Archiv der Kategorie: Bildagenturen

Stockfoto-​Schelte von STRG_​F und WALULIS: Eine Erwiderung

In den letz­ten Tagen sind zwei YouTube-​Videos der öffentlich-​rechtlichen Kanäle WALULIS sowie STRG_​F erschie­nen, die sich mit dem Thema Stockfotografie aus­ein­an­der­set­zen.

Leider ist die Berichterstattung sehr ein­sei­tig.
In die­sem WALULIS-​Video geht es erst dar­um, was pas­siert, wenn Stockmodels zu Memes wer­den und dann um die Verlierer und Gewinner des Stockfotografie-​Geschäfts.

Als ers­ter Verlierer wer­den die Models genannt, wel­che kei­ner­lei Kontrolle mehr hät­ten, wo ihre Bilder erschei­nen wür­den, dazu unten mehr, weil ein Beispiel aus dem zwei­ten Video ver­wen­det wird.

Als zwei­ter Verlierer sind die Fotografen genannt, wel­che sehr wenig Geld mit der Bildlizenzierung ver­die­nen wür­den. Das ist zwar kor­rekt, aber heuch­le­risch, wenn man bedenkt, dass auch der öffentlich-​rechtliche Rundfunk ger­ne auf das Angebot der Bildagenturen zurück­greift und sich dabei nicht über zu gerin­ge Preise beschwert.

Als gro­ßer Gewinner wer­den die Bildagenturen selbst dar­ge­stellt, wel­che den Löwenanteil des Umsatzes ein­strei­chen und dabei recht­li­che Verantwortung in den Nutzungsbedingungen von sich wei­sen.

Als Beispiel wird bei Minute 7:14 eine AfD-​Werbung gezeigt, die aus zwei Stockfotos zusam­men­mon­tiert wur­de. Dagegen lässt sich jedoch ein­fach recht­lich vor­ge­hen, was ich selbst mehr­mals erfolg­reich gegen die AfD und ande­re Parteien gemacht habe, weil es eben nicht erlaubt ist. In meh­re­ren Fällen stan­den mir dabei auch die Mitarbeiter von Shutterstock und Adobe Stock hilf­reich zur Seite. Im Video wird es jedoch so dar­ge­stellt, als sei Machtlosigkeit gegen­über unmo­ra­li­schen Nutzungen ein übli­cher Teil der Stockfotografie.

Das ist so, als wür­de jemand behaup­ten, Autos sei­en schlimm, weil sie als Mordwaffe ver­wen­det wer­den kön­nen. Natürlich kann man Autos und auch die Stockfotografie in vie­len Punkten kri­ti­sie­ren, soll­te dabei aber die recht­li­chen Ausgangsbedingungen berück­sich­ti­gen.

In die­sem Video von STRG_​F wird näher recher­chiert und selbst aus­pro­biert, was Stockmodels pas­sie­ren kann, deren Bilder zum Verkauf ste­hen:

Der Redakteur lässt ein Foto von sich machen und lädt es auf der kos­ten­lo­sen Bildplattform Pixabay hoch (mehr zu Pixabay hier). Bei Minute 6:00 heißt es „Was man damit machen darf? Fast alles!“ und wun­dert sich spä­ter, dass das Bild mit fal­schen Namen ver­se­hen wird, auf Socken zu fin­den ist oder er sogar als „char­man­ter Pädophiler“ dar­ge­stellt wird.

Vereinfachte Pixabay-​Nutzungsbedingungen mit Verboten im YouTube-​Video von STRG_​F

Eins wird hin­ge­gen nicht erwähnt: In den Pixabay-Nutzungsbedingungen, die im Screenshot bei Minute 6 sogar in ver­ein­fach­ter Form les­bar sind, wer­den aus­drück­lich Verbote for­mu­liert, unter ande­rem:

Die Pixabay-​Lizenz gestat­tet nicht:
[…]
3. die Darstellung von iden­ti­fi­zier­ba­ren Personen auf belei­di­gen­de, por­no­gra­fi­sche, obszö­ne, unmo­ra­li­sche, dif­fa­mie­ren­de oder ver­leum­de­ri­sche Weise; oder
4. die Suggestion, dass abge­bil­de­te Personen, Marken, Organisationen, etc. bestimm­te Produkte oder Dienstleistungen befür­wor­ten oder bil­li­gen, es sei denn es wur­de eine Genehmigung dazu erteilt.

Beachte bit­te, dass alle Inhalte auf Pixabay zwar für kom­mer­zi­el­le und nicht-​kommerzielle Zwecke frei ver­wend­bar sind, gezeig­te Elemente in den Bildern und Videos, wie iden­ti­fi­zier­ba­re Personen, Logos und Marken, jedoch zusätz­li­chen Urheberrechten, Eigentumsrechten, Personenrechten, Markenrechten usw. unter­lie­gen kön­nen. Die Zustimmung eines Dritten oder die Lizenz die­ser Rechte kön­nen ins­be­son­de­re für kom­mer­zi­el­le Anwendungen erfor­der­lich sein. Pixabay garan­tiert nicht, dass sol­che Zustimmungen oder Lizenzen ein­ge­holt wur­den, und lehnt aus­drück­lich jeg­li­che Haftung in die­ser Hinsicht ab.“

Auch alle ande­ren gro­ßen Bildagenturen haben sol­che Verbote in den Nutzungsbedingungen ver­an­kert, mehr dazu sie­he hier.

