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Podcast eines Fotoproduzenten Folge 27 – Interview mit Image Professionals-​CEO Martin Skultety

Image Professionals ist die neue Dachmarke der Firma, die sich bis­lang StockFood GmbH nann­te und unter deren Dach zuletzt sie­ben ver­schie­de­ne Bildagenturen aus den Bereichen Food, Wohnen, Medizin, Reise, Beauty und Garten ihr Zuhause fanden.

Martin Skultety, CEO der Image Professionals GmbH

Der Geschäftsführer Martin Skultety geht mit mir im Gespräch die Entwicklung von der ana­lo­gen Bildagentur StockFood hin zur inter­na­tio­na­len Dachmarke Image Professionals durch und wir reden aus­führ­lich über die drei gro­ßen Umbrüche in der Bilderbranche.

Der Wechsel von der ana­lo­gen zur digi­ta­len Fotografie, das Aufkommen von Microstock sowie das Erstarken der Gratis-​Bildplattformen und eini­ges mehr ist Thema in die­ser Podcast-Folge.

Wichtiger Hinweis:
Ich bin seit die­ser Folge mit dem Podcast zu einem ande­ren Hosting-​Service umge­zo­gen. Bitte aktua­li­siert eure Spotify-Links.

Der neue RSS-​Feed bei anchor.fm ist hier.
Bei iTunes ist der Podcast wei­ter­hin hier zu hören,
bei Spotify ist er neu unter die­sem Link zu fin­den.
Außerdem gibt es ihn nun auch hier bei Google Podcasts.
Weitere Quellen wie Podbean, Breaker oder RadioPublic fin­det ihr hier.

Falls ihr durch die Umstellung Probleme mit dem Abspielen habt, gebt mir bit­te Bescheid.

PORTFOLIO der Agenturen von Image Professionals:

Hochzeitstorte (Naked Cake) mit pas­tell­far­be­nen Sommerblüten (Foto: Michaela Hartwig/​StockFood)
Rote-​Bete-​Burger mit Linsen (Foto: Lilia Jankowska/​StockFood)
Klassischer Negroni Cocktail mit Campari (Foto: Jane Saunders/​StockFood)
Screenshot der Webseite von StockFood Studios
Heart bypass graft (Bild: Alfred Pasieka/​Science Picture Library)
Junge blon­de Frau in blau­em Langarmshirt (Foto: Kristiane Vey/​seasons agency)
Pfannkuchentorte mit Lemon Curd (Foto: PhotoCuisine)
Wald von oben bei Kitzbühel, Winter in Tirol, Österreich (Foto: Thomas Stankiewicz/​look)
Verschiedene Sitzmöbel, Beistelltische, Couchtisch-​Set und Grünpflanze im Wohnzimmer (Foto: living4media)
Holzbank im Beet neben Paeonia lac­tif­lora ‚Glory Hallelujah‘ (Edel-​Pfingstrose), Tanacetum (Rote Margerite) und Lupinus (Lupinen) (Foto: Friedrich Strauss/​Gartenbildagentur)

SHOWNOTES:
https://www.imageprofessionals.de

Podcast eines Fotoproduzenten Folge 12 – Interview mit dem Foodfotografen Jan Wischnewski

Wie schafft man den Schwenk vom Koch zum Foodfotografen?
Jan Wischnewski hat genau das gemacht und erzählt in der heu­ti­gen Folge des „Podcast eines Fotoproduzenten“ von sei­nem Werdegang.

Wir reden über den Preis für Rezepte, war­um er das Hochformat bevor­zugt, sei­ne Arbeitsweise, sei­ne Technik und ich ent­lo­cke ihm auf Hörerwunsch eini­ge Tipps und Tricks für die Foodfotografie.

Wenn euch die Folge gefal­len hat, lasst bit­te eine Bewertung da. Um kei­ne Folge zu ver­pas­sen, könnt ihr hier auch den Podcast abonnieren:

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Über iTunes könnt ihr hier den Podcast abon­nie­ren.
Der Podcast bei Spotify.

Hier eine Auswahl der Fotos von Jan Wischnewski:

SHOWNOTES:
Webseite von Jan Wischnewski
Bilder von jan Wischnewski bei Stockfood
Instagram-​Kanal von Jan Wischnewski

Erwähntes Kochbuch: „Salt & Silver Mexiko: Tacos, Tequila, Tattoos“* von Johannes Riffelmacher und Thomas Kosikowski.

