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Die 6 wichtigen Unterschiede zwischen dem Smartphone und einer DSLR-Kamera

Schon vor einem Jahr habe ich an die­ser Stelle eine Lanze für das pro­fes­sio­nel­le Fotografieren mit dem Smartphone gebro­chen.

Da ich trotz­dem wei­ter­hin mit mei­ner „rich­ti­gen“ digi­ta­len Spiegelreflexkamera foto­gra­fie­re, fal­len mir die Unterschiede zwi­schen bei­den Welten deut­li­ch auf.

Wer die­se Unterschiede kennt und zur rich­ti­gen Zeit ein­zu­set­zen weiß, kann sei­ne Fotos deut­li­ch ver­bes­sern.

Immer dabei

Der wohl wich­tigs­te Punkt. Das Smartphone habe ich immer in der Hosentasche, die min­des­tens zwei Kilo schwe­re DSLR nicht. Motive wie die­sen vol­len Mülleimer* in einer öffent­li­chen Toilette hät­te ich son­st nicht auf­ge­nom­men.

Gewicht und Größe

Die Smartphone-Kamera ist leich­ter und klei­ner. Paradoxerweise führt eine leich­te­re und klei­ne­re Kamera zu unschär­fe­ren Bildern durch mehr Verwackelungen, weil das Kameragewicht die Körperbewegungen nicht mehr aus­glei­chen kann. Das bedeu­tet: Beim Fotografieren das Smartphone bewusst ruhig hal­ten.

Smartphones sind unauffällig

Das gerin­ge­re Gewicht und die kom­pak­te Bauweise der Smartphones bringt als Vorteil jedoch die Unauffälligkeit. Manchmal hät­te ich mich ein­fach nicht getraut, mei­ne rie­si­ge Kamera aus­zu­pa­cken, das dicke Objektiv anzu­schrau­ben, um dann erst fünf Minuten mit Leuten dis­ku­tie­ren zu müs­sen, die mei­nen, mir das Fotografieren ver­bie­ten oder ein­fach fach­sim­peln zu wol­len.

Als ich mit einem Model unter­wegs war, um test­wei­se bewusst nur Smartphone-Fotos zu machen, war ich erstaunt, wie wenig wir bei­de wahr­ge­nom­men wur­den, wäh­rend die glei­chen Situationen mit mei­ner DSLR oft eine klei­ne Menschentraube erzeu­gen wür­den.

Ungewöhnlichere Perspektiven möglich

Größe und Gewicht der Smartphones ermög­li­chen mir auch unge­wöhn­li­che Perspektiven, die aus ver­schie­de­nen Gründen mit einer DSLR nicht oder nur schwer umsetz­bar wären.

Beim Foto die­ser Seerose* von oben habe ich mei­ne Hand am Teichrand so weit aus­ge­streckt, dass mein Handy fast ein Meter in den Teich rein rag­te, so hät­te ich die DSLR nie hal­ten kön­nen.

Seerose von obenBei der Aufnahme die­ses Wollschweins* habe ich durch einen eng­ma­schi­gen Zaun foto­gra­fie­ren müs­sen, das ging nur, weil die Linse der Smartphone-Kamera deut­li­ch klei­ner ist. Bei der DSLR hät­te ich unscharf den Zaun mit auf dem Foto gehabt.

WollschweinÄhnlich schwie­rig wäre die­se Aufnahme aus dem Flugzeugfenster* mit einer DSLR weil durch die grö­ße­re Linse die Gefahr viel höher wäre, Kratzer oder Reflexionen des Fensters mit auf das Bild zu bekom­men.

Über den Wolken von Texas, USA

Verstehe den kleinen Sensor

Der Bildsensor in einem iPho­ne 6 ist ca. 4,9 x 3,7 mm groß. Zum Vergleich: Meine Canon 5 D Mark III hat einen Bildsensor, der 36x 24 mm groß ist. Damit hat die­ser eine mehr als 47x grö­ße­re Fläche.

Mehr Fläche heißt oft auch: Der Sensor ist licht­emp­find­li­cher, weil mehr Platz da ist, auf den das Licht fal­len kann.

Im Umkehrschluss heißt es: Bei ungüns­ti­gen Lichtverhältnissen muss das Smartphone immer noch oft genug kapi­tu­lie­ren. Vor allem, wenn die Fotos ver­kauft wer­den sol­len, weil die Bildagenturen streng gegen zu viel Bildrauschen sind. Will ich also abends auf einer Party foto­gra­fie­ren oder in einem Raum ohne Tageslicht, las­se ich das Smartphone ste­cken und bemü­he doch die DSLR.

Der Vorteil des klei­ne­ren Sensors ist jedoch die deut­li­ch gerin­ge­re Naheinstellgrenze. Während das „Standardobjektiv“ 24–70mm f.2.8 von Canon erst ab 38 cm scharf stel­len kann, sind es beim iPho­ne 6 nur 8 cm. Übersetzt: Ich kann fast fünf mal dich­ter an das Motiv ran­ge­hen. Das ist ide­al für Makroaufnahmen.

