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Rezension: Make Up Basics mit Femke Schuh und Patrick Ludolph (mit Verlosung)

Eine Frage, die mir häufig gestellt wird, lautet: “Arbeitest Du lieber mit Visagistin oder wie machst du das mit dem Schminken?

Meist lasse ich das die Models selbst machen, weil es erstens günstiger ist und zweitens logistisch einfacher ist, nicht immer eine verfügbare Visagistin mitbuchen zu müssen.

Make Up Basics
Einige mögen denken: Wozu schminken? Kann man doch alles in Photoshop machen! Theoretisch ja, auch praktisch, aber bei zig bis einigen hundert Bildern pro Shooting kann das in einen Mehraufwand von Stunden bis Tagen münden, der sich leicht vermeiden ließe, wenn die Models vor dem Shooting richtig geschminkt werden. Dazu kommt, dass sich gut geschminkte Models auch besser und selbstbewusster fühlen und sich diese positive Ausstrahlung auf die fertigen Fotos überträgt.

Wenn sich meine Models selbst schminken sollen, klappt das meist relativ problemlos, aber nicht immer. Vor allem Männer haben seltener Erfahrung mit Schminke. Hier muss ich als Fotograf dann improvisieren. Zum Glück hatte ich ganz am Anfang meiner Fotografenlaufbahn einige Fashion-Shootings, bei denen ich der dort anwesenden Visagistin ausführlich über die Schulter schauen durfte. Danach war ich immerhin in der Lage, Mascara von Eyeliner und Puder von Make-Up zu unterscheiden. Ich lernte, warum die „T-Zone“ so wichtig ist und dass es für Wimpern sogar eine Zange gibt.

Daraufhin habe ich für die Fälle, in denen ein Model sich nicht selbst schminken kann oder einige Utensilien vergessen hat, ein kleines „Notfall-Set“ im Studio, mit paar Tönen Puder, Make-Up, Nagellack- und Makeup-Entferner, Haarspray, Haargummis, Kämmen, Bürsten, Schwämmchen und so weiter. Damit kann ich zum Beispiel ein männliches Model notdürftig etwas abpudern und Glanzstellen mildern.

Das hat in der Vergangenheit einige Shootings gerettet. Ähnliches muss sich Patrick Ludolph, vielen besser bekannt als „Paddy“ vom Blog Neunzehn72 gedacht haben, als er sich seine Lieblingsvisagistin Femke Schuh schnappte und mit ihr das Trainingsvideo „Make Up Basics“ zusammenstellte.

Dieses wendet sich ausdrücklich an Fotografen, welche lernen wollen, sich oder Models selbst zu schminken. Das „Basics“ betont, dass es ein Anfängerkurs ist für Leute, die bisher keine Ahnung hatten.

Das Video ist in sechs Teile gegliedert. Im ersten Teil stellt Femke die verschiedenen Produkte vor, die als Grundausstattung nötig sind. Mit dem Wissen um knappe Fotografenbudgets zwang Paddy sie, ihre üppige Liste auf das Nötigste runterzudampfen und übrig blieben sieben Kategorien mit ca. 20 Produkten hoher Qualität, die im Einkauf zusammen ca. 150-200 Euro kosten.

Mit dieser Grundausstattung bewältigt Femke im nächsten Kapitel den „Nude Look“, also bei dem eine Person so geschminkt wird, dass eher passiv Schwachstellen überdeckt werden und die Schminke idealerweise nicht zu erkennen ist.

Weiter geht es dann mit der Frage „Was tun bei Hautrötungen?“ und anschließend widmet sich Femke einem Mann mit Bart, weil das in der Fotografenpraxis das häufigste „Problem“ ist. In Kapitel Fünf werden dunkle Augen aufgehellt und abschließend wagt Paddy mit dem neu gewonnenen Wissen einen Selbstversuch, der nur ca. zehn Minuten braucht und beeindruckend gut endet:

patrick
Paddy mimt in seiner Rolle als Moderator sehr überzeugend den absolut ahnungslosen Anfänger, dem keine Frage zu peinlich ist, um sie zu stellen und Femke erklärt dann kurz und verständlich ihre Arbeitsschritte und die Gründe dafür.

