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Die Gewinner des Buchs “Grafik und Gestaltung” stehen fest

Sowas mache ich nie wieder! Damit meine ich nicht die Verlosung an sich, sondern die Art, wie ich die Gewinner auswählen wollte.

Was habe ich mir dabei gedacht, die Gewinner nach ihrer Begründung zu wählen? Als ich die Verlosung geplant habe, schien es eine schöne Idee zu sein.

Jetzt im Nachhinein stellte sich heraus, dass ich locker zehn oder mehr Exemplare vom Buch “Grafik und Gestaltung” an Teilnehmer mit gelungenen Begründungenn hätte verschenken können.

Das Limit war aber zwei, weshalb ich mich für diese beiden entschieden habe:

Nadine mit ihrem Gedicht:

“Dein Buch über Stockfotografie
hat mich motiviert wie nie.
Gute Weiterbildung wäre das Wäger-Buch,
weshalb ich hier mein Glück versuch’.

Fotos berühren und öffnen die Herzen weit,
darum mache ich mich für diesen Job bereit!
Ich möchte mich bilden und weiter lernen,
damit alle von meinen Fotos schwärmen!

Ein Foto spricht mehr als tausend Bände,
darum wünsche ich mir das Wäger-Buch in meine Hände!
Nach dem Lesen verschenke ich es hier gerne weiter,
damit wir alle erklimmen die Erfolgsleiter!”

und Heiko mit der witzigsten Begründung:

“Ich interessiere mich für Grafik und Gestaltung, weil mein Briefträger so untrainiert aussieht und ich ihm dieses 2,25-Kilo-Workout zur Figurverbesserung schenken möchte!”

Die Gewinner wurden per Email benachrichtigt.

Herzlichen Glückwunsch!

Pimp My Stock: Bildbesprechungen von Stockfotos 36

Die heutige Folge von „Pimp My Stock!“ ist etwas kürzer.

Ich bekomme auch seit langem mehr Einsendungen als ich Folgen veröffentliche, was zu einem ordentlichen Stau führt. Deshalb werde ich die nächsten Wochen etwas öfter eine Folge veröffentlichen, um meinen Rückstand aufzuholen.

Tristan schrieb mir im Mai 2013 schon folgendes:

„Hallo Robert,

ich würde gerne an Deiner Pimp My Stock Reihe teilnehmen.

Ich fotografiere seit ca. 2003, habe das Hobby dann etwas schleifen lassen und bin dann 2008 auf eine gebrauchte Spiegelreflex umgestiegen. Vorher hatte ich eine Fuji S602Zoom Bridge-Kamera.

Am Anfang habe ich mich auf familiäre Motive beschränkt, aber nach einiger Arbeit mit der Kamera und den Objektiven, sowie Präsentationen im Internet habe ich mich über weitere Techniken (Panorama, HDR, Strobist) weiter entwickelt.

Und mit steigenden Kosten für das Hobby bin ich dann auch auf Deine Seite gestoßen und hab mir zu Weihnachten dann Dein Buch gekauft.

Inzwischen habe ich bei drei Agenturen Bilder hochgeladen: Fotolia, Pitopia und 123rf.

Wie man aber aus meinem kleinen Blogartikel heraus lesen kann, klappts aber nicht so wirklich. Klar hab ich es etwas schleifen lassen, nachdem die Verkäufe nicht so wirklich gezogen haben. Auch die ersten Verkäufe haben mich nicht weiter motiviert (quasi geklauter Einkauf).

Ich wollte mir nun noch einmal eine Chance geben und Dich fragen, ob ich vielleicht den Sprung in die Peoplefotografie wagen sollte. Ein paar Beispiele findest Du hier.

Ich hab mich bei einer Modelagentur (www.stylished.de) angemeldet, um dort ein paar Modelle zu engagieren. Allerdings bin ich dort erst einmal abgelehnt worden. Wie komm ich denn zu einem initialen Portfolio für Modelshoots, die ich dann auch auf einer eigenen Website präsentieren kann?

Ok, ich weiß, das zielt etwas an Pimp My Stock vorbei, aber vielleicht kriegt dadurch Deine Artikelreihe eine neue Richtung ;-)

Vielen Dank für Deine Mühe.

