Schlagwort-Archive: RPI

Das Microstock Geschäft: Wie viel lässt sich damit verdienen?

Kürzlich postete der Fotograf Luis Alvarez (und Stock Performer Gründer) einige Rechenbeispiele auf seiner Facebook-Seite, wo er vorrechnete, wie viel man mit Stockfotos verdienen könnte. Ich fragte ihn, ob er das nicht ausführlicher als Gastbeitrag für diesen Blog erklären will. Zusammen mit seinem Kollegen Oliver Rivo hat er für euch diesen Artikel geschrieben:

Vor kurzem unterhielt ich mich mit einem Freund, der in das Microstock Geschäft einsteigen wollte. “Hast du das wirklich vor?”, fragte ich ihn. “Warum nicht?”, antwortete er.

Seine Frage war durchaus berechtigt: Warum sollte er nicht in die Microstock-Welt einsteigen? Viele von uns haben miterlebt, wie es in dieser Industrie enger und die Konkurrenz härter geworden ist. Aber bedeutet das gleichzeitig, dass Newcomer keine Chance mehr haben?

Als wir uns mit dieser Frage beschäftigten, entstand die Idee eines einfachen Business Plan Rechners, der uns helfen kann, unsere Ziele zu definieren sowie Strategien zu entwickeln, sie zu erreichen. Im Spiel mit dem Rechner wurde uns bewusst, dass es tatsächlich möglich ist, als Neuling in das Microstock-Business einzusteigen. Und je nach Zielsetzung gibt es verschiedene Wege, das zu tun.

stock-photography-business-plan-rechnerZur Verdeutlichung schauen wir uns ein paar beispielhafte Strategien an.

Dein Business-Plan

Bevor du dich auf dein Microstock-Abenteuer begibst, müssen vier wichtige Entscheidungen getroffen werden:

  • Wie viele Bilder kannst du monatlich produzieren?
  • Wie viel kostet dich die Produktion eines Bildes?
  • Was sind deine monatlichen Fixkosten?
  • Wie viele Monate lang willst du deinen Produktionsplan durchziehen?

Die Antworten auf diese Fragen definieren deine Strategie. Ob du mit einem Team zusammenarbeitest, ob du Menschen oder Stillleben fotografierst oder ob du ein Studio mietest oder nicht – all diese Fragen müssen beantwortet werden.

Dein monatlicher Umsatz pro Bild (RPI/m)

Der zweitwichtigste Einflussfaktor ist der zu erwartende durchschnittliche Monatsumsatz für jedes Bild, das du produzierst. Es mag zwar unmöglich erscheinen, diesen Wert zu bestimmen, aber ob du’s glaubst oder nicht, man hat einen Einfluss auf den monatlichen Umsatz pro Bild, auch RPI/m (englisch für “Revenue per Image per Month”) genannt.

Der RPI/m definiert den Betrag, den du im Durchschnitt monatlich mit all deinen Bildern verdienst. Wenn zum Beispiel 500 deiner Bilder online sind und sie monatlich EUR 1.000 einbringen, dann liegt dein RPI/m bei EUR 2. Es geht immer um einen durchschnittlichen Wert, das heißt dass wenn du in einem Monat EUR 1.200 einnimmst und im nächsten Monat EUR 800, bleibt der RPI/m immer noch bei EUR 2.

Wenn du in großen Mengen Bilder minderwertiger Qualität produzierst, von denen sich viele ähneln, wirst du mit Sicherheit einen niedrigen RPI/m haben. Eine Ausrichtung auf Nischenthemen mit hoher Nachfrage und einer hohen Qualität dagegen wird zu hohen Umsätzen pro Bild führen.

Und natürlich gibt es jede Menge Varianten zwischen diesen zwei Extremen.

Der Business Plan Rechner

Um an diesen Geschäftsmodellen zu arbeiten, haben wir einen Business Plan Rechner entwickelt, der uns auf einen Blick zeigt, wie sich verschiedene Strategien entwickeln. Öffne ihn in deinem Browser und finde heraus, wie gut dein Business für dich funktioniert: https://www.stockperformer.com/calculator

Drei Beispielstrategien für den Einstieg in die Microstock-Welt

Der Business Plan Rechner hilft uns dabei, Strategien zum Einstieg in das Geschäft  mit Microstock zu untersuchen. Wir haben drei unterschiedliche Beispiele gewählt, alle bezogen auf die Produktion von Lifestyle Fotografie:

  • Die Microstock-Produktionsfirma
  • Der Vollzeit Solo-Fotograf
  • Der Freizeit Amateur-Fotograf

Strategie 1: Die Microstock-Produktionsfirma

Der Aufbau einer Microstock Produktionsfirma ist zeitintensiv und teuer, aber er erlaubt die Produktion einer großen Menge an Bildern. Wie würde so etwas aussehen?

