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Die Heuchelei von Getty Images am Beispiel von Adobe Stock und Fiverr

Manchmal überholen Nachrichten sich selbst. Einen Teil dieser Meldung wollte ich schon vor einer Woche veröffentlichen, hatte aber zu wenig Zeit. Im Nachhinein betrachtet ist es ganz hilfreich, denn es kamen neue Informationen dazu, welche die erste Meldung in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Am 25. Juni 2015 geschah etwas Seltenes. In dem „Contributor Community„-Newsletter für exklusive iStock- und Getty Images-Fotografen widmete Getty Images dem neuen Angebot „Adobe Stock“ von der Konkurrenzagentur Fotolia fast ein Drittel des Inhalts. Hier könnt ihr diesen Teil in englisch nachlesen, ich habe mir den Inhalt von einer anderen Quelle bestätigen lassen.

Der Beginn des Getty-Newsletters

Der Beginn des Getty-Newsletters

Übersetzt steht da:

Einige Gedanken zum Start von Adobe Stock

Nach dem Start von Adobe Stock haben wir das Gefühl, es sei an der Zeit, mit Euch – unseren exklusiven Künstlern – einige unserer Gedanken darüber zu teilen, was dieser Schritt für Getty Images, iStock by Getty Images und unsere von uns geschätzte Zusammenarbeit mit Euch bedeutet.

Lasst uns damit beginnen zu sagen, dass zusätzlicher Wettbewerb nicht grundsätzlich eine schlechte Nachricht ist. Wettbewerb kann uns dabei helfen, unseren aktuellen und potenziellen Kunden besseren Service zu erbringen. Er kann auch unseren Kundenstamm erweitern, da durch das damit verbundene Marketing allgemein die Wahrnehmung der Verfügbarkeit von Bildmaterial und der Notwendigkeit dieses zu lizenzieren steigt. Schlecht ist Wettbewerb vor allem, wenn man kein ausreichend differenziertes Produkt anbieten kann.

Dank Euren bisherigen und zukünftigen Bildern bieten wir eine klare Positionierung im Markt: Überlegenes Bildmaterial. Dies gehört zu den wesentlichen Anforderungen unserer Kunden. Ohne großartiges Bildmaterial können Kunden auch keine großartigen Projekte umsetzen. iStock by Getty Images ist der einzige Anbieter im Niedrigpreis-Segment, der eine größere Anzahl und hochwertigere Bilder anbietet. Adobe Stock dagegen bietet denselben Inhalt, der bereits bei Fotolia und vielen anderen Anbietern verfügbar ist. Eine Aussage, das Bildmaterial sei von Adobe ausgewählt, macht dies nicht wahr.

Zudem bieten wir die gesamte Palette an Angeboten von Getty Images. Nur Getty Images kann allen Kunden einen umfassenden Service für alle Projekte weltweit liefern – kreative und redaktionelle, neue und historische, globale und lokale, Premium und Discount Inhalte. Nur Getty Images hat ein Verkaufsteam von 700 Spezialisten im Bereich Bildlizenzierung. Nur Getty Images hat in 20 Jahren einen breiten Kundenstamm aufgebaut.

Jenseits dessen, was der Start von Adobe Stock für Getty Images und iStock by Getty Images bedeutet, möchten wir die weitere Bedeutung dieses neuen Angebots für Fotografen weltweit beleuchten.

Mit dem Start von Adobe Stock stellt Adobe klar, dass sie den maximalen Wert einer Bildlizenz bei $10 sehen. Wir stimmen dem einfach nicht zu. Professionelle und fotografische Erfahrung sowie Investitionen in die Vorbereitung und Nachbearbeitung von Inhalten spielen eine Rolle bei der Qualität des Endproduktes und lassen sich nur durch höhere Preise – und damit Fotografen-Anteilen – wirtschaftlich rechtfertigen. Dies ist die Kernidee dahinter, dass Getty-Anbieter ihr Material verteilt über alle unsere Angebote streuen können und nicht nur nach dem „ein Einheitspreis für alles, jedes Bild ist austauschbar“-Ansatz.

Der Start von Adobe Stock unterstreicht auch den wahren Fokus von Adobe. Adobe setzt den Wert der Arbeit von Fotografen deutlich zu tief an, um ihr Angebot der Creative Cloud zu stärken. Entsprechend erhalten Kunden der Creative Cloud auch einen 40%igen Nachlass auf das Bildmaterial, der letztlich über tiefere Lizenzgebühren durch die Fotografen subventioniert wird.