Auch die Schärfentiefe ändert sich deut­li­ch mit der Sensorgröße. Bei den Mini-Smartphone-Sensoren ist viel mehr vom Hintergrund scharf. Auch das kommt Makro-Fotografen ent­ge­gen. Ungünstig ist es hin­ge­gen für Portraits. Hier heißt es, beson­ders stark auf einen ruhi­gen Hintergrund* zu ach­ten, der nicht vom Gesicht der foto­gra­fier­ten Person ablenkt.

Mobiler Workflow

Wenn ich von einem Fotoshooting mit mei­ner DSLR unter­wegs nach Hause fah­re, kann ich auf dem Weg höchs­tens schon mal eini­ge Fotos löschen oder als beson­ders gut mar­kie­ren, um sie spä­ter zu Hause am Computer wei­ter bear­bei­ten zu kön­nen.

Habe ich hin­ge­gen mit mei­nem Smartphone Fotos gemacht, bear­bei­te die­se manch­mal mit eini­gen Apps und lade ich das Foto oft schon Sekunden spä­ter über Apps wie Fotolia Instant oder EyeEm zum Verkauf hoch.

Fazit

Ich bin weit davon ent­fernt, mei­ne DSLR ein­stau­ben zu las­sen, nur weil ich immer mein Smartphone bei mir habe. Je nach Situation ent­schei­de ich mich jedoch auch mal bewusst für das Handyfoto, wenn es, wie oben beschrie­ben, Vorteile mit sich bringt.

Welche Vorteile sieht ihr bei Smartphone-Fotos?

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Die Tücken der Statistik

Im Februar hat­te ich hier im Blog eine kur­ze Statistik über mei­ne durch­schnitt­li­chen Erlöse pro Fotoverkauf und Bildagentur im letz­ten Jahr ver­öf­fent­licht.

Ausdrücklich schrieb ich dazu, dass die­ser Wert, der soge­nann­te „Revenue per Download“-Wert (kurz RPD) nichts dar­über aus­sagt, wie erfolg­reich eine Agentur ist.

Nichtsdestotrotz wir­ken die ers­ten Plätze in einer Rangliste immer sehr befrie­di­gend, sodaß die bei­den Spitzenreiter Coverpicture und Zoonar in ihren Blogs stolz auf mei­nen Beitrag ver­wie­sen.

Coverpicture schrieb sogar:

Der Verkauf eines ein­zel­nen Bildes bei Coverpicture ist damit im Vergleich genauso viel Wert wie 80 Verkäufe in einer der letzt-platzierten Microstock-Agenturen!“

Genau da kom­men wir auch zu den Tücken der Statistik. So eine Aussage beein­druckt bran­chen­frem­de Leser viel­leicht, weil sie zum Beispiel nicht wis­sen, dass mei­ne „letz­plat­zier­te“ Microstock-Agentur 123rf 2012 aber 312 mal soviel abso­lu­te Verkäufe erzielt hat­te. Oder anders for­mu­liert: Mit 123rf hat­te ich letz­tes Jahr ca. vier mal so viel Geld ver­dient wie mit Coverpicture.

Den Fehler hat­te neu­li­ch auch die DPA gemacht, wel­che in einem Artikel über das „Hobby Stockfotografie“ im letz­ten Absatz die RPD-Zahlen nann­te, aber die­se als „Einnahmen pro Bild“ aus­gab:

Im Fachslang heißt das: Die Presseagentur hat den RPD mit dem RPI ver­wech­selt. Dabei hät­te eine ein­fa­che Kopfrechnung stut­zig machen kön­nen: Bei Coverpicture habe ich über 13.000 Bilder online. Das wür­de bedeu­ten, dass ich 2012 über eine hal­be Million Euro allein mit der einen Agentur ver­dient hät­te und im Monat immer­hin noch über 45.000 Euro. Schön wäre es, stimmt aber lei­der nicht.

Ein Anruf beim Chef vom Dienst bei der DPA half aber, die­sen Irrtum schnell zu berich­ti­gen und die meis­ten Webseiten haben den Fehler im Artikel dann auch kor­ri­giert.

Wer übri­gens auf den Geschmack gekom­men ist, Zahlen zu sei­nem Vorteil zu dre­hen oder im Gegenteil ler­nen möch­te, sol­che Versuche bes­ser zu erken­nen, dem emp­feh­le ich das unter­halt­sa­me Buch „So lügt man mit Statistik“ von Walter Krämer.

* Affiliate

Der typische Umsatz-Zyklus eines Microstock-Bildes

Zahlen sind eine wich­ti­ge Sache. Die meis­ten Stockfotografen, die ich ken­ne, foto­gra­fie­ren nicht für Bildagenturen, weil sie sich da künst­le­ri­sch beson­ders gut aus­drü­cken kön­nen, son­dern weil sie mit ihren Fotos Geld ver­die­nen wol­len. Umso wich­ti­ger ist es, eini­ge Kennzahlen zu ken­nen, mit denen der eige­ne Umsatz bes­ser ana­ly­siert und damit auch pro­gnos­ti­ziert wer­den kann.