Und hier noch ein paar Bilder, die noch nicht bei den Agenturen gelandet sind…

Liebe Grüße aus Franken,
Tristan“

Schauen wir uns die Bilder an:

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Zur Paprika ein klares und kurzes Nein. Das ist kein gutes Stockfoto. Die übliche Regel bei Foodfotos lautet, dass das Essen appetitlich aussehen sollte, wenn das Konzept nicht explizit was anderes verlangt. Foodfotografen verbringen deshalb manchmal mehr Zeit mit der Auswahl der richtigen, sprich: gut aussehenden, Zutaten als dem Fotografieren. Hier wurde einfach die erstbeste Paprika halbiert und vor einem weißen Hintergrund fotografiert. Mitsamt der Kerne und komisch gewachsenem Innenleben. Das stößt eher ab als das es appetitfördernd wäre. Dass der Hintergrund dann nicht sauber freigestellt wurde und die „Ratschen“ am Stiel der Paprika nicht retuschiert wurden, spielt dann schon keine Rolle mehr. Der letzte Punkt ist, an freigestellten roten Paprika in Bildagenturen wahrlich kein Mangel herrscht.

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Dier verblühte Tulpenstrauß sieht schon besser aus. Das Unperfekte ist hier Teil des Konzepts und damit erlaubt. Die Einsatzmöglichkeiten sind jedoch begrenzt und damit die Verkaufschancen gering. Gefühlsmäßig würde ich das Bild mehr als RM bei einer Macrostockagentur sehen als bei einer Microstockagentur.

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Ähnliches gilt für die verstreuten Blüten. Hier fällt schon etwas mehr negativ auf, dass der Hintergrund oben überstrahlt ist. Auch die Anordnung der Blüten wirkt lieblos. Hier hätte der Fotograf mehr Sorgfalt walten lassen müssen. Den Kundennutzen sehe ich noch weniger als beim ganzen Blumenstrauß, weshalb ich beide Fotos als Agentur ablehnen würde.

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Bei diesem Bild kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen, was überhaupt zu sehen sein soll. Der Mond? Ein Blitzlicht? Spinnenweben? Unklar. Den Kunden wird es genauso gehen und sie werden das Bild deshalb nicht kaufen.

Wenden wir uns deshalb der zweiten Frage der Mail zu.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich bei der Model-Kartei deutlich mehr Models finden lassen als bei Stylished. Wie man anfangs zu passenden People-Fotos zum Vorzeigen kommt, erkläre ich ausführlich in meinem Buch „Die Arbeit mit Models“*, deshalb hier nur kurz: Wer Probleme hat, Models zu finden, sollte mit Selbstportraits anfangen, dann die Familie und Freunde fragen, bis fremde Leute genug ansehnliches Material sehen können, um sich ebenfalls auf ein Fotoshooting einzulassen.

Im Buch habe ich auch ein Kapitel über Seriosität und die damit verbundene Namenswahl. „fotonbengel“ erscheint mir hier sowohl von der Schreibweise als auch der implizierten Flapsigkeit ungeeignet, um Vertrauen bei potentiellen Models zu wecken.

Wie habt ihr eure ersten Models von Fotos überzeugen können?

* Affiliate

Der Abschied vom Stockfotografie-Forum

Nach zweieinhalb Jahren habe ich mich schwerzen Herzens entschieden, das Stockfotografie-Forum zu schließen.

Das hat mehrere Gründe, die miteinander zusammenhängen.

Das Betreiben eines Forums kostet Zeit, Geld und Nerven. Ich wollte ein Forum betreiben, was frei ist von Werbung und den Zwängen, sich Sponsoren und Investoren unterwerfen zu müssen. Wohin das führt, könnt ihr zu Genüge in anderen “Foto-Magazinen” sehen, die vor bunter Werbung nur so leuchten und jede Bildagentur oder jeden Fotobuchanbieter toll und fantastisch finden, wenn die Firma nur genug zahlt.

Finanziell war es eine überschaubare Summe, die ich gerne ausgegeben habe, weil ich im Vorgänger-Forum Relota viel gelernt habe und auch in meinem Stockfotografie-Forum hilfreiche Informationen aufpicken konnte. Auch einige Skandale wie der Depositphotos-Shotshop-Deal wurden dort aufgedeckt und aktuell recherchiere ich an einem weiteren Fall, auf den ein Forumsnutzer mich aufmerksam gemacht hatte.

