Copycats: Die Parasiten der Microstock-Branche kopieren Bestseller

Microstock-Bildagenturen haben die Stockfotografie in den letz­ten zehn Jahren mas­siv umge­krem­pelt.

Das betrifft aber nicht nur die Preise, son­dern auch die Bildsprache und die Arbeitsweise. Die Technikaffinität der Microstock-Agenturen brach­ten sie auch eini­ge Errungenschaften ins Spiel: Noch nie zuvor war es Fotografen so ein­fach mög­li­ch, zu sehen, wel­che ihrer Bilder sich am bes­ten ver­kauf­ten, sie konn­ten Trends erken­nen, dar­auf reagie­ren, die­se wie­der­um ana­ly­sie­ren und so wei­ter.

Leider gibt es eine sehr dunkle Schattenseite die­ser Errungenschaft: Da die Downloadzahlen lan­ge nicht nur dem jewei­li­gen Fotografen vor­la­gen, son­dern öffent­li­ch auf der Webseite von allen ande­ren Leuten, sowie Kunden als auch ande­ren Fotografen, ein­ge­se­hen wer­den kön­nen, ent­wi­ckel­ten sich die „Copycats“. So nen­ne ich die Leute, die scham­los die Bilder ande­rer Fotografen kopie­ren und damit Geld ver­die­nen.

Gerahmtes Portrait
Ich rede hier nicht von der einen oder ande­ren Bildidee, die wahr­schein­li­ch die meis­ten Fotografen im Portfolio haben, die sie irgend­wo anders mal gese­hen und nach­ge­ahmt haben. Das liegt in der Natur der Sache, weil Microstock-Motive nun mal sehr gene­ri­sch und aus­tausch­bar sind.

Nein, Copycats sind für mich Leute, die sys­te­ma­ti­sch Portfolios frem­der Fotografen durch­stö­bern, nach Downloads sor­tie­ren und ver­su­chen, die frem­den Bestseller so iden­ti­sch wie mög­li­ch nach­zu­ma­chen, bis hin zur Kleidung der Models oder der Anordnung im Bild. Copycats sind Leute, die nicht ein Bild eines Fotografen kopie­ren, son­dern gleich das kom­plet­te Shooting. Copycats sind Leute, bei denen der Großteil des Portofolios aus geklau­ten Bildideen besteht. Eine beson­ders radi­ka­le Gruppe von Copycats kopiert bei eini­gen Fotografen nicht nur die Bestseller, son­dern vor­sorg­li­ch die meis­ten der neu­en Bilder mit dem Wissen, dass der beklau­te Fotograf ein sehr gutes Gespür für Trends, Motive und Bestseller hat.

Ich bin nicht frei von Schuld und es las­sen sich bei mir eini­ge Motive fin­den, die ande­re vor mir sehr ähn­li­ch umge­setzt haben. Andersrum bin ich als öffent­li­ch bekann­te Person auch davon betrof­fen, dass Fotografen oder Fotografinnen mei­ne erfolg­reichs­ten Shootings als Blaupause für ihre eige­nen Shootings neh­men, inklu­si­ve Keywords und allem. Die betref­fen­den Leute wis­sen meist sehr gut, dass sie gemeint sind. Ich hat­te mich vor paar Jahren mal via Twitter beschwert, dass ein von mir nicht genann­ter Fotograf bei einem Motiv mei­ne Keywords 1:1 über­nom­men habe. Von mei­nen über tau­send Followern mel­de­te sich aus­ge­rech­net gen­au der betrof­fe­ne Fotograf und frag­te via Privatnachricht: „Du mein­st nicht etwa mich, oder?“

Was bedeu­ten die Copycats nun für die Stockfotografie?

Die Sicht der beklauten Fotografen

Meist haben die beklau­ten Fotografen einen unschätz­ba­ren Vorteil: Sie haben das Original und sie sind die ers­ten mit die­sem Motiv. Wenn sich ein Bild erst mal zum Besteller ent­wi­ckelt hat, ist es schwer, das Original „vom Thron zu sto­ßen“. Besonders ärger­li­ch sind die Kopien aber, wenn sich aus irgend­wel­chen Gründen die Kopien bes­ser ver­kau­fen als das Original und bei den Suchergebnissen vor dem Original ange­zeigt werden.Das pas­siert immer öfter, weil die Suchalgorithmen vie­ler Bildagenturen mitt­ler­wei­le neue Werke bevor­zu­gen und die spä­te­ren Kopien des­halb gegen­über dem Original bevor­zugt ange­zeigt wer­den. Noch ärger­li­cher ist es, dass die Copycats einen Bestseller mit einem ori­gi­nel­len Konzept nicht nur 1x kopie­ren, son­dern gleich 10–20 ähn­li­che Varianten auf den Markt schmei­ßen (auch hier war ich kurz ver­sucht, Beispiele zu zei­gen…). Das führt dann dazu, dass das Original in dem Meer der ähn­li­chen Kopien visu­ell unter­geht.

Einige Fotografen, die regel­mä­ßig von den glei­chen Leuten beklaut wer­den, haben es sich „aus Rache“ ange­wöhnt, neue Motive von den Copycats, wel­che noch nicht im eige­nen Portfolio sind, zu kopie­ren. Das bibli­sche Prinzip von „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ ver­fehlt jedoch öfters das Ziel, weil die neu kopier­ten Bilder dann meist auf Kopien ande­rer Fotografen beru­hen.

Zu kom­pli­ziert? Ein anony­mi­sier­tes Beispiel aus der Praxis: Fotograf A macht Bild 1. Fotograf C(opycat) kopiert das Bild. Fotograf A kopiert aus Rache das Bild 2 aus dem Portfolio des Fotografen C. Fotograf B beschwert sich, dass Fotograf A sein Motiv kopiert habe. Daraufhin stellt sich her­aus, dass auch Bild 2 eine Kopie war aus dem Portfolio von Fotograf B.

Rechtlich gese­hen ist es lei­der schwer, gegen sol­che Kopien anzu­ge­hen, weil „nach­ge­stell­te Fotos“ im Gegensatz zu „iden­ti­schen Fotos“ nicht auto­ma­ti­sch einen Urheberrechtsverstoß bedeu­ten. Da kommt es dar­auf an, wie ähn­li­ch sich Kopie und Original sehen und ist meist eine Auslegungssache des Gerichts. Wenn die Copycats dann noch in einem ande­ren Land sit­zen oder die Kontaktdaten nicht mal bekannt sind, weil die Bildagentur die­se nicht preis­ge­ben will, sieht der juris­ti­sche Weg noch viel stei­ni­ger aus.

