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Geld verdienen mit dem Verkauf von Fotos? Umsätze und Erfahrungen von Microstock-Anfängern

Eine der am häu­figs­ten gestell­ten Fragen zur Stockfotografie lau­tet: „Wie viel Geld kann man damit ver­die­nen?“

Ich habe meh­re­re Jahre lang mei­ne Umsätze und Verkaufszahlen hier ver­öf­fent­licht. Aber da ich nun schon seit über zehn Jahren in der Branche tätig bin (mein ers­tes Foto habe ich online am 22. Juli 2005 ver­kauft) und das zudem haupt­be­ruf­li­ch mache, bin ich nicht mehr der idea­le Vergleich für Leute, die erst jetzt mit der Stockfotografie oder Microstock anfan­gen.

Zum einen hat sich der Markt in den letz­ten Jahren stark gewan­delt und ist schwie­ri­ger gewor­den, zum ande­ren wer­den die wenigs­ten Anfänger gleich Vollzeit Fotos pro­du­zie­ren.

Deshalb möch­te ich hier eini­ge Artikel aus dem Internet vor­stel­len von Leuten, wel­che die Stockfotografie noch nicht so lan­ge und nicht so inten­siv wie ich betrei­ben.

Dadurch kön­nen Neueinsteiger bes­ser abschät­zen, wie sie im Vergleich zu ihren Kollegen abschnei­den.

  1. Marco Herrndorff
    Marco ist eigent­lich­selb­stän­di­ger Unternehmensfotograf und seit ca. einem Jahr lädt er Bilder zu ins­ge­samt acht Microstock-Agenturen hoch. In die­sem Jahr hat er knapp 500 Bilder erstellt, die – je nach Annahmequote – bei den Agenturen online sind.
    Hier bei­spiel­haft sein Portfolio bei Fotolia, wo hauptäch­li­ch People-Bilder online sind. Unter den Bestsellern sind jedoch auch vie­le Industrie-Aufnahmen aus sei­ner Foto-Tätigkeit für Unternehmen.
    Umsatzauswertung 2015 von Marco Hernsdorff
    Umsatzauswertung 2015 von Marco Hernsdorff (Klicken für grö­ße­re Version)

    2015 hat Marco ins­ge­samt ca. 2000 Verkäufe gehabt, mit denen er ca. 1350 Euro Umsatz erziel­te, das wären ca. 112 Euro pro Monat im ers­ten Jahr, wobei er sicher auch Ausgaben für Model-Honorare, Requisiten etc. hat­te. Ca. 90% der Einnahmen wur­den von Fotolia und Shutterstock gene­riert, die rest­li­chen sechs Agenturen tru­gen nur mage­re 10% bei. Sein RPI (Revenue per Image, also Umsatz pro Bild) lag bei ca. 2,48 Euro im Jahr.

  2. Florian Blümm
    Florian ist stu­dier­ter Informatiker, reist aber seit 2011 als digi­ta­ler Nomade in der Welt her­um. Im Januar 2014 fing er an, Bilder über Bildagenturen zu ver­kau­fen. Er fing mit 13 Agenturen an, im März 2015 sind noch mal 7 Agenturen dazugekommen.Die Fotos macht er auf sei­nen Reisen, in den zwei Jahren hat er ca. 2150 Bilder hoch­la­den kön­nen, hier bei­spiel­haft sein Portfolio bei iSto­ck. Dafür bedient er sich des kos­ten­pflich­ti­gen Services von Stocksubmitter.
    stockfoto-einnahmen-portfolio
    Umsatzentwicklung von Florian Blümm

    Während Florian in den ers­ten acht Monaten „nur“ ca. 362 US-Dollar Umsatz erziel­te, waren es im zwei­ten Jahr (August 2014-August 2015) schon ca. 2900 USD Umsatz. Das wären pro Monat ca. 242 USD, allein im August 2015, zuge­ge­be­ner­ma­ßen gene­rell einer der umsatz­stärks­ten Monate) waren es über 400 USD. Übers Jahr gerech­net ergibt das einen RPI von 1,35 USD.