Ich kann dieses Video nur jedem Fotografen empfehlen, der sich keine Visagistin leisten kann.

Selbst wer sich als Fotograf lieber weiterhin auf Visagisten am Set verlässt, sollte dieses Video sehen. Schon um mit einer Visagistin oder einem sich selbst schminkenden Model auf Augenhöhe reden und gegebenenfalls die passenden Anweisungen geben zu können. Denn die wenigen Male, wo ich eine Visagistin am Set hatte, lautete deren erste Frage meist doch: „Wie soll das Model nachher aussehen?

Verlosung

Patrick war so freundlich, mir das Video 2x zur Verlosung anzubieten. Wer mir bis einschließlich Samstag, dem 20.9.2014 in den Kommentaren mitteilt, warum gerade ihr vom Video noch lernen könnt, nimmt an der Verlosung teil. Die beiden besten Vorschläge gewinnen. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Die Gewinner der Photokina-Tickets 2014 stehen fest

Wie immer gab es eine rege Beteiligung bei der Verlosung. 135 Kommentare gab es, 134 wurden rechtzeitig vor dem Teilnahmeschluss abgegeben, auch wenn nicht alle die Teilnahmebedingungen erfüllt haben.

Ich habe die digitale Lostrommel angeworfen und hier sind die glücklichen Gewinner:

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  • Kommentar 11: Gunnar
  • Kommentar 50: Lili
  • Kommentar 61: Vaceslav Romanov
  • Kommentar 71: Winfried Strudl
  • Kommentar 78: Chrischan

Die Gewinner bekommen in den nächsten Tagen ihre Ticket-Codes für je 2 Eintrittskarten per Email, welche dann im Online-Shop der Photokina kostenlos gegen die Tickets eingelöst werden können.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

Stockfotografie-News 2014-09-05

Es ist mir ja etwas peinlich: Die letzte News-Sammlung habe ich im März erstellt. März! Das sind Lichtjahre in Stockfotografie-Zeitrechnung.

Aber ihr wißt ja, Urlaub, Sommer, Eis, Arbeit, die üblichen Ausreden. Aber genug davon.

Die Branche dreht sich heiter weiter und deshalb versuche ich mal kurz, das Karussel anzuhalten, damit wir einen Blick auf die glänzenden Neuigkeiten (bzw. alles das, was im letzten halben Jahr passiert ist) werfen können.

