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Heimliche Honorarkürzung bei 123rf um bis zu 14%

Vor einer Woche stell­ten Mitglieder des Microstock‐Forums microstock­group in die­sem Thread fest, dass sich deren Anbieter‐Level bei der Bildagentur 123rf geän­dert habe und damit auch deren Honoraranteil.

Spannenderweise gibt es selbst jetzt, eine Woche nach der Änderung, kei­ne offi­zi­el­le Information sei­tens 123rf, sodass sich die Mitglieder des Forums müh­sam selbst zusam­men­rech­nen muss­ten, wie genau die Honorarkürzung statt­fand und was die neu­en Kommissionen sind.

Es scheint als wur­den von den bis­her zehn Anbieter‐Leveln die bei­den Level 2 (35% Kommission) und 4 (45% Kommission) ersatz­los gestri­chen. Leute in die­sen Leveln erhal­ten nun 30% bzw. 40% Kommission, was einer Honorarkürzung von ca. 14% bzw. ca. 11% ent­spricht.

Die neue Kommissionsstruktur fin­det sich ver­steckt hier auf der Seite von 123rf, die alte ist mit­tels der Wayback‐Machine abruf­bar. Der Einfachheit hal­ber habe ich bei­de Kommissionsstrukturen hier gra­fisch gegen­über gestellt, weil 123rf ver­mut­lich absicht­lich im obi­gen Link die Credit‐Ziele nicht mehr nennt:

Alte und (ver­mu­te­te) neue Honorarstruktur bei 123rf. Änderung an den „Credit Totals“ bis­her nicht von 123rf bestä­tigt. (Klicken zum Vergrößern)

Die letz­te Kommissionänderung fand vor ziem­lich genau sechs Jahren statt, damals hat­te ich hier dar­über berich­tet.

Genau wie damals bei iStock, deren Honorarmodell hier offen­sicht­lich Pate stand, wird das undurch­sich­ti­ge­re System nun genutzt, um klamm­heim­lich mehr Gewinn auf Kosten etli­cher Fotografen zu machen.

Besorgniserregend ist, dass selbst eine Woche nach Einführung der Honorarkürzung kei­ne Nachricht von 123rf an die Fotografen ging. Vielleicht muss noch an der Argumentation gear­bei­tet wer­den, war­um die Honorarkürzung die Agentur kon­kur­renz­fä­hi­ger und damit attrak­ti­ver für die Fotografen mache.

Wer nicht weiß, ob er von der Honorarkürzung betrof­fen ist, muss hier als Anbieter ein­ge­loggt in die „Einnahmen“-Übersicht gehen, und einen Abo‐Verkauf in einer Tagesübersicht vom Februar mit einem vom Januar oder Dezember ver­glei­chen.

Was sagt ihr dazu? Seid ihr eben­falls betrof­fen?

Update 7.2.2018, 12:23:
Auf Nachfrage gab 123rf nun per Email bekannt: „As part of an initi­al pha­se, the 2nd and 4th Tier has been remo­ved from the pre­vious Contributor Commission Structure. We under­stand that the­se chan­ges have cau­sed a lot of con­cern among Contributors but rest assu­red, the com­ing pha­se would be good news for Contributors. All the chan­ges will be con­vey­ed in full in an offi­ci­al announ­ce­ment once all the pha­ses are deploy­ed, which is esti­ma­ted to be around the end of March 2018. Please bear with us in the mean­ti­me and do look out for the offi­ci­al announ­ce­ment from us.

Bildagentur Mauritius Images übernimmt Pitopia

Die alt­ein­ge­ses­se­ne deut­sche Bildagentur Mauritius Images hat bekannt gege­ben, dass sie die klei­ne deut­sche Bildagentur Pitopia über­nimmt. Dafür wur­de im Dezember 2017 die Tochtergesellschaft Pitopia UG mit Mark Ostermayr und Stefan Ploghaus als Geschäftsführer gegrün­det, wel­che die Bildagentur wei­ter­füh­ren wird.

Der Bildbestand soll erhal­ten blei­ben und ver­mut­lich in der einen oder ande­ren Form als „Budget“-Kollektion dem Bestand von Mauritius Images hin­zu­ge­fügt wer­den.

Pitopia wur­de 2004 von Ute Jansing und Michael Hubschneider in Karlsruhe gegrün­det und ging 2005 online.

Was bedeutet das für die Fotografen?

Leider wird der Honoraranteil der Fotografen von bis­her 50% auf 40% gekürzt wer­den.

