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Bilder‐Streaming – Die Zukunft der Stockfotografie?

Eine der Neuheiten, die auf der Microstock Expo vor­ge­stellt wur­den, war der Plan von der PressFoto Group, Bilder per Streaming zu ver­kau­fen.

Wie ver­spro­chen will ich dar­über heu­te etwas mehr erzäh­len. Ich hat­te die Gelegenheit, aus­führ­li­cher über die Idee des Image‐Streaming mit Dmitriy Shironosov, dem Eigentümer der PressFoto Group zu spre­chen, der mit dem Dienst „PressFoto Rent“ in die­sen Markt ein­stei­gen will. In ande­ren Medienbereichen hat sich das Streaming schon einen klei­nen, aber fes­ten Nischenplatz gesi­chert. Für Musik gibt es Anbieter wie Spotify, Simfy oder Deezer. Für Filme und Serien gibt es unter ande­rem Watchever, Netflix, Lovefilm oder Maxdome. Auch über Apples iTunes kön­nen Medieninhalte gestreamt wer­den.

Im Bilderbereich sieht es da deut­lich über­sicht­li­cher aus. Getty Images tes­tet das Streaming von pas­sen­den Bildern zu Musik und ich bin sicher, im Hintergrund lau­fen noch mehr Experimente in die­ser Richtung. Bei Yaymicro gibt es eben­falls Pläne in der Richtung, wenn auch bis­her nur dezent ange­deu­tet.

Wie funk­tio­niert Bilder‐Streaming?

Da die Idee noch nicht in die Praxis umge­setzt wur­de, kön­nen wir nur ver­mu­ten. Hinauslaufen wird es ver­mut­lich auf fol­gen­des: Kunden suchen wie gewohnt ein Bild und legen es in den Einkaufswagen. Wenn sie sich für ein Motiv ent­schie­den haben, kön­nen sie es – optio­nal – noch crop­pen, spie­geln, Farben ändern, Text hin­zu­fü­gen oder ähn­li­ches. Dann kli­cken sie auf „Fertig!“ und erhal­ten einen HTML‐Code. Diesen Code‐Schnipsel müs­sen sie an die pas­sen­de Stelle auf ihrer Webseite ein­bau­en, wo das Bild ange­zeigt wer­den soll. Bei jedem Aufruf der Webseite wird dann vom exter­nen Bilder‐Server das Bild gela­den und mit­ge­zählt, wie oft das Bild ange­fragt wur­de.

Was ändert sich für die Bildkäufer tech­nisch?

Aktuell lädt der Käufer ein Bild auf sei­nen Computer run­ter und kann dann mit der JPG‐Datei belie­big ver­fah­ren. Die meis­ten laden sie unver­än­dert auf die Webseite hoch. Für die­se Kunden wür­de sich kaum etwas ändern, denn vom Zeitaufwand macht es kaum einen Unterschied, ob man ein Bild in ein Content‐Management‐System ein­pflegt oder ein HTML‐Schnipsel an die pas­sen­de Stelle setzt.

Wer als Bildkäufer jedoch gewohnt ist, die Bilder zu beschnei­den, zu retu­schie­ren oder zu ver­än­dern, muss hof­fen, dass die ange­bo­te­nen Bearbeitungsmöglichkeiten der Streaming‐Anbieter aus­rei­chend sind und min­des­tens genau­so kom­for­ta­bel sind wie die bis­he­ri­gen Retusche‐Möglichkeiten.

Außerdem besteht die Möglichkeit, das bei einer Nicht‐Erreichbarkeit des Bilder‐Servers die Webseite des Bildnutzers auf ein­mal ohne Fotos aus­kom­men muss. Das wäre eine ärger­li­che Situation.

In den vori­gen Kommentaren hier im Blog hat die Leserin Miana dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Streaming‐Bilder auch für die Platzierung in Suchmaschinen von Nachteil sei­en. Ich bin nicht sicher, ob das wirk­lich so ist, weil vie­le gro­ße Webseiten ja eige­ne CDN (Content‐Delivery‐Networks) haben, wo deren Bilder etc. eben­falls aus­ge­la­gert wer­den. An die­ser Stelle wer­den die­se CDN sogar als vor­tei­lig für die Ladezeiten von Webseiten gelobt, was wie­der­um das Google‐Ranking ver­bes­sern sol­le. Wenn die Server also schnel­ler sind als der eige­ne Web‐Server, wäre das viel­leicht sogar von Vorteil statt ein Nachteil.

