Frag den Fotograf: Welche Kamera für professionelle Fotos?

Wieder eine Mail in mei­nem Postfach, dies­mal von einem sich selbst als „blu­ti­gen Anfänger“ bezeich­nen­den Hobby-Fotograf.

Hallo,

ich habe Deinen Blog gefun­den und woll­te eigent­li­ch nur eine beson­ders kur­ze Frage stel­len, die sicher­li­ch den­no­ch nicht ganz ein­fach zu beant­wor­ten sein wird.

Aktuell mache ich zwar ger­ne Fotos, konn­te mich jedoch noch nicht dazu über­win­den mir eine bes­se­re, aber auch teu­re Kamera zuzu­le­gen. Ich weiß noch nicht, ob ich ein­mal auch beruf­li­ch foto­gra­fie­ren wer­de, doch wür­de ich den Einstieg in die pro­fes­sio­nel­le Fotografie ger­ne mit einer guten Kamera begin­nen. Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen mit Canon-PowerShot-Kameras gemacht, habe mir also über­legt, der Marke treu zu blei­ben. Ich hat­te mir daher den Kauf einer Canon EOS 450D über­legt. Vorher woll­te ich jedoch einen Profi fra­gen und dein (ich hof­fe ich darf du schrei­ben) Artikel erschien mir eine Offenheit zu zei­gen, die man in die­ser Form nicht häu­fig antrifft. Welche Kamera wäre für den Einstieg in die pro­fes­sio­nel­le Fotografie emp­feh­lens­wert? Worauf soll­te man ach­ten?“

Technik entdecken
Da mir sei­ne Frage häu­fi­ger gestellt wird, möch­te ich ver­su­chen, sie exem­pla­ri­sch zu beant­wor­ten. Ich wei­se dar­auf hin, dass aus­drück­li­ch nach einer Kamera für „pro­fes­sio­nel­le Fotografie“ gefragt wur­de. Meine Antwort bezieht sich also nicht auf süße, klei­ne Digicams für die Schnappschüsse auf Partys.

Zuerst der wich­tigs­te Punkt vor­weg: Die Kamera ist für gute Bilder nur zweit­ran­gig! Oder um die ewig gel­ten­den Sätze des „Fotopapstes“ Andreas Feininger zu zitie­ren:

Die einen, zu denen lei­der die meis­ten Amateure gehö­ren, sind ver­narrt in Präzisionskameras, fun­keln­de Objektive, Feinkornentwickler usw. Sie haben die bes­te Ausrüstung, das letz­te Kameramodell, die licht­stärks­ten Objektive und alles nur erdenk­ba­re Zubehör. […] Außerdem sind sie gen­au auf dem lau­fen­den über die Vor- und Nachteile der ver­schie­de­nen „Systemkameras“ und geben ihre eige­ne Kamera regel­mä­ßig in Zahlung für das jeweils neus­te Modell […]. Aber sie haben oft kei­ne Ahnung, was sie über­haupt foto­gra­fie­ren sol­len, und machen sel­ten Aufnahmen, die der Mühe wert sind.“ (aus: Die gro­ße Fotolehre)

Profis stel­len trotz die­ser Technikschelte gewis­se Anforderungen an ihre Kameras. Aber nicht um der Technik wil­len, son­dern zum einen, weil die Kunden bzw. Bildagenturen bestimm­te tech­ni­sche Daten vor­aus­set­zen (z.B. Megapixel) und bei häu­fi­gem Gebrauch eini­ge Details ein­fach bequem sind oder nur dafür sor­gen, dass die Kamera nicht so schnell kaputt geht und zum ande­ren, weil sich nur mit bestimm­ter Technik krea­ti­ve Bildideen gut umset­zen las­sen.

Doch zurück zur Frage. Was muss eine Profi-Kamera haben oder kön­nen?