Ein sehr hilf­rei­ches Tool in die­ser Hinsicht ist Stock Performer, ein Analysedienst, der mitt­ler­wei­le die Verkäufe, Umsätze und ande­re wich­ti­ge Kennzahlen eines Fotografen für fünf Microstock-Agenturen (Shutterstock, Fotolia, iStock­pho­to, Dreamstime und 123rf) aus­wer­tet und den ich hier aus­führ­li­ch getes­tet habe.

Luis Alvarez, einer der bei­den Köpfe hin­ter Stock Performer, hat vor weni­gen Wochen anhand sei­nes eige­nen Portfolios den typi­schen Lebenszyklus eines Microstock-Bildes vor­ge­stellt. Jedes Portfolio ist aber anders und da Luis zum Beispiel exklu­siv bei iStock­pho­to ist, wäh­rend ich die­se Agentur nicht mehr belie­fe­re, sehen mei­ne Zahlen viel­leicht ganz anders aus. Luis war so freund­li­ch, basie­rend auf den rea­len Verkäufen und mei­nen bis­he­ri­gen Umsätzen den typi­schen Umsatzzyklus mei­ner Microstock-Bilder zu berech­nen. Das Ergebnis sieht gra­fi­sch so aus:

In der Grafik sehr ihr, wie viel ich im Durchschnitt mit einem Microstock-Bild bei den vier Agenturen pro Monat ver­die­ne, gerech­net vom Zeitpunkt des Hochladens. Nach einem star­ken Einstieg im zwei­ten Monat errei­chen mei­ne Bilder ihre finan­zi­el­le Hochzeit vom 9. bis zum 16. Monat. Danach geht es kon­ti­nu­ier­li­ch berg­ab und das Bild pen­delt sich bei ca. einem hal­ben Euro pro Monat ein. Grundsätzlich ist die Kurve ver­gleich­bar mit der von Luis, auch wenn sei­ne höher ansteigt, aber auch schnel­ler abfällt. Im Grunde wer­den aber die meis­ten Microstock-Fotografen eine ähn­li­che Kurve bei ihren Bildern vor­fin­den, je nach Motiv höchs­tens unter­schied­li­ch hoch.

Der Lebenszyklus in Zahlen

Wer die Werte oben zusam­men­zählt, soll­te auf ins­ge­samt 61 US-Dollar kom­men, die ein Bild pro Jahr bei den vier genann­ten Agenturen zusam­men bringt. Im Schnitt macht das pro Bild und Monat 1,65 US-Dollar. Interessant ist auch das Absacken im drit­ten Jahr. Während der RPI (Revenue per Image/Umsatz pro Bild) pro Monat für die vier Agenturen bei ca. 2 US-Dollar liegt, hal­biert er sich im drit­ten Jahr auf einen US-Dollar. Die bran­chen­üb­li­ch ange­nom­me­ne Halbwertszeit von zwei Jahren für ein Microstock-Bild bestä­tigt sich hier.

Der durch­schnitt­li­che RPI von 1,65 USD ist bei mir jedoch sehr ungleich ver­teilt. Fast ein Dollar ent­fällt auf Fotolia, gefolgt von einem hal­ben Dollar von Shutterstock, elf US-Cent von Dreamstime und sechs Cent von 123rf. Ich habe iStock­pho­to nicht in mei­ne Analyse auf­ge­nom­men, weil ich dort ers­tens nur höchs­tens ein Fünftel mei­nes gesam­ten Portfolios habe und zwei­tens nichts mehr dort hoch­la­de. Hätte ich iStock­pho­to mit in den Grafiken drin gehabt, wäre der Gesamt-RPI um 10 Dollar höher und der Durchschnitt-RPI um 0,28 USD.

Warum haben Bilder einen Zyklus?

Aufstieg, Höhepunkt und Verfall: Warum durch­le­ben alle Stockfotos eine sol­che Kurve? Einerseits liegt es an den Motiven selbst. Die gezeig­te Technik wie Fernseher, Telefone oder Computer ver­än­dern sich, wer­den klei­ner, dün­ner, run­d­er, schi­cker oder glän­zen­der. Bei Fotos von Menschen ändern sich die Vorlieben beim Schnitt der Kleidung, den Farben und den Frisuren. Bei Reise- und Architekturfotos ändern sich die Gebäude, die Skyline, das Design der Autos und so wei­ter. Andererseits tra­gen auch die Algorithmen der Bildagenturen eben­so zum Abstieg der Fotokarriere bei. Neue Bilder wer­den in den Suchergebnissen bevor­zugt, weil sie die oben genann­ten aktu­el­len Trends inne­ha­ben, aber auch die Bestandskunden (vor allem im Abo-Bereich) immer fri­sches Material sehen wol­len. Als drit­ter Punkt kom­men die kon­kur­rie­ren­den Fotografen hin­zu, die eben­falls nicht ruhen und bestän­dig neue Bilder pro­du­zie­ren, die mit den eige­nen alten Fotos um Käufer kon­kur­rie­ren.

