Spotify vs. Microstock: Die Abo-​Modelle im Vergleich

Im Juli 2020 kün­dig­te die Bildagentur Panthermedia an, dass sie kos­ten­lo­se Bilder anbie­ten wol­len, wel­che sich durch Werbung und ande­re Quer-​Subventionierungen wie zum Beispiel Premium-​Mitgliedschaften, Sponsoren und API-​Partner-​Gebühren finan­zie­ren sollen.

Auf mei­ner Facebook-​Seite habe ich bereits dar­auf hin­ge­wie­sen (sie­he Link oben) und es gab etli­che Kommentare dazu, in denen sich auch der Panthermedia-​Geschäftsführer Robert Walters zu Wort meldete.

KÖLN, September 2019: Große iPhones mit Spotify App auf der DMEXCO Messe (Foto: Robert Kneschke)

Er ver­tei­dig­te sein Vorhaben hier mit die­sen Argumenten:

Märkte ändern sich und es sind die Firmen, die sich anpas­sen bzw. neue Modelle ermög­li­chen, die bestehen blei­ben. Beispiel Musikindustrie. Gab es damals (zum Nachteil vie­ler Konsumenten) nur CDs zu kau­fen, so bie­ten die Streaming-​Dienste die Musik auch kos­ten­los an, finan­ziert durch Werbung oder Premium-​Mitgliedschaftsgebühren. Diese Lizenzkette hat sich auch geän­dert. Ich fin­de zum Vorteil der Konsumenten. Auf Seiten der Künstler war es sicher­lich für eini­ge hart, ande­re wie­der­um ent­deck­ten neue Möglichkeiten bekannt zu wer­den und/​oder ihre Kunst zu mone­ti­sie­ren. Wichtig ist es nur, kei­ne Interessensgruppe aus­zu­schlie­ßen. Die Musiker wer­den über spotify/​Musikgesellschaften bezahlt. Und wie schaut es da bei unsplash & Co aus?“

In einem wei­te­ren Kommentar schrieb er hier noch:

Nur weni­ge % der kostenlos-​Downloader sind bereit für Premium-​Mitgliedschaften etwas zu bezah­len. Privatleute wohl zu nahe­zu 100% nicht. Was ich aber zu der Kritik ergän­zen möch­te ist, dass es neue Wege der Monetarisierung geben wird bzw. schon gibt. Beispielsweise könn­te ja die Werbeindustrie dafür bezah­len, ihre Fotos mit ihren Produkten hoch­zu­la­den und zu ver­brei­ten (wird ja schon gemacht auf unsplash, z.B. Motorräder oder beau­ty Produkte). Das machen die Werbetreibenden aber nur auf Plattformen mit ent­spre­chen­der Reichweite. Und wer hat gehol­fen die Reichweite auf­zu­bau­en? Richtig, die Fotografen. Insofern wäre es doch nur fair den Fotografen auch an den Einnahmen zu betei­li­gen, oder? Die klas­si­sche Lizenzierungskette funk­tio­niert nicht bei Privatleuten. Aber bes­ser als Bilder zu klau­en ist es die Bilder legal und kos­ten­los anzu­bie­ten, gepons­ort durch Dritte. Außerdem fin­de ich es auch fair im Gegenzug für ein kos­ten­lo­ses Bild ein Werbevideo anzu­schau­en. Also: jeder ver­dien­te Euro soll­te an die Leute gehen, die das ermög­li­chen. Also neben dem Plattform-​Betreiber auch die Content-​Lieferanten. Dies ist bei den bis­he­ri­gen Modellen aber nicht so. Insofern ver­ste­he ich den Unmut eini­ger Fotografen kos­ten­lo­se Bilder zur Verfügung zu stellen.“

Wer mei­nen Blog schon etwas län­ger ver­folgt, weiß, dass ich mich sehr dafür inter­es­sie­re, wie Firmen mit kos­ten­lo­sen Inhalten Geld ver­die­nen und habe mir z.B. im Foto-​Bereich Angebote wie Unsplash oder Pixabay z.B. hier, hier, hier und hier genau­er angeschaut.

Bisher kaum zur Sprache kam im Blog der bran­chen­frem­de Musikstreaming-​Anbieter Spotify (nur ein Mal vor neun Jahren hier).

Da Herr Walters den direk­ten Vergleich zwi­schen dem Geschäftsmodell von Spotify sowie kos­ten­lo­sen Fotos gezo­gen hat, wol­len wir mal schau­en, wo die Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen.

Erst ein­mal: Üblicherweise ist die kom­plet­te Geschäftsausrichtung eine ganz ande­re: Währen Spotify im „B2C“-Bereich (Business to Customer) tätig ist, arbei­ten Bildagenturen in der Regel im „B2B“-Bereich (Business to Business), wenn auch Microstock das auf­grund der gerin­ge­ren Preise etwas auf­ge­weicht hat.

B2C bedeu­tet, dass eine Firma vor allem Geld mit den Endnutzern, nor­ma­len Verbrauchern, ver­dient. B2B bedeu­tet, dass Firmen ihr Geld mit ande­ren Firmen (oder Behörden, Vereinen, Stiftungen, etc.) verdienen.

Das ist ein wich­ti­ger Unterschied, weil es oft um ande­re Verwendungszwecke geht, die ande­re Preise rechtfertigen.

Aus Konsumenten-​Sicht, also aus Sicht der Kunden, ist das Angebot von Spotify durch­aus attrak­tiv: Mit einem kos­ten­lo­sen Account kann man deren gesam­tes Musikangebot hören, wird halt oft von Werbung unter­bro­chen und die Soundqualität ist gerin­ger als beim bezahl­pflich­ti­gen Premium-Account.