  •  Nur drei Tage alt ist die Meldung von iStock, die Preisstruktur nach anderthalb Jahren wieder komplett umzukrempeln. Damals wurden die sieben verschiedenen Kollektionen auf 4 runtergedampft, diesmal sollen nur noch zwei übrig bleiben: Essentials und Signature. Außerdem wird der Direktkauf abgeschafft und es müssen jetzt wieder immer Credits gekauft werden. Um das Ganze nicht unnötig einfach zu machen, wird auch noch am Credit-Wert geschraubt. Auch die Preisstaffelung nach Bildgröße wird abgeschafft, das bedeutet: Kleine Bilder werden teurer, große Bilder günstiger.  Besonders hart trifft das die iStock-Fotografen, welche bisher viele Bilder über die Vetta-Kollektion verkaufen konnten, weil dort der Preissturz am drastischsten ist. Einen genaueren Überblick hat Sean Locke hier.
  • Während sich der Erfolg der Preisänderung bei iStock noch zeigen muss, gab es auch einen Lichtblick des gesunden Menschenverstands bei iStock: Jetzt dürfen dort auch Bilder mit vielen Logos und Menschenmengen als kommerziell nutzbare Bilder angeboten werden, wenn diese einigen Richtlinien folgen. Da können sich andere Agenturen ruhig was abschauen.
  • Eine weitere Empfehlung für Nachahmungstäter: Canstock übersetzt die meist kompliziert formulierten Nutzungsbedingungen deutlich verständlicher.
  • Shutterstock verkauft seit April auch Musik. Anbieter müssen sich mit einem kleinen Portfolio direkt bei Shutterstock bewerben, wenn sie ihre Tracks auch anbieten wollen.
  • Mit “Photography Companion” reiht sich auch Dreamstime in die Liste der Agenturen ein, welche eine App zum Fotos hochladen haben.
  • Fotolia hat ihre App “Instant” nach langer Wartezeit auch für Android-Nutzer zugänglich gemacht.
  • Außerdem bietet Fotolia jetzt “fallweise” Videos wieder im Abonnement an, diesmal jedoch mit 35% Kommission auf den Mindestpreis von 50 Euro für Full-HD-Videos.
  • Nochmal Shutterstock: Dort ist es jetzt auch möglich, Illustrationen und Vektoren als Editorial-Content anzubieten, z.B. Zeichnungen von Prominenten.
  • Die deutsche fotocommunity, bisher eher als “oh, tolle Bilder“-Galerie bekannt, steigt in den Bildermarkt ein und bietet schon seit April die Möglichkeit, die hochgeladenen Fotos auf Leinwand o.ä. zu verkaufen.
  • Die Bildagentur Panthermedia hat die seit langem vor sich hin kriechende Agentur Digitalstock aufgekauft. Kunden und Fotografen sollen einfach zu Panthermedia wechseln, eventuelles Restguthaben von Fotografen wurde ausgezahlt. Ein weiterer Schritt bei der Marktbereinigung der deutschen Agenturszene, die garantiert noch nicht abgeschlossen ist.
  • Interessant für Videographen: Shutterstock listet hier fünf Video-Kategorien mit hoher Nachfrage auf.
  • Pond5 hat eine Finanzspritze von etwas über 60 Millionen US-Dollar erhalten. Mal sehen, was sie damit machen.
  • Schön zu sehen, dass einige Agenturen auch mal zuhören: Pond5 erlaubt die Suche nach dem originalen Upload-Dateinamen im Fotografen-Dashboard und sowohl Fotolia als auch Dreamstime zeigen endlich beim Upload den kompletten Dateinamen an. Sehr hilfreich, wenn man auf den Thumb nicht alles erkennt.
  • Müssen witr Angst haben? Der Bildermarkt-Analyst Paul Melcher hat über die “Stockfotografie-Blindheit” geschrieben und warum “ehrliche, authentische” Bilder mehr Aufmerksamkeit generieren würden. Ich kanns bald nicht mehr hören: Kunden rufen nach authentischen Bildern, Agenturen verlangen authentische Bilder und Fotografen liefern – gerne auch mit dem Handy – authentische Bilder. Dann ist doch alles in Butter? Vielleicht sollte ich darüber mal schreiben?
  • Leckere Rezepte und perfekte Food-Fotos? Der neue Blog von Stockfood hat beides. (Und der Eis-Blog von Erich und mir natürlich auch, soviel Eigenwerbung darf sein.)
  • Alamy hat ein neues Dashboard für Fotografen. Sieht erst mal sehr übersichtlich aus, dafür ist die Agentur immer noch nicht in der Lage, handliche Sales Reports zu erstellen.
  • Manchmal haben lange Wartezeiten auch ihr gutes. In der letzten News berichtete ich über ein Urteil zu Pixelio, wonach auf jedem Bild im Internet ein Urheberrechtshinweis müsse. Das wurde in höherer Instanz schnell wieder einkassiert.
  • Die Fotografin Rachel Scroggins schreibt hier, wie ihr durch den Instagram-Post eines Supermodels mit einem Foto von ihr viel Geld durch die Lappen geht wegen des fehlenden Urheberrechtshinweises.
  • Deutlich mehr Geld verloren hat jedoch der Fotograf David J. Slater, dem ein Affe seine Kamera entrissen hatte, um ein Selfie zu machen. Wikimedia erklärte daraufhin das Foto in die “Public Domain” gehöre. Die ganze Story gibt es hier.

