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Das sind die wichtigsten Neuerungen der Creative Cloud von Adobe

Jedes Jahr auf der „Adobe Max“-Veranstaltung wer­den Neuerungen für das „Creative Cloud“-Software-Paket* vor­ge­stellt. Immer gespickt mit eini­gen Superlativen prä­sen­tiert Adobe dort stolz neue Features oder Programme.

Damit ihr den Überblick behal­tet, stel­le ich euch die span­nends­ten Änderungen hier vor.

Lightroom wird mobil

Für Fotografen sicher am span­nends­ten: Das Bildverwaltungs-Tool Lightroom wird auf­ge­teilt. Die bis­he­ri­ge Lightroom-Variante nennt sich nun „Lightroom Classic“. Neu hin­zu kommt „Lightroom CC“, wo der Fokus stark auf den mobi­len Workflow gelegt wird sowie eine kom­plett neue Benutzeroberfläche vor allem Anfänger an das Programm ran­füh­ren soll.

Aufgeräumte Oberfläche in Lightroom CC

Lightroom CC ist cloud-basiert und spei­chert auf Wunsch Fotos in Originalgröße online und syn­chro­ni­siert dann alle Änderungen über ver­schie­de­ne Geräte hin­weg. Ich kann also zum Beispiel wäh­rend eines Shootings die Bilder mit einer WLAN-fähigen Kamera nach Lightroom sen­den, die bes­ten RAW-Dateien auf dem Nachhauseweg auf dem iPhone (oder Android-Handy) aus­wäh­len, die­se dann abends auf dem Tablet bear­bei­ten und am nächs­ten Tag im Büro am Desktop-Computer ver­schi­cken oder nach mal in Photoshop eini­ge Logos retu­schie­ren etc.

Cool ist auch, dass mit Hilfe der „Adobe Sensei“ genann­ten künst­li­chen Intelligenz die Bilder in Lightroom nach Keywords durch­sucht wer­den kön­nen, OHNE dass ich die­se vor­her ver­schlag­wor­ten muss.

Wer also in sei­ner Fotosammlung alle Bilder mit einem Hund sehen will, tippt ein­fach „Hund“ ein und Lightroom CC zeigt die Ergebnisse an, auch ohne vor­he­ri­ge Verschlagwortung.

Zusätzlich gibt es ein gan­zes Set neu­er Presets, wo die Nutzer bei jedem Preset die genaue Regler-Stellung sehen kön­nen und die­se so bes­ser bei Bedarf an die eige­nen Bedürfnisse anpas­sen kön­nen.

Das neue Lightroom CC soll 9,99 USD im Monat kos­ten mit 1 TB Speicherplatz oder 19,99 USD im Monat mit Photoshop und Lightroom Classic dazu. Wer den Speicherplatz nicht braucht, kann Photoshop und Lightroom Classic wei­ter­hin für 9,99 USD im Monat erwer­ben. Wem 1 TB nicht rei­chen, kann bis zu 10 TB dazu buchen. Hier eine Übersicht der ver­schie­de­nen Abo-Modelle*.

Aber auch Lightroom Classic wur­de ver­bes­sert und soll zum Beispiel vor allem beim Bilder-Import und der Thumbnail-Generierung schnel­ler sein.

Neue Apps

Adobe hat eini­ge neue Apps vor­ge­stellt, zum Beispiel den „Character Animator“, der in Photoshop oder Illustrator erstell­te 2D-Figuren ani­miert durch Live-Körperbewegungen und -Gesichtsausdrücke des Benutzers mit­tels Videoeingabe.

Für Fotografen etwas span­nen­der dürf­te „Adobe Spark“ sein. Mit den neu­en „Premium Features“ für CC-Kunden kön­nen noch „Corporate Identity“-Elemente wie Logos, Farben oder Fonts hin­ter­legt wer­den, mit denen auf Knopfdruck Webseiten, Bilder, Videos und vie­le ande­re Arten von Content erstellt wer­den kön­nen.