Fraglich ist auch, was mit den gan­zen Crawlern der Suchmaschinen ist, die stän­dig Webseiten durch­fors­ten und damit auch die Streaming‐Bilder auf­ru­fen wür­den. Im letz­ten Monat hat­te ich allein hier im Blog über 16.000 Aufrufe vom Google‐Spiderbot, über 13.000 vom Spider der rus­si­schen Suchmaschine Yandex, eini­ge tau­send von Sistrix und so wei­ter. Würden die­se eine Art „Grundeinkommen“ für jedes Streaming‐Bild erzeu­gen? Oder wür­den sie aus­ge­sperrt und damit eben wie oben ver­mu­tet dem Suchmaschinen‐Ranking scha­den?

Was ändert sich für die Bildkäufer finan­zi­ell?

Diese Frage inter­es­siert die Bildnutzer als auch die Agenturen und Fotografen sicher am meis­ten. Im Grund gibt es drei Möglichkeiten: Es bleibt preis­lich alles wie es ist, es wird teu­rer oder es wird güns­ti­ger. Gehen wir die drei Optionen kurz durch: Wenn der Bildnutzer preis­lich kei­nen Vorteil hat, weil alles bleibt, wie es ist, sehe ich kei­nen Grund, auf das Bilder‐Streaming zu wech­seln. Wird es für den Bildkunden im Schnitt jedoch güns­ti­ger, muss das gespar­te Geld irgend­wo anders feh­len: Bei der Agentur und (bzw. ver­mut­lich eher oder) den Fotografen. Das wäre für uns Fotografen eine schlech­te Variante. Wird es für den Bildkunden im Schnitt jedoch teu­rer, gibt es aus Sicht der Käufer kei­nen Grund, zum Streaming zu wech­seln. Dimitriy argu­men­tier­te mir gegen­über so, dass den Kunden lang­fris­tig vie­le klei­ne Cent‐Beträge weni­ger auf­fal­len und schmer­zen wür­den als vie­le Euro im Voraus beim Credit‐Kauf wie es aktu­ell der Fall wäre und sie somit unwis­sent­lich, aber auf lan­ge Sicht doch mehr zah­len wür­den. Da könn­te etwas dran sein, wenn ich mir anschaue, wie vie­le kos­ten­pflich­ti­ge Apps ich mir schon für weni­ge Cent im iTunes‐Store gekauft habe. Aber die gro­ßen Kunden wer­den sehr wohl auf das Geld schau­en und Kalkulationen anstel­len.

Da der Preis eines Bildes als TKP (Tausender‐Kontakt‐Preis) berech­net wer­den soll, also für 1000 Abrufe eines Bildes bezahlt wird, könn­te ich mir gut vor­stel­len, dass die cle­ve­ren Kunden dann auf die klick­träch­ti­gen Titelstorys lie­ber tra­di­tio­nell gekauf­te Stockfotos plat­zie­ren und auf unwich­ti­ge Nebenseiten die Streaming‐Bilder.

Es gibt noch eine ande­re Überlegung, die mich skep­tisch blei­ben lässt. Das „royal­ty free“-Geschäftsmodell (RF) hat sich gegen­über dem frü­her vor­herr­schen­den „rights managed“-Modell (RM) so schnell durch­ge­setzt, weil es preis­lich deut­lich ein­fa­cher nach­zu­voll­zie­hen war. Bei RM wur­de der Preis eines Fotos von vie­len Faktoren wie Auflagengröße, Exklusivität, Ort, Art und Dauer der Nutzung, Platzierung (Titelseite teu­rer als im Innenteil etc.) und so wei­ter bestimmt. bei RF galt: Je Größe ein Preis. Fertig. Mit dem Bilder‐Streaming wäre es preis­lich wie­der eine Rolle rück­wärts, denn so wis­sen die Bildkäufer erst nach der tat­säch­li­chen Nutzung des Bildes, wie viel die­se gekos­tet hat. Bei so viel Unsicherheit höre ich schon die Buchhaltung‐Abteilungen der gro­ßen Verlage auf­heu­len.

Wertverlagerung der Bilder

Bisher war es ziem­lich ein­fach: Ein Bild wur­de dann gekauft, wenn das Motiv und die Suchbegriffe gepasst haben. Im Microstock‐Bereich bei­des Bereiche, die der Fotograf allein zu ver­ant­wor­ten hat­te. Deshalb kann man sagen: Je bes­ser der Fotograf, des­to mehr Bilder hat er ver­kauft und des­to mehr damit auch ver­dient. Beim Image‐Streaming hin­ge­gen bemisst sich der Preis eines Bildes an den Aufrufen. Die Aufrufe einer Webseite in einem Blog, auf einer News‐Seite oder wo auch immer hängt jedoch nicht von der Qualität des Bildes ab, son­dern vom Inhalt oder der Überschrift. Zugespitzt könn­te man for­mu­lie­ren: Der Journalist oder Copywriter bestimmt, wie viel der Fotograf ver­dient. Als Fotograf will ich jedoch für mei­ne Arbeit bezahlt wer­den, nicht dafür, wie span­nend ande­re jour­na­lis­ti­sche Texte sind.

