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Wohin bewegt sich die Stockfotografie 2019?

Vor kur­zem wur­de ich nach mei­nen Vorhersagen gefragt, wohin sich die Fotoindustrie im Jahr 2019 ent­wi­ckeln wird.

Die Anzahl der Bilder, die zu den wich­tigs­ten Bildersammlungen hin­zu­ge­fügt wer­den, wird wei­ter­hin mas­siv zuneh­men. Ein zuneh­men­der Prozentsatz wird von Amateuren pro­du­ziert, nicht von Profis, die ver­su­chen, einen Teil ihres Lebensunterhalts mit den von ihnen pro­du­zier­ten Bildern zu ver­die­nen.
(In den letz­ten zwei Jahren wuch­sen die zur Getty Creative‐Sammlung hin­zu­ge­füg­ten Bilder von EyeEm/Moment/foap um 189%, wäh­rend das Wachstum der Bilder von den 139 Fachagenturen nur 2,5% betrug, die der­zeit 25% der Sammlung von Getty bereit­stel­len. Diese Agenturen stell­ten frü­her 50% der Sammlung bereit.)

Darüber hin­aus wer­den immer mehr Bilder auf „kos­ten­lo­sen Stockfoto‐Webseiten“ hoch­ge­la­den, was es ein­fa­cher für die Benutzer ein­fa­cher macht, pas­sen­de Bilder kos­ten­los zu fin­den. In unse­rer Social Media‐Wirtschaft erwar­ten immer mehr Menschen, alle Informationen und Bilder, die sie benö­ti­gen, kos­ten­los zu erhal­ten. Sie glau­ben, dass es ihr Recht ist.

Insgesamt wird erwar­tet, dass die Anzahl der lizen­zier­ten Bilder nicht zunimmt und sich vor­aus­sicht­lich auf das Niveau von 2018 beläuft. Leser müs­sen ledig­lich die Umsätze von Shutterstock in den letz­ten 2 ½ Jahren über­prü­fen, um fest­zu­stel­len, dass die Anzahl der Downloads pro Quartal rela­tiv gleich geblie­ben ist bei rund 43 Millionen für den gesam­ten Zeitraum. Die jüngs­ten Zahlen von Alamy zei­gen eine Abflachung des Umsatzes im Jahr 2018 nach einem deut­li­chen Anstieg zwi­schen 2015 und 2017. Es wird erwar­tet, dass die­ses Umsatzplateau bis 2019 bestehen bleibt.

Getty hat 2018 mög­li­cher­wei­se eine grö­ße­re Anzahl von Bildern lizen­ziert als 2017, jedoch zu erheb­lich nied­ri­ge­ren Preisen. Die von Getty erwirt­schaf­te­ten Bruttoerlöse für „Creative Content“ waren und sind daher vor­aus­sicht­lich in etwa gleich hoch oder nied­ri­ger als in den letz­ten Jahren. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Anzahl der lizen­zier­ten Bilder in Adobe Stock leicht zunimmt. Aber jedes Wachstum, das Adobe rea­li­siert, resul­tiert wahr­schein­lich dar­aus, dass es den ande­ren gro­ßen Anbietern Marktanteile abnimmt.

Aufgrund der Verwendung von Videoclips ist mög­li­cher­wei­se ein gering­fü­gi­ges Umsatzwachstum zu ver­zeich­nen. Dies dürf­te jedoch durch einen Rückgang der Verwendung von Bildern und Illustrationen aus­ge­gli­chen wer­den.

Die Nutzungsgebühren dürf­ten ihren lan­gen, lang­sa­men, aber ste­ti­gen Rückgang fort­set­zen, da die gro­ßen Agenturen um Marktanteile kon­kur­rie­ren. Agenturen der zwei­ten Reihe wer­den es häu­fig für not­wen­dig hal­ten, die­se nied­ri­ge­ren Preise zu zu unter­bie­ten, um über­haupt viel Umsatz zu erzie­len.

Kunden

Die Kunden wer­den wei­ter­hin unzu­frie­de­ner sein mit der Zeit, die sie brau­chen, sich durch die zuneh­men­de Anzahl von Suchergebnissen zu kli­cken. Dies mag eini­gen der klei­ne­ren, gut kura­tier­ten Spezialsammlungen zugu­te kom­men.