Photoshop-Verbesserungen

Lange habe ich dar­auf gewar­tet, end­lich ist es soweit: Es gibt eine bes­se­re Pinsel-Verwaltung in Photoshop! Pinsel kön­nen end­lich in Ordner und Unterordner sor­tiert wer­den und erhal­ten eine intui­ti­ve­re Preview. Zusätzlich gibt es nun die Option, Pinselstriche auto­ma­ti­siert zu glät­ten, damit die Ergebnisse nicht so „kra­ke­lig“ aus­se­hen. Adobe legt euch noch etli­che ver­bes­ser­te eige­ne neue Pinselspitzen oben­drauf:

Neue Pinsel-Spitzen und bes­se­re Pinsel-Verwaltung in Photoshop CC

Neu ist die Unterstützung varia­bler Font-Stärken. Die „Dicke“ von Fonts kann also nun varia­bel stu­fen­los ver­stellt wer­den, ohne ent­spre­chen­de Font-Typen instal­liert haben zu müs­sen.

Ebenfalls neu ist das „Curvature Pen Tool“, mit dem intui­ti­ver als mit dem her­kömm­li­chen Zeichenstift Pfade gezeich­net wer­den kön­nen.

Für Anfänger gibt es in Photoshop auch ein ganz neu­es Tutorial-System, wo in Photoshop selbst inter­ak­tiv klei­ne Aufgaben erle­digt wer­den kön­nen, um die ein­zel­nen Funktionen von Photoshop bes­ser erler­nen zu kön­nen.

Was ist mit Adobe Stock?

Während Adobe Stock die letz­ten bei­den Jahre auf der Adobe Max ein gro­ßes Thema war, gab es dazu dies­mal wenig Neues.

Angekündigt wur­den vie­le neue „Motion Graphic Templates“ in Adobe Stock, auf die Nutzer von „Adobe Première“ zugrei­fen kön­nen. Diese wer­den jedoch wie die 3D-Modelle sowie die Photoshop-Templates zur Zeit nur hän­disch kura­tiert.

Neu ist auch, dass Medien bei Adobe Stock jetzt nicht nur im Abo, son­dern auch über Credits gekauft wer­den kön­nen. Aktuell kos­tet ein Credit ca. 7,99 Euro und dafür bekommt man z.B. ein Bild aus der Standard-Kollektion in vol­ler Auflösung.

In Photoshop wird Adobe Stock immer tie­fer inte­griert. Sind im letz­ten Update schon Filter-Funktionen hin­zu gekom­men, so sind jetzt auch alle Bilddetails eines Bildes direkt in Photoshop sicht­bar:

Bilddetails von Adobe Stock direkt in Photoshop

Was nicht gesagt wur­de, aber auf der Hand liegt, ist fol­gen­des:
Wenn Lightroom CC in der Lage ist, Bilder zu fin­den, ohne vor­her Keywords ver­ge­ben zu müs­sen, war­um soll­te die­ses System nicht auch bald in Adobe Stock Anwendung fin­den?

Wenn ein Fotograf also ein wich­ti­ges Keyword ver­gisst, könn­te das ent­spre­chen­de Bild viel­leicht trotz­dem den Kunden bei einer Suche ange­zeigt wer­den. Die Technik dazu ist da, ob die Umsetzung erfolgt, kann aktu­ell nur ver­mu­tet wer­den.

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Tutorial: Blauen Himmel erzeugen in Photoshop

Letzten Monat habe ich in die­ser 50. Folge von „Pimp My Stock!“ die Fotos von Stefan vor­ge­stellt und eini­ge auch etwas ver­bes­sert.

Marcus wie­der­um hat­te in den Kommentaren gefragt, wie genau ich bei die­sem Bild den Himmel blau gefärbt und den Lens Flare ein­ge­fügt habe.

Vorher/Nachher

Deshalb gibt es heu­te ein kur­zes Einsteiger-Tutorial genau dazu.

Himmel blau färben in Photoshop

  1. In Adobe Photoshop CC* habe ich den Himmel mit dem Zauberstab-Werkzeug (Tastaturkürzel: W) mar­kiert. Ggf. muss je nach Ausgangsmaterial der Wert für „Toleranz“ geän­dert wer­den, bei mir lag er bei 5 Pixel. Die Funktion „Benachbart“ ist aktiv.
    Schritt 1: Himmel mar­kie­ren.

    Je nach Himmel ist manch­mal auch das Schnellauswahl-Werkzeug hilf­rei­cher.

