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123rf führt neues Billig-​Abo „PLUS“ ein (mit automatischem Opt-​In der Anbieter)

Die Bildagentur 123 führt zum 18. August 2022 ein neu­es Abonnement-​Modell namens „PLUS“ ein. Das neue Plus-​Modell soll als Bindeglied zwi­schen Gratis-​Downloads und den „nor­ma­len“ Abos die­nen, also güns­ti­ger sein als die bis­he­ri­gen Abonnements. Dafür soll aber kei­ne Print-​Nutzung erlaubt und die Bildgröße auf „M“ beschränkt sein.

Nicht feh­len darf natür­lich das unsäg­li­che Marketing-Geschwurbel an die Anbieter, um sie vom neu­en Angebot zu über­zeu­gen. Die Rede ist da von „more port­fo­lio expo­sure“ und „opens up poten­ti­al for addi­tio­nal ear­nings“. Das heißt über­setzt lei­der nur: Es gibt weni­ger Geld als bisher.

In die PLUS-​Collections sol­len angeb­lich nur Bilder kom­men, die älter als zwei Jahre sind und bis­her kei­ne Downloads hat­ten, aber ich habe von min­des­tens einem Fotografen erfah­ren, dass auch sei­ne aktu­el­len Downloads aus­ge­wählt waren. Das passt ganz gut zur Ansage von 123rf, dass sie sich vor­be­hal­ten, die genann­te Zeitspanne von zwei Jahren jeder­zeit zu ändern.

Um es den Fotografen „so bequem wie mög­lich“ zu machen, sind alle Anbieter auto­ma­tisch für das Opt-​In mar­kiert. Das heißt: Alle Fotografen sind auto­ma­tisch beim neu­en Billig-​Angebot dabei, bis sie aktiv widersprechen!

Wie deaktivere ich mein Portfolio für das PLUS-Angebot?

In eurem Anbieter-​Account müss­tet ihr hier ein Hinweis sehen, der unge­fähr so aussieht:

Dort könnt ihr dann auf „No, Thank You.“ kli­cken, um euer Portfolio für das PLUS-​Abo zu deaktivieren.

Falls ihr das weg­ge­klickt habt oder nicht fin­det, fin­det ihr eine wei­te­re Einstellungsmöglichkeit, indem ihr links auf „Konto-​Einstellungen“ und dann in der Menü-​Leiste rechts auf „Preference Settings“ geht.

Das sieht dann so aus:

Dort habt ihr zusätz­lich auch die Option, euer Portfolio gra­tis zu ver­schen­ken (dum­me Idee) oder auch als „Premium“ anzubieten.

Wenn ihr auf das Fragezeichen hin­ter PLUS klickt, lan­det ihr übri­gens auf der FAQ zum PLUS-​Abo, in dem eini­ge wei­te­re Fragen erläu­tert werden.

Wie viel verdiene ich im PLUS-Abonnement?

Das weiß selbst das FAQ nicht so genau, dort steht nur sinn­ge­mäß: „Wir berech­nen die Download-​Einnahmen nach die­ser Formel: Ihr Verdienst = 50% der Nettoeinnahmen divi­diert durch die gesam­ten PLUS-​Downloads mul­ti­pli­ziert mit der Anzahl der PLUS-​Downloads von ihrem Inhalt.

Diese cle­ve­re Formel kommt auch bei ande­ren Bildagenturen zum Einsatz, die bil­li­ge Abos mit gro­ßem Volumen anbie­ten, denn sie hat den Vorteil, dass sie maxi­mal intrans­pa­rent ist und es den Agenturen erlaubt, jeder­zeit die Abo-​Preise zu ver­än­dern, ohne die Fotografen dar­über infor­mie­ren zu müssen.

Da das PLUS-​Angebot das nor­ma­le Abo unter­bie­ten soll, könnt ihr aber getrost davon aus­ge­hen, dass ihr pro Download weni­ger als bis­her erhal­ten wür­det. Das auto­ma­ti­sche Opt-​In ist ein wei­te­res Indiz für die­se Annahme.

Im Bereich „Inhalte ver­wal­ten“ soll es jeder­zeit mög­lich sein, statt des gesam­ten Portfolios auch ein­zel­ne Bilder aus­zu­schlie­ßen oder freizugeben.

Ich hal­te das PLUS-​Abo für einen wei­te­ren Schritt zur Entwertung unse­rer Bilder und habe daher mein Portfolio erst mal akti­viert.
Wie hand­habt ihr das?