Aus Künstler-​Sicht sieht es schon weni­ger rosig aus. Laut die­sem Artikel bekom­men Musiker bei Spotify ca. $0,003 pro Aufruf, also ca. 1 US-​Cent für 3 Aufrufe. Leider ist unklar, ob da schon der Anteil vom Label und Musikverlag abge­zo­gen wur­den, ver­mut­lich noch nicht. Im Detail unter­schei­det sich die Höhe der Kommissionen noch, je nach­dem in wel­chem Land ein Song abge­ru­fen wur­de, ob mehr als die Hälfte vom Song gehört wur­de und ob der Nutzer einen Premium-​Account besitzt oder nicht.

Bei Nummer-​1-​Hits, wel­che vie­le Millionen Male abge­spielt wer­den und in zahl­rei­chen Playlists auf­tau­chen, lohnt sich das. Für Nischen-​Musiker mit einem klei­nen Publikum rei­chen die Einnahmen nicht zum Leben. Der Großteil des Umsatzes wird da durch Konzerttickets und Merchandise wie T‑Shirts etc. ver­dient. Eine aus­führ­li­che Analyse sei­ner Streaming-​Einnahmen bie­tet der Musiker Benn Jordan im ver­link­ten Video:

Für Spotify selbst rech­net sich das alles übri­gens immer noch nicht. Im Jahr 2020, also noch 14 Jahre nach der Gründung erziel­te Spotify pro Tag(!) ca. 2,2 Mio. USD Verlust.

Wie müss­te das Angebot der Bilderbranche genutzt wer­den, damit der Vergleich zu Spotify gerecht­fer­tigt wäre? Ich wür­de sagen, ähn­lich wie bei Pinterest: Wenn dort nur pri­va­te Nutzer wären, wel­che sich Bilder anse­hen, in Galerien the­ma­tisch zusam­men­stel­len und die Bilder ande­rer Nutzer anse­hen etc., dann wäre ein Lizenzmodell ana­log zu Spotify vor­stell­bar: Die Gratis-​Nutzer sähen dann zwi­schen den Bildern viel Werbung und die Bilder selbst wür­den stär­ker kom­pri­miert als bei Premium-​Kunden und die Möglichkeit der Galerie-​Erstellung wäre eben­falls ein­ge­schränkt, wenn mensch kei­nen Premium-​Account nutzt.

Ironischerweise wäre das alles für einen Anbieter wie Pinterest pro­blem­los mög­lich, aber selbst das wird da nicht genutzt, um die Urheber ange­mes­sen zu ver­gü­ten. Stattdessen gibt es eini­ge weni­ge Agenturen wie Getty Images, wel­che 2013 einen Deal mit Pinterest abschlos­sen. Dabei wird aber gar nicht die Bildnutzung als sol­che ent­lohnt, son­dern Pinterest bezahlt Getty für die Metadaten zu den Bildern. Die Honorare für den Fotografen sind bei die­sen Summen so gering, dass die Buchhaltungssoftware die­se vie­len Nullen vor und auch nach dem Komma ein­fach auf Null run­det und damit die Fotografen wei­ter­hin leer aus­ge­hen. Geld erhält nur die Bildagentur.

Üblicherweise wer­den Bilder jedoch von ande­ren Firmen genutzt, um Artikel zu illus­trie­ren, Produkte und Dienstleistungen zu bewer­ben oder für Kunden attrak­ti­ver zu sein. Die Bilder brin­gen also einen Mehrwert. Warum die­se Firmen also nun Bilder gra­tis erhal­ten soll­ten, um damit Geld zu ver­die­nen, erschließt sich mir nicht.

Nun könn­te jemand ein­wen­den, dass pri­va­te Nutzer durch­aus ger­ne Bilder nut­zen wür­den, wenn sie denn gra­tis ver­füg­bar wären. Das Probem wäre jedoch, dass bis­her bei kei­nem mir bekann­ten Geschäftsmodell dafür gesorgt wäre, dass Firmen dar­auf kei­nen Zugriff hät­ten. Außerdem gibt es kein Argument, Leuten Bilder zu schen­ken, nur weil sie nicht bereit sind, die­se zu bezah­len. Wenn sie kein Geld für Bilder aus­ge­ben wol­len, sol­len sie halt kei­ne nut­zen. Denn die­je­ni­gen, die für die­sen schä­bi­gen „Robin Hood“-Promo-Move zah­len sol­len, wer­den letzt­end­lich wie immer im krea­ti­ven Bereich die „Content Creators“ sein, hier also die Fotografen.

Robert Walters ver­glich auch Unsplash mit Spotify, die mit dem Unterschied agie­ren, dass Unsplash Fotografen ein­fach gar nicht bezahlt. Inwiefern dann für Konsumenten ein ande­res Angebot mit Werbung und/​oder Premium-​Mitgliedschaften attrak­ti­ver als Unsplash sein soll­te, ist mir eben­falls unklar.

Wie in mei­nem Artikel beschrie­ben ver­brennt auch Unsplash (wie Spotify) vor allem das Geld risi­ko­freu­di­ger Investoren und hat bis­her kein trag­fä­hi­ges Geschäftsmodell ent­wi­ckelt. Ich bin mir ziem­lich sicher, dass auch da intern schon Monetarisierungsmöglichkeiten wie Premium-​Mitgliedschaften, bezahl­ten AUP-​Anbindungen etc. dis­ku­tiert oder aus­pro­biert wurden.