  2. Danach oben auf „Auswählen und mar­kie­ren“ kli­cken, um die Kante etwas zu opti­mie­ren. Ich habe zum Beispiel die Kantenerkennung auf ca. 10 Pixel gesetzt, 2 Pixel „wei­che Kante“ ein­ge­stellt und die Kante ca. +3% ver­scho­ben. Je nach Himmel muss man hier etwas ande­re Werte ver­wen­den. Es ist wich­tig, hier etwas Vorsicht wal­ten zu las­sen, weil von die­sem Schritt abhängt, wie gut das Endergebnis aus­se­hen wird.
  3. Das Verlaufswerkzeug (G) aus­wäh­len und oben rechts neben dem Verlauf das nach unten zei­gen­de Dreieck kli­cken (lin­ker Pfeil im Screenshot). Falls ihr kei­nen pas­sen­den Farbverlauf von Blau zu Transparent habt, rechts auf das Zahnrad kli­cken (rech­ter Pfeil im Screenshot) und „Einfache Verläufe“ wäh­len und dann den „Blau zu weiß“-Verkauf ankli­cken.

  4. Kopiert euch die­sen Verlauf, indem ihr mit der rech­ten Maustaste raufklickt, auf „Neuer Verlauf“ klickt und einen neu­en Namen ver­gebt (wie „Blau zu trans­pa­rent“). Diesen Verlauf dann ankli­cken und oben links auf den Verlauf kli­cken. Nun könnt ihr die­sen ver­än­dern.Klickt oben links (sie­he Pfeil im Screenshot) auf das Quadrat und ändert unten die Deckkraft auf 0% (sie­he Pfeil). Wenn ihr wollt, könnt ihr rechts unten im blau­en Quadrat auch den Blauton ver­än­dern. OK kli­cken.
  5. Neue Ebene erstel­len (Strg+Umschalt+N).
  6. Auf die neue Ebene gehen (die Markierung soll­te immer noch aktiv sein) und mit dem eben­falls noch akti­ven Verlaufswerkzeug eine Linie zie­hen, die den ori­gi­na­len Verlauf des Himmels nach­zeich­net. Je nach Länge der Linie ändert sich die Weichheit des Verlaufs und die Stärke des Blaus, ggf. müsst ihr es also mehr­mals pro­bie­ren, bis euch eine Variante gefällt.

    Linie des Verlaufswerkzeugs
  7. Jetzt noch die Ebene auf den Ebenenmodus „Multiplizieren“ set­zen und die Deckkraft auf ca. 80% (kann vari­iert wer­den), sie­he Screenshot.Das Bild müss­te dann aktu­ell unge­fähr so aus­se­hen:

Lens Flare einfügen

Nun fügen für den „Lens Flare“ ein. Ein „Lens Flare“ ist ein Bildfehler, bei dem Licht durch das Objektiv fällt. Das wird eigent­lich oft ver­sucht zu ver­mei­den, aber wenn es dezent und bewusst ein­ge­setzt wird, kann es dem Bild etwas Natürlichkeit und mehr Frische ver­lei­hen.

Nachträglich hin­zu­ge­fügt haben wir über den „Lens Flare“ auch mehr Kontrolle aus direkt beim Fotografieren. Der Lichtfall soll­te aber unge­fähr mit der Lichtsituation bei der Aufnahme über­ein­stim­men, sonst wirkt es komisch.

Es gibt ver­schie­de­ne Quellen für Lens Flares. Zum Beispiel gibt es von RAWexchange das Set „Echte Lens Flares“* oder „Freenlens Flares“* zu kau­fen, die auch kom­mer­zi­ell und für Stockfotos genutzt wer­den dür­fen. Von Krolop & Gerst gibt es eben­falls die­se tol­len Lens Flares zu kau­fen oder in abge­speck­ter Form auch als Gratis-Variante.

  1. Ich wäh­le den Lens Flare 203 von Krolop & Gerst und zie­he ihn per „Drag & Drop“ auf mei­ne offe­ne Photoshop-Datei.
    Gewählter Krolop & Gerst Lens Flare 203 als neue Ebene

     

  2. Die neue Flare-Ebene wird auf den Ebenenmodus „nega­tiv mul­ti­pli­zie­ren“ gesetzt und sieht dann so aus:
  3. Dann erstel­len wir auf die­ser Ebene eine neue Ebenenmaske (Ebenen/Ebenenmaske/Alles ein­blen­den) an und legen einen Schwarz-Weiß-Verlauf (sie­he Schritt 3 oben) auf die Ebenenmaske, um den Effekt oben rechts im Bild etwas abzu­mil­dern. Fertig:

