Alle Beiträge von Jim Pickerell

Jim Pickerell ist seit über 50 Jahren in der Stockfotografie als Fotograf und Macrostock‐Agentur‐Inhaber aktiv und betreibt seit über 20 Jahren den Stockfotografie‐Newsletter selling-stock.com.

Stockfotografie: Sich reinknien oder Zurücktreten?

Kürzlich sah ich einen Artikel in der Washington Post von Michele Norris, in dem das Konzept des „Zurücktretens“ (Step Back) dis­ku­tiert wur­de, das von Prinz Harry und sei­ner Frau Meghan benutzt wur­de, um ihren Rückzug von ihren vol­len könig­li­chen Pflichten anzu­kün­di­gen.

Wir haben alle vom „Reinknien“ (Lean In) gehört, das sug­ge­riert, dass sich jemand auf einem idea­li­sier­ten Weg vor­wärts bewegt. Brust raus. Kinn hoch. Finde es auf dem Weg her­aus. Aufgepasst, Welt – ich kom­me. Wie Norris es beschrie­ben hat, ist „Step Back“: „Ich wer­de die Landschaft beur­tei­len und her­aus­fin­den, wie ich mich auf mei­nem eige­nen Weg vor­wärts bewe­gen kann – oder her­aus­fin­den, ob der vor­ge­schrie­be­ne Weg über­haupt am bes­ten passt.“ In der heu­ti­gen Welt ist der bes­te Rat, den ich jedem in der Fotobranche – ins­be­son­de­re der Stockfotografie – geben kann, zurück­zu­tre­ten und die aktu­el­le Situation rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen.

Sie mögen die Fotografie lie­ben und groß­ar­ti­ge, krea­ti­ve Bilder pro­du­zie­ren, aber wenn die­se Tätigkeit ein wich­ti­ger Teil Ihres Lebensunterhalts ist, ist es an der Zeit, „Step Back“ zu machen und das lang­fris­ti­ge Potential die­ses Geschäfts rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen.

Es ist natür­lich, dass sich unab­hän­gi­ge, selbst­stän­di­ge Geschäftsleute (was die meis­ten Fotografen sind), in das Geschäft ein­glie­dern wol­len. Fotografen nei­gen dazu, zu glau­ben, dass ihr Geschäft flo­rie­ren wird, wenn sie nur ein wenig här­ter arbei­ten, ihre Kosten sen­ken und noch bes­se­re, mehr Bilder mit immer höhe­ren krea­ti­ven Werten pro­du­zie­ren. Es gab eine Zeit – vor eini­gen Jahren – in der das funk­tio­nier­te, aber das Geschäft hat sich ver­än­dert.

Nicht nur das Geschäft hat sich ver­än­dert, son­dern es ist auch kein vor­über­ge­hen­der Rückgang. Wenn Sie ein­fach nur da rein­hän­gen und hart durch­grei­fen, wird nicht alles irgend­wann bes­ser wer­den. Wenn das Geld, das Sie mit Ihrer Fotografie ver­die­nen, wich­tig für Ihren Lebensunterhalt ist, und wenn Sie einen Rückgang der Einnahmen fest­stel­len, kön­nen Sie ziem­lich sicher sein, dass die Dinge schlech­ter wer­den. Es ist an der Zeit, sich zurück­zu­zie­hen und ande­re Möglichkeiten zu erkun­den, um die Einnahmen zu erzie­len, die Sie für Ihr täg­li­ches Leben benö­ti­gen.

Es gibt ein­fach zu vie­le gute Bilder, und die Zahl wächst astro­no­misch schnell. Was das Lager betrifft, so wird alles, was Sie pro­du­zie­ren, eine sehr kur­ze Lebensdauer haben, weil es bald in einer Flut von ähn­li­chen Bildern ver­lo­ren gehen wird. Viele die­ser neu­en Bilder sind viel­leicht nicht so gut wie Ihre, aber sie wer­den leich­ter zu fin­den sein.

Wir müs­sen auch die Tatsache akzep­tie­ren, dass die Leute, die unse­re Bilder kau­fen, an einem ein­zi­gen Tag an viel mehr Projekten arbei­ten müs­sen als noch vor eini­gen Jahren. Einige Art Directors sagen, dass sie bis zu zehn­mal mehr Projekte bear­bei­ten und pro­du­zie­ren müs­sen als noch vor einem Jahrzehnt. Dadurch haben sie immer weni­ger Zeit, um genau das rich­ti­ge Bild zu suchen.

