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Veränderungen bei Microstock-Agenturen 2013 in Prozent (mit Verlosung)

Jedes Jahr im Januar schickt der Analyseservice Stock Performer an sei­ne Mitglieder eine aus­führ­li­che Mail, in der die eige­ne Entwicklung von Vorjahr zum aktu­el­len Jahr aus­ge­wer­tet wird, in Hinblick auf Einkommensverteilung, Umsatz, Downloads und RPD.

ich möch­te jetzt nicht mei­ne gesam­ten Zahlen ver­öf­fent­li­chen, aber die Prozentangaben sind inter­es­sant genug.

Berücksichtigt wer­den hier nur die sechs Agenturen 123rf*, Fotolia*, Shutterstock*, Dreamstime*, Pond5* und iSto­ck* sowie deren Partnerprogramm.

Stock Performer wer­tet noch zusätz­li­ch die Agenturen Depositphotos, Stocksy und Getty Images, bei denen ich jedoch (noch?) kei­ne Bilder habe. Bei mei­nen Agenturen habe ich über­all Bilder und Videos im Angebot (bei Pond5 nur Videos).

Meine Einnahmen bei den sechs genann­ten Agenturen haben sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr 2012 wie folgt ent­wi­ckelt:

Alle Agenturen zusam­men: +28%
123rf: +89%
iSto­ck: -23%
iStock/Partner Program: +61%
Fotolia: +20%
Shutterstock: +45%
Pond5: +20%
Dreamstime: +29%

Ihr seht, es gibt bei jeder Agentur gro­ße Schwankungen. Mein Umsatz bei 123rf hat sich fast ver­dop­pelt, die ein­zi­ge Agentur mit Rückgang ist iSto­ck, wobei ich da fai­rer­wei­se anmer­ken muss, dass ich dort im Gegensatz zu den ande­ren Agenturen auch nichts hoch­ge­la­den habe und statt­des­sen sogar eini­ge hun­dert Dateien gelöscht habe. Dafür hat das iStock-Partnerprogramm deut­li­ch zuge­legt (Thinkstock, photos.com). Das kann auch ein­fach hei­ßen, dass iSto­ck ver­stärkt Kunden zu ihren Abo-Modellen lockt, wie sie Fotografen weni­ger bezah­len müs­sen.

Die Entwicklung bei den Downloads von 2012 zu 2013 sieht ähn­li­ch aus:

Alle Agenturen zusam­men: +38%
123rf: +63%
iSto­ck: -4%
iStock/Partner Program: +33%
Fotolia: +35%
Shutterstock: +41%
Pond5: +1%
Dreamstime: +38%

Die meist gestie­ge­nen Einnahmen und Downloads müs­sen jedoch in Relation zu den Uploads gese­hen wer­den, also wie viel Dateien ich im Jahr hoch­ge­la­den habe. Im Vergleich zu 2012 sieht die Entwicklung 2013 bei mir so aus:

Alle Agenturen zusam­men: -3%
123rf: -8%
Fotolia: -7%
Shutterstock: +2%
iSto­ck: -100%
Pond5: +209%
Dreamstime: -6%

Insgesamt war ich 2013 etwas weni­ger flei­ßig beim Upload als 2012, aber im Schnitt bekam jede Agentur etwas mehr als 2000 neue Bilder von mir.

Dass die Agenturen trotz gleich­blei­ben­der bis leicht sin­ken­der Upload-Menge mei­ne Umsätze beacht­li­ch erhö­hen konn­ten, fin­de ich beacht­li­ch. Das hängt teil­wei­se auch mit den Ranking-Systemen zusam­men, wo ich bei Fotolia den Saphir-Status erreicht habe, bei Dreamstime sind mehr Dateien in die höchs­te Stufe 5 gerutscht und Shutterstock scheint ein­fach total gut im „Upselling“ zu sein, weil ich dort auch 2012 schon in der höchs­ten Umsatzstufe war. Eine erfreu­li­che Aussicht ist, dass ich im Dezember 2013 bei 123rf von „Level 5“ mit 50% Umsatzanteil auf Level 6 mit 52% Umsatzanteil gestie­gen bin. Das soll­te mir dort auch 2014 einen guten Schub besche­ren.

