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Welche Kamera nutzen deutsche Stockfotografen am liebsten?

Die Bildagentur Shutterstock* hat eben eine span­nen­de Statistik ver­öf­fent­licht.

Darin wer­tet die Agentur aus, wie viel Bilder von deut­schen Fotografen 2014 mit wel­cher Kamera auf­ge­nom­men wur­den. Grafisch sieht das Ergebnis so aus:

Top 10 Kameras hinter den Shutterstock Bildern aus Deutschland

Mit Abstand ganz vor­ne liegt die etwas in die Jahre gekom­me­ne Kamera Canon EOS 5D Mark II*, die immer­hin schon 2008 ver­öf­fent­licht wur­de und aktu­ell gebraucht knapp 1.000 Euro kos­tet. Auf Platz Zwei lan­det das Nachfolgermodell Canon EOS 5D Mark III*, die 2012 auf den Markt kam und neu ca. 3.000 Euro kos­tet und damit immer­hin drei­mal so viel kos­tet und zuge­ge­be­ner­ma­ßen im Fotobereich wenig Verbesserungen gegen­über der Mark II bringt. Ich arbei­te trotz­dem ger­ne mit der Mark III, weil der Autofokus deut­li­ch bes­ser gewor­den ist.

Erst auf dem drit­ten Platz und mit nur einem Fünftel an Bildern im Vergleich zu den ers­ten bei­den Plätzen liegt die Nikon D800*. Diese kos­tet neu ca. 2.500 Euro und hat gegen­über den bei­den Canon-Kameras auf den ers­ten Plätzen den unschätz­ba­ren Vorteil der 36 Megapixel, die selbst einen star­ken Crop (zum Beispiel um aus einem hori­zon­ta­len Bild eine ver­ti­ka­le Variante zu machen) erlau­ben, ohne dabei unter 15 MP zu kom­men, die Grenze, bei der bei Fotolia* die XXL-Größe ange­bo­ten wird.

Die rest­li­chen sie­ben Plätze tei­len sich vier Canon- und drei Nikon-Kameras aus dem mitt­le­ren Preissegment. Die in der Beliebtheit anstei­gen­den Kameras von Sony (Alpha-Serie) und Panasonic haben es noch nicht in die Top-10-Liste geschafft.

Der Erfolg der 5D Mark II ist ver­mut­li­ch eine Kombination aus meh­re­ren Faktoren: Hohe Auflösung mit Vollformatsensor, Video-Funktion sowie ein halb­wegs güns­ti­ger Preis für eine Kamera mit die­sem Funktionsumfang. Dazu kommt, dass das Nachfolgermodell eher die Videofunktionen ver­bes­sert hat.

Für Juni 2015 hat Canon jedoch den Nachfolger der Mark III, die Canon EOS 5DS ange­kün­digt, wel­che 50 Megapixel bie­ten soll und damit einen der weni­gen Vorteile der Nikon D800 locker über­trumpft. Ob die Bildqualität (vor allem chro­ma­ti­sche Aberration, Moiré und Schärfe) jedoch sta­bil bleibt, wird sich zei­gen müs­sen. Wenn das gege­ben ist, könn­te sie es viel­leicht schaf­fen, das Arbeitstier Mark II abzu­lö­sen.

Welche Kamera ver­wen­det ihr für eure Stockfotos und war­um?

* Affiliate

(K)eine Kaufempfehlung für Kameras und Objektive

Häufig wer­de ich gefragt, wel­che Kamera oder wel­ches Objektiv ich emp­feh­len kön­ne.

Manchmal habe ich in Artikeln wie die­sem hier oder die­sem ver­sucht, dar­auf eine Antwort zu geben. Aber die­se Antworten sind nie rich­tig zufrie­den­stel­lend und das hat einen Grund.

Ich bin kein Kameratester! Ich bin auch kein Objektivtester. Ich bin pro­fes­sio­nel­ler Fotograf. Das ist ein gro­ßer Unterschied.

In Foto-Fachzeitschriften mag es Leute geben, die den gan­zen Tag nichts ande­res tun als Pakete aus­zu­pa­cken, Bedienungsanleitungen von Kameras und Objektiven zu lesen, die­se auf ein Stativ zu schrau­ben und mit bun­ten Farbtafeln und kom­pli­zier­ten Testverfahren unter die Lupe zu neh­men, um die Qualität zu ver­glei­chen.