Wir haben Mühe zu verstehen, wie Adobe Stock die Herstellung von Bildmaterial und die Lebenskosten von Fotografen nachhaltig unterstützen könnte – von denen letztlich viele auch Kunden der Creative Cloud sind. Stattdessen sehen wir in der aktuellen Form lediglich eine nachhalte Unterstützung von Adobes Ambitionen, ihre Software-Plattform voran zu bringen, auf Kosten der teilnehmenden Anbieter.

Getty Images wird sich weiterhin darauf konzentrieren, mit dem Schwergewicht auf hochwertigem Bildmaterial Lizenzen zu vertreiben. Wir werden damit fortfahren, dieses hochwertige Bildmaterial auch zu Premiumpreisen und mit höheren Lizenzauszahlungen an Fotografen zu vermarkten. Wir danken Euch für Eure Inhalte und Eure Loyalität. Wir sind mehr denn je daran interessiert, Eure Loyalität zu erhalten und werden verstärkt den Wettbewerb auf der Basis von Qualität und Umfang unseres Angebotes suchen. In den kommenden Monaten werdet Ihr verstärktes Marketing, neue Partnerschaften und weitere Verbesserungen sehen, die diese Strategie und unser Wille diese umzusetzen deutlich zeigen.

Danke, das Ihr unsere Partner seid.

Brad und das Team

Lassen wir inhaltliche Fehler beiseite wie die 10 US-Dollar, die in Europa eher 10 Euro sind sowie die 40% Nachlass, die nicht auf die 10 Euro/USD, sondern nur auf ein Abonnement gewährt werden. Sich über einen Bildpreis von 10 Euro pro Bild zu mokieren, wenn die Getty-Tochter Thinkstock Einzelbilder für 7,80 Euro anbietet, wirkt etwas paradox.

Dazu kommen die vielen Nutzungshonorare im unteren Cent-Bereich (zum Beispiel 0,14 Euro oder 0,22 Euro für den Fotografen), die bei Verkäufen über Getty Images selbst generiert werden. Denn die hohen offiziellen Lizenzgebühren auf der Webseite werden vom Verkaufsteam auch schnell stark nach unten gedrückt, wenn ein Kunde mit genügend Verhandlungsmasse ankommt.

Mit dem Programm „Getty Embed„, bei dem Getty Images seit März 2014 Millionen von Bildern verschenkt gegen einen Link zurück auf deren Webseite, trägt die Agentur selbst dazu bei, den Wert der Fotografie auf genau „Null“ zu drücken. Interessanterweise tauchte dazu eine Analyse auf. Die Datenbank-Firma Majestic hat unten in diesem Artikel dargelegt, dass über 5.900 verschiedene Domains über 2 Millionen Bilder von „Getty Embed“ genutzt haben. Da die Verlinkung immer im selben Format auf die selbe Seite erfolgt, lässt sich das automatisiert vermutlich gut zählen. Das bedeutet: Diese 5.900 Domains haben jeweils über 330 kostenlose Bilder benutzt.

Ich gehe davon aus, dass Leute, die über 300 Bilder innerhalb ungefähr eines Jahres auf einer Domain benutzen, vermutlich früher in irgendeiner Form ein Abo bei einer Bildagentur hatten. Soviel zu – Zitat aus der obigen Mail – „auf Kosten der teilnehmenden Anbieter„.

Getty Images kooperiert mit Fiverr

Am 30. Juni 2015, nur fünf Tage nach dem „Adobe sind Bilder nur 10 Dollar wert„, gab Getty Images eine Kooperation mit der Firma Fiverr bekannt.

Fiverr ist sowas wie die Billigbude für Arbeiten im Bereich Design, SEO, Webseitengestaltung und vieles mehr. Man könnte sagen, dass Fiverr bei Designern und anderen Anbietern von Dienstleistungen ungefähr so beliebt ist wie Microstock bei professionellen Fotografen vor acht bis zehn Jahren. Nutzer von Designleistungen finden das Billigangebot schon deutlich attraktiver.