Was nützen mir diese Zahlen?

Es gibt meh­re­re Möglichkeiten, die genann­ten Zahlen für sich nutz­bar zu machen. Eine Möglichkeit ist, sie als Vergleichsbasis zu neh­men, um ande­re Portfolios zu bewer­ten. Die zwei­te Möglichkeit ist, Umsatzprognosen zu erstel­len. Wie viel wür­de ich ver­die­nen, wenn ich jeden Monat 10, 100 oder 500 Bilder hoch­la­de? Bei 100 Bildern wür­de mei­ne Kurve so aus­se­hen:

Zwei Jahre lang wür­den die Umsatz rela­tiv sta­bil anstei­gen, dann wür­de die Kurve aber fla­cher wer­den und ein Umsatzzuwachs lässt sich nur noch schwer erzie­len. Oder was wür­de pas­sie­ren, wenn ich nur ein Jahr lang jeden Monat 300 Bilder hoch­la­de und dana­ch kei­ne neu­en Bilder mehr lie­fe­re?

Im ers­ten Jahr wür­de die Kurve logi­scher­wei­se gleich­mä­ßig und stark anstei­gen, dann aber ca. ein Jahr lang sta­gnie­ren, ein Jahr lang flach abfallen und sich dann lang­sam auf dem Niveau das zwei­ten Monats ein­pen­deln.

Am liebs­ten nut­ze ich die Zahlen aber, um Entscheidungen für neue Shootings zu tref­fen. Mit Stock Performer kann ich mit sowohl den monat­li­chen als auch den Gesamt-RPI für jedes mei­ner Shootings ein­zeln anzei­gen und sor­tie­ren las­sen. So habe ich bei­spiels­wei­se 90 Shootings bei Shutterstock in der Liste, davon lie­gen „nur“ 36 Fotosessions über dem durch­schnitt­li­chen monat­li­chen RPI von 52 Cent, das bes­te Shooting liegt mehr als fünf Mal dar­über. Nun kann ich schau­en, ob die­se über­durch­schnitt­li­ch abschnei­den­den Shootings etwas gemein­sam haben und wei­te­re Shootings in die­ser Richtung pla­nen. Oder wenn mich ein Model fragt, ob ich noch mal mit ihr shoo­ten möch­te, schaue ich mir an, wie das letz­te Shooting im Vergleich zum Durchschnitt liegt und kann so basie­rend auf Fakten eine Zusage oder Absage machen.

Der Vergleich mit Macrostock-Zahlen

Nachdem Luis sei­nen Artikel im Blog der Microstockgroup ver­öf­fent­licht hat­te, ver­öf­fent­lich­te Gerald Staufer, Chef der Macrostock-Agentur Westend61, im Macrostock-Blog einen Artikel über den Lebenszyklus von Macrostock-Bildern. Den emp­feh­le ich sehr als Ergänzung zu Luis‘ und mei­nem Artikel und auch die Kommentare zu den Artikeln lie­fern noch vie­le span­nen­de Informationen. Aber mal grob gerech­net. Gerald zeigt die Umsätze von fünf guten People-Fotografen und Fotografen mit ande­ren Themenschwerpunkten.

Ich kon­zen­trie­re mich jetzt auf die People-Zahlen, weil sich die­se eher mit mei­nem People-Portfolio ver­glei­chen las­sen. Diese fünf Fotografen haben der Agentur in vier Jahren ca. einen Umsatz von ca. 138.000 Euro. Bei einem Fotografenanteil von 50% wären das ca. 69.000 Euro. Die fünf Fotografen haben zusam­men 1011 Bilder im Portfolio. Das macht einen Gesamt-RPI von 68 Euro. Verglichen mit mei­nem Gesamt-RPI von 45 Euro (bzw. 52 Euro inklu­si­ve iSto­ck) lie­ge ich ziem­li­ch gen­au 50% drun­ter.

Zwei wich­ti­ge Faktoren müs­sen jedoch eben­falls berück­sich­tigt wer­den. Die Annahmekriterien sind bei Macrostockagenturen meist stren­ger, sodass man in der Regel von ver­gleich­ba­ren Shootings weni­ger Bilder in die Agentur bekommt. Das zei­gen auch die rela­tiv nied­ri­gen Portfolio-Größen der aus­ge­wähl­ten Fotografen, die im Durchschnitt nur 202 Bilder bei der Agentur online haben. Wenn ich dort 50% weni­ger Bilder eines Shootings frei­ge­schal­tet bekom­me als bei den Microstock-Agenturen, wür­de das den RPI auf den glei­chen Wert heben. Auf der ande­ren Seite der Waage ist die Lebenszeit bei den Macrostock-Bildern län­ger, sodass sich nach den vier Jahren bestimmt noch eini­ge Umsätze ein­stel­len wer­den.