Eine zuneh­men­de Anzahl von Grafikdesignern wird sich der Erstellung von Grafiken selbst wid­men, anstatt Zeit mit der Suche nach Bildern zu ver­schwen­den. Darüber hin­aus laden mehr Designer bil­li­ge oder kos­ten­lo­se Fotos her­un­ter, die Elemente ent­hal­ten, die sie als Teil ihrer eige­nen Kreationen ver­wen­den kön­nen. An die­sem Punkt kön­nen sie ver­schie­de­ne Elemente von ver­schie­de­nen Fotos neh­men und ein völ­lig neu­es Bild ihrer eige­nen Vision erzeu­gen.

Fotografen

Eine zuneh­men­de Anzahl von Fotografen, die ver­sucht haben, einen Teil ihres Lebensunterhalts durch Lizenzierung der von ihnen pro­du­zier­ten Bilder zu ver­die­nen, wird vom Markt ver­schwin­den. Die meis­ten der neu­en Bilder wer­den von Amateuren gelie­fert, die mehr dar­an inter­es­siert sind, ihre Arbeit ande­ren zu zei­gen und „Likes“ zu erhal­ten, als genug zu ver­die­nen, um ihre Zeit und Kosten für die Herstellung der Bilder zu decken.

Für Bildproduzenten wird die Wirtschaftlichkeit des Geschäfts immer schwie­ri­ger. Angesichts der Zeit, der Kosten und des Aufwands für die Produktion und Vermarktung neu­er Bilder kön­nen die meis­ten Fotografen mehr ver­die­nen, wenn sie etwas ande­res tun.

Über den Autor:
Jim Pickerell ist seit über 50 Jahren als Stockfotograf und Macrostock‐Agentur‐Betreiber aktiv und betreibt seit über 20 Jahren den Stockfotografie‐Newsletter selling-stock.com.
Dieser Artikel ist eine Übersetzung die­ses Artikels mit freund­li­cher Genehmigung des Autors.

Die besten Bildagenturen 2018 (Auswertung meiner Umfrage)

Nach dem Erfolg mei­ner Bildagentur‐Umfrage in den letz­ten bei­den Jahren habe ich auch die­ses Jahr wie­der eine Umfrage auf mei­ner Facebook‐Seite gestar­tet, um zu fra­gen, bei wel­chen Bildagenturen mei­ne Leserinnen und Leser im Jahr 2018 die meis­ten Umsätze erzielt hat­ten. Die Ergebnisse soll­ten sie nach Umsatz abstei­gend sor­tiert als Kommentar hin­ter­las­sen. Insgesamt haben sich über 40 Leute betei­ligt, wes­halb ich erneut ger­ne die Ergebnisse aus­wer­ten möch­te.

Die besten Bildagenturen 2018

  1. Shutterstock* (364) (+1)
  2. Adobe Stock/Fotolia* (353) (-1)
  3. iStock (141) (-)
  4. 123rf* (121) (-)
  5. Dreamstime* (108) (-)
  6. Eyeem (85) (-)
  7. Depositphotos (67) (+4)
  8. Getty Images (55) (+1)
  9. Bigstock (43) (-1)
  10. Pond5* (39) (-)
  11. Westend61 (34) (-4)
  12. Alamy (32) (-)
  13. Colorbox (24) (-)
  14. Direktvertrieb (19) (neu)
  15. Photocase (14) (-1)

Meine Vorgehensweise:
Ich habe in einer Excel‐Tabelle eine Liste gemacht und in die ers­te Spalte jede Agentur ein­ge­tra­gen, die genannt wur­de. In den nächs­ten Spalten habe ich dann für jeden Teilnehmer und jede Agentur Punkte ver­ge­ben, basie­rend auf der Sortierung der genann­ten Agenturen. Die ers­te Agentur, also die mit dem meis­ten Umsatz bekam 10 Punkte, die als zwei­tes genann­te Agentur bekam 9 Punkte und so wei­ter.
Die Werte habe ich pro Agentur sum­miert und die Liste dann nach den Punkten sor­tiert. Das Ergebnis sehr ihr oben, die Zahl in Klammern ist also die Gesamtpunktzahl der jewei­li­gen Agentur.
Insgesamt wur­den 32 ver­schie­de­ne Agenturen benannt, ich habe die Liste jedoch auf die ers­ten 15 Agenturen beschränkt, weil das sta­tis­ti­sche Rauschen zum Ende hin mit meist nur einer Nennung sehr viel grö­ßer ist.