Ein wei­te­rer Trend ist der zuneh­men­de Einsatz von Illustration statt Fotografie. Viele Illustratoren und Grafikdesigner wen­den sich mehr der Illustration als der Fotografie zu, um ihre Probleme zu lösen. Es ist für sie oft ein­fa­cher, etwas zu zeich­nen, das das Konzept, an dem sie arbei­ten, illus­triert, als ein Foto zu fin­den. Wenn sie Elemente benö­ti­gen, kön­nen sie zu Canva oder Freepik gehen und schnell und fast ohne Geld etwas bekom­men, das für ihr Projekt funk­tio­niert. Oder sie kön­nen sich ein­fach etwas aus dem Internet holen.

Es gibt weni­ger Bedarf an Standfotos als frü­her. Einer der Vorteile, die Fotografien frü­her boten, war, dass sie eine „ech­te“ Darstellung von etwas waren, das tat­säch­lich exis­tier­te oder tat­säch­lich geschah. Jetzt ist es so ein­fach gewor­den, ein visu­el­les Bild zu mani­pu­lie­ren und zu fäl­schen, dass der Betrachter nicht mehr erken­nen kann, ob das ihm prä­sen­tier­te visu­el­le Bild eine ech­te Fotografie oder eine Illustration ist.

Es gibt eine stei­gen­de Nachfrage nach Filmmaterial im Vergleich zu Standbildern und es gibt ein viel klei­ne­res Angebot an Filmmaterial-​Clips im Vergleich zu Fotos. Es scheint jedoch wahr­schein­lich, dass in sehr naher Zukunft auch das Angebot an Footage-​Clips die Nachfrage bei wei­tem über­stei­gen wird und die Preise für die Nutzung eben­so wie für Standbilder sin­ken wer­den.

Es gab eine Zeit in den 1980er und frü­hen 1990er Jahren, als ich Fotografen riet, Stockbilder zu pro­du­zie­ren. Viele nah­men die­sen Rat an und eini­ge bau­ten gro­ße, sehr erfolg­rei­che Sammlungen auf, die erheb­li­che Einnahmen gene­rier­ten. Das war zu einer Zeit, als die Nachfrage im Verhältnis zum Angebot stieg. Darüber hin­aus fand es eine zuneh­men­de Anzahl von Käufern akzep­ta­bel, Stock-​Bilder zu ver­wen­den, anstatt einen Fotografen mit der Aufnahme der benö­tig­ten Bilder zu beauf­tra­gen. Jetzt ist die Angebots-​/​Nachfragesituation völ­lig umge­kehrt.

Das war auch der Zeitpunkt, an dem wir Fotografen rie­ten, ihre Stockfoto-​Archive auf­zu­bau­en, weil es eine anhal­ten­de Nachfrage nach den Bestsellern geben wür­de. Sie wür­den sich immer wie­der ver­kau­fen und eine wich­ti­ge Altersversorgung für den Fotografen dar­stel­len. Das stell­te sich aus meh­re­ren Gründen als sehr schlech­ter Ratschlag her­aus.

  1. Wir hat­ten kei­ne Vorstellung davon, wie die digi­ta­le Technologie und die Verfügbarkeit des Internets den Markt ver­än­dern wür­de.
  2. Wir hat­ten kei­ne Ahnung oder Erwartung, dass letzt­end­lich jeder Amateur auf der Welt in der Lage sein wür­de, am Markt teil­zu­neh­men.
  3. Wir wuss­ten nicht, dass unend­lich vie­le Fotografen die erfolg­reichs­ten Konzepte und visu­el­len Ideen kopie­ren wür­den und dass die neue­re Illustration eines Konzepts am ehes­ten zum Einsatz kom­men wür­de, auch wenn sie den Punkt nicht so gut ver­an­schau­licht, weil das älte­re Bild nun schwie­ri­ger zu fin­den ist.
  4. Dass die Nutzungshonorare so dra­ma­tisch sin­ken wür­den, obwohl die tat­säch­li­chen Kosten für die Fotografen bei der Herstellung der Bilder, wenn über­haupt, nur sehr gering sind.

Infolgedessen erzie­len heu­te nur noch sehr weni­ge der vor 10, 20 oder 30 Jahren pro­du­zier­ten Bildsammlungen ein nen­nens­wer­tes Einkommen für ihre Schöpfer.