Das heißt, vie­le der Beispiele, die in bei­den Videos gezeigt wer­den, illus­trie­ren Verstöße gegen die Lizenzbedingungen der Bilddatenbanken und zei­gen eben NICHT das nor­ma­le Geschäftsmodell die­ser Agenturen.

Im April 2019 hat­te mich einer der betei­lig­ten Redakteure des STRG_​F-​Videos ange­fragt zur Mitarbeit an die­sem Video, was ich aber dan­kend abge­lehnt habe, weil expli­zit nur danach gefragt wur­de, ob ich Models nen­nen kön­ne, wel­che „Opfer“ der Stockfotografie gewor­den sei­en. Die Zielrichtung des Videos stand also im Vorherein fest, mein tele­fo­ni­scher Hinweis auf ein­schrän­ken­de Klauseln der Bildagentur fand dann im fer­ti­gen Bericht kei­ne Berücksichtigung.

Im Video wird auch die Nutzung von Stockmaterial im Rahmen von Wahlwerbung gezeigt, ohne wie­der zu erwäh­nen, dass es mög­lich ist, dage­gen erfolg­reich vor­zu­ge­hen, wie von mir eben­falls schon durch­ge­zo­gen (sie­he Bericht hier).

Danach kommt zwar sogar ein Anwalt zu Wort, der gegen die Verwendung eines Personenfotos durch die AfD vor­ge­hen will, aber unwi­der­spro­chen wird der Bundesverband der AfD zitiert, dass „wenn für ein Stockfoto die voll­um­fäng­li­chen Rechte erwor­ben wor­den sind, dann dür­fe es auch ver­wen­det wer­den“. Das ist aber schlicht sach­lich falsch und inso­fern wun­dert es schon, dass an die­ser Stelle im ansons­ten sehr kri­ti­schen Beitrag mal kein Widerspruch kommt.

Dabei heißt es in den Landespressegesetzen zur Sorgfaltspflicht:

Die Presse hat alle Nachrichten vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebo­te­nen Sorgfalt auf Wahrheit, Inhalt und Herkunft zu prü­fen.“

Es wäre schön gewe­sen, wenn sich sowohl WALULIS als auch STRG_​F als öffentlich-​rechtliche Formate in ihren Youtube-​Videos mehr dar­an ori­en­tiert hät­ten.

Shutterstock-​Quartalszahlen online: Ein Blick zurück auf acht Jahre

Vor paar Tagen gab Shutterstock hier sei­ne Quartalszahlen für das zwei­te Quartal 2019 bekannt. Darin ist immer von „Wachstum, Wachstum, Wachstum“ die Rede.

Klingt für Börsenleute erst mal ganz toll:
Die bezahl­ten Downloads sind um 3% gestie­gen, der Umsatz pro Download ist um 1% gestie­gen, die Anzahl der Bilder und Videos ist um je 37% gestie­gen, der Umsatz ist um 3% gestie­gen und so wei­ter, alles immer im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Vergleich des zwei­ten Quartals von Shutterstock von 2011 bis 2019 (Klicken zu Vergrößern)

Wenn wir uns aber die Entwicklung der Downloads und der Portfoliogröße seit 2011 anschau­en, sehen wir, dass das Wachstum deut­lich abflacht und nur bei der Portfoliogröße rasant wächst. Hier erst mal der Blick auf die 33 letz­ten Quartale (2. Quartal 2011 bis 2. Quartal 201) für die bezahl­ten Downloads:

Bezahlte Downloads bei Shutterstock pro Quartal in Millionen

Bis zum zwei­ten Quartal 2016 ent­wi­ckel­te sich der Verlauf fast line­ar nach oben, geriet dann aber ins Stocken, unge­fähr zu dem Zeitpunkt, als Adobe die Bildagentur Fotolia auf­kauf­te. Im Vergleich zum letz­ten Quartal gab es sogar einen Rückgang der Downloads um ca. 600.000, auch die Quartale davor war es eher ein Auf und Ab als ein ste­ti­ges Wachstum. Übrigens gab es auch beim Gesamtumsatz einen Rückgang im Vergleich zum vor­he­ri­gen Quartal.