Manchmal sind die Copycats auch so schnell, dass sie dem Original-Urheber die Chance auf eige­ne Varianten ver­bau­en. Wenn ein Original-Konzept zum Bestseller wird und es schnell von 4–5 Copycats nicht nur ein­mal, son­dern in zig Varianten kopiert wird, kann es pas­sie­ren, dass eine Variante des Original-Fotografs wegen „zuviel Ähnlichkeit“ oder „davon haben wir schon genug Motive“ abge­lehnt wird.

Die Sicht der Copycats

Trendrecherche ist anstren­gend. Außerdem ist Microstock nur lukra­tiv, wenn genü­gend Bilder ver­kauft wer­den. Warum also das Risiko ein­ge­hen, selbst Nische zu suchen, zu fin­den und zu beset­zen? Copycats kön­nen das ande­re Fotografen machen las­sen kann und dann bequem jeden Monat deren aktu­el­le Bestseller kopie­ren. Ist ja egal, wenn die Kopie nur ein Zehntel Umsatz macht. Wenn der Bestseller sich 1000x ver­kauft hat, wären das immer noch 100 Verkäufe, wel­che die Arbeit an einem Bild loh­nend machen.

Es ist außer­dem enorm zeit­spa­rend: Copycats spa­ren nicht nur die Zeit, her­aus­zu­fin­den, wel­che Motive sich gut ver­kau­fen las­sen, auch bei der Erstellung der Kopie wird Zeit gespart, weil der Original-Urheber sich schon die Gedanken um effekt­vol­le Farbkombinationen, wirk­sa­me Komposition etc. gemacht hat. Die rich­tig fre­chen Copycats laden sich – vor allem bei Vektoren – die Originale auf ille­ga­len Warez-Seiten run­ter und kopie­ren dann die Farbverläufe oder ande­re auf­wän­dig erstel­le Muster 1:1 in die Kopie rein, um noch mehr Zeit zu spa­ren. Außerdem ist es bei Vektorgrafiken viel leich­ter als bei Fotos, her­aus­zu­fin­den, wie das Original „gebaut“ wur­de, weil die Elemente in der ori­gi­na­len Vektordatei ja ein­zeln aus­ein­an­der­ge­nom­men wer­den kön­nen.

Andere Copycats schlei­men sich vor­her sogar bei den zu kopie­ren­den Fotografen ein, fra­gen nach des­sen Ausrüstung, Technik und Arbeitsweise, bis sie nicht nur die Motive, son­dern auch die Art der Umsetzung fast iden­ti­sch kopie­ren kön­nen. Ja, auch die­se Fälle hat­te ich schon.

Die Sicht der Kunden

Einige Kunden legen Wert dar­auf, dass sie Bilder kau­fen, die noch nicht zu sehr „ver­braucht“ wur­den und ori­en­tie­ren sich beim Kauf an nied­ri­gen Downloadzahlen. Wenn sie eine Kopie mit weni­gen Downloads kau­fen, ärgern sie sich ver­mut­li­ch, wenn sie das Original ent­de­cken, was schon die hun­dert­fa­chen Downloads hat. Außerdem ver­stop­fen fast iden­ti­sche Kopien die Suchergebnisse bei den Bildagenturen und füh­ren zur Frust bei der Bildersuche, wenn man sich durch sehr vie­le, sehr ähn­li­che Bilder wüh­len muss, die viel­leicht auch noch unter­schied­li­che Preise habe, weil eini­ge Leute exklu­siv sind und ande­re nicht – egal, ob jetzt Original-Urheber oder die Copycats.

Rechtlich gese­hen ist die Lage auch hei­kel: Sollte ein Gericht fest­stel­len, dass die Copycat mit einer Kopie das Urheberrecht eines ande­ren Fotografen ver­letzt hat, hät­te der Bildkunde das Foto unrecht­mä­ßig erwor­ben und dürf­te es nicht mehr benut­zen.

Die Sicht der Agenturen

Ich habe den Eindruck, dass Agenturen rela­tiv wenig gegen Copycats unter­neh­men. Das mag an der recht­li­chen Problematik lie­gen, weil die Abgrenzung zwi­schen „Kopie“ und „Imitation“ schwie­rig ist, aber liegt viel­leicht auch dar­an, dass ein grö­ße­res Gesamtportfolio der Agentur zugu­te kommt. Welcher Fotograf gen­au den Download eines Kunden bekommt, ist der Agentur ja meist egal. Außerdem wer­den es eh immer mehr, auch immer mehr ähn­li­che Bilder, war­um also ein gro­ßes Fass auf­ma­chen?

Wichtige Fragen: Findet der Käufer das Original? Wo fängt die Schöpfungshöhe an?
Wichtige Fragen: Findet der Käufer das Original? Wo fängt die Schöpfungshöhe an?

Wenn sich ein Fotograf beschwert, erhält er – wenn über­haupt – eine Antwort wie die­se, wel­che Fotolia zum Beispiel noch im Oktober 2013 stan­dard­mä­ßig raus­schick­te:

Sehr geehr­tes […],

natür­li­ch haben wir Verständnis für Ihre Reaktion auf das „Kopieren“ eini­ger Ihrer Dateien. Dass sich dar­aus jedoch nicht zwin­gend ein Urheberrechtsverstoß ablei­ten lässt, möch­ten wir Ihnen durch nähe­re Betrachtung des zen­tra­len „Werk“-Begriffs im Urheberrecht ver­ständ­li­ch machen. Maßgebend ist inso­weit, ob das von Ihnen erstell­te Original über­haupt die­sen weit­ge­hen­den Schutz genießt.