Hinweise:
Bei der Umfrage wur­de nicht unter­schie­den, ob die Leute Videos oder Fotos oder bei­des ver­kau­fen, wie vie­le Dateien sie online haben oder seit wann sie dort hoch­la­den. Die hohe Platzierung von Pond5 ergibt sich zum Beispiel aus deren Videoverkäufen, jedoch ver­mut­lich nicht aus deren Fotoverkäufen.

Meine bes­ten Agenturen 2018
Wer die obi­ge Liste nach­rech­nen oder anders aus­wer­ten will, kann das eben­falls machen, mei­ne Datenbasis ist ja (fast) frei ein­seh­bar. (Hier könnt ihr auch direkt mei­ne Excel‐Tabelle run­ter­la­den). Was jedoch noch fehlt, sind die Agenturen, bei denen ich selbst 2018 am meis­ten Umsatz erzielt habe und die ich eben­falls in obi­ge Rechnung habe ein­flie­ßen las­sen. In Klammern wie­der die Veränderung zum Vorjahr:

  1. Adobe Stock (Fotolia) (-)
  2. Shutterstock (-)
  3. 123rf (-)
  4. Canva (+1)
  5. Dreamstime (-1)
  6. Bigstock (-)
  7. Eyeem (-)
  8. Alamy (+1)
  9. Pond5 (-1)
  10. Zoonar (neu)

Was sagt uns diese Auswertung?

Ganz oben ran­geln sich Adobe Stock und Shutterstock um die Spitzenposition, wobei Shutterstock die­ses Jahr Adobe knapp über­holt hat. iStock ver­liert ein­deu­tig den Anschluss und liegt nur noch im Mittelfeld zusam­men mit 123rf, Dreamstime und EyeEm. Die rest­li­chen Agenturen sind dann kaum noch der Rede wert.

Bis auf den Abstieg von iStock scheint die Tabelle über die letz­ten drei Jahre erstaun­lich sta­bil, die­ses Jahr neu hin­zu­ge­kom­men ist der Direktvertrieb. Vielleicht ein zar­ter Hinweis dar­auf, dass die Hochzeit des Agenturvertriebs vor­bei ist?

Wer als Einsteiger in die Stockfotografie wis­sen will, wel­che Agenturen er belie­fern soll­te, kann im Grunde die obi­ge Liste von oben nach unten durch­ar­bei­ten, wobei der zu erwar­ten­de Umsatz stark mit der Höhe der Balken im Diagramm kor­re­liert.

Hier könnt ihr auch die Ergebnisse der Umfrage für 2017 und 2016 nach­le­sen.

Überrascht euch die Liste? Oder habt ihr ähn­li­ches erwar­tet?

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Geld mit Fotos verdienen? Mehr Umsätze und Erfahrungen von Microstock‐Anfängern

Anfang letz­ten Jahres habe ich hier den Artikel „Geld ver­die­nen mit dem Verkauf von Fotos? Umsätze und Erfahrungen von Microstock‐Anfängern“ ver­öf­fent­licht.

Darin habe ich die Umsätze von eini­gen Fotografen vor­ge­stellt, wel­che die Stockfotografie erst seit kur­zem oder nur neben­bei betrei­ben.

In den letz­ten Monaten erreich­ten mich eini­ge Mails mit der Frage, ob ich nicht eine Fortsetzung schrei­ben kön­ne. Soweit es mir mög­lich war, habe ich dies­we­gen geschaut, wie 2016 für die Fotografen ver­lau­fen ist:

Florian Blümm

2016 war das drit­te Microstock‐Jahr von Florian, in dem er jedoch kei­ne neu­en Bilder hoch­ge­la­den hat. Für uns inso­fern inter­es­sant, um zu sehen, wie sich die Umsätze der vor­han­de­nen ca. 2100 Bilder ent­wi­ckelt haben.