Die oft so geprie­se­ne „Werbeindustrie“ als Finanzierungsmöglichkeit kos­ten­lo­ser Inhalte wird allein wegen des Mediums „Bild“ deut­lich schlech­ter funk­tio­nie­ren als in ande­ren Branchen.

YouTube mit sei­nen Videos eig­net sich sehr gut, um kos­ten­lo­se Inhalte durch Werbung zu finan­zie­ren. Wer ein Video sehen will, muss halt die Werbespots über sich erge­hen las­sen. Wer hin­ge­gen in einer Zeitschrift eine Werbung sieht, kann sie ein­fach schnell über­blät­tern. Selbst auf Webseiten sind die meis­ten Nutzer kom­plett blind für Werbebanner gewor­den, wenn sie nicht sogar gleich Werbeblocker einsetzen.

Die man­geln­de Profitabilität von Spotify führt sogar dazu, dass die Firma etwas trickst, indem bei häu­fig gehör­ten Playlists mit wenig mar­kan­ten Songs (zum Beispiel Playlists zum Einschlafen oder kon­zen­trier­ten Arbeiten mit dahin­plät­schern­der Piano-​Musik) künst­lich gene­rier­te Songs ein­ge­floch­ten wer­den, für wel­che Spotify kei­ne Tantiemen zah­len muss.

Wenn also Spotify als Paradebeispiel für kos­ten­lo­se Angebote an Konsumenten die­nen soll, soll­ten sich Fotografen und Illustratoren sehr vor­se­hen bei der Einführung von Gratis-Bilderdiensten.

26 Gedanken zu „Spotify vs. Microstock: Die Abo-​Modelle im Vergleich“

  1. Das kann Panthermedia ger­ne machen. Ich hel­fe nie­man­dem eine kos­ten­lo­se Plattform auf­zu­bau­en. Es ist wie du gesagt hast Robert, wenn jemand etwas haben will, soll er dafür etwas bezah­len. Das Argument, die Leute wol­len nicht bezah­len ist Unfug. Ich kann auch nicht ver­lan­gen, dass mir jemand umsonst Texte schreibt. Das Paradoxe ist ja, das der Bedarf an Bildern steigt. Es ist wirt­schaft­li­cher Selbstmord etwas für ande­re zu pro­du­zie­ren und zu verschenken.

  2. Wie wäre es denn, wenn auf die kos­ten­lo­sen Bilder ein klei­nes Feld gedruckt wür­de, wo die Werbetreibenden drin ste­hen? Also erst mal CO Fotograf X und Agentur Y, spon­so­red by Deichmann.

  3. @ Tanja
    am bes­ten gleich noch ein rel=”follow” link, also ein Standard link zum Werbetreibenden oder zur Agentur. Dann wür­den sich die Leute es 2x über­le­gen, ob sich nicht doch lie­ber etwas für die Bilder bezah­len. Denn, zu vie­le exter­ne Links zu bran­chen­frem­den Websites bezahlt man mit schlech­te­rer Google Positionierung. So etwas ähn­li­ches gibts ja bei Pixelio, wo du den Bildautor und die Plattform auch auf nicht redak­tio­nel­len Publikationen ange­ben musst. Das sieht dann immer super­pro­fes­sio­nell aus. z.B. Auf einer Speisekarte oder im Prospekt.

  4. Hallo Tanja, .. das kann durch­aus eine gute Idee sein – näm­lich dann wenn Metadaten mit dem Bild fixiert wer­den. Stichwort Blockchain. Der Verweis auf den Sponsor könn­te auch über ver­link­te Inhalte pas­sie­ren. Ehrlich gesagt kann ich mir gut vor­stel­len dass das alte (sein 1990 bestehen­de) IPCT Format für Metadaten irgend­wann man ersetzt wird. Als Fotograf wäre dann zB auch inter­es­sant wel­che Rechte du dem User ein­räu­men magst. ZB Rechte zur Bearbeitung, exklu­si­ve Rechte ect. Und wie­so soll­ten dann die Preise dann für sol­che Medien nicht auch wie­der steigen?

  5. Amazon hat 7 Jahre lang Geld ver­brannt bis zum ers­ten neu­tra­len Geschäftsergebnis, auch Tesla oder ande­re Unternehmen ver­die­nen jah­re­lang kein Geld. Ein paar Milliarden mehr oder weni­ger machen für Investoren kaum einen Unterschied – Geld ist im Überfluss da und wird täg­lich mehr. Neben den bil­li­gen Preisen wird zudem enorm viel Geld in die Märkte gepumpt – für die Insider unter euch, Biden ist Anhänger der MMT, die ers­ten 1,9 Billionen wohl nur ein ers­ter Schritt. Also war­um soll das Model Bilder kos­ten­los abzu­ge­ben kurz­fris­tig schei­tern? Anstatt auf die­sem Blog stän­dig nur nega­ti­ve Aussichten zu prä­sen­tie­ren wäre eine Perspektive wün­schens­wert – wo gibts noch eine anstän­di­ge Bezahlung?

  6. @ Max
    Die Unternehmensziele von Amazon und Tesla sind es, etwas zu ver­kau­fen und damit Geld zu ver­die­nen. Wenn mei­ne Geschäftsidee ist, etwas zu ver­schen­ken wird das schwie­rig mit dem Geldverdienen. Wenn dann die Geschäftsidee ist, etwas, was ande­ren gehört, in die­sem Falle geis­ti­ges Eigentum, zu ver­schen­ken, ist die Geschäftsidee schäbig.
    Plattformen, auf denen ich mei­ne Bilder prä­sen­tie­ren kann, gibt es mehr, als ich Bilder habe.
    Kostenlos für irgend­wel­che Blender und Möchtegerne-​Start-​ups Content zu pro­du­zie­ren, um den her­um sie dann Werbung schal­ten, mache ich nicht und sehe das auch nicht als ziel­füh­rend an, um selbst zu überleben.

