Die fünfte aktualisierte Auflage meines „Stockfotografie“-Buchs ist nun erhältlich

Der Stockfotografie-​Markt ist hart umkämpft und im schnel­len, stän­di­gen Wandel. Umso wich­ti­ger ist es, einen zuver­läs­si­gen Begleiter mit allen wich­ti­gen Informationen als Nachschlagewerk an sei­ner Seite zu wis­sen.

Deswegen gibt es mein Standardwerk „Stockfotografie. Geld ver­die­nen mit eige­nen Fotos“* (ISBN: 9783747500927) ab sofort schon in der 5. Auflage!

Die vier­te Auflage ist Anfang 2016 erschie­nen. In den letz­ten vier Jahren gab es aber vie­le wich­ti­ge Änderungen, die nun alle ihren Weg in die Neuauflage geschafft haben.

Alle Webseiten und Daten wur­den über­prüft und aktua­li­siert, vie­le Abschnitte erwei­tert, ver­al­te­te Bereiche raus­ge­nom­men und das Einnahmen- und das Interview-​Kapitel habe ich voll­kom­men neu über­ar­bei­tet.

Auf viel­fa­chen Wunsch der bis­he­ri­gen Leserinnen und Leser gibt es nun auch end­lich die im Buch ent­hal­te­nen Model- und Property Releases in deutsch und eng­lisch als edi­tier­ba­re Word-​Datei zum Download für das leich­te­re Anpassen an die eige­nen Erfordernisse.

Das Buch ist mit 488 Seiten in Farbe wei­ter­hin ein dicker und schwe­rer Wälzer, obwohl wir ver­sucht haben, durch ein platz­spa­ren­de­res Layout und klei­ne­re Bilder mehr Informationen auf glei­chem Raum unter­zu­brin­gen. Trotzdem bleibt das Buch durch eine struk­tu­rier­te Gliederung jedoch über­sicht­lich und erlaubt auch das Querlesen wich­ti­ger Themen.

Die gedruck­te Variante kos­tet 39,99 Euro, aber außer­dem ist das Buch auch erst­mals hier als digi­ta­le Epub-​Version* güns­ti­ger erhält­lich für 33,99 Euro. Damit habt ihr alle Informationen zum Nachschlagen und Durchsuchen bequem auf ihrem iPad, Kindle oder ande­ren Tablet immer dabei.

Sollten wider Erwarten nach dem Lesen noch Fragen offen blei­ben, ste­he ich ger­ne für wei­te­re Informationen zur Verfügung. Bis dahin wün­sche ich viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg beim Bilder ver­kau­fen!

Ich bedan­ke mich auch herz­lich bei allen bis­he­ri­gen Leserinnen und Lesern für das vie­le Feedback und die posi­ti­ven Kommentare sowie Verbesserungsvorschläge per Mail, von denen vie­le in die aktu­el­le Ausgabe mit ein­ge­flos­sen sind.

Hier könnt ihr die Printversion oder die digi­ta­le Epub-​Version bei Amazon.de bestel­len.*

* Affiliate-​Link (ihr zahlt nicht mehr, ich erhal­te eine klei­ne Provision beim Kauf)

Die Bildagentur Arco Images hat Insolvenz angemeldet

Vor 20 Jahren wur­de die deut­sche Online-​Bildagentur Arco Images in Lünen mit dem Fokus auf Natur‑, Tier- und Reisebilder vom Naturfotografen Jörg Wegner gegrün­det. 2006 wur­de die Agentur in eine GmbH umge­wan­delt und Petra Wegner hat­te die Geschäftsführung über­nom­men.

Vor eini­gen Tagen nun wur­de am 13.01.2020 das Insolvenzverfahren eröff­net unter der Nummer 259 IN 91/​19. Betroffene Fotografen soll­ten sich beim Insolvenzverwalter mel­den, falls noch Ansprüche offen ste­hen.

Stockfotografie: Sich reinknien oder Zurücktreten?

Kürzlich sah ich einen Artikel in der Washington Post von Michele Norris, in dem das Konzept des „Zurücktretens“ (Step Back) dis­ku­tiert wur­de, das von Prinz Harry und sei­ner Frau Meghan benutzt wur­de, um ihren Rückzug von ihren vol­len könig­li­chen Pflichten anzu­kün­di­gen.