Hohle Marketing‐Versprechen

Eine Mitarbeiterin von PressFoto schrieb mir sinn­ge­mäß: Unser Streaming‐Service wird garan­tiert nicht die Verkäufe bei ande­ren Bildagenturen beein­träch­ti­gen. Erstens rich­tet sich der Dienst an neue Kunden, die bis­her nicht gekauft haben und zwei­tens ist der Dienst nur für Web‐Formate. Davon glau­be ich genau die zwei­te Hälfte. Es ist logisch, dass Streaming nur für Online‐Nutzungen funk­tio­niert.

Ich glau­be jedoch kein biss­chen, dass Streaming für Neukunden inter­es­sant ist. Auf der Mexpo trat Dimitriy mit einer Augenklappe als Pirat auf, um dar­zu­stel­len, dass er die Leute als Kunden im Blick habe, die bis­her Bilder im Internet klau­en wür­den. Ich den­ke jedoch nicht, dass die­se Leute das machen, weil sie Streaming ver­mis­sen, son­dern weil sie kei­ne ent­we­der kei­ne Ahnung haben, dass man für vie­le Bilder bezah­len muss oder nur kei­ne Lust dar­auf haben. Dieses Marketing‐Versprechen, dass bis­he­ri­ge Umsätze nicht betrof­fen wären bei der Einführung eines neu­en Verkaufsmodells, habe ich schon bei der Einführung der Abo‐Modelle nicht geglaubt.

Was sagt ihr um Bilder‐Streaming? Was sind aus eurer Sicht die Vor‐ und Nachteile?

Update 10.12.2013: Im Blog der PressFoto‐Group gibt es jetzt hier mehr Details und Screenshots zu sehen. Demnach sol­len 1000 Views (1 CPM) ca. 30 Kopeken kos­ten, also umge­rech­net weni­ger als 1 Euro‐Cent.

Frag den Fotograf: Modelvertrag bei Kinderfotos für Bildagenturen

In mei­nem Postfach lan­de­te wie­der eine Mail mit einer Frage, die ich in ähn­li­cher Form schon mehr­mals gestellt bekam. Deswegen möch­te ich mich ihr heu­te wid­men.

Hier die Mail:

Hallo Robert,

ger­ne ver­fol­ge ich dei­ne Blog und besit­ze auch dein Buch.

Ich habe den­noch mal eine Frage an dich. Und zwar soll ich dem­nächst ein Baby foto­gra­fie­ren und wür­de die Bilder natür­lich auch ger­ne bei Bildagenturen nut­zen, dafür brau­che ich ja den Model Release (MR). Wie gehst du bei Eltern vor, um den zu bekom­men? Wie machst du denen das schmack­haft? Ich traue mich da ja schon gar nicht zu fra­gen, weil das so ein heik­les Thema ist. „Äh, kann ich die Bilder eures Kindes ver­wen­den, um sie wei­ter zu ver­kau­fen, im Internet?“. Da wird doch jeder stut­zig. Ich traue mich ein­fach nicht an das Thema her­an, wür­de mich auch nicht trau­en, so was zu fra­gen, da wür­de ich mich schä­men.

Wie kann ich die­se Scham abwer­fen bzw. wie kann ich Eltern nahe­brin­gen, dass es nichts Schlimmes ist, wenn Bilder von den Kindern ver­kauft wer­den? Mir ist klar, dass jeder mit „nein“ ant­wor­ten wür­de oder sogar von einem Fotoshooting abse­hen wür­de, wenn ich mit so einem MR daher kom­me.

Vielleicht kannst du mal erklä­ren, wie du das so machst. In dei­nem Buch steht zwar, wie und wo man die Models fin­det, aber nicht genau, wie man denen den MR näher­bringt bzw. aus­fül­len lässt.

So, jetzt bin ich gespannt auf dei­ne Antwort und dan­ke dir schon im Voraus für die Mühe und die Zeit die du dir dafür nimmst.

Viele Grüße,
Rita“


Beim Leser der Email habe ich gemerkt, dass ich etwas betriebs­blind gewor­den bin. Ich habe bis­her fast 20 Kinder foto­gra­fiert und die­se Scham habe ich kaum gespürt. Das hat meh­re­re Gründe. Zum einen lege ich gro­ßen Wert auf Transparenz, das heißt, ich möch­te sicher­stel­len, dass alle Models ver­ste­hen, was für Fotos ich mache, wie Stockfotografie grund­sätz­lich funk­tio­niert und wo die Bilder erschei­nen könn­ten bzw. wel­che Nutzungen ver­bo­ten sind. Das unter­schei­det sich bei Kindern nicht von Erwachsenen, außer das ich es meist nicht (nur) dem Model, son­dern auch den bei­den Eltern erklä­re.