Die besten Bildagenturen 2021 (Auswertung meiner Umfrage)

Dies ist nun schon die sechs­te Auswertung mei­ner jähr­li­chen Umfrage unter mei­nen Leser:innen, wel­che Agenturen ihnen im Vorjahr, also dies­mal 2021, den meis­ten Umsatz gebracht haben.
Die Agenturen soll­ten sie nach Umsatz abstei­gend sor­tiert als Kommentar hin­ter­las­sen. Zusammen mit mir haben sich 54 Fotograf:innen betei­ligt. Vielen Dank dafür!

Die Ergebnisse will ich euch hier ger­ne vor­stel­len. Zuerst die ein­deu­ti­ge Grafik (Klick zum Vergrößern):

Die besten Bildagenturen 2021

  1. Adobe Stock* (478) (-)
  2. Shutterstock* (389) (-)
  3. iStock (225) (-)
  4. Dreamstime* (156) (-)
  5. Alamy (151) (+2)
  6. 123rf* (139) (-)
  7. Depositphotos (110) (-2)
  8. EyeEm (105) (-)
  9. Wirestock (53) (neu)
  10. Westend61 (42) (-1)
  11. Getty Images (37) (+2)
  12. Pond5* (36) (-1)
  13. Photocase (31) (-1)
  14. Panthermedia (28) (neu)
  15. Zoonar* (25 (neu)

Meine Vorgehensweise:
Ich habe in einer Excel-​Tabelle eine Liste gemacht und in die ers­te Spalte jede Agentur ein­ge­tra­gen, die genannt wur­de. In den nächs­ten Spalten habe ich dann für jeden Teilnehmer und jede Agentur Punkte ver­ge­ben, basie­rend auf der Sortierung der genann­ten Agenturen. Die ers­te Agentur, also die mit dem meis­ten Umsatz, bekam 10 Punkte, die als zwei­tes genann­te Agentur bekam 9 Punkte und so wei­ter.
Die Werte habe ich pro Agentur sum­miert und die Liste dann nach den Punkten sor­tiert. Das Ergebnis seht ihr oben, die Zahl in Klammern ist also die Gesamtpunktzahl der jewei­li­gen Agentur.
Insgesamt wur­den 34 ver­schie­de­ne Agenturen benannt, ich habe die Liste jedoch auf die ers­ten 15 Agenturen beschränkt, weil das sta­tis­ti­sche Rauschen zum Ende hin mit meist nur einer Nennung sehr viel grö­ßer ist.

Hinweise:
Bei der Umfrage wur­de nicht unter­schie­den, ob die Leute Videos oder Fotos oder bei­des ver­kau­fen, wie vie­le Dateien sie online haben oder seit wann sie dort hoch­la­den. Die Platzierung von Pond5 ergibt sich zum Beispiel aus deren Videoverkäufen, jedoch ver­mut­lich nicht aus deren Fotoverkäufen. In der letz­ten Klammer sehr ihr die Veränderung zum Vorjahr.

In der Liste oben sind iStock und Getty zwar getrennt auf­ge­führt, ganz trenn­scharf las­sen sich die­se jedoch nicht aus­ein­an­der­hal­ten, da iStock ja auch über Getty Images ver­kauft und bei­de Agenturen zusam­men­ge­hö­ren. Aber selbst wenn ich Getty zu iStock addiert hät­te, hät­te sich an der Platzierung von iStock auf dem drit­ten Platz nicht geän­dert, dafür wäre hin­ten nur Bigstock auf Platz 15 auf­ge­taucht, wenn Getty ent­fal­len wäre.

Meine bes­ten Agenturen 2021
Wer die obi­ge Liste nach­rech­nen oder anders aus­wer­ten will, kann das eben­falls machen, mei­ne Datenbasis ist frei ein­seh­bar. Was jedoch noch fehlt, sind die Agenturen, bei denen ich selbst 2021 am meis­ten Umsatz erzielt habe und die ich eben­falls in obi­ge Rechnung habe ein­flie­ßen las­sen. In Klammern wie­der die Veränderung zum Vorjahr:

  1. Adobe Stock (-)
  2. Shutterstock (-)
  3. Canva (-)
  4. 123rf (-)
  5. Zoonar (+3)
  6. EyeEm (+1)
  7. Dreamstime (-2)
  8. Alamy (+1)
  9. Pond5 (neu)
  10. Westend61 (neu)

Was sagt uns diese Auswertung?

Adobe Stock hat sei­ne Spitzenposition im Vergleich zum Vorjahr noch wei­ter aus­ge­baut, Shutterstock bleibt wei­ter­hin auf dem zwei­ten Platz.