Woraus besteht nun die Kooperation?
Fiverr-Anbieter können ihren Kunden jetzt zusätzlich zu ihrem Projekt Bilder von „Getty Images“ vermitteln. Kostenpunkt? 10 US-Dollar! Davon gehen 25%, also 2,50 USD an den Fiverr-Vermittler, den Rest teilen sich Getty Images, Fiverr selbst sowie der Fotograf in einem nicht genannten Verhältnis.

Ich denke, ihr erkennt die Ironie der Meldung. Die „Mühen„, die Getty Images hatte, um zu verstehen, wie Adobe Stock die „Lebenskosten von Fotografen nachhaltig unterstützen“ könnte, scheinen überwunden und werden jetzt kopiert.

Wenn die Kunden nicht sowieso einen der – illegalen – Fiverr-Dienste in Anspruch nehmen, wo Leute 10 Stockfotos für 5 US-Dollar anbieten…

Wie schätzt ihr die neusten Entwicklungen ein?

Frag den Fotograf: Keywords alphabetisch sortieren mit Adobe Lightroom?

In letzter Zeit bin ich unbemerkt dazu übergegangen, Fragen an mich per Email ebenfalls per Email zu beantworten.

Da das aber wieder dazu führt, dass ich die gleichen Fragen mehrmals beantworte, will ich die Rubrik „Frag den Fotograf“ wieder verstärkt befüllen, um bei sich wiederholenden Fragen auf dieses „FAQ“ verlinken zu können.

Ein Fotograf schrieb mir heute:

„Hallo Robert,

ich hätte 2 Fragen zur Fotolia Verschlagwortung.

Fotolia fordert ja eine Gewichtung der Suchbegriffe. (Die ersten 7 Wörter wären wohl die wichtigsten.)

Beim Importieren oder auch später in Lightroom vergebene Stichwörter werden von diesem – unabhängig von der Reihenfolge ihrer Eingabe – penetrant in eine alphabetische Reihenfolge sortiert und so in die IPTC-Daten geschrieben. Ich bin nicht in der Lage, diese Sortierwut von LR auszuschalten. Wie gehst Du mit diesem Problem um?

Kann ich bei Fotolia mit ruhigem Gewissen mit Umlauten und „ß“ verschlagworten und spielt Groß-Klein-Schreibung eine Rolle?

Danke und viele Grüße
Frank“

Die erste Frage kann ich leicht, wenn auch für viele leider nicht zufriedenstellend, beantworten:

Beispiel (m)einer Verschlagwortung mit Adobe Bridge

Beispiel (m)einer Verschlagwortung mit Adobe Bridge

Adobe Lightroom erlaubt derzeit leider keine manuelle Sortierung der Suchbegriffe!
Diese werden immer alphabetisch sortiert.
Das ist einer der Hauptgründe, weshalb ich Lightroom nicht nutze, sondern stattdessen das altbewährte Adobe Bridge benutze, um meine Suchbegriffe den IPTC-Daten hinzuzufügen.

Im Rahmen der Vorstellung von Adobe Stock konnte ich mich mit einigen Produktentwicklern von Adobe unterhalten und habe zusammen mit anderen Stockfotografen noch mal betont, wie wichtige die Sortiermöglichkeit von Suchbegriffen in Adobe Lightroom wäre. Vielleicht tut sich ja was.

Wer ebenfalls dazu beitragen möchte, kann in diesem Feedback-Thread von Adobe eine Nachricht hinterlassen. Eine weitere Möglichkeit wäre, diesen Wunsch hier bei „Dear Adobe“ zu hinterlassen.

Die zweite Frage ist ebenfalls leicht zu beantworten:
Wenn als Sprache „deutsch“ eingestellt ist, kommt die Bildagentur Fotolia* mit deutschen Umlauten und dem „ß“ problemlos klar, eher im Gegenteil führen ausgeschriebene Umlaute wie „oe“ statt „ö“ zu weniger Suchergebnissen. Ich habe es mit „Störche“ vs. „Stoerche“ probiert, sowohl auf der deutschen als auch us-amerikanischen Webseite von Fotolia.

Groß- und Kleinschreibung hingegen spielt meiner Erfahrung nach keine Rolle, das könnt ihr ebenfalls einfach selbst testen, indem ihr Begriffe auf der Seite in beiden Varianten eingebt.

Welches Programm nutzt ihr zum Eintragen eurer Metadaten?

* Affiliate

Ausfüllen der Steuerformulare für die Bildagentur 123rf

Ich weiß nicht, warum die Bildagentur 123rf erst jetzt anfängt, bestimmte Steuerinformationen von ihren Anbietern abzufragen, während andere Agenturen wie Shutterstock oder Fotolia das schon seit über fünf Jahren verlangen.