  3. Selbstbestimmer Attila
    Inspiriert durch Floran begann Attila, im Oktober 2015, 350 Bilder bei 16 Agenturen hoch­zu­la­den. Bei Shutterstock zum Beispiel wur­den jed­ch nur 79 davon ange­nom­men.
    Im November erziel­te einen Umsatz von ca. 25 USD mit den Bildern. Im Dezember waren es schon knapp 32 USD Umsatz, bei ca. 500 Bildern online bei Fotolia.Sein Thema sind eben­falls „typi­sche“ Reisefotos wie Landschaften, Tiere und Architektur. Auch er ver­wen­det StockSubmitter für sei­ne Uploads.
  4. Thomas Zagler
    Thomas ist Mediengestalter und Fotograf und lädt seit Mitte 2012 halb­wegs regel­mä­ßig Bilder (Fotos und fast eben­so­vie­le Vektoren) zu fünf Agenturen hoch. Bei Fotolia hat er mitt­ler­wei­le ca. 380 Bilder online, im Schnitt spricht er von 250 Bildern online.Damit erzielt er nach eige­nen Angaben ca. 200 Euro Umsatz im Monat, das wären 2400 Euro pro Jahr. Zu berück­sich­ti­gen ist, dass sich Vektoren in der Regel bes­ser ver­kau­fen als Fotos.Seine Motive sind bunt gemischt, von Landschaften, Food und Konzaptbildern ist immer etwas dabei.
  5. Bernd Schmidt
    Fast schon ein alter Hase in die­ser Reihe ist Bernd, der 2008 begon­nen hat, bei Microstock-Agenturen hoch­zu­la­den und die­ses Hobby seit 2011 etwas inten­si­ver betreibt.Im Oktober 2015 hat­te Bernd knapp 2700 Fotos bei Fotolia online, der Schwerpunkt liegt bei ihm bei Foodfotos. Insgesamt belie­fert er 11 Bildagenturen.Im 3. Quartal 2015 erziel­te er ins­ge­samt ca. 1216 Euro Umsatz, das wären ca. 400 Euro pro Monat. Diesen Wert konn­te er rela­tiv lan­ge hal­ten, auch wenn er mal eini­ge Monate kei­ne Fotos hoch­lud.
  6. Glenn Nagel
    Glenn ist eben­falls etwas län­ger dabei: Seit Ende 2009 lädt er Bilder hoch, bei Shutterstock ist er mitt­ler­wei­le bei knapp 5000 Fotos ange­langt. Daneben belie­fert er noch iSto­ck, Dreamstime und Bigstock, also vier Agenturen. Die Themen wie bei vie­len hier in der Liste: Reisefotos, Tierbilder und Architektur.2010 bekam er ca. 235 USD pro Monat, 2011 dann über 320 USD pro Monat, 2012 schon über 580 USD pro Monat, 2013 folg­ten mit 790 USD/Monat. 2014 waren es erst­mals über 1000 US-Dollar im Monat.2015 erziel­te er ca. 15.000 USD Umsatz, also ca. 1250 USD pro Monat.
  7. Steven Heap
    Unter dem Namen „Backyard Productions“ belie­fert Steven unglaub­li­che 29 Bildagenturen. Begonnen hat er im Januar 2010, er ist also auch schon sechs Jahre dabei. Bei Fotolia hat er knapp 4.300 Bilder online, bei 123rf sind es ca. 6500 Bilder. Da er auch vie­le redak­tio­nel­le Bilder hat, sind es bei Zoonar am meis­ten mit fast 8400 Fotos. Auch bei ihm über­wie­gen Reisefotos, Landschaften und Architekturaufnahmen.
    Verteilung der Umsätze bei Bildagenturen bei Steven Heap
    Verteilung der Umsätze bei Bildagenturen bei Steven Heap

    2015 erziel­te Steven ins­ge­samt 28.700 USD Umsatz, was durch­schnitt­li­ch ca. 2392 USD pro Monat ent­spricht. 2014 lag der Umsatz sogar etwas höher bei 29.980 USD.Mit mehr als 11.000 USD kam der größ­te Teil des Umsatzes von Shutterstock, gefolgt mit deut­li­chem Abstand und ca. 3.500 USD durch iSto­ck.

