Archiv der Kategorie: Stock-Videos

Rezension: „Portrait Lighting for Photo, TV and Cinema“ von Achim Dunker

Waren die ers­ten bei­den Bücher des Kameramanns und Diplom-Filmingenieurs Achim Dunker eher theo­rie­be­zo­gen, ist sein drit­tes Buch „Portrait Lighting for Photo, TV and Cinema“* kom­plett für die Praxis.

Im Buch geht es wie im ers­ten Buch um die Beleuchtung von Personen, vor allem von Portraits, für Foto- oder Filmaufnahmen.

Ähnliche Bücher gibt es eini­ge, der Unterschied hier ist jedoch der star­ke Praxisbezug. Das fängt beim Format an: Mit DIN A6 ist das Buch mini­mal klei­ner als eine Postkarte und passt damit in jede Kameratasche.

Ohne viel Gerede wer­den die Lichtaufbauten (natur­ge­mäß mit Dauerlicht) ein­mal als gra­fi­sche Skizze gezeigt und dazu das fer­ti­ge Ergebnis. Meist gibt es auch noch ein Foto des Beleuchtungsaufbaus mit Hintergrund dazu:

Beispielseite aus dem Buch „Portrait Lighting“

Der Text beschränkt sich auf das Wesentlichste und kommt in sie­ben Sprachen daher. Neben deutsch wer­den auch eng­lisch, spa­nisch, fran­zö­sisch, ita­lie­nisch, rus­sisch und chi­ne­sisch abge­deckt. Damit soll­te auch die Kommunikation im multi-lingualsten Filmteam mög­lich sein. Hier taucht auch der ein­zi­ge Kritikpunkt auf, denn unter den vie­len ver­schie­de­nen Sprachen lei­det etwas die Übersichtlichkeit.

Insgesamt sind 100 Lichtaufbauten im Buch abge­deckt, vom ein­fa­chen „10-Euro-Studio“ bis hin zur kom­ple­xen Ausleuchtung von Gruppen. Bei einem Preis von knapp 12 Euro* ist der Kauf für Kameraleute oder Beleuchter (und Fotografen) ein No-Brainer.

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Adobe Stock startet im Video-Bereich durch, jetzt mit 4K-Videos

Seit der Übernahme von Fotolia durch Adobe gibt es öfter span­nen­de Neuigkeiten.

Vor allem der Video-Bereich, der bei Fotolia den Umsätzen nach lei­der eher unter „fer­ner lie­fen“ fiel, scheint jetzt eine Erfrischungskur ver­passt zu bekom­men.

4K_16A6741-PanoZuerst gab es im Dezember 2015 hier die Meldung, dass Adobe Stock nicht mehr nur die Bilder von Fotolia ver­kauft, son­dern nun auch Videos. Außerdem wur­de das „Adobe Stock“-Suchfenster auch in die Video-Programme wie Première oder After Effects inte­griert, was zu mehr Video-Verkäufen füh­ren soll.

Ende Januar wur­de still und heim­lich das auto­ma­ti­sche Auslesen von Metadaten aus Video-Dateien bei Fotolia unter­stützt.

Vor weni­gen Tagen ver­kün­de­te Adobe nun, dass Adobe Stock ab sofort auch 4K-Videos (4096 × 2160 Pixel) anbie­tet und ver­kauft. Den Grundstock bil­den die bis­he­ri­gen 4K-Videos auf Fotolia, wel­che zumeist erst kürz­lich vom Content-Team aktiv akqui­riert wur­den. Kunden konn­ten sie dort schon etwas ver­steckt als Erweiterte Lizenz für 200 Credits erwer­ben.

Der Verkaufspreis von 4K-Video bei Adobe Stock beträgt 169,99 € ($199.99), die Kommission für die Videografen ist 35% (ca. 70 Credits). Kunden haben die Option, die 4K-Version eines Videos für 169,99 € oder die HD-Version für 59,99 € zu lizen­zie­ren.

