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Model-Vertrag: Hinweise, Aktualisierung und Übersetzung

Ich arbeite grundsätzlich mit einem Model-Vertrag, der so formuliert ist, dass ihn alle Bildagenturen, die ich beliefere, auch akzeptieren.

Leider bedeutet das, dass er englischsprachig ist, damit er weltweit verständlich ist. Deswegen habe ich jetzt mal einen Übersetzer beauftragt, damit er mir meinen Vertrag verbindlich ins Deutsche übersetzt. Ich werde mir weiterhin die englische Version unterschreiben lassen, aber ich habe nun die Gewissheit, dass jedes Model mindestens die deutsche Variante versteht. Wer will, kann die Übersetzung ja auf die Rückseite des englischen Vertrags drucken.

Vertrag mit Lupe lesen

Kenner der Materie werden merken, dass mein Vertrag auf dem generischen Model-Vertrag von Yuri Arcurs basiert, den dieser freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. In letzter Zeit gab es jedoch Berichte, dass dieser Vertrag nicht mehr ausreicht.

Zum einen verlangt istockphoto zum Beispiel seit einer Weile eine “Shoot Description” (Beschreibung des Shootings), bei der es nicht ausreicht “Stockfotos” zu schreiben. Besser ist zum Beispiel “Portraitfotos im Studio mit diversen Requisiten”. Der Grund ist einfach: Die Beschreibung soll verhindern, dass ein Fotograf z.B. heimlich Fotos vom Model beim Umziehen macht und diese dann ebenfalls anbietet.

Aus dem gleichen Grund werden keine Verträge akzeptiert, die für einen längeren Zeitraum (Woche, Monat, Jahr oder das ganze Leben) gelten sollen. Der Grund ist wieder ähnlich: Sonst könnte es vorkommen, dass ein Fotograf vom betrunkenen Model auf einer Party ein peinliches Foto macht, von dem das Model nichts mitbekommt. Beide Fälle sind in der Praxis seriöser Fotografen zwar sehr unwahrscheinlich, aber da es bei hunderttausenden Fotografen trotzdem einige schwarze Schafe gibt, sichern sich die Bildagenturen so ab und auch für das Model ist es sicherer.

Zum anderen hat Getty Images vor ca. einem Jahr ihre Model-Verträge so umformuliert, dass sie nicht nur für Fotos, sondern auch für Videos gelten. Angesichts immer mehr DSLR-Kameras mit HD-Videofunktion ein sinnvoller Schritt.

Deswegen habe ich in meiner Version des Modelvertrags auch ein Feld mit der Shooting-Beschreibung und schließe explizit Videos mit ein. Wer meine Version nutzen will, kann das gerne tun. Ich übernehme jedoch weder für die englische noch deutsche Variante die Verantwortung oder Haftung und gebe keine Garantie. Wer aber Bilder von einer Bildagentur wegen dieses Model-Vertrags abgelehnt bekommt, kann sich gerne bei mir melden.

Übrigens: Zwar stehen in dem Model-Vertrag keine Einschränkungen der Bildnutzung, aber dafür stehen diese ganzen Einschränkungen in den Nutzungsbedingungen der Bildagenturen selbst, ausführlich in meinem Artikel “Stockfotos kaufen: Verbotene Nutzungen” beschrieben.

Was sind Eure Erfahrungen mit Modelverträgen bei verschiedenen Bildagenturen?

Erste Erfahrungen mit Funkauslösern FlexTT5 und MiniTT1 von PocketWizard

Vor vier Monaten habe ich mir die lang ersehnten neuen Funkauslöser der Firma PocketWizard gekauft, den FlexTT5* und den MiniTT1*. Mittlerweile habe ich sie mehrmals unterwegs benutzt und will über die ersten Erfahrungen berichten.

Im Vergleich zu den alten PocketWizards (Plus II Transceiver*) sind sie nur geringfügig teurer, sollen aber dafür auch die automatische Blitzsteuerung (bei Canon E-TTL) beherrschen. An einer Version für Nikons i-TTL-System wird gearbeitet.

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Zuerst fällt auf, dass mit dem – finde ich – genialen Prinzips des Transceivers (Funk-Sender und -Empfänger in einem Gerät) gebrochen wurde. Das hat den Vorteil, dass die reine Sendeeinheit bedeutend kleiner konstruiert werden kann, aber den Nachteil, dass nicht bei Bedarf schnell auf ein anderes Gerät gewechselt werden kann. Das ist in der Praxis nötig, wenn die Batterie versagt, ein Gerät defekt ist oder dem Kollegen ein Gerät geliehen werden soll.