Ähnlich sieht das beim Blick auf den Umsatz pro Download (RPD) aus, wel­cher anzeigt, für wie viel Geld Shutterstock im Schnitt ein Bild an den Kunden brin­gen konn­te:

Umsatzentwicklung pro Download und Quartal bei Shutterstock

Auch hier bis ca. zum ers­ten Quartal 2017 eine leich­te Steigerung, ab 2018 sta­gniert der RPD aber bei ca. 3,40 USD und schwankt nur um weni­ge Cent pro Quartal. Zu berück­sich­ti­gen ist auch, dass hier nicht zwi­schen Bildern und Videos unter­schie­den wird. Das bedeu­tet also, dass stei­gen­de Videoverkäufe für einen höhe­ren RPD sor­gen, der Fotografen ohne Videos im Portfolio gar nicht zugu­te kommt.

Ganz anders hin­ge­gen das Wachstum der Portfoliogröße:

Portfolio-​Wachstum bei Shutterstock

Vom 2. Quartal 2011 bis zum 1. Quartal 2016, also in fünf Jahren, wuchs das Portfolio von 15,3 Mio. Bilder auf 81 Mio. Bilder.

Am 2. Dezember 2015 gab Shutterstock bekannt, dass man statt 7 von 10 nur noch 1 Bild bei der Bewerbung akz­pe­tiert bekom­men musst, um Bilder zu Shutterstock hoch­la­den zu dür­fen. Außerdem liess die Agentur gefühlt „jeden Mist“ duch, was dazu führ­te, dass jetzt im zwei­ten Quartal 2019 schon 280 Millionen Bilder online sind. Das ist ein Wachstum in 3 Jahren um ca. 200 Millionen Bilder.

Die Anzahl der Videos ist immer­hin von ca. einer Million Anfang 2013 auf 15 Millionen im zwei­ten Quartal 2019 gestie­gen.

Bei sta­gnie­ren­dem Umsatz und gleich­blei­ben­dem Umsatz pro Verkauf bedeu­tet die­ses deut­lich stär­ker wach­sen­de Portfolio jedoch, dass der Umsatz pro Bild deut­lich sinkt:

Umsatz pro Bild und pro­zen­tua­ler Anteil am Portfolio

Während 2012 bis 2014 der Umsatz pro Bild (RPI) halb­wegs sta­bil bei 2 USD liegt, fängt er ent­ge­gen­ge­setzt zum rasan­ten Portfolio-​Wachstum um mehr als die Hälfte zu sin­ken und liegt aktu­ell nur noch 0,57 USD pro Quartal. Dieser Wert stimmt ziem­lich genau mit mei­nem Portfolio über­ein. Wer drei­tau­send Bilder im Portfolio hat, soll­te bei Shutterstock also ca. 570 USD Umsatz pro Monat erzie­len. Wer dar­un­ter liegt, hat unter­durch­schnitt­lich „gute“ Bilder, wer dar­über liegt, bes­se­re. Auch hier ver­zer­ren die ent­hal­te­nen Videos lei­der die Zahlen etwas.

Der Prozentsatz der lizen­zier­ten Bilder ist das Ergebnis der Downloads durch die Anzahl der Bilder. Dieser Wert gibt an, wie viel Prozent eines Fotografen-​Portfolios im Schnitt pro Quartal run­ter­ge­la­den wer­den.

Wenn jemand also 3000 Bilder im Portfolio hat, konn­te er vor acht Jahren im zwei­ten Quartal 2011 (94,1%) noch mit 2823 Downloads rech­nen, im zwei­ten Quartal 2019 (16,6%) aber nur noch mit 498 Downloads. Während mein RPI mit dem gesam­ten Shutterstock-​RPI gut über­ein­stimmt, geht das beim Prozentsatz stark aus­ein­an­der und ich habe deut­lich mehr Downloads.

Laut Jim Pickerell soll der durch­schnitt­li­che Fotografenanteil am Umsatz bei 27% lie­gen, das ist also die Kommission, die wir erhal­ten. Kombiniert mit den 3,44 USD pro Download wären das im Schnitt also ca. 93 US-​Cent pro Download für die Fotografen. Das stimmt ganz gut mit mei­nen Werten über­ein, ich lie­ge etwas dar­un­ter, weil ich kaum Videos anbie­te.

Die 27% sind 43,6 Mio. USD Umsatz, wel­che sich aktu­ell auf ca. 900.000 Anbieter ver­tei­len sol­len. Das wären pro Fotograf ca. 16 USD im Monat als Durchschnitt. Wenn wir jedoch die vie­len inak­ti­ven Fotografen mit nur einer Handvoll Bildern im Portfolio igno­rie­ren und als Maßstab die ca. 15% Fotografen (mehr als 100 Bilder im Portfolio) mei­ner Adobe Stock-​Analyse neh­men, wären das eher 323 USD pro Monat oder 3876 USD im Jahr. Das wäre geschätzt der Durchschnitt, wie viel ein akti­ver Fotograf bei Shutterstock ver­dient.

Insgesamt zei­gen die Zahlen eine Stagnation bei den Downloads und dem Erlös pro Downloads. Der Umsatz wächst zwar wei­ter­hin, aber längst nicht mehr so viel wie vor paar Jahren.