Mit deut­li­chem Abstand führt iStock das Mittelfeld an, in dem sich noch Dreamstime, Alamy, 123rf, Depositphotos und EyeEm tum­meln. Die rest­li­chen Agenturen sind kaum noch der Rede wert. Diese Formulierung fand sich auch deut­lich häu­fi­ger in den Kommentaren der Teilnehmer.

Wie im letz­ten Jahr pro­phe­zeit, hat Depositphotos, ver­mut­lich wegen deren Honorarkürzung, eini­ge Plätze verloren.

Hier könnt die auch die Ergebnisse von 2021, 2020, 2019, 2018 und 2017 nachlesen.

Interessante Auffälligkeit

Auffällig ist der höchs­te Neueinstieg auf Platz 9 von Wirestock, wel­che kei­ne Bildagentur im klas­si­schen Sinne ist, son­dern nur ein Verteiler, über den Fotograf:innen ihre Bilder gleich­zei­tig an ver­schie­de­ne Bildagenturen streu­en kön­nen, ohne sich dar­um extra küm­mern zu müs­sen. Dafür ver­langt Wirestock natür­lich einen Anteil an der ohne­hin schon küm­mer­li­chen Provision.

Ich bin mir sicher, dass auch die Umsatzverteilung von Wirestock selbst der in der obi­gen Liste ähneln wür­de. Der Blogleser Dennis hat­te noch ergänzt, dass die Umsätze bei Wirestock vor allem auf deren „Instant Pay“-Programm zurück­zu­füh­ren sei­en, was lang­fris­tig aber sicher kei­ne gute Idee ist.

Spaßeshalber hier noch eine Zusammenfassung der Bildagentur-​Ergebnisse der letz­ten fünf Jahre (Klicken zum Vergrößern), bei der die obi­ge Zählweise mit den Platzierungen der jewei­li­gen Jahre addiert wur­de. Die best­mög­li­che Platzierung (5 Jahre x 15 Punkte) wäre dem­nach 90 Punkte:

Habt ihr die Ergebnisse erwar­tet? Oder sind Überraschungen für euch dabei?

* Affiliate-​Link

Die Agenturlandschaft dünnt sich weiter aus

In kur­zer Zeit gab es in letz­ter Zeit eini­ge beach­tens­wer­te Meldungen.

Fangen wir mit der größ­ten Bildagentur an: Getty Images kün­dig­te in einer Mitteilung an deren Mitarbeiter Kündigungen an im Bereich der Technologie- und Produktabteilung.

Außerdem gab Getty Images bekannt, dass Mitte 2019 deren Tochteragentur Thinkstock geschlos­sen wird und die Kunden zu Getty oder iStock migrie­ren sol­len. Thinkstock war der Versuch, sich bes­ser im Microstock-​Abo-​Bereich auf­zu­stel­len, um vor allem gegen Shutterstock kon­kur­rie­ren zu können.

Eine der belieb­tes­ten Kollektionen bei Getty Images, „Blend Images“ gab eben­falls bekannt, in den nächs­ten Monaten ihre Agentur zu schlie­ßen. Blend Images wur­de vom Fotografen Jonathan Ross (hier ein älte­res aus­führ­li­ches Interview mit ihm) gegrün­det und war lan­ge Marktführer im Bereich mul­ti­kul­tu­rel­ler und eth­nisch gemisch­ter Stockfotos.

Eine wei­te­re gro­ße Macrostock-​Agentur, Masterfile, hat die­sem Bericht zufol­ge, wei­ter­hin Schwierigkeiten mit der Bezahlung der Fotografen. Gleiches gilt übri­gens für die deut­sche Bildagentur Clipdealer, deren hier beschrie­be­ne Situation sich seit über einem Jahr nicht gebes­sert hat.

Wenn gleich drei der Branchen-​Schwergewichte schlie­ßen oder Geld spa­ren müs­sen, heißt das ver­mut­lich: Es sieht nicht gut aus im Macrostock-Bereich.

Wobei es auch im unte­ren Preissegment Kürzungen gibt, sie­he die­se Honorarkürzung bei 123rf im Februar. Auch Dreamstime beschwert sich: Google hat­te einen Deal mit Getty Images abge­schlos­sen, um eine Klage von Getty gegen Google zu been­den. Dieser Deal sowie ein Deal mit Shutterstock führ­ten laut Dreamstime zu einer Benachteiligung von Dreamstime bei der Google-​Suche, was zu Umsatzeinbrüchen füh­re. Die Klageschrift kann hier im Detail nach­ge­le­sen werden.