Mit der Übernahme wird außer­dem ein sofor­ti­ges Sonderkündigungsrecht bis zum 28.02.2018 ein­ge­räumt. Die bis­he­ri­ge kur­ze Kündigungsfrist bleibt wei­test­ge­hend unver­än­dert bestehen, sodass auch nach Ablauf des Sonderkündigungsrechts eine Kündigung inner­halb von fünf Werktagen mög­lich ist.

Rechtlich gese­hen ändert sich auch der bis­he­ri­ge Status der Bildagentur. Bisher war Pitopia nur „Mittler“, wes­halb der direk­te Vertragspartner der Käufer war. Deshalb wur­de die­ser immer auf den Abrechnungen mit Anschrift genannt. Das wird nun auf­ge­ge­ben und das klas­si­sche Agenturmodell kommt zur Anwendung, Pitopia ist also nun nun Vertragspartner für Fotografen und Kunden.

iStock kürzt Fotografenhonorare (mal wieder)

Ich hät­te nicht gedacht, dass ich die­sen Artikel (schon wie­der) schrei­ben müss­te, aber anschei­nend doch. Schon vor eini­gen Wochen wur­de gemut­maßt, dass die Verhinderung von Bildlöschungen dazu dient, eine Honorarsenkung anzu­kün­den.

Gestern gab es die­se Rundmail von Getty Images an die iStock-Kontributoren mit – ich zitie­re – „posi­ti­ven Neuigkeiten“.

2014_luisa_012_0671Ich will an die­ser Stelle nicht so ins Detail gehen, dass könnt ihr selbst in der Rundmail nach­le­sen. Fakt ist: Bisher beka­men nicht‐exklusive Fotografen 15–19% Kommission, nun sind es nur noch 15%.

Ja, rich­tig gele­sen. Eine Honorarkürzung von bis zu 20% (wenn man zum Beispiel von 19 auf 15% Umsatzbeteiligung fällt), gilt anschei­nend als gute Sache.

Freuen kön­nen sich even­tu­ell Videografen und Illustratoren, die nun 20% erhal­ten. Damit es nach alter iStock‐Manie schön kom­pli­ziert bleibt, gibt obi­ges nur für Credit‐Sales und für Abo‐Verkäufe gel­ten ande­re Regeln. Neue Regel: Schöpft ein Käufer sein Abo voll aus, bekommt der Fotograf 2 Cent. In Worten: Zwei US‐Cent!

Schöpft der Kunde sein Abo nur zu 20% aus, erhält der Fotograf zum Beispiel 17 Cent (laut die­ser Rechnung von Michael Zwahlen). Zum Vergleich: Selbst wenn ein Käufer bei Shutterstock sein Abo voll aus­schöp­fen wür­de, erhält der Fotograf dort min­des­tens 25 Cent bis zu 38 Cent.

Ich will nicht wei­ter auf Details der Rundmail ein­ge­hen, son­dern einen ande­ren Aspekt beto­nen.

Gestern gab es tat­säch­lich eini­ge Fotografen, die iStock ver­tei­digt haben, mit der Begründung, dass sie vom Umsatz her an drit­ter Stelle (nach Shutterstock und Fotolia) ste­hen wür­den.

Vor fünf Jahren jedoch stand iStock bei den meis­ten Fotografen noch unan­ge­foch­ten auf dem ers­ten Platz. Außerdem setzt iStock damit wie­der mal eine Signalwirkung: „Seht her, die Fotografen geben sich auch mit 15% zufrie­den“.

Wieso soll­ten ande­re Agenturen teil­wei­se mehr als das Doppelte an Fotografen aus­zah­len, wenn die­se Deppen (sor­ry) mit der Hälfte zufrie­den sind?

Und jetzt kommt die gro­ße Rechnung:
Schaut euch mal eure eige­nen Umsätze an und pro­biert fol­gen­des aus. Wenn Shutterstock und Fotolia eure Umsätze eigen­mäch­tig um 20% kür­zen wür­den, wäre das der Betrag, den euch iStock im glei­chen Monat aus­zah­len wür­de (ggf. mit der obi­gen Reduzierung ein­ge­rech­net)?

Ich ken­ne etli­che Fotografen, bei denen das der Fall wäre (zum Beispiel hier bei Bernd). Muss ich aus­spre­chen, was das bedeu­ten wür­de? Kannibalisierung.

Dann denkt noch kurz dar­an, wie viel Arbeitszeit ihr braucht, um Bilder zu Shutterstock oder Fotolia hoch­zu­la­den und wie lan­ge es bei iStock dau­ert.