Was sagen euch die Zahlen?

Entwicklung der Portfolio-​Größe der Collections bei Getty Images

Vor einem Jahr hat der Stockfotografie-​Journalist Jim Pickerell hier eine Analyse der Portfoliogröße der Kollektionen bei Getty Images Creative (also ohne Editorial, Videos oder Musik) ver­öf­fent­licht mit einem Vergleich zu zwei Jahren davor.

Nun habe ich mir zusam­men mit ihm die aktu­el­len Zahlen ange­schaut, um die Entwicklung bes­ser beob­ach­ten zu kön­nen. Hier (bald) der Link zu sei­ner Analyse. Bevor wie uns die Details anschau­en, hier erst mal die Daten als Tabelle (sor­ry für die Darstellung, WordPress ist etwas limi­tiert bei der Tabellenformatierung):

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UGC Ergebnis 14.142.855 6.128.891
Gesamtergebnis14.992.119 23.922.471 28.820.0568.930.352 4.897.585

Zuerst kurz der Aufbau der Tabelle erklärt: In der ers­ten Spalte ist der Name der Collection bei Getty Images. In der zwei­ten Spalte fin­det ihr die Art der Collections. Hier habe ich mich ans Jims System gehal­ten und in vier Arten geglie­dert: Indie (unab­hän­gi­ge Agenturen), Getty owned (Kollektionen, die Getty gehö­ren), Ex-​Corbis (Kollektionen der ehe­ma­li­gen Agentur Corbis) sowie UGC (Kollektionen mit „user gene­ra­ted con­tent“).
Die Zahlen für Juli 2019 wur­den am 3. Juli 2019 gesam­melt.

Agency Type2016 August2018 June2019 JulyImages Added 2016–18Images Added 2018–19
Indie Ergebnis5.996.5746.130.1804.100.789133.606-2.029.391
Getty owned Ergebnis5.000.1208.417.2969.789.1893.417.1761.371.893
Ex-​Corbis Ergebnis1.210.4791.361.031787.223150.552-573.808
UGC Ergebnis2.784.9468.013.96414.142.8555.229.0186.128.891
Gesamtergebnis14.992.11923.922.47128.820.0568.930.3524.897.585

Der Übersichtlichkeit hal­ber hier mal nur die Ergebnisse der Kollektion-​Arten sowie unten die glei­chen Werte als Diagramm:

Aktuell hat Getty knapp 29 Mio. Bilder in den Creative Collections, also ohne Nachrichtenbilder, Videos etc. Das Wachstum ist halb­wegs ste­tig mit ca. 4,5 Mio. mehr Bildern pro Jahr.

Analyse der Collection-​Arten

Auffällig ist jedoch, dass die Menge der Bilder aus Indie-​Collections um ziem­lich genau ein Drittel gesun­ken ist im letz­ten Jahr. Auch die Größe der Ex-​Corbis-​Kollektionen ist um 42% gesun­ken. Dafür hat sich das Wachstum der UGC-​Kollektionen mehr als ver­dop­pelt im letz­ten Jahr. Die UGC-​Inhalte machen nun fast die Hälfte des Creative Bildbestands aus. Auch im Detail ist das sicht­bar: Den größ­ten Zuwachs letz­tes Jahr hat­te die EyeEm-​Collection mit mehr als 1,9 Mio. neu­en Bildern, an zwei­ter Stelle der direk­te Konkurrent und Neueinsteiger 500Px Plus mit über 1,5 Mio. Bildern. Was das bedeu­tet, dazu spä­ter mehr.

Analyse RF vs. RM

Auffällig ist der dras­ti­sche Rückgang von RM-​Material bei Getty. Für die Einsteiger: RF ist die Abkürzung für „royal­ty free“ und bezeich­net lizenz­freie Bilder, RM steht für „rights mana­ged“ und benennt lizenz­pflich­ti­ge Bilder. Die Unterschiede erklä­re ich hier. Viele RM-​Kollektionen ent­hal­ten gar kei­ne Bilder mehr, ande­re ver­zeich­nen star­ke Rückgänge. Von den 75 Kollektionen, die RM-​Bilder bei Getty anbie­ten, ver­zeich­nen nur fünf ein Portofolio-​Wachstum, der Rest ver­zeich­net sin­ken­de Bilder. Diese wur­den ent­we­der gelöscht oder in RF-​Kollektionen ver­scho­ben.

In nur drei Jahren ist somit der Anteil der RM-​Bilder von ca. 39% auf 8,3% gefal­len. Damit ist es rela­tiv sicher zu sagen, dass RM tot ist.