Natürlich ist es schon vor­ge­kom­men, dass ich eini­ge Kinder nicht foto­gra­fie­ren durf­te, weil die Eltern damit nicht ein­ver­stan­den waren. In der Praxis hat­te ich manch­mal den Fall, dass bei getrennt leben­den oder geschie­de­nen Eltern das Persönlichkeitsrecht des Kindes benutzt wur­de, um dem Elternteil, wel­ches ger­ne Fotos von sich mit dem Kind haben woll­te, nach­träg­lich „eins aus­zu­wi­schen“. Deshalb lege ich auch viel Wert dar­auf, dass bei­de Eltern den Modelvertrag für das Kind unter­schrei­ben. Wenn ein Elternteil aus Sorge um das Kind abge­lehnt hat, lag das oft auch dar­an, dass ich wegen der getrennt leben­den Eltern nicht mit der Person spre­chen konn­te, um die Nutzung genau­er zu erklä­ren. Aber in jedem Fall respek­tie­re ich dann den Wunsch und ver­zich­te auf ein Fotoshooting.

Im Hinterkopf behal­ten soll­te man vor allem zwei Dinge: Die Angst der Eltern und die Vorteile eines Fotoshootings.

Bei Eltern kur­siert manch­mal der Gedanke im Kopf, dass Fotos der eige­nen Kinder im Internet „böse“ sei­en. Weil sich dort „Irre“ und „Perverse“ rum­trei­ben könn­ten. Ein befreun­de­ter Fotograf hat­te kürz­lich dage­gen argu­men­tiert: „Die Irren fah­ren ja auch Auto, des­we­gen ver­zich­te ich trotz­dem nicht dar­auf…“

Ich den­ke auch, dass es viel gefähr­li­cher ist, Fotos der eige­nen Kinder bei Facebook oder ande­ren sozia­len Netzwerken zu ver­öf­fent­li­chen, wo die­se Bilder noch mit per­sön­li­chen Angaben wie Alter, Wohnort, Schule oder ähn­li­ches ver­knüpft wer­den könn­ten. Dann wäre even­tu­ell wirk­lich die Gefahr gege­ben, jemand kön­ne auf den Gedanken kom­men, das Kind zu ent­füh­ren oder Schlimmeres. Bei den Kinderfotos in Bildagenturen jedoch bleibt das Kind für die Betrachter und Käufer anonym. Einige Agenturen ver­bie­ten sogar, Kinderfotos mit poten­zi­ell gefähr­li­chen Begriffen wie „nackt, sexy, etc.“ zu ver­schlag­wor­ten.

Wenn der Fotograf ängst­lich und schüch­tern bei den Eltern einen Vertrag anspre­chen will, spü­ren die­se schnell, dass dem Fotografen dabei unwohl ist und malen sich die Gründe dafür in den düs­ters­ten Farben aus.

Deshalb emp­feh­le ich gene­rell jedem Stockfotografen, mit gutem Beispiel vor­an­zu­ge­hen und selbst eini­ge Fotos der eige­nen Kinder anzu­bie­ten oder – falls kei­ne vor­han­den sind – ein­fach Selbstportraits zu machen. In weni­gen Jahren sehen die Kinder sowie­so ganz anders aus und sind kaum wie­der­zu­er­ken­nen. Ich habe auch eini­ge Selbstportraits in den Agenturen und es zeigt mei­nen Models, dass ich kei­ne Angst habe, mein Gesicht auf die­se Art zur Schau zu stel­len.

Der zwei­te Punkt ist, dass die Eltern und das Kind Vorteile von einem Fotoshooting haben. Die Eltern spa­ren das Geld für einen Portraitfotografen, was bei 10–20 Bildern schnell meh­re­re hun­dert Euro kos­ten kann. Bei mir bekom­men die Eltern oft sogar deut­lich mehr Fotos kos­ten­los. Manchmal bezah­le ich die Kindermodels auch zusätz­lich, je nach­dem, wer wen gefragt hat.

Hier sind wir bei einem wei­te­ren Punkt. Die meis­ten Kinder habe ich auf aus­drück­li­chen Wunsch der Eltern foto­gra­fiert. Das heißt, die­se wuss­ten, dass ich Fotograf bin, kann­ten meist auch mei­ne Bilder und haben gefragt, ob ich auch Kinderfotos oder Familienfotos machen kön­ne. Meist habe ich das bejaht unter der Bedingung, dass ich die­se Fotos wie mein ande­ren Fotos auch bei den Bildagenturen ver­kau­fen darf. Mein Vertrag ist auch öffent­lich auf mei­ner Webseite ein­seh­bar; die Eltern haben also im Voraus genug Zeit, sich damit ver­traut zu machen.