F66A9610_klein
© Foto: Luis Alvarez
  • Wie viele Bilder kannst du monatlich produzieren?
    800 pro Monat.
  • Wie viel kostet dich die Produktion eines Bildes?
    Shootings können teuer sein. Geliehenes Equipment, Kleidung und Requisiten, Location-Miete, gute Models, all das kostet Geld. Dank eines großen Teams und guter Vorbereitung sollte es jedoch möglich sein, pro Shooting viele Bilder zu produzieren. Wir setzen die Kosten pro Bild bei EUR 25 an.
  • Was sind deine monatlichen Fixkosten?
    Eine Microstock-Produktionsfirma hat Angestellte, z.B. einen Produktionsleiter, der alles organisiert, einen Produktionsassistenten und eine Vollzeitkraft für die Retusche. Wir mieten außerdem ein Studio. Das kann EUR 6.000 kosten.
  • Wie viele Monate lang willst du deinen Produktionsplan durchziehen?
    Da die Startkosten sehr hoch sind, wollen wir mindestens 5 Jahre dabei bleiben. Wir setzen die Länge des Business Plans auf 60 Monate.

Welchen monatlichen Umsatz pro Bild können wir erwarten? Unser Produktionsbüro investiert hohe Summen in die Shootings, um die bestmögliche Qualität zu erzielen. Gute Vorbereitung erlaubt uns die Auswahl gefragter Themen. Für diese Strategie setzen wir als Beispiel einen RPI/m von EUR 1,50 an. Der Business Plan Rechner liefert folgende Ergebnisse:

  • Wir müssen EUR 268.800 investieren, bevor wir zum ersten Mal Geld verdienen!
  • Erst im vierten Jahr bekommen wir unsere Investition wieder herein und sind unterm Strich im grünen Bereich.
  • Nach fünf Jahren beträgt der Gesamtgewinn EUR 636.000. Das ist ein Return on Investment von 237%.

Der Aufbau einer Microstock-Produktionsfirma ist teuer und bedeutet harte Arbeit. Aber wenn man es richtig macht, kann man doch immer noch gutes Geld verdienen.

Strategie 2: Der Vollzeit Solo-Fotograf

Für unser zweites Strategie-Beispiel stellen wir uns vor, du bist ein einzelner Fotograf, der alles selbst organisiert und Vollzeit arbeitet. Hin und wieder gibst du Verschlagwortung und Photoshop-Arbeit an andere weiter.

© Foto: Luis Alvarez
© Foto: Luis Alvarez
  • Wie viele Bilder kannst du monatlich produzieren?
    200 pro Monat.
  • Wie viel kostet dich die Produktion eines Bildes?
    Shootings werden zwar so günstig wie möglich produziert, aber dennoch mit einem Fokus auf Qualität. Für einige deiner Bilder bezahlst du externe Dienstleister für die Verschlagwortung und Retusche. Wir setzen die Kosten bei EUR 10 an.
  • Was sind deine monatlichen Fixkosten?
    Wir gehen davon aus, dass du weitestgehend alleine arbeitest und kein Studio mietest. Da du Vollzeit arbeitest, musst du von Microstock leben. Gehen wir davon aus, dass du mit einem einfachen Leben zufrieden bist und EUR 1.800 brauchst, um all deine Rechnungen zu bezahlen.
  • Wie viele Monate lang willst du deinen Produktionsplan durchziehen?
    Als ein Solo-Fotograf kannst du nur 3 Jahre für dieses Business riskieren.

Angenommen du bist talentiert und kannst mit deinen begrenzten Möglichkeiten einen RPI/m von EUR 1,20 erzielen. Unser Business Plan Rechner kommt dann zu folgendem Ergebnis:

  • Du musst EUR 28.200 investieren, bevor du zum ersten Mal Geld verdienst!
  • Erst in der Mitte des dritten Jahres bekommst du deine Investition wieder herein und bist unterm Strich im grünen Bereich.
  • Nach drei Jahren beträgt der Gesamtgewinn EUR 23.040 und beziehst ein monatliches Gehalt von EUR 4.840.

Mit dieser Strategie wirst du ein paar Jahre lang kämpfen müssen, aber wenn du durchhältst, kannst du dich auf ein Monatsgehalt von knapp EUR 5.000 einstellen!

Strategie 3: Der Freizeit Amateur-Fotograf

Jeder von uns kennt einen Fotografen, der seine Urlaubs- und Hochzeitsbilder bei ein paar Agenturen hochlädt. Ist das eine sinnvolle Strategie oder nur Zeitverschwendung? Das können wir mit dem Rechner leicht überprüfen:

F66A0278-Edit_klein
© Foto: Luis Alvarez
  • Wie viele Bilder kannst du monatlich produzieren?
    100 pro Monat. Einfach die gesamte Karte hochladen.
  • Wie viel kostet dich die Produktion eines Bildes?
    Unser Amateur-Fotograf macht nur Urlaubs-, Familien- und Haustierbilder, so dass die Kosten pro Bild sehr niedrig sind. Wir wählen EUR 0.
  • Was sind deine monatlichen Fixkosten?
    Unser Amateur-Fotograf lebt hauptberuflich von etwas anderem, so dass von Microstock keine regelmäßigen Rechnungen bezahlt werden müssen. Fixkosten EUR 0.
  • Wie viele Monate lang willst du deinen Produktionsplan durchziehen?
    Um diese Strategie mit dem zweiten Szenario vergleichen zu können, wählen wir auch hier 36 Monate.