Während in den FlexTT5 (der Empfänger) zwei normale AA-Batterien kommen, benötigt der MiniTT1 (der Sender) eine CR2450-Knopfzelle. Die AA-Batterien sind weltweit immer leicht und günstig zu finden. Außerdem sind viele gute Akkus erhältlich (ich schwöre auf eneloop-Akkus*). Die Knopfzellen sind zum einen teurer und zum anderen schwieriger zu finden, vor allem bei entlegenen Outdoor-Shootings. Dazu kommt, dass sie nicht als Akkus verfügbar sind und – ähnlich wie bei den vielen Ladegeräten – nun eine weitere Sorte Energiequellen im Gepäck berücksichtigt werden muss.

Beim Aufbau macht sich störend bemerkbar, dass keine Lasche vorhanden ist, an der eine Schlaufe befestigt werden kann. Bei den alten war die Schlaufe sogar dabei. Damit konnte man die Dinger irgendwo an den Blitz hängen. Klar, wenn die neue TTL-Funktion genutzt werden soll, muss der Funkauslöser sowieso am Blitzfuß befestigt werden. Aber nicht immer ist das sinnvoll. Zum Beispiel ist die Kombination der neuen Pocket Wizards mit der Lastolite-Softbox*, die ich unterwegs gerne nutze, schwierig, da der FlexTT5 tiefer ist und damit der Blitz nicht mehr richtig in die Softbox geschoben werden kann.

Auch die Benutzung selbst ist komplizierter. Während die alten Pocket-Wizards Knöpfe, übersichtliche Schiebeschalter (Plus II) oder ein verständliches Display (MultiMax) hatten, kommunizieren die neuen Funkempfänger über Blinksignale, die in Frequenz und Farbe variieren. Da zum Beispiel das Blinksignal “Funkfrequenz wird erlernt” (3 kurz grün) mit dem Signal “Warten auf Auslöser” (kurz grün blicken alle 2 Sekunden) sehr ähnlich sind, ist schwer zu erkennen, in welchem Modus sich das Gerät gerade befindet.

Früher wurden beide Funkauslöser aktiviert und wenn die Auslöser auf den selben Kanal eingestellt waren, konnte es losgehen. Fertig. Das geht auch bei den neuen Geräten. Aber um die neue E-TTL-Unterstützung zu nutzen, muss an allen Geräten mehrere Sekunden lang ein Testknopf gedrückt gehalten werden, der einige Testblitze aussendet und die Geräte “kalibriert”. Danach funktioniert das entfesselte Blitzen per TTL – wenn die Blinksignale richtig gedeutet werden.

In der Praxis brauchte ich am Anfang mehrere Anläufe, in denen ich die Knöpfe in verschiedenen Kombinationen verschieden lange gedrückt gehalten habe (auch ein Mindestabstand zwischen den Geräten muss berücksichtigt werden), bis ich mir sicher sein konnte, dass die E-TTL-Erkennung funktionierte. Wer genauere Einstellungen an den Funkauslösern vornehmen will, muss die Dinger sogar via USB an einen Computer anschließen und eine weitere Software installieren. Das nenne ich einen Rückschritt.

Selbst wenn E-TTL funktioniert, habe ich bei meinen letzten Shootings oft gemerkt, dass TTL nicht immer sinnvoll ist. Genau wie sich Joe McNally* große Mühe gibt, das TTL-System möglichst oft und kreativ auszutricksen, so schaltete auch ich schnell auf “Manuell” um. Das war immer dann der Fall, wenn der Blitz nicht mehr nur als Aufhellblitz benutzt werden konnte, weil es zu dunkel wurde. Wird der Blitz zur Hauptlichtquelle, blitze ich lieber indirekt mit großer Leistung an die Decke, um trotzdem den weichen, möglichst schattenfreien Look zu erzielen, den Bildagenturen so lieben. Nichts gegen schattige Bilder, aber meine Motive gehen nun mal mehr in die “happy go lucky”-Richtung.

Alles in allem bin ich leider ernüchtert. Am meisten stört mich wirklich die Kommunikation nur über Blinksignale, gefolgt vom Batterie-Risiko. Klar, die Dinger funktionieren. Anstecken und Auslösen geht immer. Aber alles darüber hinaus ist umständlicher als vorher geworden.

Welche Erfahrungen habt ihr mit den (neuen) Pocket Wizards oder anderen Funkauslösern gemacht? Welche Vor- und Nachteile habt ihr festgestellt?

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Fotosession mit einem Labrador Retriever

Manchmal sind meine Ideen schneller als die Zeit, die ich brauche, um sie umzusetzen.

Ich bin mit Hunden in der Familie groß geworden und wollte schon lange auch niedliche Tierbabys im Studio fotografieren.

Labrador im Herbst

Die Tierfotografin (und Stockfotografie-Kollegin) Gabi “Weh-Zet” gab mir den Tipp, mich mal an Tierzüchter zu wenden. Die Fotografin Mareike Rohlf vermittelte mir auch gleich den Kontakt zu einem Züchter, der wiederum einer Käuferin Bescheid gab (Danke noch mal!). So kam es, dass ich mit der Sylvia telefonierte, einer Frau, die schon zwei Hunde hat und gerne einen ganz jungen Labrador Retriever aufnehmen wollte. Sie interessiert sich ebenfalls für Fotografie und fände es spannend, bei so einem “professionellen” Fotoshooting dabei zu sein.