Ich muss zuge­ben, ich hat­te im Original auf die Schnelle eine ande­re Lens-Flare-Datei gewählt, aber ich habe sie spon­tan nicht mehr gefun­den. Ist aber egal, weil jeder Lens Flare leicht anders wirkt und man ruhig ver­schie­de­ne aus­pro­bie­ren kann. Ihr seht, dass ich einen Lens Flare gewählt habe, wo die hells­te Stelle rechts in der unte­ren Hälfte ist, genau da, wo auch im Ausgangsbild der hells­te Himmelbereich ist. So wirkt der Flare am authen­tischs­ten.

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Stockfotografie-Quick-Tipp 2: Logos entfernen leicht gemacht

Für die einen ist es ein alter Hut, ande­re wer­den sich nach dem Lesen des Tipps even­tu­ell die Haare rau­fen und fra­gen, war­um sie jah­re­lang ihre Zeit ver­schwen­det haben.

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Zum Vergrößern kli­cken…

Wie lan­ge, glaubt ihr, habe ich zum Entfernen die­ses Logos auf dem Turnschuh in Adobe Photoshop gebraucht?

Wer mehr als zwei Sekunden schätzt, liegt schwer dane­ben.

Einfach mit das Logo mit dem Lasso-Werkzeug (Tastaturkürzel „L“) selek­tie­ren, das geht noch schnel­ler mit einem guten Grafiktablett*.

Nun die rech­te Maustaste kli­cken (bzw. die ent­spre­chend kon­fi­gu­rier­te Taste am Tablett-Stift) und „Fläche fül­len…“ wäh­len.flaeche-fuellenDort bei dem Feld „Inhalt:“ die Option „Inhaltsbasiert“ wäh­len.
„OK“ drü­cken. Fertig!

Beim wie­der­hol­ten Wählen des „Fläche füllen…“-Befehls ist die letz­te Option stan­dard­mä­ßig akti­viert, es geht also noch schnel­ler.

Alles in allem habe ich ca. zwei Sekunden dafür gebraucht, um das Logo kom­plett von dem Schuh zu ent­fer­nen. Bei die­sem kom­pli­zier­ten Muster hät­te es mit den ande­ren übli­chen Retusche-Werkzeugen wie „stem­peln“, „pin­seln“ oder „radie­ren“ deut­lich län­ger gedau­ert. Die Funktion „Inhaltsbasiert Füllen“ ist seit Photoshop CS6 dabei.

Wer noch etwas tie­fer in die Möglichkeiten des „Inhaltsbasierten Modifizierens“ tau­chen will, fin­det hier eini­ge offi­zi­el­le Tutorials von Adobe dazu.

Viel Spaß mit die­sem „Stockfotografie-Quick-Tipp“.

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Updates für die Creative Cloud 2015 mit Adobe Stock Video

Gestern gab es von Adobe ein umfang­rei­ches Update für die Creative Cloud 2015. Darunter sind auch für Stockfotografen eini­ge wich­ti­ge News ver­steckt.

Schauen wir uns eini­ge der Neuerungen mal an.

Adobe Stock Updates

Adobe Stock ver­kauft jetzt end­lich auch Videos. Das funk­tio­niert nicht nur über die Webseite, son­dern auch direkt aus den Adobe-Programmen Première Pro CC oder After Effects CC.

Videos sind jetzt Teil von Adobe Stock
Videos sind jetzt Teil von Adobe Stock

Der Verkaufspreis beträgt 59,99 Euro in Deutschland bzw. 79,99 USD in den USA. Die Anbieter erhal­ten als Kommission 35%. Fotolia-Anbieter, die am Stichtag 30.11.2015 das Ranking Smaragd oder höher inne­hat­ten, erhal­ten eine um 5 Prozentpunkte höhe­re Kommission, also 40 % für Video-Verkäufe über Adobe Stock. Für Verkäufe über Fotolia gel­ten die bis­he­ri­gen Kommissionen.

Trotz der unter­schied­li­chen Video-Verkaufspreise erhal­ten die Videografen immer die Kommissionen basie­rend auf dem höhe­ren US-Preis, also jeweils 28 Credits (oder 32 für Smaragd-Leute und höher).