Bilder von Amateuren verkaufen sich auf dem heutigen Microstock-Markt nur schlecht. Mit Glück kann man einen RPI/m von 15 Euro-Cent erzielen.

Mit dieser Strategie kommt unser Business Plan Rechner zu folgendem Ergebnis:

  • Unser Amateur-Fotograf muss kein Geld investieren und macht von Beginn an Gewinn.
  • Nach drei Jahren konstanter Produktion hat unser Amateur-Fotograf insgesamt knapp EUR 10.000 eingenommen und verdient monatlich EUR 540.

Wenn deine Erwartungen nicht zu hoch gesteckt sind und du etwas Zeit hast und extra Taschengeld verdienen möchtest, kann die Arbeit als Amateur Microstocker durchaus ein nettes Nebeneinkommen bieten.

Unsere Tipps für deinen Erfolg

Alle drei Strategien zeigen, dass man mit Geduld und harter Arbeit im Microstock-Business auch heute noch ein gutes monatliches Einkommen erzielen kann. Der Business Plan Rechner verdeutlicht die verschiedenen Variablen, die deinen Erfolg beeinflussen.

Vor allem aber zeigt er, dass eine Variable den höchsten Einfluss auf deinen Gewinn hat: der monatliche Umsatz pro Bild (RPI/m). Du kannst noch so viele Bilder mehr produzieren oder deine Kosten pro Bild noch so senken: Ein schlechter RPI/m wird diese Anstrengungen immer zunichte machen. Andererseits, wenn du dich darauf konzentrierst, deinen RPI/m zu erhöhen, kann deine Microstock-Karriere sehr lukrativ sein. Finde es heraus! Spiele mit dem Business Plan Rechner selbst herum!

Wir bei Stock Performer haben es uns zum Ziel gesetzt, unseren Kunden zu helfen ihre Umsätze pro Bild zu erhöhen und damit ihren Gewinn zu maximieren. Ein paar wichtige Tipps, die wir unseren Kunden geben:

  • Konzentriere dich auf Agenturen, die gut darin sind, den Content zu verkaufen, den du produzierst.
  • Nutze Analytics Tools wie Stock Performer, um den Erfolg deiner Bilder zu messen und mehr von den Gewinnbringern zu produzieren. Verschwende keine Zeit an Bildern, die sich nicht verkaufen.
  • Nutze solche Analytics Tools, um herauszufinden, welcher Content auf welchen Agenturen gut läuft. Biete Bilder an der richtigen Stelle exklusiv an, um deinen Umsatz zu erhöhen.
  • Identifiziere Nischen, auf die du Zugriff hast.
  • Verfolge den Markt und welche Themen und Stile gefragt sind. Stock Performer hilft dir dabei, die kommenden und gehenden Trends zu erkennen, bevor die anderen Fotografen sie entdecken.

Wenn du mehr darüber lernen willst, wie Stock Performer dir helfen kann, deine Einnahmen zu maximieren, melde dich zu unserem Free Trial an oder schicke uns einfach eine Email: info@stockperformer.com.

Die Tücken der Statistik

Im Februar hatte ich hier im Blog eine kurze Statistik über meine durchschnittlichen Erlöse pro Fotoverkauf und Bildagentur im letzten Jahr veröffentlicht.

Ausdrücklich schrieb ich dazu, dass dieser Wert, der sogenannte „Revenue per Download“-Wert (kurz RPD) nichts darüber aussagt, wie erfolgreich eine Agentur ist.

Nichtsdestotrotz wirken die ersten Plätze in einer Rangliste immer sehr befriedigend, sodaß die beiden Spitzenreiter Coverpicture und Zoonar in ihren Blogs stolz auf meinen Beitrag verwiesen.

Coverpicture schrieb sogar:

„Der Verkauf eines einzelnen Bildes bei Coverpicture ist damit im Vergleich genauso viel Wert wie 80 Verkäufe in einer der letzt-platzierten Microstock-Agenturen!“

Genau da kommen wir auch zu den Tücken der Statistik. So eine Aussage beeindruckt branchenfremde Leser vielleicht, weil sie zum Beispiel nicht wissen, dass meine „letzplatzierte“ Microstock-Agentur 123rf 2012 aber 312 mal soviel absolute Verkäufe erzielt hatte. Oder anders formuliert: Mit 123rf hatte ich letztes Jahr ca. vier mal so viel Geld verdient wie mit Coverpicture.

Den Fehler hatte neulich auch die DPA gemacht, welche in einem Artikel über das „Hobby Stockfotografie“ im letzten Absatz die RPD-Zahlen nannte, aber diese als „Einnahmen pro Bild“ ausgab:

Im Fachslang heißt das: Die Presseagentur hat den RPD mit dem RPI verwechselt. Dabei hätte eine einfache Kopfrechnung stutzig machen können: Bei Coverpicture habe ich über 13.000 Bilder online. Das würde bedeuten, dass ich 2012 über eine halbe Million Euro allein mit der einen Agentur verdient hätte und im Monat immerhin noch über 45.000 Euro. Schön wäre es, stimmt aber leider nicht.