Der „Revenue per Download“ (RPD) ergibt sich aus der Kombination von Umsatz durch Downloads.
Das sah bei mir 2013 so aus:

Alle Agenturen: -8%
123rf: +16%
iSto­ck: -19%
iStock/Partner Program: +21%
Fotolia: -11%
Shutterstock: +3%
Pond5: +19%
Dreamstime: -6%

Bei Fotolia und Dreamstime wir­ken sich ver­mut­li­ch die Abo-Verkäufe aus, wobei mein Abo-Anteil erstaun­li­cher­wei­se bei Fotolia kaum steigt (dazu mal mehr in einem ande­ren Artikel). Bei Pond5 kann ich die Preise selbst fest­set­zen und habe sie um 22% erhöht. Erfreulich ist die Steigerung bei 123rf, weil die Agentur damit in abso­lu­ten Zahlen end­li­ch über dem RPD von Shutterstock liegt. Das sah 2012 noch anders aus.

Verlosung

Damit ihr mal tes­ten könnt, wie umfang­reich die Funktionen von Stock Performer mitt­ler­wei­le gewor­den sind, darf ich eine sechs­mo­na­ti­ge Mitgliedschaft für den „Eagle-Plan“ (im Wert von 174 €) von Stock Performer ver­lo­sen.

Wer teil­neh­men will, been­det ein­fach den Satz „Wenn ich ein Microstock Analyse- und Statistik-Tool hät­te, wür­de ich… “ in den Kommentaren oder unter der Ankündigung die­ses Artikels bei Facebook oder Twitter. Einsendeschluss ist Freitag, der 7.2.2014. Luis und Oliver von Stock Performer wer­den dann aus den bes­ten Antworten den Gewinner wäh­len.

Wie haben sich bei euch die Umsätze und Downloads 2013 ent­wi­ckelt?

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Die Tücken der Statistik

Im Februar hat­te ich hier im Blog eine kur­ze Statistik über mei­ne durch­schnitt­li­chen Erlöse pro Fotoverkauf und Bildagentur im letz­ten Jahr ver­öf­fent­licht.

Ausdrücklich schrieb ich dazu, dass die­ser Wert, der soge­nann­te „Revenue per Download“-Wert (kurz RPD) nichts dar­über aus­sagt, wie erfolg­reich eine Agentur ist.

Nichtsdestotrotz wir­ken die ers­ten Plätze in einer Rangliste immer sehr befrie­di­gend, sodaß die bei­den Spitzenreiter Coverpicture und Zoonar in ihren Blogs stolz auf mei­nen Beitrag ver­wie­sen.

Coverpicture schrieb sogar:

Der Verkauf eines ein­zel­nen Bildes bei Coverpicture ist damit im Vergleich genauso viel Wert wie 80 Verkäufe in einer der letzt-platzierten Microstock-Agenturen!“

Genau da kom­men wir auch zu den Tücken der Statistik. So eine Aussage beein­druckt bran­chen­frem­de Leser viel­leicht, weil sie zum Beispiel nicht wis­sen, dass mei­ne „letz­plat­zier­te“ Microstock-Agentur 123rf 2012 aber 312 mal soviel abso­lu­te Verkäufe erzielt hat­te. Oder anders for­mu­liert: Mit 123rf hat­te ich letz­tes Jahr ca. vier mal so viel Geld ver­dient wie mit Coverpicture.

Den Fehler hat­te neu­li­ch auch die DPA gemacht, wel­che in einem Artikel über das „Hobby Stockfotografie“ im letz­ten Absatz die RPD-Zahlen nann­te, aber die­se als „Einnahmen pro Bild“ aus­gab:

Im Fachslang heißt das: Die Presseagentur hat den RPD mit dem RPI ver­wech­selt. Dabei hät­te eine ein­fa­che Kopfrechnung stut­zig machen kön­nen: Bei Coverpicture habe ich über 13.000 Bilder online. Das wür­de bedeu­ten, dass ich 2012 über eine hal­be Million Euro allein mit der einen Agentur ver­dient hät­te und im Monat immer­hin noch über 45.000 Euro. Schön wäre es, stimmt aber lei­der nicht.

Ein Anruf beim Chef vom Dienst bei der DPA half aber, die­sen Irrtum schnell zu berich­ti­gen und die meis­ten Webseiten haben den Fehler im Artikel dann auch kor­ri­giert.