Der Grund ist jedoch jedes Mal der Gleiche: Vorgaben der US-Finanzbehörde IRS, um steuerliche Vorgaben korrekt umsetzen zu können.

Für Fotografen ist es sinnvoll und wichtig, die Steuer-Informationen vollständig auszufüllen, weil so in den meisten Fällen eine deutlich höhere Besteuerung der Agentureinnahmen vermieden werden kann.

Während bei den anderen Agenturen bei der Umsetzung dieser Behördenanforderungen teilweise ein völliges Chaos herrschte, hat 123rf von den Fehlern der anderen Agenturen gelernt und das Ausfüllen des „W8-BEN-Antrags“ deutlich erleichtert.

Wie fülle ich das Formular richtig aus?

  1. Logge Dich bei 123rf ein und gehe dann ins „Tax Center„, der Link ist auf der Startseite ganz unten rechts zu finden.
  2. Dort startet ihr dann den „123 Tax Wizard“, also eine Art Ausfüllhilfe.
  3. Klickt auf „No“, bei „Do you know your Tax Group?“ (Kennst Du Deine Steuergruppe?)
  4. In meinem Fall klicke ich dann auf „I submit as an individual at 123rf“ (Ich liefere Bilder als Einzelperson an 123rf). Achtung: Wer Bilder als Unternehmen, Handelsgesellschaft, GmbH, LLC oder ähnliches liefert, muss unter Umständen eine der anderen Möglichkeiten anklicken.
  5. Danach wird das Land des permanenten Wohnsitzes abgefragt, in meinem Fall „Germany“.

    123rf tax-01

    Screenshot des „Tax Wizard“

  6. Klicke danach auf „Fill in E-form“ (Fülle das „W-8BEN“-Formular elektronisch aus) im roten Kästchen.
  7. Dann öffnet sich das „Form W-8BEN“, aber glücklicherweise sind die meisten Daten schon aus dem Profil von 123rf übernommen worden.
  8. Kontrolliert bitte euren Namen bei 1. sowie ihre Anschrift bei 4. Sollten da Fehler enthalten sein, müsst ihr diese Daten bei 123rf unter „Mein Konto/Anschrift ändern“ korrigieren.
  9. Bei 6. habe ich meine US-Steuernummer eingetragen, wer keine hat, klickt rechts einfach auf „I have no SSN, ITIN or EIN“ (Ich habe keine US-Steuernummer)
  10. Bei 7. habe ich meine deutsche Umsatzsteuer-ID eingetragen, bin aber ehrlich gesagt unsicher, ob nicht auch die Steueridentifikationsnummer oder die „normale“ Steuernummer ausreicht. Da das Feld aber als „optional“ (freiwillig) gekennzeichnet ist, müsstet ihr auch nichts eintragen, wenn ihr nicht wollt.

    Screenshot des W8-BEN-Formulars

    Screenshot des W-8BEN-Formulars

  11. Die Häkchen und anderen Details sind von 123rf schon korrekt vorausgefüllt, ganz unten müsst ihr dann nur noch unterschreiben, indem ihr euren Vor- und Nachnamen eintippt. Dieser muss identisch sein mit dem Namen bei 1.
  12. Fertig! Danach werdet ihr wieder zum „Tax Center“ geleitet, wo jetzt in grün „Tax Form W-8BEN Submitted“ (Steuerformular abgeschickt) stehen sollte.
  13. Nach einigen Wochen sollte sich der Status in „Tax Form W-8BEN Approved“ (Steuerformular bestätigt) ändern.

Habt ihr das Steuerformular auch schon ausgefüllt?

Adobe integriert Bilder von Fotolia in das neue Produkt „Adobe Stock“

Vor einem halben Jahr hat die Softwarefirma Adobe die Microstock-Bildagentur Fotolia für 800 Mio. US-Dollar gekauft.

Schon damals war klar, dass sehr wahrscheinlich eine Einbindung der Fotolia-Bilder in die „Creative Cloud“ (CC) von Adobe erfolgen würde. Heute bestätigte Adobe diese Voraussage auf ihrem „Creative Cloud 2015„-Event in Berlin, wo die neuen Funktionen der CC 2015 vorgestellt wurden.