Wir haben alle vom „Reinknien“ (Lean In) gehört, das sug­ge­riert, dass sich jemand auf einem idea­li­sier­ten Weg vor­wärts bewegt. Brust raus. Kinn hoch. Finde es auf dem Weg her­aus. Aufgepasst, Welt – ich kom­me. Wie Norris es beschrie­ben hat, ist „Step Back“: „Ich wer­de die Landschaft beur­tei­len und her­aus­fin­den, wie ich mich auf mei­nem eige­nen Weg vor­wärts bewe­gen kann – oder her­aus­fin­den, ob der vor­ge­schrie­be­ne Weg über­haupt am bes­ten passt.“ In der heu­ti­gen Welt ist der bes­te Rat, den ich jedem in der Fotobranche – ins­be­son­de­re der Stockfotografie – geben kann, zurück­zu­tre­ten und die aktu­el­le Situation rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen.

Sie mögen die Fotografie lie­ben und groß­ar­ti­ge, krea­ti­ve Bilder pro­du­zie­ren, aber wenn die­se Tätigkeit ein wich­ti­ger Teil Ihres Lebensunterhalts ist, ist es an der Zeit, „Step Back“ zu machen und das lang­fris­ti­ge Potential die­ses Geschäfts rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen.

Es ist natür­lich, dass sich unab­hän­gi­ge, selbst­stän­di­ge Geschäftsleute (was die meis­ten Fotografen sind), in das Geschäft ein­glie­dern wol­len. Fotografen nei­gen dazu, zu glau­ben, dass ihr Geschäft flo­rie­ren wird, wenn sie nur ein wenig här­ter arbei­ten, ihre Kosten sen­ken und noch bes­se­re, mehr Bilder mit immer höhe­ren krea­ti­ven Werten pro­du­zie­ren. Es gab eine Zeit – vor eini­gen Jahren – in der das funk­tio­nier­te, aber das Geschäft hat sich ver­än­dert.

Nicht nur das Geschäft hat sich ver­än­dert, son­dern es ist auch kein vor­über­ge­hen­der Rückgang. Wenn Sie ein­fach nur da rein­hän­gen und hart durch­grei­fen, wird nicht alles irgend­wann bes­ser wer­den. Wenn das Geld, das Sie mit Ihrer Fotografie ver­die­nen, wich­tig für Ihren Lebensunterhalt ist, und wenn Sie einen Rückgang der Einnahmen fest­stel­len, kön­nen Sie ziem­lich sicher sein, dass die Dinge schlech­ter wer­den. Es ist an der Zeit, sich zurück­zu­zie­hen und ande­re Möglichkeiten zu erkun­den, um die Einnahmen zu erzie­len, die Sie für Ihr täg­li­ches Leben benö­ti­gen.

Es gibt ein­fach zu vie­le gute Bilder, und die Zahl wächst astro­no­misch schnell. Was das Lager betrifft, so wird alles, was Sie pro­du­zie­ren, eine sehr kur­ze Lebensdauer haben, weil es bald in einer Flut von ähn­li­chen Bildern ver­lo­ren gehen wird. Viele die­ser neu­en Bilder sind viel­leicht nicht so gut wie Ihre, aber sie wer­den leich­ter zu fin­den sein.

Wir müs­sen auch die Tatsache akzep­tie­ren, dass die Leute, die unse­re Bilder kau­fen, an einem ein­zi­gen Tag an viel mehr Projekten arbei­ten müs­sen als noch vor eini­gen Jahren. Einige Art Directors sagen, dass sie bis zu zehn­mal mehr Projekte bear­bei­ten und pro­du­zie­ren müs­sen als noch vor einem Jahrzehnt. Dadurch haben sie immer weni­ger Zeit, um genau das rich­ti­ge Bild zu suchen.

Ein wei­te­rer Trend ist der zuneh­men­de Einsatz von Illustration statt Fotografie. Viele Illustratoren und Grafikdesigner wen­den sich mehr der Illustration als der Fotografie zu, um ihre Probleme zu lösen. Es ist für sie oft ein­fa­cher, etwas zu zeich­nen, das das Konzept, an dem sie arbei­ten, illus­triert, als ein Foto zu fin­den. Wenn sie Elemente benö­ti­gen, kön­nen sie zu Canva oder Freepik gehen und schnell und fast ohne Geld etwas bekom­men, das für ihr Projekt funk­tio­niert. Oder sie kön­nen sich ein­fach etwas aus dem Internet holen.