Es gibt eini­ge weni­ge pro­fes­sio­nel­le Fotografen, die schon seit eini­gen Jahren im Geschäft sind und deren Jahreseinkommen nach Ausgaben sta­bil ist oder noch wächst. Oftmals sind die­se Fotografen ver­sucht, einen gro­ßen Teil ihrer Gewinne wie­der in das Geschäft zu ste­cken, um es zu ver­grö­ßern. Dies ist ein natür­li­cher Instinkt von Geschäftsleuten.

Aber es ist sehr wich­tig für die­se Fotografen, einen bedeu­ten­den Prozentsatz die­ser Gewinne in IRA’s (Pensionsrücklagen) oder ande­re Arten von Unternehmen zu inves­tie­ren, um ihre Risiken zu streu­en, wenn sie erwar­ten, etwas übrig zu haben, wenn sie ihre Produktion ver­lang­sa­men wol­len oder sich voll­stän­dig aus dem Geschäft zurück­zie­hen wol­len.

Persönlich gab es Zeiten in mei­ner Karriere, in denen ich jeden zusätz­li­chen Dollar zurück in das Geschäft gesteckt habe, um bes­se­re Ausrüstung zu bekom­men und mei­ne Produktion zu stei­gern. Ich ken­ne eine Reihe von ande­ren Fotografen und Bildagenturen, die das Gleiche getan haben und am Ende nur wenig oder gar nichts in ande­re Bereiche inves­tiert haben.

Glücklicherweise habe ich in mei­nem Fall schon ange­fan­gen, Geld in ande­re Dinge zu inves­tie­ren, wäh­rend mein Geschäft noch wuchs, und habe jetzt ein Polster für den Ruhestand.

Dieser Geschäftslebenszyklus pas­siert bei jeder Art von Unternehmen, nicht nur bei der Fotografie. Laut Professor Richard Foster von der Universität Yale ist die durch­schnitt­li­che Lebensdauer eines Unternehmens, das im S&P 500-​Index der füh­ren­den US-​Unternehmen gelis­tet ist, im letz­ten Jahrhundert um mehr als 50 Jahre gesun­ken, von 67 Jahren in den 1920er Jahren auf nur noch 15 Jahre heu­te. Und es ist wahr­schein­lich, dass sich in Zukunft ein Unternehmenstyp noch schnel­ler her­aus­bil­den und wie­der zurück­ge­hen wird.

Jeder soll­te sich regel­mä­ßig von sei­nem Geschäft zurück­zie­hen und eine rea­lis­ti­sche Einschätzung dar­über abge­ben, was die Zukunft für sei­ne Branche bereit­hält. Nichts ist von Dauer. Diversifizieren.

Über den Autor:
Jim Pickerell ist seit über 50 Jahren als Stockfotograf und Macrostock-​Agentur-​Betreiber aktiv und betreibt seit über 20 Jahren den Stockfotografie-​Newsletter selling-stock.com.
Dieser Artikel ist eine Übersetzung die­ses Artikels mit freund­li­cher Genehmigung des Autors.

Die Lizenzgebühren bei iStock

Es wird immer schwie­ri­ger für Fotografen, höhe­re Lizenzgebühren für ihre Bilder in der iStock Signature Collection zu erhal­ten. Die Tantiemen stei­gen in Abhängigkeit von der Gesamtzahl der Downloads der Bilder eines Anbieters wäh­rend des Jahres.

Download-​Ziele für exklu­si­ve Anbieter gibt es seit 2017. Zu Beginn des Jahres beginnt der Anbieter mit dem Lizenzsatz des Vorjahres. Am 1. Januar beginnt iStock mit der Zählung der Downloads für das Jahr. Bild-​Downloads aus der „Essential Collection“ wer­den als einer gezählt, wäh­rend „Signature Plus“-Downloads als zwei gezählt wer­den. Einige, aber nicht alle Downloads von Signature-​Bildern über Gettyimages.com zäh­len eben­falls als zwei. Andere, wahr­schein­lich haupt­säch­lich Premium Access Verkäufe, zäh­len nur als einer.

Wenn zu einem bestimm­ten Zeitpunkt im Jahr die Downloads des Beitragenden die Zielvorgabe für die bereits erhal­te­nen Tantiemen über­schrei­ten, dann steigt sei­ne Tantiemenrate im fol­gen­den Monat. Überschreitet er bei­spiels­wei­se am 5. Juni die Zahl, so erhöht sich sei­ne Lizenzgebühr am 1. Juli.

Beginnt der Beitragszahler hin­ge­gen das Jahr mit 35% und erreicht er das neue Ziel bis zum Jahresende nicht, sinkt sein Satz am 1. Januar des Folgejahres auf 30%.