Ein Anruf beim Chef vom Dienst bei der DPA half aber, diesen Irrtum schnell zu berichtigen und die meisten Webseiten haben den Fehler im Artikel dann auch korrigiert.

Wer übrigens auf den Geschmack gekommen ist, Zahlen zu seinem Vorteil zu drehen oder im Gegenteil lernen möchte, solche Versuche besser zu erkennen, dem empfehle ich das unterhaltsame Buch „So lügt man mit Statistik“ von Walter Krämer.

* Affiliate

Der typische Umsatz-Zyklus eines Microstock-Bildes

Zahlen sind eine wichtige Sache. Die meisten Stockfotografen, die ich kenne, fotografieren nicht für Bildagenturen, weil sie sich da künstlerisch besonders gut ausdrücken können, sondern weil sie mit ihren Fotos Geld verdienen wollen. Umso wichtiger ist es, einige Kennzahlen zu kennen, mit denen der eigene Umsatz besser analysiert und damit auch prognostiziert werden kann.

Ein sehr hilfreiches Tool in dieser Hinsicht ist Stock Performer, ein Analysedienst, der mittlerweile die Verkäufe, Umsätze und andere wichtige Kennzahlen eines Fotografen für fünf Microstock-Agenturen (Shutterstock, Fotolia, iStockphoto, Dreamstime und 123rf) auswertet und den ich hier ausführlich getestet habe.

Luis Alvarez, einer der beiden Köpfe hinter Stock Performer, hat vor wenigen Wochen anhand seines eigenen Portfolios den typischen Lebenszyklus eines Microstock-Bildes vorgestellt. Jedes Portfolio ist aber anders und da Luis zum Beispiel exklusiv bei iStockphoto ist, während ich diese Agentur nicht mehr beliefere, sehen meine Zahlen vielleicht ganz anders aus. Luis war so freundlich, basierend auf den realen Verkäufen und meinen bisherigen Umsätzen den typischen Umsatzzyklus meiner Microstock-Bilder zu berechnen. Das Ergebnis sieht grafisch so aus:

In der Grafik sehr ihr, wie viel ich im Durchschnitt mit einem Microstock-Bild bei den vier Agenturen pro Monat verdiene, gerechnet vom Zeitpunkt des Hochladens. Nach einem starken Einstieg im zweiten Monat erreichen meine Bilder ihre finanzielle Hochzeit vom 9. bis zum 16. Monat. Danach geht es kontinuierlich bergab und das Bild pendelt sich bei ca. einem halben Euro pro Monat ein. Grundsätzlich ist die Kurve vergleichbar mit der von Luis, auch wenn seine höher ansteigt, aber auch schneller abfällt. Im Grunde werden aber die meisten Microstock-Fotografen eine ähnliche Kurve bei ihren Bildern vorfinden, je nach Motiv höchstens unterschiedlich hoch.

Der Lebenszyklus in Zahlen

Wer die Werte oben zusammenzählt, sollte auf insgesamt 61 US-Dollar kommen, die ein Bild pro Jahr bei den vier genannten Agenturen zusammen bringt. Im Schnitt macht das pro Bild und Monat 1,65 US-Dollar. Interessant ist auch das Absacken im dritten Jahr. Während der RPI (Revenue per Image/Umsatz pro Bild) pro Monat für die vier Agenturen bei ca. 2 US-Dollar liegt, halbiert er sich im dritten Jahr auf einen US-Dollar. Die branchenüblich angenommene Halbwertszeit von zwei Jahren für ein Microstock-Bild bestätigt sich hier.

Der durchschnittliche RPI von 1,65 USD ist bei mir jedoch sehr ungleich verteilt. Fast ein Dollar entfällt auf Fotolia, gefolgt von einem halben Dollar von Shutterstock, elf US-Cent von Dreamstime und sechs Cent von 123rf. Ich habe iStockphoto nicht in meine Analyse aufgenommen, weil ich dort erstens nur höchstens ein Fünftel meines gesamten Portfolios habe und zweitens nichts mehr dort hochlade. Hätte ich iStockphoto mit in den Grafiken drin gehabt, wäre der Gesamt-RPI um 10 Dollar höher und der Durchschnitt-RPI um 0,28 USD.

Warum haben Bilder einen Zyklus?

Aufstieg, Höhepunkt und Verfall: Warum durchleben alle Stockfotos eine solche Kurve? Einerseits liegt es an den Motiven selbst. Die gezeigte Technik wie Fernseher, Telefone oder Computer verändern sich, werden kleiner, dünner, runder, schicker oder glänzender. Bei Fotos von Menschen ändern sich die Vorlieben beim Schnitt der Kleidung, den Farben und den Frisuren. Bei Reise- und Architekturfotos ändern sich die Gebäude, die Skyline, das Design der Autos und so weiter. Andererseits tragen auch die Algorithmen der Bildagenturen ebenso zum Abstieg der Fotokarriere bei. Neue Bilder werden in den Suchergebnissen bevorzugt, weil sie die oben genannten aktuellen Trends innehaben, aber auch die Bestandskunden (vor allem im Abo-Bereich) immer frisches Material sehen wollen. Als dritter Punkt kommen die konkurrierenden Fotografen hinzu, die ebenfalls nicht ruhen und beständig neue Bilder produzieren, die mit den eigenen alten Fotos um Käufer konkurrieren.