Denn ein urhe­ber­recht­li­ch geschütz­tes Werk muss eine gewis­se Gestaltungshöhe auf­wei­sen. Das Merkmal der Gestaltungshöhe bezieht sich auf den Grad der Individualität, den ein geis­ti­ges Erzeugnis besit­zen muss, um eine per­sön­li­che geis­ti­ge Schöpfung im Sinne des Urhebergesetzes zu sein. Hierdurch sol­len ein­fa­che Alltagserzeugnisse aus­ge­son­dert wer­den. Die Rechtsprechung bestimmt den Grad der Individualität durch einen Vergleich zwi­schen dem zu beur­tei­len­den Original mit­samt sei­ner prä­gen­den Gestaltungsmerkmale und der Gesamtheit der vor­be­kann­ten Gestaltungen.

Grds. kön­nen auch Werbegrafiken Urheberrechtsschutz genie­ßen. Künstlerisch indi­vi­du­ell gestal­te­te Werbung in Prospekten oder Anzeigen kann als Werk geschützt sein. Schlichte Alltagswerbegrafik ist aller­dings nicht umfasst. Die Schutzfähigkeit fehlt auch dann, wenn es sich ledig­li­ch um eine gelun­ge­ne, ori­gi­nel­le Darstellung han­delt, die aber den Bereich der Durchschnittsgestaltung nicht über­steigt.

Ohne dabei eine Wertung hin­sicht­li­ch Qualität oder künst­le­ri­schem Gehalt der betrof­fe­nen Bildinhalte vor­neh­men zu wol­len, müs­sen wir unse­re ernst­li­chen Zweifel zum Ausdruck brin­gen, ob Ihre Originale tat­säch­li­ch den beschrie­be­nen urhe­ber­recht­li­chen Schutz genie­ßen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Fotolia in der­ar­ti­gen Zweifelsfällen nicht tätig wer­den kann. Der Nutzen und die Kurzlebigkeit ins­be­son­de­re von Werbegrafiken steht außer Verhältnis zu dem erfor­der­li­chen Arbeitsaufwand, den eine Prüfung und Verfolgung sol­cher Entlehnungen erfor­dern wür­de.

Wir möch­ten Ihnen abschlie­ßend raten, das „Kopieren“ ihrer Bilder als Kompliment auf­zu­fas­sen und als Ansporn zu gebrau­chen, hand­werk­li­ch bes­se­re und the­ma­ti­sch vor­aus­schau­en­de­re Bildinhalte als die Konkurrenz zu gestal­ten.

Mit freund­li­chen Grüßen
Ihr Fotolia Team“ (Quelle: Fotolia-Forum)

Besonders der letz­te Absatz ver­dient hier Beachtung.

Langsam schei­nen die Microstock-Agenturen aber zu mer­ken, dass das öffent­li­che Anzeigen von Downloadzahlen kon­tra­pro­duk­tiv sein kann. Das Hauptärgernis wer­den hier sehr wahr­schein­li­ch die Konkurrenten sein, wel­che flei­ßig und regel­mä­ßig die Downloadzahlen bestimm­ter Dateien oder Portfolios notie­ren, um die­se Daten extra­po­lie­ren zu las­sen und damit Rückschlüsse auf die Umsätze einer Agentur schlie­ßen kön­nen.

Jedenfalls sind eini­ge Microstock-Agenturen dazu über­ge­gan­gen, die Downloadzahlen nicht mehr anzu­zei­gen. iSto­ck hat­te die Zahlen vor paar Jahren erst sehr grob gerun­det und jetzt im Zuge des Design-Relaunchs kom­plett von der Suchergebnis-Seite getilgt. Auch Fotolia hat­te vor paar Wochen kom­plett die öffent­li­che Anzeige der Downloads been­det, wor­über sich bei mir iro­ni­scher­wei­se mehr Fotografen als Kunden beschwert haben.

Mostphotos hat nach Beschwerde eini­ger Fotografen im November 2013 eben­falls die Download-Anzeige abge­schafft und 123rf hat­te das schon im Juni 2007 been­det. Andere Agenturen wie Shutterstock hat­ten die­se Informationen noch nie ange­zeigt.

Was sagt ihr?

Wie geht ihr mit Copycats um? Ignorieren, rächen, mel­den?

41 Gedanken zu „Copycats: Die Parasiten der Microstock-Branche kopieren Bestseller“

  1. als nicht micros­to­cker wür­de ich gegen pla­gia­te grund­sätz­li­ch inner­halb DE gericht­li­ch vor­ge­hen. als micros­to­cker bei einer ame­ri­ka­ni­schen agen­tur dürf­te es aller­dings wohl unmög­li­ch sein.

  2. Ich weiß nicht, ob wir dann nicht nur noch vor Gericht ste­hen und sich gegen­sei­tig nur noch ver­kla­gen.
    Gibt es eigent­li­ch nicht alles schon irgend­wie .
    Ich sel­ber hat­te eine Modestrecke foto­gra­fiert mit einem gewie­sen Hintergrund für Stock. 5 Monate spä­ter waren die sel­ben Klamotten mit dem sel­ben Hintergrund nur mit ande­ren Models mit dem sel­ben Posen in fast jeder Modezeitschrift. Sogar die Frisuren der Models haben Sie kopiert.

  3. da hast du mal wie­der einen tref­fen­den Artikel ver­fasst. Ich war scho­ckiert, als ich zum ers­ten mal eine exak­te Kopie mei­nes Bildes bei Fotolia fand. Sein gan­zes Portfolia besteht aus Kopien. Fotolia reagier­te wie immer plump. Was geht sie der Verlust der Verkäufer an, sie bekom­men ja ihr Geld.
    Ob die jetzt feh­len­de Download/View Statistik da so viel bewirkt bezwei­fel ich. Und der Kunde, der ein Bild mit weni­gen käu­fen sucht, steht auch im Regen.

  4. Sehr tref­fen­der Artikel. Das schlimms­te ist halt, wenn sich Leute wie SP-Pic (oder jetzt Coloures-Pic) und Drubig-Photo bis in den Saphir-Rang bei Fotolia hoch­ko­pie­ren … Marco2811 folgt da auch mit immer­hin schon Smaragd Rang. 