Lauschender Labrador Retriever

Gesagt, aber noch nicht getan. Wegen anderer Termine zog sich der Zeitpunkt für das Shooting um viele Wochen nach hinten. Das führte leider dazu, dass aus dem verknautschten Welpen schon ein stattlicher junger Hund geworden ist, als Besitzerin und Labrador im Studio eintreffen.

Stolzer Labrador Retriever im Park

Das hier ist mein Lieblingsbild, in dem der Jagdhund deutlich zum Vorschein kommt. Und ich liebe diese stolze Nase, auch wenn ich weiß, dass sie nur die Leckerlis erschnuppern, die knapp außerhalb des Bildes für ihn bereit gehalten werden.

Labrador Retriever Portrait

Aber richtig niedlich sieht er immer noch aus, oder?

Stockfotografie-News 2010-03-05

Letzte Woche sind die News ausgefallen wegen einer Berlin-Reise.
Dafür geht es heute gleich wieder los:

Nach dem Kauf der Bildagentur BigStockPhoto durch Shutterstock kommt Bewegung in die Bude. Der Name wurde zu “Bigstock” geändert, das Layout erneuert, die Suchfunktion verbessert, die Bildvorschau vergrößert und so weiter. Jetzt fehlt nur noch eine wichtige Funktion: Automatischer Import von [...]

10 + 2 Tipps zum Finden der eigenen Fotos

Vor langer Zeit hatte ich hier im Blog einen Artikel zum Thema “10 Tipps zum Finden der eigenen Fotos” gepostet. Heute gibt es noch zwei kleine Hinweise, wie Fotografen ihre Fotos leichter finden können.
Tipp 11: MyON-ID
Die Idee hinter der Webseite MyON-ID ist, dass sich Benutzer aus ihrem digital Datenstrom die Informationen über sich raussuchen können, [...]

Bildverteilung an Agenturen mittels FTP und Webserver

Heute gibt es mal etwas Sinnvolles zum Basteln für die Informatiker, Programmierer und anderen IT-Berufler unter Euch.
Im Blog von Dreamstime hatte der Softwareentwickler Marco Schwarz mal auf englisch eine Anleitung gepostet, wie man mittels eines eigenen Webservers ein Foto einfach automatisch an verschiedene Bildagenturen schicken kann. Ich bat ihn, diese Anleitung mal ins Deutsche zu [...]

Im Theater fotografieren: Agamemnon

Erstaunlich: Das Theater schafft es doch noch, mir etwas klassische Bildung einzuflössen, nachdem griechische Tragödien im Gymnasium definitiv nicht zu meinen Lieblingsthemen gehörten.

Wie schon erwähnt, bin ich auch in einer Fotogruppe, die Theaterfotos macht. Dieses Mal stand das Stück “Agamemnon” vom griechischen Regisseur Kostas Papakostopoulos auf dem Spielplan, nach dem griechischen Dramatiker Aischylos. Das Stück [...]

Rezension: “HD-Filmen mit der Spiegelreflex” von Helmut Kraus

Kaum eine neue Kamera kommt heute ohne ene Filmfunktion aus. Auch immer mehr Bildagenturen verkaufen mittlerweile nicht nur Fotos, sondern auch Videos. Da erscheint es logisch, wenn Fotografen den Umgang mit dem Medium “Film” lernen wollen.
Eins der Bücher, das dabei helfen soll, ist “HD-Filmen mit der Spiegelreflex“* (ISBN 978-3898646369) von Helmut Kraus. Im Klappentext wird [...]

Stockfotografie-News 2010-02-19

Es ist wieder Freitag und da letzte Woche die News ausfielen, hier die Übersicht über die letzten zwei Wochen.

Die Abo-Agentur Shutterstock hat jetzt über 10 Millionen Bilder im Angebot. Weniger Beachtung fand eine weitere Zahl in der Pressemeldung. Die bisherigen Bilder wurden seit 2003 insgesamt über 125 Millionen Mal runtergeladen. Das ergibt grob gerechnet pro [...]

Frag den Fotograf: Welche Bildagentur für Texturen?

Die paar Tagen hatte ich wieder eine Frage in meinem Email-Postfach, diesmal von Eva Maria:
“Lieber Robert,
durch Deinen Hinweis im Foto-Talk bin ich auf Dein Buch* aufmerksam geworden. Auch wenn ich gerade erst mal 100 Seiten gelesen habe, kann ich Dir nur gratulieren. Schon allein an der sauberen Strukturierung merkt man, dass hier [...]