* Affiliate-​Link

Stockfotografie-​News 2014-09-05

Es ist mir ja etwas pein­lich: Die letz­te News-​Sammlung habe ich im März erstellt. März! Das sind Lichtjahre in Stockfotografie-Zeitrechnung.

Aber ihr wißt ja, Urlaub, Sommer, Eis, Arbeit, die übli­chen Ausreden. Aber genug davon.

Die Branche dreht sich hei­ter wei­ter und des­halb ver­su­che ich mal kurz, das Karussel anzu­hal­ten, damit wir einen Blick auf die glän­zen­den Neuigkeiten (bzw. alles das, was im letz­ten hal­ben Jahr pas­siert ist) wer­fen können.

  •  Nur drei Tage alt ist die Meldung von iStock, die Preisstruktur nach andert­halb Jahren wie­der kom­plett umzu­krem­peln. Damals wur­den die sie­ben ver­schie­de­nen Kollektionen auf 4 run­ter­ge­dampft, dies­mal sol­len nur noch zwei übrig blei­ben: Essentials und Signature. Außerdem wird der Direktkauf abge­schafft und es müs­sen jetzt wie­der immer Credits gekauft wer­den. Um das Ganze nicht unnö­tig ein­fach zu machen, wird auch noch am Credit-​Wert geschraubt. Auch die Preisstaffelung nach Bildgröße wird abge­schafft, das bedeu­tet: Kleine Bilder wer­den teu­rer, gro­ße Bilder güns­ti­ger.  Besonders hart trifft das die iStock-​Fotografen, wel­che bis­her vie­le Bilder über die Vetta-​Kollektion ver­kau­fen konn­ten, weil dort der Preissturz am dras­tischs­ten ist. Einen genaue­ren Überblick hat Sean Locke hier.
  • Während sich der Erfolg der Preisänderung bei iStock noch zei­gen muss, gab es auch einen Lichtblick des gesun­den Menschenverstands bei iStock: Jetzt dür­fen dort auch Bilder mit vie­len Logos und Menschenmengen als kom­mer­zi­ell nutz­ba­re Bilder ange­bo­ten wer­den, wenn die­se eini­gen Richtlinien fol­gen. Da kön­nen sich ande­re Agenturen ruhig was abschauen.
  • Eine wei­te­re Empfehlung für Nachahmungstäter: Canstock über­setzt die meist kom­pli­ziert for­mu­lier­ten Nutzungsbedingungen deut­lich ver­ständ­li­cher.
  • Shutterstock ver­kauft seit April auch Musik. Anbieter müs­sen sich mit einem klei­nen Portfolio direkt bei Shutterstock bewer­ben, wenn sie ihre Tracks auch anbie­ten wollen.
  • Mit „Photography Companion“ reiht sich auch Dreamstime in die Liste der Agenturen ein, wel­che eine App zum Fotos hoch­la­den haben.
  • Fotolia hat ihre App „Instant“ nach lan­ger Wartezeit auch für Android-​Nutzer zugäng­lich gemacht.
  • Außerdem bie­tet Fotolia jetzt „fall­wei­se“ Videos wie­der im Abonnement an, dies­mal jedoch mit 35% Kommission auf den Mindestpreis von 50 Euro für Full-HD-Videos.
  • Nochmal Shutterstock: Dort ist es jetzt auch mög­lich, Illustrationen und Vektoren als Editorial-​Content anzu­bie­ten, z.B. Zeichnungen von Prominenten.
  • Die deut­sche foto­com­mu­ni­ty, bis­her eher als „oh, tol­le Bilder“-Galerie bekannt, steigt in den Bildermarkt ein und bie­tet schon seit April die Möglichkeit, die hoch­ge­la­de­nen Fotos auf Leinwand o.ä. zu verkaufen.
  • Die Bildagentur Panthermedia hat die seit lan­gem vor sich hin krie­chen­de Agentur Digitalstock auf­ge­kauft. Kunden und Fotografen sol­len ein­fach zu Panthermedia wech­seln, even­tu­el­les Restguthaben von Fotografen wur­de aus­ge­zahlt. Ein wei­te­rer Schritt bei der Marktbereinigung der deut­schen Agenturszene, die garan­tiert noch nicht abge­schlos­sen ist.
  • Interessant für Videographen: Shutterstock lis­tet hier fünf Video-​Kategorien mit hoher Nachfrage auf.
  • Pond5 hat eine Finanzspritze von etwas über 60 Millionen US-​Dollar erhal­ten. Mal sehen, was sie damit machen.
  • Schön zu sehen, dass eini­ge Agenturen auch mal zuhö­ren: Pond5 erlaubt die Suche nach dem ori­gi­na­len Upload-​Dateinamen im Fotografen-​Dashboard und sowohl Fotolia als auch Dreamstime zei­gen end­lich beim Upload den kom­plet­ten Dateinamen an. Sehr hilf­reich, wenn man auf den Thumb nicht alles erkennt.
  • Müssen witr Angst haben? Der Bildermarkt-​Analyst Paul Melcher hat über die „Stockfotografie-​Blindheit“ geschrie­ben und war­um „ehr­li­che, authen­ti­sche“ Bilder mehr Aufmerksamkeit gene­rie­ren wür­den. Ich kanns bald nicht mehr hören: Kunden rufen nach authen­ti­schen Bildern, Agenturen ver­lan­gen authen­ti­sche Bilder und Fotografen lie­fern – ger­ne auch mit dem Handy – authen­ti­sche Bilder. Dann ist doch alles in Butter? Vielleicht soll­te ich dar­über mal schreiben?
  • Leckere Rezepte und per­fek­te Food-​Fotos? Der neue Blog von Stockfood hat bei­des. (Und der Eis-​Blog von Erich und mir natür­lich auch, soviel Eigenwerbung darf sein.)
  • Alamy hat ein neu­es Dashboard für Fotografen. Sieht erst mal sehr über­sicht­lich aus, dafür ist die Agentur immer noch nicht in der Lage, hand­li­che Sales Reports zu erstellen.
  • Manchmal haben lan­ge Wartezeiten auch ihr gutes. In der letz­ten News berich­te­te ich über ein Urteil zu Pixelio, wonach auf jedem Bild im Internet ein Urheberrechtshinweis müs­se. Das wur­de in höhe­rer Instanz schnell wie­der ein­kas­siert.
  • Die Fotografin Rachel Scroggins schreibt hier, wie ihr durch den Instagram-​Post eines Supermodels mit einem Foto von ihr viel Geld durch die Lappen geht wegen des feh­len­den Urheberrechtshinweises.
  • Deutlich mehr Geld ver­lo­ren hat jedoch der Fotograf David J. Slater, dem ein Affe sei­ne Kamera ent­ris­sen hat­te, um ein Selfie zu machen. Wikimedia erklär­te dar­auf­hin das Foto in die „Public Domain“ gehö­re. Die gan­ze Story gibt es hier.