Insgesamt erziel­te er 2016 einen Umsatz von 2.395 Euro, was im Schnitt knapp 200 Euro pro Monat sind. Die umsatz­stärks­ten Agenturen sind Shutterstock, iStock und Fotolia. Zusammen machen sie 63% vom Gesamtumsatz aus.

Marco Herrndorff

Marco ist Unternehmensfotograf und 2016 war sein zwei­tes Microstock‐Jahr. Hatte er im ers­ten Jahr 545 Fotos hoch­ge­la­den, waren es am Ende des zwei­ten Jahres dann ins­ge­samt 892 Fotos.

Damit hat er 2016 ins­ge­samt 3.254 Euro Umsatz erzielt, im Vergleich zu 1.901 Euro im Vorjahr, also eine Steigerung von ca. 140%. Der Umsatz im Monatsdurchschnitt lag also bei ca. 271 Euro.

Die drei bes­ten Agenturen in abstei­gen­der Umsatzfolge waren für ihn Fotolia, Shutterstock und iStock, alle Umsätze seht ihr in die­ser Tabelle:

Umsatzauswertung 2016 von Marco Herrndorff (Klicken für grö­ße­re Version)

Gabi Wolf
Eine mei­ner Leserinnen, wel­che nach die­ser Fortsetzung hier gefragt hat, hat sich bereit erklärt, auch ihre Zahlen zu nen­nen.

Gabi ist Illustratorin und hat sich 2012 bei Fotolia und Shutterstock ange­mel­det, aber die fol­gen­den drei Jahre nur spo­ra­disch eini­ge Natur‐ und Tierfotos bei Fotolia hoch­ge­la­den. Ende 2014 hat­te sie bei Fotolia ca. 250 Bilder online und ca, 4x im Jahr die Auszahlungsgrenze von 50 Euro erreicht.

Richtig los ging es bei ihr Anfang 2015 mit Illustrationen. Bis Ende 2015 waren bei Fotolia und Shutterstock ca. 400 Vektorgrafiken online. Im Laufe des Jahres kamen noch ande­re Agenturen hin­zu und Ende 2015 war sie bei 15 Agenturen aktiv und hat 1771 Euro Umsatz dort gemacht.

2016 sind noch 4 Agenturen dazu­ge­kom­men und Ende des Jahres waren 1193 Bilder (meist Grafiken, eini­ge Fotos) online. Der Umsatz lag bei 4103 Euro, das wären ca. 341 Euro pro Monat im Schnitt.

Bis 2016 hat Gabi noch Vollzeit gear­bei­tet, ist dann aber wegen der stei­gen­den Gewinne auf Teilzeit gegan­gen, um mehr Zeit für ihre Grafiken zu haben. Ihre drei bes­ten Agenturen sind Fotolia, Shutterstock und iStock.

Bernd Schmidt

Bernd ist jetzt schon seit ca. 9 Jahren dabei und hat­te Anfang des Jahres ca. 3200 Bilder online, eine Steigerung von ca. 500 Bildern im Vergleich zum Vorjahr.
Insgesamt erziel­te er ca. 5000 Euro Umsatz letz­tes Jahr, was einem Monatsschnitt von ca. 416 Euro ent­spricht (im Vergleich zu 400 Euro im Vorjahr).
Die drei mit Abstand best­ver­kau­fends­ten Agenturen sind auch hier Fotolia, Shutterstock und iStock.

Glenn Nagel

Glenn ist fast so lan­ge dabei wie Bernd und hat im letz­ten Jahr ca. 600 Bilder hoch­ge­la­den, hat­te also Anfang die­sen Jahres ca. 5600 Bilder online.
Damit erziel­te er ca. 12.000 US‐Dollar, also ca. 1.000 USD pro Monat.
Im Vergleich zum Vorjahr ist das etwas rück­läu­fig, trotz wach­sen­dem Portfolio und der Tatsache, dass er seit dem letz­ten Jahr auch zusätz­lich Fotolia belie­fert.
Seine drei umsatz­stärks­ten Agenturen waren 2016 Shutterstock, iStock und Dreamstime, wobei ich mir sicher bin, dass Dreamstime 2017 von Fotolia abge­löst wer­den wird, wenn wir uns sei­ne aktu­el­le Entwicklung (sie­he Link oben) anschau­en.