Was mir schwer in den Kopf geht: Warum? Entweder ist iStock nicht in der Lage, mit mehr als 80% Umsatzanteil der Credit‐Sales pro­fi­ta­bel zu arbei­ten (wäh­rend Agenturen wie Zoonar das mit 20–30% schaf­fen).

Oder…
Ach, sol­che unfei­nen Gedanken mag ich gar nicht nie­der­schrei­ben.

Übrigens: Wer als iStock‐Exklusivfotograf mit dem Gedanken spielt, die­se Exklusivität zu been­den, aber Probleme mit dem Export sei­ner Keywords hat, fin­det hier Abhilfe.

Was sagt ihr zur gest­ri­gen iStock‐Rundmail?

Clipcanvas: Die ehrlichste Honorarkürzung der Welt

Am 22. April 2013 ver­schick­te die Video‐Agentur Clipcanvas eine lan­ge Email mit dem Titel „Some unwel­co­me chan­ges we’re not so hap­py about“.

Bei so einem Betreff war klar, dass das, was fol­gen wür­de, kei­ne guten Nachrichten sein wür­den.

Ich grei­fe kurz vor­weg: Weil die­se Email die ehr­lichs­te Ankündigung einer Honorarkürzung ist, die ich je gele­sen habe, ohne den übli­chen „wir wol­len neue Vertriebskanäle auf­bau­en“ oder „wir müs­sen stär­ker Marketing betreiben“-Quatsch, möch­te ich sie in vol­ler Länge wie­der­ge­ben:

Hello [Vorname des Anbieters],

For us, the past year may be cha­rac­te­ri­sed by nice growth during last autumn, with increa­sing sales and an influx of more gre­at con­tent, while the past mon­ths have not been so gre­at. For tho­se of you who have been rely­ing on us for a long time, and given us your sup­port, we are gra­te­ful.

We find our­sel­ves in a posi­ti­on whe­re we eit­her have to pack it up or dig in and walk on to our final batt­les. The main rea­son for this rela­tes to i) a dif­fi­cult European mar­ket with fal­ling sales, ii) con­ti­nued but unsuc­cess­ful efforts in secu­ring suf­fi­ci­ent fun­ding for new deve­lop­ment initia­ti­ves and growth, and iii) increa­sed costs rela­ting to a gro­wing con­tent base. Video is not inex­pen­si­ve to hand­le and this has now drai­ned our resour­ces to the point whe­re we are unab­le to sol­ve our pre­di­ca­ment unless we take some drastic mea­su­res. For this, we are sor­ry. We have been working to get our heads above water for a long time now, and it is qui­te hor­ri­ble for us to find our­sel­ves in this posi­ti­on.

Given the cur­rent cir­cum­s­tan­ces, we are sug­ges­ting to do the fol­lo­wing to increa­se our reve­nues and redu­ce our costs:
– redu­ce the royal­ty rate paid out to all pro­du­cers from 50% to 40% for the next 12 mon­ths, star­ting on April 30th;
– allow cer­tain pro­du­cers with a good track record to publish and mana­ge their own con­tent direc­t­ly;
– clo­se cer­tain pro­du­cer accounts that eit­her do not rep­re­sent con­tent we think makes much sen­se, or tho­se accounts that con­tain a lot of very similar/spammy/crowding out type of con­tent, and sub­se­quent­ly dele­te tho­se clips and port­fo­li­os ent­i­re­ly;
– update our main design, user inter­face and SEO pro­fi­le to bet­ter rep­re­sent a modern look to attract more gene­ral inte­rest and to increa­se our con­ver­si­on rates and sales; AND
– inte­gra­te auto­ma­ti­on for pay­outs so you no lon­ger need to request your pay­ments in order to get paid.

Other and more posi­ti­ve chan­ges will be con­si­de­red as soon as we feel con­fi­dent the cur­rent and sug­gested chan­ges are having a posi­ti­ve effect. We still belie­ve we’re in it for the long haul, so we’re not hap­py about some of the chan­ges we need to make at this point eit­her.

We do under­stand that we’re com­ple­te­ly depen­dent on your con­ti­nued sup­port. If we don’t have your sup­port, then plea­se walk away now. We have fought for a long time to gene­ra­te more sales for all of us, and made our pro­ces­ses both lea­ner and more effi­ci­ent, but com­pe­ti­ti­on is beco­m­ing increa­singly inten­se and we’re afraid we might topp­le over if we don’t make the­se unpo­pu­lar decisi­ons now. We think it would be real­ly sad to see eit­her you or us go, and we hope you feel the same.