    Es sind ekel­haf­te Charaktere, die eine Idee neh­men und zig mal kopie­ren und damit die Suche so ver­stop­fen, dass das Original kei­ne Chance mehr bekommt. Die ein­zi­ge Möglichkeit ist das zurück­ko­pie­ren, aber damit trifft man echt auch wie­der ande­re und am Ende weiß kei­ner mehr, wer eigent­li­ch ange­fan­gen hat …

  5. Ganz schlim­me Sache, beson­ders bei den Vektoren wird kopiert bis zum Erbrechen. Es ist übri­gens nicht so, dass die Agenturen gar nichts machen, die Copycats kön­nen auch raus flie­gen. Eine Sache ist Inspiration oder Idee, die ande­re das exak­te Umsetzen eines Bildes oder Illustration.
    Bei dei­nem Beispiel wür­de ich bei Bild 1 oder 4 auf das Original tip­pen, der Rest sind mehr oder weni­ger schlech­te Versuche.

  6. Erinnert mich irgend­wie an die FlappyBird Aktion wo auch tau­sen­de Klone raus kamen und dann abge­lehnt wur­den.
    Ich den­ke das gehört wohl lei­der dazu und es ist schwer sich dage­gen zu weh­ren.

    Aber auch wenn die Downloadzahlen nicht ange­zeigt wer­den kann man nicht oft die Suchergebnisse nach Downloads sor­tie­ren und so zuver­läs­sig sich gut ver­kau­fen­de Bilder fin­den?

  7. Naja, war­um soll­te es in der Fotografie als ein­zi­gen Ort anders lau­fen als anders­wo? Was hat Microsoft nicht alles abge­schauz, nach­ge­baut und sich dann paten­tie­ren las­sen? Und alle fin­den es gut. Das ist über­all so, nicht schön und lobens­wert aber es ist halt so. Bei den Kameras ist das übri­gens auch nicht anders. Also nicht ärgern son­der wei­ter foto­gra­fie­ren und immer bes­ser wer­den.
    Gruß
    Oli

  8. Nur die bes­ten wer­den kopiert! Was einem nicht geklaut wer­den kann ist die eige­ne Kreativität
    Gruß
    Jochen

  9. Ja super, das soll mich dann auf­hei­tern, wenn die Kopierer eine Idee bis zum Erbrechen wie­der­ho­len und ich nichts ande­res machen kann, als mei­ne Idee sel­ber noch mal in zig Varianten noch mal auf­zu­le­gen, damit die Idee nicht in der Masse der Suchergebnisse, vor allem die der Kopierer, unter­geht?

    Dieses Argument: die bes­ten wer­den kopiert ist echt ein Schlag in die Fresse. Denn mitt­ler­wei­le ist es so, dass Kopierer meis­tens tage­wei­se bei ihren Opfern nach­gu­cken und nur weni­ge Tage spä­ter jede Idee kopiert ist. Und dabei spielt es kei­ne Rolle, ob die Idee bereits erfolg­reich war oder nicht. Es wird ein­fach ange­nom­men, dass der jewei­li­ge Fotograf gute Ideen hat und ein­fach alles über­nom­men.

    Das heißt Sachen über die ich mir den Kopf zer­bro­chen habe, über­neh­men die ein­fach. Und das schlimms­te an der Sache: es ent­schei­det nicht allein die Qualität der Arbeit, wel­ches Bild ein Erfolg wird. Gerade bei Fotolia spie­len ande­re Faktoren eine ent­schei­de­ne Rolle, ob aus dem Werk ein Bestseller wer­den kann. Es fängt beim Selektorranking an und geht wei­ter mit even­tu­el­len frü­hen Bildverkäufen. 

    Beide Faktoren füh­ren zu einer guten Platzierung des Bildes und bei­de Faktoren sind glei­cher­ma­ßen vom Zufall abhän­gig.

    Wenn dann noch gro­ße Saphiranbieter das kopie­ren gewerbs­mä­ßig betrei­ben und dann bei jedem Thema das sie kopie­ren vor den Originalen lan­den, kann man sich vor­stel­len, dass die Luft für die klei­ne­ren Ideenlieferanten irgend­wann zu dünn wird und die­se auf­ge­ben müs­sen. Soviel dann zur Kreativität, denn die allein ret­tet einen nicht.

  10. Robert, du hast es wie­der schön auf den Punkt getrof­fen.

    In die­sem Zusammenhang fin­de ich es immer­hin nütz­li­ch, dass die Downloadzahlen ver­schwun­den sind, denn das macht es zumin­dest ein klein wenig schwie­ri­ger für die Kopierer. Dass sogar kom­plet­te neue Shootings kopiert wer­den, hat mich dann doch über­rascht. Aber lei­der scheint tat­säch­li­ch zu gel­ten: Es gibt nichts, was es nicht gibt…
    Das mit der Passivität der Agenturen ist eben­falls ärger­li­ch. Darüber habe ich mich auch schon gewun­dert. Scheinbar wird es für wich­ti­ger gehal­ten, dass die Kunden von den gut­ver­kau­fen­den Bildern meh­re­re Varianten zur Auswahl haben. 

    Zu dem Beispiel im Artikel:
    Siehe z.B. http://de.fotolia.com/id/45987151 oder http://de.fotolia.com/id/46740860
    Das lässt sich bestimmt noch wei­ter zurück­ver­fol­gen. Und selbst die ursprüng­li­che Idee wird evtl von einem ande­ren Bild inspi­riert sein. Evtl. sind tat­säch­li­ch eini­ge die­ser Bilder ohne „Fremdinspiration“ ent­stan­den. Das macht es auch nicht ganz so ein­fach, die Kopierer zu iden­ti­fi­zie­ren. Wobei es natür­li­ch etwas ande­res ist, wenn das gan­ze Portfolio aus Kopien frem­der Arbeiten besteht.

  11. Es ist mir schon vor Jahren auf­ge­fal­len, das eini­ge grö­ße­re Stockproduzenten, ziem­li­ch vie­le Ideen klau­en. Bei denen habe ich sogar den Verdacht, dass die sogar eige­ne „Ideen Scouts“ haben. Die nichts ande­res machen, als die Micros und Makrostock Agenturen, nach Ideen zu durch­fors­ten. Alleine schafft man das ja gar nicht, so vie­le Ideen zu klau­en und gleich­zei­tig zu foto­gra­fie­ren.

