Sechs Jahre Footage für Microstock‐Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Was pas­siert, wenn ich ein Jahr fast kei­ne Video hoch­la­de? Wie ändern sich mei­ne Umsätze dadurch?

Dieses – mehr ofer weni­ger frei­wil­li­ge – Experiment habe ich in mei­nem 6. Video‐Jahr gemacht. Schauen wir uns an, wie es gelau­fen ist.

Ich lade mei­ne Videos momen­tan aktiv bei sie­ben Agenturen hoch: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, 123rf* und Dreamstime*. Clipdealer* hat eben­falls vie­le Videos von mir, aber bis sich da der Upload‐Prozess nicht ver­bes­sert, lade ich da nichts Neues mehr hoch. iStock habe ich die­ses Jahr aus mei­ner Auswertung ent­fernt, weil kein ein­zi­ger Verkauf (bei auch nur 38 Videos kein Wunder) zustan­de kam.

Für mei­ne Auswertung berück­sich­ti­ge ich die 12 Monate vom Juni 2014 bis ein­schließ­lich Mai 2015. Hier könnt ihr auch mei­ne Zahlen für das fünf­te, vier­te, das drit­te und die ers­ten bei­den Jahre nach­le­sen.

Portfolio‐Größe

Bei den meis­ten Agenturen habe ich aktu­ell rund 800 Videos online. Letztes Jahr waren es ca. 795 Videos. Genau genom­men habe ich nur 9 neue Videos in dem Zeitraum hoch­ge­la­den, dazu spä­ter mehr.

Verkäufe und Umsätze

Weil mei­ne Uploads so gut wie nicht gestie­gen sind,leiden auch mei­ne Einnahmen dar­un­ter. Mit Videos habe ich in dem gezähl­ten Jahr 9107 US‐Dollar ein­ge­nom­men. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 9624 US‐Dollar.

Der Revenue per Download (RPD) ist wie­der etwas gesun­ken und liegt jetzt bei 17,73 USD pro Verkauf.

Auch der gesam­te Return per Image (RPI) ist auf 12,62 USD gesun­ken, was kein Wunder ist, wenn die Videos ver­al­ten und viel neu­es, bes­se­res Material auf den Markt kommt.

Die genau­en Werte könnt ihr in der Tabelle unten sehen. Grün mar­kiert die Agentur mit dem bes­ten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlech­tes­ten. Änderungen gibt es weni­ge, Shutterstock und Pond5 lie­gen wei­ter­hin unan­ge­foch­ten vor­ne, gefolgt von Fotolia, Revostock und 123rf im Mittelfeld.

Pro Monat habe ich mit den Videos knapp über758 US‐Dollar Umsatz gemacht. Im Zeitraum davor waren es noch 800 US‐Dollar. Dafür spielt der Wechselkurs zu mei­nem Gunsten mit, denn in Euro umge­rech­net hebt sich der Unterschied halb­wegs wie­der auf.

Meine Faustregel von einem Dollar pro Video und Monat bleibt damit wei­ter­hin gül­tig.

video-sales-sechstes-jahr

Die Zukunft

Die Zukunft sehe ich – zumin­dest für mich – im Videobereich lei­der nicht so rosig. Meine Erklärungen von letz­ten Jahr gel­ten nach wie vor.

Ich mer­ke zudem, dass in Videos ein­fach nicht mein Herzblut steckt. Zusätzlich habe ich neben der Fotoproduktion ande­re Standbeine wie 3D‐Renderings und Illustrationen eta­bliert, die mich deut­lich mehr inter­es­sie­ren.

Trotzdem schrei­be ich Videos noch nicht ganz ab und ich kann jetzt schon ver­ra­ten, dass bei der nächs­ten Auswertung garan­tiert mehr als die neun neu­en Videos dazu­ge­kom­men sein wer­den.

Wie ent­wi­ckeln sich eure Video‐Verkäufe?

9 Gedanken zu „Sechs Jahre Footage für Microstock‐Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen“

  1. Zu den neu­en Standbeinen: Kann es sein, dass immer mehr eta­blier­te und renom­mier­te Stockfotografen immer weni­ger Bilder hoch­la­den und sich eher ver­stärkt auf Illustrationen u.ä. kon­zen­trie­ren? Das ist zumin­dest mein Eindruck bei Fotolia.

  2. Ich mache gar kei­ne Videos. Einerseits fehlt mir die Bandbreite für den Upload. Auch ent­wi­ckelt sich Video mehr an den Bildagenturen vor­bei. Das wächst nicht so stark, wie bei den Fotos. Video ist mehr geeig­net als direk­tes Geschäft mit den Kunden.
    Ich kann mir zum Beispiel vor­stel­len, dass du bei einem Shooting in einem zB. Fitness Studio, neben­bei ein Video pro­du­zie­ren kannst. Dieses kannst du an das Studio direkt ver­kau­fen und so dei­ne Modellkosten, Visagisten und Assis bezah­len.
    Ein gene­ri­sches Bild bekommt ein Studio leicht über die Microstock Agenturen. Ein Video soll da schon ech­ter sein. Das kos­tet und dafür bezah­len die Kunden auch.

  3. Videos sind nicht mein Ding. Dazu fehlt mir auch die erfor­der­li­che Zeit.
    Und dann geht es mir wie Robert, daß mir Fotografieren ein­fach mehr Spaß als Videografieren macht.

    Aktuell habe ich nur 3 Testvideos bei Fotolia online und wer­de den Weg auch nicht wei­ter ver­fol­gen.

    LG
    Bernd

  4. Moin Robert,
    mich wür­de aber gene­rell ein­mal inter­es­sie­ren, wel­cher Art die Videos sind.
    Bietest Du nur kur­ze Sequenzen an, oder auch kom­plett pro­du­zier­te län­ge­re Filme? Und wel­ches Format mögen die Agenturen ger­ne?

    Gruß
    Ralf

  5. @Ralf: Meine Portfolios bei den genann­ten Agenturen sind ja leicht zu fin­den und ggf. auch nach „nur Videos anzei­gen“ fil­ter­bar. Dann siehst Du unge­fähr, was für Motive ich anbei­te.

  6. Okay Danke,

    wenn du sovie­le Bilder hast, ich glaub 16.000 bei Fotolia, da musst du doch täg­lich an die 50 Bilder hoch­la­den und die muss man doch vor­her noch mit einem Bildbearbeitungsprogramm bear­bei­ten. Wie du das schaffst ist schon enorm, ich schaf­fe täg­lich manch­mal nur ein paar Bilder.

    Frohe Weihnachten
    Tomm

  7. @Tomm: ich weiß nicht, wie Du auf Deine Rechnung kommst. Ich bin seit ca. Mai 2008 bei Fotolia und habe aktu­ell ca. 18.400 Bilder dort online. Das wären ca. 50 Bilder pro Woche, nicht pro Tag und das ist als Vollzeitjob locker mach­bar.

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