur letz­ten Messe kei­ne Nachricht mehr, son­dern wur­de ein­fach über­all ein­ge­baut, wo es nur ging.

Auf etli­chen Bühnen gab es, lei­der manch­mal zeit­gleich, hoch­ka­rä­ti­ge Vorträge, die in den lau­ten Hallen mit wenig Sitzgelegenheiten manch­mal etwas schwer zu ver­fol­gen, oft aber ihre Zeit wert waren.

Vier Besucher der Photokina 2018 spie­len mit VR-​Brillen vir­tu­ell Tischfußball.

Insgesamt hat sich die Photokina etwas ver­klei­nert. Mit 812 Ausstellern waren ca. 17% weni­ger als 2016 dabei, die Besucherzahl sank um ca. 5% auf unge­fähr 180.000 Besucher.

Die nächs­te Photokina wird schon in ca. einem hal­ben Jahr vom 8.–11.5.2019 in Köln statt­fin­den.

 

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Das sind die wichtigsten Neuerungen der Creative Cloud von Adobe

Jedes Jahr auf der „Adobe Max“-Veranstaltung wer­den Neuerungen für das „Creative Cloud“-Software-Paket* vor­ge­stellt. Immer gespickt mit eini­gen Superlativen prä­sen­tiert Adobe dort stolz neue Features oder Programme.

Damit ihr den Überblick behal­tet, stel­le ich euch die span­nends­ten Änderungen hier vor.

Lightroom wird mobil

Für Fotografen sicher am span­nends­ten: Das Bildverwaltungs-​Tool Lightroom wird auf­ge­teilt. Die bis­he­ri­ge Lightroom-​Variante nennt sich nun „Lightroom Classic“. Neu hin­zu kommt „Lightroom CC“, wo der Fokus stark auf den mobi­len Workflow gelegt wird sowie eine kom­plett neue Benutzeroberfläche vor allem Anfänger an das Programm ran­füh­ren soll.

Aufgeräumte Oberfläche in Lightroom CC

Lightroom CC ist cloud-​basiert und spei­chert auf Wunsch Fotos in Originalgröße online und syn­chro­ni­siert dann alle Änderungen über ver­schie­de­ne Geräte hin­weg. Ich kann also zum Beispiel wäh­rend eines Shootings die Bilder mit einer WLAN-​fähigen Kamera nach Lightroom sen­den, die bes­ten RAW-​Dateien auf dem Nachhauseweg auf dem iPhone (oder Android-​Handy) aus­wäh­len, die­se dann abends auf dem Tablet bear­bei­ten und am nächs­ten Tag im Büro am Desktop-​Computer ver­schi­cken oder nach mal in Photoshop eini­ge Logos retu­schie­ren etc.

Cool ist auch, dass mit Hilfe der „Adobe Sensei“ genann­ten künst­li­chen Intelligenz die Bilder in Lightroom nach Keywords durch­sucht wer­den kön­nen, OHNE dass ich die­se vor­her ver­schlag­wor­ten muss.

Wer also in sei­ner Fotosammlung alle Bilder mit einem Hund sehen will, tippt ein­fach „Hund“ ein und Lightroom CC zeigt die Ergebnisse an, auch ohne vor­he­ri­ge Verschlagwortung.

Zusätzlich gibt es ein gan­zes Set neu­er Presets, wo die Nutzer bei jedem Preset die genaue Regler-​Stellung sehen kön­nen und die­se so bes­ser bei Bedarf an die eige­nen Bedürfnisse anpas­sen kön­nen.

Das neue Lightroom CC soll 9,99 USD im Monat kos­ten mit 1 TB Speicherplatz oder 19,99 USD im Monat mit Photoshop und Lightroom Classic dazu. Wer den Speicherplatz nicht braucht, kann Photoshop und Lightroom Classic wei­ter­hin für 9,99 USD im Monat erwer­ben. Wem 1 TB nicht rei­chen, kann bis zu 10 TB dazu buchen. Hier eine Übersicht der ver­schie­de­nen Abo-​Modelle*.

Aber auch Lightroom Classic wur­de ver­bes­sert und soll zum Beispiel vor allem beim Bilder-​Import und der Thumbnail-​Generierung schnel­ler sein.

Neue Apps

Adobe hat eini­ge neue Apps vor­ge­stellt, zum Beispiel den „Character Animator“, der in Photoshop oder Illustrator erstell­te 2D-​Figuren ani­miert durch Live-​Körperbewegungen und ‑Gesichtsausdrücke des Benutzers mit­tels Videoeingabe.