  • Wechselobjektive: Das wirk­li­ch Wertvolle eines guten Fotografen sind sei­ne Objekive, die Blitzgeräte und Lichtformer. Die Kamera kann ein­fach aus­ge­tauscht wer­den, wenn es neue­re Modelle gibt.
  • RAW-Aufnahmen: In kri­ti­schen Lichtsituationen kann eine RAW-Aufnahme die ein­zi­ge Möglichkeit sein, ein Bild zu „ret­ten“.
  • Blitzschuh: der ein­ge­bau­te Blitz von Digitalkameras hat zuwe­nig Steuerungsmöglichkeiten
  • Vollformat-Sensor: Es gibt genug Leute, die auch mit klei­ne­ren Sensoren ver­käuf­li­che Fotos machen. Aber die Details und die Schärfe wer­den nur bes­ser, wenn der Sensor grö­ßer wird
  • Dazu kom­men noch vie­le Details wie gerin­ge Auslöseverzögerung, AdobeRGB-Farbraum, lan­ge Akkulaufzeit etc., die heut­zu­ta­ge aber so gut wie alle Kameras haben, die obi­ge Kriterien erfül­len

Kein Wort zu den Megapixeln? Nein. Selbst die bil­ligs­ten Spiegelreflex-Digitalkameras, die die meis­ten obi­gen Anforderungen erfül­len, haben heut­zu­ta­ge min­des­tens 8 oder gar 10 Megapixel. Das reicht aus bzw. ist manch­mal fast zuviel.

Um die „bes­te Kamera“ zu fin­den, ist es wich­tig, sich über den Zweck im Klaren zu sein. Nicht umson­st bie­tet z.B. Canon im Profisegment neben der Canon EOS 1Ds Mark III für Studiofotografen auch die Canon EOS 1D Mark III, wel­che nur halb so vie­le Megapixel hat, dafür aber bei Serienaufnahmen dop­pelt so schnell ist und des­halb z.B. für Sportfotografen auf jeden Fall die bes­se­re Wahl ist.

Die Kamera-Marke ist fast egal, solan­ge die Firma genug Wechselobjektive anbie­tet und auch lang­fris­tig her­stellt. Oft kau­fen Anfänger jedoch eine schnie­ke Spiegelreflex-Digitalkamera und haben dana­ch kein Geld mehr, eben­so­viel Geld für gute Objektive aus­zu­ge­ben. Aber eine Canon EOS 1D Mark III mit einem AF 28–300mm F/3,5–6,3-Objektiv von Tamron wird sicher kei­ne bes­se­ren Fotos machen als eine Canon EOS 1000D mit einem EF 85mm 1.2 L II USM-Objektiv von Canon. (Wäre mal einen Versuch wert…)

Bis auf den Vollformat-Sensor erfül­len bei­spiels­wei­se alle Canon EOS-Kameras die genann­ten Voraussetzungen. Für einen Anfänger emp­fiehlt es sich also, ein bil­li­ge­res Kameramodell zu neh­men, dafür aber beim hoch­wer­ti­gen Objektiv zu sün­di­gen, was nach 2–3 Jahren beim Wechsel zur bes­se­ren Kamera ein­fach behal­ten wird. Das Objektiv muss nicht mal teu­er sein: Eine 50mm 1.8 II-Festbrennweite von Canon kos­tet ca. 100 Euro und ist damit beim Preis/Leistungsverhältnis unschlag­bar. Ach ja, damit nicht der Verdacht der Schleichwerbung auf­kommt: Nikon macht auch gute Kameras und Objektive.

Deshalb: Verbringt weni­ger Zeit mit der Suche nach der Kamera, son­dern denkt dar­über nach, was ihr foto­gra­fie­ren wollt und kauft Euch das ent­spre­chend pas­sen­de Objektiv.

42 Gedanken zu „Frag den Fotograf: Welche Kamera für professionelle Fotos?“

  1. Hallo Robert, imho fehlt da ein Punkt: Robustheit der Kamera selbst. Eine Profikamera ist ein Werkzeug, ein Arbeitsgerät und soll­te auch mal einen Stoß ver­tra­gen kön­nen, der im Eifer des Gefechtes ein­fach mal pas­sie­ren kann, selbst wenn man son­st sorg­fäl­tig mit sei­ner Ausrüstung umgeht.