  7. @ Max: ich sehe eine Zukunft in der Auftragsvergabe. Eye Em macht es schon. Gerade Panthermedia als deut­sche Agentur könn­te uns hier leben­den Fotografen Auftragsarbeiten über­tra­gen. Vielleicht auch in einer Art Wettbewerb.

    Die Kunden möch­ten exklu­si­ve Bilder die nicht jeder hat. Getty arbei­tet mit Market Freeze, wie Robert offen leg­te hier im Blog. 

    Ich bie­te bei­des an, Stockfotografie und Auftrags Fotografie. Und ich ken­ne auch eini­ge Kunden. Was gesucht wird soll anders sein, als die Konkurrenz anbie­tet. Adobe Stock bie­tet die Möglichkeit von „unent­deck­te Bilder“. Das könn­te sich Panthermedia abschau­en. Und dar­über hin­aus könn­ten Sie Aufträge ausschreiben.

    Also nicht alles ist nega­tiv in die­sem Blog, es gibt auch krea­ti­ve Ideen, auch von uns. Vielleicht soll­te man gene­rell mehr mit uns reden. Wir sind ja nicht auf den Kopf gefal­len und eigent­lich haben wir die glei­chen Interessen.

  8. @Andreas: „Kostenlos für irgend­wel­che Blender und Möchtegerne-​Start-​ups Content zu pro­du­zie­ren, um den her­um sie dann Werbung schal­ten, mache ich nicht.….“ ande­re machen es schon! Auch wenn es sich Dir nicht erschlie­ßen mag – Unplashed wird schon eine Idee haben, wie zukünf­tig Geld zu ver­die­nen ist. Google ver­dient ja auch mit dem „Geistigen Eigentum“ ande­rer sein Geld – mann muß nicht zwin­gend etwas verkaufen.

  9. @Tanja Esser: „Market Freeze“ mit Bildern die nicht nur bei Adobe sind…schon merkwürdig.…Sehe ich jetzt nicht als Perspektive? Ey Em ver­mit­telt Aufträge? Schon einen bekom­men? Zu wel­chen Konditionen? Also ich weiß das ein nam­haf­tes Onlineunternehmen in Berlin frei­be­ruf­li­che Fotografen für Stills bucht – zah­len € 10,00 die Stunde (vor 4 Jahren…)

  10. Hmmm.… Ich dach­te, ich hät­te mich ver­ständ­lich ausgedrückt.

    Market Freeze bei Getty Images: das Bild wird für wei­te­re Verkäufe auf der Plattform für einen gewis­sen Zeitraum gesperrt. Das sorgt also dafür, dass der Kunde (zumin­dest bei der glei­chen Plattform) rela­tiv exklu­siv sein Material erhält.

    Eye Em: es gibt dort Challenges, wo Anbieter für eine Marke Content anbie­ten kön­nen. Der ist dann nicht exklu­siv für den Anbieter, aber er erhält sehr viel Material, wel­ches zu ihm passt.

    Ich stel­le mir eine Möglichkeit vor, dass man bei Panthermedia als Anbieter ein wenig über sei­ne Arbeitsweise, sein Einzugsgebiet und sei­ne Spezialitäten berich­tet. Und dafür pas­sen­de Aufträge vom Kunden erhält. Diese Bilder könn­te man für ein höhe­res Honorar auch exklu­siv verkaufen. 

    Man müss­te nur natür­lich zuver­läs­sig arbei­ten und auch einen gewis­sen Qualitätsstandard erfül­len. Deshalb wäre eine Art Challenge schon nicht falsch… Es muss am Ende wirk­lich was Gutes für den Kunden her­aus kom­men. Vielleicht soll­te man sich auch erst durch einen Test für eine Teilnahme am Auftrags Geschäft qua­li­fi­zie­ren müssen. 

    Naja, ist inzwi­schen ziem­lich am Ursprungsthema vor­bei. Bin jetzt auch raus aus der Diskussion.

  11. Es freut mich, dass die­ser Artikel sehr kon­tro­vers dis­ku­tiert wird und auch eini­ge Ideen dabei herauskommen. 

    Bei der kri­ti­schen Betrachtung die­ses Modells soll­ten man beach­ten, dass es Fotografen gibt, die den Kostenlos-​Plattformen (nicht den Bildagenturen) Fotos ohne finan­zi­el­le Gegenleistung zur Verfügung gestellt haben. Die Motivation der Fotografen ist viel­fäl­tig, aber damals haben vie­le Berufsfotografen die „Microstocker“ auch nicht ver­stan­den. Es ist also kei­nes­wegs der Fall, dass wir Bildagenturen den Fotografen die­ses Modell auf­zwin­gen. Es ist viel­mehr eine Evolution des Marktes, bei der wir aber durch­aus Chancen sehen: durch neue Technologien Zielgruppen erschlies­sen, die bis­lang Bilder ille­gal oder gar nicht ver­wen­det haben. Die Kunst besteht nun dar­in die Fairness zwi­schen allen Akteuren her­zu­stel­len und am Ende des Tages neue Umsatzquellen zu erschlies­sen, damit der Markt im Gesamten wächst. 