Was nützen mir diese Zahlen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die genannten Zahlen für sich nutzbar zu machen. Eine Möglichkeit ist, sie als Vergleichsbasis zu nehmen, um andere Portfolios zu bewerten. Die zweite Möglichkeit ist, Umsatzprognosen zu erstellen. Wie viel würde ich verdienen, wenn ich jeden Monat 10, 100 oder 500 Bilder hochlade? Bei 100 Bildern würde meine Kurve so aussehen:

Zwei Jahre lang würden die Umsatz relativ stabil ansteigen, dann würde die Kurve aber flacher werden und ein Umsatzzuwachs lässt sich nur noch schwer erzielen. Oder was würde passieren, wenn ich nur ein Jahr lang jeden Monat 300 Bilder hochlade und danach keine neuen Bilder mehr liefere?

Im ersten Jahr würde die Kurve logischerweise gleichmäßig und stark ansteigen, dann aber ca. ein Jahr lang stagnieren, ein Jahr lang flach abfallen und sich dann langsam auf dem Niveau das zweiten Monats einpendeln.

Am liebsten nutze ich die Zahlen aber, um Entscheidungen für neue Shootings zu treffen. Mit Stock Performer kann ich mit sowohl den monatlichen als auch den Gesamt-RPI für jedes meiner Shootings einzeln anzeigen und sortieren lassen. So habe ich beispielsweise 90 Shootings bei Shutterstock in der Liste, davon liegen „nur“ 36 Fotosessions über dem durchschnittlichen monatlichen RPI von 52 Cent, das beste Shooting liegt mehr als fünf Mal darüber. Nun kann ich schauen, ob diese überdurchschnittlich abschneidenden Shootings etwas gemeinsam haben und weitere Shootings in dieser Richtung planen. Oder wenn mich ein Model fragt, ob ich noch mal mit ihr shooten möchte, schaue ich mir an, wie das letzte Shooting im Vergleich zum Durchschnitt liegt und kann so basierend auf Fakten eine Zusage oder Absage machen.

Der Vergleich mit Macrostock-Zahlen

Nachdem Luis seinen Artikel im Blog der Microstockgroup veröffentlicht hatte, veröffentlichte Gerald Staufer, Chef der Macrostock-Agentur Westend61, im Macrostock-Blog einen Artikel über den Lebenszyklus von Macrostock-Bildern. Den empfehle ich sehr als Ergänzung zu Luis‘ und meinem Artikel und auch die Kommentare zu den Artikeln liefern noch viele spannende Informationen. Aber mal grob gerechnet. Gerald zeigt die Umsätze von fünf guten People-Fotografen und Fotografen mit anderen Themenschwerpunkten.

Ich konzentriere mich jetzt auf die People-Zahlen, weil sich diese eher mit meinem People-Portfolio vergleichen lassen. Diese fünf Fotografen haben der Agentur in vier Jahren ca. einen Umsatz von ca. 138.000 Euro. Bei einem Fotografenanteil von 50% wären das ca. 69.000 Euro. Die fünf Fotografen haben zusammen 1011 Bilder im Portfolio. Das macht einen Gesamt-RPI von 68 Euro. Verglichen mit meinem Gesamt-RPI von 45 Euro (bzw. 52 Euro inklusive iStock) liege ich ziemlich genau 50% drunter.

Zwei wichtige Faktoren müssen jedoch ebenfalls berücksichtigt werden. Die Annahmekriterien sind bei Macrostockagenturen meist strenger, sodass man in der Regel von vergleichbaren Shootings weniger Bilder in die Agentur bekommt. Das zeigen auch die relativ niedrigen Portfolio-Größen der ausgewählten Fotografen, die im Durchschnitt nur 202 Bilder bei der Agentur online haben. Wenn ich dort 50% weniger Bilder eines Shootings freigeschaltet bekomme als bei den Microstock-Agenturen, würde das den RPI auf den gleichen Wert heben. Auf der anderen Seite der Waage ist die Lebenszeit bei den Macrostock-Bildern länger, sodass sich nach den vier Jahren bestimmt noch einige Umsätze einstellen werden.

Welche Kennzahlen für euer Portfolio wertet ihr aus? Wie macht ihr das und was habt ihr davon?

Meine Einnahmen und Erfahrungen nach drei Jahren Footage für Video-Agenturen

Vor ca. einem Jahr hatte ich einen Weckruf. Ich hatte gerade meinen Artikel mit den Einnahmen aus zwei Jahren Videoproduktion veröffentlicht. Die Umsätze mit insgesamt 411 Dollar waren lächerlich gering und mein Portfolio mit ca. 120 Video winzig.

Aber ich bekam eine sehr lange Mail eines professionellen, langjährigen Videofilmers, der in seinem Text einerseits meine bisherigen Videos technisch und inhaltlich hart – und zurecht – kritisierte und andererseits aber auch klar machte, dass es bei meiner Arbeitsweise kein Problem sein sollte, deutlich mehr als 100 Videos pro Jahr zu produzieren und zu verkaufen.