Bestimmt habe ich in der Zwischenzeit einige Sachen verpasst, also wie immer gerne in den Kommentaren nachtragen.

Ansonsten: Nächstes Mal bin ich wieder früher dran, versprochen!

Erfahrungsbericht: Der CrazyTrickler für die Highspeedfotografie (Gastartikel)

Hallo, mein Name ist Daniel Nimmervoll. Heute möchte ich Euch einen neuen Trigger für die Highspeedfotografie vorstellen. Vielen Dank an Ralf Höppner, der mir den CrazyTrickler zur Verfügung gestellt hat und an Robert Kneschke für den Gastbeitrag in seinem Blog.

Als Nichtelektroniker, der gerade mal zwei Drähte verlöten kann, bin ich auf fertige Produkte am Markt angewiesen. Der CrazyTrickler ist mittlerweile neben dem StopShot von Cognisys und dem GlimpseCatcher mein drittes Gerät, mit dem ich Highspeed- und Liquid Art Aufnahmen realisieren kann. Daher kann ich den CrazyTrickler auch nur mit diesen beiden Geräten vergleichen.

Der Hersteller (Ralf Höppner Elektronik) hat mir einen CrazyTrickler, drei Magnetventile, Kabel sowie eine Lichtschranke zugeschickt.

Wichtig war mir, dass ich die Testaufnahmen mit dem gelieferten Setup ohne Modifikation erstelle. So kann jeder sehen, was mit diesen Komponenten möglich ist. Mein aktuelles Setup ist durch andere Düsen optimiert und somit könnten die Ergebnisse nicht miteinander verglichen werden. Mit dem CrazyTrickler kann man natürlich auch jedes andere Magnetventil mit den gleichen Anschlußwerten verwenden. Damit kann das Setup ebenso hinsichtlich der Reproduzierbarkeit optimiert werden, wie ich es ausführlich in der neuen 2. Auflage meines Buches „Highspeed Fotografie“* beschrieben habe.

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So sieht der CrazyTrickler aus:

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Die drei Magnetventile haben eine Nennweite von 2,0 mm:

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Also dann, los geht’s! Das Setup ist aufgebaut und in den Wasserbehälter habe ich eine rot eingefärbte Wasser-Guarkernmehl-Mischung gegeben. Begonnen habe ich dann mit den klassischen TaT’s (Tropfen auf Tropfen) mit Spiegelung. Das sind quasi die einfacheren Wasserskulpturen mit nur einem Magnetventil im Einsatz. In dem Fall habe ich das mittlere Ventil verwendet.

Setup für die Klassischen TaT's

Setup für die Klassischen TaT’s

Von hinten habe ich mit 5 Yongnuo YN-560 II* Blitzen durch eine Acrylglasscheibe beleuchtet:

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Gesteuert wird der CrazyTrickler über den USB-Anschluss an einem Laptop oder PC. Mit der beiliegenden Software können übersichtlich die Ventile, Blitze und die Kamera exakt auf die Millisekunde genau gesteuert werden. Die Software ist intuitiv zu bedienen. Ich habe mich binnen Minuten zurechtgefunden und konnte die ersten Tropfen fallen lassen.

Zuerst habe ich versucht, einen Tropfen im freien Fall zu erwischen. Mit der Loop Funktion startete ich dann 5 Aufnahmen vollautomatisch, um zu prüfen wie genau der crazyTrickler und das Magnetventil arbeiten. Zwischen den Aufnahmen bewegte sich der Wassertropfen in der Höhe nur etwa 1-2 Millimeter. Das ist ein sehr guter Wert, mit dem StopShot bzw. dem GlimpseCatcher erhalte ich etwa gleiche Werte.