Wer bis­her jedoch nur Full-HD-Versionen von Videos hoch­ge­la­den hat, wel­che er auch als nati­ve 4K-Version anbie­ten könn­te, dem emp­fiehlt Fotolia, erst die HD-Version zu löschen, den 4K-Clip hoch­zu­la­den mit einer „Note to Editor“, in der die Dateinummer der gelösch­ten HD-Version genannt wird mit der Begründung „Upgrade to 4K“.  Vermutlich wür­de damit jedoch auch das bis­he­ri­ge Sales-Ranking eines Videos ver­lo­ren gehen, bei Bestsellern wäre ich damit also vor­sich­tig. Alle Details für die neu­en Video-Anforderungen gibt es hier.

Das 4K-Angebot bei Fotolia selbst soll auch bald in Kürze fol­gen.

Wer regel­mä­ßig mit den Adobe-Produkten arbei­tet, wird gemerkt haben, dass „Adobe Stock“ sehr prä­sent auf die Start-Oberflächen der Programme gerutscht ist.

Adobe Stock nimmt einen großen Platz in den Programmen ein
Adobe Stock nimmt viel Platz in den Programmen ein

Als ich heu­te mei­ne „Creative Clouds for Teams“-Mitgliedschaft gekün­digt habe und wie­der auf eine güns­ti­ge­re nor­ma­le „CC-Lizenz“ gewech­selt bin, frag­te mich die Sales-Mitarbeiterin am Telefon unge­fragt, ob ich denn schon Adobe Stock ken­nen wür­de und ver­such­te mir, das als Bonus-Paket schmack­haft zu machen.

Diese gan­zen Neuerungen deu­ten an, dass die Vorherrschaft von Shutterstock und Pond5 im Video-Bereich von Adobe nicht kampf­los hin­ge­nom­men wird.

Wie schätzt ihr die Neuigkeiten ein?

Fotolia liest endlich Video-Metadaten aus

Es war das Ergebnis lan­ger „Lobby-Arbeit“: Fotolia liest nun end­lich auch Video-Metadaten aus.Fotolia 24-01-_2016_14-56-06Was für Fotos schon lan­ge gän­gi­ger Standard – bes­ser bekannt als IPTC-Daten – ist, fehlt in der Stockfotografie-Branche für Videos lei­der noch.

Dabei kön­nen Videos genau wie Fotos in Programmen wie zum Beispiel Adobe Bridge oder Lightroom ver­schlag­wor­tet wer­den, dar­über habe ich hier schon vor fünf Jahren geschrie­ben.

Damals konn­ten die­se Daten aber lei­der nur die Agenturen Pond5 und Revostock aus­le­sen. Letztere gibt es nicht mehr, dafür springt nun Fotolia in die Bresche.

Seit letz­ter Woche wer­den nun auch die Suchbegriffe und Bildtitel aus den Video-Metadaten ein­ge­le­sen, wenn die­se vor­her mit oben genann­ten Programmen (o.ä.) ein­ge­ge­ben wur­den. Das spart die Kopiererei aus Excel-Listen.

Als Hinweis: Die IPTC-Daten aus dem Feld „Beschreibung“ (und nicht „Titel“ lan­den bei Fotolia im Feld „Titel/Beschreibung“, was ich aber nicht so tra­gisch fin­de, da Shutterstock eben­falls die Beschreibung als Titel wünscht.

Nun bleibt nur noch dar­auf hin­zu­ar­bei­ten, dass auch Shutterstock die Video-Metadaten bald aus­le­sen wird…

Sechs Jahre Footage für Microstock-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Was pas­siert, wenn ich ein Jahr fast kei­ne Video hoch­la­de? Wie ändern sich mei­ne Umsätze dadurch?

Dieses – mehr ofer weni­ger frei­wil­li­ge – Experiment habe ich in mei­nem 6. Video-Jahr gemacht. Schauen wir uns an, wie es gelau­fen ist.

