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Shutterstock und Adobe veröffentlichen ihre Kreative Trends-​Reports 2020

Kürzlich hat die Bildagentur Shutterstock ihren Bericht über „Kreative Trends“ für 2020 ver­öf­fent­licht. Darin ver­sucht die Agentur, glo­ba­le sowie loka­le Trends zu iden­ti­fi­zie­ren, die die Design-​Ästhetik und visu­el­le Kultur im Jahr 2020 beein­flus­sen könn­ten.

Der Jahresbericht ana­ly­siert Daten, die über einen Zeitraum von 12 Monaten aus Milliarden von Kundensuchen nach Bildern, Filmmaterial und Musikinhalten gesam­melt wur­den. Die Daten, kom­bi­niert mit der Analyse von Shutterstocks inter­nem „Visual Intelligence Panel“, zei­gen Muster und Stile auf, die das Potential haben, sich von ande­ren abzu­he­ben. Wenn Themen auf­tau­chen, bestim­men die Experten die Trends, die sie für krea­ti­ve Projekte im Jahr 2020 erwar­ten.

Die drei wich­tigs­ten Trends für 2020 sind dem­nach:

  • Die Goldenen 2020er Ein Jahrhundert nach den opu­len­ten und ver­schwen­de­ri­schen 1920er Jahren ist der Look, der die­se Ära präg­te, auf dem bes­ten Weg, im Jahr 2020 welt­weit wie­der beliebt zu wer­den. Die Suche nach dem Schlagwort „Goldmuster“ ist um 4.223% gestie­gen, und „20er-​Jahre-​Retro“ ver­zeich­ne­te einen Anstieg von 189% im Vergleich zum Vorjahr.
  • Okkultismus – Besonders auf Mainstream-​Kanälen und sozia­len Netzwerken zeigt sich ein wie­der­erweck­tes Interesse an alter­na­ti­ven und uralten Glaubensrichtungen, die Millennials und die Generation Z fas­zi­nie­ren. Die Kunden suchen nach Stichworten wie „Magie“ oder „Spirituelles“, und die­se Schlagwörter ver­zeich­nen einen beein­dru­cken­den Anstieg von 525% bzw. 289% im Vergleich zum Vorjahr.
  • In vol­ler Blüte Vergessen Sie ele­gan­te Arrangements und fili­gra­ne Darstellungen. Das blu­mi­ge Bildmaterial von mor­gen ist groß, leuch­tend und in vol­ler Blüte. Der Anstieg der Suchanfragen nach „Blumenlandschaft“ (plus 141%) und „Blüte“ (plus 136%) ver­deut­licht die­sen leben­di­gen Trend für das kom­men­de Jahr.

Zusätzlich zu den drei Haupttrends beleuch­tet der Bericht die loka­len Favoriten in 25 Ländern. Für Deutschland soll der loka­le Trend neben Blumenillustrationen und Vintage „Frau und Löwe“ hei­ßen. Was auch immer das bedeu­ten mag.

Dazu wer­den fünf welt­weit auf­kom­men­de Trends vor­ge­stellt, die im Jahr 2020 noch wei­ter an Relevanz gewin­nen wer­den. Diese auf­stei­gen­den Trends rei­chen von Design-​Grundlagen wie „mini­ma­lis­ti­sches Schwarz“ und tra­di­tio­nel­ler Kunst ein­schließ­lich „chi­ne­si­scher Tuschmalerei“ bis hin zu ele­gan­ter Fotografie und moder­nen Motiven wie „Wildlife“ und Sportfotografie.

Den voll­stän­di­gen Trendreport könnt ihr euch hier auf deren Webseite anse­hen.

Auch Adobe Stock stellt jähr­lich einen ähn­li­chen Bericht vor, den Adobe „Creative Trends“ nennt. Dieser Bericht kann hier ange­se­hen wer­den.

Bei den visu­el­len Trends wer­den unter ande­rem Alter, Individualität und Kosmetik genennt. Bei den Design-​Trends sind mit etwas Fantasie Parallelen zu den Shutterstock-​Erkenntnissen sicht­bar.