Sehr angenehm empfand ich die Bedienung der Software. Während die Loop Funktion läuft, können jederzeit Werte verändert werden, ohne dass der Loop unterbrochen werden muss. Die geänderten Zeiten werden dann sofort übernommen und man kann die Ergebnisse sehen. Gut fand ich auch, dass man schnell einen Tropfen fallen lassen kann, ohne dass die Kamera ausgelöst wird. Dies braucht man zum Beispiel, um den Fokuspunkt zu setzen oder bei der 3-Ventil-Technik, wo jedes Ventil exakt justiert werden muss, damit jeder Tropfen auf denselben Punkt auftrifft. Durch einen Doppelklick auf die jeweilige Ventilöffnungszeit fällt dann nur von diesem einen Ventil ein Tropfen. Anders herum kann auch die Kamera mit den Blitzen ausgelöst werden, ohne dass die Ventile schalten. Das ist hilfreich, um zum Beispiel das Licht einzustellen. Dies geht mit dem StopShot bzw. dem GlimpseCatcher nicht so komfortabel.

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Screenshot mit den Zeiten in Millisekunden zum oberen Bild. Die Verzögerung der Kamera stellte ich beim „Hauptblitz 2“ ein. In diesem Fall betrug das Delay 450 Millisekunden.

Screenshot mit den Zeiten in Millisekunden zum Bild oben. Die Verzögerung der Kamera stellte ich beim „Hauptblitz 2“ ein. Hier betrug das Delay 450 Millisekunden.

Nach wenigen Minuten hatte ich bereits das obere Bild geschafft. Mit leicht geänderten Zeiten habe ich wieder die Loop Funktion gestartet um auch hier zu beurteilen, wie gut das Magnetventil mit der Düse arbeitet. Das Ergebnis ist sehr gut. Wie ihr sehen könnt sind alle 6 Bilder beinahe identisch. Lediglich die letzten beiden fallen ein klein wenig aus der Reihe. Das liegt aber eher am fallenden hydrostatischen Wasserdruck, weil natürlich der Wasserstand im Behälter oben sinkt.

Eine Serie von 6 Bildern mit denselben Einstellungen

Eine Serie von 6 Bildern mit denselben Einstellungen

Ohne Beleuchtung von unten

Ohne Beleuchtung von unten

Bei diesem Bild hatte ich von unten zusätzlich einen Blitz mit blauer Farbfolie verwendet.

Bei diesem Bild hatte ich von unten zusätzlich einen Blitz mit blauer Farbfolie verwendet.

Vielleicht noch ein paar Worte zur Kamera und Objektiv. Bei all diesen Aufnahmen habe ich meine Canon 5D MK II* mit dem Canon 135 mm 2.0 L Objektiv* verwendet. Bisher hatte ich immer das Sigma 150 mm* Makro Objektiv genommen. Vor ein paar Wochen habe ich mir das 135 mm von Canon gekauft und durch die 0,9 Meter Naheinstellungsgrenze ist dieses für diese Aufnahmen hervorragend geeignet. Der große Vorteil von dieser Linse ist, dass das Bokeh extrem weich und schon fast wie gezeichnet aussieht. Gerade bei dem folgenden Setup mit der Alufolie als Hintergrund kann das 135er seine Stärken mit einer Blende von 2,0 bis 2,8 besonders gut ausspielen.

Das Setup mit lediglich zwei Aufsteckblitzen. Jeweils mit zwei Farbfolien bestückt.

Das Setup mit lediglich zwei Aufsteckblitzen. Jeweils mit zwei Farbfolien bestückt.

Mit den Fingern im Wasser habe ich hier leichte Wellen erzeugt.

Mit den Fingern im Wasser habe ich hier leichte Wellen erzeugt.

Nachdem die klassischen TaTs auf Anhieb so gut funktioniert haben, wollte ich die Komplexität erhöhen.

Ein weiterer Vorteil des CrazyTrickler gegenüber dem StopShot ist der eigene Ausgang für die Kamera. Somit hat man alle 3 Ausgänge für die Magnetventile zur Verfügung. Damit steht der 3-Ventil-Technik nichts im Weg. So befüllte ich die beiden anderen Wasserbehälter mit jeweils einer anders eingefärbten Wasser-Guarkernmehl-Mischung.