Der Markt ist offen­sicht­lich nicht mehr am Expandieren, er schrumpft. Mit etwas Optimismus könn­te man sagen: Er schrumpft sich hof­fent­lich gesund.

Heimliche Honorarkürzung bei 123rf um bis zu 14%

Vor einer Woche stell­ten Mitglieder des Microstock-​Forums micros­tock­group in die­sem Thread fest, dass sich deren Anbieter-​Level bei der Bildagentur 123rf geän­dert habe und damit auch deren Honoraranteil.

Spannenderweise gibt es selbst jetzt, eine Woche nach der Änderung, kei­ne offi­zi­el­le Information sei­tens 123rf, sodass sich die Mitglieder des Forums müh­sam selbst zusam­men­rech­nen muss­ten, wie genau die Honorarkürzung statt­fand und was die neu­en Kommissionen sind.

Es scheint als wur­den von den bis­her zehn Anbieter-​Leveln die bei­den Level 2 (35% Kommission) und 4 (45% Kommission) ersatz­los gestri­chen. Leute in die­sen Leveln erhal­ten nun 30% bzw. 40% Kommission, was einer Honorarkürzung von ca. 14% bzw. ca. 11% entspricht.

Die neue Kommissionsstruktur fin­det sich ver­steckt hier auf der Seite von 123rf, die alte ist mit­tels der Wayback-​Machine abruf­bar. Der Einfachheit hal­ber habe ich bei­de Kommissionsstrukturen hier gra­fisch gegen­über gestellt, weil 123rf ver­mut­lich absicht­lich im obi­gen Link die Credit-​Ziele nicht mehr nennt:

Alte und (ver­mu­te­te) neue Honorarstruktur bei 123rf. Änderung an den „Credit Totals“ bis­her nicht von 123rf bestä­tigt. (Klicken zum Vergrößern)

Die letz­te Kommissionänderung fand vor ziem­lich genau sechs Jahren statt, damals hat­te ich hier dar­über berichtet.

Genau wie damals bei iStock, deren Honorarmodell hier offen­sicht­lich Pate stand, wird das undurch­sich­ti­ge­re System nun genutzt, um klamm­heim­lich mehr Gewinn auf Kosten etli­cher Fotografen zu machen.

Besorgniserregend ist, dass selbst eine Woche nach Einführung der Honorarkürzung kei­ne Nachricht von 123rf an die Fotografen ging. Vielleicht muss noch an der Argumentation gear­bei­tet wer­den, war­um die Honorarkürzung die Agentur kon­kur­renz­fä­hi­ger und damit attrak­ti­ver für die Fotografen mache.

Wer nicht weiß, ob er von der Honorarkürzung betrof­fen ist, muss hier als Anbieter ein­ge­loggt in die „Einnahmen“-Übersicht gehen, und einen Abo-​Verkauf in einer Tagesübersicht vom Februar mit einem vom Januar oder Dezember vergleichen.

Was sagt ihr dazu? Seid ihr eben­falls betroffen?

Update 7.2.2018, 12:23:
Auf Nachfrage gab 123rf nun per Email bekannt: „As part of an initi­al pha­se, the 2nd and 4th Tier has been remo­ved from the pre­vious Contributor Commission Structure. We under­stand that the­se chan­ges have cau­sed a lot of con­cern among Contributors but rest assu­red, the com­ing pha­se would be good news for Contributors. All the chan­ges will be con­vey­ed in full in an offi­cial announ­ce­ment once all the pha­ses are deploy­ed, which is esti­ma­ted to be around the end of March 2018. Please bear with us in the mean­ti­me and do look out for the offi­cial announ­ce­ment from us.

Die besten Bildagenturen 2017 (Auswertung meiner Umfrage)

Nach dem Erfolg mei­ner Bildagentur-​Umfrage letz­tes Jahr habe ich auch die­ses Jahr wie­der eine Umfrage auf mei­ner Facebook-​Seite gestar­tet, um zu fra­gen, bei wel­chen Bildagenturen mei­ne Leserinnen und Leser im Jahr 2017 die meis­ten Umsätze erzielt hatten.

Die Ergebnisse soll­ten sie nach Umsatz abstei­gend sor­tiert als Kommentar hin­ter­las­sen. Insgesamt haben sich über 50 Leute betei­ligt, wes­halb ich erneut ger­ne die Ergebnisse aus­wer­ten möchte.