Niemand hört gerne von seinen eigenen Fehlern, aber um sich verbessern zu können, ist genau das notwendig und so dankte ich dem Absender, druckte mir die Email aus, hängte sie neben meinen Schreibtisch und machte mich ans Werk.

Was hat sich bei mir im letzten Jahr beim Thema Video-Produktion getan? Ich beziehe mich bei allem im diesem Text auf den Zeitraum Juni 2011 bis Mai 2012.

Portfolio-Größe

Momentan beliefere ich aktiv sechs Video-Agenturen: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas* und Clipdealer*. Dort habe ich jeweils durchschnittlich 434 Videos online, mit 468 am meisten bei Fotolia und mit 412 am wenigsten bei Clipdealer. Das liegt dort hauptsächlich an der langen Freischaltezeiten meiner aktuellsten Videos, ansonsten basieren leichte Schwankungen auf unterschiedlichen Ablehnungen. Mein Ziel, bis jetzt mindestens 300 Videos zu produzieren, habe ich damit deutlich übererfüllt. Das lag auch daran, dass meine Annahmequoten durch die People-Motive bei 95-100% lagen. Von den über 15.000 perfekten Video-Clips eines Simon Krzic bin ich jedoch leider noch weit entfernt.

Hier exemplarisch die Entwicklung meiner Video-Uploads bei Fotolia:

Motive

In der Mail riet mit der Videofilmer, ich solle mich ebenso wie bei Fotos auch bei Footage auf das konzentrieren, was ich am besten kann: Menschen fotografieren bzw. filmen. Meine ersten Video-Sujets waren ja wehrlose Blümchen, Landschaften und anderes Zeug.

Deswegen habe ich einige Video-Shootings gemacht und bei einigen Fotoshootings am Ende des Shootings einfach noch eine Stunde Video mit rangehängt. Deshalb konnte ich innerhalb des letzten Jahres auch insgesamt über 310 Videos produzieren, was über das Doppelte der beiden Vorjahre ist.

Die Innen-Ausleuchtung für Video-Aufnahmen bereitet mir immer noch einige Probleme, was vor allem an zu wenig Dauerlicht und zu wenig Platz im Studio liegt. Zur Zeit muss ich immer die Blitze fast komplett abbauen, damit das Dauerlicht genug Platz hat und umgekehrt, was logischerweise zuviel Arbeitsaufwand ist, um richtig produktiv zu sein.

Verkäufe und Einnahmen

Im letzten Jahr hatte ich mit meinen Videos 319 Verkäufe erzielt, also durchschnittlich 53 pro Agentur und 27 Sales pro Monat. Die Schwankungen waren hier sehr stark mit nur 6 Verkäufen bei Clipdealer und 126 Verkäufen bei Fotolia. Letztere waren aber über die Hälfte Abo-Downloads, was den Preis stark nach unten trieb.

Kommen wir endlich zu den Umsätzen: Insgesamt habe ich ca. 4062 Dollar verdient, ca. deshalb, weil ich die Umsätze von Fotolia und Clipdealer der besseren Vergleichbarkeit wegen von Euro in Dollar umgerechnet habe. Den größten Anteil daran hat Shutterstock, bei denen ich in zwölf Monaten 1336 Dollar mit meinen Videos verdient habe. Das macht 111 Euro pro Monat. Ganz knapp auf Platz zwei folgt der Umsatz-Sieger des Vorjahres, Pond5, mit 1312 Dollar, also 109 Dollar im Monat. Das Schlusslicht bildet wie bei den Verkäufen Clipdealer mit 138 Dollar Umsatz im gesamten Jahr. Das verwundert mich etwas, da sie viele meiner Fotos verkaufen.

Hier die Übersicht mit den kompletten Zahlen:

Pro Monat verdiente ich im letzten Jahr durchschnittlich 338 Dollar mit meinen Videos. Mein RPI pro Jahr und Video lag damit bei 9,41 Dollar. Würde ich demnach im nächsten Jahr wieder ca. 300 Filmchen hochladen, käme ich auf ca. 6900 Dollar Umsatz mit allen Videos.

Der Umsatz pro Verkauf lag im letzten Jahr bei durchschnittlich 18,23 Dollar, was eine deutliche Steigerung zu 11,10 Dollar im Vorjahr ist.

wobei vier Agenturen Umsätze über 21 Dollar erzielten und nur zwei Agenturen den Schnitt nach unten zogen. Das war zum einen Shutterstock mit einem RPD (Revenue per Download) von 12,98 Dollar und Fotolia mit einem RPI von 5,53 Dollar. Das sind die Auswirkungen der vielen Abo-Verkäufe im Videobereich bei beiden Agenturen.

Trotzdem erzielte Shutterstock durch die schiere Menge an Verkäufen den höchsten RPI mit 3,15 Dollar pro Bild.