The effect of the cur­rent and pro­po­sed chan­ges will secu­re our future exis­tence and hope­ful­ly estab­lish a plat­form from whe­re we can build a bet­ter and more sustainab­le mar­ket­place. The alter­na­ti­ve is clo­sing down shop or sel­ling out to someo­ne who would pro­bab­ly deci­de to make tho­se chan­ges anyway…we pre­fer the first alter­na­ti­ve.

We are not per­tai­ning to be idi­ots and we are not try­ing to screw you over. We have just ran out of other via­ble opti­ons. While we rea­li­se this is most unwel­co­me just now, or at any time ever pro­bab­ly, but we would still like to sug­gest that things may look ent­i­re­ly dif­fe­rent in 12 mon­ths time from now, and hope that you will give us your sup­port one final time. For tho­se of you fami­li­ar with run­ning a busi­ness, we hope you see the logic in the mea­su­res we are taking, under­stand the posi­ti­on we are in and what we are try­ing to achie­ve.

Finally, we belie­ve the­re is a good space for Clipcanvas in this indus­try. It makes sen­se to keep a mix of play­ers around and for them to deve­lop along­si­de each other. Some per­form excep­tio­nal­ly, while others need to work har­der to catch up. We hope you belie­ve we should be one of tho­se that per­form and deser­ve to be part of your main out­lets, and that you’ll con­si­der the real alter­na­ti­ve loo­m­ing, befo­re you deci­de if life is bet­ter wit­hout us han­ging around. We will work har­der, if pos­si­ble.

Sorry to bring you this news.

Kind regards,
Cato
CEO
Clipcanvas.com
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P.S. If anyo­ne would like to chat with me or talk on the pho­ne, plea­se con­tact sup­port direc­t­ly and we will arran­ge for this. I am not try­ing to hide the fact that part of the chan­ges sug­gested are real­ly unwel­co­me, and would wel­co­me your input if you want. Hopefully some good will come of this in the end.

Our mai­ling address is:
Clipcanvas
Martin Linges vei 15–25
Fornebu, Oslo 1364“

Ich war beein­druckt. Da redet jemand mit uns wie mit Menschen, nicht wie mit klei­nen Kindern, den man vor­gau­keln kön­ne, dass weni­ger Geld in der Tasche auch etwas Gutes sein kön­ne. Leider ändert das nichts an der Tatsache, dass die Honorare der Videografen um zehn Prozentpunkte gesenkt wur­den.

Der Kernsatz der Email ist – über­setzt von mir – fol­gen­der:

Die Alternative [zur Honorarkürzung] ist, den Laden dicht zu machen oder ihn an jeman­den zu ver­kau­fen, der sich wahr­schein­lich zu den glei­chen Änderungen ent­schlie­ßen wür­de.“

Je län­ger ich dar­über nach­den­ke, des­to unfai­rer scheint mir die­ses Spiel.

Wenn Clipcanvas schlie­ßen wür­de, wür­den sich die Verkäufe auf ande­re Video‐Agenturen ver­tei­len. Das wäre kurz­fris­tig posi­tiv für die Fotografen, weil sie dort oft ihre 50% statt der dann 40$ bei Clipcanvas bekä­men. Langfristig wür­de es jedoch zu einer wei­te­ren Konzentration bei den Agenturen füh­ren, die wie bei einem Oligopol üblich, zu einem Preisdruck nach unten füh­ren kann. Das wäre eben­falls nicht im Interesse der Videografen. Aber immer­hin wür­de das erst viel­leicht und auch erst spä­ter statt sofort gesche­hen.

Wenn Clipcanvas jedoch an eine kon­kur­rie­ren­de Videoagentur ver­kau­fen wür­de, ist die Gefahr tat­säch­lich groß, dass die Honorare tat­säch­lich gekürzt wer­den müs­sen, um den Kaufpreis wie­der rein­zu­ho­len und hof­fent­lich pro­fi­ta­bel zu wirt­schaf­ten, denn mit der bestehen­den Honorarverteilung scheint es Clipcanvas selbst ja nicht zu schaf­fen.