Auch die Zeit habe ich gerne investiert, weil ich eben auch gelernt habe und einige nette Menschen kennenlernen durfte. Zum Schluss hatten sich über 700 Leute im Forum angemeldet, von denen ca. 50-100 regelmäßig geschrieben haben.

Was sich langsam als Belastung erwies, war jedoch mein fehlendes technisches Wissen. So eine Forumsoftware erfordert eine regelmäßige Pflege und Wartung, alle paar Monate kommen Updates raus, welche Sicherheitslücken schließen sollten, die vorige Updates erst ermöglicht hatten. Ich habe eine Weile sogar mit dem Risiko gelebt, eine “angreifbare” Webseite zu betreiben, weil bei jedem Update wieder irgendwelche Plugins, Themes oder Tools nicht funktioniert haben, die ich in mühevoller Kleinstarbeit wieder zum Laufen bringen musste. Kombiniert mit meinem fehlenden Programmier-Wissen kostete das mehr Zeit, als mir lieb gewesen wäre.

Konkret hatten zwei Nutzer innerhalb kurzer Zeit hintereinander eine Sicherheitslücke im Forum gefunden, welche es erlaubte, die privaten Nachrichten anderer Nutzer zu lesen. Das musste ich sofort abstellen. In der Hoffnung, dass das neuste Update (ich hinkte mittlerweile zwei Major-Updates hinterher) diese Lücke vielleicht beheben würde, machte ich ein Backup des Forums und der Datenbank und begann mit dem Update. Wie üblich klappte es wieder nicht und diesmal gelang mir leider auch nicht die Wiederherstellung meines Backups. Damit war das Forum nicht mehr erreichbar.

Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und ich habe mich entschieden, es gut sein zu lassen.

danke-thanks
Ich bedanke mich recht herzlich bei meinem Co-Moderator Ralf Nöhmer (aka Teatime), der mitgeholfen hat, dass sich – mehr oder weniger – alle Nutzer an einen freundlich Umgangston gehalten haben.
Ich bedanke mich auch bei allen Forumsteilnehmern, welche bereit waren, mit ihrer Zeit und ihrem Wissen anderen Leserinnen und Lesern auszuhelfen, namentlich vor allem stphotography, Corinna, roede_orm, Walter, tmax, Bernd und vielen anderen.

Wie geht es weiter?

Die Daten habe ich von den Servern gelöscht. Das Backup habe ich noch auf der Festplatte und werde sie zwei Wochen aufheben, falls sich noch wider Erwarten eine Lösung finden sollte. Persönliche Daten werde ich keinesfalls an jemanden herausgeben.

Aktuelle Informationen zum Bildermarkt werdet ihr weiterhin hier in meinem Blog finden oder auch auf meiner Facebook-Seite.

Wer mit anderen diskutieren will, kann das zum Beispiel im englischen Forum Microstock Group machen oder in einer deutschsprachigen Facebook-Gruppe wie “Stock” (deutsch) oder “Stock Photographers & Illustrators” (englisch). Eine weitere deutsche Alternative ist das Stockfotoforum.

Danke noch mal an euch alle.

Rezension: “Grafik und Gestaltung” (Neuauflage) von Markus Wäger (mit Verlosung)

Lange habe ich überlegt: Soll ich wirklich eine Rezension über ein Buch schreiben, welches ich vor zwei Jahren schon mal rezensiert hatte?

Wie ihr lesen könnt, habe ich mich doch dafür geschrieben aus einem einfachen Grund: Was ich in meiner ersten Rezension so lobhudelnd geschrieben habe, ist immer noch gültig.

Dazu kommt, dass das Buch “Grafik und Gestaltung“* des Grafikers Markus Wäger jetzt in der zweiten komplett überarbeiteten und erweiterten Auflage erhältlich ist. Damit ist der Wälzer nicht nur ca. 100 Seiten dicker, sondern auch ca. 300 Gramm schwerer und wiegt jetzt satte 2,25 Kilo. Ich habe es für meinen schnaufenden Briefträger gemessen. Dieses Volumen erklärt sich aus dem Ansatz des Untertitels, “Das umfassende Handbuch” zum Thema Grafik und Design sein zu wollen. Doch keine Panik, wer die Druckversion erhält, bekommt das Ebook kostenlos dazu, was sich durch die digitale Suchfunktion noch besser als Nachschlagewerk eignet.