  12. Microstock ist eine schnell-lebige Branche. Du must schnel­ler und bes­ser als die Anderen sein. Nachahmer wird es immer geben, das ist in jeder Branche so. Da hel­fen auch nicht immer Patente (s. Autodesign oder Kopien aus China.)
    Echte Copycats habe ich noch nicht gese­hen, aber ähn­li­che Motive, wie in dem Beispiel mit dem Jahreswechsel. Während Copycats einen schwa­chen, unkrea­ti­ven und nur geld­gei­len Charakter offen­ba­ren, sehe ich ähn­li­che Motive viel gelas­se­ner.
    Als ich selbst mit Mikrostock anfing, schau­te ich mir die Downloadzahlen diver­ser Fotos unter­schied­li­cher Agenturen an, um zu ver­ste­hen, was gebraucht wird und was nicht. Kopiert und nach­ge­ahmt habe ich die­se nicht, aber ich habe dann rela­tiv schnell mei­ne Nische gefun­den. Die läuft noch heu­te gut, obwohl ich seit über 18 Monaten nichts mehr bei­tra­ge. Heute, nach­dem die Downloadzahlen nicht mehr ange­zeigt wer­den, fin­de ich es viel schwie­ri­ger, mit Microstock zu star­ten. Evt. ist das nicht nur Protektionismus der Agenturen gegen ande­re, son­dern auch eine wei­te­re Barriere gegen Hobbyfotografen.
    Vielleicht sind ja auch die Tage der Copycats gezählt. Es gibt Software, die Gesichter aus unter­schied­li­chen Perspektiven erkennt. Vielleicht gibt es in Kürze eine Software, die zu ähn­li­che Fotos erkennt, und dann ablehnt (wer jetzt eine Software schreibt und den Agenturen anbie­tet, ich möch­te als Ideengeber betei­ligt wer­den 😉 )!

  13. Microstock ist ein Hamsterrad, das sich immer schnel­ler dreht. Irgendwann fliegt jeder mal raus.

    Diesen Satz aus dem Brief fin­de ich klas­se: „… Der Nutzen und die Kurzlebigkeit ins­be­son­de­re von Werbegrafiken steht außer Verhältnis zu dem erfor­der­li­chen Arbeitsaufwand, den eine Prüfung und Verfolgung sol­cher Entlehnungen erfor­dern wür­de. …“
    Hier steht über­setzt: „Was Ihr pro­du­ziert ist Wegwerfware. Und woher sol­len wir denn wis­sen, wer den Billigkram als ers­ter gemacht hat.“

    Und hier
    „Wir möch­ten Ihnen abschlie­ßend raten, das “Kopieren” ihrer Bilder als Kompliment auf­zu­fas­sen und als Ansporn zu gebrau­chen, hand­werk­li­ch bes­se­re und the­ma­ti­sch vor­aus­schau­en­de­re Bildinhalte als die Konkurrenz zu gestal­ten.“ steht eigent­li­ch:
    „So, jetzt reg Dich nicht auf, halt uns nicht vom Geldverdienen ab, son­dern klemm dich hin­ter dei­ne Kamera uns pro­du­zier wei­ter für uns, damit unser Gewinn wächst.“

  14. Ich muss sagen: Ich schaue mir auch oft von ande­ren Fotografen, gera­de wenn mir deren Arbeit impo­niert, zumin­dest deren Bildranking an. Klar ori­en­tie­re ich mich für mei­ne Arbeiten auch an Themen, die sich ver­meint­li­ch gut ver­kau­fen, ver­su­che dann aber Neuinterpretationen zu fin­den, was natür­li­ch bei der Masse an Bildern immer schwie­ri­ger wird.
    Ich den­ke, wenn man so eine Copycat (hab‘ den Ausdruck vor­her noch nie gehört) ent­deckt und ding­fest machen kann, soll­te man dies schlicht und ergrei­fend publik machen, an den Pranger stel­len, wie das ja jetzt hier bereits gesche­hen ist. Die Frage ist dabei natür­li­ch, inwie­weit das mit gel­ten­dem Recht zu ver­ein­ba­ren ist.
    Für mich gilt daher das­sel­be wie für ecco­lo: Besser wer­den, eige­ne Ideen vor­an­trei­ben, und die fan­ta­sie­lo­sen Kollegen igno­rie­ren… die gehen irgend­wann von selbst unter, denn wer so sein Geld ver­die­nen muss…

  15. Aber was ist mit den Micro-Klassikern? Meeting(220.000 Bilder) oder Daumen hoch (55.000 Bilder)? Wer kopiert hier wen? Bei 33 Millionen Bildern wird es zuneh­mend schwe­rer, nicht zu kopie­ren. Oder man hat so eine Nische, dass die noch nie­man­den auf­ge­fal­len ist. Dann hat man aber auch kei­ne wirk­li­ch gro­ßen DL-Zahlen drauf.

    Ich habe es ohne­hin nie ver­stan­den war­um (vie­le) Micros die DL Daten ver­öf­fent­licht haben. Das ist ja jetzt vor­bei! 🙂

    Gehen wir eini­ge Jahre zurück. In einer Fotozeitschrift lese ich von Yuri und sehe mir sei­ne Webseite an. Jede Menge Tipps wie man mit Fotos Geld ver­die­nen kann. Das jeder, der sich über sei­ne Seite anmel­det für Yuri Geld ver­dient – wie vie­le haben das bemerkt? Für Yuri eine traum­haf­te Geldquelle und ver­mut­li­ch hat er nur des­halb bei FT nur sei­ne Bilder gelöscht, aber nicht sei­nen Account, weil hier noch immer Geld rinnt. Wie auch bei eini­gen ande­ren Agenturen.

    Auf ins Fotolia Land. Welche Bilder brau­chen die? Mann da ist ein Bild von 3 Leuten mit einem Computer, das hat sich schon x-tausendfach ver­kauft! Her mit mei­nen Geschwistern. Das kann ich auch. Hey und ein paar alte Tabletten habe ich doch auch im Schrank. Und dann lege ich noch einen Apfel auf einen wei­ßen Tisch. Oh mein Gott – und ich Idiot ging bis jetzt arbei­ten!

    Und so haben zig­tau­send Personen ange­fan­gen für Micro zu foto­gra­fie­ren. Personen die das son­st nie gemacht hät­ten. Die einen aus Spaß, die ande­ren aus Stolz und die drit­ten wegen Geld. Das hat den dama­li­gen haupt­be­ruf­li­chen Fotografen kei­ne Freude berei­tet. Aber es war der Lauf der Geschichte.