Steven Heap

Seit 7 Jahren ist Steven in der Stockfotografie aktiv.
Aktuell hat er bei Fotolia 5600 Bilder online, im Januar 2016 waren es noch 4300. Bei 123rf sind es aktu­ell über 7700 Bilder.
Auch bei ihm ist der Umsatz rück­läu­fig, seit 2014 sogar.
2016 erziel­te er ca. 25.600 US‐Dollar Umsatz bei den Bildagenturen, im Vorjahr waren es noch über 28.000 USD. Im Monatsdurchschnitt waren es 2016 dem­nach ca. 2133 US‐Dollar.
Wie bei den meis­ten ande­ren Fotografen sind auch hier die Haupt‐Umsatzbringer Shutterstock, iStock und Fotolia.

Die 29 belie­fer­ten Bildagenturen von Steven und deren Umsatz 2016 (Klicken zum Vergrößern)

Von den 8 Fotografen, die ich hier im letz­ten Jahr vor­ge­stellt hat­te, sind dies­mal 3 nicht mehr dabei, weil sie kei­ne aktu­el­len Zahlen ver­öf­fent­licht haben. Ihren öffent­lich ein­seh­ba­ren Portfolios bei den Bildagenturen zufol­ge schei­nen fast alle auch kei­ne (oder nur sehr weni­ge) neue Bilder hoch­ge­la­den zu haben.

Beste Bildagenturen? Konzentration und Marktbewegung

Wie auch im letz­ten Jahr sind es drei Agenturen, wel­che für die meis­ten Agenturen den mit Abstand größ­ten Umsatz erwirt­schaf­ten: Shutterstock, Fotolia/Adobe Stock und iStock.

Einige Fotografen beob­ach­ten schwä­cheln­de Verkäufe bei Shutterstock und stei­gen­den Umsatz bei Fotolia, was wie­der mal zeigt, dass der Markt in Bewegung bleibt, sich grund­sätz­lich aber zum Vorteil der 3–4 gro­ßen Agenturen zu bewe­gen scheint.

Wie im letz­ten Jahr woll­te ich schau­en, wel­che Agenturen bei den teil­neh­men­den Fotografen gesamt am bes­ten abschnei­den. Dazu habe die jeweils fünf Bestseller‐Agenturen für 2016 der oben genann­ten Fotografen in eine Liste ein­ge­tra­gen und Punkte ver­ge­ben. Die Agentur mit dem meis­ten Umsatz bekam fünf Punkte, die mit dem zweit­meis­ten Umsatz vier Punkte und so wei­ter.

Das Ergebnis (Vorjahresplatz in Klammern):

  1. Shutterstock: 28 (1)
  2. Fotolia: 22 (2)
  3. iStock: 21 (3)
  4. 123rf: 6 (6)
  5. Dreamstime: 5 (4)
  6. Alamy: 3 (5)
  7. Canva: 2 (-)
  8. Bigstock: 1 (-)

Die Ergebnisse decken sich übri­gens ziem­lich gut mit mei­ner Umfrage zu den bes­ten Bildagenturen Anfang des Jahres.

Return per Image

Um zu erken­nen, wie vie­le Bilder man braucht, um ein bestimm­tes Einkommen zu erzie­len, ist der „Return per Image“ (RPI) hilf­reich. Er besagt, wie viel Umsatz man pro Bild gemacht hat.

Hier mal die Werte für die oben genann­ten Fotografen, auch wenn sie teil­wei­se nur annä­hernd sind, weil ich nicht immer über­prüft habe, bei wel­cher Agentur die meis­ten Bilder online sind (Vorjahreswert in Klammern).

Marco: 3,75 Euro (2,48 Euro)
Gabi: 3,44 Euro (-)
Florian: 1,14 Euro (1,35 USD)
Bernd: 1,56 Euro (1,77 Euro)
Glenn: 2,14 USD (3 USD)
Steven: 3,32 USD (4,41 USD)

Bis auf Marco muss­ten alle Fotografen einen Rückgang beim RPI ver­bu­chen, was bedeu­tet, dass sie ihr Portfolio stär­ker gewach­sen ist als ihr Umsatz.