    Nun zur Spotify-​Analogie: Mir sind durch­aus die Unterschiede bewusst. Die Analogie habe ich einer­seits auf­grund mei­ner per­sön­li­chen Affinität zum Musikmarkt gewählt, ande­rer­seits ist Spotify ein sehr pro­mi­nen­tes Beispiel, wel­che Veränderungen ein Startup im Markt bewir­ken kann. Und die­se Erfolgsfaktoren kann man durch­aus in vie­len Bereichen von dem b2c auf den b2b Markt über­tra­gen. Letztendlich stellt Spotify Musik-​Künstlern, Podcastern und ande­re audio­phi­len Anbietern Kanäle zur Verfügung, ihre Leistungen (b2c aber auch b2b) zu ver­mark­ten, Bekanntheit zu errei­chen und kom­ple­men­tä­re Leistungen dar­über anzu­bie­ten. So ganz abwe­gig ist die Analogie also nicht, vor allem im Hinblick auf das „big­ger pic­tu­re“. Und Spotify wird sei­nen Weg in die Profitabilität fin­den, wie es auch Amazon mit dem Buchhandel damals gemacht hat. Ok, jetzt wei­che ich tat­säch­lich sehr weit von unse­rem Markt ab…Aber es geht um die unaus­weich­li­che Evolution des Marktes im Allgemeinen. 

    Es ist wich­tig zu ver­ste­hen, dass der Kunde (pri­vat oder gewerb­lich) für jedes Bild eine ande­re Mission hat. Ein Social Media oder Blog Post, der nach ein paar Tagen sta­tis­tisch gese­hen nicht mehr beach­tet wird hat einen ande­ren Wert als ein Coverbild auf einem Hochglanz Geschäftsbericht. Auch Privatleute wer­den je nach Mission nicht bereit sein Geld aus­zu­ge­ben, wenn es die­se Fotos anders­wo kos­ten­los gibt oder sogar ille­gal für den Privatgebrauch run­ter­ge­la­den wird. Hier sucht sich der Kunde die ent­spre­chen­de Plattform für sei­ne Mission aus. Nun sehen wir es als Chance die­se Bedürfnisse zu bedie­nen, ille­ga­le Downloads zu erset­zen und dafür eine neue Einnahmequelle zu erschlies­sen. Dies muss nicht auf Kosten der bestehen­den Kanäle gehen, sonst hät­te Unsplash nicht par­all­lel die 10-​fache Downloadrate wie Shutterstock auf­bau­en kön­nen. Hier gibt es jedoch auch Steuerungsmöglichkeiten wie Umfang der Lizenz, Plattform-​Funktionen, Haftung, Anzahl und Qualität der Bilder, Suchtechnologie, API in b2c Anwendungen mit lega­len Fotos, etc. (Hinweis: die­se Beispiele sind auch der Grund, wie­so man eine Premiumgebühr zahlt im Vergleich zu Unsplash & Co). Ganz im Gegenteil, der Gesamtmarkt wird wach­sen. Nur was man nicht ver­ges­sen darf: an die­sem Wachstum soll­ten auch die Content-​Produzenten par­ti­zi­pie­ren. Dies ist aktu­ell eben nicht der Fall. Einen Robin-​Hood-​Vergleich fin­de ich hier unpas­send, denn ist ist unrea­lis­tisch zu erwar­ten, dass Privatleute auf einen Download ver­zich­ten, wenn man woan­ders eine kos­ten­lo­se Alternative bekommt. Und sein wir mal ehr­lich, jeder von uns kon­su­miert (egal ob b2b oder b2c) kos­ten­lo­se Leistungen im Gegenzug für eine Monetisierung an ande­rer Stelle: die meis­ten goog­le Services, pdfs durch Acrobat Reader, Übersetzungsdienste, Nachrichten und b2b Portale mit Neuigkeiten, alle Freemium-​Apps und vie­les mehr. Mit die­sen kos­ten­lo­sen Services und Inhalten wird jedoch an ande­rer Stelle Geld ver­dient, egal ob durch Werbung oder Up-​/​Cross-​Selling. Wichtig ist nur, dass die Redakteure/​Entwickler und sons­ti­ge Stakeholder an dem Erfolg betei­ligt wer­den! Dann stimmt der Robin-​Hood-​Vergleich nicht mehr. 

    Zu den Ideen der Werbefinanzierung: Wie man sieht gibt es in den Kommentaren bereits Ideen. Ein tol­ler Beweis dafür, dass von Fotografenseite inno­va­ti­ve Ideen kom­men und wir gemein­sam was ent­wi­ckeln kön­nen! Wir haben uns schon vor eini­gen Jahren dar­über Gedanken gemacht (sogar eine eige­ne Firma gegrün­det) und Technologien ent­wi­ckelt, wie man damit Geld ver­die­nen kann. Klar sind Banner nicht mehr die ers­te Wahl (beim CPM ist das aber egal, da die Gebühr pro Tausend Einblendungen und nicht pro Click bezahlt wird), des­we­gen gibt es zukünf­tig geschick­te­re Möglichkeiten. Aber hier muss erst­mal der Traffic und die Kanäle geschaf­fen wer­den. Randbemerkung: Ein bekann­tes Beispiel für Monetisierung eines Downloads ist übri­gens wetransfer. 

    Stillstand ist Rückschritt und Innovation bringt uns wei­ter. Am Ende des Tages muss sich jede Fotografin und jeder Fotograf die Frage stel­len: wie möch­te ich mich wei­ter­ent­wi­ckeln und in wel­chen Teil des Marktes wer­de ich mei­ne Zeit inves­tie­ren. Und wir als PantherMedia wol­len gemein­sam mit den Fotografen neue Chancen ange­hen – und nicht auf Kosten der Fotografen. Wer das möch­te ist herz­lich will­kom­men! Wer einen ande­ren Weg gehen will: natür­lich, live and let live! Und das mei­nen wir wirk­lich ernst. Viel Erfolg, bei was auch immer Sie tun. Und nie­mals die Freunde dabei vergessen.