    Nun jetzt, eini­ge Jahre spä­ter hat sich die Geschichte wei­ter­ge­dreht. Es sind neue Anbieter (Bilderfabriken) aus dem Osten auf­ge­taucht, die mehr ver­die­nen wie wir weil sie ande­re Kosten haben und die die Bilderflut unheim­li­ch anhei­zen. Für vie­le von uns wird es daher lang­sam eng.

    Oder man ver­kauft sei­ne wirk­li­chen krea­ti­ven Ideen an Makroagenturen. Ist ja auch ein Weg. Mußte jetzt aber gera­de lachen. Vor ca. 15 Jahren gab es einen Gerichtsprozeß bis zum Höchstgericht, weil eine Makro ein Bild von einem Manager in der Startrampe einer 100 Meter Strecke hat­te, und eine ande­re Makro ein ähn­li­ches Bild. Das Gericht hat kei­ne Kopierung aner­kannt, weil der Manager erkennt­li­ch einen ande­ren Anzug trug. Das sind aber Situaionen, die nicht wirk­li­ch dem Alltag ent­spre­chen und daher doch eher als krea­ti­ve Leistung betrach­tet wer­den kön­nen. Was fin­de ich gera­de in der ewi­gen FT-Bestseller Liste? Ratet mal…

    Ich den­ke dass man vor dem Kopieren am bes­ten geschützt ist wenn man tech­ni­sche Dinge dazu ver­wen­det. Spezielle Objektive, die nicht jeder hat (Fischauge, ExtremTele) um den Dingen eine neue Ansicht zu geben. Oder man macht so auf­wen­di­ge Photoshop-Sachen, dass die ande­re nicht so leicht nach­ma­chen kön­nen, oder die viel Zeit benö­ti­gen. Aber das geht dann wie­der am Sinn von Micro vor­bei.

  16. Stockfotografie ist halt Massenmarkt, was gera­de in ist wird dem Kunden gelie­fert. Wo ist die Grenze zwi­schen Nachmachen und so ähn­li­ch? Wie oft hat man das Bild von der Gabel auf dem Spiegel schon gese­hen oder das auf­ge­schla­ge­ne Buch mit dem Ring in der Mitte des­sen Schatten dann wie ein Herz aus­sieht. Das ist Stockfotografie, Massenware, ein Bild soll so oft wie mög­li­ch ver­kauft wer­den, an wen ist dabei abso­lut egal, Hauptsache das Bilder ver­kauft sich so of wie mög­licht. Individueller Kundengeschmack ist dabei sowie­so nicht gefragt, die Masse machts. Ob ein DL-Zähler hilft den all­ge­mei­nen Kundengeschmack zu beein­flus­sen glau­be ich nicht. Also wor­über regt Ihr Euch da eigent­li­ch auf?
    Gruß
    Oli

  17. Vielleicht soll­ten die Bilder so kom­pli­ziert sein, dass ein Fake nur mit erheb­li­chem Aufwand mög­li­ch ist. Microstock ist ja eine eher schlich­te Bildsprache, oft vor wei­ßen Hintergrund, leicht zu kopie­ren, foto­gra­fi­sch wei­ter ent­wi­ckeln hilft.

  18. It is not a bug, it is a fea­ture!

    Die Gesetzgebung zum geis­ti­gen Eigentum sieht sol­che Copycats nicht nur vor, sie sind sogar erwünscht. Der Gedanke dahin­ter ist, dass es eine schö­ne Konkurrenz zwi­schen Fotograf_innen gibt und ähn­li­che Motive in ver­schie­de­nen Abwandlungen und bes­se­rer Qualität gibt. Letzteres scheint ja auch ein wenig in dei­nem Artikel durch. Die Funktion des geis­ti­gen Eigentums ist es nicht, jede_n Schöpfer_in zu schüt­zen, son­dern sicher­zu­stel­len, dass Schöpfer_innen genü­gend moti­viert sind geis­ti­ge Konzepte für die Allgemeinheit zu ent­wer­fen und zu ver­öf­fent­li­chen.
    Es hat ja gute Gründe, dass es kei­nen Diebstahl an Ideen, son­dern nur an der kon­kre­ten mate­ri­el­len Ausgestaltung einer Idee gibt.
    Eins muss halt bloß das bes­te Bild machen und eini­ger­ma­ßen wett­be­werbs­fä­hig ein­prei­sen. Und das ver­su­chen halt alle.

  19. @Nicolai: Gegen Deine Argumentation spricht das vor­ge­hen der Behörden gegen Plagiate – kann man immer wie­der gut auf Messen gegen Chinesische Aussteller sehen.

  20. @Nicolai: Wir reden hier auch nicht über Ideen, die anders umge­setzt wur­den, son­dern über Ideen, die 1:1 inklu­si­ve „kon­kre­ter mate­ri­el­ler Ausgestaltung“ mas­sen­haft umge­setzt wer­den.

  21. Also um das noch mal zu ver­deut­li­chen:
    – Da gibt es jemand, der hat eine Idee und viel Erfolg damit: http://de.fotolia.com/id/44339178
    – dann kommt der ers­te: http://de.fotolia.com/id/50208925
    – und der zwei­te: http://de.fotolia.com/id/51510199

    Aber damit nicht genug. Der ers­te Kopierer ist ja schon ein biss­chen spät dran, also machen wir gleich mal ein paar Bilder mehr:
    http://de.fotolia.com/search?p=201180683&k=coffee&order=nb_downloads

    Und auch der zwei­te denkt sich: ein oder zwei rei­chen nicht, ich brauch hun­der­te an Varianten:
    http://de.fotolia.com/search?p=75848&k=coffee&order=nb_downloads

    Und gen­au so machen die das. Und zwar nur so. Diese bei­den haben nicht eige­nes in ihren Portfolios. Lustig ist, wenn man­che Bilder zeit­gleich in den Bestsellern auf­tau­chen. Ist schon krass wenn 2 völ­lig gleich aus­se­hen­de Bilder auf ein­mal da drin sind …

  22. @Photog – Gutes Beispiel.

    Es scheint, als bleibt uns nichts ande­res übrig, als selbst zu Copycats zu wer­den.