  8. Richard Waters
    Der bri­ti­sche Fotograf bie­tet neben­bei eher halb­her­zig seit 2011 ca. 100 Tier- und Reisebilder über Bildagenturen zum Kauf an, hier zum Beispiel bei Shutterstock. Damit hat er immer­hin 2015 ca. 170 Euro Umsatz gemacht, 2012 waren es noch ca. 370 Euro.

Nur wenige Agenturen lohnen den Aufwand

Allen Fotografen in die­ser Liste ist eines gemein­sam: Der Löwenanteil des Umsatzes wird von weni­gen Agenturen erwirt­schaf­tet. Die Fotografen, wel­che 20 oder gar mehr Ageenturen belie­fern, könn­ten pro­blem­los die Hälfte er Agenturen igno­rie­ren, ohne gro­ße Umsatzeinbußen zu haben.

Ich bin es ana­ly­ti­sch ange­gan­gen: Ich habe die jeweils vier Bestseller-Agenturen für 2015 der oben genann­ten Fotografen in eine Liste ein­ge­tra­gen und Punkte ver­ge­ben. Die Agentur mit dem meis­ten Umsatz bekam vier Punkte, die mit dem zweit­meis­ten Umsatz drei Punkte und so wei­ter.

Das Ergebnis sieht so aus:

  1. Shutterstock: 28
  2. Fotolia: 18
  3. iSto­ck: 15
  4. Dreamstime: 6
  5. Alamy: 5
  6. 123rf: 4

Zu berück­sich­ti­gen ist, dass vie­le der Fotografen in der Liste Reisefotos anbie­ten und dadurch oft auch redak­tio­nel­le Fotos anbie­ten, wel­che nur von einem Teil der Agenturen ver­kauft wer­den.

Insgesamt gibt die Liste jedoch einen recht aku­ra­ten Überblick, wel­che Agenturen für die Belieferung durch Anfänger sinn­voll sind.

Langer Atem ist gefragt

Die zwei­te Lehre, die sich mir aus den Umsatzmeldungen erschließt, ist für alte Hasen kei­ne Überraschung, für Einsteiger jedoch oft schwer durch­zu­hal­ten: Ein lan­ger Atem ist bei der Stockfotografie gefragt. Microstock ist kein Zaubertrick, um „schnell reich zu wer­den“.

Die meis­ten Fotografen erzie­len nach 1–2 Jahren signi­fi­kan­te Umsatzschübe, wel­che aus einer Kombination von meh­ren Faktoren ein­ste­hen: Die Fotografen ver­ste­hen und ler­nen, wel­che Bilder ver­ä­kuf­li­cher sind, sie wer­den tech­ni­sch bes­ser und ver­mei­den mehr Ablehnungen. Die Bilder wer­den mit zuneh­men­den Verkäufen wei­ter vor­ne bei den Suchergebnissen ange­zeigt und die Fotografen wer­den mit der Zeit und mit mehr Verkäufen im Ranking hoch­ge­stuft.

Kennt ihr noch mehr Blogs, wel­che ihre Microstock-Umsätze tei­len?
Welche Lehren zieht ihr aus den Erfahrungen der vor­ge­stell­ten Fotografen?

Sechs Jahre Footage für Microstock-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Was pas­siert, wenn ich ein Jahr fast kei­ne Video hoch­la­de? Wie ändern sich mei­ne Umsätze dadurch?

Dieses – mehr ofer weni­ger frei­wil­li­ge – Experiment habe ich in mei­nem 6. Video-Jahr gemacht. Schauen wir uns an, wie es gelau­fen ist.

Ich lade mei­ne Videos momen­tan aktiv bei sie­ben Agenturen hoch: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, 123rf* und Dreamstime*. Clipdealer* hat eben­falls vie­le Videos von mir, aber bis sich da der Upload-Prozess nicht ver­bes­sert, lade ich da nichts Neues mehr hoch. iSto­ck habe ich die­ses Jahr aus mei­ner Auswertung ent­fernt, weil kein ein­zi­ger Verkauf (bei auch nur 38 Videos kein Wunder) zustan­de kam.

Für mei­ne Auswertung berück­sich­ti­ge ich die 12 Monate vom Juni 2014 bis ein­schließ­li­ch Mai 2015. Hier könnt ihr auch mei­ne Zahlen für das fünf­te, vier­te, das drit­te und die ers­ten bei­den Jahre nach­le­sen.