Fast genau zehn Jahre nach dem Start von „Adobe Stock Photos“ (einem Dienst, der 2008 wieder eingestellt wurde), präsentiert Adobe nun „Adobe Stock„, mit über 40 Millionen Bildern aus der Datenbank von Fotolia. Ich halte den Namen für etwas unglücklich gewählt, weil die Aktien der Firma den gleichen Namen haben (probiert es bei Google aus), aber das soll hier keine Rolle spielen.

Das neue Logo von "Adobe Stock"

Das neue Logo von „Adobe Stock“

Gewiss sind in der Creative Cloud 2015 einige Schmankerl für Fotografen und Designer versteckt, aber dazu komme ich vielleicht ein andernmal. Heute soll sich alles um die Vorstellung von „Adobe Stock“ drehen.

Was genau ist „Adobe Stock“?

Ein Ziel von Adobe ist es, den kompletten Gestaltungsprozess von Design in die „Creative Cloud“ zu verlagern. Bisher können CC-Kunden in den Cloud-Bibliotheken bisher schon Pinsel (Brush CC), Farbpaletten (Color CC), Vektorformen (Shape CC), aber auch Textstile und Ebenenstile plattform- und programmübergreifend erstellen und darauf zugreifen.

Ich kann zum Beispiel mit der App „Adobe Color CC“ die Farben eines selbst gemachten Fotos analysieren und als Farbpalette in der Cloud abspeichern. Danach habe ich auf diese Farbpalette Zugriff über Photoshop, Illustrator und so weiter, um diese Farben bei meiner Arbeit verwenden zu können.

Mit Adobe Stock ist es ähnlich, nur eben mit Bildern:
Kunden können über die Bibliotheken im Bilderbestand „Adobe Stock“ (der wiederum von Fotolia kommt) suchen und sich kostenlos Vorschaubilder mit Wasserzeichen versehen in ihre CC-Bibliotheken legen und in ihrer Arbeit nutzen. Diese Vorschaubilder sollen eine deutlich bessere Qualität als bisher haben.

Screenshot der Adobe Stock Webseite, wo die Bilder gesucht werden können

Screenshot der Adobe Stock Webseite, wo die Bilder gesucht werden können

Um „Adobe Stock“ nutzen zu können, müssen Creative Cloud-Kunden ihre Programme wie Photoshop oder Illustrator auf „CC 2015″ aktualisieren über den „Creative Cloud Manager“.

Wie viel kostet die Nutzung von „Adobe Stock“?

Das Runterladen und die Nutzung der Vorschaubilder mit Wasserzeichen ist kostenlos. Um das Wasserzeichen zu entfernen und die Bilder legal nutzen zu dürfen, müssen sie gekauft werden. Das funktioniert über die Kreditkarte, welche bei Adobe für die Bezahlung des „Creative Cloud“-Abos hinterlegt ist.

Möglich ist ein „normales“ Jahres-Abonnement von 750 Bildern im Monat für 159 USD pro Monat (bzw. 199 USD für nur einen Monat Laufzeit), der Einzel-Download eines Bildes für 9,99 US-Dollar (bzw. in Europa vermutlich 9,99 Euro netto) sowie ein Bilderpaket von 10 Bildern für 50 US-Dollar. Andere Zahlungsmöglichkeiten oder Bilderpakete sind aktuell nicht möglich.

Welche Lizenz haben die Bilder von Adobe Stock?

Soweit mir bekannt ist, werden die Bilder mit einer „Standardlizenz“ wie der bei Fotolia angeboten. Eine „Erweiterte Lizenz“ gibt es aktuell nicht.

Vektorgrafiken werden als Vektor geliefert ohne die dazugehörige JPG-Datei. Das Angebot umfasst auch die Instant-Collection, aber nicht die Premium-Collection „Infinite“. Videos werden zum Start noch nicht angeboten, die Einführung ist aber geplant.

Screenshot, wo die "Adobe Stock"-Bilder (siehe Kächsten rechts im Bild) in Photoshop als Bibliothek auftauchen

Screenshot, wo die „Adobe Stock“-Bilder (siehe Kächsten rechts im Bild) in Photoshop als Bibliothek auftauchen

Wie viel verdienen die Fotografen an einem Verkauf?