Wer übri­gens auf den Geschmack gekom­men ist, Zahlen zu sei­nem Vorteil zu dre­hen oder im Gegenteil ler­nen möch­te, sol­che Versuche bes­ser zu erken­nen, dem emp­feh­le ich das unter­halt­sa­me Buch „So lügt man mit Statistik“ von Walter Krämer.

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Meine Einnahmen und Erfahrungen nach drei Jahren Footage für Video-Agenturen

Vor ca. einem Jahr hat­te ich einen Weckruf. Ich hat­te gera­de mei­nen Artikel mit den Einnahmen aus zwei Jahren Videoproduktion ver­öf­fent­licht. Die Umsätze mit ins­ge­samt 411 Dollar waren lächer­li­ch gering und mein Portfolio mit ca. 120 Video win­zig.

Aber ich bekam eine sehr lan­ge Mail eines pro­fes­sio­nel­len, lang­jäh­ri­gen Videofilmers, der in sei­nem Text einer­seits mei­ne bis­he­ri­gen Videos tech­ni­sch und inhalt­li­ch hart – und zurecht – kri­ti­sier­te und ande­rer­seits aber auch klar mach­te, dass es bei mei­ner Arbeitsweise kein Problem sein soll­te, deut­li­ch mehr als 100 Videos pro Jahr zu pro­du­zie­ren und zu ver­kau­fen.

Niemand hört ger­ne von sei­nen eige­nen Fehlern, aber um sich ver­bes­sern zu kön­nen, ist gen­au das not­wen­dig und so dank­te ich dem Absender, druck­te mir die Email aus, häng­te sie neben mei­nen Schreibtisch und mach­te mich ans Werk.

Was hat sich bei mir im letz­ten Jahr beim Thema Video-Produktion getan? Ich bezie­he mich bei allem im die­sem Text auf den Zeitraum Juni 2011 bis Mai 2012.

Portfolio-Größe

Momentan belie­fe­re ich aktiv sechs Video-Agenturen: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas* und Clipdealer*. Dort habe ich jeweils durch­schnitt­li­ch 434 Videos online, mit 468 am meis­ten bei Fotolia und mit 412 am wenigs­ten bei Clipdealer. Das liegt dort haupt­säch­li­ch an der lan­gen Freischaltezeiten mei­ner aktu­ells­ten Videos, ansons­ten basie­ren leich­te Schwankungen auf unter­schied­li­chen Ablehnungen. Mein Ziel, bis jetzt min­des­tens 300 Videos zu pro­du­zie­ren, habe ich damit deut­li­ch über­er­füllt. Das lag auch dar­an, dass mei­ne Annahmequoten durch die People-Motive bei 95–100% lagen. Von den über 15.000 per­fek­ten Video-Clips eines Simon Krzic bin ich jedoch lei­der noch weit ent­fernt.

Hier exem­pla­ri­sch die Entwicklung mei­ner Video-Uploads bei Fotolia:

Motive

In der Mail riet mit der Videofilmer, ich sol­le mich eben­so wie bei Fotos auch bei Footage auf das kon­zen­trie­ren, was ich am bes­ten kann: Menschen foto­gra­fie­ren bzw. fil­men. Meine ers­ten Video-Sujets waren ja wehr­lo­se Blümchen, Landschaften und ande­res Zeug.

Deswegen habe ich eini­ge Video-Shootings gemacht und bei eini­gen Fotoshootings am Ende des Shootings ein­fach noch eine Stunde Video mit ran­ge­hängt. Deshalb konn­te ich inner­halb des letz­ten Jahres auch ins­ge­samt über 310 Videos pro­du­zie­ren, was über das Doppelte der bei­den Vorjahre ist.

Die Innen-Ausleuchtung für Video-Aufnahmen berei­tet mir immer noch eini­ge Probleme, was vor allem an zu wenig Dauerlicht und zu wenig Platz im Studio liegt. Zur Zeit muss ich immer die Blitze fast kom­plett abbau­en, damit das Dauerlicht genug Platz hat und umge­kehrt, was logi­scher­wei­se zuviel Arbeitsaufwand ist, um rich­tig pro­duk­tiv zu sein.

Verkäufe und Einnahmen

Im letz­ten Jahr hat­te ich mit mei­nen Videos 319 Verkäufe erzielt, also durch­schnitt­li­ch 53 pro Agentur und 27 Sales pro Monat. Die Schwankungen waren hier sehr stark mit nur 6 Verkäufen bei Clipdealer und 126 Verkäufen bei Fotolia. Letztere waren aber über die Hälfte Abo-Downloads, was den Preis stark nach unten trieb.