Portfolio-Größe

Bei den meis­ten Agenturen habe ich aktu­ell rund 800 Videos online. Letztes Jahr waren es ca. 795 Videos. Genau genom­men habe ich nur 9 neue Videos in dem Zeitraum hoch­ge­la­den, dazu spä­ter mehr.

Verkäufe und Umsätze

Weil mei­ne Uploads so gut wie nicht gestie­gen sind,leiden auch mei­ne Einnahmen dar­un­ter. Mit Videos habe ich in dem gezähl­ten Jahr 9107 US-Dollar ein­ge­nom­men. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 9624 US-Dollar.

Der Revenue per Download (RPD) ist wie­der etwas gesun­ken und liegt jetzt bei 17,73 USD pro Verkauf.

Auch der gesam­te Return per Image (RPI) ist auf 12,62 USD gesun­ken, was kein Wunder ist, wenn die Videos ver­al­ten und viel neu­es, bes­se­res Material auf den Markt kommt.

Die genau­en Werte könnt ihr in der Tabelle unten sehen. Grün mar­kiert die Agentur mit dem bes­ten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlech­tes­ten. Änderungen gibt es weni­ge, Shutterstock und Pond5 lie­gen wei­ter­hin unan­ge­foch­ten vor­ne, gefolgt von Fotolia, Revostock und 123rf im Mittelfeld.

Pro Monat habe ich mit den Videos knapp über758 US-Dollar Umsatz gemacht. Im Zeitraum davor waren es noch 800 US-Dollar. Dafür spielt der Wechselkurs zu mei­nem Gunsten mit, denn in Euro umge­rech­net hebt sich der Unterschied halb­wegs wie­der auf.

Meine Faustregel von einem Dollar pro Video und Monat bleibt damit wei­ter­hin gül­tig.

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Die Zukunft

Die Zukunft sehe ich – zumin­dest für mich – im Videobereich lei­der nicht so rosig. Meine Erklärungen von letz­ten Jahr gel­ten nach wie vor.

Ich mer­ke zudem, dass in Videos ein­fach nicht mein Herzblut steckt. Zusätzlich habe ich neben der Fotoproduktion ande­re Standbeine wie 3D-Renderings und Illustrationen eta­bliert, die mich deut­li­ch mehr inter­es­sie­ren.

Trotzdem schrei­be ich Videos noch nicht ganz ab und ich kann jetzt schon ver­ra­ten, dass bei der nächs­ten Auswertung garan­tiert mehr als die neun neu­en Videos dazu­ge­kom­men sein wer­den.

Wie ent­wi­ckeln sich eure Video-Verkäufe?

Fünf Jahre Footage für Video-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Nach fünf Jahren ist es wie­der Zeit für einen Rückblick: Wie lief der Verkauf mei­ner Videos und wel­che Umsätze habe ich damit erzielt?

Ich lade mei­ne Videos momen­tan aktiv bei sie­ben Agenturen hoch: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, Clipdealer* und 123rf*. Bei iSto­ck habe ich noch eini­ge „Altlasten“, aber da trotz­dem ab und zu Verkäufe kom­men, las­se ich die Agentur in der Statistik.

Für mei­ne Auswertung berück­sich­ti­ge ich die 12 Monate vom Juni 2013 bis ein­schließ­li­ch Mai 2014. Hier könnt ihr auch mei­ne Zahlen für das vier­te, das drit­te und die ers­ten bei­den Jahre nach­le­sen.

Portfolio-Größe

Bei den meis­ten Agenturen habe ich aktu­ell rund 795 Videos online. Letztes Jahr waren es ca. 530 Videos, das bedeu­tet einen Zuwachs von 265 Videos oder anders for­mu­liert: Ziemlich gen­au 50% mehr!