Adobe zufol­ge sind die vier wich­tigs­ten Design-​Trends:

  • Handmade Humanism
    Beeinflusst von der DIY-​Bewegung und mit einer hohen emo­tio­na­len Zugänglichkeit begeis­tert „Handmade Humanism“ durch sei­nen ein­fa­chen und doch inspi­rie­ren­den Stil.
  • Art Deco Updates
    Auffällige, nost­al­gi­sche Bildelemente, die an das Art-​Deco-​Zeitalter erin­nern: „Art Deco Updates“ über­setzt den Vintage-​Stil mit schlan­ken, fla­chen und mini­ma­lis­ti­schen Designs sowie futu­ris­ti­schen Details in die Moderne, ohne die typisch deko­ra­ti­ve Wirkung zu beein­träch­ti­gen. Mit geo­me­tri­schen Mustern, metal­li­schen Elementen und schlan­ken Typographien zeich­net sich der Trend durch eine unver­gleich­li­che Eleganz aus.
  • Semi Surreal
    Fantasiereiche Bilder brin­gen eine neue, leben­di­ge Perspektive auf alle Medien. Künstler set­zen neue Werkzeuge und Techniken gezielt ein, um das Unmögliche mög­lich zu machen und unse­re Sehgewohnheiten bewusst zu irri­tie­ren.
  • Modern Goth
    Gewagte Dichotomien zwi­schen ana­lo­gen und digi­ta­len Elementen, dra­ma­ti­sche Experimente mit der Dunkelheit, futu­ris­ti­sche Materialien, stim­mungs­vol­les Licht und ein­drucks­vol­le Typografien ver­dich­ten sich zu einem so alt­mo­disch wie visio­när erschei­nen­den Ansatz.

Shutterstock veröffentlicht ihre Analyse der Farbtrends 2020

Die Bildagentur Shutterstock ver­öf­fent­lich­te eben hier ihre Analyse zu den aktu­el­len Farbtrends, basie­rend auf den Verkäufen in ihrem 300-​Millionen-​Bilder-​Portfolio.

Durch die Analyse von Milliarden Pixeldaten der auf Shutterstock her­un­ter­ge­la­de­nen Bilder und die anschlie­ßen­de Zuordnung jedes Pixels zu sei­nem nächst­ge­le­ge­nen Hex-​Code zeigt der Bericht, wel­che Farben zwi­schen 2018 und 2019 das größ­te Wachstum ver­zeich­nen konn­ten. Zudem wur­den welt­weit die loka­len Farb-​Favoriten iden­ti­fi­ziert.

Für Deutschland soll ein sat­tes Moosgrün sehr tren­dy sein, ins­ge­samt schei­nen welt­weit grü­ne und blau Farbtöne sowie Pink und Lila sehr gefragt zu sein:

Im Trendbericht wer­den sowohl die drei welt­weit immer belieb­ter wer­den­den Farben gezeigt als auch die Trendfarben für 24 ver­schie­de­ne Länder. Die iden­ti­fi­zier­ten Trendfarben ver­zeich­nen im Jahresvergleich die stärks­ten Veränderungen.

Mit Blick auf das Jahr 2020 zei­gen die Daten eine deut­li­che Verschiebung von den auf­ge­la­de­nen Neon-​Farben aus dem Jahr 2019 hin zu hoch­wer­ti­gen, kräf­ti­ge­ren und sat­ten Farben, die auf anspruchs­vol­le Weise Aufmerksamkeit erre­gen“, sagt Lou Weiss, Chief Marketing Officer bei Shutterstock.

Ich muss jedoch sagen, dass ich zu die­sen Farbtrends von 2019 aktu­ell kaum einen Unterschied sehe. Selbst bei den Farbtrends von 2015 domi­nier­ten schon vie­le Grün- und Blautöne.

Unklar ist jedoch, was in die­sem Fall Ursache und Wirkung sind. Ist in die­sen Ländern die genann­te Farbe belieb­ter gewor­den und wird des­halb öfter her­un­ter­ge­la­den oder grei­fen Bildanbieter neue Trends auf, wel­che dann erst in den Ländern run­ter­ge­la­den wer­den?

Die Dominanz von Pink könn­te bei­spiels­wei­se mit die­sem „Flamingo“-Trend zusam­men­hän­gen, der noch nicht so alt ist. Pink, Türkis und Lila könn­ten auch dem gene­rel­len 80er-​Jahre-​Hype geschul­det sein.