Für Fotografen etwas span­nen­der dürf­te „Adobe Spark“ sein. Mit den neu­en „Premium Features“ für CC-​Kunden kön­nen noch „Corporate Identity“-Elemente wie Logos, Farben oder Fonts hin­ter­legt wer­den, mit denen auf Knopfdruck Webseiten, Bilder, Videos und vie­le ande­re Arten von Content erstellt wer­den kön­nen.

Photoshop-​Verbesserungen

Lange habe ich dar­auf gewar­tet, end­lich ist es soweit: Es gibt eine bes­se­re Pinsel-​Verwaltung in Photoshop! Pinsel kön­nen end­lich in Ordner und Unterordner sor­tiert wer­den und erhal­ten eine intui­ti­ve­re Preview. Zusätzlich gibt es nun die Option, Pinselstriche auto­ma­ti­siert zu glät­ten, damit die Ergebnisse nicht so „kra­ke­lig“ aus­se­hen. Adobe legt euch noch etli­che ver­bes­ser­te eige­ne neue Pinselspitzen oben­drauf:

Neue Pinsel-​Spitzen und bes­se­re Pinsel-​Verwaltung in Photoshop CC

Neu ist die Unterstützung varia­bler Font-​Stärken. Die „Dicke“ von Fonts kann also nun varia­bel stu­fen­los ver­stellt wer­den, ohne ent­spre­chen­de Font-​Typen instal­liert haben zu müs­sen.

Ebenfalls neu ist das „Curvature Pen Tool“, mit dem intui­ti­ver als mit dem her­kömm­li­chen Zeichenstift Pfade gezeich­net wer­den kön­nen.

Für Anfänger gibt es in Photoshop auch ein ganz neu­es Tutorial-​System, wo in Photoshop selbst inter­ak­tiv klei­ne Aufgaben erle­digt wer­den kön­nen, um die ein­zel­nen Funktionen von Photoshop bes­ser erler­nen zu kön­nen.

Was ist mit Adobe Stock?

Während Adobe Stock die letz­ten bei­den Jahre auf der Adobe Max ein gro­ßes Thema war, gab es dazu dies­mal wenig Neues.

Angekündigt wur­den vie­le neue „Motion Graphic Templates“ in Adobe Stock, auf die Nutzer von „Adobe Première“ zugrei­fen kön­nen. Diese wer­den jedoch wie die 3D-​Modelle sowie die Photoshop-​Templates zur Zeit nur hän­disch kura­tiert.

Neu ist auch, dass Medien bei Adobe Stock jetzt nicht nur im Abo, son­dern auch über Credits gekauft wer­den kön­nen. Aktuell kos­tet ein Credit ca. 7,99 Euro und dafür bekommt man z.B. ein Bild aus der Standard-​Kollektion in vol­ler Auflösung.

In Photoshop wird Adobe Stock immer tie­fer inte­griert. Sind im letz­ten Update schon Filter-​Funktionen hin­zu gekom­men, so sind jetzt auch alle Bilddetails eines Bildes direkt in Photoshop sicht­bar:

Bilddetails von Adobe Stock direkt in Photoshop

Was nicht gesagt wur­de, aber auf der Hand liegt, ist fol­gen­des:
Wenn Lightroom CC in der Lage ist, Bilder zu fin­den, ohne vor­her Keywords ver­ge­ben zu müs­sen, war­um soll­te die­ses System nicht auch bald in Adobe Stock Anwendung fin­den?

Wenn ein Fotograf also ein wich­ti­ges Keyword ver­gisst, könn­te das ent­spre­chen­de Bild viel­leicht trotz­dem den Kunden bei einer Suche ange­zeigt wer­den. Die Technik dazu ist da, ob die Umsetzung erfolgt, kann aktu­ell nur ver­mu­tet wer­den.

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Der Kampf um die Wasserzeichen

Vor eini­gen Wochen hat ein Team des Google „Research Team“ einen Aufsatz mit dem Titel „Über die Effektivität von sicht­ba­ren Wasserzeichen“ (im Original „On the Effectiveness of Visible Watermarks“) auf der CVPR2017-​Konferenz vor­ge­stellt.

In die­sem YouTube-​Video wird die Methode noch mal visu­ell ver­deut­licht:

Wer mehr Bildbeispiele sehen will, fin­det hier den Bildanhang mit den Ausgangsbildern und den Ergebnissen.