Kommen wir end­li­ch zu den Umsätzen: Insgesamt habe ich ca. 4062 Dollar ver­dient, ca. des­halb, weil ich die Umsätze von Fotolia und Clipdealer der bes­se­ren Vergleichbarkeit wegen von Euro in Dollar umge­rech­net habe. Den größ­ten Anteil dar­an hat Shutterstock, bei denen ich in zwölf Monaten 1336 Dollar mit mei­nen Videos ver­dient habe. Das macht 111 Euro pro Monat. Ganz knapp auf Platz zwei folgt der Umsatz-Sieger des Vorjahres, Pond5, mit 1312 Dollar, also 109 Dollar im Monat. Das Schlusslicht bil­det wie bei den Verkäufen Clipdealer mit 138 Dollar Umsatz im gesam­ten Jahr. Das ver­wun­dert mich etwas, da sie vie­le mei­ner Fotos ver­kau­fen.

Hier die Übersicht mit den kom­plet­ten Zahlen:

Pro Monat ver­dien­te ich im letz­ten Jahr durch­schnitt­li­ch 338 Dollar mit mei­nen Videos. Mein RPI pro Jahr und Video lag damit bei 9,41 Dollar. Würde ich dem­nach im nächs­ten Jahr wie­der ca. 300 Filmchen hoch­la­den, käme ich auf ca. 6900 Dollar Umsatz mit allen Videos.

Der Umsatz pro Verkauf lag im letz­ten Jahr bei durch­schnitt­li­ch 18,23 Dollar, was eine deut­li­che Steigerung zu 11,10 Dollar im Vorjahr ist.

wobei vier Agenturen Umsätze über 21 Dollar erziel­ten und nur zwei Agenturen den Schnitt nach unten zogen. Das war zum einen Shutterstock mit einem RPD (Revenue per Download) von 12,98 Dollar und Fotolia mit einem RPI von 5,53 Dollar. Das sind die Auswirkungen der vie­len Abo-Verkäufe im Videobereich bei bei­den Agenturen.

Trotzdem erziel­te Shutterstock durch die schie­re Menge an Verkäufen den höchs­ten RPI mit 3,15 Dollar pro Bild.

Technik und Lerneffekte

Im letz­ten Jahr hat­te ich mir sowohl ein sehr bil­li­ges Schulterstativ* als auch eine güns­ti­ge Kamera-Schiene gekauft, in der Hoffnung, damit bes­se­re Videos machen zu kön­nen. Beides kam bis­her erst bei zwei Video-Shootings zum Einsatz und es ist schwie­ri­ger als erwar­tet, trotz­dem ruckel­freie Aufnahmen hin­zu­be­kom­men. Ich ver­su­che ja immer, mein Equipment unter­wegs zu kom­pakt und trans­por­ta­bel wie mög­li­ch zu hal­ten, was vor allem im Video-Bereich fast unmög­li­ch ist.

Zur Zeit behel­fe ich mir damit, dass ich drau­ßen bei leicht bewölk­tem Himmel die Kamera ein­fach auf ein Manfrotto Mini-Stativ* mit Kugelkopf stel­le und kei­ne Kamerabewegungen mache.

Die Zukunft

Nach den depri­mie­ren­den ers­ten zwei Video-Jahren war mein drit­tes Jahr schon ein Lichtblick. Ich will jetzt mit min­des­tens 350 neu­en Videos bis zum nächs­ten Jahr auf min­des­tens 600 Dollar Umsatz pro Monat zu kom­men. Hoffentlich greift der Abo-Wahn nicht zu schnell auf die Video-Agenturen über, da die­ser son­st auch dort die Preise ver­mut­li­ch schnel­ler nach unten treibt als die Verkäufe wach­sen kön­nen.

Die Email des Videofilmers hängt immer noch neben mei­nem Schreibtisch und heu­te weiß ich, dass er recht hat­te: Mehr ist mög­li­ch.

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Produktion von Videos gemacht? Welche Agenturen lau­fen bei Euch am bes­ten?

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Microstock-Statistiken analysieren mit Stock Performer

Wer vie­le Fotos bei meh­re­ren Microstock-Bildagenturen online hat, wird unwei­ger­li­ch auf die­ses Problem sto­ßen: Wie viel habe ich mit mei­nen Fotos ver­dient?