Die besten Bildagenturen 2017

  1. Adobe Stock (Fotolia)* (391) (-)
  2. Shutterstock* (370) (-)
  3. iStock (225) (-)
  4. 123rf* (104) (-)
  5. Dreamstime* (97) (-)
  6. Eyeem (96) (+4)
  7. Westend61 (71) (+1)
  8. Bigstock (54) (-)
  9. Getty Images (51) (neu)
  10. Pond5 (48) (-4)
  11. Depositphotos (46) (-4)
  12. Alamy (40) (neu)
  13. Colorbox (35) (neu)
  14. Photocase (27) (-3)
  15. Chromorange (17) (neu)

Meine Vorgehensweise:
Ich habe in einer Excel-​Tabelle eine Liste gemacht und in die ers­te Spalte jede Agentur ein­ge­tra­gen, die genannt wur­de. In den nächs­ten Spalten habe ich dann für jeden Teilnehmer und jede Agentur Punkte ver­ge­ben, basie­rend auf der Sortierung der genann­ten Agenturen. Die ers­te Agentur, also die mit dem meis­ten Umsatz bekam 10 Punkte, die als zwei­tes genann­te Agentur bekam 9 Punkte und so weiter.
Die Werte habe ich pro Agentur sum­miert und die Liste dann nach den Punkten sor­tiert. Das Ergebnis sehr ihr oben, die Zahl in Klammern ist also die Gesamtpunktzahl der jewei­li­gen Agentur.
Insgesamt wur­den 33 ver­schie­de­ne Agenturen benannt, ich habe die Liste jedoch auf die ers­ten 15 Agenturen beschränkt, weil das sta­tis­ti­sche Rauschen zum Ende hin mit meist nur einer Nennung sehr viel grö­ßer ist.

Hinweise:
Bei der Auswertung haben vier Leute ins­ge­samt drei ver­schie­de­ne Agenturen ange­ge­ben (2x Fotolia, 1x Eyeem, 1x Chromorange), wel­che sie exklu­siv belie­fern. Würde man die­se Punkte raus­rech­nen, wür­de sich an der Reihenfolge jedoch nichts ändern, nur Chromorange wür­de hin­ten rausfallen.
Außerdem wur­de bei der Umfrage nicht unter­schie­den, ob die Leute Videos oder Fotos oder bei­des ver­kau­fen, wie vie­le Dateien sie online haben oder seit wann sie dort hoch­la­den. Die hohe Platzierung von Pond5 ergibt sich zum Beispiel aus deren Videoverkäufen, jedoch ver­mut­lich nicht aus deren Fotoverkäufen.

Meine bes­ten Agenturen 2017
Wer die obi­ge Liste nach­rech­nen oder anders aus­wer­ten will, kann das eben­falls machen, mei­ne Datenbasis ist ja (fast) frei ein­seh­bar. (Hier könnt ihr auch direkt mei­ne Excel-​Tabelle run­ter­la­den). Was jedoch noch fehlt, sind die Agenturen, bei denen ich selbst 2017 am meis­ten Umsatz erzielt habe und die ich eben­falls in obi­ge Rechnung habe ein­flie­ßen las­sen. In Klammern wie­der die Veränderung zum Vorjahr:

  1. Adobe Stock (Fotolia) (-1)
  2. Shutterstock (-1)
  3. 123rf (-1)
  4. Dreamstime (-1)
  5. Canva (+1)
  6. Bigstock (-1)
  7. Eyeem (+2)
  8. Pond5 (-1)
  9. Alamy (+1)
  10. Westend61 (-1)

Was sagt uns diese Auswertung?

Ganz oben ran­geln sich Adobe Stock und Shutterstock um die Spitzenposition, wobei Shutterstock etwas auf­ge­holt hat. Dann gibt sich iStock Mühe, den Anschluss nicht zu ver­lie­ren und das Mittelfeld mit 123rf, Dreamstime und EyeEm ist schon weit abge­schla­gen, von den rest­li­chen Agenturen ganz zu schweigen.

Überraschungssieger ist die­ses Jahr EyeEm, wel­che sich um vier Plätze nach oben kämp­fen konn­te. Verlierer sind dies­mal Pond5 und Depositphotos mit je vier Plätzen Abstieg. Canstock, Canva, Zoonar und Stocksy als Tabellenletzte im Vorjahr sind dies­mal gar nicht mehr dabei.

Wer als Einsteiger in die Stockfotografie wis­sen will, wel­che Agenturen er belie­fern soll­te, kann im Grunde die obi­ge Liste von oben nach unten durch­ar­bei­ten, wobei der zu erwar­ten­de Umsatz stark mit der Höhe der Balken im Diagramm korreliert.

Überrascht euch die Liste? Oder hät­tet ihr ähn­li­ches erwartet?