Motive

Wie bis­her waren die meis­ten Videos als Outtakes nach oder zwi­schen einem Fotoshooting ent­stan­den, nur zwei Video-Sessions habe ich extra als sol­che geplant und auf­wän­di­ger auf­ge­zo­gen. Von den Ergebnissen, was Menge, Qualität und Umsatz angeht, bin ich im Vergleich zu rei­nen Fotoshootings jedoch noch nicht über­zeugt, aber dazu spä­ter mehr. Mein auf­wän­digs­tes Shooting war die­ses hier, was auch unge­fähr den jet­zi­gen Stand mei­ner Fähigkeiten zeigt:

Technik

Wie das oft so ist: Einige der „coo­len Zubehörteile“, die ich letz­tes Jahr voll­mun­dig ange­kün­digt habe, sind ange­kom­men, aber ich bin bis­her noch kein ein­zi­ges Mal dazu gekom­men, sie aus­zu­pro­bie­ren. Dazu gehört eine Steadycam, ein Timelapse-Tool und ande­re klei­ne Spielereien. Doch auch dazu gleich mehr.

Verkäufe und Umsätze

Während mei­ne Uploads um 50% gestie­gen sind, kann ich das von den Einnahmen lei­der nicht behaup­ten. Mit Videos habe ich in dem gezähl­ten Jahr 9624 US-Dollar ein­ge­nom­men, das sind ca. 28% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Revenue per Download (RPD) ist um einen knap­pen Dollar gestie­gen, was ange­sichts der neu auf­kom­men­den „Full-HD-Videos für 5 Dollar“-Agenturen ein beru­hi­gen­des Zeichen ist. Leider ist dafür der Return per Image (RPI) etwas gesun­ken.

Die genau­en Werte könnt ihr in der Tabelle unten sehen. Grün mar­kiert die Agentur mit dem bes­ten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlech­tes­ten. Änderungen gibt es weni­ge, neu 123rf, die erst seit letz­ten Jahr dabei sind, haben trotz weni­ger Videos in mei­nem Portfolio vom Umsatz schnell auf­ge­holt und sich an den vier­ten Platz gesetzt. Ich soll­te da end­li­ch den Rest mei­ner Videos hoch­la­den.

Pro Monat habe ich mit den Videos dem­nach knapp über 800 US-Dollar, also ca. 593 Euro Umsatz gemacht. Meine Faustregel von einem Dollar pro Video und Monat bleibt damit wei­ter­hin gül­tig.

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Wie sich mei­ne Umsätze mit den Videos im monat­li­chen Durchschnitt pro Jahr ent­wi­ckelt haben, seht ihr in die­ser Grafik. Ein erfreu­li­cher Trend, eigent­li­ch…

Umsätze mit meinen Videos im monatlichen Durchschnitt
Umsätze mit mei­nen Videos im monat­li­chen Durchschnitt

Ziele

Mein selbst­ge­setz­tes Ziel, 1000 Dollar pro Monat mit Videos zu ver­die­nen, habe ich lei­der klar ver­fehlt. Auch die 350 neu­en Videos pro Jahr habe ich nicht errei­chen kön­nen, auch wenn ich deut­li­ch mehr pro­du­ziert hat­te als im Jahr davor. Deshalb blei­ben die Vorjahresziele gül­tig und ich wer­de ver­su­chen, die­se Marken im nächs­ten Jahr zu kna­cken.

Die Zukunft

Die Zukunft sehe ich – zumin­dest für mich – im Videobereich lei­der nicht so rosig.

Meine Überlegung bei dem oben gezeig­ten Uni-Shooting war: Ich neh­me ein gut ver­käuf­li­ches Thema, was ich schon mal als rei­nes Foto-Shooting kon­zi­piert hat­te und mache es als Video-Shooting. Weil ich ein Angsthase bin, konn­te ich es aber nicht las­sen, und habe am Ende der Video-Session noch eini­ge Fotos zur Sicherheit gemacht, unter schlech­te­ren Bedingungen, weil die Beleuchtung auf Dauerlicht aus­ge­legt war.  Am Ende hat­te ich 50 Video-Clips und 18 Fotos. Sowohl bei Shutterstock als auch bei Fotolia ist der Bestseller die­ser Session jedoch ein Foto und selbst unter den Top 10 der Dateien mit den meis­ten Einnahmen befin­den sich jeweils 7 Fotos bei bei­den Agenturen. Mit ande­ren Worten: Ich hät­te deut­li­ch mehr ver­dient, wenn ich mich nur auf die Fotos kon­zen­triert hät­te.