Welche Kennzahlen für euer Portfolio wer­tet ihr aus? Wie macht ihr das und was habt ihr davon?

Fortsetzung meines Preiserhöhung-Tests bei Fotolia

Am ers­ten März hat­te ich ein Experiment gewagt.

Ich hat­te zwei mei­ner Bestseller-Fotos bei Fotolia vom Startpreis mit 1 Credits auf 2 Credits gesetzt. Damit woll­te ich sehen, wel­chen Effekt der damit dop­pel­te Preis für das Kaufverhalten der Bildsucher hat.

Über die ers­ten Ergebnisse habe ich hier im Blog berich­tet.

Am Test gab es in den fol­gen­den Kommentaren vor allem zwei berech­tig­te Kritikpunkte. Erstens war die getes­te­te Bildmenge nicht groß genug (mein Portfolio ist ja zum Verkaufen, nicht zum Experimentieren da) und zwei­tens hat­te ich als ers­ten Monat der Preiserhöhung den März gewählt, der jedoch bei fast allen Fotografen immer mit Abstand der bes­te Monat ist, was die Ergebnisse hät­te ver­zer­ren kön­nen. Außerdem wur­de ver­mu­tet, dass vie­le Bildkäufer das Bild schon in ihrer Lightbox gehabt haben könn­ten und dann trotz des höhe­ren Preises gekauft haben und das ansons­ten viel­leicht nicht getan hät­ten.

Deshalb habe ich mir die Zahlen jetzt, nach drei wei­te­ren Monaten mit dem höhe­ren Startpreis noch mal ange­schaut, die Auswertung erfolg­te wie­der mit Stock Performer:

Hier das ers­te Bild. Die blau­en Balken bezeich­nen die Umsätze mit dem Foto, die rote Linie zeigt die Verkäufe an. Jeder Balken weist einen Monat aus, dem­nach ist der drit­te dun­kel­blaue Balken der Monat März. Im März, dem Monat der Preiserhöhung, sind sowohl Umsätze als auch Verkäufe deut­li­ch gestie­gen. Die nächs­ten drei Monate sahen jedoch – wie mei­ne Leser rich­tig ver­mu­tet haben – ganz anders aus. Die Verkäufe gin­gen merk­li­ch zurück, sta­bi­li­sie­ren sich gera­de aber wie­der. Das wich­tigs­te jedoch ist: Die Umsätze sind trotz der Preiserhöhung wei­ter­hin über den Umsätzen mit dem 1-Credit-Startpreis geblie­ben.

Ähnlich sieht es bei dem zwei­ten Testbild aus:

Die Verkäufe sind nach der Preiserhöhung gefal­len, sta­bi­li­sie­ren sich aber wie­der. Die Umsätze lagen aber eben­falls höher als vor der Preiserhöhung.

Das Resultat? Wer die Preise sei­ner Bilder erhöht, wird unter dem Strich weni­ger Verkäufe haben, aber trotz­dem etwas mehr Einnahmen. Den Einfluss der Verkäufe auf das Ranking und den Suchalgorithmus, den ich im ers­ten Test-Artikel beschrie­ben habe, soll­te man bei sei­ner Entscheidung für oder gegen eine Preiserhöhung jedoch berück­sich­ti­gen.

Soweit alles klar? Leider nicht ganz. Hier ist die Ansicht eines ähn­li­chen Fotos aus der Serie, wel­ches sich eben­falls ganz gut ver­kauft und wo ich den Startpreis auf 1 Credit gelas­sen habe:

Wie ihr seht, fla­chen auch hier ab März ganz leicht die Verkäufe ab, wenn auch nicht in dem Maße wie bei den bei­den teu­re­ren Fotos. Der Umsatz jedoch ist seit März (eigent­li­ch ab Januar schon) stark gestie­gen und hat sich mehr als ver­dop­pelt. Woran liegt das? Ich kann nur raten. Im Juni hat Fotolia die Preise unter ande­rem bei mir wegen mei­nes Smaragdt-Status für grö­ße­re Bildgrößen um ca. 20% ange­ho­ben, was den star­ken Ausschlag im Juni erklä­ren könn­te. Vielleicht haben auch die Bildkäufer auf güns­ti­ge­re Bilder der glei­chen Fotoserie umge­schwenkt? Es blei­ben noch eini­ge Fragen offen.

Für mich bleibt immer­hin die Feststellung, dass höhe­re Bildpreise im Schnitt mehr Einnahmen, aber weni­ger Verkäufe brin­gen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Preisänderungen gemacht?

Try Macrostock! Unterschiede zu Microstock aus der Sicht eines Bildagentur-Chefs

Heute gibt es wie­der einen Gastbeitrag, auf den ich mich beson­ders freue. Manchmal wird ja behaup­tet, in die­sem Blog käme ja fast nur Microstock vor und ich wür­de das „schön­re­den“. Aber ich kann nur über Dinge schrei­ben, von denen ich Ahnung habe. Deshalb ergab es sich ganz gut, dass Gerald Staufer Interesse dar­an hat­te, einen Artikel zu schrei­ben. Gerald ist Gründer und CEO der 2003 gestar­te­ten Münchener Macrostock-Bildagentur Westend61, die mitt­ler­wei­le nach Eigenaussage einer der größ­ten unab­hän­gi­gen „Royalty Free Brands“ in Europa ist.