Haltet euch fest, jetzt kommen die guten Nachrichten!
Generell gilt: 33%. Das ist der Anteil, den die Fotografen von einem Verkauf erhalten sollen. Wird demnach ein Einzelbild für 10 USD/Euro verkauft, erhält der Fotograf 3,33 Credits.

Kauft der Kunde 10 Bilder im Paket, wären es demnach 33% von 5 (50 Dollar durch 10 Bilder), also 1,65 Credits. Das sind mehr als die 20% (1 Credits) bzw. 25% (1,25 Credits) mit DPC-Opt-In, welche Fotografen bisher beim Verkauf der ähnlichen Bildpakete bei Fotolia erhalten. Der „Bonus“ für das Anbieten der Fotolia-Bilder im „Dollar Photo Club“ (DPC) entfällt somit.

Die gute Nachricht: Die 33% werden in Zukunft auch bei Verkäufen von Bildpaketen über Fotolia und dem DPC ausgezahlt, also eine Kommissionserhöhung von 37,5%.

Benutzt der Kunde das „normale“ Bilder-Abo, erhält der Fotograf die Kommission gemäß seinem aktuellen Ranking-Wert, also von 0,20 bis 0,40 Credits pro Download.

Ist ein Opt-Out bei Adobe Stock möglich?

Nein, Im Gegensatz zum Dollar Photo Club von Fotolia ist bei Adobe Stock kein Opt-Out möglich.

Welchen Einfluss haben Verkäufe über „Adobe Stock“ auf das Fotografen-Ranking bei Fotolia?

Hier kommt noch eine gute Nachricht: Die normalen Verkäufe zählen wie bisher 1:1. Aber: Auch die Abo-Downloads zählen jetzt 1:1, nicht wie bisher 4 Abo-Downloads als 1 Ranking-Download. Das gilt sowohl für die verkauften Abos über Adobe Stock als auch über Fotolia sowie dem DPC.

Im Klartext: Wer bisher ca. 50% Abo-Downloads hatte, sollte jetzt das nächste Ranking-Level doppelt so schnell erreichen als bisher (4*0,5 = Faktor 2). Wer wie einige ausländische Anbieter eine Abo-Quote von 75% hat, erreicht das nächste Level und damit auch die höheren Kommissionen sogar dreimal so schnell!

Nicht berücksichtigt sind hier eventuell höhere Gesamtverkäufe, wenn Adobe es schafft, Creative Cloud-Kunden, die bisher nicht bei Fotolia gekauft haben, für das Angebot zu begeistern.

Wie werden die „Adobe Stock“-Verkäufe für Fotografen abgerechnet?

Die Abrechnung der Verkäufe über Adobe Stock sehen die Fotografen bei den normalen Umsatzmeldungen im Anbieter-Dashboard von Fotolia.

„Adobe Stock“-Verkäufe werden dort nicht anders gekennzeichnet sein, vermutlich, um der Konkurrenz mittels „Reverse Engineering“ keine Anhaltspunkte über den Erfolg von Adobe Stock zu liefern.

Ich bin gespannt, wie viele der Creative Cloud Kunden das Angebot in ihren Workflow aufnehmen werden.

Was sagt ihr zu den Änderungen?

Kostenloser Shuttertalk-Vortrag in Köln am Freitag, den 5.6.2015

Diesen Frühling tourt die Bildagentur Shutterstock auf ihrer „Creators Tour“ durch Deutschland und besucht viele Design-Events in großen Städten und veranstaltet auch eigene „Shuttertalks„, wo Fotografen Tipps und Tricks rund um die Stockfotografie geben.

Alle Termine und mehr Infos findet ihr im Link oben.

Shuttertalk-Koeln-01-06-2015 09-56-43
Besonders vorstellen möchte ich zwei Veranstaltungen, weil ich dort selbst der Referent sein werde.

Am Freitag, den 5.6.2015 werde ich in Köln einen kostenlosen Vortrag zur „Arbeit mit Models“ halten. Wenn ihr andere Fragen habt, stehe ich natürlich auch zur Verfügung. Die Location ist der STARTPLATZ, Im Mediapark 5, 50670 Köln, Uhrzeit von 18-20 Uhr. Die Vortrag ist kostenlos, um eine Anmeldung hier wird gebeten.

Mitte August 2015 werde ich voraussichtlich in Frankfurt am Main ebenfalls abends einen Vortrag für Shutterstock halten, die genauen Details werden später noch bekanntgegeben.

Ich freue mich auf euer Erscheinen!

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