Die größten und kleinsten Collections

Von den 213 Collections in der Liste haben 71, also ca. ein Drittel gar kei­ne Bilder (mehr) online. EyeEm hat mit knapp 6,5 Mio. Bilder mehr als dop­pelt so viel wie die zweit­größ­te Collection E+ mit 3,2 Mio. exklu­si­ven Fotos von iStock-​Fotografen. An drit­ter Stelle steht die Moment-​Collection mit ca. 2,6 Mio. Bildern, die sich haupt­säch­lich aus der ehe­ma­li­gen Flickr-​Collection speist. Alle drei Collectionen wer­den haupt­säch­lich von Amateuren oder Hobbyfotografen belie­fert, auch wenn die Verkäufe ver­mut­lich an eine gerin­ge­re Zahl eher pro­fes­sio­nel­ler Anbieter in deren Reihen gehen.

Die Sternstunde der „user generated content“ Collections

Während RM im Sterben liegt, erstrah­len UGC-​Collections im vol­len Glanz. Früher hat­ten Bildagenturen, allen vor­an Getty Images vie­le Inhalte selbst pro­du­ziert und muss­ten dafür kei­ne Tantiemen („royal­ties“) zah­len. Dann wur­de das Risiko auf pro­fes­sio­nel­le Fotografen aus­ge­la­gert, die für die Shootings in Vorleistung gin­gen und dafür einen Anteil abbe­kom­men. Mittlerweile lie­fern Foto-​Amateure mit Abstand die meis­ten Bilder, auch bei Getty Images. „Amateure“ soll hier nicht von der abwer­tend und mit „gerin­ger Qualität“ gleich­ge­setzt wer­den, son­dern mit Leuten, die im Gegensatz zu Profis nicht von den Verkäufen leben müs­sen.

Obwohl Getty rela­tiv früh mit iStock einen die­ser UGC-​Agenturen ein­ge­kauft hat, scheint Getty mehr Gefallen an frem­den UGC-​Bildern zu fin­den. Das mag dar­an lie­gen, dass sie sich so selbst noch die Kosten für die Verschlagwortung und recht­li­che Beurteilung, also kurz: Personalkosten, spa­ren. Sie müs­sen dafür nicht mal mehr bezah­len, son­dern die Bilder kos­ten genau­so­viel und pro Verkauf erhält der Fotograf genau­so­viel als wäre es Getty-​eigener Content. Der Unterschied ist: Bei den UGC-​Agenturen hängt eine wei­te­re Agentur als Zwischenhändler mit drin, die sich ihren Anteil abknapst, bevor der Rest an den Fotografen wei­ter­ge­reicht wird.

Warum aber die Bilder von Hobbyfotografen statt der Profi-​Fotografen aus den Indie-​Collections neh­men? Zum einen haben die Indie-​Collections oft einen bes­se­ren Honoraranteil aus­ge­han­delt, zum ande­ren schafft es die men­gen­mä­ßig klei­ne­re Profifotografenschaft sicher ein­fach nicht, so vie­le Bilder bereit­zu­stel­len. Böse Zungen behaup­ten auch, dass es sich mitt­ler­wei­le ein­fach nicht mehr lohnt, bei den star­ken Getty-​Discount-​Preisen in pro­fes­sio­nel­le Shootings zu inves­tie­ren.

Das alte Credo, dass bei Getty ein­fach „die Besten der Besten“ sind, stimmt schon lan­ge nicht mehr. Getty Images ist zum Marktplatz gewor­den, der unter sei­nem Markennamen allen mög­li­chen Krimskram anbie­tet. Damit ist die Entwicklung ähn­lich wie bei Amazon, der sich obsku­ren Händlern geöff­net hat – damit aber auch sehr erfolg­reich sind.

Vertikale Bilder sind tot! Über den Niedergang der Hochformat-​Bilder

Gestern habe ich mir im Backend bei Adobe Stock mei­ne Bestseller der letz­ten drei Monate ange­schaut. Dabei fiel mir auf, dass bei den 100 best­ver­kauf­tes­ten Motiven kein ein­zi­ges ver­ti­ka­les Bild dabei war. Auf Platz 74 war ein qua­dra­ti­sches Bild, der Rest aus­nahms­los hori­zon­tal.

Dabei besteht mein Portfolio dort ziem­lich genau aus 68,09% hori­zon­ta­len Bildern, 23,12% ver­ti­ka­len Bildern und 8,79% qua­dra­ti­schen Bildern (Videos habe ich aus­ge­klam­mert, weil die­se alle hori­zon­tal sind). Statistisch gese­hen hät­te sich die­ses Verhältnis unge­fähr in den Verkäufen wider­spie­geln müs­sen, wenn…, nun ja, wenn sich die ver­schie­de­nen Bildformate gleich gut ver­kau­fen wür­den. Das ist aber offen­sicht­lich nicht der Fall.

Schematisch ver­än­der­te Darstellung mei­ner Bestseller

Dann schau­te ich bei Shutterstock. Hier ergab sich ein ähn­li­ches Bild. Von mei­nen hun­dert best­ver­kauf­ten Bildern in die­sem Jahr gab es nur auf Platz 48 und 68 ein ver­ti­ka­les Bild, der Rest waren hori­zon­ta­le Motive.