Bestimmt habe ich in der Zwischenzeit eini­ge Sachen ver­passt, also wie immer ger­ne in den Kommentaren nachtragen.

Ansonsten: Nächstes Mal bin ich wie­der frü­her dran, versprochen!

Stockfotografie-​News 2014-03-14

Was schon seit über zwei Monaten kei­ne News-​Sammlung mehr? Eigentlich woll­te ich die neus­te Zusammenstellung der Nachrichten schon letz­ten Freitag brin­gen, aber dann kam die Aufregung um „Getty Embed“ dazwi­schen. Aber heute:

  • Shutterstock-CEO Jon Oringer blickt auf das erfolg­rei­che Jahr 2013 für Shutterstock zurück.
  • Auch Alamy ver­öf­fent­lich­te eini­ge span­nen­de Zahlen als Rückblick auf das Jahr 2013. Am span­nends­ten ist wohl, dass letz­tes Jahr 12,2 Millionen USD an Fotografen aus­ge­zahlt wurden.
  • Die letz­ten Jahre schon hat Tyler Olson von der Microstockgroup.com eine Umfrage unter den Microstock-​Fotografen gemacht. Die  Ergebnisse für das Jahr 2013 zeigt er hier als kur­ze Infografik oder hier etwas ausführlicher.
  • Fotolia star­tet den „Dollar Photo Club“, bei dem sich die Mitglieder aus dem glei­chen Angebot wie bei Fotolia direkt bedie­nen kön­nen. Der Vorteil scheint daher eher der Preis von einem Dollar pro Foto zu sein.
  • Noch mal Shutterstock: Hier stellt die Agentur welt­wei­te Design-​Trends für 2014 vor. Auch im Hinblick auf Fotoproduktionen interessant.
  • Getty Images stellt die neue iPhone-​App „Getty Moments“ vor, mit der regis­trier­te Fotografen Kunden-​Briefings direkt aufs Handy bekom­men und umset­zen kön­nen. Damit macht die Agentur Firmen wie Scoopshot oder Imagebrief direk­te Konkurrenz.
  • Fast gleich­zei­tig erklärt Getty Images die Partnerschaft mit Flickr für been­det. Die alten Verträge gel­ten (noch) wei­ter­hin, neue Bilder sol­len dann über Getty Moments und EyeEm (sie­he unten) kommen.
  • iStock hat indi­rekt die Preise erhöht, indem die kleins­te Bildgröße XS ersatz­los gestri­chen wur­de und Kunden nun die nächst­grö­ße­re (und teu­re­re) Bildgröße kau­fen müssen.
  • Noch mal iStock: Die Agentur führt ein neu­es Abo-​Modell ein, wel­ches auch viel exklu­si­ves Material ent­hal­ten soll (im Gegensatz zum Thinkstock-​Abo). Den Fotografen wer­den für das Abo aber kei­ne „Redeemed Credits“ (RC) ange­rech­net. Das ist wie­der einer der Änderungen, die absicht­lich an ver­schie­de­nen Stellschrauben gleich­zei­tig dre­hen, damit es sehr kom­plex und kom­pli­ziert wird, die Folgen zu erklä­ren. Wer sich reinar­bei­ten will, kann hier anfan­gen.
  • Getty Images hat zusam­men mit der Nichtregierungsorganisation LeanIn.org die „Lean In Collectiongestar­tet, wel­che Bilder von moder­nen Frauen abseits von Klischees dar­stel­len soll. Die aktu­ell knapp 2.800 Bilder zei­gen mir jedoch, dass das gar nicht so ein­fach ist. Über das Thema hat­te ich ja schon im Dezember hier geschrie­ben.
  • In die­sem Interview erklärt der Gründer Florian Meissner der Bilder-​Community EyeEm, dass er jetzt auch Smartphone-​Bilder ver­kau­fen will.