Es gibt weni­ger Bedarf an Standfotos als frü­her. Einer der Vorteile, die Fotografien frü­her boten, war, dass sie eine „ech­te“ Darstellung von etwas waren, das tat­säch­lich exis­tier­te oder tat­säch­lich geschah. Jetzt ist es so ein­fach gewor­den, ein visu­el­les Bild zu mani­pu­lie­ren und zu fäl­schen, dass der Betrachter nicht mehr erken­nen kann, ob das ihm prä­sen­tier­te visu­el­le Bild eine ech­te Fotografie oder eine Illustration ist.

Es gibt eine stei­gen­de Nachfrage nach Filmmaterial im Vergleich zu Standbildern und es gibt ein viel klei­ne­res Angebot an Filmmaterial-​Clips im Vergleich zu Fotos. Es scheint jedoch wahr­schein­lich, dass in sehr naher Zukunft auch das Angebot an Footage-​Clips die Nachfrage bei wei­tem über­stei­gen wird und die Preise für die Nutzung eben­so wie für Standbilder sin­ken wer­den.

Es gab eine Zeit in den 1980er und frü­hen 1990er Jahren, als ich Fotografen riet, Stockbilder zu pro­du­zie­ren. Viele nah­men die­sen Rat an und eini­ge bau­ten gro­ße, sehr erfolg­rei­che Sammlungen auf, die erheb­li­che Einnahmen gene­rier­ten. Das war zu einer Zeit, als die Nachfrage im Verhältnis zum Angebot stieg. Darüber hin­aus fand es eine zuneh­men­de Anzahl von Käufern akzep­ta­bel, Stock-​Bilder zu ver­wen­den, anstatt einen Fotografen mit der Aufnahme der benö­tig­ten Bilder zu beauf­tra­gen. Jetzt ist die Angebots-​/​Nachfragesituation völ­lig umge­kehrt.

Das war auch der Zeitpunkt, an dem wir Fotografen rie­ten, ihre Stockfoto-​Archive auf­zu­bau­en, weil es eine anhal­ten­de Nachfrage nach den Bestsellern geben wür­de. Sie wür­den sich immer wie­der ver­kau­fen und eine wich­ti­ge Altersversorgung für den Fotografen dar­stel­len. Das stell­te sich aus meh­re­ren Gründen als sehr schlech­ter Ratschlag her­aus.

  1. Wir hat­ten kei­ne Vorstellung davon, wie die digi­ta­le Technologie und die Verfügbarkeit des Internets den Markt ver­än­dern wür­de.
  2. Wir hat­ten kei­ne Ahnung oder Erwartung, dass letzt­end­lich jeder Amateur auf der Welt in der Lage sein wür­de, am Markt teil­zu­neh­men.
  3. Wir wuss­ten nicht, dass unend­lich vie­le Fotografen die erfolg­reichs­ten Konzepte und visu­el­len Ideen kopie­ren wür­den und dass die neue­re Illustration eines Konzepts am ehes­ten zum Einsatz kom­men wür­de, auch wenn sie den Punkt nicht so gut ver­an­schau­licht, weil das älte­re Bild nun schwie­ri­ger zu fin­den ist.
  4. Dass die Nutzungshonorare so dra­ma­tisch sin­ken wür­den, obwohl die tat­säch­li­chen Kosten für die Fotografen bei der Herstellung der Bilder, wenn über­haupt, nur sehr gering sind.

Infolgedessen erzie­len heu­te nur noch sehr weni­ge der vor 10, 20 oder 30 Jahren pro­du­zier­ten Bildsammlungen ein nen­nens­wer­tes Einkommen für ihre Schöpfer.

Es gibt eini­ge weni­ge pro­fes­sio­nel­le Fotografen, die schon seit eini­gen Jahren im Geschäft sind und deren Jahreseinkommen nach Ausgaben sta­bil ist oder noch wächst. Oftmals sind die­se Fotografen ver­sucht, einen gro­ßen Teil ihrer Gewinne wie­der in das Geschäft zu ste­cken, um es zu ver­grö­ßern. Dies ist ein natür­li­cher Instinkt von Geschäftsleuten.