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Auch wenn es ein Fachbuch ist, was einem zum Lernen bringt und auch die Ausbildung zum Mediengestalter gut begleiten kann, liest es sich flüssig und spannend. Fotografen sind ja visuell anspruchsvoll und das klare Layout des Buchs mit vielen hervorragend gewählten Beispielbildern ergänzt den Text des Buchs hervorragend und beweist, wie angenehm gutes Design sein kann.

Erst wollte ich im Kapitel “Bild” beginnen, weil dort mein beruflicher Schwerpunkt liegt, aber schon beim Überfliegen der Einleitung habe ich mich festgelesen, wie ich am Ende des zweiten Kapitels feststellen musste. Ich wiederhole gerne meine Einschätzung der ersten Rezension: Für Stockfotografen ist dieses Buch ein Muss!

Markus Wäger schreibt das Buch aus Kundensicht, weil Grafikdesigner üblicherweise Stockfotos kaufen und auch das Buch ist mit massenhaft Fotos von Shutterstock illustriert, sodass mich zumindest beim Lesen ein sehr heimeliges Gefühl bei den ganzen bekannten Gesichtern überkam. So können wir lernen, worauf Grafiker Wert legen und Rücksicht nehmen müssen, was Stockfotografen dann vorausschauend in ihren Fotos umsetzen können: An welcher Stelle sollte der Textfreiraum im Foto sein? Wie sollten die Models aussehen? Welche Farbpalette sollte mein Foto abdecken?

Dazu kommt, dass der reine Fotograf immer mehr in den Hintergrund rückt. Ich selbst mache ja nicht mehr nur Fotos, ich mache auch Videos, 3D-Renderings, Illustrationen, Fotomontagen, Layouts, muss typografische Entscheidungen treffen und so weiter. Um grafische Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus ausprobieren zu müssen, hilft das Buch “Grafik und Gestaltung” ungemein.

Die Verlosung

Markus Wäger und der Verlag Galileo Design waren so freundlich, mir zwei Exemplare des Buchs (mit Ebook) für eine Verlosung zur Verfügung zu stellen.

Was müsst ihr dafür tun?
Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Artikel, in dem ihr den Satz “Ich interessiere mich für Grafik und Gestaltung, weil…” kreativ vervollständigt.

Die beiden Teilnehmer mit dem aus meiner Sicht besten Grund erhalten je ein Buch. Der Teilnahmeschluss ist am 19.10.2014, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die beiden Gewinner werden danach per Email von mir benachrichtigt.

Viel Glück…

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Die 11 meistverkauften Musik-Tracks bei Pond5 im Jahr 2013

Die Video-, Bild- und auch Audioagentur Pond5* war so freundlich, mir eine Liste von deren “meistverkauften Musik-Tracks” im Jahr 2013 zur Verfügung zu stellen. 2013? *hüstel* Ja, es gab einige technische Probleme, weswegen ich euch erst jetzt die Liste präsentieren kann.

Kind singt Lied in Musikschule mit vielen Noten
Wer schon mal versucht hat, etwas über den Erfolg von Stockaudio im Netz zu recherchieren, wird gemerkt haben, dass da eine Grabesstille herrscht. Umso mehr freut es mich, jetzt hier die erste Liste der Bestseller-Musiktracks vorstellen zu dürfen, auch wenn wir ein dreiviertel Jahr hinterher hinken. Die Liste enthält keine Soundeffekte (SFX), sondern “nur” die meist höherpreisigen Musiktracks.

Die Links führen direkt zu den Tracks bei Pond5, zum Anhören einfach auf das Play-Symbol darunter klicken. Die Buchstaben in Klammern geben an, ob und in welcher Verwertungsgesellschaft (z.B. der GEMA) der Musiker Mitglied ist und die “bpm” zeigen geschätzt die Geschwindigkeit der Songs in “Schlägen pro Minute” an.