Nun war mein Ehrgeiz geweckt und ich woll­te sehen, ob ich ein Sonderfall bin oder die­ses Muster System hat.

Von einer gro­ßen inter­na­tio­na­len Bildagentur ließ ich mir nur die Bilder des letz­ten Jahres, wie­der ohne Videos, zu ver­schie­de­nen Schlagwörtern sor­tiert nach Ausrichtung anzei­gen.

Hier das Ergebnis als Diagramm:

Klicken zum Vergrößern

Ihr seht die Ergebnisse für die sie­ben Suchbegriffe „busi­ness, woman, food, christ­mas, tree, por­trait, archi­tec­tu­re“ und als letz­tes die Durchschnittswerte aller sie­ben Keywords zusam­men.

Die ers­ten Suchbegriffe habe ich will­kür­lich gewählt, weil die­se uni­ver­sel­le Bestseller-​Suchbegriffe sind. Die Begriffe „tree, por­trait, archi­tec­tu­re“ waren Vorschläge mei­ner Facebook-​Follower auf die Frage, für wel­che Begriffe sie am meis­ten ver­ti­ka­le Ergebnisse erwar­ten wür­den.

Portrait“ war zwar tat­säch­lich der Suchbegriff von den sie­ben, bei dem es am meis­ten ver­ti­ka­le Ergebnisse gab, aber trotz­dem ver­kau­fen sich die­se genau­so schlecht wie die ande­ren.

Durchschnittswerte über die sie­ben Suchbegriffe hin­weg

Durchschnittlich ver­kau­fen sich die Portraitbilder nur 44% so gut wie es die Häufigkeit nahe­le­gen wür­de, im Gegensatz zu den hori­zon­ta­len Bildern, wel­che sich mit 111% bes­ser ver­kau­fen als die Häufigkeit sug­ge­riert. Selbst die qua­dra­ti­schen Bilder ste­hen mit 103% deut­lich bes­ser da als die ver­ti­ka­len Motive.

Auch wenn wir uns den jewei­li­gen Topseller für jeden Suchbegriff anschau­en, wird sicht­bar, um wie viel bes­ser sich hori­zon­ta­le Bilder ver­kau­fen.

Im Diagramm zei­ge ich, um wie viel Mal der hori­zon­ta­le Bestseller sich bes­ser ver­kauft hat als der ver­ti­ka­le Bestseller im glei­chen Zeitraum. Spitzenreiter ist hier „food“ mit 24x mehr Verkäufen, am „aus­ge­gli­chens­ten“ ist es tat­säch­lich noch bei „por­trait“ mit 6x mehr Verkäufen. Aber selbst das ist ein beträcht­li­cher Unterschied.

Woher kommen diese Unterschiede?

Ich ver­mu­te ver­schie­de­ne Gründe für die­se star­ke „Under-​Performance“ ver­ti­ka­ler Bilder. Zum einen wur­den ver­ti­ka­le Bilder bevor­zugt für die Titelseiten von Zeitschriften und Büchern ver­wen­det, bei­des Bereiche, die in den letz­ten Jahren star­ke Auflagenrückgänge zu ver­zeich­nen hat­ten. Und selbst hier braucht jedes Buch und jede Zeitschrift meist nur ein ver­ti­ka­les Bild für die Titelseite, im Heft- bzw. Buch-​Inneren wer­den eben­falls lie­ber hori­zon­ta­le Fotos ein­ge­setzt, weil sie den Lesefluss weni­ger stö­ren. Das gilt beson­ders für Webseiten, weil die Computerbildschirmen in der Regel hori­zon­tal jus­tiert sind und sich so hori­zon­ta­le Bilder bes­ser ins Layout ein­pas­sen.

Einen wei­te­ren Grund sehe ich aber in der Darstellung auf den Bildagenturseiten selbst. Mit dem Verzicht auf qua­dra­ti­sche Platzhalter für jedes Bild und der Einführung der dyna­mi­schen Layouts bekom­men aktu­ell ver­ti­ka­le Bilder – auch bei iden­ti­scher Pixelgröße des Originalbilds – viel weni­ger Thumbnail-​Größe als ihre hori­zon­ta­len Pendants.

Zwei Beispiele: Bei Adobe Stock wird die­ses ver­ti­ka­le Bild mit 29x194 Pixel (= 25.026 Pixel) ange­zeigt, das hori­zon­ta­le dane­ben mit 291x194 Pixel (=56.454). Die hori­zon­ta­len Bilder neh­men als mehr als dop­pelt so viel Fläche ein.

Thumbnail-​Darstellung bei Adobe Stock

Bei Shutterstock ist es sehr ähn­lich: 134x217 Pixel (=29.078 Pixel) für ver­ti­ka­le Bilder gegen­über 306x220 Pixel (= 67.320 Pixel) für hori­zon­ta­le Motive: Ebenfalls mehr als dop­pelt so viel. Im Vergleich zu Panorama-​Formaten ver­lie­ren die ver­ti­ka­len Bilder sogar noch mehr Fläche.