Warum auch immer wel­che Farben aktu­ell so beliebt sind, der Trendbericht bie­tet einen nütz­li­chen Einblick für Grafikdesigner und Fotografen.

Panthermedia startet Image Streaming

Die Münchener Bildagentur Panthermedia hinkt ja dem Trend immer etwas hin­ter­her.

So will sie jetzt auch in den Bereich des „Bilder Streaming“ ein­stei­gen, bei dem Bildnutzer (Bildkäufer kann man ja gar nicht mehr sagen) Bilder kos­ten­los nut­zen dür­fen, wenn sie die­se zusam­men mit Werbung auf ihrer Webseite ein­blen­den. Panthermedia erklärt das Ganze in einem Newsletter so:

Ein Verlagskunde, Blogger oder Websitebetreiber „streamt“ Bilder (kein Download) von PantherMedia in sei­ne Website. Dazu kopiert er ein Code-​Snippet in sei­ne Website und gewährt PantherMedia dadurch Zugriff auf das Foto und blen­det dar­in von uns geschal­te­te Werbung ein. Für jede Page Impression (Aufruf einer Website bzw. Anzeige eines Fotos) zahlt ein Advertiser eine Gebühr. Diese Gebühr wird auf alle Parteien in der Kette ver­teilt: dem Fotografen, dem Verlag und dem Vermittler des Fotos und der Werbung.

Schon vor über vier Jahren hat genau das der Marktführer Getty Images mit „Getty Embed“ ver­sucht. Sonderlich erfolg­reich scheint die­ses Modell jedoch nicht zu sein. Bisher habe ich das noch NIE in der Praxis irgend­wo auf einer Webseite im Einsatz gese­hen. Warum soll­te auch ein Webseitenbetreiber die Kontrolle über sei­ne Werbeeinnahmen aus der Hand geben, nur um paar Euro für die Bildnutzung spa­ren zu kön­nen?

Natürlich behaup­tet Panthermedia wie auch bei der Einführung ihres Abomodells, dass die­se Sonderlizenz“ für „mehr Einnahmen“ wür­de:

In die­sem Modell hat jeder Teilnehmer Vorteile: Der Verlagskunde nutzt wei­ter­hin recht­lich kon­trol­lier­te Bilder mit ech­ter Lizenz und gro­ßer Auswahl, der Fotograf erhält erfolgs­ab­hän­gi­ge Lizenzeinnahmen auf Basis der Seitenaufrufe, die Bildagentur erhält wie bis­her einen Anteil für die Bildlizensierung und die Advertising-​Agentur für die Werbedienstleistung. Sogar der Advertiser gewinnt in die­sem Modell, denn er erhält einen beson­ders auf­merk­sam­keits­star­ken und kon­text­re­le­van­ten Werbeplatz.

Dabei bedeu­tet das anders for­mu­liert nur: Der Fotograf trägt jetzt das Risiko, ob eine Werbekampagne oder eine Webseite gut läuft, vor­her wird er nicht bezahlt. Dabei hat er auf die Qualität der Werbung oder der Webseite über­haupt kei­nen Einfluss.

Außerdem: Lohnende Werbung erhal­ten vor allem Webseiten mit viel Traffic. Genau die­se Seiten wer­den aber nicht hr lukra­ti­ves Werbegeschäft außer Haus geben und mit Fotografen, einer Bildagentur und einem Werbe-​Publisher tei­len, nur um (je nach Panthermedia-​Abomodell) 32 bis 190 Cent pro Bild spa­ren zu kön­nen.

Meiner Ansicht nach führt das „Image Streaming“, soweit über­haupt von den Kunden ange­nom­men, nicht zu einer Umsatzsteigerung, son­dern zu einer Kannibalisierung. Wurde frü­her der Fotoerlös von zwei Parteien geteilt, also Fotograf und Bildagentur, wol­len beim Image Streaming nun vier Parteien ihren Anteil haben: Fotograf, Bildagentur, Verlag und dem Werbevermittler. Keine Ahnung, wo Panthermedia den Verlag in ihrer Aufzählung her hat, aber den Werbevermittler haben sie mit Adpressi prak­ti­scher­wei­se gleich selbst gegrün­det: So bleibt mehr Geld in der eige­nen Tasche.