  • Kurz dar­auf kün­dig­ten EyeEm und Getty Images einen Vertriebsdeal an, bei dem aus­ge­wähl­te Bilder von EyeEm über iStock und Getty ver­kauft wer­den sol­len. Die Fotografen sol­len 50% des Erlöses erhal­ten, aber nur von dem Betrag, den EyeEm von Getty erhält. Da Getty übli­cher­wei­se nur ca. 20% des Verkufspreises an Partner aus­zahlt, wären das dann 10%. Die genau­en Zahlen sind aber lei­der nicht bekannt. Aber viel­leicht will Getty nur auch mehr Bilder haben, die es – ver­ziert mit Werbebotschaften – im Rahmen von Getty Embed verschenkt.
  • Auch der Flickr-​Konkurrenz 500px will jetzt in den Bildermarkt ein­stei­gen und Bilder lizen­zie­ren. Ich bin mir nicht sicher, wo deren Alleinstellungsmerkmal lie­gen soll und ver­mu­te, dass sie eher „Print on Demand“-Plattformen als Vorbild haben denn die übli­chen Microstock-Agenturen.
  • Ach ja, Alamy stellt eben­falls eine App für den Bilderverkauf namens Stockimo vor. Die Wertschätzung der Fotografen liest sich am Umsatzanteil ab: Bisherige Alamy-​Fotografen erhal­ten 50% Kommission, wer neu ist und sich bis zum 30. April anmel­det, erhält 40%, der Rest bekommt nur 20%.
  • Pond5 stellt ihr neu­es Plugin für Adobe Première Pro vor und ver­schenkt zu die­sem Anlass Videos und Audio-​Files im Wert von ca. 1.000 USD.
  • Panthermedia hat die Webseite neu gestal­tet, bie­tet jetzt auch Vektoren an und hat eine „Social Media“-Lizenz in ihre Erweiterten Lizenzen inte­griert. Wer das nicht will, muss die­se also deaktivieren.
  • Vor paar Wochen wur­de in den Mainstream-​Medien pla­ka­tiv über das Urteil des Landesgerichts Köln berich­tet, wonach – ver­kürzt wie­der­ge­ge­ben – bei jeder Bildnutzung im Internet ein Urheberrechtshinweis direkt am Bild ste­hen müs­se. Konkret bezog sich der Fall auf den User PiJay bei der kos­ten­lo­sen Bilderdatenbank Pixelio, die wie­der­um hier zum Fall Stellung genom­men hat und die Nutzungsbedingungen über­ar­bei­ten will.
  • Shutterstock hat ein schö­nes neu­es Feature: „Undiscovered“. Das ist eine wei­te­re Suchoption neben „Popular“ oder „Newest“, bei der nur Bilder ange­zeigt wur­den, die noch kei­ne Verkäufe hat­ten. Eine Win-​Win-​Situation: Käufer kön­nen unver­brauch­te Bilder kau­fen und die alten Bilder der Fotografen bekom­men viel­leicht einen Schub.
  • Kleckern, kos­ten, Krümmel: So könn­te man den neu­en Trend „Perfectly Imperfect“ beschrei­ben, wel­chen die Bildagentur Stockfood als neu­en visu­el­len Trend in der Foodfotografie aus­ge­macht hat. Das Rezept kann auch mal miss­lin­gen, der Keks bre­chen oder die Sauce auf die Tischdecke trop­fen. Sieht sym­pa­thisch aus, fin­de ich.
  • Diese Tage star­tet Fotolia die drit­te Staffel der TEN Collection, bei der dies­mal je ein Fotograf und ein Grafikdesigner zusam­men an einem Werk arbei­ten. Außerdem wer­den seit ges­tern bis 30. Mai 2014 die bes­ten Werke der ers­ten bei­den Staffeln im fotoliaLAB in der Lychener Straße 74, 10437 Berlin aus­ge­stellt. Öffnungszeiten sind Mo-​Fr 10–18 Uhr.
  • Noch mal Fotolia: Die Agentur führt eine Auflagenbeschränkung von 500.000 Stück bei der Standardlizenz ein und lässt gleich­zei­tig die Möglichkeit ent­fal­len, die Erweiterte Lizenz deak­ti­vie­ren zu können.