Ich habe mei­ne Canon-Kamera und eini­ge dazu pas­sen­de Objektive, mit denen ich arbei­te. Das reicht für mei­ne Arbeit aus und ich bin halb­wegs zufrie­den damit, denn son­st hät­te ich mir längst etwas ande­res gekauft.

Aber: Ich weiß nicht, ob zum Beispiel eine Nikon-Kamera, eine von Sony oder Panasonic viel­leicht bes­ser wäre, weil ich nie mit die­sen Kameras foto­gra­fiert habe. Selbst von Canon mag es ande­re Kameras geben, die viel­leicht bes­ser oder schlech­ter wären, ich weiß es schlicht nicht.

Dazu kommt, dass ich vor allem im Studio oder mit Blitzlicht arbei­te. Das heißt, ich kann bei Studioaufnahmen zum Beispiel die Qualität eines Objektivs bei Offenblende meist igno­rie­ren, dafür ist mir die Auflösung der Kamera wich­tig, weil ich mei­ne Bilder nach Größe ver­kau­fe. Sportfotografen hin­ge­gen legen mehr Wert auf einen schnel­len Autofokus und Auslöser und vie­le Serienbildaufnahmen. Street-Fotografen wol­len eine klei­ne, lei­se unauf­fäl­li­ge Kamera und Reisefotografen bevor­zu­gen leich­te Kameras mit guten Zoomobjektiven.

Da ich beruf­li­ch mit mei­nem Kamerazubehör arbei­te, wird es rela­tiv häu­fig benutzt und ich muss mich dar­auf ver­las­sen kön­nen. Wer nur als Hobby foto­gra­fiert, kann manch­mal auch eini­ge hun­dert Euro spa­ren, indem er eine güns­ti­ge­re Version kauft, die viel­leicht eine ähn­li­che Bildqualität hat, aber dafür weni­ger robust ist (z.B. Plastikgehäuse statt Metall, weni­ger Spritzwasserschutz etc.). Auch bei sol­chen Fragen kann ich lei­der kei­ne Tipps geben, weil ich nicht meh­re­re Versionen einer Kamera oder eines Objektivs ver­glei­che, son­dern meist gleich zur Profi-Variante grei­fe.

Wer sich für eine Kamera oder ein Objektiv ent­schei­den will, muss dem­nach ers­tens wis­sen, was er haupt­säch­li­ch foto­gra­fie­ren will und sich – falls mein Rat gesucht wird – zwei­tens klar machen, dass ich nicht stän­dig von Firmen neue Kameras und Objektive gra­tis zuge­schickt bekom­me, um die in mei­ner Arbeitszeit aus­pro­bie­ren zu kön­nen. Es gibt Fotografen wie Bob Atkins, Michael Reichmann, Stefan Gross oder Ken Rockwell, die tat­säch­li­ch stän­dig neue Technik bewer­ten, des­halb emp­feh­le ich, lie­ber den Links auf deren Review-Seiten zu fol­gen, um sich ein Urteil über neue Kameras und Objektive bil­den zu kön­nen. Eine wei­te­re gute Möglichkeit, Kameras oder ande­res Fotozubehör zu ver­glei­chen, ist die Seite Digital Photography Review.

Dieser Artikel soll den­je­ni­gen Leuten hel­fen, die mir per Mail Fragen zum Kamerakauf oder Objektivkauf schi­cken, damit ich ihnen den Link zu die­sem Text hier schi­cken kann und sie neben mei­ner Erklärung trotz­dem eini­ge hil­fei­che Links zum Thema fin­den.

Wie geht ihr vor, wenn ihr eine Kamera kau­fen wollt? Was ist euch wich­tig und wie infor­miert ihr euch? 

Stockfotografie-News 2011-05-27

Auch die­sen Freitag wie­der ein paar Nachrichten. Es sind nicht ganz so vie­le, aber bevor ich sie wie­der wochen­lang vor mir her schie­be, raus damit:

  • Der Bildermarkt scheint wie­der bereit für eini­ge Veränderungen zu sein. Die bri­ti­sche Bildgagentur Ingram Images (frü­her Ingram Publishing) kauft die eben­falls bri­ti­sche Bildagentur Reflex Stock. Neben den über 10 Millionen Bildern erhält Ingram auch den belieb­ten Design-Blog von Reflex Stock.
  • Kennt ihr Snapfish? Das ist ein Online-Fotolabor der Firma HP. Zusammen mit der Firma LicenseStream ver­kauft SnapFish als Snapfish Stock Images jetzt auch Bilder. Man merkt jedoch, dass die Seite von Leuten zusam­men­ge­schus­tert wur­de, die kei­ne Ahnung von Stockfotografie haben. Die Fotografen sol­len 12 Dollar jähr­li­ch bezah­len, damit ihre Bilder ver­kauft wer­den, dann bekom­men sie „durch­schnitt­li­ch“ 60% des Verkaufspreises. Das Wort „durch­schnitt­li­ch“ wür­de mich schon ner­vös machen. Sie wer­ben übri­gens damit, dass die­se 60% „fast das Doppelte“ des Industrie-Standards sei­en. Das ist natür­li­ch Quatsch, aber wenn man sich – wie HP es tut – auf istock­pho­to bezieht, trotz­dem nach­voll­zieh­bar. Außerdem sol­len Fotografen via „Image Exchange“ unter­ein­an­der Bilder kos­ten­los für pri­va­te Zwecke nut­zen kön­nen. Wie es aus­sieht, kommt bis­her ein Großteil der Bilder von Veer, der Microstock-Tochter der Bildagentur Corbis. Aussagen der Veer-Managerin Chelsey Schaffel zufol­ge ist bis­her kein Opt-Out aus der Veer-Reseller-API mög­li­ch, wird aber ange­dacht, wenn die Nachfrage groß genug ist.
  • Nachdem Getty Images eine eng­li­sche und japa­ni­sche Webseite zum Thema Urheberrechte und Fotonutzung ins Leben geru­fen hat­te, gibt es jetzt die deut­sche Version von stockphotorights.com.
  • Letzte Woche gab Alamy bekannt, nun auch eine deut­sche Webseite zu haben, die­se Woche schob Alamy nach: Das betref­fe nur die Kundenwebseite, die Fotografenseite blei­be wei­ter­hin nur in eng­li­sch ver­füg­bar und es gebe momen­tan auch kei­ne Pläne, das zu ändern.
  • Da fan­ge ich müh­sam an, fil­men zu ler­nen, und schwupps, kün­digt Corbis an, ab sofort auch über 100.000 Video-Clips von Sony Pictures Entertainment zu ver­kau­fen. Das Material stammt vor allem aus den Hollywood-Filmen und Fernsehshows der Firma, das meis­te ist in HD erhät­li­ch. Darunter sind zum Beispiel der Start einer Raumfähre, applau­die­ren­de Menschenmengen oder die Explosion eines Geländewagens in L.A. zu sehen. Ob ich das jemals auf­ho­len kann?
  • Die Bildagentur 123rf hat still und heim­li­ch einen neu­en Button ein­ge­führt, auf dem „Translate into eng­lish“ steht. Zu fin­den ist er nach dem Hochladen von Bildern unten auf der Seite. Er soll alle Sprachen außer eng­li­sch ins Englische über­set­zen. Das „alle“ macht mich jedoch skep­ti­sch, da auto­ma­ti­sier­te Übersetzungen nie beson­ders gut sind. Aber bes­ser als nix.
  • Eher eine Randnotiz: Nikon ver­klagt Sigma wegen angeb­li­cher Patentverletzung bei opti­schen Bildstabilisatoren in Objektiven.

Was sagt ihr? Wie erfolg­ver­spre­chend klingt Snapfish Images? Habe ich son­st noch News ver­ges­sen?

Stockfotografie-News 2010-10-08

Oh Mann, da habe ich aber was schlei­fen las­sen. Und so viel ist pas­siert. Fangen wir des­halb gleich mit den News an:

  • Wer sich gewun­dert hat, wo die gan­zen Bildagenturen bei der Photokina waren: Die sind alle lie­ber nach Frankfurt zur Buchmesse gefah­ren. Liegt auf der Hand, da sich dort eher die Kunden als die Anbieter rum­trei­ben. Diesmal gibt es sogar ein eige­nes „Zentrum Bild“ mit mehr als 15 teil­neh­men­den Agenturen. Bis zum 10.10.2010 läuft sie noch.
  • Die Vertriebsplattform für (Micro)Stockfotos, iSyn­di­ca, been­det zum 10.10.2010 ihren Dienst. Mit iSyn­di­ca konn­ten Fotografen bequem Fotos und Videos 1x hoch­la­den und iSyn­di­ca ver­teil­te die­se dann auto­ma­ti­sch an ver­schie­de­ne Agenturen. Wer dort noch Guthaben offen hat (z.B. aus Affiliate-Einnahmen oder einem abge­schlos­se­nen Abo), muss bis zum 17.10.2010 eine Erstattung bean­tra­gen, um sein Geld aus­ge­zahlt zu bekom­men. Ich fin­de die­se Meldung zum Teil über­ra­schend, da die Idee sehr ein­leuch­tend und beliebt war. Der Grund für die Schließung: Unter dem Strich wur­den die Erwartungen der Investoren nicht erfüllt. Der iSyn­di­ca CTO Seb Coursol hat eine sehr aus­führ­li­che Stellungnahme abge­ge­ben, in der er übri­gens ganz neben­bei ein gro­ßes Microstock-Geheimnis lüf­tet. Mehr sag ich nicht.
    Wer jetzt hän­de­rin­gend nach Alternativen sucht: Ähnliche Dienste bie­ten zum Beispiel ProStockMaster (kos­ten­los), CushyStock (kos­ten­lo­se und Bezahl-Variante) und Photoshelter (Abo-Service).
  • Ebenfalls schlie­ßen wird die Microstock-Bildagentur Polylooks der Deutschen Telekom. Das kam für mich nicht ganz so über­ra­schend, da das Geschäftsmodell anschei­nend nur aus „Billiger als alle ande­ren anbie­ten, weni­ger als alle ande­ren aus­zah­len“ bestand. Traurig bin ich auch nicht, da ziem­li­ch offen­sicht­li­ch war, wel­cher ande­ren gro­ßen Microstock-Agentur Polylooks die Kunden strei­tig machen woll­te. Der Kuchen wäre dem­nach nur anders ver­teilt, aber nicht grö­ßer gewor­den.
  • Die nächs­te schlech­te Nachricht: Fotografen aus Bayern auf­ge­passt! Die Firma Hensel warnt in einer Rundmail vor einer „groß ange­leg­ten Einbruch- und Diebstahlserie in Fotostudios im Raum Bayern“. Die Einbrüche sol­len pro­fes­sio­nell und gezielt aus­ge­führt wer­den.
  • Diebstahl II: Den Fotografen Nicole und Ralf Obermann wur­de auf der Photokina fast ihr kom­plet­tes Nikon-Equipment gestoh­len! In ihrem Blog ver­öf­fent­li­chen sie die Seriennummern, damit Fotografen und ande­re poten­ti­el­le Käufer nach­schau­en kön­nen, ob sie Hehler-Ware erwer­ben. Ebenfalls sehr inter­es­sant: Durch die Seriennummern wur­de die Ausrüstung bei Nikon als „gestoh­len“ ver­merkt und wird KEINE Wartung, Reparatur oder Sensorreinigung erhal­ten und sofort der Polizei gemel­det. Ein guter Grund, sich die Seriennummern sei­ner Kameras und Objektive zu notie­ren.
  • Jetzt aber noch paar gute Nachrichten: Die Bildagentur Zoonar hat jetzt AGE Fotostock / THP als neu­en Content-Partner gewon­nen. Fotografen bei Zoonar kön­nen also ent­schei­den, ob ihre Bilder auch über die Agentur AGE Fotostock ange­bo­ten wer­den und deren THP-Netzwerk. THP steht für „Technological Hosting Platform“ und ist eine Art Foto-Suche, wel­che ande­re Agenturen naht­los in die eige­ne Webseite ein­bin­den kön­nen und damit das gesam­te Bildmaterial von AGE (über 1,5 Millionen Fotos) eben­falls zum Verkauf anbie­ten.
  • Shutterstock erhöht die Affiliate-Auszahlungsgrenzen für gewor­be­ne Kunden. Bisher erhiel­ten die Werber 20% der Kundenumsätze bis zu einem Limit von 50 US$, die Grenze wird jetzt auf 200 US$ ange­ho­ben.
  • Die Bildagentur StockFood eröff­net eine neue Bildagentur für die Themen „Inneneinrichtung, Haus & Garten“ und sucht dafür noch Fotografen die ent­spre­chen­de Motive mit Model Release und Property Release lie­fern kön­nen. Bisher wur­den sol­che Motive eher neben­bei ange­bo­ten, jetzt will sich StockFood wie­der ganz auf die Themen „Essen & Trinken“ kon­zen­trie­ren.
  • Zum Schluß in eige­ner Sache ein Hinweis auf zwei Interviews, die Claudia von stellenboersen.de und Amos von fotos-verkaufen.de mit mir auf der Photokina geführt haben. Viel Spaß beim Lesen.