Nach die­sen Überlegungen habe ich Rita gefragt, wie denn bei ihr der Kontakt zustan­de gekom­men ist und was sie sich vor­ge­stellt hat:

Hallo Robert,

ich woll­te schon so 30 Euro für die Bilder haben, weil ich die auf CD bren­ne und die Bilder bear­bei­ten muss. Es sind dann aber auch wirk­lich vie­le Bilder die ich meis­tens mache und der Bearbeitungsaufwand ist groß.

Ich wüss­te ja gar nicht, ob die Bilder sich bei den Bildagenturen ver­kau­fen las­sen oder nicht. Ich weiß nur, dass Menschenbilder eben gern genom­men wer­den. Wohin die gehen, wenn sie ver­kauft wer­den oder was für einen Nutzen das Model davon hat, damit hab ich mich noch nie aus­ein­an­der­ge­setzt.

Eine Mami hat mich ein­fach gebe­ten, ein paar Bilder von ihrer acht Monate alten Tochter zu machen und ich hab zuge­sagt, es zu tun. Dabei dach­te ich, ich könn­te auch gleich fra­gen ob sie mir den MR aus­fül­len. Ich will halt mei­nen Bildbestand mal auf­sto­cken und das geht nicht nur mit Blümchen und Bienchen…weißt du ja auch. Ich brau­che bestimm­te Dinge, die kei­ner sonst hat.

Ich hab ein­fach Hemmungen, die Eltern danach zu fra­gen, weiß auch nicht, wie­so und wie man die­se Hemmungen los­wer­den kann. Die Mama der Kleinen hat mit mir mal einen VHS‐Fotokurs mit­ge­macht und weiß sicher­lich, was sol­che Fotoshootings mit Kindern kos­ten. Da sind 30 Euro ein Spott dage­gen.

Machst du nur noch Fotos mit MR, damit du die Bilder alle ver­wen­den kannst und wenn ja, wie hast du die Überwindung hin­ter dich gebracht, danach zu fra­gen, bzw. den Leuten Stift und Zettel in die Hand zu drü­cken und alles zu erklä­ren?

Ich wür­de ja auch mei­ne eige­nen Kinder neh­men (bis­her nur Hände und Füße), aber mein Ex‐Mann hat lei­der was dage­gen, die Kinder so öffent­lich zu zei­gen. Deswegen den­ke ich immer, ande­re Eltern wür­den auch so ver­klemmt den­ken und so vor­sich­tig sein. Einerseits könnt ich die Eltern auch ver­ste­hen, wenn sie „nein“ sagen.

Schönen Abend noch und vie­le Grüße,
Rita“

Die Ursache der Angst, nach einem Vertrag zu fra­gen, lässt sich am Ex‐Mann schnell fest­ma­chen.

Wichtiger scheint mir noch ein ande­rer Punkt: Auch wenn Bildagenturen ger­ne Hobbyfotografen auf­neh­men, bleibt die Stockfotografie trotz­dem ein Geschäftsmodell. Dazu gehört für die teil­neh­men­den Fotografen auch, betriebs­wirt­schaft­lich den­ken zu müs­sen, um lang­fris­tig erfolg­reich zu sein. Dazu gehört, sich das Verständnis zu erar­bei­ten, was mit den Bildern gesche­hen kann und die Bereitschaft, Investitionen zu täti­gen.

Ich wür­de zum Beispiel kein Geld für die Fotos neh­men, zumal 30 Euro eh nicht den Stundenlohn wert wären. Stattdessen wür­de ich sagen: „Hör zu, ich mache dir die Bilder kos­ten­los, aber dafür darf ich die bei Bildagenturen ver­kau­fen. Dazu wird die­ser Vertrag hier abge­schlos­sen…“ Ob sich die Bilder ver­kau­fen, ist allein das Risiko des Fotografen und es soll­te ihn moti­vie­ren, mög­lichst gut zu arbei­ten. Im Falle eines Misserfolges soll­te ana­ly­siert wer­den, was beim nächs­ten Mal anders lau­fen muss, damit sich die Fotos ver­kau­fen.

Fotografen, die sich jedoch eher auf Portraits und Auftragsarbeiten spe­zia­li­siert haben, machen es manch­mal so, dass sie für die Unterschrift zu einem Modelvertrag einen Rabatt auf den nor­ma­len Preis geben. Zum Beispiel könn­te ein Kinder‐Portrait‐Shooting mit 20–30 Bildern statt 300 Euro nur noch 200 Euro kos­ten.

Wenn sich die pro­fes­sio­nel­le Einstellung auch so auf die eige­ne Webseite etc. aus­wirkt, dass Personen sofort erken­nen, dass der Fotograf mit sei­ner Arbeit Geld ver­die­nen will, dann muss man sich auch nicht mehr schä­men, Geld zu ver­lan­gen bzw. statt­des­sen Veröffentlichungsrechte.

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Kinderfotografie gemacht? Was für Tipps wür­det ihr Rita geben?