Diesen Effekt konn­te ich nicht nur bei die­ser Video-Session, son­dern auch bei zwei ande­ren Sessions beob­ach­ten, wo ich eher neben­bei eini­ge Fotos gemacht hat­te. Kombiniert mit dem Fakt, dass ich für Videos deut­li­ch teu­re­re Ausrüstung benö­ti­ge und die Arbeitszeiten bei der Aufnahme, der Bearbeitung und dem Hochladen deut­li­ch län­ger sind, stimmt mich das Ergebnis sehr nach­denk­li­ch.

Dazu kommt, dass die tech­ni­sche Entwicklung im Video-Markt deut­li­ch schnel­ler vor­an­schrei­tet, als mei­ne Ausrüstung mit­hal­ten kann. Sowohl 123rf als auch Pond5 bie­ten seit die­sem Jahr schon 4K-Videos an und die Kameras dafür wer­den zum Beispiel mit der Blackmagic Production 4K* für unter 3000 Euro erschwing­li­ch. Pond5 bie­tet zusätz­li­ch schon Videos im Redcode RAW Format (R3D) an, wel­ches das Raw-Format der RED Videokameras ist und 3D-Videos hal­ten in Kinos Einzug. Angesichts des­sen, dass sich Videos bei mir deut­li­ch weni­ger gut amor­ti­sie­ren als Fotos, scheue ich mich dafür, die­se Kosten in vier­stel­li­ger Höhe zusätz­li­ch aus­zu­ge­ben. Der Kompromiss, FullHD-Videos mit mei­ner Foto-Kamera Canon 5D Mark III* zu machen, erscheint mir das noch als pas­sa­ble Notlösung.

Der drit­te Punkt zeigt die Abhängigkeit von Google auch im Videomarkt. Zwei mei­ner sie­ben Agenturen, nament­li­ch Revostock und Clipcanvas haben durch Änderungen der Such-Algorithmen bei Google im Jahr 2012 viel Traffic ver­lo­ren, was sich in deut­li­ch weni­ger Verkäufen nie­der­schlug. Das geht soweit, dass die Zukunft der bei­den Agenturen am sei­de­nen Faden hing und wahr­schein­li­ch immer noch hängt.

Wie seht ihr die Zukunft im Videomarkt und wie ent­wi­ckeln sich eure Video-Verkäufe?

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Neue Funktionen bei Microstock-Analyse-Tool Stockperformer

Vor ca. zwei­ein­halb Jahren habe ich in die­sem Blogartikel das neue Microstock-Analyse-Tool Stockperformer vor­ge­stellt. Seitdem nut­ze ich das Tool ohne Übertreibung täg­li­ch und es ist so einem wich­ti­gen Werkzeug in mei­ner täg­li­chen Arbeit gewor­den.

Stockperformer erlaubt mitt­ler­wei­le die Auswertung von Verkäufen von neun (!) Bildagenturen: iSto­ck, Shutterstock, Fotolia, Dreamstime, 123rf, Pond5, Depositphotos, Stocksy, Getty Images, sowie das Partnerprogramm und die Getty-Verkäufe über iSto­ck.

Neben den Verkaufszahlen zu ein­zel­nen Bildern gibt es eine monat­li­che Gesamtauswertung, die Anzeige der Bestseller in wähl­ba­ren Zeiträumen bei den ein­zel­nen Agenturen, eine Collection-Verwaltung, mit der der Umsatz und die Verkäufe ein­zel­ner Bildserien zusam­men­ge­fasst ana­ly­siert wer­den kön­nen und vie­les mehr.

In den über zwei Jahren haben Luis und Oliver flei­ßig dar­an gear­bei­tet, neue Funktionen ein­zu­bau­en. So gibt es jetzt bei­spiels­wei­se eine Prognose der monat­li­chen Umsätze, mit der man schon Mitte des Monats abschät­zen kann, wie sich die Verkäufe bis zum Monatsende ent­wi­ckeln wer­den, ent­we­der für alle Agenturen gesamt oder die ein­zel­nen Agenturen:

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Dazu gibt es eine detail­lier­te Verkaufsaufschlüsselung, wel­che die Verkäufe und Umsätze nach Medientyp (Bilder, Videos, Vektoren, …), run­ter­ge­la­de­ner Bildgröße, Credits vs. Abo, Upload-Jahr etc. aus­wer­tet:

stockperformer-screenshot-2

Am häu­figs­ten nut­ze ich Stockperformer aber, um gen­au zu sehen, wie viel Umsatz ich bei den ver­schie­de­nen Agenturen mit einem Shooting gesamt gemacht habe. Dafür las­sen sich bequem dich Kollektionen, Lightboxen oder Collections von Fotolia, Shutterstock, 123rf und Dreamstime mit einem Klick impor­tie­ren, wenn die­se bei den Agenturen ange­legt wur­den. Die Bilder kön­nen aber auch bei Stockperformer mit dem „Collection Manager„selbst zu Serien zusam­men­ge­fügt wer­den. So sieht das unge­fähr aus, unten folgt dann die Auflistung der dazu­ge­hö­ri­gen Thumbnails, die nach Datum, Medientyp, Umsatz, Verkäufen oder RPD (Revenue per Download) sor­tiert wer­den kön­nen:

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Ganz neu ist die Funktion der „Supplier Accounts“: Die ermög­licht Nutzern, eine oder meh­re­re Collections mit einer ande­ren Person zu sein. Das kön­nen zum Beispiel Models, Visagisten, Location-Eigentümer, Assistenten, Verschlagworter, Grafikdesigner oder ande­re Mitarbeiter einer Fotosession sein. Vor allem, wenn Personen antei­lig am Umsatz der Fotosession betei­ligt wer­den sol­len, sind die Supplier Accounts eine sinn­vol­le Lösung, damit meh­re­re Leute die glei­chen Daten sehen kön­nen und die Abrechnung trans­pa­rent geschieht. Für die Fotografen kos­tet zum Beispiel ein sol­cher zusätz­li­cher Account 24 Euro im Monat. Die ande­re Person erhält dann Zugangsdaten zu Stockperformer und sieht dann im Nutzerbereich nur die Daten der Collections, wel­che der Fotograf dafür frei­ge­schal­tet hat.

Mit die­sen Funktionen ist Stockperformer ein „Must-Have“ für alle, die haupt­be­ruf­li­ch bei den genann­ten Bildagenturen Fotos ver­kau­fen. Und auch wer das neben­be­ruf­li­ch macht und – sagen wir – mehr als 400 Euro monat­li­ch damit ver­dient, soll­te sich Stockperformer gen­au anschau­en.

Mich wür­de inter­es­sie­ren: Welche Agenturen soll­ten eben­falls von Stockperformer aus­ge­wer­tet wer­den?

Veränderungen bei Microstock-Agenturen 2013 in Prozent (mit Verlosung)

Jedes Jahr im Januar schickt der Analyseservice Stock Performer an sei­ne Mitglieder eine aus­führ­li­che Mail, in der die eige­ne Entwicklung von Vorjahr zum aktu­el­len Jahr aus­ge­wer­tet wird, in Hinblick auf Einkommensverteilung, Umsatz, Downloads und RPD.

ich möch­te jetzt nicht mei­ne gesam­ten Zahlen ver­öf­fent­li­chen, aber die Prozentangaben sind inter­es­sant genug.

Berücksichtigt wer­den hier nur die sechs Agenturen 123rf*, Fotolia*, Shutterstock*, Dreamstime*, Pond5* und iSto­ck* sowie deren Partnerprogramm.

Stock Performer wer­tet noch zusätz­li­ch die Agenturen Depositphotos, Stocksy und Getty Images, bei denen ich jedoch (noch?) kei­ne Bilder habe. Bei mei­nen Agenturen habe ich über­all Bilder und Videos im Angebot (bei Pond5 nur Videos).

Meine Einnahmen bei den sechs genann­ten Agenturen haben sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr 2012 wie folgt ent­wi­ckelt:

Alle Agenturen zusam­men: +28%
123rf: +89%
iSto­ck: -23%
iStock/Partner Program: +61%
Fotolia: +20%
Shutterstock: +45%
Pond5: +20%
Dreamstime: +29%

Ihr seht, es gibt bei jeder Agentur gro­ße Schwankungen. Mein Umsatz bei 123rf hat sich fast ver­dop­pelt, die ein­zi­ge Agentur mit Rückgang ist iSto­ck, wobei ich da fai­rer­wei­se anmer­ken muss, dass ich dort im Gegensatz zu den ande­ren Agenturen auch nichts hoch­ge­la­den habe und statt­des­sen sogar eini­ge hun­dert Dateien gelöscht habe. Dafür hat das iStock-Partnerprogramm deut­li­ch zuge­legt (Thinkstock, photos.com). Das kann auch ein­fach hei­ßen, dass iSto­ck ver­stärkt Kunden zu ihren Abo-Modellen lockt, wie sie Fotografen weni­ger bezah­len müs­sen.