  2. Hallo Robert.

    Diesen Artikel müss­te man eigent­li­ch auf die Startseite so man­cher foto­com­mu­ni­ty stel­len!

    Allerdings hast Du einen klei­nen Fehler in Deiner Ausführung: Nicht alle Canon-Kameras der EOS-Serie haben Vollformat-Chips, son­dern nur die Bodys ab EOS 5 auf­wärts.

  3. @ Uli: Nein, das ist kein Fehler, denn ich habe ja geschrie­ben „bis auf den Vollformat-Sensor“ erfül­len alle EOS-Kameras die Voraussetzungen“…

    @ Christian: Auf jeden Fall ist Robustheit sehr wich­tig, das hat­te ich am Anfang ange­deu­tet, dass ein Grund für teu­re Kameras ist, dass „sie nicht so schnell kaputt gehen“…

  4. Hi, guter Artikel! Da hier als Quintessenz das Objektiv als wich­tigs­ter Faktor im Raum ste­hen bleibt…: Gibt es im Netz eine emp­feh­lens­wer­te Seite, die die Funktionen und Arten ver­schie­de­ner im Handel erhält­li­cher Objektive auf­zählt? Worauf soll­te man beim Objektivkauf ach­ten? Kauft man sei­ne ers­te Kamera ist oft bereits ein Objektiv dabei – wel­ches Objektiv wäre für den Start ide­al, wenn man sich zu Beginn nur eines leis­ten will? Servus, Michael

  5. Sehr gutes Statement 🙂
    Das ist, glau­be ich, der Fehler der meis­ten ange­hen­den Fotografen: Zu vie­le Gedanken um die Kamera anstatt auf das, was man wirk­li­ch damit machen will.

  6. Und doch logi­sch das Robert Canon emp­fiehlt, damit Fotografiert er sel­ber und damit kennt er sich auch aus.
    Und viel bes­ser hät­te man einen Einsteiger nicht Antworten kön­nen.

  7. Ich den­ke, zuer­st soll­te man sich fra­gen, wel­ches Objektiv man haben möch­te bzw wel­che Objektive in Frage kom­men. Zum Beispiel in der Februar-Ausgabe vom Fotomagazin ist immer eine lan­ge Liste von Objektiven, wis­sen­schaft­li­ch getes­tet. Wenn man sich mög­li­che Objektive raus­ge­sucht hat, kann man dana­ch nach den pas­sen­den Kameras schau­en.

  8. Hallo!
    Ich will mir dem­nächst auch eine Kamera kaufen,eine gute..
    Ich spar für die teu­er­s­te, da ich den­ke sie ist die Beste.
    Es ist auch eine Canon-kostet ca 1100 Euro.
    Ich woll­te mal fra­gen was sie alles kön­nen muss. Videoaufnahme etc ?
    Ich kenn mich nicht sehr gut mit so teu­ren Kamera’s aus aber möch­te
    gern spä­ter mal Fotografin wer­den. Ich woll­te auch mal fra­gen was man für
    Fotoshoting’s alles braucht. Ich seh das immer im Fernsehr oder beim Fotograf das die so Dinger auf­stel­len, und vie­les mehr.. Wie hei­ßen die­se Sachen und wie viel kos­ten die ca ? Es wäre nett wen sie mir das beant­wor­ten kön­nen den ich hat­te noch nie den Mut zum Fotograf zu gehen und ihn per­sön­li­ch dana­ch zu fra­gen.

    Gruß,Nicole.

  9. @Christopher: Ganz ehr­li­ch? Nein, eine ana­lo­ge Kamera ist für pro­fes­sio­nel­le Fotos mitt­ler­wei­le viel zu auf­wän­dig und teu­er: Scannen, nach­be­ar­bei­ten, etc.

  10. Hallo´le..
    Sehr guter Artikel,
    kann man nur emp­feh­len! Wie über­haupt die­se Seite. 

    Diese Frage wird ich auch als Fotokünstler immer wie­der gestellt. Meine ers­te Gegenfrage ist: Ja, WAS will­st Du mit der Cam eigent­li­ch machen..? Denn für den Gelegenheitsknippser, für Kinder, Haustiere und Party, ist womög­li­ch ein Billigknipser im Scheck-Kartenformat die deut­li­ch bes­se­re Cam, als jede ach so tol­le Bridge- oder gar Profi-Cam!