Die Top 10 der meistverkauften Videos bei Pond5 in 2011

Anfang des Jahres hat­te ich hier im Blog die meist­ver­kauf­ten Fotos des letz­ten Jahres bei Fotolia und istock­pho­to vor­ge­stellt.

Da sowohl ich selbst als auch ande­re zusätz­lich immer mehr Videos ver­kau­fen, woll­te ich ger­ne wis­sen, wel­che Videos im Jahr 2011 am meis­ten ver­kauft wur­den?

Tom Bennett, CEO bei der gro­ßen Video‐Agentur Pond5*, war so freund­lich, tief in die Datenbank zu tau­chen und mir die zehn Video‐Bestseller 2011 zu nen­nen.

Vorhang auf:

  1. Platz (120 Verkäufe): City Street Crowd*

    Souverän und mit Abstand den ers­ten Platz beleg­te die­ses Video mit einer anony­men Menschenmasse. Der Trick bei sol­chen Aufnahmen ist, ers­tens eine Stelle zu fin­den, von der so vie­le dicht­ge­dräng­te Menschen auf ein­mal gefilmt wer­den kön­nen und zwei­tens, die Kameraeinstellungen so zu wäh­len, dass die Person iden­ti­fi­zier­bar ist.
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  2. Platz (97 Verkäufe): Old 8mm Film Frame*

    Eher unspek­ta­ku­lär ist der zwei­te Platz, ein lee­rer 8mm‐Film. Solche Aufnahmen wer­den ger­ne ent­we­der als Vorspann genutzt oder in Kombination mit einer Transparenzmaske oder After Effects, um aktu­el­len Aufnahmen einen nost­al­gi­schen Touch zu geben.
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  3. Platz (96 Verkäufe): Close‐Up Heavenly Sun Rise*

    Ein beein­dru­cken­des Video ist die­ser Sonnenaufgang auf dem drit­ten Platz, da einer­seits die Kontraste sehr gut ein­ge­stellt (oder bear­bei­tet wur­den) und bei die­ser Zeitrafferaufnahme die Kamera nach oben geschwenkt wur­de – immer eine beson­de­re Herausforderung.
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  4. Platz (95 Verkäufe): Large Anonymous Crowd*

    Auf dem vier­ten Platz eine wei­te­re Version der Menschenmassen, dies­mal nur ohne Zeitlupen‐Effekt.
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  5. Platz (84 Verkäufe): Clouds*

    Platz fünf hat wie­der ein Wolken‐Video erobert. Bei die­sen (und auch den unten fol­gen­den Wolken‐) Videos ist die größ­te Schwierigkeit, zum einen einen Platz zu fin­den, bei dem die Sicht nicht von Häusern, Stromleitungen, Windrädern oder ande­ren Zivilisationszeichen ver­stellt ist und zum ande­ren, die Geduld oder das Glück zu haben, einen beein­dru­cken­den Sonnenauf‐ oder unter­gang zu erwi­schen.
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  6. Platz (80 Verkäufe): Vintage Film Frame*

    Den sechs­ten Platz belegt eine wei­te­re Version des alt­mo­di­schen Film‐Looks.
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  7. Platz (76 Verkäufe): Airplane Landing In Airport*

    Auf Platz sie­ben die Landung eines Flugzeugs, idyl­lisch in Abenddämmerung getaucht. Die Herausforderungen bei sol­chen Motiven sind, die rich­ti­ge Stelle zu fin­den und kei­ne Logos oder Markennamen auf dem Video zu haben.
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  8. Platz (72 Verkäufe): Clouds*

    Zeitraffer von Wolken: Immer wie­der ger­ne gese­hen…
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  9. Platz (58 Verkäufe): Timelapse Blue Sky With Running Clouds In Sunrise*

    …ger­ne auch in unter­schied­li­chen Farbtönen.
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  10. Platz (58 Verkäufe): Time Lapse Stylish Manhattan Brooklyn Bridge*

    Gleichauf mit dem neun­ten Platz liegt auf Platz 10 eine Zeitraffer‐Aufnahme von der Brooklyn Bridge in Manhattan bei Nacht. Ich fra­ge mich, wie der Videograf die Kamera an genau die­ser Stelle befes­ti­gen konn­te. Genau das macht den Reiz des Videos aus. Der Autor ist übri­gens iden­tisch mit den Top‐Sellern der Menschenmassen.

Welche Video‐Motive verkaufen sich am besten?

Angesichts der Top 10 oben ist schnell ersicht­lich, wel­che fünf Szenen am gefrag­tes­ten sind: Menschenmassen, Wolkenaufnahmen, alte Filmlooks, Zeitraffer und Transportszenen, ger­ne auch meh­re­re die­ser Dinge zusam­men in einem Video. Diese Themen und oben gezeig­ten Videos haben alle zwei Dinge gemein­sam. Sie sind sehr uni­ver­sal ein­setz­bar, was unver­zicht­bar ist, wenn man vie­le Kunden anspre­chen will. Außerdem sind die Titel sehr aus­sa­ge­kräf­tig und hel­fen des­halb kräf­tig mit, die Bildkäufer zum pas­sen­den Video zu lei­ten.