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Die Zeiten, womit das obere Bild produziert worden ist. Praktisch ist auch, dass die Zeiten mit dem Dateinamen mit protokolliert werden. Rechts oben wird einmal die aktuelle Fotonummer aus der Kamera eingegeben und schon wird alles aufgezeichnet.

Die Zeiten, womit das obere Bild produziert worden ist. Praktisch ist auch, dass die Zeiten mit dem Dateinamen mit protokolliert werden. Rechts oben wird einmal die aktuelle Fotonummer aus der Kamera eingegeben und schon wird alles aufgezeichnet.

Hier noch drei weitere Beispiele mit der 3-Ventil-Technik:

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Zu guter Letzt habe ich dann noch die Double Pillar Aufnahmen getestet. Bei diesen „Zweifüßlern“ lässt man zuerst die beiden äußeren Tropfen fallen, die dann eine Säule bilden. Am oberen Ende sollten sie sich dann treffen worauf im besten Fall ein weiterer Tropfen vom mittleren Ventil trifft. Auch dies hat gleich auf Anhieb funktioniert.

 Die Double Pillars: Sehr interessant finde ich hier, wie sich die unterschiedlichen Farben vermischen.

Die Double Pillars: Sehr interessant finde ich hier, wie sich die unterschiedlichen Farben vermischen.

Die exakte Vorgehensweise, wie ihr selber solche Bilder erstellen könnt, ist in meinem aktuellen Buch Schritt für Schritt beschrieben. Falls ihr solche Bilder in Form eines Workshops bzw. Einzelcoachings unter meiner Anleitung erstellen wollt, biete ich auch dies hier gerne an.

Eines möchte ich noch anmerken. All diese Aufnahmen sind an einem einzigen Nachmittag innerhalb von 2-3 Stunden entstanden. Ich habe also nicht lange herumprobiert, sondern bin relativ schnell zu brauchbaren Ergebnissen gekommen.

Am nächsten Tag habe ich die Lichtschranke getestet. Um es gleich vorweg zu sagen, für Ballistikaufnahmen ist die günstige Lichtschranke nicht zu gebrauchen. Die Diabolos sind einfach zu klein und schnell, um von der Lichtschranke erkannt zu werden. Eine Trefferquote von 10% ist kein zufriedenstellendes Ergebnis. Dies wäre auch eine kleine Sensation gewesen, da die Lichtschranke um ein vielfaches günstiger ist als die von Cognisys. Und selbst die von Cognisys hat schon ihre Probleme. Bei der funktionieren nur die Diabolos aus Kupfer und nicht die aus Blei. Zumindest ist dies bei mir mit meinem Luftdruckgewehr der Fall.

Andere Aufgaben wie fallende Früchte und ähnliches bewältigt die Lichtschranke dagegen hervorragend.

Wie ist nun mein Fazit im direkten Vergleich zum GlimpseCatcher und zum StopShot von Cognisys?

Der CrazyTrickler ist das preiswerteste der drei Geräte. Er hat 3 Ausgänge für die Magnetventile. Der große Vorteil gegenüber dem StopShot ist, dass man hier keinen Ausgang durch die Kamera oder einen Blitz belegen muss. Der CrazyTrickler hat für Kamera und Blitze jeweils eigene Ausgänge. Dadurch kann man immer bis zu 3 Ventile ansteuern. Zudem kann der CrazyTrickler übersichtlich am Laptop bedient werden, was beim StopShot ebenfalls nicht möglich ist. Anfangs hatte ich das Problem, dass das Ventil für den ersten Tropfen manchmal nicht geöffnet hat. Nach Rücksprache stellte sich heraus, dass dieser Fehler dann auftritt, wenn die Startzeit auf 0 ms eingestellt ist. Dieser Bug ist in der aktuellen Programmversion bereits behoben. Ansonsten ist die Software gut durchdacht und bedienerfreundlich.