Momentan redet Clipcanvas von einer Reduzierung der Honoraranteile auf 12 Monate. Was kommt danach? Entweder geht die Firma dann erst plei­te. Dann hät­te ich es bevor­zugt, wenn sich die Verkäufe in dem Jahr auf die ande­ren Videoagenturen auf­ge­teilt hät­ten, die 50% Honoraranteil zah­len. Oder Clipcanvas läuft sta­bil genug, um wei­ter zu exis­tie­ren. Perfekt und ehr­lich wäre eine Anhebung der gekürz­ten Honorare. Es wäre jedoch das ers­te Mal in der Branche und: Ich glau­be nicht dar­an.

Was denkt ihr dar­über?

Stockfotografie‐News 2011‐03‐18

An die­sem Freitag ist es wie­der soweit: Nachrichten aus der bun­ten Bilderwelt. Kurz und kna­ckig.

  • Canon hat ein neu­es Blitzgerät ver­öf­fent­licht, das Canon Speedlite 320EX*. Highlight ist neben der Funktion zum Entfesselten Blitzen („wire­less slave“) auch ein inte­grier­tes LED‐Licht für Videoaufnahmen. Den Produktfotos nach sieht die Lichtquelle jedoch ziem­lich klein aus, was zu har­ten Schattenkanten füh­ren wür­de. Ein Praxistest steht noch aus.
  • Die Bildagentur Bildmaschine plant eine Änderung ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen und damit auch eine Änderung der Fotografenhonorare. Für Fotografen, die inner­halb von 12 Monaten weni­ger als 1000 Fotos lie­fern oder weni­ger als 1000 Euro jähr­lich dort umset­zen, wird das Honorar von zur Zeit 50% auf bis zu 40% sin­ken, für ande­re Fotografen auf bis zu 60% stei­gen. Dass vie­le Hobby‐Fotografen jetzt frus­triert ihren Account dort gekün­digt haben, hat die Agentur wahr­schein­lich mit ein­kal­ku­liert bzw. sogar erhofft.
  • Die Agentur Dreamstime hat ihre Upload‐Funktionen um die Möglichkeit erwei­tert, manu­ell oder auto­ma­tisch aus den EXIF‐Daten die GPS‐Koordinaten eines Fotos ein­zu­le­sen. Diesen Schritt habe ich schon lan­ge erwar­tet von den Bildagenturen und ich bin mir sicher, dass Fotolia, istock­pho­to und Shutterstock nach­zie­hen wer­den.
  • Es ist immer sinn­voll, zu wis­sen, was einer der meist­ver­kau­fen­den Stockfotografen welt­weit plant. Deshalb der Hinweis auf die­ses Interview, in dem Yuri Arcurs ankün­digt, in den nächs­ten Monaten sei­nen eige­nen Bildershop zu eröff­nen. Ich bin gespannt, wie sich das auf die gro­ßen Microstock‐Agenturen aus­wir­ken wird: Mehr Umsätze für die ver­blie­be­nen Fotografen oder weni­ger Umsätze, weil Yuri denen die Kunden „weg­lo­cken“ wird?
  • Die Video‐Agentur Pond5 wird in Kürze auch Bilder und Vektorgrafiken* ver­kau­fen. Der Bildupload wird in Kürze mög­lich sein.
  • Asterix hät­te jetzt gesagt: „Die spin­nen, die Franzosen“. Aber so abwe­gig sind die Gedanken des fran­zö­si­schen Rechtsanwalts nicht, der „royal­ty free“-Microstock-Fotos in Frankreich ver­bie­ten las­sen will.
  • Noch mehr Lesestoff: Im Microstockgroup‐Forum wird eine Rebellion der Video‐Künstler bei istock­pho­to beschrie­ben. Grund ist wie­der eine Honorarkürzung.
  • Die Analyse‐ und Backend‐Firma Lookstat unter­stützt jetzt in ihrem Analyse‐Bereich end­lich auch den Datenimport von Fotolia.
  • Der Deutsche Journalistenverband DJV hat ein aktu­el­les PDF gra­tis ver­öf­fent­licht, in dem Fotojournalisten vie­le hilf­rei­che Vertragsmuster, Gesetzestexte und mehr fin­den.
  • Zu guter Letzt der Overkill: 15 kos­ten­lo­se Ebooks für Fotografen zu den Themen Recht, Foto‐Business und eben Fotografie lis­tet das Magazin Fotografr auf.
  • Wem das immer noch nicht genug ist, der fin­det hier 23 kos­ten­lo­se Ebooks für Selbständige und Webworker. Achtet beson­ders auf die Ebooks „Tipps für die Existenzgründung in der Kreativbranche“ und „Starting A Photography Business“.

Habe ich eine Neuigkeit über­se­hen? Dann bit­te in den Kommentaren nach­tra­gen.

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