    Zu Nicole:
    Wenn Du aus die­sem arti­kel die selb en Schlüsse gezo­gen hast wie ich, dann kauf­st Du Dir mög­lichst bald eine bezahl­ba­re Cam und fängst sofort an zu foto­gra­fie­ren. Erst so kann man Erfahrungen sam­meln, was man eigent­li­ch wirk­li­ch braucht, wor­auf man wert legt.

    Das gan­ze „Zeugs“ das Du nicht beim namen kenn­st brauchst Du auch nicht! Manch ein Profi- der heu­te Workshops gibt, hat (aus kos­ten­grün­den) nur mit einem Blitz ange­fan­gen! erst wenn der Wunsch beim Arbeiten auf­kommt, eigent­li­ch soll­te ich das und das machn kön­nen, brauchst du auch wirk­li­ch das wei­te­re Zubehör!

    Ich kann jedem nur emp­feh­len, sich hier im Internet auf ent­spre­chen­den Blogs der Profis, bzw deren videos bei Youtube schlau zu machen.. Die bes­te Ausrüstung taugt nix, wenn man sie nicht zu nut­zen weis!

    Bestseller wur­den vom Könner schon von Hand geschrie­ben.
    Aber dem Un-Inspirierten hel­fen da auch weder elek­tri­sche Schreibmaschiene oder die bes­te Textverarbeitung am schnells­ten PC.. 😉

    Danke für die­se wirk­li­ch inter­es­san­te Seite!

    GLG.

  11. Ich bin auf der Suche nach einer guten Kamera die sol­che Fotos hin­be­kommt. http://lookbook.nu/

    Leider hab ich null Ahnung von Kameras des­we­gen bräuch­te ich eine ehr­li­che Bewertung! 

    Vielen Dank 😉

  12. Beabsichtige Pressefotograf in der Hauptstadt zu wer­den.
    Ist das eine gute Idee? Oder schon überlaufen?Wie läuft das von­stat­ten?
    Was benö­ti­ge ich dazu?ausser gutes Timing,né dicke Haut und ein Hut?
    Welche Ausrüstung wäre für den Anfang am optimalsten(bis 500€)
    Und die wich­tigs­te fra­ge ist,ob ich davon mein täg­li­ch Reis kau­fen kann…

  13. @Som: Da ich kei­ne Pressefotos mache, kann ich Dir dazu lei­der kaum etwas sagen. Frage doch mal ande­re Pressefotografen, z.B. bei Freelens.de.

  14. Hallo,
    ich hät­te ger­ne ein Kamera wo per­fek­te Bilder macht auch so ein biss­chen Foto-shotting mäßig soll aber niht mehr als 500€ kos­ten will aber eine echt gute ich hof­fe ihr könnt mir wei­ter hel­fen
    LG Nina

  15. eine Profikamera ist ein Werkzeug.. bla bla..daher muss Sie robust sein“

    so ein Schmarrn. Vor 30 Jahren wur­den Reportagen in Kriegsgebieten gemacht.. (Vietnam).. oder noch frü­her. Da gab es nicht ein­mal was­ser­dich­te Gehäuse. Die Kameras haben alle über­lebt.

    Der Profifotograf von heu­te arbei­tet in der Regel im Studio = kei­ne robus­te Kamera mög­li­ch usw. / nur aller­sel­ten­st ist wirk­li­ch ein­mal Regen angesagt..und dann behilft man sich eben sowie vor 20–30-40 Jahren. Ich habe noch nicht vie­le Kameras gese­hen die wegen Nässe kaputt gegan­gen sind. 

    Sports Illustrated macht Ihre Fotos inzwi­schen in JPEG – wegen der Geschwindigkeit (so ein wei­te­rer Mythos .. RAW). 