Genug der Vorrede, ab hier über­las­se ich Gerald Staufer den Artikel.

Try Macrostock!

Kürzlich habe ich mich län­ger mit Robert über Macro- und Microstock unter­hal­ten. Ich habe ihm vor­ge­hal­ten, er wür­de in sei­nem Blog teil­wei­se ein etwas fal­sches Bild von Macrostock zeich­nen, vor allem was den Zugang zu Macrostockagenturen und die Perspektiven dort anbe­langt. Deshalb bin ich dank­bar, dass er mir die Gelegenheit gibt, eini­ges rich­tig zu stel­len bzw. Denkanstöße für ein­ge­fleisch­te Microstocker unter sei­nen Lesern zu lie­fern.

Vorneweg möch­te ich noch sagen, dass ich die Arbeit von Robert sehr schät­ze und ich bewun­de­re, was er erreicht hat. Er beweist gro­ßen Unternehmergeist und Mut, es ist nur scha­de, dass er sich dabei aus­schließ­li­ch auf Microstock kon­zen­triert. Unter ande­rem des­halb, weil er dach­te, dass Agenturen wie Westend61 an sei­nem Material nicht inter­es­siert wären, was nicht stimmt. Ich behaup­te ein­fach ein­mal selbst­be­wusst, bei uns wür­de er mit sei­nen 7.000 Bildern auch nicht weni­ger, wenn nicht mehr ver­die­nen.

Da wären wir schon beim ers­ten Punkt. Entgegen land­läu­fi­ger Meinungen ist mei­nes Erachtens der Zugang zu Macrostockagenturen nicht schwie­ri­ger als zu Microstockagenturen. Hier wie dort zählt das ver­käuf­li­che Bild. Auch Macrostockagenturen neh­men gute Amateure auf, das ist kein Privileg der Micros. Auch Macrostockagenturen ver­kau­fen Bilder, die man eher in Microstcok ansie­deln wür­de wie Freisteller oder Stills, wenn auch nicht in die­sen Massen. Die hohen Massen sind aber weni­ger von Interesse, schließ­li­ch sind die Preise um ein Vielfaches höher. Viele den­ken, wir wären bei der Auswahl der Bilder viel wäh­le­ri­scher. Das kann ich nicht beur­tei­len, aber nach fast zehn­jäh­ri­ger Erfahrung in dem Geschäft weiß ich eines ganz gen­au: Es kommt nicht auf die Menge an, son­dern die Qualität.

Warum werden da wie dort ähnliche Bilder verkauft?

Ganz ein­fach. Die Nachfragestruktur ist in bei­den Märkten sehr ähn­li­ch. Die Kunden suchen hier wie dort nach den immer glei­chen Themen wie Business, Family, Beauty usw.. Die weit ver­brei­te­te Meinung, man müs­se für Macrostock hoch­wer­ti­ger pro­du­zie­ren stimmt nur zum Teil. Sicherlich erwar­tet der Kunde von Macrostock oft ein sehr hoch­wer­ti­ges Bild mit tol­ler Location, schö­nen Models, per­fek­tem Styling und außer­ge­wöhn­li­chem Licht. Dafür ist er bereit, mehr zu bezah­len als einen Minipreis. Auf der ande­ren Seite ver­kau­fen wir noch jede Menge Freisteller und gene­ri­sche Bilder, wenn die Gesichter stim­men oder bei Stills die tech­ni­sche Umsetzung per­fekt ist. Der Kunde will oft für sei­ne Produktwerbung gen­au das eine Gesicht oder ein Bild, das nicht schon eini­ge tau­send­mal von fast jedem Kunden oder Privatblog die­ser Welt ver­wen­det wur­de. Da kommt es dann nicht dar­auf an, ob es kom­plex oder ein­fach pro­du­ziert wur­de.

Umgekehrt stimmt aber auch, dass das vie­len Kunden völ­lig egal ist. Dazu eine klei­ne Geschichte: Kürzlich war ich im Lidl und habe auf einem Werbeplakat ein sehr bekann­tes Microstock-Bild, auf dem eine glück­li­che Familie abge­bil­det ist, gese­hen. Eine Stunde spä­ter mus­s­te ich in ein gro­ßes Einkaufszentrum. Im Eingangsbereich über­di­men­sio­nal das glei­che Bild. Ein paar Tage spä­ter bekom­me ich ein Flugblatt von irgend­ei­nem eso­te­ri­schen Verein in die Hand. Wieder die­ses Bild. Das ist ein­fach lang­wei­lig. Und: Der Lidl und das Einkaufszentrum hät­ten sicher mehr als 20–25 Euro übrig gehabt für die Bildrechte. Der klei­ne Verein eher nicht, hier haben Microstock und klei­ne Preise ihre Berechtigung.