Die Microstock-Agenturen machen es den Fotografen sehr schwer, gen­au zu ana­ly­isie­ren, wie viel sie an einem Bild ver­dient haben. Noch schwie­ri­ger ist es, her­aus­zu­fin­den, wie viel man pro Shooting ver­dient hat oder wie viel ein Shooting pro Monat ein­bringt. Fast alle Bildagenturen haben zwar eine Verkaufsansicht, wel­che anzeigt, wel­che Fotos zuletzt ver­kauft wur­den. Aber könnt ihr bei­spiels­wei­se aus dem Stehgreif sagen, wel­ches Foto von euch bei den Microstock-Agenturen im letz­ten Monat am meis­ten ver­kauft wur­de? Ich kann das bei meh­re­ren tau­send Verkäufen im Monat nicht mehr ohne Hilfe. Genau die­se Lücke will das neue Tool „Stock Performer“ schlie­ßen.

Übersichtsseite

Stock Performer ist ein web­ba­sier­tes Analyse-Programm, wel­ches Microstock-Fotografen bei der Verkaufsanalyse des eige­nen Portfolios hel­fen soll: „Stop gues­sing. Start kno­wing.“ ist deren Motto. Entwickelt wur­de Stock Performer vom bekann­ten Stockfotografen Luis Alvarez (der hier im Blog schon einen Gastauftritt hat­te) und dem Programmierer Oliver Rivo.

Die Seite ist noch in der Beta-Phase und zur Zeit wer­den vier Microstock-Agenturen aus­ge­wer­tet: istock­pho­to, Fotolia, Shutterstock und Dreamstime. Weitere sol­len bald fol­gen. Der Aufbau von Stock Performer ist momen­tan drei­ge­teilt: Übersicht (Overview), Verkäufe (Top Sales) und Kollektionen (Collections). Die Übersicht sehr ihr oben.

Dort seht ihr auf einen Blick die zuletzt ver­kauf­ten Bilder, eine gra­fi­sche Darstellung der Umsätze (blaue Balken) und Verkäufe (rote Linie) des aktu­el­len Monats sowie einen Performance-Wert. Dieser zeigt an, wie viel Prozent ihr im Vergleich zum glei­chen Zeitraum des Vormonats ver­dient habt, also wenn dort eine posi­ti­ve Prozentzahl steht, seid ihr gut, wenn dort ein Minus vor der Zahl steht, seid ihr schlech­ter dabei als letz­ten Monat.

Unten ist eine Gesamtübersicht über Uploads (grau­er Bereich), Umsatz und Verkäufe über alle Jahre hin­weg. Die ein­zel­nen Werte kön­nen mit einem Klick auf die Icons rechts auch aus­ge­blen­det wer­den. Unter der Grafik ste­hen die Agenturnamen. Wenn ihr dar­auf klickt, könnt ihr die drei Werte auch für jede Agentur ein­zeln anzei­gen las­sen oder meh­re­re Agenturen mit­ein­an­der ver­glei­chen. Beim Klick auf einen der Tages-Balken kommt ihr zu einer sehr aus­führ­li­chen Tagesübersicht, wo die Downloads aller Agenturen im Detail ange­zeigt wer­den. Werte wie RPD (Return per Download) und die Gesamtumsätze der ein­zel­nen Agenturen wer­den eben­falls ange­zeigt.

Verkaufsansicht

Die Verkaufsansicht zeigt, wie der Name ver­mu­ten lässt, die Top-10-Verkäufe der teil­neh­men­den Agenturen. Es lässt sich fil­tern, wel­che Agenturen ange­zeigt wer­den sol­len und ob die Sortierung nach Umsatz oder Downloads erfol­gen soll. Außerdem kann man sich aus­su­chen, ob die Top-Verkäufe pro Tag, Woche, Monat, Quartal oder Jahr ange­zeigt wer­den sol­len. Ich nut­ze die­se Ansicht sehr ger­ne, weil ich so zum Beispiel sehr ein­fach sehen kann, was mei­ne aktu­el­len Bestseller sind. Spannend ist auch, dass bei sehr ähn­li­chen Portfolios fast bei allen Agenturen ganz ande­re Motive regel­mä­ßig auf den ers­ten Plätzen lan­den.