1. Sunny Side* von ZingDog (ASCAP) (100 bpm)

2. Elevation* von AudioQuattro (100 bpm)

3. Acoustic Fun & Ukulele* von ryanancona (155 bpm)

4. Pulse* von soundroad (PRS) (128 bpm)

5. Optimistic and Upbeat* von LNDNSounds (117 bpm)

6. Corporate Ideas* von ThatBeat (105 bpm)

7. Inspiring and motivating theme* von Twisterium (116 bpm)

8. Fun guitar and Ukulele* von JHunger (86 bpm)

9. Upbeat Life* von UniqueSound (156 bpm)

10. Acoustic Hopes And Dreams* von ZingDog (ASCAP) (95 bpm)

11. Hopes And Expectations* von Alf (110 bpm)

Was für Umsätze kann man mit so einem Track erzielen?

Die ersten fünf Tracks haben allesamt vierstellige Downloadzahlen. Die weiteren fünf liegen alle im oberen dreistelligen Bereich. Vier der elf Tracks wurden erst im Laufe des Jahres 2013 hochgeladen, das heißt, die Downloadzahlen wurden innerhalb eines Jahres erzielt. Ich hatte ja schon im Januar 2014 die Zahlen verglichen, es ist also durchaus möglich, mit diesen Bestsellern über 500 Downloads innerhalb eines Jahres zu erzielen.

Die Preise für diese Tracks liegen zwischen 8 und 40 USD. Der Durchschnitt liegt bei einem Verkaufspreis von 26,72 USD. Bei einem Anteil von 50% für Pond5 erhalten die Musiker ca. 13,36 pro Download. Bei 500 Downloads wären das 6680 USD, die innerhalb eines Jahres mit einem Bestseller verdient werden können.

Verglichen mit Fotos ist das viel, aber die Arbeitszeit für die Erstellung eines solchen Bestsellers liegt auch deutlich höher als bei Fotos. Andererseits ist auch die Konkurrenz viel geringer, da es bei Pond5 zum Beispiel “nur” ca. 200.000 Audio-Tracks gibt, aber über 11 Millionen Fotos, also ca. 55x so viele.

Dazu kommt, dass Pond5 Dateien nicht exklusiv anbietet, die Musiker können ihre Tracks also meist bei weiteren Agenturen einstellen und dort Geld verdienen.

Was können Stockaudio-Produzenten aus dieser Liste lernen?

Als erstes: Dur zählt. Ähnlich wie bei Fotos sollten auch die Audio-Tracks eine positive Grundstimmung haben. Das traurige Moll ist da nicht gefragt. Die Songs sollten optimistisch und motivierend klingen, gerne auch mit akustischen Instrumenten. Das mit Abstand beliebteste Instrument ist die Ukulele, gefolgt von effektverzehrten Gitarren und Klavier.

In den Klammern habe ich ja versucht, die “Beats pro Minute” (bpm) zu zählen, also die Schnelligkeit eines Songs. Der Herzschlag eines erwachsenen Menschen bei normaler Anstrengung liegt ca. bei 72 bpm. Das heißt, alles, was darüber liegt, wirkt “treibend” beim Hören, was darunter liegt, wirkt “beruhigend”. Die Audio-Bestseller liegen allesamt darüber, der Durchschnitt liegt bei ca. 115-120 bpm. Damit liegen die Tracks ziemlich genau bei den 119 bpm, die hier als Durchschnitt für Chart-Hits errechnet wurden. Dort gibt es übrigens viele weitere spannende Forschungsergebnisse über den Klang eines Chart-Hits.

Die Dauer der obigen Besteller-Audiotracks liegt zwischen 78 und 196 Sekunden, wobei die Länge der Top 5 länger ist als der folgenden Songs. Im Durchschnitt liegt die Songlänge bei 131 Sekunden, also 2:11.

Ein weiterer Aspekt ist die Verschlagwortung und Titelvergabe. Die obigen Titel schaffen es alle, eine Stimmung oder Erwartungshaltung zu erzeugen, nach der ein Käufer suchen könnte. Die Anzahl der Suchbegriffe variiert von 20 bis 51 Keywords, im Schnitt sind es 36 Wörter, also ähnlich der empfohlenen Zahl bei Fotos.

Was für Erfahrungen habt ihr gemacht? Wer verkauft von euch auch Stockaudio-Tracks?

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