Aber es ist sehr wich­tig für die­se Fotografen, einen bedeu­ten­den Prozentsatz die­ser Gewinne in IRA’s (Pensionsrücklagen) oder ande­re Arten von Unternehmen zu inves­tie­ren, um ihre Risiken zu streu­en, wenn sie erwar­ten, etwas übrig zu haben, wenn sie ihre Produktion ver­lang­sa­men wol­len oder sich voll­stän­dig aus dem Geschäft zurück­zie­hen wol­len.

Persönlich gab es Zeiten in mei­ner Karriere, in denen ich jeden zusätz­li­chen Dollar zurück in das Geschäft gesteckt habe, um bes­se­re Ausrüstung zu bekom­men und mei­ne Produktion zu stei­gern. Ich ken­ne eine Reihe von ande­ren Fotografen und Bildagenturen, die das Gleiche getan haben und am Ende nur wenig oder gar nichts in ande­re Bereiche inves­tiert haben.

Glücklicherweise habe ich in mei­nem Fall schon ange­fan­gen, Geld in ande­re Dinge zu inves­tie­ren, wäh­rend mein Geschäft noch wuchs, und habe jetzt ein Polster für den Ruhestand.

Dieser Geschäftslebenszyklus pas­siert bei jeder Art von Unternehmen, nicht nur bei der Fotografie. Laut Professor Richard Foster von der Universität Yale ist die durch­schnitt­li­che Lebensdauer eines Unternehmens, das im S&P 500-​Index der füh­ren­den US-​Unternehmen gelis­tet ist, im letz­ten Jahrhundert um mehr als 50 Jahre gesun­ken, von 67 Jahren in den 1920er Jahren auf nur noch 15 Jahre heu­te. Und es ist wahr­schein­lich, dass sich in Zukunft ein Unternehmenstyp noch schnel­ler her­aus­bil­den und wie­der zurück­ge­hen wird.

Jeder soll­te sich regel­mä­ßig von sei­nem Geschäft zurück­zie­hen und eine rea­lis­ti­sche Einschätzung dar­über abge­ben, was die Zukunft für sei­ne Branche bereit­hält. Nichts ist von Dauer. Diversifizieren.

Über den Autor:
Jim Pickerell ist seit über 50 Jahren als Stockfotograf und Macrostock-​Agentur-​Betreiber aktiv und betreibt seit über 20 Jahren den Stockfotografie-​Newsletter selling-stock.com.
Dieser Artikel ist eine Übersetzung die­ses Artikels mit freund­li­cher Genehmigung des Autors.

Shutterstock und Adobe veröffentlichen ihre Kreative Trends-​Reports 2020

Kürzlich hat die Bildagentur Shutterstock ihren Bericht über „Kreative Trends“ für 2020 ver­öf­fent­licht. Darin ver­sucht die Agentur, glo­ba­le sowie loka­le Trends zu iden­ti­fi­zie­ren, die die Design-​Ästhetik und visu­el­le Kultur im Jahr 2020 beein­flus­sen könn­ten.

Der Jahresbericht ana­ly­siert Daten, die über einen Zeitraum von 12 Monaten aus Milliarden von Kundensuchen nach Bildern, Filmmaterial und Musikinhalten gesam­melt wur­den. Die Daten, kom­bi­niert mit der Analyse von Shutterstocks inter­nem „Visual Intelligence Panel“, zei­gen Muster und Stile auf, die das Potential haben, sich von ande­ren abzu­he­ben. Wenn Themen auf­tau­chen, bestim­men die Experten die Trends, die sie für krea­ti­ve Projekte im Jahr 2020 erwar­ten.

Die drei wich­tigs­ten Trends für 2020 sind dem­nach:

  • Die Goldenen 2020er Ein Jahrhundert nach den opu­len­ten und ver­schwen­de­ri­schen 1920er Jahren ist der Look, der die­se Ära präg­te, auf dem bes­ten Weg, im Jahr 2020 welt­weit wie­der beliebt zu wer­den. Die Suche nach dem Schlagwort „Goldmuster“ ist um 4.223% gestie­gen, und „20er-​Jahre-​Retro“ ver­zeich­ne­te einen Anstieg von 189% im Vergleich zum Vorjahr.
  • Okkultismus – Besonders auf Mainstream-​Kanälen und sozia­len Netzwerken zeigt sich ein wie­der­erweck­tes Interesse an alter­na­ti­ven und uralten Glaubensrichtungen, die Millennials und die Generation Z fas­zi­nie­ren. Die Kunden suchen nach Stichworten wie „Magie“ oder „Spirituelles“, und die­se Schlagwörter ver­zeich­nen einen beein­dru­cken­den Anstieg von 525% bzw. 289% im Vergleich zum Vorjahr.
  • In vol­ler Blüte Vergessen Sie ele­gan­te Arrangements und fili­gra­ne Darstellungen. Das blu­mi­ge Bildmaterial von mor­gen ist groß, leuch­tend und in vol­ler Blüte. Der Anstieg der Suchanfragen nach „Blumenlandschaft“ (plus 141%) und „Blüte“ (plus 136%) ver­deut­licht die­sen leben­di­gen Trend für das kom­men­de Jahr.

Zusätzlich zu den drei Haupttrends beleuch­tet der Bericht die loka­len Favoriten in 25 Ländern. Für Deutschland soll der loka­le Trend neben Blumenillustrationen und Vintage „Frau und Löwe“ hei­ßen. Was auch immer das bedeu­ten mag.

Dazu wer­den fünf welt­weit auf­kom­men­de Trends vor­ge­stellt, die im Jahr 2020 noch wei­ter an Relevanz gewin­nen wer­den. Diese auf­stei­gen­den Trends rei­chen von Design-​Grundlagen wie „mini­ma­lis­ti­sches Schwarz“ und tra­di­tio­nel­ler Kunst ein­schließ­lich „chi­ne­si­scher Tuschmalerei“ bis hin zu ele­gan­ter Fotografie und moder­nen Motiven wie „Wildlife“ und Sportfotografie.

Den voll­stän­di­gen Trendreport könnt ihr euch hier auf deren Webseite anse­hen.

Auch Adobe Stock stellt jähr­lich einen ähn­li­chen Bericht vor, den Adobe „Creative Trends“ nennt. Dieser Bericht kann hier ange­se­hen wer­den.

Bei den visu­el­len Trends wer­den unter ande­rem Alter, Individualität und Kosmetik genennt. Bei den Design-​Trends sind mit etwas Fantasie Parallelen zu den Shutterstock-​Erkenntnissen sicht­bar.

Adobe zufol­ge sind die vier wich­tigs­ten Design-​Trends:

  • Handmade Humanism
    Beeinflusst von der DIY-​Bewegung und mit einer hohen emo­tio­na­len Zugänglichkeit begeis­tert „Handmade Humanism“ durch sei­nen ein­fa­chen und doch inspi­rie­ren­den Stil.
  • Art Deco Updates
    Auffällige, nost­al­gi­sche Bildelemente, die an das Art-​Deco-​Zeitalter erin­nern: „Art Deco Updates“ über­setzt den Vintage-​Stil mit schlan­ken, fla­chen und mini­ma­lis­ti­schen Designs sowie futu­ris­ti­schen Details in die Moderne, ohne die typisch deko­ra­ti­ve Wirkung zu beein­träch­ti­gen. Mit geo­me­tri­schen Mustern, metal­li­schen Elementen und schlan­ken Typographien zeich­net sich der Trend durch eine unver­gleich­li­che Eleganz aus.
  • Semi Surreal
    Fantasiereiche Bilder brin­gen eine neue, leben­di­ge Perspektive auf alle Medien. Künstler set­zen neue Werkzeuge und Techniken gezielt ein, um das Unmögliche mög­lich zu machen und unse­re Sehgewohnheiten bewusst zu irri­tie­ren.
  • Modern Goth
    Gewagte Dichotomien zwi­schen ana­lo­gen und digi­ta­len Elementen, dra­ma­ti­sche Experimente mit der Dunkelheit, futu­ris­ti­sche Materialien, stim­mungs­vol­les Licht und ein­drucks­vol­le Typografien ver­dich­ten sich zu einem so alt­mo­disch wie visio­när erschei­nen­den Ansatz.

Die besten Bildagenturen 2019 (Auswertung meiner Umfrage)

Zum vier­ten Mal frag­te ich mei­ne Leserinnen und Leser bei Facebook am Jahresanfang, wel­ches im Vorjahr ihre Bildagenturen mit dem meis­ten Umsatz waren. Die Agenturen soll­ten sie nach Umsatz abstei­gend sor­tiert als Kommentar hin­ter­las­sen. Zusammen mit mir haben sich 50 Fotografinnen und Fotografen betei­ligt. Vielen Dank dafür!