Detailansicht einer Collection

Sehr hilf­reich ist auch der drit­te Teil der Seite, die Kollektionsansicht. Bei istock­pho­to und bei Fotolia kann der Fotograf sei­ne Bilder in Lightboxen bzw. Galerien sor­tie­ren. Ich nut­ze das bei­spiels­wei­se, um mei­ne Bilder nach Fotoshootings zu sor­tie­ren, damit ich weiß, wel­ches Model oder wel­ches Shooting beson­ders lukra­tiv war. Diese Kollektionen wer­den von Stock Performer aus­ge­le­sen und aus­ge­wer­tet. Auch bei Dreamstime und Shutterstock kann der Fotograf Lightboxen bzw. Bildersets anle­gen, aber die­se wer­den lei­der (noch?) nicht berück­sich­tigt.

Auf einer Übersichtsseite wer­den die Namen der Kollektionen, die Agentur, aus der sie stammt, die Anzahl der ent­hal­te­nen Bilder, die bis­her erziel­ten Downloads, der monat­li­che RPI (Return per Image), der durch­schnitt­li­che RPD, die Sell-Through-Rate und das Erstellungsdatum ange­zeigt. Nach die­sen Daten kann man die Kollektionen auch sor­tie­ren las­sen. Besonders wenn man die Kollektionen nach dem monat­li­chen RPI sor­tiert, lässt sich ganz gut sehen, wel­che Serien am bes­ten lau­fen.

Für jede Kollektion gibt es eine Detailansicht, wo ein gra­fi­scher Verlauf der monat­li­chen Umsätze, Downloads und Uploads in die Kollektion zu sehen ist sowie wei­te­re nütz­li­che sta­tis­ti­sche Werte, zum Beispiel die Entwicklung des RPI oder RPD im Verlauf meh­re­rer Jahre. Natürlich wer­den auch die Bilder der Kollektion ange­zeigt, sor­tiert nach der Höhe der erziel­ten Umsätze.

Im Gegensatz zu eini­gen ande­ren Analyse-Tools wie Microstock Analytics oder Lookstat ver­langt Stock Performer nicht die Eingabe der Account-Namen und Passwörter für die betref­fen­den Webseiten. Stattdessen wird ein Plugin für Firefox, Chrome oder Safari instal­liert, wel­ches die glei­chen Cookies benutzt, die von den Bildagenturen auf dem Rechner abge­legt wer­den, um die Daten zu extra­hie­ren.

Ich habe schon ganz früh begon­nen, Stock Performer aus­zu­pro­bie­ren und als Beta-Tester gehol­fen, das Tool um eini­ge nütz­li­che Funktionen zu erwei­tern. Einige Details gibt es jedoch, wel­che noch nicht mög­li­ch sind. So ver­mis­se ich bei­spiels­wei­se die Möglichkeit eines CVS-Exports der gesam­ten Daten, um eige­ne Analysen zu erstel­len, zum Beispiel um die Entwicklung von Abo-Downloads vs. Einzel-Downloads zu ver­glei­chen. Auch wäre eine Keyword-Analyse toll, wie sie Microstock Analytics schon anbie­tet. Laut Luis ist jedoch auch in die­ser Richtung eini­ges geplant. Auch eine Zusammenführung der glei­chen Bilder oder Kollektionen über meh­re­re Agenturen hin­weg ist noch nicht mög­li­ch.

Was bis­her allen Tools fehlt, ist eine Agentur-Unterstützung, die über die 2–5 gro­ßen eng­li­schen Microstock-Agenturen hin­aus geht. Der gro­ße Haken ist meist, dass die Agenturen selbst es nicht ger­ne sehen, wenn frem­de Entwickler so mas­siv auf deren Datenbestand zugrei­fen. Das ist unter ande­rem auch der Grund, war­um Shutterstock und 123rf beim Einloggen das Lösen eines CAPTCHA ver­lan­gen. Andererseits sind die Agenturen selbst schuld, weil es bis­her kei­ne Agentur schafft, ihren Fotografen die­se wert­vol­len Verkaufsdaten auf über­sicht­li­che, hilf­rei­che Art und Weise zu prä­sen­tie­ren.

Vor allem die Profi-Fotografen wis­sen jedoch, dass die Analyse der Verkaufszahlen und Bestseller ein wich­ti­ger Bestandteil des Erfolgs ist. Die Anbieter der Analyse-Tools las­sen sich ihren Service des­halb auch gut bezah­len.