Die genaue Formel, mit der die Wissenschaftler die Wasserzeichen aus den Bildern bekann­ter Bildagenturen wie Adobe Stock oder 123rf ent­fernt haben, lau­tet:

Für allen wie mir, denen die Formeln nichts sagen, als umgangsprach­li­che Erklärung:
Im Grunde wer­den vie­le Bilder über­ein­an­der gelegt und es wird geschaut, wel­che Bereiche iden­tisch blei­ben. Als Ergebnis erhält man das „rei­ne“ Wasserzeichen, wel­ches dadurch durch Umkehrung ent­fernt wer­den kann.

Dieser Prozess wird voll­kom­men auto­ma­ti­siert von der künst­li­chen Intelligenz (AI) über­nom­men, Nutzereingaben sind nicht erfor­der­lich.

Der Beitrag der Google-​Forscher lässt lei­der offen, war­um Wasserzeichen, die dem Schutz des geis­ti­gen Eigentums die­nen, ent­fernt wer­den soll­ten.

Ich befürch­te, die Antwort lau­tet ein­fach: Weil sie es kön­nen.

Wer opti­mis­ti­scher denkt, kann sagen, dass die­ser Nachweis einer Angreifbarkeit zu siche­re­ren Wasserzeichen füh­ren wird, weil durch die Veröffentlichung nun Gegenmaßnahmen ergrif­fen wer­den kön­nen.

So wur­de zum Beispiel die Bildagentur Shutterstock von Google vor der Veröffentlichung des Aufsatzes infor­miert und Shutterstock hat schnell reagiert. Das neue Wasserzeichen von Shutterstock ent­hält zufäl­li­ge Elemente an unter­schied­li­chen Stellen, sodass die AI nicht genug Gemeinsamkeiten erken­nen kann.

Was ändert sich nun in der Praxis?

Für Fotografen, die ihre Bilder auf der eige­nen Webseite mit Wasserzeichen ver­se­hen, wird die beschrie­be­ne Angriffsmethode deut­lich weni­ger effek­tiv sein, weil eine gewis­se Menge an Ausgangsbildern vor­han­den sein muss, um das Wasserzeichen zuver­läs­sig iden­ti­fi­zie­ren zu kön­nen. Im oben ver­link­ten Beispiel waren es min­des­tens 285 Bilder bei Fotolia und im Video wirk­te es so, als wäre das System erst ab ca. 70–80 Bildern genau genug.

Vor Jahren hat­te ich hier eini­ge Argumente für und gegen Wasserzeichen auf­ge­führt, von denen die meis­ten immer noch gül­tig sind.

Für Stockfotografen ändert sich fak­tisch wenig. Bilderdiebe haben bis­her sel­ten direkt auf den Agenturwebseiten geklaut, son­dern ihre Bilder über die Google Bildersuche gefun­den. Dort sind unse­re Bilder auch jetzt schon ohne Wasserzeichen auf den Webseiten der zah­len­den Kunden zu sehen.

Außerdem nei­gen immer mehr Bildagenturen dazu, indi­vi­du­el­le Informationen wie Fotografenname und Bildnummer ins Wasserzeichen zu inte­grie­ren. Der Marktführer Getty Images hat sol­che Wasserzeichen schon vor über fünf Jahren ein­ge­führt, was ver­mut­lich auch der Grund ist, dass die­se Agentur in der Studie nicht berück­sich­tigt wur­de (oder die Bilder waren zu teu­er, weil alle Testbilder lizen­ziert wur­den):

Für die Bildnutzer an die­ser Stelle ist nun viel­leicht ein Hinweis ange­bracht:
Auch Bilder ohne sicht­ba­re Wasserzeichen kön­nen urhe­ber­recht­lich geschützt sein und dür­fen nicht ohne Rechteklärung ein­ge­setzt wer­den!

Ich bin mir nicht sicher, wie die juris­ti­sche Sachlage ist, aber ich könn­te mir auch vor­stel­len, dass das uner­laub­te Entfernen von sicht­ba­ren Wasserzeichen im Bild schon jetzt ver­bo­ten ist. Zumindest im deut­schen Urheberrechtsgesetz steht in §12 Veröffentlichungsrecht:

Der Urheber hat das Recht zu bestim­men, ob und wie sein Werk zu ver­öf­fent­li­chen ist.“

Zusätzlich wäre es jetzt viel­leicht für Bildagenturen emp­feh­lens­wert, die uner­laub­te Entfernung von Wasserzeichen expli­zit in den Nutzungsbedingungen der Webseiten zu unter­sa­gen.