Der Vergleich mit dem GlimpseCatcher sieht folgendermaßen aus: Der GlimpseCatcher wird ebenfalls übersichtlich am Laptop gesteuert und kann im Grunde alles, was man sich als Highspeed-Fotograf wünschen darf. Die Software vom CrazyTrickler hat mir an manchen Stellen besser gefallen. Eine Änderung der Zeiten während eines Loops, oder dass man schnell durch einen Doppelklick einen Tropfen vom jeweiligen Ventil fallen lassen kann ohne das die Kamera ausgelöst wird, ist mit dem GlimpseCatcher derzeit nicht möglich. Der große Vorteil vom GlimpseCatcher sind natürlich seine 12 Ausgänge. Wenn jetzt jemand mit mehr als 3 Ventilen arbeiten möchte, so muss er etwas mehr Geld ausgeben und zum GlimpseCatcher greifen. Wenn jedoch 3 Ventile ausreichend sind, und damit kann man wirklich viele tolle Sachen anstellen, dann kann bedenkenlos zum günstigeren CrazyTrickler gegriffen werden.

Wenn jemand Ballistik Fotografie betreiben will, dann empfehle ich nach wie vor den StopShot bzw. den StopShot Studio mit den X-Cross-Beam Sensoren.

* Affiliate

Verlosung: 5×2 Tickets für die Photokina 2014

Nachdem sich schon einige Leute fälschlicherweise in den Kommentaren zu einem zwei Jahre alten Verlosungsbeitrag zu Wort gemeldet haben, kommt endlich wieder Eure aktuelle Chance:

Am Dienstag, den 16. September 2014 eröffnet die Photokina, weltweit die größte Messe für Fotografen und Bildbearbeiter, wieder in Köln ihre Pforten. Fünf Tage lang präsentieren sich rund 1000 Aussteller aus ca. 40 Ländern und ihre Produktneuheiten. Wie auch die letzten Jahre werde ich wieder vor Ort sein und für Euch möglichst viele hilfreiche Geräte, nützliche Tipps und lustige Gymmicks vorstellen.

Reflektoren auf der Photokina (Halle 9) / Foto: Photokina

Reflektoren auf der Photokina (Halle 9) / Foto: Photokina

Wie die letzten beiden Male auch werde ich auf der Photokina am Samstag, den 20.09.2014 wieder einen Vortrag im Rahmen der “Meet the Professionals”-Reihe halten, in der Halle 4.1, Stand K 50 um 10:30 Uhr. Thema wird wieder sein: “Was macht ein gut verkäufliches Foto aus?” Zusätzlich werde ich passend zu meinem aktuellen Buch “Die Arbeit mit Models*” am Mittwoch um 10:30 Uhr an gleicher Stelle einen Vortrag zum Thema “Wie finde ich das passende Model?” halten.

Damit auch jeder die Chance haben kann, einen der Vorträge zu erleben oder einfach neugierig über die Messe zu schlendern, verlose ich 5 x 2 Online-Tickets für die Photokina im Wert von 58 Euro.

Was müsst ihr dafür tun?

Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Artikel mit dem Satz “Ja, ich will die Tickets gewinnenund mit einigen Vorschlägen, über welche Foto-Themen ihr in meinem Blog in Zukunft bevorzugt oder mehr etwas lesen wollen. Wenn die Vorschläge oder der Satz fehlen, zähle ich den Kommentar nicht.

Der Einsendeschluss ist Donnerstag, der 4. September 20124 Danach werde ich aus allen gültigen Blog-Kommentaren mittels dem Zufallsgenerator von random.org die fünf Gewinner ziehen, die sich über zwei Tickets freuen dürfen. Die Tickets berechtigen entweder eine Person, die Messe an zwei Tagen zu besuchen oder erlauben zwei Personen einen gemeinsamen Tagesbesuch der Messe.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch viel Glück.

Fünf Jahre Footage für Video-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Pimp My Stock: Bildbesprechungen von Stockfotos 34

Frage von Photography Q & A – Welche Blitze nutzt Du?

Gefahren des Weiterverkaufs digitaler Daten für die Stockfotografie

Pimp My Stock: Bildbesprechungen von Stockfotos 33