Immerhin bie­tet Panthermedia an, die neue Option bis zum 29.11.2018 hier in der Rechteverwaltung im Anbieterbereich deak­ti­vie­ren zu kön­nen, falls man kein Interesse an die­ser Kannibalisierung „zukunfts­wei­sen­den Gelegenheit“ hat. Auch danach ist ein Opt-​Out wei­ter­hin mög­lich.

Künstliche Intelligenz“ als Buzzword darf aktu­ell natür­lich nicht feh­len:

Was wir nun sehr ober­fläch­lich mit „Werbung“ beschrei­ben, ist jedoch eine sehr kom­ple­xe Entwicklung auf Basis künst­li­cher Intelligenz.

Mich wun­dert es fast, dass sie nicht alles auf „Blockchain“-Basis auf­ge­baut haben, um es in der „Cloud“ zu lagern.

Da sich ein Trend nicht alle bil­det, gibt es auch schon eini­ge Mitbewerber, wel­che eben­falls den Markt des „Image Streaming“ beackern wol­len: SmartFrame aus Großbritannien sowie image­pro­tect aus den USA.

Was hal­tet ihr vom „Image Streaming“?

Mein Rückblick auf die Photokina 2018 – Neuigkeiten und Trends

Mittlerweile war ich fast drei kom­plet­te Tage auf dem Messegelände unter­wegs (laut Schrittzähler ca. 15 km), um für euch die span­nends­ten, kurio­ses­ten oder ander­wei­tig inter­es­san­ten Messe-​Funde der pho­to­ki­na zu prä­sen­tie­ren.

Dabei kon­zen­trie­re ich mich auf die vie­len klei­ne­ren Anbieter, denn die Neuheiten von Firmen wie Canon (spie­gel­lo­ses EOS-​R-​System), Nikon (spie­gel­lo­se Z‑Serie) oder Leica (L‑Mount Alliance) könnt ihr auch aus­führ­lich woan­ders lesen.

Fangen wir mit einer lus­ti­gen Neuheit an: Heizdecken für Hunde gibt es schon län­ger, nun aber auch für Objektive. Der „Lens Heater 360 II“ von Vixen soll das Objektiv wär­men, um stö­ren­de Kondensation zu ver­hin­dern, wel­che zum Beispiel Langzeitaufnahmen oder Naturfotos beein­träch­ti­gen könn­ten.

Ein coo­les LED-​Panel namens „Magic Lights“ stellt die Firma Misonics vor. Das ist stan­dard­mä­ßig ein qua­dra­ti­sches Dauerlicht-​Panel, aber mit einem Loch in der Mitte für die Kamera, um eine schat­ten­freie Ausleuchtung zu erhal­ten. Zusätzlich kön­nen „Augenreflex-​Platten“ in ver­schie­de­nen Formen wie Herz, Schneeflocke oder Stern ein­ge­setzt wer­den (sie­he Foto), um die­se Reflexionen im Auge bei Portraits zu erhal­ten. Wer will, kann auch eine kreis­för­mi­ge Platte nut­zen, um den klas­si­schen Ringlicht-​Effekt zu erzie­len.

Netbooks, Ultrabooks und ande­re neue Geräte wer­den immer klei­ner und leich­ter, was lei­der auf Kosten der vor­han­de­nen Anschlüsse geht. Von Icy Box gibt es eini­ge neue Docking-​Stationen*, mit denen die Geräte wie­der mehr USB‑, Monitor‑, LAN- und ande­re Anschlüsse bekom­men.

Von der chi­ne­si­schen Firma AFI gibt es eini­ge klei­ne, kom­pak­te Helferlein, zum Beispiel den 360°-Panoramakopf MRP01*, mit dem ein­fach Panoramafotos oder ‑vide­os mit dem Handy mög­lich sind. Zeitraffer sind damit ent­ge­gen Eigenaussage jedoch nicht mög­lich, dafür wäre nur der MRA01* geeig­net, der wahl­wei­se 90°, 180° oder 360° in 15, 30 oder 60 Minuten rotie­ren kann. Von der glei­chem Firma gibt es auch einen sehr klei­nen moto­ri­sier­ten Dolly PPL-​06s*, der bis zu vier Kilo fah­ren kön­nen soll und sich in 5 Geschwindigkeiten bewe­gen kann, wahl­wei­se gera­de­aus oder in Kurven.