Bisher habe ich übri­gens vor allem unbe­rech­tig­te Bildnutzungen von mir mit Wasserzeichen im Bild abmah­nen las­sen, weil dort die Wahrscheinlichkeit einer ille­ga­len Nutzung deut­lich höher war. Durch den Tipp eines Kollegen habe ich jedoch ein­fach mal stich­pro­ben­ar­tig drei Firmen ange­schrie­ben, wel­ches eins mei­ner Bestseller-​Bilder ohne Wasserzeichen ver­wen­det haben und zu mei­nem Erstaunen scheint bei zwei der drei Firmen kei­ne oder die fal­sche Lizenz vor­han­den zu sein.

Was sagt ihr zu die­ser Entwicklung?

Review der RoundFlash Strip Lights Lichtformer (mit Verlosung)

Schon seit fünf Jahren benut­ze ich ger­ne das leich­te und por­ta­ble falt­ba­re Ringlicht für Aufsteckblitze der Firma RoundFlash, vor allem als Aufhelllicht für Outdoor-​Portraits.

Nach dem falt­ba­ren Beautydish* für Aufsteckblitze (mehr dazu sie­he unten) folgt nun das drit­te Teil in der RoundFlash-​Produktfamilie: Das falt­ba­re „Strip Light“.

Ich habe freund­li­cher­wei­se zwei Exemplare zum Testen bekom­men und mir ein Model ein­ge­la­den, um zu sehen, wie sie sich in der Praxis machen.

Konstruktion

Wie bei allen RoundFlash-​Produkten ist auch das Strip Light mit ca. 240 Gramm sehr leicht und kann schnell und ein­fach trans­por­tiert, auf­ge­baut und zusam­men­ge­fal­tet wer­den. Ein Transportbeutel (ca. 22 x 15 cm) mit Kordel ist dabei.

Da die­se bei allen drei Lichtformern (Ringblitz, Beauty Dish und Strip Light) eine ähn­li­che Form und Maße haben, sind sie prak­ti­scher­wei­se farb­lich unter­schied­lich, um beim Einsatz ver­schie­de­ner Lichtformer gleich den rich­ti­gen zu fin­den.

Aufbau

Die Montage ist schnell und ein­fach: Einfach das gefal­te­te Strip Light „aus­klap­pen“ las­sen, oben an einem Stativ, einem Haken oder wo auch immer befes­ti­gen und von unten den Aufsteckblitz in die dafür vor­ge­se­he­ne Öffnung schie­ben und mit dem gel­ben Gummizug fixie­ren.

Wie auf dem Foto zu sehen, habe ich die Standhalterung, wel­che bei mei­nen Canon Speedlite 600EX-​II-​RT* dabei ist, auf das Stativ geschraubt, um das Gummiband dar­an zu hän­gen. Als Stativ ver­wen­de ich die Manfrotto Mini Compact 1051BAC*, da die­se eben­falls leicht, kom­pakt und platz­spa­rend sta­pel­bar sind und trotz­dem auf über 2 Meter aus­ge­fah­ren wer­den kön­nen. Und es geht ja schließ­lich um eine trans­por­ta­ble Blitzlösung.

Hier ist gut zu sehen, wie der Blitz unten fixiert wird. Da ich draht­los aus­lö­se, habe ich bei mir noch einen Pocket Wizard FlexTT5* unten dran. Damit die Richtung des Strip Lights bes­ser fixiert wer­den kann, habe ich das Gummiband an das Stativ gehakt.

Vollständig und wäh­rend des Auslösens sieht das Strip Light dann so aus:
Die Waben sind übri­gens mit Klettverschluss ange­bracht und kön­nen auch schnell ent­fernt oder ange­bracht wer­den.

Lichtwirkung

Striplights als Softbox-​Lichtformer wer­den ger­ne als Streiflicht für die Beleuchtung der Haare oder von Körperkanten ver­wen­det, eig­nen sich auf­grund der Mischung von wei­chem, aber den­noch gerich­te­ten Licht auch als Hauptlicht. Ich habe bei­des aus­pro­biert.

Für die Nutzung als Streiflicht habe ich bei­de Strip Lights im 45°-Winkel schräg hin­ter das Model auf bei­de Seiten gestellt, wel­che nun die Haare beleuch­ten, wie auf die­sem Bild zu sehen:Ca. 30° neben der Kamera und leicht über­haupt des Kopfes wur­de von mei­ner Assistentin das mobi­le RoundFlash Beauty-​Dish gehal­ten, was so aus­sieht:

Ich hät­te es auch auf ein Galgenstativ mon­tie­ren kön­nen, aber ers­tens sind wir so fle­xi­bler beim Positionieren und zwei­tens wol­len wir ja mobil blei­ben und Gewicht spa­ren (ein Galgenstativ weni­ger ein­pa­cken). Nur das Beauty Dish ergibt fol­gen­des Bild:

Sehr schön erkennt ihr auf dem drit­ten Bild, wie sich bei­de Lichtquellen addie­ren, um sowohl das Gesicht als auch die Haare zu beleuch­ten und einen leich­ten Lichtreflex auf den Wangen zu erzeu­gen.Hier noch mal Lichtaufbau mit Strip Lights als Diagramm mit den Kamerawerten (Brennweite 60mm):Alternativ kann ein ein­zel­nes Striplight als Hauptlicht ver­wen­det wer­den, in dem fol­gen­den Beispiel 45° von vor­ne:Um 180° gedreht, als wenn die ein­zi­ge Lichtquelle schräg von hin­ten käme (mit einem Abschatter dazwi­schen, um Streulicht zu ver­mei­den), sieht es unge­fähr so aus:

Eine wei­te­re Möglichkeit der Positionierung wäre, das Striplight hori­zon­tal zu hal­ten. Das ist in die­sem Fall zuge­ge­be­ner­ma­ßen nicht ganz so ein­fach, weil die Strip Lights durch ihre Faltkonstruktion nicht starr sind. Wir haben es so gelöst, dass mei­ne Assistentin die Seite mit dem Blitz ange­ho­ben hat und ich das Stativ auf der ande­ren Seite (wo das Strip Light oben befes­tigt ist), unten mit mei­nem Fuß beschwert habe. Unter der Kamera schräg war ein California Sunbounce Mini-​Reflektor* zum Aufhellen auf ein Stativ mon­tiert. Das Ergebnis?

Fazit

Wer wie ich die Vorteile einer sehr leich­ten, trans­por­ta­blen Ausrüstung zu schät­zen weiß, wird die­se Lichtformer lie­ben. Sie sind schnell ein­satz­be­reit, uni­ver­sell nutz­bar und hal­ten auch rabia­ten Umgang aus.

Die Lichtverteilung ist nicht ganz so gleich­mä­ßig wie bei einem Strip Light mit Studioblitz, nimmt also nach oben hin etwas ab (kann man auf dem Bild oben, wo der Strip Light aus­löst, ganz biß­chen sehen). Das konn­ten wir aber ein biß­chen dadurch aus­glei­chen, dass wir das Gesicht des Models eher im unte­ren Drittel des Strip Lights plat­ziert haben.

So nütz­lich die Strip Lights auch sind, wer­den sie für mei­ne kon­kre­te Arbeitsweise lei­der nicht so oft zum Einsatz kom­men. Bei der Stockfotografie geht es dar­um, in kur­zer Zeit vie­le ver­wert­ba­re Bilder zu erhal­ten, was mit flä­chi­gem, wei­chen Licht (gro­ße Softboxen) bes­ser geht, da Positionsänderungen des Models nicht sofort einen Umbau der Lichtquellen erfor­der­lich machen.

Es gibt jedoch genug ande­re Verwendungszwecke in der Portrait- oder Produktfotografie, wo trans­por­ta­ble Strip Lights eine deut­li­che Erleichterung sind. Damit ihr es selbst aus­pro­bie­ren könnt, gibt es auch eine:

Verlosung

Mariusz vom Roundflash-​Team war so nett, mir 2x einen neu­en Strip Lights für eine Verlosung zur Verfügung zu stel­len.

Was müsst ihr dafür tun, um einen der Strup Lights zu gewin­nen? Hier die Teilnahmebedingungen:

  • Teilnehmen dür­fen alle, die mei­ner Facebook-​Seite fol­gen (lohnt sich sowie­so, da ich dort vie­le aktu­el­le Infos pos­te) und hier im Blog einen Kommentar hin­ter­las­sen, was sie mit dem Strip Light am liebs­ten foto­gra­fie­ren wür­den.
  • Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 19.02.2017.
  • Die Gewinner ermitt­le ich aus den Kommentaren mit­tels random.org.
  • Die Gewinner wer­den von mir per Email kon­tak­tiert (ach­tet dar­auf, dass eure Kommentar-​Emailadresse gül­tig ist). Wer sich nicht inner­halb von drei Tagen zurück mel­det, ver­liert sei­nen Anspruch.
  • Der Rechtsweg ist aus­ge­schlos­sen.

Wer die Teile lie­ber sofort aus­pro­bie­ren will, hier sind die Kauflinks für die Strip Lights*, das falt­ba­re Beauty Dish* oder den Ringblitz-​Aufsatz*.

* Affiliate (Ich erhal­te eine klei­ne Provision beim Kauf, ihr habt kei­ne Nachteile dadurch)