Für die Videografen die­ser Topseller kann es durch­aus lukra­tiv sein, Videos zu erstel­len und zu ver­kau­fen, selbst wenn der Aufwand bedeu­tend höher ist als bei der Fotografie. Mit Erlösen von über tau­send Euro pro Video (nur inner­halb eines Jahres) kön­nen die Einnahmen schon mit mei­nen meist­ver­kauf­ten Fotos mit­hal­ten.

Mein Bestseller bei Pond5 ist übri­gens die­ses Video einer Frau im Rollstuhl*, mit wel­chem ich inner­halb eines hal­ben Jahres schon ca. 100 Euro ver­dient habe:

Welche Videos ver­kau­fen sich bei euch am bes­ten?

* Affiliate

Geld verdienen mit WordPress Themes – Ein Praxisbeispiel

Stockfotos sind nur ein Teil des­sen, was vie­le Bildagenturen zum Verkauf anbie­ten. Immer öfter gibt es auch Videos, Vektorgrafiken, Illustrationen, Audio‐Dateien, aber auch Fonts, Flash‐Dateien, 3D‐Modelle, Codeschnipsel oder Webseiten‐Templates.

Was man mit dem Verkauf von Fotos ver­die­nen kann, wis­sen die meis­ten mei­ner Leser unge­fähr. Aber die wenigs­ten wis­sen, wie man zum Beispiel mit Themes für das belieb­te Blogsystem WordPress Geld ver­die­nen kann. Themes sind Layout‐Vorlagen, wel­che das Aussehen von Blogs und ande­ren Webseiten bestim­men und die­ses leich­ter ver­än­dern las­sen.

Die Agentur Envato ver­öf­fent­lich­te Mitte Dezember eine Meldung in deren Blog, wonach der ers­te ihrer Kontributoren 1 Million US‐Dollar Umsatz erzielt habe. Und das inner­halb von nur drei Jahren und mit nur 40 WordPress‐Themes. Ihr könnt die Kinnladen jetzt wie­der hoch­klap­pen.

Der Glückliche ist der 30jährige Wiener Programmierer Christian Budschedl, der unter dem Usernamen Kriesi sei­ne selbst­pro­gram­mier­ten WordPress‐Themes exklu­siv bei ThemeForest (einem Bereich bei Envato) anbie­tet.

Christian „Kriesi“ Budschedl

Nehmen wir uns die Zeit, das mal aus­zu­rech­nen.

Innerhalb von 3 Jahren, also 36 Monaten hat er knapp 32.000 Verkäufe erzielt, wel­che zusam­men die erwähn­te Million Umsatz erziel­ten. Das macht $ 31,25 pro Verkauf, was auch unge­fähr der Durchschnitt sei­ner tat­säch­li­chen Verkaufspreise ist.

Auf die­ser Seite kann nach­ge­le­sen wer­den, was exklu­si­ve Anbieter bei ThemeForest pro Verkauf bekom­men (50–70%) und wie sich die Werte in der Vergangenheit geän­dert haben. Nach der aktu­el­len Tabelle hat Kriesi von der Million unge­fähr 692.125 US‐Dollar Anteil bekom­men. Legen wir einen nied­ri­gen Umrechnungskurs von 70 Euro‐Cent pro Dollar zugrun­de (zur Zeit liegt der Dollar eher bei 75 Cent) und wir erhal­ten 484.488 Euro Einnahmen.

Geteilt durch 36 Monate wären das 13.458 Euro Einnahmen pro Monat. Das ver­dient Kriesi aus­schließ­lich durch sei­ne WordPress‐Themes! Der Wert ist ein Durchschnittswert, das bedeu­tet, im ers­ten Jahr hat er garan­tiert weni­ger ver­dient, aber momen­tan ver­dient er deut­lich mehr. Nicht berück­sich­tigt sind außer­dem die Affiliate‐Einnahmen von über 1000 Kunden, die er gewor­ben hat.

In der oben ver­link­ten Meldung ist auch ein Interview mit dem Programmierer, in dem er erwähnt, dass er ca. 3 Wochen braucht, um ein neu­es WordPress‐Theme zu erstel­len. Selbst wenn wir das auf ca. einen Monat auf­run­den, ver­dient er damit pro Theme noch über 13.000 Euro!

Ist das die Ausnahme oder die Regel?

Eher die Regel. Es gibt eine Rangliste der Top‐Autoren bei Envato, wo die 15 Autoren mit den meis­ten Verkäufen alle über 10.000 Verkäufe haben und manch­mal weni­ger als halb so lan­ge wie Kriesi aktiv sind. Das legt nahe, dass sie alle eben­falls min­des­tens 4.000 Euro im Monat ver­die­nen.