Von eini­gen asia­ti­schen Firmen habe ich soge­nann­te „Nina Reflektoren“ gese­hen, die sehr nütz­lich sind, um beim Fotografieren auf oder durch Glas Reflexionen zu ver­mei­den. Ein Anbieter ist zum Beispiel Yoshimi Camera, die den falt­ba­ren „Ninja reflec­tor“ mit einem Durchmesser von 50cm anbie­ten. Wird nicht die schwar­ze, son­dern wei­ße Seite benutzt, eig­net er sich als pas­si­ver Aufheller von vor­ne, ähn­lich wie der Round Flash, nur noch kom­pak­ter und ohne akti­ves Licht. Für Vielflieger soll es den Reflektor in weni­gen Monaten auch recht­eckig geben, um bei Fotos aus dem Flugzeugfenster nicht sicht­bar zu sein.Kodak stellt eine neue „PixPro 360 Pivot“-Kamera vor, die wahl­wei­se 360°-Videos oder auf­ge­klappt 180°-3D-Videos auf­neh­men kann.

Drohnen-​Fans auf­ge­passt: Für die 360°-Kamera Insta360One gibt es eine Halterung für die Mavic Pro, die über oder unter der Drohne befes­tigt wer­den kann, um flie­gen­de 360°-Aufnahmen machen zu kön­nen.

Eine güns­ti­ge Alternative zu den Systemblitzen bie­tet der Pixel X900Pro* (hier gleich zwei mit Funkauslöser) mit der Leitzahl 60, der auch ein inte­grier­tes LED-​Einstelllicht mit­bringt.

 

Beim „Removu K1″ der Firma Removu hin­ge­gen ist die 4K-​Kamera im Gimbal gleich mit ein­ge­baut, was die Kombination klei­ner und leich­ter macht.

Wer Foto-​Hintergründe auf Stoff dru­cken las­sen will, kann sich bei Achte dis­play sys­tem sei­ne eige­nen Motive auf bis zu 5x3m dru­cken las­sen.

Wer eine Methode zum schnel­len Befestigen und Wechseln sei­ne Hintergründe sucht, könn­te das „Magna-​fix“-System der Firma Click Props span­nend fin­den. Dieses besteht aus acht Metallplatten zum Befestigen an der Wand und 4 star­ken Industrie-​Magneten, wel­che dann Stoff, Papier oder ande­re Hintergründe dar­auf fixie­ren kön­nen.

Moza stellt das Gimbal „Mini-​MI“* zur Stabilisierung von Handy-​Aufnahmen vor, mit dem Clou, dass kabel­lo­ses Laden des Smartphones mög­lich ist, sofern das Handy das unter­stützt. Da die Live-​Previews ganz schön Akku sau­gen, eine nütz­li­che Funktion.

Wo wir gera­de über Gimbals reden, darf die Erwähnung der neu­en Version des DJI-Gimbals, dem „Osmo Mobile 2″* nicht feh­len. Der kann nun unter ande­rem Instagram-​Story-​kompatibel auch im Hochformat fil­men und hat eine deut­lich län­ge­re Akkulaufzeit als die ers­te Version und ist kom­pak­ter zusam­men­klapp­bar. Das Gimbal selbst soll auch als Akku-​Powerbank für das Smartphone die­nen kön­nen, lei­der aber nicht wäh­rend der Aufnahme.

Wer viel Akku-​Power braucht, fin­det ver­mut­lich die neu­en Ladegeräte von Omnicharge span­nend. Das „Omni 20″* bzw. die klei­ne­re Version „Omni 13″* bie­ten eine sehr leis­tungs­star­ke Powerbank mit Steckdosen-​Eingang für das Laden von Laptops oder ande­ren Stecker-​Geräten sowie 2 USB-​Ports. Das zeit­glei­che Aufladen der Powerbank und ange­schlos­se­nen Geräten ist mög­lich. Die „Omni 20 USB‑C“-Variante* kann je nach Laptop sogar das exter­ne Netzteil erset­zen und fun­giert zusätz­lich als USB-​C-​Hub zur Datenübertragung zwi­schen zwei ange­schlos­se­nen Geräten.