Technik und Lerneffekte

Im letzten Jahr hatte ich mir sowohl ein sehr billiges Schulterstativ* als auch eine günstige Kamera-Schiene gekauft, in der Hoffnung, damit bessere Videos machen zu können. Beides kam bisher erst bei zwei Video-Shootings zum Einsatz und es ist schwieriger als erwartet, trotzdem ruckelfreie Aufnahmen hinzubekommen. Ich versuche ja immer, mein Equipment unterwegs zu kompakt und transportabel wie möglich zu halten, was vor allem im Video-Bereich fast unmöglich ist.

Zur Zeit behelfe ich mir damit, dass ich draußen bei leicht bewölktem Himmel die Kamera einfach auf ein Manfrotto Mini-Stativ* mit Kugelkopf stelle und keine Kamerabewegungen mache.

Die Zukunft

Nach den deprimierenden ersten zwei Video-Jahren war mein drittes Jahr schon ein Lichtblick. Ich will jetzt mit mindestens 350 neuen Videos bis zum nächsten Jahr auf mindestens 600 Dollar Umsatz pro Monat zu kommen. Hoffentlich greift der Abo-Wahn nicht zu schnell auf die Video-Agenturen über, da dieser sonst auch dort die Preise vermutlich schneller nach unten treibt als die Verkäufe wachsen können.

Die Email des Videofilmers hängt immer noch neben meinem Schreibtisch und heute weiß ich, dass er recht hatte: Mehr ist möglich.

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Produktion von Videos gemacht? Welche Agenturen laufen bei Euch am besten?

* Affiliate-Link

Microstock-Statistiken analysieren mit Stock Performer

Wer viele Fotos bei mehreren Microstock-Bildagenturen online hat, wird unweigerlich auf dieses Problem stoßen: Wie viel habe ich mit meinen Fotos verdient?

Die Microstock-Agenturen machen es den Fotografen sehr schwer, genau zu analyisieren, wie viel sie an einem Bild verdient haben. Noch schwieriger ist es, herauszufinden, wie viel man pro Shooting verdient hat oder wie viel ein Shooting pro Monat einbringt. Fast alle Bildagenturen haben zwar eine Verkaufsansicht, welche anzeigt, welche Fotos zuletzt verkauft wurden. Aber könnt ihr beispielsweise aus dem Stehgreif sagen, welches Foto von euch bei den Microstock-Agenturen im letzten Monat am meisten verkauft wurde? Ich kann das bei mehreren tausend Verkäufen im Monat nicht mehr ohne Hilfe. Genau diese Lücke will das neue Tool „Stock Performer“ schließen.

Übersichtsseite

Stock Performer ist ein webbasiertes Analyse-Programm, welches Microstock-Fotografen bei der Verkaufsanalyse des eigenen Portfolios helfen soll: „Stop guessing. Start knowing.“ ist deren Motto. Entwickelt wurde Stock Performer vom bekannten Stockfotografen Luis Alvarez (der hier im Blog schon einen Gastauftritt hatte) und dem Programmierer Oliver Rivo.

Die Seite ist noch in der Beta-Phase und zur Zeit werden vier Microstock-Agenturen ausgewertet: istockphoto, Fotolia, Shutterstock und Dreamstime. Weitere sollen bald folgen. Der Aufbau von Stock Performer ist momentan dreigeteilt: Übersicht (Overview), Verkäufe (Top Sales) und Kollektionen (Collections). Die Übersicht sehr ihr oben.

Dort seht ihr auf einen Blick die zuletzt verkauften Bilder, eine grafische Darstellung der Umsätze (blaue Balken) und Verkäufe (rote Linie) des aktuellen Monats sowie einen Performance-Wert. Dieser zeigt an, wie viel Prozent ihr im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vormonats verdient habt, also wenn dort eine positive Prozentzahl steht, seid ihr gut, wenn dort ein Minus vor der Zahl steht, seid ihr schlechter dabei als letzten Monat.

Unten ist eine Gesamtübersicht über Uploads (grauer Bereich), Umsatz und Verkäufe über alle Jahre hinweg. Die einzelnen Werte können mit einem Klick auf die Icons rechts auch ausgeblendet werden. Unter der Grafik stehen die Agenturnamen. Wenn ihr darauf klickt, könnt ihr die drei Werte auch für jede Agentur einzeln anzeigen lassen oder mehrere Agenturen miteinander vergleichen. Beim Klick auf einen der Tages-Balken kommt ihr zu einer sehr ausführlichen Tagesübersicht, wo die Downloads aller Agenturen im Detail angezeigt werden. Werte wie RPD (Return per Download) und die Gesamtumsätze der einzelnen Agenturen werden ebenfalls angezeigt.

Verkaufsansicht

Die Verkaufsansicht zeigt, wie der Name vermuten lässt, die Top-10-Verkäufe der teilnehmenden Agenturen. Es lässt sich filtern, welche Agenturen angezeigt werden sollen und ob die Sortierung nach Umsatz oder Downloads erfolgen soll. Außerdem kann man sich aussuchen, ob die Top-Verkäufe pro Tag, Woche, Monat, Quartal oder Jahr angezeigt werden sollen. Ich nutze diese Ansicht sehr gerne, weil ich so zum Beispiel sehr einfach sehen kann, was meine aktuellen Bestseller sind. Spannend ist auch, dass bei sehr ähnlichen Portfolios fast bei allen Agenturen ganz andere Motive regelmäßig auf den ersten Plätzen landen.