    Diese Robustgeschichte ist mehr ein Gespinst der Industrie um teu­re Gehäuse an den Mann zu brin­gen. Mag sein, daß es ein paar Fotografen gibt die das wirk­li­ch brau­chen. Die 365 Tage im Jahr im Monsun ste­hen… aber ansons­ten völ­li­ger Schmarrn.

  16. Zitat von Robert „Auf jeden Fall ist Robustheit sehr wich­tig, das hat­te ich am Anfang ange­deu­tet, dass ein Grund für teu­re Kameras ist, dass “sie nicht so schnell kaputt gehen“

    mei­ne Frage wäre jetzt. Wieviel Kameras sind denn bei Dir schon kaputt gegan­gen ? oder bei Kollegen von Dir ? 

    Ich ken­ne eini­ge Fotografen. Und wirk­li­ch kei­ner von denen, auch Sportfotografen, kann davon berich­ten, daß sei­ne Kameras so oft kaputt gehen, daß man wirk­li­ch eine robus­te Kamera benö­tigt die sogar den Wiedereintritt aus dem Kosmos über­le­ben wür­de.

    Die Tatsache ist doch, daß alle zumin­dest bewusst mit einer Kamera umge­hen. Und den einen oder ande­ren „Anecker“ über­lebt sogar die bil­ligs­te Kamera. 

    Die ech­ten Stösse und „run­ter­fal­len“ aus 2 Meter über­lebt auch die teu­er­s­te Kamera nicht.…. hof­fe wird klar wor­auf ich hin­aus­will.

    Im Studio wird Robustheit benö­tigt ?
    Beim Auftrag auf dem Set eines Kunden, z.B. im Büro foto­gra­fie­ren ?
    Sportreporter ? aus siche­rer Entfernung vom Spielrand ? 

    Die wenigs­ten wer­den Kriegsberichterstatter sein. Und auch da, es gibt tau­sen­de von Magnum Photos, Kriegsphotos die mit den bil­ligs­ten und wenig soli­den Kameras geschos­sen wur­den. (Übertreibung dient dazu um etwas zu ver­deut­li­chen…)

    ansons­ten schö­ner Blog. Weiter so.

  17. @Baikan: Mit „Robustheit“ mei­ne ich nicht nur die Unempfindlichkeit gegen Stöße etc., son­dern auch die Haltbarkeit des Auslösers, die von den Herstellern bei Consumer-Kameras – lei­der – künst­li­ch beschränkt wird.

  18. Hallo, super Artikel. Der hat mich rich­tig wach gerüt­telt. Ich muss zuge­ben, dass ich auch so dach­te. Nun habe ich viel recher­chiert, bin aber etwas über­for­dert, wegen der Masse an Kameras und Objektiven. Ich habe mit einer ana­lo­gen SLR Kamera ange­fan­gen. Nun habe ich eine Canon G12. Ich möch­te aber wie­der eine SLR haben. Diesmal natür­li­ch eine digi­ta­le. Ich bin mit der G12 nicht zufrie­den. Weder die Bildqualität stimmt, noch die Schnelligkeit, sowie ver­rausch­te Fotos in Innenräumen. Nur ver­ein­zel­te Fotos wer­den rich­tig toll. Ich foto­gra­fie­re ger­ne Tiere und Menschen die sich bewe­gen aber auch Portraits (in Räumen). Außerdem lie­be ich es Makroaufnahmen zu machen. Es gibt wirk­li­ch tol­le Fotos von Tierfotografen, wel­che aber nicht ver­ra­ten, wel­che Kamera und Objektive sie ver­wen­den. Können sie mir viel­leicht die rich­ti­ge Richtung zei­gen?