    Hier noch ein Copycat-Portfolio, der Typ hat auch mei­ne Motive 1:1 umge­setzt.
    Offensichtliche Copycat Profile soll­ten die Agenturen sper­ren. Was sie natür­li­ch nie­mals machen wer­den.

    Auch ohne kon­kre­te Download oder View Zahlen las­sen sich doch Bilder und Portfolios nach Datum oder Download sor­tie­ren. Da müs­sen die doch nur die Werke der ers­ten Seiten kopie­ren.

  23. Arghh, end­li­ch kommt das mal zur Sprache. [gelöscht]

    Der grast sei­ne Opfer im Wochen Rhythmus ab. Und ist Saphir!!!!!!

  24. Gebt mal fol­gen­de Suchbegriffe bei FT ein:
    zukunft visi­on idee erfolg ziel tafel
    Immer das sel­be Motiv mit den unter­ein­an­der ste­hen­den Wörtern, jeweils von einem ande­ren Anbieter. 🙂

  25. @ Stocke:

    Du hast ein min­des­tens ein ALIAS ver­ges­sen oder über­se­hen: MK-Photo

  26. Also ehr­li­ch – ich ver­steh die Aufregung nicht! Gerade die Tranzparenz macht doch FL und den micros­to­ck aus, sicher habt ihr genauso davon pro­fi­tiert. Schon vor eini­ger Zeit hat YA die­ses pro­blem erkannt und sei­ne Konsequenzen dar­aus gezo­gen. Warum macht ihr es nicht genauso, lamen­tie­ren bringt nichts – für FL seit ihr genauso über­flüs­sig wie YA!

  27. Wo gen­au soll man die Grenze zie­hen zwi­schen „Inspiration“, „Marktrecherche“ und „Kopieren“ denn zie­hen? Hast du dort einen sinn­vol­len Vorschlag?

    Von dem genann­ten Beispiel ist zwar an Hand der Bildnummer zu erse­hen, wer das Motiv als Erster hoch­ge­la­den hat. Aber war das der­je­ni­ge, der es auch zuer­st für 2013 gemacht hat­te? Oder 2012?

    Aus mei­ne exklu­si­ven Zeit weiss ich, dass iSto­ck lan­ge ver­sucht hat, Copycats zu „bestra­fen“, Bilder wur­den gelöscht, Konten wur­den gesperrt. Nun, dann kam das nächs­te Problem: Ein Bild war bei iSto­ck erfolg­reich, schon tauch­ten von ande­ren Leuten „ähn­li­che“ Bilder bei Fotolia und Shutterstock auf. Jetzt fragt sich, wel­ches Motiv hät­ten Fotolia oder Shutterstock gegen die­se bei ihnen ja neu­en Motive vor­zu­ge­hen, nur weil bei einer ande­ren Agentur jemand schon etwas in der Art gemacht hat?

    Und es geht sicher noch wei­ter zurück: Viele der anfäng­li­chen Bestseller bei iSto­ck – ob Business Handshake oder Goldfische – waren ja schon zu Analog/Makrozeiten erfolg­rei­che Motive.

    Es mag blöd sein, aber „Kopieren“ in der einen oder ande­ren Form gehört schein­bar zu unse­rer Branche dazu. Niemand kann 2.000 ori­gi­nel­le eige­ne Ideen pro Jahr ent­wi­ckeln und umset­zen. Und wie gesagt, die Grenzen sind sehr flies­send, die Grauzone ist rie­sig, und ich wür­de mich (auch als Agentur) nur sehr unger­ne an eine kla­re Definition wagen.

  28. Als „laie“ wür­de ich mal sagen, dass im Zeitalter des Internets und der Globalisierung Ideen schnel­ler geklaut wer­den, als einem lieb ist. Diese tau­chen dann irgend­wo auf der ande­ren Seite der Welt als Plakat oder son­st irgend­et­was wie­der auf und ein ande­rer hat sich eine gol­de­ne Nase ver­dient. Aus mei­ner Sicht fin­de ich es auch recht­li­ch schwie­rig zu sagen, ab wann ist etwas kopiert und wann kann man es als Eigeneidee anse­hen. Bsw. ein Apfel wur­de bestimmt schon aus jeder erdenk­li­chen Position foto­gra­fiert… da kann man doch nur kopie­ren? Korrigiert mich falls ich hier fal­sch lie­ge.

  29. Das Problem gab es schon in der Antike. Viele Skulpturen, die wir bewun­dern, sind Kopien nach Vorbildern, die es häu­fig gar nicht mehr gibt. Die römi­sche Plastik hat häu­fig grie­chi­sche (kon­re­te) Vorbilder, und man­che Motive ken­nen wir über­haupt nur, weil sich Kopien erhal­ten haben.
    BTW: Ich fin­de ja, die Kartographen kup­fern auch alle von­ein­an­der ab:-)

  30. Moin zusam­men,

    Habe gera­de mal die von Walter genann­ten Suchbergriffe ein­ge­ge­ben und sie­he da:
    http://de.fotolia.com/id/54820330 und http://de.fotolia.com/id/53411279

    So scheint es auch zu gehen mit wenig eige­ner Arbeit Geld zu ver­die­nen. Offensichtlicher geht es ja nun fast schon nicht mehr. 

    Ich den­ke aller­dings schon das das lan­ge über­fäl­li­ge ent­fer­nen der Views und Downloads bei Fotolia den „beson­ders Kreativen“ auf län­ge­re Sicht das Leben schwer machen wird, weil Sie anfan­gen müs­sen ins Blaue hin­ein zu kopie­ren und spä­ter immer öfters dane­ben lie­gen wer­den, ver­bun­den mit Umsatzeinbußen. Sie kön­nen zwar Suchthemen und Portfolios nach Downloads und Upload Zeitraum sor­tie­ren, aber eben bei neu­en Werken nicht mehr sehen ob das Bild nun ein Renner mit 150 DL in 2 Monaten, oder eine Leiche mit 2 DL in 2 Monaten ist. Einzig die Erfahrung der Renner der letz­ten Jahre bleibt Ihnen als Hilfsmittel übrig. Aber nichts ist so Beständig wie der Wandel und wenn sich die benö­tig­ten Bilder irgend­wann ändern…… 

    Gruß
    Alex

  31. Wer kopiert wird ist ein guter bzw. erfolg­rei­cher Fotograf!
    Bei Erfolglosen lohnt sich ja der Aufwand, der ja auch beim nach­stel­len da ist, nicht.