Die deut­sche Firma ewa-​marine bie­tet eine gro­ße Auswahl an Unterwassergehäusen* für Kameras, vom Smartphone, über DSLR bis hin zu Video-​Camcordern.

Der Stativ-​Hersteller Novoflex hat sei­nen Qleg-​Wanderstock ver­bes­sert. Die neue Version „Qleg III“ ist nun falt­bar und kann wie gewohnt sowohl als Wanderstock als auch als Einbeinstativ oder in Kombination mit wei­te­ren Wanderstöcken/​Stativbeinen als Dreibeinstativ ver­wen­det wer­den.

Von Hoodman gibt es jetzt auch ein knal­l­oran­ge­nes Absperrband, mit dem mar­kiert wer­den kann, dass Drohnen im Bereich unter­wegs sind.

Zum Schluss wie­der ein lus­ti­ges Gimmick: Der ori­gi­na­len Lensball* von Rollei gibt es nun auch mit 110mm Durchmesser. Damit las­sen sich krea­ti­ve Aufnahmen machen, bei der die Welt Kopf steht und je nach Inspiration sicher eini­ges mehr.

Wie wirkte die Photokina abseits der konkreten Produktneuheiten?

 

Das „klas­si­sche Fotografieren“ ist auf der Photokina schon lan­ge ins Hintertreffen gera­ten: Action-​Cams, 360°, VR und Video domi­nie­ren die Messe. Mit der „Digility“ ist zeit­gleich als Parallelmesse erst­mals eine extra-​Messe nur für VR- und AR-​Anwendungen ins Leben geru­fen wor­den.

Waren letz­tes Mal noch LEDs das beherr­schen­de neue Element, so waren es die­ses Jahr far­bi­ge LEDs, die einem in allen Farben und Formen, vor allem aber als Dauerlicht-​Softboxen, ins Auge spran­gen.

Bildstabilisierung war im Gegensatz zur letz­ten Messe kei­ne Nachricht mehr, son­dern wur­de ein­fach über­all ein­ge­baut, wo es nur ging.

Auf etli­chen Bühnen gab es, lei­der manch­mal zeit­gleich, hoch­ka­rä­ti­ge Vorträge, die in den lau­ten Hallen mit wenig Sitzgelegenheiten manch­mal etwas schwer zu ver­fol­gen, oft aber ihre Zeit wert waren.

Vier Besucher der Photokina 2018 spie­len mit VR-​Brillen vir­tu­ell Tischfußball.

Insgesamt hat sich die Photokina etwas ver­klei­nert. Mit 812 Ausstellern waren ca. 17% weni­ger als 2016 dabei, die Besucherzahl sank um ca. 5% auf unge­fähr 180.000 Besucher.

Die nächs­te Photokina wird schon in ca. einem hal­ben Jahr vom 8.–11.5.2019 in Köln statt­fin­den.

 

* Affiliate-​Link

Emanzipation durch Bildagenturen?

Lange gal­ten Bildagenturen als reak­tio­nä­rer Hort ver­al­te­ter Bildklischees, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Wir spa­ren uns jetzt mal den Link auf den Haufen Tumblr-​Blogs, die nichts ande­res machen, als „awk­ward stock pho­tos“ oder „Stock Photo Clichés“ zu sam­meln.

Der klas­si­sche Handschlag. Geht immer.

In letz­ter Zeit jedoch ver­su­chen Bildagenturen ver­mehrt, ihr Image als Hüter ver­al­te­ter Bildsprache abzu­strei­fen. Das geschieht auf zwei Arten.

Einerseits gibt es Bestrebungen, zu reak­tio­nä­re oder offen­si­ve Bildsprache nicht neu in das Agentur-​Portfolio auf­zu­neh­men, ande­rer­seits wer­den Kampagnen gestar­tet, mit denen Bilder kre­iert wer­den sol­len, die näher an der Lebenswirklichkeit sind. Authentisch halt.