Diese Grafik zeigt, wie die Download-​Ziele für Fotos in den letz­ten 3 Jahren gestie­gen sind. iStock hat unter­schied­li­che Ziele für Illustrationen und Video, die die glei­chen Trends auf­wei­sen.

Jahr25% Anteil30% Anteil35% Anteil40% Anteil45% Anteil
2017Default5005,00020,000300,000
2018Default5505,50022,000330,000
2019Default6506,50026,500396,000
2020Default8008,50034,500515,000

Man könn­te mei­nen, dass dies ein Hinweis dar­auf ist, dass sich iStock-​Bilder bes­ser ver­kau­fen als in der Vergangenheit, aber das bedeu­tet nicht unbe­dingt, dass die­se Verkäufe mehr Einnahmen für den Fotografen oder für Getty Images gene­rie­ren.

Die iStock Preistabelle für U.S.-Lizenzen zeigt, dass die Preise für Signature-​Bilder 3 Mal höher sind als die für Essentials-​Bilder. In eini­gen Ländern hat iStock jedoch den Preis für Signature-​Bilder auf den Preis von Essentials redu­ziert.

Darüber hin­aus wer­den vie­le Bilder aus der Signature-​Sammlung von iStock jetzt im Rahmen von Premium-​Access-​Angeboten lizen­ziert, bei denen der Preis pro Nutzung sogar nied­ri­ger sein kann als der Preis für Essentials auf iStock.

Dadurch ist es mög­lich, viel mehr Nutzungen zu lizen­zie­ren, wäh­rend der Gesamtumsatz im Laufe des Jahres noch immer zurück­geht. Wahrscheinlich hat Getty des­halb fest­ge­stellt, dass die Anzahl der Downloads, die not­wen­dig sind, um eine höhe­re Lizenzgebühr zu errei­chen, im Jahr 2019 um 20% gegen­über 2018 und im Jahr 2020 um wei­te­re 30% gegen­über 2019 erhöht wer­den muss.

Sie haben ent­deckt, wie sie mehr Bilder ver­kau­fen kön­nen, nur nicht, wie sie mehr Geld für die Bilder, die sie ver­kau­fen, ver­die­nen kön­nen.

Könnten alle Fotografen bit­te här­ter arbei­ten, mehr von ihrer Zeit und ihrem Geld aus­ge­ben und mehr Bilder pro­du­zie­ren, nur damit Getty den glei­chen Betrag – oder viel­leicht etwas weni­ger – als in der Vergangenheit ver­die­nen kann?

Das ist ein über­setz­ter Beitrag von Jim Pickerell, mit freund­li­cher Genehmigung des Autors, zuerst ver­öf­fent­licht hier auf selling-stock.com.

Wohin bewegt sich die Stockfotografie 2019?

Vor kur­zem wur­de ich nach mei­nen Vorhersagen gefragt, wohin sich die Fotoindustrie im Jahr 2019 ent­wi­ckeln wird.

Die Anzahl der Bilder, die zu den wich­tigs­ten Bildersammlungen hin­zu­ge­fügt wer­den, wird wei­ter­hin mas­siv zuneh­men. Ein zuneh­men­der Prozentsatz wird von Amateuren pro­du­ziert, nicht von Profis, die ver­su­chen, einen Teil ihres Lebensunterhalts mit den von ihnen pro­du­zier­ten Bildern zu ver­die­nen.
(In den letz­ten zwei Jahren wuch­sen die zur Getty Creative-​Sammlung hin­zu­ge­füg­ten Bilder von EyeEm/​Moment/​foap um 189%, wäh­rend das Wachstum der Bilder von den 139 Fachagenturen nur 2,5% betrug, die der­zeit 25% der Sammlung von Getty bereit­stel­len. Diese Agenturen stell­ten frü­her 50% der Sammlung bereit.)

Darüber hin­aus wer­den immer mehr Bilder auf „kos­ten­lo­sen Stockfoto-​Webseiten“ hoch­ge­la­den, was es ein­fa­cher für die Benutzer ein­fa­cher macht, pas­sen­de Bilder kos­ten­los zu fin­den. In unse­rer Social Media-​Wirtschaft erwar­ten immer mehr Menschen, alle Informationen und Bilder, die sie benö­ti­gen, kos­ten­los zu erhal­ten. Sie glau­ben, dass es ihr Recht ist.