Im Schnitt liegt der RPI bei knapp 2,50 Euro pro Bild und Jahr.

Wie haben sich eure Umsätze ent­wi­ckelt? Habt ihr ähn­li­che Eerfahrungen gemacht?

Die Liste der Bestseller: Welche Bilder verkaufen sich am meisten?

Welche Bilder ver­kau­fen sich am bes­ten? Früher war das ein gro­ßes dunk­les Loch und Stockfotografen hat­ten nur ihre eige­nen Verkäufe, um Rückschlüsse auf die Beliebtheit bestimm­ter Motive zu zie­hen.

Mittlerweile ist das anders. Viele Microstock‐Bildagenturen bie­ten eine Übersicht der Bestseller oder zuletzt ver­kauf­ter Bilder.

Screenshot der Bestseller bei 123rf

Hier eine – unvoll­stän­di­ge, aber trotz­dem aus­rei­chen­de – Liste von Topsellern und ande­ren gut ver­käuf­li­chen Fotos.

  • Die meist­ver­kauf­tes­ten Bilder bei Dreamstime
  • Die belieb­tes­ten Bilder bei Shutterstock (auch die ande­ren Tabs beach­ten)
  • Die meis­ten Downloads in den letz­ten drei Monaten bei iStockphoto
  • Die All‐Time‐Bestseller bei Fotolia (auch die ande­ren Tabs beach­ten)
  • Am meis­ten run­ter­ge­la­den bei 123rf pro Monat
  • Die Top‐Downloads bei Bigstock
  • Beliebteste Motive bei Colourbox (auch die ande­ren Tabs beach­ten)
  • Meistverkaufte Bilder bei Panthermedia in den letz­ten drei Monaten (Zufallsauswahl) (nur nach Login mög­lich)
  • Die meist­ver­kauf­tes­ten Motive bei Crestock (auch die ande­ren Tabs beach­ten)
  • Wonach suchen und was kau­fen die Kunden von Alamy? (nur nach Login mög­lich)
  • Die Top‐Seller bei Photodune der letz­ten Woche und der letz­ten drei Monate
  • Populärste Bilder bei Cutcaster
  • Die Bestseller bei Scanstockphoto
  • Die belieb­tes­ten Fotos bei StockFresh
  • Die zuletzt ver­kauf­ten Bilder bei Zoonar
  • Die belieb­tes­ten Bilder von Pitopia

Bei eini­gen der Agenturen wie bei Shutterstock oder Fotolia besteht die Möglichkeit, die Bestseller ent­we­der nach bestimm­ten Zeiträumen wie Monat oder Woche zu fil­tern oder nur die Bestseller bestim­mer Medientypen wie Fotos, Illustrationen oder Videos anzu­zei­gen. Das habe ich oben in Klammern ver­merkt.

Interessant fin­de ich auch, dass sich die am meis­ten ver­kauf­ten Bilder pro Agentur sehr stark unter­schei­den, auch wenn der Bestand bei den Agenturen oft sehr ähn­lich ist, mit den Portfolios der übli­chen Verdächtigen Yuri Arcurs, Andres Rodriguez, Monkeybusiness, Kurhan, Wavebreakmedia, Ron Chapple und Pressmaster. Meine Empfehlung: Speichert euch die­sen Artikel in den Lesezeichen, um ab und zu dar­in schmö­kern zu kön­nen.

Was fällt Euch auf beim Durchstöbern der Bestseller‐Listen?

Neue Ablehnungsquoten von Bildagenturen (mit kleiner Verlosung)

Vor fast genau drei Jahren hat­te ich hier im Blog ana­ly­siert, wie häu­fig Bildagenturen Fotos ableh­nen.