Was sagt ihr zu die­sen Entwicklungen? Habt ihr News, die ich über­se­hen habe? Dann bit­te rein in die Kommentare damit.

11 hilfreiche Einstellungen für eine neue Kamera

Tadaaa, Deine neue Kamera ist da. Du packt sie aus, freust Dich und will­st die ers­ten Fotos machen. Mist, jetzt mus­st Du vor­her die Batterie auf­la­den. Dann aber kann es los­ge­hen.

Doch Stopp! Bevor Du die ers­ten Fotos mit Deiner neu­en digi­ta­len Spiegelreflexkamera machst, emp­feh­le ich elf Einstellungen, die Du vor­neh­men soll­test, damit Du bes­ser foto­gra­fie­ren kann­st. Einige Anmerkungen bezie­hen sich vor allem auf Canon-Kameras, da ich die­se seit Jahren nut­ze, aber es kann sein, dass es ver­gleich­ba­re Funktionen bei Nikon-DSLRs gibt.

Blick ins Objektiv

  1. Datum ein­stel­len
    Die Fotos wer­den dadurch nicht bes­ser, aber auf jeden Fall kann­st Du dann auch in zig Jahren anhand der EXIF-Daten noch erken­nen, wann Du ein Foto gemacht hast.
  2. ISO-Werte erwei­tern
    Bei den Canon-Kameras gibt es in dem „Custom Functions“-Menü eine Funktion namens „ISO Expansion“, die akti­viert wer­den soll­te. Damit wer­den nicht nur die hohen ISO-Werte zugäng­li­ch, son­dern auch der ISO-Wert 50 statt ansons­ten erst ISO 100. Bei knal­len­dem Sonnenschein kann das manch­mal den Ausschlag geben, wenn Du Blende nicht wei­ter geöff­net wer­den kann oder Du eine län­ge­re Belichtungszeit wünschst.
  3. Speicherkarte for­ma­tie­ren
    Auch dadurch wer­den die Fotos nicht bes­ser, aber wer Speicherkarten nutzt, die vor­her in ande­ren Kameramodellen waren, kann unter Umständen das Zählsystem der Kamera ver­wir­ren, was Ddazu führt, dass Du auf Deiner Festplatte ver­schie­de­ne Fotos mit dem glei­chen Dateinamen erhält­st. Ein hohes Datenverlustrisiko!
  4. Piep-Töne aus­schal­ten
    Die Kameras sind so vor­ein­ge­stellt, dass ein Piepton nach erfolg­ter Fokussierung zu hören ist. Einige Fotografen mögen das, weil sie dann wis­sen, dass die Kamera mit dem Fokussieren fer­tig ist. Ich hal­te das ers­tens für unnö­tig, weil ich beim Fokussieren sowie­so durch den Sucher oder auf den Display schaue und mir dort die been­de­te Fokussierung durch einen durch­ge­hend leuch­ten­den Punkt ange­zeigt wird. Zweitens ver­hin­dert das Piepen Schnappschüsse und ver­schreckt viel­leicht scheue Tiere. Zwei Gründe für mich, das Geräusch zu deak­ti­vie­ren.
  5. AdobeRGB ein­schal­ten / Update: RAW ein­schal­ten
    Für Macrostock-Bildagenturen und den Druck von Bildern ist der AdobeRGB–Farbraum statt des vor­ein­ge­stell­ten sRGB-Farbraums die ers­te Wahl, da die­ser mehr Farbinformationen auf­neh­men kann. Unter dem Strich wer­den die Farben dann bes­ser. Wer sei­ne Bilder vor allem im Internet zei­gen will, kann sie spä­ter per Photoshop-Aktion schnell wie­der in sRGB umwan­deln, behält aber in der RAW-Datei mehr Farbwerte. Ein Leser merk­te rich­ti­ger­wei­se an, dass der Farbraum einer RAW-Datei erst bei der Umwandlung zuge­wie­sen wird. Demnach bezieht sich der ein­ge­stell­te Farbraum vor allem auf die JPG-Dateien einer Kamera und wird damit irrele­van­ter. Wichtiger wird damit aber, an sei­ner Kamera die Aufnahme im RAW-Format ein­zu­stel­len. Ich akti­vie­re par­al­lel auch eine Aufnahme als klei­nes JPG, weil ich damit schnel­ler Bildauswahlen tref­fen kann.