Stock Performer wird anfangs zwei Versionen anbie­ten: Eine „Basic Package“, was nur die Übersichtsgrafiken ent­hält für 9 Euro pro Monat und das „Premium Package“ mit allen oben beschrie­be­nen Funktionen für 29 Euro pro Monat. Für die ers­ten 14 Tage gibt es einen „Free Trial“, also eine kos­ten­lo­se Probephase.

Auf der MicrostockExpo habe ich auch mit dem Entwickler des oben erwähn­ten MicrostockAnalytics-Tool gespro­chen und wer­de das in nächs­ter Zeit eben­falls tes­ten und ver­glei­chen.

VERLOSUNG:
Luis und Oliver möch­ten „Stock Performer“ kon­trol­liert star­ten, das heißt, nach und nach neue Mitglieder auf­neh­men, damit die Seite nicht über­las­tet wird und sie Fehler schnel­ler behe­ben kön­nen. Für Euch Blog-Leser habe ich zwei garan­tier­te Plätze aus­ge­han­delt, die das Tool unver­bind­li­ch einen gan­zen Monat kos­ten­los aus­pro­bie­ren kön­nen. Diese bei­den Plätze ver­lo­se ich unter allen Leuten, die die­sen Artikel bis zum 15.11.2011 kom­men­tie­ren.

Welche sta­tis­ti­schen Werte wür­det ihr am liebs­ten mit so einem Tool ana­ly­isie­ren? Was inter­es­siert euch am meis­ten?

Zwei Jahre Footage für Video-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Neben Fotos ver­kau­fe ich seit einer Weile auch Footage. Footage sind kur­ze Video-Clips, die gen­au wie Bilder über Agenturen ver­kauft wer­den kön­nen. Meine ers­ten Videos mei­ner Canon 5D Mark II habe ich im Mai 2009 hoch­ge­la­den. Mittlerweile sind ca. zwei Jahre ver­gan­gen und ich will eine ers­te Bilanz zie­hen.


Wie viel habe ich ver­dient, hat es sich gelohnt, was habe ich gelernt?

Zur Zeit belie­fe­re ich aktiv sechs Video-Agenturen: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas* und Clipdealer*. Bis vor zehn Monaten hat­te ich auch noch istock­pho­to* belie­fert, bis dort die Umsatzbeteiligung auf 15% gekürzt wur­de. Einige the­ma­ti­sch pas­sen­de Videos habe ich auch bei Stockfood.

Portfolio-Größe

Bei den genann­ten sechs Agenturen habe ich mitt­ler­wei­le so vie­le Videos online, sor­tiert nach Menge:

Pond5: 122 (Annahmequote: 100%)
ClipCanvas: 120 (Annahmequote: 100%)
Clipdealer: 109 (Annahmequote: 90%)
Shutterstock: 97 (Annahmequote: 81%)
Fotolia: 83 (Annahmequote: 70%)
Revostock: 69 (Annahmequote: 96%)
istock­pho­to: 35 (Annahmequote: 75%)
Stockfood: 9 (Annahmequote: 100%)

Wie ihr sehen könnt, habe ich in zwei Jahren ca. 120 Motive erstellt. Das ist rela­tiv wenig und gut ein Drittel habe ich auch erst in den letz­ten Monaten gefilmt, nach­dem ich vor­her vie­le Fehler gemacht hat­te, aus denen ich ler­nen konn­te. Zu Revostock habe ich erst seit paar Wochen nach­träg­li­ch mein Material hoch­ge­la­den und viel ist noch in der Warteschlange, wes­halb die Zahlen hier sehr nied­rig sind. Die Annahmequoten sind rela­tiv hoch, gemes­sen dar­an, dass mei­ne ers­ten Videos noch kei­ne per­fek­te Qualität hat­ten. Hier habe ich das Glück, dass der Markt noch jung ist und vie­le Agenturen selbst noch nicht gen­au wis­sen, was sich gut ver­kau­fen könn­te und des­halb lie­ber etwas mehr als zuwe­nig anneh­men.

Motive

Ursprünglich war mein Plan gewe­sen, die Motive als Video umzu­set­zen, die sich bei mir als Fotos am bes­ten ver­kau­fen: Schöne, glück­li­che Menschen. Bisher habe ich von 120 Videos nur ca. ein Drittel mit Personen. Das liegt vor allem dar­an, dass es zum Üben ein­fa­cher war, Naturaufnahmen oder Objekte zu fil­men, ohne sich um Regieanweisungen für das Model küm­mern zu müs­sen. Außerdem habe ich erst seit eini­gen Monaten Dauerlicht, ohne das die Ausleuchtung im Studio zu schwie­rig wäre.