  19. Hallo herr kneschke, bin durch zufall auf die­se sei­te gestos­sen.. fin­de sie echt super, vor allem ihr kom­men­tar, die teu­er­s­te kame­ra nuetzt nix wenn man damit nicht umge­hen kann…das deckt sich mit mei­ner meinung..habe eine fra­ge an sie, ich ken­ne mich mit kame­ras nicht sehr gut aus…meine toch­ter moech­te so gern scho­ene bil­der von tie­ren und por­traets machen, jetzt habe ich ihr im inter­net eine olym­pus e10 erstei­gert, da ich gedacht habe man soll­te mit einer nicht so teu­ren kame­ra mal anfan­gen und aus­pro­bie­ren ob man da auch witer­ma­chen will. Habe ich da rich­tig gedacht und ist die­se kame­ra fuer einen anfa­en­ger ueber­haupt geeig­net…??? Vieln dank im vor­aus .…lg petra

  20. Hallo herr kneschke, mer­ci fuer die schnel­le antwort…wollte ja kei­ne gene­rel­le kauf­emp­feh­lung…[ hab sie ja schon gekauft..] …son­dern nur ob die­se kame­ra ueber­haupt fuer einen foto­gra­fie­an­fa­en­ger emp­feh­lens­wert ist… wuen­sche ihnen ein schoe­nes ers­tes adventwochenende.…lg petra

  21. @petra
    Ich wage mal eine Beurteilung: Für 30–70 Euro sicher eine gute Investition für einen blu­ti­gen Einsteiger, der kei­ner­lei Erfahrung mit Blende, Verschluß und Co. hat (UVP damals 2300€, mit sehr posi­ti­ven Tests und Erfahrungsberichten).
    Die Technik (von 2000) ist sicher lan­ge über­holt und so wird Ihre Tochter zuwei­len an Grenzen sto­ßen. Heute sind auch die 4 MP an jedem Handy qua­si Standard. Allerdings muss man klar dif­fe­ren­zie­ren zwi­schen DSLR und ande­ren Kameratypen, DSLRs erlau­ben weit mehr krea­ti­ve Momente.
    Davon ab ist die Technik auch nur zweit­ran­gig, viel­mehr zählt Motiv, Bildkomposition und Stil. Das lässt sich auch mit die­ser Kamera umsetz­ten und erler­nen.

  22. Hallo Herr Kneschke,
    ich bin lei­den­schaft­li­cher Hobbyfotograf, mei­ne Canon Eos 1100 ist für mei­ne Verhältnisse sehr gut und den meis­ten Situationen auch gewach­sen. Nur bei der Sportfotografie im Serieenmodus und RAW Format braucht sie sehr lan­ge um die Bilddatei abzu­spei­chern, das heist, bis zur nächs­ten Auslösung dau­ert es zu lan­ge und mir gehen wich­ti­ge Momentsituationen ver­lo­ren. Ich möch­te mir nun eine zwei­te Kamera zule­gen. Muss ich hier­für eine Profikamera kau­fen? Also ab € 2000 auf­werts?
    Oder auf was soll­te ich dabei ach­ten?
    Liebe Grüße
    Mario

  23. Ich sag nix gegen Canon, aber ich habe Ausbildung
    als Fotografin gemacht.Mit Nikon. ich per­sön­li­ch
    emp­feh­le Anfängern, Amateuren zum Einstieg:

    -Nikon D3100

    Und fürs Professionelle die Nikon 7100 Ich mache damit
    tol­le Fotos, bis hin zum Akt.Ich per­sön­li­ch habe auch schon
    mit­Ca­non gear­bei­tet, mir sagt aber Nikon bes­ser zu.
    Liebe Grüße