Ein Abo-Modell für Videos wie bei den Fotos ist für Adobe Stock aktu­ell nicht in Planung, wohl aber die Unterstützung von 4K-Videos.

Im letz­ten Update wur­de Adobe Stock in Photoshop CC, Illustrator CC, InDesign CC, Première Pro CC und After Effects CC inte­griert. Neu ist jetzt, dass Adobe Stock auch direkt inner­halb von Dreamweaver CC, Animate CC (frü­her als Flash Professional bekannt) sowie Muse CC ver­füg­bar ist.

Adobe Stock kann jetzt auch direkt inner­halb des Creative Cloud-Bibliothek-Panels durch­sucht wer­den, ohne das Programm ver­las­sen zu müs­sen. Bisher wur­de man immer auf die Adobe Stock Webseite gelei­tet.

Kurz neben­bei: Nicht wun­dern, wenn die Verkaufsemails von Fotolia etwas anders aus­se­hen als sonst, da wur­den eini­ge Text-Templates ange­passt.

Der Ölfilter ist zurück

Bild ohne und mit Ölfilter
Bild ohne und mit Ölfilter

Die einen haben ihn schmerz­lich ver­misst, die ande­ren wis­sen nicht, wovon ich rede. Der Ölfilter in Photoshop ist wegen der gro­ßen Nachfrage zurück. Wer ihn nicht akti­vie­ren kann, muss unter „Voreinstellungen/Leistung/Erweiterte Grafikprozessoreinstellungen“ den Punkt „OpenCL verwenden„aktivieren. Kleiner Tipp: Der Ölfilter eig­net sich per­fekt, um etwai­ge Kanten dezent zu glät­ten.

Individualisierbare Werkzeugleiste und neuer Startbildschirm in Photoshop

Endlich! In Photoshop kön­nen Nutzer jetzt ent­schei­den, wel­che Werkzeuge und in wel­cher Reihenfolge die­se ange­zeigt wer­den sol­len.

Beim Öffnen von Photoshop prä­sen­tiert sich außer­dem eine Ansicht der zuletzt geöff­ne­ten Dateien sowie eini­ge Dateigrößen-Presets, um noch schnel­ler los­le­gen zu kön­nen.

Auch der neue Export-Dialog ist auf­ge­räum­ter und deut­lich nütz­li­cher. Da muss ich nicht mehr so stark dem „Für Web speichern…“-Dialog hin­ter­her trau­ern.

Mehr Filterfunktionen für Schriften in Photoshop

Das neue Symbol für die Suche nach visuell ähnlichen Fonts
Das neue Symbol für die Suche nach visu­ell ähn­li­chen Fonts

Wer wie ich öfters Text über sei­ne Bilder legen muss, kann auf­at­men. In der neus­ten Photoshop-Version kön­nen Schriften end­lich als Favoriten mar­kiert wer­den, damit die­se schnel­ler gefun­den wer­den. Besonders cool: Es gibt auch eine Funktion, mit der nur visu­ell ähn­li­che Schriften zum aktu­ell akti­ven Font ange­zeigt wer­den.

Besserer SVG-Support

SVG-Dateien las­sen sich jetzt in Illustrator bes­ser expor­tie­ren und in Photoshop bes­ser impor­tie­ren.

Was sonst noch?

Illustrator hat ein neu­es Werkzeug zur Erstellung von kom­ple­xen Formen spen­diert bekom­men, was auch gut mit Touch-Geräten benutz­bar ist.

 Zombie-Soldat springt durch einen Wald? Mit Adobe Fuse ein Kinderspiel...
Zombie-Soldat springt durch einen Wald? Mit Adobe Fuse ein Kinderspiel…

Mit Adobe Fuse las­sen sich ganz leicht indi­vi­du­el­le 3D-Figuren in Bilder oder ani­miert in Videos ein­fü­gen.

Adobe Audition erhält ein neu­es Remix-Werkzeug, wel­ches ein Musikstück auf die gewünsch­te Laufzeit zuschnei­det, ohne den Charakter des Songs zu ver­än­dern.

Mehr Neuerungen könnt ihr hier anse­hen.

Über wel­che Funktionen freut ihr euch am meis­ten?

 

Geldscheine in Adobe Photoshop öffnen und bearbeiten?