Mein Angebot: Von der News zur Story!

Ich hat­te kürz­lich eine Idee, von der ich schau­en will, ob sie bei euch gut ankommt: Ich möch­te euch anbie­ten, dass ihr in jeder Folge mei­ner „Stockfotografie-​News“ bis – sagen wir mal – fünf Tage nach Veröffentlichung (also dies­mal bis ein­schließ­lich dem 19.3.2014) eine der News in den Kommentaren nen­nen könnt, über die ihr euch eine aus­führ­li­che Story wünscht. Diese wür­de ich dann in den fol­gen­den Tagen recher­chie­ren, ana­ly­sie­ren, zusam­men­fas­sen und dar­über berich­ten. Gerne könnt ihr in eurem Kommentar auch schrei­ben, war­um Euch die Nachricht inter­es­siert oder wel­che wei­ter­füh­ren­den Aspekte genau.

Wenn das inter­es­sant für euch klingt:
Welcher Nachricht soll­te ich tie­fer auf den Grund gehen?

Stockfotografie-​News 2012-09-14

Bevor uns die größ­te Fotomesse der Welt, die Photokina, am Dienstag wie­der mit Neuigkeiten über­schüt­tet, will ich kurz die Nachrichten der letz­ten Wochen abar­bei­ten, damit ihr mit einem kla­ren Kopf neue Produkte, Dienstleistungen und Anbieter bewer­ten könnt.

Fangen wir an:

  • Der Trend scheint bei Fotos immer mehr Richtung Handy zu gehen. Mit Plusgram gibt es jetzt eine wei­te­re Seite, die Instagram-​Fotos ver­kau­fen will. Ich habe mal gezählt: Bisher gibt es genau 15 Verkäufe, davon vier Käufe inner­halb der letz­ten fünf Wochen.
  • Auch iStockphoto bie­tet jetzt die Möglichkeit, Fotos zu ver­kau­fen, die mit einem Smartphone auf­ge­nom­men wur­den. Was dabei alles zu beach­ten ist, zeigt iStock in einem lesens­wer­ten PDF mit visu­el­len als auch tech­ni­schen Tipps.
  • Ich habe es mehr­mals betont: Wenn Google sich ent­schei­det, in den Bildermarkt ein­zu­stei­gen, könn­ten die Zeiten für uns alle noch viel tur­bu­len­ter als jetzt schon wer­den. Ist es soweit? Google koope­riert mit dem Abo-​Portal Thinkstock von Getty Images, um Bilder für sei­nen Cloud-​Dienst Google Drive anbie­ten zu können.
  • Mit Bildagenturen ist immer noch rich­tig Geld zu ver­die­nen. Deshalb kauft der InvestorCarlyle auch die welt­weit größ­te Bildagentur Getty Images für mehr als 3 Millarden US-​Dollar von der Investorfirma Hellman & Friedman, wel­che die Agentur vor vier Jahren für 2,4 Milllarden US-​Dollar gekauft hat­ten. Für die Fotografen bei Getty und iStock wird es damit wohl nicht leich­ter, denn auch der nächs­te Investor wird eine saf­ti­ge Rendite erwarten…
  • Und noch mal iStockphoto: Nachdem eini­ge neue, klei­ne Bildagenturen die direk­te Bezahlung von Bildern pro­pa­giert haben, ohne vor­her die Kunstwährung „Credits“ kau­fen zu müs­sen, hat iStockphoto nach­ge­zo­gen und bie­tet jetzt eben­falls an, Bilder direkt bezah­len zu können.
  • Photoshopper auf­ge­passt: Die Bildagentur Fotolia star­tet den „TEN Contest“. Nachdem die Agentur die Photoshop-​Dateien zehn berühm­te Grafikkünstler ver­öf­fent­licht hat, könnt ihr euch jetzt selbst an die­sen Themen pro­bie­ren und Preise im Gesamtwert von 200.000 Euro gewinnen.
  • Die deut­sche Bildagentur Panthermedia legt es wohl dar­auf an, istockPhoto als Agentur mit dem kom­ple­xes­ten Preismodell abzu­lö­sen und führt des­halb drei neue Preisstufen ein, die das alte Modell ablö­sen sol­len. Inhaltlich ori­en­tiert sich das System am Modell von Dreamstime, bei dem ein Foto teu­rer wird, je öfter es ver­kauft wur­de. Prinzipiell eine gute Sache, fin­de ich, wenn es die Kunden nicht zu sehr verwirrt.
  • Die Food-​Agentur Stockfood erklärt, bei Lebensmittelfotos den neu­en Trend „Mystic Light“ ent­deckt zu haben, der auf dunk­le Hintergründe, dif­fu­ses Licht und gra­fi­sche Strukturen setzt. Erinnert mich ein biß­chen an den 80er Jahre-​Food-​Look, nur in kühl.
  • Die Keyword-​Agentur DokFünf hat ihren Fotowettbewerb um zwei Monate bis zum 31.10.2012 ver­län­gert. Thema ist „Schlagwort Copy Space: Wer hat das Blaue vom Himmel ver­kauft?“ Bei dem Wettbewerb kön­nen (nicht nur Stock-)Fotografen Fotos ein­rei­chen, auf denen auf eine beson­ders gute oder ori­gi­nel­le Weise Textfreiraum vor­han­den ist. Strengt euch an, denn ich sit­ze auch in der Jury… 🙂
  • Die Fotografenagentur vor-ort-foto.de hat eine klei­ne Studie über die Verbreitung von Microstock-​Agenturen in Deutschland ver­öf­fent­licht. Für mich stand nichts wirk­lich Neues drin, aber da aktu­el­le Marktübersichten mit kon­kre­ten Zahlen immer schwer zu bekom­men sind, hilft die Studie viel­leicht dem ein oder ande­ren. (Danke an Karl-​Heinz Hänel für den Hinweis.)
  • Kämpft da wirk­lich jemand gegen zu nied­ri­ge Microstock-​Abo-​Preise? Oder ver­sucht die neue Agentur Pocketstock nur, Fotografen gegen die bestehen­den gro­ßen Agenturen aus­zu­spie­len, um selbst als lachen­der Dritter Profit zu machen? Ich ver­mu­te letz­te­res, vor allem, weil sie auf der Webseite Stimmung gegen Shutterstock machen, aber was meint ihr?

Wenn ich etwas über­se­hen haben soll­te, ergänzt es in den Kommentaren.