Thumbnail-​Darstellung bei Shutterstock

Außerdem fällt es Designern in der Regel oft deut­lich leich­ter, aus einem hori­zon­ta­len Foto einen ver­ti­ka­len Ausschnitt zu crop­pen als anders­rum. Bei den heu­ti­gen Bildgrößen (mei­ne Canon 5Ds lie­fert mehr als 50 Megapixel) ist das ja auch pro­blem­los selbst für Printmotive noch mög­lich.

Was bedeutet das für Fotografen?

Ich habe aus die­sen Zahlen für mich die ein­fa­che Erkenntnis gezo­gen: Vertikale Bilder sind tot! Mein Team hat jetzt die Anweisung, ver­ti­ka­le Bilder nur noch in begrün­de­ten Ausnahmefällen zu pro­du­zie­ren, ansons­ten set­zen wir voll auf hori­zon­ta­le Motive.

Wie seht ihr das?

Analyse der Portfolios bei Fotolia und Adobe Stock

Vor eini­gen Monaten hat­te ich hier aus­ge­wer­tet, aus wel­chen Ländern die meis­ten Shutterstock-​Anbieter kom­men.

Heute soll es eini­ge ähn­li­che Analyse der Daten von Adobe Stock geben, bzw. von Fotolia, denn obwohl die Portfolios auf bei­den Webseiten iden­tisch sind, wer­den bei Adobe Stock lei­der weni­ger Informationen dazu ange­zeigt.

Insgesamt wur­den Daten von über 462.000 Anbietern mit ins­ge­samt über 137 Mio. Dateien im Portfolio ana­ly­siert. Als Anbieter zählt jeder, der min­des­tens eine Datei online hat.

Als ers­tes wol­len wir uns der Frage wid­men, wie groß die meis­ten Portfolios sind. Dazu habe ich die Portfolios in Gruppen von Zehner-​Potenzen geglie­dert.

Über 60% aller akti­ven Portfolios haben nur zehn oder weni­ger Bilder. Am ande­ren Ende des Spektrums gibt es nur ein Portfolio mit mehr als einer Mio. Bildern, und zwar das von Africa Studio* mit über 1,3 Mio. Bildern. Immerhin 64 Anbieter schaf­fen es noch auf Portfolios mit mehr als hun­dert­tau­send Dateien.

Nicht berück­sich­tigt wird lei­der auch, dass eini­ge gro­ße Anbieter sogar mehr als nur ein Portfolio haben. Africa Studio hat zum Beispiel neben dem oben ver­link­ten Portfolio ein wei­te­res namens „New Africa“* mit über 175.000 Bildern und die iri­sche Produktionsfirma Wavebreak Media hat gleich min­des­tens sechs Portfolios (1, 2, 3, 4, 5, 6)* mit zusam­men mehr als 800.000 Bildern, wobei die bei­den größ­ten Portfolios jeweils „nur“ über 310.000 Bilder ent­hal­ten.

Portfolio-​GrößeAnzahl Portfolios% Gesamtsumme
19808821,20%
2–1018326839,61%
11–10011172724,15%
101‑10004764710,30%
1001–10000198824,30%
10001–100.00020060,43%
100.001–1.000.000640,01%
1.000.001-10,00%
Gesamtergebnis462683100,00%

Widmen wir uns nun dem Ranking. Dazu als Erinnerung hier die Liste, wie viel Verkäufe ein Anbieter erzie­len muss, um ein bestimm­tes Ranking zu errei­chen:

Download-​Voraussetzungen für das Erreichen von Ranking-​Stufen bei Fotolia

Schauen wir uns mal an, wie vie­le Anbieter es gibt, die wel­ches Ranking erreicht haben:

RankingAnzahlMittelwert PortfolioPortfolio-​Summe% Gesamtergebnis
Diamant35755271.726.5801,26%
Rubin401174054.696.1863,42%
Saphir218364957.955.9365,80%
Smaragd13881404819.498.21014,22%
Gold2522762619.232.39714,03%
Silber10486404042.365.05730,90%
Bronze7687227817.507.89012,77%
Weiß321614144.562.8163,33%
Infinite8411754987.3400,72%
leer11863515718.586.81413,56%
Gesamtergebnis462677296137.119.226100,00%

Wer auf­merk­sam ist, wird die Spalte „leer“ fest­stel­len. Diese Anbieter haben Portfolios zwi­schen ca. 20–940 Bildern und konn­ten aus Kapazitätsgründen noch nicht zuge­ord­net wer­den. Erfahrungsgemäß müss­ten sich die­se Portfolios auf­grund von Kriterien wie Portfoliogröße, Alter des Portfolios etc. halb­wegs gleich­mä­ßig auf die Rankings SIlber, Bronze und Weiß ver­tei­len mit eini­gen Infinite-​Ausreißern dazwi­schen.