Als Beispiele für den ers­ten Trend kann zum Beispiel der Vorstoß von Shutterstock gel­ten, kei­ne Affenbilder in unna­tür­li­chen Posen mehr anzu­neh­men. Dazu zählt zum Beispiel das Tragen von Kleidung, Hüten oder Sonnenbrillen durch Menschenaffen, Aufnahmen die­ser Tiere in Studioumgebung oder aus dem Zirkus, das Zeigen unna­tür­li­cher Verhaltensweisen wie Tanzen oder das Händchenhalten mit Menschen.

Getty Images und iStock leh­nen seit einer Weile Nacktbilder ab, wenn sie zu kli­schee­haft, obszön, ste­reo­ty­pisch oder sexis­tisch sind. Der vol­le Wortlaut der Ablehnungen lau­tet:

Getty Images and iStock by Getty Images does accept artis­tic par­ti­al and full nudi­ty in pho­to­gra­phy. However, we reser­ve the right to reject/​deactivate any image, inclu­ding images that we feel are cli­chéd, overtly ste­reo­ty­pi­cal, too expli­cit, ver­ge on the por­no­gra­phic, obs­ce­ne or rep­res­ents gen­der roles in a sexist man­ner. We may also reject/​deactivate images in the­se cate­go­ries that we feel are not com­mer­ci­al­ly via­ble.“

Aus den Forumsberichten von Fotografen lässt sich schlie­ßen, dass damit zum Beispiel Bilder gemeint sind, auf denen Frauen unter­wür­fig dar­ge­stellt sind oder wo die Nacktheit nichts mit dem sons­ti­gen Bildinhalt zu tun hat. Beispielhaft sei hier das „Sexy Santa“-Klischee genannt, wo halb­nack­te Frauen mit Weihnachtsmütze auf dem Kopf einen Weihnachtsmann oder Weihnachtsengel dar­stel­len sol­len.

Um Bilder mit moder­ne­rer Bildsprache und dis­kri­mi­nie­rungs­frei­en Inhalten zu erhal­ten, gibt oder gab es eini­ge Kampagnen sei­tens der Bildagenturen. Getty Images star­te­te das Projekt „Repicturing Homelessness“, bei der Obdachlose als Models for Stockfotos her­hal­ten und die Verkaufserlöse gespen­det wer­den. Dem Branchenmagazin Horizont gegen­über sag­te Paul Foster, Senior Director Creative Content bei Getty Images:

Wir wis­sen, wie sehr Bilder zur Schaffung, aber auch zum Abbau von Stereotypen bei­tra­gen kön­nen und sehen die­se Zusammenarbeit als Chance, die der­zei­ti­ge Wahrnehmung zu hin­ter­fra­gen und das Bewusstsein für Obdachlose zu stär­ken.“

Außerdem arbei­te­te Getty Images 2017 mit der Campaign Against Living Miserably (CALM) zusam­men, um die Bildwelten rund um „men­ta­le Krankheiten“ neu zu den­ken.

Der letz­te Workshop von Adobe Stock in Berlin im November 2017 stand unter dem Motto „Frauen/​Bilder“. Dort wur­den meh­re­re Plus Size-​Models für das Shooting gebucht, um der „Body Positivy“ Rechnung zu tra­gen.

Eins der fer­ti­gen Bilder  aus dem Frauen|Bilder-Workshop von Adobe Stock (Foto: Fabio/​Adobe Stock)

Auch Shutterstock hat den Kampf um Frauenrechte und fri­sche Bilder dazu als einen der „Creative Trends“ für 2018 aus­ge­macht. Passend dazu ist „Masculinity Undone“ einer der visu­el­len Trends 2018 laut Getty Images.

Die Münchner Bildagentur Westend61 fei­ert für die­ses Jahr die Rückkehr der „Lohas“ (Lifestyles of Health and Sustainability) mit sau­be­rer Technik und ethi­schem Konsum in ihrem Trendreport.

Die Zeiten, in denen ein Motiv als „out“ galt, sobald es sich in den Bildagenturen durch­ge­setzt hat, sind vor­bei. Die Agenturen ach­ten dar­auf, den Anschluss an moder­ne Bildsprachen nicht zu ver­lie­ren oder die­se sogar gleich selbst mit­zu­prä­gen. Ob das gelingt, wird sich zei­gen.