Die Belieferung von Microstockagenturen kann zu einem auf­wen­di­gen Zeitfresser wer­den. Fertig bear­bei­ten, hoch­la­den, beti­teln, ver­schlag­wor­ten und even­tu­ell Modellfreigaben zuord­nen. Das dann meist nicht nur für eine Agentur, son­dern für meh­re­re. Bei uns zum Beispiel lädt man zunächst Low-Res-Dateien hoch. Nur die aus­ge­wähl­ten Bilder müs­sen fer­tig bear­bei­tet und beti­telt wer­den. Die Verschlagwortung über­nimmt die Agentur. Nach etwa zwei bis drei Monaten steht das Bild unse­rem inter­na­tio­na­len Netzwerk mit 200 Partnern zur Verfügung. Die Fotografen müs­sen nur eine Agentur belie­fern und kön­nen sich auf das Wesentliche kon­zen­trie­ren: Das Fotografieren.

Für Macrostock zu foto­gra­fie­ren bedeu­tet mehr Freiheit für den Fotografen. Auch Macrostock kennt nor­mier­te Bildkonzepte und eine gewis­se all­ge­mein ver­käuf­li­che Bildsprache. Aber glück­li­cher­wei­se nicht in dem Ausmaß wie es bei Microstock der Fall ist. Macrostock will ver­schie­de­ne Bildsprachen, nimmt auch authen­ti­sche, eher künst­le­ri­sche Bilder, bedient Spezialkunden, die auf sehr genaue Verschlagwortung Wert legen.

Bei Microstock ori­en­tie­ren sich alle an den Bildern mit den höchs­ten Downloadzahlen und pro­du­zie­ren wie­der­um ähn­li­che Bilder. Denn je mehr Downloads ein Fotograf mit den Bildern erzielt, desto höher wird sein Anteil. Scheint zunächst ein­mal sehr gerecht und moti­va­ti­ons­för­dernd. Perfide aber ist: In regel­mä­ßi­gen Abständen wer­den die not­wen­di­gen Downloadzahlen von den Agenturen erhöht. Der Fotograf gerät in eine Art Hamsterrad. Er muss pro­du­zie­ren, pro­du­zie­ren, pro­du­zie­ren, um mehr zu ver­die­nen und kaum hat er es geschafft, wer­den die Downloadzahlen erhöht oder die Prozente gesenkt und das Ganze fängt irgend­wie von vor­ne an. Mir wäre das offen gestan­den zu blö­de und ich höre nicht auf, mich dar­über zu wun­dern, wie vie­le Menschen sich dar­an frei­wil­lig betei­li­gen. Aber ich weiß, die Agenturen nut­zen gewis­se Abhängigkeiten aus, die sie mitt­ler­wei­le geschaf­fen haben. Da freie Fotografen aus aller Herren Länder kei­ne Gewerkschaft bil­den kön­nen oder wol­len, geht so etwas auch.

Hier ist Macrostock seriö­ser. Man bekommt ent­we­der einen fes­ten Anteil, der für immer gilt oder man fängt wie bei Westend61 bei 40% an und lan­det dann nach einem gewis­sen Umsatz, den die Bilder erwirt­schaf­tet haben und der nicht uto­pi­sch ist, bei 50%. Warum? Weil aus unse­rer Sicht der Fotograf unser bes­ter Geschäftspartner ist, der im Zentrum der Agentur steht. Viele Verkäufe sind in unser aller Interesse, aber der Wert eines Fotografen bemisst sich nicht allei­ne an den Verkäufen, son­dern auch an sei­ner Bildsprache. Fotografieren soll Spaß machen und krea­ti­ve Freiheit bedeu­ten. Dazu gehört die Sicherheit, dass einem nicht stän­dig die Prozente vorne- oder hin­ten her­um gekürzt wer­den.

Warum muss ein DAX Konzern nicht mehr Geld zahlen als ein kleine Bäcker?

Ein gän­gi­ges Argument von Microstockern ist, dass klei­ne Preise bes­ser sind als gro­ße, weil man das Bild dadurch sehr sehr oft ver­kau­fen kann und zu guten Einnahmen pro Bild kommt. Die hohen Downloadzahlen der Topseller wür­den das bewei­sen. Oberflächlich betrach­tet stimmt das. Geht man in die Tiefe, ver­hält sich die Sache ganz anders. Gibt man bei Fotolia zum Beispiel das Stichwort Familie ein, bekommt man sage und schrei­be mehr als 413.000 Bilder ange­zeigt. Der Topseller (das Bild, das Lidl etc. zur Zeit benut­zen) hat über 10.500 Downloads. Nehmen wir an, der Fotograf erhält ca. 1,50 Euro pro Download, dann kommt in der Tat eine beträcht­li­che Summe zustan­de.