Die Mittelwerte für Silber und Bronze in der Liste könn­ten real als etwas unter den dar­ge­stell­ten Werten lie­gen, für Weiß etwas dar­über.

Mit 261 Anbietern, die mehr als 100.000 Downloads erzielt haben, ist die Gruppe derer, die viel Umsatz erzie­len, recht über­schau­bar. Selbst wenn wir das Smaragd-​Ranking mit mehr als 25.000 Downloads dazu neh­men, haben wir erst 1649 Anbieter. Der gro­ße Anteil der Verkäufe geht also auf das Konto rela­tiv weni­ger Anbieter.

Logischerweise gibt es eine Korrelation zwi­schen Portfoliogröße und Downloads. Deshalb seht ihr in der obe­ren Tabelle auch, wie groß ein typi­schen Portfolio inner­halb eines Rankings ist. Das zeigt auch, dass mein Portfolio mit knapp 39.000 Bildern und Rubin-​Status über­durch­schnitt­lich gut ver­kauft hat in den letz­ten Jahren, denn sta­tis­tisch gese­hen müss­te ich mehr als 117.000 Bilder online haben, um die­sen Status zu haben.

Schauen wir uns nun die Länder an, aus denen die erfolg­reichs­ten Anbieter kom­men. Dafür habe ich nur die 1649 Anbieter mit je mehr als 25.000 Downloads berück­sich­tigt.

Hier seht ihr die Verteilung der Länder sowie deren pro­zen­tua­le Gewichtung inner­halb die­ses Kriteriums (Smaragd-​Status auf­wärts).

LandAnzahl Ranking
(Smaragd bis Diamant)
Prozent
Deutschland24014,55%
Russische Föderation21312,92%
Ukraine1408,49%
USA1388,37%
Frankreich895,40%
Japan744,49%
Italien684,12%
Polen573,46%
Thailand523,15%
Großbritannien482,91%
Spanien442,67%
Serbien422,55%
Weissrussland392,37%
Tschechische Republik362,18%
Rumänien311,88%
Kanada241,46%
Lettland211,27%
Österreich160,97%
Türkei150,91%
China150,91%
Moldavien150,91%
Slowakei110,67%
Estland100,61%
Niederlande100,61%
Bulgarien100,61%
[rest­li­che 51 Länder]19111,58%
Gesamtergebnis1649100,00%

Hier wird der euro­päi­sche Ursprung der Bildagentur Fotolia deut­lich, vor allem im Vergleich zu die­ser Shutterstock-​Liste.

Die mit Abstand meis­ten Topseller kom­men aus Deutschland, das Gründungsland Frankreich liegt auf Platz 5 (statt Platz 20 wie bei Shutterstock). Danach ist der gro­ße Anteil öst­li­cher Länder zu bemer­ken, allen vor­an Russland und Ukraine, gefolgt von Serbien, Weißrussland, Tschechien und Rumänien. Die gerin­ge­ren Lohn- und Produktionskosten machen es für Fotografen die­ser Länder beson­ders attrak­tiv, ihre Bilder welt­weit in Euro oder US-​Dollar zu ver­kau­fen.

Der gro­ße Anteil euro­päi­scher Länder – sechs der häu­figs­ten Länder sind euro­pä­isch – bei den gut ver­kau­fen­den Anbietern erklärt sich auch his­to­risch: Fotolia hat­te damals sehr gro­ßen Wert auf Lokalisierung gelegt. Fast jedes euro­päi­sche Land hat­te früh ein eige­nes Länderbüro erhal­ten, die Webseite wur­de schnell in vie­le Landessprachen über­setzt und die Fotografen wur­den ermu­tigt, in der Landessprache zu ver­schlag­wor­ten.

Die Region und die Sprache der Verschlagwortung waren auch bei der Anzeige der Suchtreffer sehr rele­vant. Einem deut­schen Kunden wur­den zum Beispiel eher Bilder deut­scher Fotografen und mit deut­schen Suchbegriffen ange­zeigt. Mit der Übernahme durch Adobe hat sich der regio­na­le Fokus bei Adobe Stock deut­lich ver­rin­gert, wes­halb nun die euro­päi­schen Fotografen, allen vor­an die deut­schen, ver­mehrt über Umsatzrückgänge kla­gen.

Spaßeshalber habe ich mir die Daten der deut­schen Fotografen genau­er ange­schaut, weil dies ein deut­scher Blog ist. Demnach sind deut­sche Fotografen für ca. 3 Mio. Bilder ver­ant­wort­lich und das durch­schnitt­li­che deut­sche erfolg­rei­che Portfolio hat ca. 10.000 Bilder online. Obige Einschränkungen sie­he „leer“ gel­ten auch hier, wenn wir die 14,55% jedoch als Richtwert neh­men, wären es ins­ge­samt ca. 5,7 Mio. Bilder deut­scher Fotografen ins­ge­samt.

Was sagen euch die Daten?
Habt ihr wei­te­re Fragen, die man even­tu­ell ana­ly­sie­ren könn­te?

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