    Aber auch ich habe mich schon über sol­che Nachahmer geär­gert.
    In mei­nen Stockfotografie-Anfängen, habe ich vol­ler Stolz mei­ne drei erfolg­reichs­ten Fotos in mei­nem Blog prä­sen­tiert.

    Nach eini­gen Monaten sind die Umsätze auf nahe­zu null ein­ge­bro­chen, da es plötz­li­ch jede Menge ande­rer Bilder von die­sen Motiven gab.

    Seitdem behal­te ich mei­ne Renner-Fotos für mich und erfreue mich an den Bildhonoraren.

    Schönen Gruß
    Bernd

    P.S. Ich weiß nicht ob die Links auf Portfolios mut­mass­li­che Nachahmer recht­li­ch sau­ber sind. Bin kein Rechtsexperte. Im schlimms­ten Fall könn­te so ewas auch eine Klage wegen übler Nachrede nach sich zie­hen?

  32. Coloures-Pic ist ja die ärgs­te Copycat! Der hat nicht ein Bild aus eige­ner Kreativität umge­setzt. Eine Frechheit son­der­glei­chen!

  33. Na der Marco2811 ist aber auch nicht bes­ser.

    Also ich wer­de auch gele­gent­li­ch kopiert. Hab ich mich Anfangs auch drü­ber geär­gert.
    Inzwischen guck mir aber ger­ne auch mal was von ande­ren ab.

    Die Sache mit dem Kaffee ist ja wit­zig! Die schei­nen sich gegen­sei­tig zu kopie­ren und
    Auch noch Erfolg damit zu haben. Ist doch eigent­li­ch gut für bei­de. Konkurrenz belebt schließ­li­ch das Geschäft.

  34. @Klaus: Egal ob die Leute sich nun Rabendoktor, Marco oder Marcel, Nerlich Images oder Coloures-Pic nen­nen, alle haben sie auf­fäl­lig vie­le sehr ähn­li­che Bilder im Portfolio.

  35. Ich ver­ste­he die gan­ze Aufregung nicht. Microstock ist nicht gera­de eine Branche, bei der die Beteiligten fair mit­ein­an­der umge­hen. Es gibt Kunden, die Fotos lizen­z­wid­rig nut­zen oder wei­ter­ge­ben, ande­re klau­en Bilder, und es gibt Agenturen, die kei­ne Möglichkeit aus­las­sen, Fotografenhonorare zu sen­ken oder zu umge­hen. Und jetzt kom­men noch die Copycats, die sich etwas mehr als nor­mal durch die Arbeiten ande­rer inspi­rie­ren las­sen. Da es kein ein­heit­li­ches inter­na­tio­na­les Urheberrecht gibt und auch nach deut­schem Urheberrecht die Beweisführung für Verstöße nur schwer mög­li­ch sein dürf­te, wird wohl kei­ner wegen eines Stockfotos das Prozessrisiko tra­gen wol­len. Copycats sind somit nur eine wei­te­re nega­ti­ve Randerscheinung von Microstock, die man reak­ti­ons­los zur Kenntnis neh­men soll­te. Interessanter fin­de ich die Frage, ob man selbst aus die­ser Situation einen Vorteil erzie­len kann.

  36. Wer sich auf das Microstock Business ein­lässt muss auch damit rech­nen dass Bilder in ähn­li­cher Form von ande­ren imi­tiert wer­den. Und bei jedem der ein paar Tausen Motive online hat fin­den sich Dinge, die schon mal in irgend­ei­ner Form da gewe­sen sind.

    @ Robert: in der Microstock Szene gab es mal einen ganz gro­ßen Namen – Yuri A. – und wenn ich mir die Machart und Motive Deiner Bilder so anse­he, dann kann sich hier jeder sei­ne eige­ne Meinung bil­den wie groß die Ähnlichkeit ist. Du wärst ja auch schlecht bera­ten gewe­sen Dir Deine Mitbewerber nicht gen­au anzu­se­hen. Man soll­te nicht mit Steinen wer­fen wenn man selbst im Glashaus sitzt. 

    Ich selbst habe mich jeden­falls damit abge­fun­den, dass mei­ne gut lau­fen­den Motive von ande­ren in diver­ser Art und Weise imi­tiert wer­den. Und ich sehe es als posi­ti­ven Ansporn – Konkurrenz belebt das Geschäft – so ist das nun mal.

  37. Wie schon erwähnt: Klar fin­den sich bei tau­sen­den Motiven mal wel­che, die ande­ren sehr ähn­li­ch sind. Ich rede aber von Leuten, die nichts ande­res machen, als Ideen zu kopie­ren.

    Zu Yuri Arcurs: Schön wäre es, wenn mei­ne Bilder sei­nen zum Verwechseln ähn­li­ch sehen wür­den. Davon bin ich aber noch weit ent­fernt.

  38. Wow, das ent­wi­ckelt sich hier ja zu einer rich­ti­gen klei­nen ver­ba­len „Prügelei“, lach.
    Ich den­ke bei alle­dem, dass ein Fotograf, der eine eige­ne Bildsprache (ein wun­der­voll blu­mi­ges Wort) ent­wi­ckelt hat, sei­nem Bild, auch wenn es einem ande­ren ähn­li­ch sieht, etwas ein­zig­ar­ti­ges mit­gibt.
    Einer wie Yuri Arcurs hat so eine Bildsprache ent­wi­ckelt, die offenti­cht­li­ch sehr gefäl­lig ist, und sein Erfolg gibt ihm recht. Neue Perspektiven, neue Beleuchtung, Einsatz uralter Objektive, ori­gi­nel­le Modelle, jeder hat die Chance, und die Besten wer­den es schaf­fen.
    Wenn man sich bei­spiels­wei­se mal die Musikszene (Schlager, Volksmusik wie auch immer) als Vergleich her­an­zieht: Wo gibt es da etwas wirk­li­ch Neues? Es sind immer wie­der die­sel­ben Riffs, nur mit ande­ren Sounds in immer wie­der neu­en Kombinationen. Wenn die Sängerin schön ist, wie wich­tig ist dann der Gesang? Parallelen? Vielleicht …

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