  12. Bilder zu ver­schen­ken wird nicht das gro­ße Geschäft wer­den. Zumindest für die Fotografen.

  13. @ Max
    Google lie­fert mir aber etwas, näm­lich Traffic auf eine Webseite. Das nen­ne ich Geben und Nehmen.
    Natürlich wird Unsplash eine Idee haben wie sie Geld ver­die­nen können/​wollen nur von die­sem Geld wirst Du nichts sehen. Mich inter­es­siert es nicht, wie die Geld ver­die­nen; Ich habe näm­lich nichts davon.

    @ Robert Walters
    Ich habe noch kei­ne kos­ten­los Plattform gese­hen, die Fotografen ange­mes­sen betei­ligt. Wie denn auch, wenn etwas ver­schenkt wird. Ich stel­le ab und an auch Bilder in kos­ten­los Plattformen als Dank für mei­ne Downloads für low Budget Projekte oder Tests. So bin ich übri­gens zur Stockfotografie gekom­men. Ein oder 2 Bilder ver­kau­fen, dafür ein ande­res kau­fen. Geht lei­der heu­te nicht mehr, weil die Beteiligung der Fotografen immer wei­ter zurück­ge­gan­gen ist.
    Warum soll­te ich aber die Bilder in kos­ten­los Portale stel­len, die mir im Laufe der Zeit auch 2, 3 oder 4 stel­li­ge Beträge ein­spie­len oder von denen ich glau­be, dass sie das Potenzial dazu haben?
    Mir ist es auch voll­kom­men egal, wenn eine Privatperson ein Bild von mir benutzt um z.B. sich selbst eine Einladungskarte zu bas­teln oder ein Schüler damit sei­ne Hausaufgaben illus­triert. Ob sich ein Fremder irgend­wo auf der Welt straf­bar macht, weil er ein Bild ohne Lizenz ver­wen­det ist nicht mein Problem. Ich bin nicht Mutter Teresa für alle die nicht lesen können.
    Wenn ich eine Leistung bewer­ben will habe ich gar kein Problem das zu machen. Dann baue ich eine Landing Page und schal­te Anzeigen bei Facebook und Google. Der Vorteil, ich kann alles kon­trol­lie­ren und brau­che nie­man­den an mei­nen Umsätzen zu beteiligen.
    Es nützt mir doch nichts, wenn poten­zi­el­le Kunden zu weit weg von mir sind.
    Die Chance über eine kos­ten­los Plattform an einen Job zu kom­men sind so gering wie beim Lotto.
    Ist jetzt nicht gegen Sie gerich­tet, aber immer, wenn ich die Wörter „Innovative Wege“ „Neue Ideen“ Neue Vertriebskanäle“ höre, bin ich beson­ders vor­sich­tig. Als Erstes müs­sen die Kosten einer Plattform finan­ziert wer­den danach müs­sen Kredite bedient wer­den, dann wol­len die Gründer für ihre Arbeit belohnt wer­den. Nur die letz­ten Krümel blei­ben dann bei den Fotografen hängen.
    Eines ist doch sicher, nie­mand Fremdes kommt auf mich zu und sagt mir: „Ich mache Dir jetzt umsonst das Marketing“
    Nein, das muss ich sel­ber ler­nen durch Kurse und Lesen oder einen seriö­sen Dienstleister damit beauftragen.
    Alles ande­re ist Kokolores.
    Für ihr Projekt alles Gute, das mei­ne ich wirk­lich ernst. Ich gön­ne nie­man­dem etwas Schlechtes.
    Da ich mal behaup­te mich im Internet ein wenig aus­zu­ken­nen und weiß was so etwas kos­tet, kann ich mir beim bes­ten Willen nicht vor­stel­len wie damit Geld ver­dient wer­den kann. Das ist aber nicht mein Problem.
    Die gan­ze Idee ist mir zu ver­wor­ren. Das gött­li­che ist ein­fach, soll hei­ßen ich muss auf den ers­ten Blick erken­nen wel­chen Vorteil mir ein Produkt bie­tet und wenn ich etwas inves­tie­ren soll, und sei es nur Zeit, muss ich das Prinzip ver­ste­hen und logisch nach­voll­zie­hen kön­nen. Das kann ich bei kei­ner kos­ten­los Plattform.

  14. Ich könn­te kos­ten­lo­se Bilder nur akzep­tie­ren, wenn dafür der Kunde an die Plattform gebun­den ist, bei der es auch zah­lungs­pflich­ti­ge Bilder gibt. Wie bei Adobe Stock. Der Kunde wird durch kos­ten­lo­se Bilder ange­zo­gen und gewöhnt sich an die Prozesse und an die Agentur. Braucht er dann etwas spe­zi­el­les, sucht er dort als ers­tes nach geeig­ne­ten Bezahlbildern. Aber so wie ich das ver­stan­den habe, soll es eine ande­re Plattform sein?

    Wenn sich zahl­lo­se Kunden ille­gal mei­ne Dateien aneig­nen, dann wer­den die­se zahl­lo­sen Diebe auch von mir (bzw in mei­nem Namen) angemahnt.

    Werbeeinnahmen wer­den über­schätzt. Die Zeiten sind vor­bei. Die Warsteiner Brauerei hat hier in der Region sehr viel gespon­sert. Sowohl in der Gastronomie wie auch im Sport, im Freizeitbereich, in Events und Feste. Nun ist das Geschäft ein­ge­bro­chen, Corona bedingt. Und das ers­te was gestoppt wur­de sind die Werbeausgaben.