Jedes Mal das glei­che Problem: Sobald auf einem mei­ner Stockfotos Geldscheine groß genug zu sehen sind, wei­gert sich Adobe Photoshop, die Dateien zu öff­nen.

Die berühmt-berüchtigte Fehlermeldung sieht so aus:

adobe photoshop banknoten fehlermeldungDabei foto­gra­fie­re ich nicht mal flach Geldscheine mit bei­den Seiten direkt von oben, um sie mit einem High-Tech-Drucker aus­dru­cken zu kön­nen, son­dern ich möch­te Grafikdesignern und Werbetreibenden die Möglichkeit bie­ten, mit Fotos von Geldscheinen Werbung zu machen.

So sehen zum Beispiel zwei Fotos aus, je ein­mal mit Euroscheinen und Dollarnoten, die Photoshop für zu ris­kant hält, wenn sie in 21 Megapixel foto­gra­fiert wur­den:

Zwei Hände halten einen Fächer aus Geldscheinen in Euro
Zwei Hände hal­ten einen Fächer aus Geldscheinen in Euro
Zwei Hände halten Dollar Geld hoch als Fächer
Zwei Hände hal­ten Dollar als Fächer

Im Internet gibt es wie so oft vie­le ver­schie­de­ne Lösungsvorschläge. Leider sind die meis­ten davon ver­al­tet und funk­tio­nie­ren des­halb nicht mehr: Imageready wur­de ein­ge­stellt, auch das Einfügen aus der Zwischenablage geht nicht mehr.

Deshalb hier die aktu­el­len Lösungsvorschläge:

Möglichkeit 1:
Parallel Photoshop CS2 instal­lie­ren. Das ist die letz­te Version, bei der die Sperre noch nicht aktiv ist. Aber das bringt lei­der bei mir immer Probleme mit der kor­rek­ten Dateitypzuordnung von Fotos, was auf Dauer noch ner­vi­ger ist als das Umgehen der Banknoten-Sperre.

Möglichkeit 2:
Gimp oder Paint ver­wen­den. Echt. Habe ich schon gemacht. Aber ich möch­te schon ger­ne die mir ver­trau­ten Werkzeuge und Funktionen der aktu­el­len Photoshop-Variante nut­zen kön­nen.

Mein aktu­el­ler Favorit ist aber:

Möglichkeit 3:
Die Datei mit Illustrator (getes­tet mit Adobe Illustrator CC (2015)) öff­nen. Dabei wird sie lei­der in 8Bit Farbtiefe (von 16 Bit) umge­wan­delt, aber egal. Dann „expor­tie­ren“ (nicht „spei­chern“!) als PSD-Datei mit Auflösung „hoch (300 ppi)“. Nun lässt sich die­se PSD-Datei ohne Probleme von Photoshop öff­nen.

Der Hintergrund der Sperre:

Die Sperre nennt sich Counterfeit Deterrence System (CDS) und wird von Adobe frei­wil­lig imple­men­tiert, um das Fälschen von Geldscheinen zu erschwe­ren.

Die recht­li­che Grundlage für die­se Sperre ist ein Beschluss der Europäischen Zentralbank, wel­cher hier nach­ge­le­sen wer­den kann.

Ziel ist es, zu ver­hin­dern, dass „Geldscheine“ her­ge­stellt wer­den, wel­che den amt­li­chen Banknoten zum Verwechseln ähn­lich sehen.

Grafikdesigner fin­den dar­in etli­che Tipps und Vorschriften, was sie machen müs­sen, damit sie zum Beispiel „Spielgeld“, „Gutscheine“ oder sons­ti­ge Produkte mit Banknoten als Motiv gestal­ten dür­fen.

Ich habe sicher­heits­hal­ber bei der Pressestelle der Deutschen Bundesbank nach­ge­fragt, ob ich mich straf­bar mache, wenn ich einen Weg ver­öf­fent­li­che, wie die Photoshop-Banknoten-Sperre umgan­gen wer­den kann, aber das ist nicht der Fall.

Das Fotografieren sowie das Bearbeiten von Banknoten ist gene­rell kein Problem, solan­ge zum Schluss kein Falschgeld oder täu­schend ech­tes Geld her­ge­stellt wird.

Kennt ihr wei­te­re Möglichkeiten, um die Bearbeitungssperre für Geldscheine in Photoshop zu umge­hen?