Ich lade mei­ne Videos momen­tan aktiv bei sie­ben Agenturen hoch: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, 123rf* und Dreamstime*. Clipdealer* hat eben­falls vie­le Videos von mir, aber bis sich da der Upload-Prozess nicht ver­bes­sert, lade ich da nichts Neues mehr hoch. iStock habe ich die­ses Jahr aus mei­ner Auswertung ent­fernt, weil kein ein­zi­ger Verkauf (bei auch nur 38 Videos kein Wunder) zustan­de kam.

Für mei­ne Auswertung berück­sich­ti­ge ich die 12 Monate vom Juni 2014 bis ein­schließ­lich Mai 2015. Hier könnt ihr auch mei­ne Zahlen für das fünf­te, vier­te, das drit­te und die ers­ten bei­den Jahre nach­le­sen.

Portfolio-Größe

Bei den meis­ten Agenturen habe ich aktu­ell rund 800 Videos online. Letztes Jahr waren es ca. 795 Videos. Genau genom­men habe ich nur 9 neue Videos in dem Zeitraum hoch­ge­la­den, dazu spä­ter mehr.

Verkäufe und Umsätze

Weil mei­ne Uploads so gut wie nicht gestie­gen sind,leiden auch mei­ne Einnahmen dar­un­ter. Mit Videos habe ich in dem gezähl­ten Jahr 9107 US-Dollar ein­ge­nom­men. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 9624 US-Dollar.

Der Revenue per Download (RPD) ist wie­der etwas gesun­ken und liegt jetzt bei 17,73 USD pro Verkauf.

Auch der gesam­te Return per Image (RPI) ist auf 12,62 USD gesun­ken, was kein Wunder ist, wenn die Videos ver­al­ten und viel neu­es, bes­se­res Material auf den Markt kommt.

Die genau­en Werte könnt ihr in der Tabelle unten sehen. Grün mar­kiert die Agentur mit dem bes­ten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlech­tes­ten. Änderungen gibt es weni­ge, Shutterstock und Pond5 lie­gen wei­ter­hin unan­ge­foch­ten vor­ne, gefolgt von Fotolia, Revostock und 123rf im Mittelfeld.

Pro Monat habe ich mit den Videos knapp über758 US-Dollar Umsatz gemacht. Im Zeitraum davor waren es noch 800 US-Dollar. Dafür spielt der Wechselkurs zu mei­nem Gunsten mit, denn in Euro umge­rech­net hebt sich der Unterschied halb­wegs wie­der auf.

Meine Faustregel von einem Dollar pro Video und Monat bleibt damit wei­ter­hin gül­tig.

video-sales-sechstes-jahr

Die Zukunft

Die Zukunft sehe ich – zumin­dest für mich – im Videobereich lei­der nicht so rosig. Meine Erklärungen von letz­ten Jahr gel­ten nach wie vor.

Ich mer­ke zudem, dass in Videos ein­fach nicht mein Herzblut steckt. Zusätzlich habe ich neben der Fotoproduktion ande­re Standbeine wie 3D-Renderings und Illustrationen eta­bliert, die mich deut­lich mehr inter­es­sie­ren.

Trotzdem schrei­be ich Videos noch nicht ganz ab und ich kann jetzt schon ver­ra­ten, dass bei der nächs­ten Auswertung garan­tiert mehr als die neun neu­en Videos dazu­ge­kom­men sein wer­den.

Wie ent­wi­ckeln sich eure Video-Verkäufe?

Die Top 11 der meistverkauften Videos 2014 bei Pond5

Bei unse­rem Rückblick auf die ver­schie­de­nen Bestseller des letz­ten Jahres nähern wir uns lang­sam dem Ende. Nach den Fotos, Smartphone-Bildern, Vektor-Grafiken und Editorial-Fotos kom­men heu­te die Topseller-Videos an die Reihe, bevor wie die Serie das nächs­te Mal mit den gefrag­tes­ten Audio-Tracks des letz­ten Jahres abschlie­ßen wer­den.

Die Bild- und Videoagentur Pond5* war so freund­lich, in ihrem Archiv zu schau­en, wel­che Videos sich 2014 beson­ders gut ver­kauft haben.