    Und wie schon an ande­rer Stelle ange­merkt wur­de, schau­en wir Nutzer uns die Werbung auf YouTube doch nicht wirk­lich an. Werbung im TV schaut auch kaum einer, vie­le nut­zen des­halb Streaming Dienste um genau die­se läs­ti­ge Werbeunterbrechung nicht sehen zu müssen.

    Warum nut­zen Sie nicht Ihren Standortvorteil Herr Walters? Warum rich­ten Sie nicht Ihre Agentur nach Kundenwünschen aus? Neue Bezahlkunden gibt es mei­ner Meinung nach nicht. Es gibt nur Preisdumping. Und den machen wir nicht unend­lich mit. Ich ken­ne Anbieter die Shutterstock ver­las­sen haben und Anbieter, die ihre bes­ten Bilder dort gelöscht haben.

    Aber ich fin­de es sehr gut, dass Sie zum Gespräch bereit waren/​sind.

  15. @ Robert Walters: Sie haben eine durch­aus ver­ständ­li­che Sicht, gehe mal davon aus, Fotograf sind Sie nicht, eher Programmierer, bes­ser noch Marketingmensch. Das Problem ist doch, Fotograf als Beruf um sei­nen Lebensunterhalt zu ver­die­nen macht immer weni­ger Sinn, die Kosten für Krankenkasse und Altersversorgung kom­men für die Jüngeren nicht her­ein. Berufe ster­ben aus, Weber, Setzer, Lithografen – jetzt auch die Fotografen, es ist nur eine Frage der Zeit. Vielleicht über­le­ben noch die Hochzeitsfotografen und ein paar Portraifotografen für Familienbildchen.

  16. @Robert Walters: Eine gute Strategie wäre es viel­leicht eine gute Ökobilanz anzu­vi­sie­ren. ZB Server in Deutschland auf­zu­stel­len und für Co 2 Ausgleich zu sor­gen. Sich einen Namen als „Faire“ Agentur zu machen. Die abge­ge­be­nen Provisions Anteile für uns sind doch momen­tan eher ÜBER dem Durchschnitt. Mit die­ser Information kann man auch mal an die Öffentlichkeit gehen. 🙂 

    Eine gute Ökobilanz wird immer wich­ti­ger in der Medienwelt. Damit holt man auch die zukünf­ti­ge Generation ab. Das Thema Umwelt lässt sich nicht ver­drän­gen. Wir wer­den es die­sen Sommer mit Sicherheit wie­der alle am eige­nen Leib erfah­ren, wenn wir die Wälder betre­ten oder ber­adeln, wie die erschöpf­ten Nadelbäume Nadeln reg­nen las­sen. Einfach nur gru­se­lig! Oder das wir Mühe haben, einen Marienkäfer als Fotomotiv auf­zu­trei­ben. Kurz: was CO2 Ausstoß bedeutet.
    Aber Werbetreibende als Allheilmittel – das ist zu kurz gedacht. Ich wür­de mich freu­en, wenn Sie offen unse­ren Argumenten gegen­über sind.

  17. @Tanja Esser: „Eine gute Ökobilanz wird immer wich­ti­ger…“ schön wärs – wir leben in Deutschland, hier wur­de die letz­ten 20Jahre alles dafür getan nichts zu tun und die alt­ba­cke­ne CO2 pro­du­zie­ren­de Wirtschaft zu för­dern – der Zug ist abge­fah­ren, der Drops gelutscht – gera­de die Fotoszene ist doch Vorreiter was CO2 Verschwendung aus­macht. Südafrika lässt grü­ßen. gefolgt von Hollywood. Umweltschutz und Fotografie – das passt nicht zusam­men. Und gera­de der gesell­schaft­li­che Lifestyle pfeift drauf. Schaue hin und wie­der Bares für Rares (und was machen Sie mit dem Geld – die Frage an den Verkäufer – Antwort „Urlaub“ Oder GNT – was für Vorbilder. Klar, Ökolabel scha­det nicht – sieht zumin­dest gut aus 😉

  18. Evtl. wäre mein Punkt für die hier so lei­den­den Fotografen als Ermutigung: Leute, ihr nutzt Agentur-​Lizenzmodelle und ärgert euch über deren Bedingungen? Ihr dürft eige­ne Lizenzen & Nutzungsformen erfin­den. Das ist euer Recht. Es gibt eine Vertragsfreiheit und wer sonst, wenn nicht ihr, hät­te die Zeit und die Geduld einen eige­nen Shop zu grün­den und den Kunden zu erklä­ren: Hey lie­ber Kunde, hier kaufst du direkt beim Urheber – es gibt kei­ne Agentur zwi­schen uns – und das bes­te lie­ber Kunde: Du kannst mit mir reden .. es gibt wirk­lich vie­le Vorteile!! Oder habt ihr Angst dass Google euch mit tau­sen­den von Bildern nicht findet?

    Ich könn­te jetzt noch über mei­ne Panthermedia-​Erfarungen schrei­ben .. *spar-​ich-​mir*

    Liebe Grüße!

  19. @Max: ich will jetzt nicht gleich die gan­ze Welt ret­ten nur Panther Media. Ich fin­de es ein­fach nur geni­al: den Panther als bedroh­te Art schon direkt im Firmennamen.