  24. Hallo, Herr Kneschke, ich lebe als deut­scher Staatsbürger seit 2009 in Brasilien, süd­li­ch von São Paulo und foto­gra­fie­re seit mei­nem 14 Lebensjahr. Nun, nach dem Ende mei­ner beruf­li­chen Laufbahn fin­de ich end­li­ch die Zeit, mei­ner größ­ten Leidenschaft(nach mei­ner bras. Frau) aus­gie­big nach­zu­ge­hen. Z.Zt. foto­gra­fie­re ich mit mft-Kameras(Lumix GH3), mit der ich auch Video in guter Qualität auf­neh­men kann. In mei­ner ana­lo­gen Zeit der Fotografie hat­te ich eine F3 und eine F4 von Nikon. Die „Coppa do Mundo“ oder wie es in Deutschland heisst, Fussball WM 2013, wirft hier in BR bereits rie­si­ge Schatten vor­aus. Dieses Festival des Sportes wird hier in BR zu einem Rausch der Freude und der Farben füh­ren, die ich unbe­dingt mit einem guten Kamerasystem ein­fan­gen möch­te. Ich pla­ne eine Aufstockung mei­ner Kameraausrüstung mit einem Nikon-System, da ich, wie vor­ste­hend bereits erwähnt, eine Nikorianer gewe­sen bin. Der letz­ten Beitrag in die­sem Blog, geschrie­ben von der „Fotografin“(Frag den Fotograf: wel­che Kamera für pro­fes­sio­nel­le Fotos?), fand mein gestei­ger­tes Interesse hin­sicht­li­ch ihrer „Arbeitsgeräte“ als gelern­te Fotografin. Ich wür­de sehr ger­ne an die­se Frau eini­ge Fragen stel­len, über die Anschaffung mei­ner neu­en Kameraausrüstung. Könnten Sie bit­te die Dame fra­gen, ob ich den E-Mail Kontakt mit ihr her­stel­len dürf­te? Ich kann mir vor­stel­len, dass ihnen ihre Mail-Adresse bekannt ist. 

    Herzlichen Dank einst­wei­len im vor­aus

    Mit freund­li­chen Grüssen

    Manfred König
    Itapecerica da Serra-SP
    Brasil

  25. Hallo, Herr Kneschke, lei­der hat sich der Tipfehlerteufel in mei­ner E-Mail ein­ge­schli­chen! Natürlich fin­det die „Coppa do Mundo“ in Brasilien 2014 statt. Ich bit­te die­sen Fehler zu ent­schul­di­gen. Ergänzend möch­te ich noch erwäh­nen, dass ich Amateurfotograf bin.

    Sorry

    m.f.G.

    Manfred König

  26. Ich fin­de es schön, das alle Jahre wie­der die­sel­ben völ­lig unnö­ti­gen Diskussionen des­sel­ben ermü­den­den Themas auf­tau­chen.
    Abgesehen vom hier abso­lut rich­tig plat­zier­ten Zitat Feiningers gibt es ja auch nur eine wirk­li­ch wah­re Antwort: Für pro­fes­sio­nel­le Bilder (was auch immer das sein soll) benö­tigt man nur ein Werkzeug: Das pro­fes­sio­nel­le Hirn. Gestaltung, Schnitt, Tonwerte, Umgang mit der Technik, alles ist im Kopf und der bedient sich der Werkzeuge, die er zur Verfügung hat. Und wenn die Werkzeuge das nicht mehr umset­zen kön­nen, müs­sen eben neue her.

    @Robert
    Es gibt auf YouTube übri­gens genü­gend Vergleichstests von Top-Objektiven auf Entry-Bodys mit dem umge­kehr­ten Fall ( http://www.youtube.com/channel/UCuw8B6Uv0cMWtV5vbNpeH_A ). Da muss man jetzt nur etwas wüh­len, ich habe gera­de den rich­ti­gen Link nicht parat. Und je mehr man natür­li­ch die Zeit spa­ren möch­te, Abbildungsfehler wie Abberationen oder Verzerrungen von Hand zu besei­ti­gen, umso mehr wird man sich der bes­se­ren Objektivtechnik bedie­nen müs­sen. Aber auch dar­über wur­de hier ja schon viel Richtiges geschrie­ben. Und auch über Serienbilder etc.
    Die Industrie wird es immer wie­der schaf­fen, dem Amateur ein­zu­re­den, dass die Kamera die Bilder macht 😉 Und der Amateur wird sich immer wie­der ärgern, etwas gekauft zu haben, was er gar­nicht rich­tig bedie­nen kann … und dann das Programmwählrad auf „Auto“ stel­len.
    Und schwupps, ist sie wie­der da, die Diskussion 😀
    Übrigens @ alle Amateure die­ser Diskussion ein klei­ner Videotipp:
    http://www.youtube.com/channel/UCEsShlYbwnuPr8t51OmgMlA
    Viel Spaß!

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