Detailansicht einer Collection

Sehr hilfreich ist auch der dritte Teil der Seite, die Kollektionsansicht. Bei istockphoto und bei Fotolia kann der Fotograf seine Bilder in Lightboxen bzw. Galerien sortieren. Ich nutze das beispielsweise, um meine Bilder nach Fotoshootings zu sortieren, damit ich weiß, welches Model oder welches Shooting besonders lukrativ war. Diese Kollektionen werden von Stock Performer ausgelesen und ausgewertet. Auch bei Dreamstime und Shutterstock kann der Fotograf Lightboxen bzw. Bildersets anlegen, aber diese werden leider (noch?) nicht berücksichtigt.

Auf einer Übersichtsseite werden die Namen der Kollektionen, die Agentur, aus der sie stammt, die Anzahl der enthaltenen Bilder, die bisher erzielten Downloads, der monatliche RPI (Return per Image), der durchschnittliche RPD, die Sell-Through-Rate und das Erstellungsdatum angezeigt. Nach diesen Daten kann man die Kollektionen auch sortieren lassen. Besonders wenn man die Kollektionen nach dem monatlichen RPI sortiert, lässt sich ganz gut sehen, welche Serien am besten laufen.

Für jede Kollektion gibt es eine Detailansicht, wo ein grafischer Verlauf der monatlichen Umsätze, Downloads und Uploads in die Kollektion zu sehen ist sowie weitere nützliche statistische Werte, zum Beispiel die Entwicklung des RPI oder RPD im Verlauf mehrerer Jahre. Natürlich werden auch die Bilder der Kollektion angezeigt, sortiert nach der Höhe der erzielten Umsätze.

Im Gegensatz zu einigen anderen Analyse-Tools wie Microstock Analytics oder Lookstat verlangt Stock Performer nicht die Eingabe der Account-Namen und Passwörter für die betreffenden Webseiten. Stattdessen wird ein Plugin für Firefox, Chrome oder Safari installiert, welches die gleichen Cookies benutzt, die von den Bildagenturen auf dem Rechner abgelegt werden, um die Daten zu extrahieren.

Ich habe schon ganz früh begonnen, Stock Performer auszuprobieren und als Beta-Tester geholfen, das Tool um einige nützliche Funktionen zu erweitern. Einige Details gibt es jedoch, welche noch nicht möglich sind. So vermisse ich beispielsweise die Möglichkeit eines CVS-Exports der gesamten Daten, um eigene Analysen zu erstellen, zum Beispiel um die Entwicklung von Abo-Downloads vs. Einzel-Downloads zu vergleichen. Auch wäre eine Keyword-Analyse toll, wie sie Microstock Analytics schon anbietet. Laut Luis ist jedoch auch in dieser Richtung einiges geplant. Auch eine Zusammenführung der gleichen Bilder oder Kollektionen über mehrere Agenturen hinweg ist noch nicht möglich.

Was bisher allen Tools fehlt, ist eine Agentur-Unterstützung, die über die 2-5 großen englischen Microstock-Agenturen hinaus geht. Der große Haken ist meist, dass die Agenturen selbst es nicht gerne sehen, wenn fremde Entwickler so massiv auf deren Datenbestand zugreifen. Das ist unter anderem auch der Grund, warum Shutterstock und 123rf beim Einloggen das Lösen eines CAPTCHA verlangen. Andererseits sind die Agenturen selbst schuld, weil es bisher keine Agentur schafft, ihren Fotografen diese wertvollen Verkaufsdaten auf übersichtliche, hilfreiche Art und Weise zu präsentieren.

Vor allem die Profi-Fotografen wissen jedoch, dass die Analyse der Verkaufszahlen und Bestseller ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs ist. Die Anbieter der Analyse-Tools lassen sich ihren Service deshalb auch gut bezahlen.

Stock Performer wird anfangs zwei Versionen anbieten: Eine „Basic Package„, was nur die Übersichtsgrafiken enthält für 9 Euro pro Monat und das „Premium Package“ mit allen oben beschriebenen Funktionen für 29 Euro pro Monat. Für die ersten 14 Tage gibt es einen „Free Trial„, also eine kostenlose Probephase.

Auf der MicrostockExpo habe ich auch mit dem Entwickler des oben erwähnten MicrostockAnalytics-Tool gesprochen und werde das in nächster Zeit ebenfalls testen und vergleichen.

VERLOSUNG:
Luis und Oliver möchten „Stock Performer“ kontrolliert starten, das heißt, nach und nach neue Mitglieder aufnehmen, damit die Seite nicht überlastet wird und sie Fehler schneller beheben können. Für Euch Blog-Leser habe ich zwei garantierte Plätze ausgehandelt, die das Tool unverbindlich einen ganzen Monat kostenlos ausprobieren können. Diese beiden Plätze verlose ich unter allen Leuten, die diesen Artikel bis zum 15.11.2011 kommentieren.

Welche statistischen Werte würdet ihr am liebsten mit so einem Tool analyisieren? Was interessiert euch am meisten?