    Auch Deutschland kommt noch auf den Trichter, glaub mir. Es sind Bundestagswahlen. Du wirst es sehen. Corona wird mal aus den Medien ver­schwin­den und dann ist der Blick frei für die hei­ßen Sommer, für die Todesopfer allei­ne an der Hitze in Deutschland in den letz­ten 2 Jahren. An der Lebensmittelverknappung im Bereich Obst und Gemüse. (Das sind übri­gens auch gute Stockthemen.)

  20. @Knut: Stimmt – wird nur teu­er und schwie­rig an die Kunden zukom­men und die­se zu bin­den. gegn Player anzu­kom­men die mal eben so 100 Millionen Verlust ver­kraf­ten kön­ne st nicht ganz einfach.…

  21. @Max .. Andreas sag­te es: was spricht dage­gen Traffic zu gene­rie­ren und dann die User auf dein Angebot zu lenken?

    Es gibt ein­fa­che Webshops, die Stockmedien auto­ma­ti­siert ver­ar­bei­ten und ein­le­sen – als Microstocker hast du sicher 1k-​10k Stockmedien. Diese müs­sen zwin­gend in dei­nen Webshop, damit ->Du<- die Besucher und den Traffic ver­fol­gen kannst! Warum ist das wich­tig? Ganz ein­fach: Du darfst damit auf die Leistungen hin­wei­sen in denen Du gut bist.. Wenn in 1–2 Jahren 50–100 Besucher jeden Tag ein­tref­fen, machst du auf kei­nen Fall Werbung für ande­re – Du machst mit jedem Visit Werbung für dich. Du kannst mit Bannern und Leistungsangeboten für tsche­chi­sche Besonderheiten und Obst-​Fotografie Expertise nach­wei­sen. Natürlich funk­tio­niert das .. und ja, natür­lich dau­ert das lan­ge. Aber als Fotograf möch­test du doch auch in 7 Jahren noch Fotos machen?

    Ich per­sön­lich glau­be nicht, dass eine Microstock-​Agentur ihren Lieferanten die­se Möglichkeit jemals voll­um­fäng­lich bie­tet. Nachzudenken ob Agenturen Wettbewerber für Kreative sein soll­ten, ist IMHO nur eines: Zeitverschwendung.

  22. Ein eige­ner Webshop bedeu­tet mehr Aufwand. Gerade bei Stockfotografie ver­sucht man mit klei­nem Aufwand und Kosten etwas dazu zu verdienen.
    Es gibt genug Shop Lösungen die man ver­wen­den könn­te. Wer aber möch­te neben der haupt­be­ruf­li­chen Tätigkeit und neben­be­ruf­li­cher Stockfotografie noch zusätz­lich die Kunden des eige­nen Webshop betreuen.
    Anders als im Microstock Massenmarkt will der Kunde da mehr per­sön­li­chen Kontakt.
    Da ist es schon inter­es­san­ter die­sen Mehraufwand an Kundenkontakt aus­zu­la­gern und bei Makrostock anzubieten.

  23. @Knut: Ich per­sön­lich bin kein Microstocker, wer­de ich auch nicht! Ein anstän­di­ges, nach­hal­ti­ges Einkommen ist für mich ab € 3.000 auf­wärts, Netto. Alles ande­re ist Kindergarten , Hobby oder Liebhaberei. Auch Panthermedias, Zahlen lie­gen ja offen, das ist doch kein gutes Geschäftsmodell. Und wenn der Kreative erst­mal über Traffic, Webshops und Besucher nach­den­ken muß – dann wirds Zeit für einen ande­ren Job.

  24. Hallo,

    also ehr­lich, ich wür­de mich sehr freu­en, wenn ich mein nächs­tes Auto kos­ten­frei bekom­men wür­de. Da wür­de ich sogar Werbung, solan­ge sie nicht gegen gel­ten­des Recht ver­stösst, akzeptieren 😉

    Und für die Sanierung des Badezimmers dür­fen die Herstellernamen auf den Bauteilen sicht­bar blei­ben. Im Gegenzug bekom­me ich die Fließen, Wasserhähne und den Duschkopf gra­tis. Und für die Installationen gibt es ein paar war­me Worte an den Installateur 😉

    Warum gibt es da kei­ne kos­ten­lo­se Anbieter?

    Sorry, ist nur Selbstironie eines Fotografen.

    LG
    Bernd

  25. Man kann Digitale Produkte schlecht damit ver­glei­chen. Bei einem Digitalen Produkt macht es halt kei­nen Unterschied ob es 1xmal oder 100.000.000 mal her­un­ter­ge­la­den wird. Der Aufwand es zu pro­du­zie­ren und zu ver­trei­ben (abge­se­hen von Traffic kos­ten) sind iden­tisch. Am Ende des Tages wer­den eini­ge weni­ge übrig blei­ben die ver­dammt viel Geld ver­die­nen, die meis­ten wer­den Peanuts bekom­men, wenn über­haupt. Hätte ich mir im übri­gen vor 15 Jahren auch nicht gedacht, aber je mehr das Internet in den Alltag kommt, des­to mehr klar­heit gewinnt man was es ist oder wird.

  26. @Werner
    Es macht für den Fotografen fast kei­nen Unterschied ob ein Bild 1 mal oder 100 mal run­ter gela­den wird, wenn man pro Download $0,1 oder teils noch weni­ger bekommt.
    Ohne ein­zel­ne höhe­re Verkäufe oder erwei­ter­te Lizenzen macht man als klei­ner Anbieter mit 100 Downloads im Monat kaum Umsatz. Zumindest bei stock und Shutterstock.
    Ich kann mir nicht vor­stel­len das der Verdienst für die Fotografen bes­ser wird wenn man die Bilder gleich verschenkt.

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