Die Ergebnisse will ich euch hier wie­der vor­stel­len. Zuerst die ein­deu­ti­ge Grafik (Klick zum Vergrößern):

Die besten Bildagenturen 2019

  1. Adobe Stock* (445) (+1)
  2. Shutterstock* (434) (-1)
  3. iStock (208) (-)
  4. 123rf* (106) (-)
  5. Dreamstime* (100) (-)
  6. Eyeem (95) (-)
  7. Alamy (91) (+5)
  8. Depositphotos (54) (-1)
  9. Bigstock (40) (-)
  10. Getty Images (37) (-2)
  11. Pond5* (29) (-1)
  12. Photocase (27) (+3)
  13. Westend61 (13) (-2)
  14. Stockfood (10) (neu)
  15. Zoonar (9) (neu)

Meine Vorgehensweise:
Ich habe in einer Excel-​Tabelle eine Liste gemacht und in die ers­te Spalte jede Agentur ein­ge­tra­gen, die genannt wur­de. In den nächs­ten Spalten habe ich dann für jeden Teilnehmer und jede Agentur Punkte ver­ge­ben, basie­rend auf der Sortierung der genann­ten Agenturen. Die ers­te Agentur, also die mit dem meis­ten Umsatz bekam 10 Punkte, die als zwei­tes genann­te Agentur bekam 9 Punkte und so wei­ter.
Die Werte habe ich pro Agentur sum­miert und die Liste dann nach den Punkten sor­tiert. Das Ergebnis sehr ihr oben, die Zahl in Klammern ist also die Gesamtpunktzahl der jewei­li­gen Agentur.
Insgesamt wur­den 29 ver­schie­de­ne Agenturen benannt, ich habe die Liste jedoch auf die ers­ten 15 Agenturen beschränkt, weil das sta­tis­ti­sche Rauschen zum Ende hin mit meist nur einer Nennung sehr viel grö­ßer ist.

Hinweise:
Bei der Umfrage wur­de nicht unter­schie­den, ob die Leute Videos oder Fotos oder bei­des ver­kau­fen, wie vie­le Dateien sie online haben oder seit wann sie dort hoch­la­den. Die Platzierung von Pond5 ergibt sich zum Beispiel aus deren Videoverkäufen, jedoch ver­mut­lich nicht aus deren Fotoverkäufen. In der letz­ten Klammer sehr ihr die Veränderung zum Vorjahr.

Meine bes­ten Agenturen 2019
Wer die obi­ge Liste nach­rech­nen oder anders aus­wer­ten will, kann das eben­falls machen, mei­ne Datenbasis ist frei ein­seh­bar. Was jedoch noch fehlt, sind die Agenturen, bei denen ich selbst 2019 am meis­ten Umsatz erzielt habe und die ich eben­falls in obi­ge Rechnung habe ein­flie­ßen las­sen. In Klammern wie­der die Veränderung zum Vorjahr:

  1. Adobe Stock (-)
  2. Shutterstock (-)
  3. 123rf (-)
  4. Bigstock (+2)
  5. Canva (-1)
  6. Eyeem (+1)
  7. Dreamstime (-2)
  8. Alamy (-)
  9. Pond5 (-)
  10. Mostphotos (neu)

Was sagt uns diese Auswertung?

Ganz oben ran­geln sich Adobe Stock und Shutterstock um die Spitzenposition, wobei Adobe Stock sich den Spitzenplatz von 2017 wie­der zurück­er­obert hat.

Mit deut­li­chem Abstand führt iStock das Mittelfeld an, in dem sich noch 123rf, Dreamstime, EyeEm und Alamy tum­meln. Die rest­li­chen Agenturen sind kaum noch der Rede wert. Diese Formulierung fand sich auch deut­lich häu­fi­ger in den Kommentaren der Teilnehmer.

Den größ­ten Aufstieg hat sich Alamy erkämpft, EyeEm konn­te trotz des Endes der Fotografen-​Subventionierung auf Platz 6 hal­ten.

Hier könnt die auch die Ergebnisse von 2019, 2018 und 2017 nach­le­sen.

Habt ihr die Ergebnisse erwar­tet? Oder sind Überraschungen für euch dabei?

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