Aber wie vie­le Fotos errei­chen das schon? Wie viel Geld setzt ein Bild um, das eigent­li­ch erfolg­reich ist und 99% der Bilder hin­ter sich lässt? Bei oben genann­tem Stichwort hat Bild 4100 bei Fotolia immer­hin noch 71 Downloads, also mehr als die 409.000 nach­fol­gen­den Bilder. Der Fotograf erhält viel­leicht 100 Euro, obwohl es dem obers­ten Prozent der Verkäufe ange­hört. In Macrostock erwirt­schaf­tet man mit einem ein­zi­gen Bildverkauf oft mehr und hat einen fai­ren Preis erzielt. An die­ser Stelle eine grund­sätz­li­che Frage: Warum muss ein DAX-Konzern nicht mehr Geld in die Hand neh­men als der klei­ne Bäcker von neben­an? Das ist die Crux im Bildermarkt. Mehr als 100.000 Fotografen, die sich andau­ernd in den Prozenten drü­cken las­sen mit ihren Millionen von Bildern ermög­li­chen das. Werbeetats im mehr­stel­li­gen Bereich, aber nur ein paar Euro für die Bildrechte.

Sicher, Macrostockagenturen haben den Bedarf an Bildern im Web ver­schla­fen. Dort gibt es aber mitt­ler­wei­le eine Anpassung nach unten. Einige Macrostockagenturen ver­kau­fen die Miniwebbilder bereits ab 10 Euro. So kann sich auch ein klei­ner Existenzgründer ein Bild für sei­ne Webseite leis­ten. Für Druckbilder wird man aber hoch­prei­sig blei­ben, denn hohe Werbeetats las­sen das zu und vie­le Kunden wol­len ein etwas exklu­si­ve­r­es Material, das nicht jeder nutzt.

Ein paar Worte zu den Zukunftsaussichten

Wohin wird das alles füh­ren? Ich bin sicher, in nicht all­zu lan­ger Zeit wer­den die Einnahmen für Microstock-Fotografen in einem beträcht­li­chen Ausmaß ein­bre­chen. Das liegt in der Natur der Sache. Die Nachfrage steigt nicht unend­li­ch, aber das Angebot wächst und wächst. Bisher hat Microstock sin­ken­de Verkaufszahlen mit stän­di­gen Preiserhöhungen abge­fan­gen. Da man mit den Preisen sehr weit unten begon­nen hat, war ja eine Steigerung von 1 auf 2 Euro schon fast infla­tio­när. Aber die Kunden haben sich an nied­ri­ge Preise gewöhnt, wes­halb schon jetzt wohl nicht mehr viel Luft nach oben ist. Ist das Ende der Fahnenstange ein­mal erreicht, ist logi­sch, dass bei gleich blei­ben­der Nachfrage und stän­dig stei­gen­dem Angebot der ein­zel­ne Fotograf weni­ger ver­kau­fen und umset­zen wird. Dieses Schicksal hat Macrostock ereilt und auch Microstock wird davon nicht ver­schont blei­ben. Von daher amü­siert es mich schon sehr, wenn ich bei ver­schie­de­nen Bloggern immer wie­der lese, ich pro­du­zie­re jetzt bis dann und dann 1.000 neue Bilder, um mein Einkommen bis zu dem und jenen Punkt zu stei­gern. Manche glau­ben sogar, sich eine Art Rente zu erwirt­schaf­ten und beden­ken nicht, dass die Bilder inhalt­li­ch älter wer­den, ande­re sie bes­ser kopie­ren oder sie so lang­sam in den Bilderfluten ver­schwin­den. Nein, man muss immer und ste­tig nach­le­gen, um sein Einkommen zu sichern.

Nach der Weltwirtschaftskrise 2009 haben vie­le Macrostockagenturen unter stark sin­ken­den Umsätzen zu lei­den gehabt. Als Folge haben vie­le Agenturen und Fotografen auf­ge­hört, hoch­wer­tig zu pro­du­zie­ren. Mittlerweile gibt es Kunden, die sich über immer weni­ger gutes, krea­ti­ves Material bekla­gen. Ich den­ke, die Nachfrage nach hoch­wer­ti­gem, aber auch authen­ti­schem Bildmaterial wird wie­der stei­gen. Irgendwann kann nie­mand mehr die extrem nor­mier­ten Bilder sehen. Zumindest die Business-Kunden wer­den sich umori­en­tie­ren und sich wie­der mehr in Macrostock bedie­nen. Deshalb und wegen gewis­ser öko­no­mi­scher Gesetzmäßigkeiten rate ich jedem Fotografen, über sei­ne zu den Zukunftsaussichten. in der Stockfotografie nach­zu­den­ken. Microstock ist da und hat sei­ne Berechtigung, aber sei­ne Eier auch in ande­re Nester zu ver­tei­len, ist bestimmt nicht fal­sch.

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Das war’s von Gerald Staufer.

Ich freue mich auf eure Diskussionen hier im Blog. Gerald wird ger­ne mit­dis­ku­tie­ren, wenn der Ton sach­li­ch bleibt.