Das habe ich wie­der­holt, um zu sehen, ob es Änderungen bei den Ablehnungsquoten gege­ben hat. Ich habe 60 Fotos, die ich wäh­rend eines Wanderurlaubs gemacht habe, bei zwölf Bildagenturen hoch­ge­la­den und mir die abge­lehn­ten und ange­nom­me­nen Bilder in einer Kreuztabelle mar­kiert. Das Ganze sieht dann so aus:


Längs sind die 60 ver­schie­de­nen Bilder, quer die zwölf ver­schie­de­nen Agenturen mar­kiert. Grüne Bilder wur­den ange­nom­men, rote wur­den abge­lehnt. Auf den ers­ten Blick ist deut­lich zu sehen, dass es kein Schema gibt. Vier Agenturen leh­nen fast alles ab, vier Agenturen neh­men fast alles an und vier Agenturen leh­nen ca. die Hälfte ab. Sichtbar ist auch, dass aber Agenturen, die fast alles ableh­nen, trotz­dem Bilder anneh­men, wel­che die „durch­wink­freu­di­gen“ Agenturen abge­lehnt haben.

Im Durchschnitt nahm jede Agentur 34,5 Bilder von den 60 Fotos an. Oder anders­rum: Jedes Foto wird bei 6,9 der 12 Agenturen ange­bo­ten. Das heißt auch, dass mein Fazit vom letz­ten Mal gleich bleibt: Ob ein Foto ange­nom­men wird oder nicht, bleibt mehr oder weni­ger Zufall. Man könn­te auch dar­um wür­feln. Das ist kein Scherz. Hier die Übersicht, wie häu­fig ein Foto von einer Bildagentur ange­nom­men wur­de.

Die Grafik sieht einer ande­ren Grafik mehr als ähn­lich, wel­che die Wahrscheinlichkeit zeigt, wie häu­fig bestimm­te Zahlen mit zwei Würfeln erzielt wer­den:

Mit ande­ren Worten: Um zu ent­schei­den, wie häu­fig eins der 60 Fotos von einer Bildagentur ange­nom­men wer­den wird, hät­te man genau­so wür­feln kön­nen statt sich die Motive anzu­schau­en.

Warum ist das so?

Wie beim letz­ten Mal auch heu­te mein Hinweis: Wer nor­ma­ler­wei­se eine Annahmequote von ca. 50% hat, kann als pro­fes­sio­nel­ler Stockfotograf nicht erfolg­reich sein. Normalerweise habe ich mit mei­nen Bildern auch eine Annahmequote von 95% oder mehr. Der Unterschied ist ganz ein­fach: Sonst mache ich Fotos mit einer strik­ten Fokussierung auf die spä­te­re Verkäuflichkeit. Beim Wanderurlaub war das anders­rum. Wir haben nicht dort ange­hal­ten oder gezel­tet, wo ich Fotos machen woll­te, son­dern wo wir ange­hal­ten haben, haben ich Fotos gemacht. Die kom­mer­zi­el­le Verwertbarkeit mei­ner Fotos habe ich dem Gruppenziel, eine schö­ne Wanderung zu haben, unter­ge­ord­net. Diese Erkenntnis ist beson­ders für die Hobbyfotografen inter­es­sant, wel­che neben­bei beim Spaziergang paar schö­ne Fotos machen und dann hof­fen, die­se gut ver­kau­fen zu kön­nen. Dann wird die Annahme bei Bildagenturen zum Glücksspiel. Wer sich jedoch vor dem Fotografieren über­legt, wel­che Motive gefragt sein könn­ten und die­se dann gezielt zu foto­gra­fie­ren sucht, wird mehr Erfolg haben.

Die Verlosung

Wer will, kann das gleich üben:


Auf der Zusammenstellung seht ihr sechs der 60 Fotos, die ich hoch­ge­la­den hat­te. Drei davon wur­den am häu­figs­ten ange­nom­men, drei davon wur­den am meis­ten abge­lehnt. Könnt ihr die­se Bilder zuord­nen?

Damit es etwas lus­ti­ger wird, bekommt der­je­ni­ge, der als ers­ter rich­tig liegt, die­se deko­ra­ti­ven Türspion‐Sticker in Kameraform* von mir geschenkt. Schreibt ein­fach eure Kombinationen in die Kommentare. Kleine Hürde: Damit es nicht zu ein­fach wird, müsst ihr auch das Bild rich­tig nen­nen, wel­ches als ein­zi­ges von 11 der 12 Agenturen ange­nom­men wur­de.

Ich bin gespannt, wie lan­ge es dau­ert, bis jemand rich­tig liegt.

Update: Die Auflösung fin­det ihr jetzt hier.
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