Die Entwicklung bei den Downloads von 2012 zu 2013 sieht ähn­li­ch aus:

Alle Agenturen zusam­men: +38%
123rf: +63%
iSto­ck: -4%
iStock/Partner Program: +33%
Fotolia: +35%
Shutterstock: +41%
Pond5: +1%
Dreamstime: +38%

Die meist gestie­ge­nen Einnahmen und Downloads müs­sen jedoch in Relation zu den Uploads gese­hen wer­den, also wie viel Dateien ich im Jahr hoch­ge­la­den habe. Im Vergleich zu 2012 sieht die Entwicklung 2013 bei mir so aus:

Alle Agenturen zusam­men: -3%
123rf: -8%
Fotolia: -7%
Shutterstock: +2%
iSto­ck: -100%
Pond5: +209%
Dreamstime: -6%

Insgesamt war ich 2013 etwas weni­ger flei­ßig beim Upload als 2012, aber im Schnitt bekam jede Agentur etwas mehr als 2000 neue Bilder von mir.

Dass die Agenturen trotz gleich­blei­ben­der bis leicht sin­ken­der Upload-Menge mei­ne Umsätze beacht­li­ch erhö­hen konn­ten, fin­de ich beacht­li­ch. Das hängt teil­wei­se auch mit den Ranking-Systemen zusam­men, wo ich bei Fotolia den Saphir-Status erreicht habe, bei Dreamstime sind mehr Dateien in die höchs­te Stufe 5 gerutscht und Shutterstock scheint ein­fach total gut im „Upselling“ zu sein, weil ich dort auch 2012 schon in der höchs­ten Umsatzstufe war. Eine erfreu­li­che Aussicht ist, dass ich im Dezember 2013 bei 123rf von „Level 5“ mit 50% Umsatzanteil auf Level 6 mit 52% Umsatzanteil gestie­gen bin. Das soll­te mir dort auch 2014 einen guten Schub besche­ren.

Der „Revenue per Download“ (RPD) ergibt sich aus der Kombination von Umsatz durch Downloads.
Das sah bei mir 2013 so aus:

Alle Agenturen: -8%
123rf: +16%
iSto­ck: -19%
iStock/Partner Program: +21%
Fotolia: -11%
Shutterstock: +3%
Pond5: +19%
Dreamstime: -6%

Bei Fotolia und Dreamstime wir­ken sich ver­mut­li­ch die Abo-Verkäufe aus, wobei mein Abo-Anteil erstaun­li­cher­wei­se bei Fotolia kaum steigt (dazu mal mehr in einem ande­ren Artikel). Bei Pond5 kann ich die Preise selbst fest­set­zen und habe sie um 22% erhöht. Erfreulich ist die Steigerung bei 123rf, weil die Agentur damit in abso­lu­ten Zahlen end­li­ch über dem RPD von Shutterstock liegt. Das sah 2012 noch anders aus.

Verlosung

Damit ihr mal tes­ten könnt, wie umfang­reich die Funktionen von Stock Performer mitt­ler­wei­le gewor­den sind, darf ich eine sechs­mo­na­ti­ge Mitgliedschaft für den „Eagle-Plan“ (im Wert von 174 €) von Stock Performer ver­lo­sen.

Wer teil­neh­men will, been­det ein­fach den Satz „Wenn ich ein Microstock Analyse- und Statistik-Tool hät­te, wür­de ich… “ in den Kommentaren oder unter der Ankündigung die­ses Artikels bei Facebook oder Twitter. Einsendeschluss ist Freitag, der 7.2.2014. Luis und Oliver von Stock Performer wer­den dann aus den bes­ten Antworten den Gewinner wäh­len.

Wie haben sich bei euch die Umsätze und Downloads 2013 ent­wi­ckelt?

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