Hier die Liste der Video-Bestseller 2014, abstei­gend nach Verkäufen sor­tiert:

  1. Financial And Growing Charts. Black-White. Loopable.*

    Auf dem ers­ten Platz liegt kein „ech­tes“ Video, son­dern eine Animation zum Thema Business und Finanzen. Im Grunde ist das sowas wie die beweg­te Umsetzung des dritt­plat­zier­ten Bestseller-Fotos von 2014.
  2. Young Business People With Tablet Computer In Café, Steadicam Shot Hd*

    Letztes Jahr noch auf Platz 5, stieg das Video der dyna­mi­schen Geschäftsleute in einer Besprechung mit Tablet PC auf den zwei­ten Platz.
  3. Diverse Team Of Business People In A Light And Modern Office Building*

    Dem zwei­ten Platz inhalt­lich sehr ähn­lich, aber von der Kamerabewegung sowie dem Licht etwas anspruchs­vol­ler ist der drit­te Platz mit eini­gen Geschäftsleuten in einem mode­ren Büro.
  4. Beautiful Sunrise Over The Earth. Cities At Night. Hd 1080.*

    Auch im letz­ten Jahr gab es einen Sonnenaufgang aus dem Weltraum gese­hen, wie­der eine 3D-Animation.
  5. Futuristic Developer With Code Hologram*

    Eine Mischung aus Video und Animation ist das Video der Programmiererin mit ihren blin­ken­den Codezeilen, auch immer sehr beliebt zur Visualisierung des Themas „Hacker“.
  6. Beautiful Flight Through Space To The Earth. Hd 1080.*

    Einen Platz hoch­ge­kämpft im Vergleich zum Vorjahr hat sich die 3D-Animation des Weltraumflugs.
  7. Space Galaxy*

    Ich bin nicht sicher, ob das auch eine 3D-Animation ist oder die Szene zum Beispiel kom­plett in Adobe After Effects erstellt wur­de. Jedenfalls zei­gen die­se Weltraum-Szenen, dass eine Videokamera nicht mehr aus­reicht, um im Videobereich rich­tig erfolg­reich zu sein.
  8. Stage Lights. Amber-Blue.*
    Auch bei die­sen Bühnenlichtern tip­pe ich eher auf After Effects als auf eine Videoaufnahme.
    (Da dies das ein­zi­ge Video mit Sound ist und es tech­nisch anschei­nend nicht lös­bar ist, das Video so ein­zu­bin­den, dass es nicht auto­ma­tisch abge­spielt wird, ver­zich­te ich auf eine Einbindung, um die Leute in Büros nicht über­mä­ßig zu erschre­cken und zu ner­ven. Wer das Video sehen will, kann auf den Link kli­cken.)
  9. Growing Global Network Realistic*

    Vom ers­ten auf den neun­ten Platz abge­stürzt ist die 3d-Animation von blau­en Linien, die sich über die Erde bewe­gen.
  10. Montage Images Touch Screen Technology*

    Ein wei­te­res Video, wel­ches nicht ohne nach­träg­li­che digi­ta­le Elemente aus­kommt: Der Geschäftsmann mit sei­nen vie­len Touchscreen-Elementen.
  11. Fly In Clouds*

    Ein Flug durch die Wolken lan­det auf dem elf­ten Platz in die­sem Jahr.

Die domi­nie­ren­den Video-Themen des letz­ten Jahres sind somit klar: Business, Technologie und Weltraum, idea­ler­wei­se eine Kombination aus die­sen Themen. Waren es 2013 noch ca. die Hälfte, so sind 2014 schon die deut­li­che Mehrheit der Videos voll­stän­dig oder teil­wei­se 3D-Animationen.

Pond5 ist eine der weni­gen Agenturen, bei denen die Anbieter die Preise für ihre Werke selbst bestim­men kön­nen. Der Durchschnittspreis der 11 obi­gen Clips für die höchs­te Auflösung beträgt knapp 55 US-Dollar und liegt damit deut­lich höher als bei den 33 USD vom letz­ten Jahr.

Welche Themen lie­fen bei euch 2014 beson­ders gut?

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