Insgesamt wird erwar­tet, dass die Anzahl der lizen­zier­ten Bilder nicht zunimmt und sich vor­aus­sicht­lich auf das Niveau von 2018 beläuft. Leser müs­sen ledig­lich die Umsätze von Shutterstock in den letz­ten 2 ½ Jahren über­prü­fen, um fest­zu­stel­len, dass die Anzahl der Downloads pro Quartal rela­tiv gleich geblie­ben ist bei rund 43 Millionen für den gesam­ten Zeitraum. Die jüngs­ten Zahlen von Alamy zei­gen eine Abflachung des Umsatzes im Jahr 2018 nach einem deut­li­chen Anstieg zwi­schen 2015 und 2017. Es wird erwar­tet, dass die­ses Umsatzplateau bis 2019 bestehen bleibt.

Getty hat 2018 mög­li­cher­wei­se eine grö­ße­re Anzahl von Bildern lizen­ziert als 2017, jedoch zu erheb­lich nied­ri­ge­ren Preisen. Die von Getty erwirt­schaf­te­ten Bruttoerlöse für „Creative Content“ waren und sind daher vor­aus­sicht­lich in etwa gleich hoch oder nied­ri­ger als in den letz­ten Jahren. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Anzahl der lizen­zier­ten Bilder in Adobe Stock leicht zunimmt. Aber jedes Wachstum, das Adobe rea­li­siert, resul­tiert wahr­schein­lich dar­aus, dass es den ande­ren gro­ßen Anbietern Marktanteile abnimmt.

Aufgrund der Verwendung von Videoclips ist mög­li­cher­wei­se ein gering­fü­gi­ges Umsatzwachstum zu ver­zeich­nen. Dies dürf­te jedoch durch einen Rückgang der Verwendung von Bildern und Illustrationen aus­ge­gli­chen wer­den.

Die Nutzungsgebühren dürf­ten ihren lan­gen, lang­sa­men, aber ste­ti­gen Rückgang fort­set­zen, da die gro­ßen Agenturen um Marktanteile kon­kur­rie­ren. Agenturen der zwei­ten Reihe wer­den es häu­fig für not­wen­dig hal­ten, die­se nied­ri­ge­ren Preise zu zu unter­bie­ten, um über­haupt viel Umsatz zu erzie­len.

Kunden

Die Kunden wer­den wei­ter­hin unzu­frie­de­ner sein mit der Zeit, die sie brau­chen, sich durch die zuneh­men­de Anzahl von Suchergebnissen zu kli­cken. Dies mag eini­gen der klei­ne­ren, gut kura­tier­ten Spezialsammlungen zugu­te kom­men.

Eine zuneh­men­de Anzahl von Grafikdesignern wird sich der Erstellung von Grafiken selbst wid­men, anstatt Zeit mit der Suche nach Bildern zu ver­schwen­den. Darüber hin­aus laden mehr Designer bil­li­ge oder kos­ten­lo­se Fotos her­un­ter, die Elemente ent­hal­ten, die sie als Teil ihrer eige­nen Kreationen ver­wen­den kön­nen. An die­sem Punkt kön­nen sie ver­schie­de­ne Elemente von ver­schie­de­nen Fotos neh­men und ein völ­lig neu­es Bild ihrer eige­nen Vision erzeu­gen.

Fotografen

Eine zuneh­men­de Anzahl von Fotografen, die ver­sucht haben, einen Teil ihres Lebensunterhalts durch Lizenzierung der von ihnen pro­du­zier­ten Bilder zu ver­die­nen, wird vom Markt ver­schwin­den. Die meis­ten der neu­en Bilder wer­den von Amateuren gelie­fert, die mehr dar­an inter­es­siert sind, ihre Arbeit ande­ren zu zei­gen und „Likes“ zu erhal­ten, als genug zu ver­die­nen, um ihre Zeit und Kosten für die Herstellung der Bilder zu decken.

Für Bildproduzenten wird die Wirtschaftlichkeit des Geschäfts immer schwie­ri­ger. Angesichts der Zeit, der Kosten und des Aufwands für die Produktion und Vermarktung neu­er Bilder kön­nen die meis­ten Fotografen mehr ver­die­nen, wenn sie etwas ande­res tun.

Über den Autor:
Jim Pickerell ist seit über 50 Jahren als Stockfotograf und Macrostock-​Agentur-​Betreiber aktiv und betreibt seit über 20 Jahren den Stockfotografie-​Newsletter selling-stock.com.
Dieser Artikel ist eine Übersetzung die­ses Artikels mit freund­li­cher Genehmigung des Autors.