Auch die Nachbearbeitung der Videos erfor­der­te eini­ges an Übung, um nach­träg­li­ch Weißabgleich oder Sättigung zu kor­ri­gie­ren und klei­ne Bildfehler aus­zu­bes­sern. Die Codierung der Videos in ein mög­lichst geeig­ne­tes Format für die Agenturen kos­te­te mich auch vie­le Versuche und erst vor ca. zwei Monaten habe ich end­li­ch zufrie­den­stel­len­de Einstellungen fin­den kön­nen.

Verkäufe und Umsätze

Wie ver­kau­fen die Agenturen nun? Hier mei­ne Liste, sor­tiert nach Umsatz:

Pond5: 9 Verkäufe, 225 $ Umsatz (RPD 25 $)
Fotolia: 18 Verkäufe, 110 Euro (RPD 6,11 Euro)
Shutterstock: 5 Verkäufe, 49,25 $ Umsatz (RPD 9,85 $)
istock­pho­to: 4 Verkäufe, 35,30 $ Umsatz (RPD: 8,83 $)
ClipCanvas: 1 Verkauf, 24,50 $ Umsatz (RPD 24,50 $)
Clipdealer: 0 Verkäufe, kein Umsatz bis­her
Revostock: 0 Verkäufe, kein Umsatz bis­her
Stockfood: 0 Verkäufe, kein Umsatz bis­her

Gesamte Verkäufe: 37, Gesamtumsatz: ca. 411 US-Dollar, Durchschnitt-RPD: 11,10 $

411 Dollar? Wenn man die nack­ten Zahlen nüch­tern betrach­tet, könn­te man glatt den Glauben an den Footage-Markt ver­lie­ren. Angesichts der Tatsache, dass ich über 1000 Euro Investitionskosten hat­te (Stativ, Videoneiger, LED-Dauerlicht, LitePanels-Dauerlicht, Hedler-Dauerlicht, Software) und noch mehr dazu­kom­men muss, um bes­se­re Videos zu machen, ist es bis­lang ein­deu­tig ein Minusgeschäft. Hier erhof­fe ich mir durch mein neu­es People-Material ein­deu­tig mehr. Für den Gesamtumsatz habe ich übri­gens die Euro-Angaben von Fotolia in Dollar umge­rech­net, um eine Summe bil­den zu kön­nen.

Der nied­ri­ge RPD (Revenue per Download) bei Fotolia liegt vor allem an den dort mög­li­chen güns­ti­gen Abo-Downloads für Videos, was vie­le Videofilmer davon abhält, dort Material hoch­zu­la­den. trotz­dem (oder viel­leicht gen­au des­halb), konn­te Fotolia deut­li­ch mehr abso­lu­te Verkäufe und auch Umsatz erzie­len als ande­re Agenturen, bei denen ich teil­wei­se deut­li­ch weni­ger Videos im Angebot habe.

Bei Revostock und Clipcanvas bin ich erst seit kur­zem, wes­halb die Videos dort kaum Zeit hat­ten, Verkäufe zu gene­rie­ren. Die feh­len­den Verkäufe bei Clipdealer irri­tie­ren mich immer. Ich kann nur ver­mu­ten, wor­an das liegt: Ich ver­schlag­wor­te mei­ne Videos nur in eng­li­sch und die Suchbegriffe wer­den von Clipdealer ins Deutsche über­setzt. Vielleicht sit­zen die meis­ten Käufer in Deutschland und fin­den durch eine holp­ri­ge Übersetzung mei­ne Videos nicht.

Die Zukunft

Die ers­ten Ergebnisse sind sehr ernüch­ternd, aber mei­ne Anfangsinvestitionen sind getä­tigt und die gröbs­ten Fehler habe ich began­gen und kann sie nun ver­mei­den. Deshalb wer­de ich min­des­tens ein Jahr flei­ßig wei­ter Videos hoch­la­den. Ich hof­fe, dass ich in einem Jahr von 120 Videos auf min­des­tens 300 kom­me. Mal sehen, wie sich das dann auf die Downloads aus­wirkt.

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