  6. Neutralen Bilderstil ein­stel­len
    Heutzutage erlau­ben die Kameras schon die Grundfunktionen der Bildbearbeitung: Farbton, Schärfung, Farbsättigung. Diese soge­nann­ten Bilderstile sind nett, aber vor allem für Stockfotografen nicht so nütz­li­ch, da die genaue­re Bearbeitung lie­ber am Computer erfol­gen soll­te. Hilfreich sind sie eher für Fotografen, die auf Veranstaltungen direkt gedruck­te JPGs an Kunden ver­kau­fen, zum Beispiel in Zoos oder Vergnügungsparks. Ich stel­le den stan­dard­mä­ßig rela­tiv stark geschärf­ten Look auf Null, damit ich eine neu­tra­le RAW-Datei erhal­te, bei der ich zum Schluss selbst die Schärfe bestim­men kann.
  7. Auto-Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung ein
    Das Gegenteil nut­ze ich bei der Rauschreduzierung. Im schon erwähn­ten „Custom Functions“-Menü akti­vie­re ich die Rauschreduzierung, die bei Aufnahmen, die län­ger als eine Sekunde belich­ten, Hotpixel und Nebelbildung redu­zie­ren, damit ich eben das nicht am Computer machen muss. Der gro­ße Nachteil: Die Technik funk­tio­niert, indem die Kamera ein zwei­tes Bild mit der glei­chen Belichungszeit, aber geschlos­se­nem Kameraverschluss macht, um die dort auf­tre­ten­den Fehler im Originalbild zu behe­ben. Das führt logi­scher­wei­se dazu, dass eine 30 Sekunden-Belichtung erst nach einer Minute fer­tig ist. Nix für Ungeduldige.
  8. Netzgitter ein­blen­den
    Bei mei­ner Canon 5D Mark II kann ich wäh­len, ob ich bei Video-Aufnahmen dün­ne hori­zon­ta­le und ver­ti­ka­le Linien ein­ge­blen­det haben möch­te oder nicht. Die Funktion heißt „Netzgitter“. Ich wäh­le immer der ers­te Netzgetter mit je 2 waa­ge­rech­ten und senk­rech­ten Linien. Das ist sehr hilf­reich, um den Horizont gera­de aus­zu­rich­ten oder die Komposition zu ver­fei­nern.
  9. Focusing Screen aus­wech­seln
    Wer die­se prak­ti­sche Funktion auch für Foto-Aufnahmen haben möch­te, kann sich eine ande­re „Sucherscheibe“, im Original „Focusing Screen“ genannt, ein­bau­en. Seit eini­gen Jahren habe ich bei mir den Focusing Screen EG-D* drin und will ihn nicht mehr mis­sen. Die Anordnung der Linien ist mit dem Netzgitter der Video-Aufnahmen iden­ti­sch, aber die Linien selbst sind so dünn, dass sie nie stö­ren, aber immer sicht­bar, wenn ich sie brau­che.
  10. Copyright set­zen mit EOS Utility
    Wer sei­ne Fotos öffent­li­ch zei­gen will, risikiert schnell, dass die Bilder uner­laubt im Internet auf­tau­chen. Da ist es prak­ti­sch, wenn in den Metadaten jeden Fotos auto­ma­ti­sch ein Copyright-Vermerk hin­zu­ge­fügt wird. Das kann bei vie­len Canon-Kameras mit dem mit­ge­lie­fer­ten Programm EOS Utility ein­ge­stellt wer­den. Das ist zwar kei­ne allein aus­rei­chen­de Methode, um sei­ne Bilder zu schüt­zen, aber bes­ser als gar nichts.
  11. Firmware über­prü­fen
    Je nach­dem, wie lan­ge Dein Kameramodell auf dem Markt ist, kann es sein, dass es neue Firmware für den kame­rain­ter­nen Chip gibt. Meistens ver­bes­sern sie die Kamerafunktionen oder behe­ben Fehler. Bei dem letz­ten Firmware-Update für die 5D Mark II wur­de bei­spiels­wei­se die Funktion ergänzt, Videos im manu­el­len Modus zu dre­hen.

Jetzt bist Du dran: Wie stell­st Du Deine Kamera ein und war­um?

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