Die Verkaufszahlen der Rangliste hin­ken etwas hin­ter­her, aktu­el­le­re Zahlen sind auf den Detailseiten der Künstler ein­seh­bar.

Dazu kommt, dass im Gegensatz zur Fotografie kei­ne teu­ren Geräte wie Kameras, Objektive, Blitzanlage und so wei­ter benö­tigt wer­den. Ein guter Laptop und etwas Software reicht voll­kom­men aus.

Selbst wenn jemand nur ein Zehntel von Kriesi mit dem Verkauf von WordPress Themes ver­die­nen wür­de, käme er immer noch auf 1.300 pro Monat, für die Programmierung von höchs­tens einem WordPress‐Theme.

Deshalb: Auch mal über den Tellerrand schau­en. In ande­ren Medienbereichen lässt sich mit ande­ren digi­ta­len Produkten eben­falls gut Geld ver­die­nen. Fotografen haben sogar den Vorteil, dass sie die immens wich­ti­ge Verschlagwortung gut drauf haben.

Verkauft ihr neben Fotos auch ande­re Dateien? Wenn ja, wel­che und wie läuft es für Euch?

Frag den Fotograf: Kann ich RAW‐Dateien verkaufen?

Eine Berliner Fotografin schrieb mir vor zwei Monaten fol­gen­des:

hal­lo robert,
seit gerau­mer zeit bin ich begeis­ter­ter fan dei­ner blog­sei­te. viel wis­sens­wer­tes habe ich gele­sen und mit freu­den dei­ne bil­der ange­se­hen.

nun habe ich ein klei­nes „pro­blem­chen“, wozu ich nichts im netz fin­den konn­te und des­halb wage ich es ein­fach, dich zu fra­gen 😉

eine kun­din möch­te die im shoo­ting ent­stan­den­den raw datei­en käuf­lich erwer­ben.
ich fand die­sen wunsch ziem­lich merk­wür­dig und dach­te, sie meint sicher die jpg datei­en. weit gefehlt, sie möch­te tat­säch­lich die raw datei­en auf cd, um damit ein foto­buch zu kre­ieren nach ihren wün­schen und ihrem künst­le­ri­schen anspruch.

nun bin ich etwas rat­los… ver­kauft man sei­ne raw datei­en eigent­lich? das ist ja, als ob man frü­her sei­ne nega­ti­ve aus der hand gege­ben hät­te, was mir nie im traum ein­ge­fal­len wäre. oder ist das im digi­ta­len zeit­al­ter kein so abwe­gi­ger gedan­ke mehr…?

viel­leicht hast du dazu eine idee, einen rat­schlag oder schon mal etwas ver­gleich­ba­res gehört oder gele­sen.“

Geldscheine auf die Hand geben

Ich ant­wor­te­te ihr:

Dein ‚Problem‘ kann von zwei Seiten betrach­tet wer­den und in bei­den Fällen ist der Vergleich mit einer RAW‐Datei als (digi­ta­les) Negativ sinn­voll.

Zum einen lie­ferst Du damit Dein Arbeitsmaterial aus, gibst sozu­sa­gen das Negativ und damit die künst­le­ri­sche Kontrolle aus der Hand. Wenn Du das
akzep­tie­ren kannst, fein, dann ver­kau­fe die RAW‐Dateien. Du soll­test nur über­le­gen, ob Du damit leben kannst, wenn der Kunde die RAW‐Dateien even­tu­ell „ver­un­stal­tet“ und Du dafür mit Deinem Namen gera­de ste­hen willst. Oder Du ver­kaufst sie und bestehst dar­auf, dass Dein Name als Fotografin nicht genannt wird.

Auf der ande­ren Seite ist eine RAW‐Datei zwar ein Negativ, aber da es digi­tal ist, gibst Du kein Unikat aus der Hand wie es frü­her der Fall
gewe­sen wäre, son­dern nur eine Kopie. Bis vor einer Weile habe ich mei­nen Models auch immer eine Foto‐CD mit den JPG‐Daten und den RAW‐Daten
mit­ge­ge­ben, bis ich irgend­wann gemerkt habe, dass die meis­ten Models mit den unbe­ar­bei­te­ten RAWs nix anfan­gen konn­ten.

Im Endeffekt liegt die Entscheidung wie­der bei Dir…“

Eine Umfrage unter ca. 250 Fotografen in einem Thread im Model‐Kartei‐Forum ergab, dass ca. 72% der Fotografen die RAW‐Daten nie her­aus­ge­ben, 20% auf Anfrage und 8% immer.

Wie hand­habt ihr das? Aus wel­chen Gründen gebt ihr Eure RAW‐Dateien her­aus oder eben nicht und wie sind die Reaktionen dar­auf?