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Praxis-Bericht: Smartphone-Fotos auf Reisen machen

Manchmal habe ich das Gefühl, ich ent­wick­le mich rück­wärts bei mei­ner Kameraauswahl für Reisen.

2010 habe ich auf einer Trekkingtour durch die fran­zö­si­schen Alpen noch mei­ne kom­plet­te DSLR (1,8 Kilo mit Objektiv) mit­ge­schleppt. 2013 war ich für eine Wanderung in den ita­lie­ni­schen Alpen bei einer Olympus E-PM2 (knapp 225 Gramm) ange­langt.

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Nach lan­gen Überlegungen habe ich es 2014 beim Trekking in den Dolomiten das ers­te Mal gewagt, nur das iPho­ne 5 (ca. 140 Gramm mit Hülle) mit­zu­neh­men. Aufgrund eines Wanderunfalls lan­de­ten wir dann eini­ge Tage in Venedig, was dazu führ­te, dass ich jetzt knapp 50 Handyfotos aus Venedig in mei­nem Portfolio habe.

Am bes­ten ver­kauf­ten sich die Panoramaaufnahmen. Mit etwas Übung gelin­gen mit dem Smartphone inner­halb von Sekunden beein­dru­cken­de Panoramafotos mit teil­wei­se mehr Megapixeln als mei­ne digi­ta­le Spiegelreflexkamera.

Zwar habe ich 2015 auf mei­ner Reise zur Adobe MAX nach Los Angeles wie­der mei­ne – damals brand­neue –  Canon 5DS* mit­ge­nom­men (1,7 Kilo mit Objektiv), aber die mus­s­te ich auch nicht meh­re­re Tage am Stück schlep­pen.

robert_kneschke_IMG_1091_kleinTrotzdem habe ich damit in L.A. sowie einen Monat spä­ter in mei­ner Heimatstadt Berlin etli­che sehr beein­dru­cken­de Panoramaaufnahmen gemacht mit­tels des Stitching-Verfahrens. Diese Bilder hat­ten dann bis zu 350 Megapixel, aber: Online ist bis­her kein ein­zi­ges die­ser Panoramafotos, weil der Workflow deut­li­ch „hakli­ger“ ist als mit dem Smartphone in Kombination mit einer Bildagentur-App.

Trotz aller Liebe zur Fotografie zählt unter dem Strich der Umsatz: Wenn ich ein Bild, egal aus wel­chen Gründen, nicht ver­kau­fe, bringt es mir nicht viel. Darum lie­be ich die Kamera in mei­nem Smartphone. Sie ist immer dabei und die Bilder sind deut­li­ch schnel­ler online.

Deshalb habe ich 2016 nicht gezö­gert, als wir uns für eine Kanuwanderung auf der Oder im Unteren Odertal ent­schie­den haben. Als Kamera pack­te ich mein iPho­ne 6 (ca. 170 Gramm mit Hülle) ein.

Aufgrund des vie­len Wassers, was uns umge­ben wür­de, schie­den die ande­ren Kameras dies­mal nicht (nur) wegen des Gewichts aus, son­dern auch wegen der Wasserempfindlichkeit. robert_kneschke_IMG_1092_klein

Für das iPho­ne habe ich zwei was­ser­dich­te Hüllen ver­gli­chen, wel­che sich haupt­säch­li­ch in der „Menge“ des Wasserschutzes unter­schie­den.

Die ers­te war die­se hier aus Hartplastik*, wel­che bis zu 40 Meter tief was­ser­dicht sein soll. Getestet habe ich es nicht, weil ich schon zu Hause gese­hen habe, dass die­se klo­bi­ge Ding alles ande­re als prak­ti­sch für mei­ne Zwecke war. Weitwinkel-Plastiklinse im Gehäuse (weil sie für Unterwasseraufnahmen kon­zi­piert ist), das Handy muss immer an sein, Touch-ID funk­tio­niert nicht mehr, Öffnen der Hülle nur mit Werkzeug mög­li­ch, Auslösen schwer etc. Der Batterie wäre das nicht zuträg­li­ch gewe­sen, doch dazu spä­ter mehr.

Die zwei­te war deut­li­ch bes­ser geeig­net: Es ist die­ses hier aus Weichplastik*. Zwar „nur“ bis zu 30 Meter was­ser­dicht, dafür aber sind alle Funktionen genauso nutz­bar wie ohne Hülle, mei­ne „nor­ma­le“ iPhone-Hülle mit Kreditkartenfach (ähn­li­ch wie die­se hier*) pass­te auch mit rein und den Fotos seht ihr (sie­he oben) nicht an, wel­che durch das Plastik foto­gra­fiert wur­den und wel­che nicht. Tipp: Je mehr Wasser auf dem Bild, desto höher die Wahrscheinlichkeit ;-).

Der größ­te Pluspunkt für die Verwendung des Smartphones als Reisekamera ist für mich das Gewicht: Es fällt kein Extragewicht an, weil wohl jeder sein Handy mit in den Urlaub nimmt. Vor allem, wenn man kei­nen Hotel-Stadt-Urlaub macht, son­dern meh­re­re Tage kom­plett sein Gepäck tra­gen muss, macht ein Kilo mehr oder weni­ger einen gro­ßen Unterschied aus. Im Gegensatz zu mei­ner DSLR sind die GPS-Geodaten eben­falls gleich in den Fotos gespei­chert, das Stitching ver­läuft voll­au­to­ma­ti­sch, HDR kann ich mit den ent­spre­chen­den Apps wie vividH­DR eben­falls gut steu­ern und so wei­ter.

Der größ­te Nachteil jedoch ist der Akku. Bei fast jeder Reise und egal, bei wel­cher Kamera, mach­te der Akku zum Schluss schlapp. Bei der DSLR hät­te ich einen extra Akku ein­pa­cken müs­sen (Anfängerfehler), beim Smartphone bleibt nur der Griff zum Akkupack. Ich hat­te eins von Anker (ähn­li­ch wie die­ses*) dabei, was super funk­tio­nie­ren wür­de, wenn nicht das exter­ne Lightning-Kabel gebro­chen wäre.

Die Lektion für die nächs­te Reise: Zubehör vor­her noch mal aus­führ­li­ch tes­ten!

Mit wel­cher Kamera foto­gra­fiert ihr auf Reisen?
Was sind eure Erfahrungen?

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Die besten 22 Smartphone-Apps für Profi-Fotografen

Seit dem Start der Smartphone-App „Fotolia Instant“ ver­kau­fe ich regel­mä­ßig mei­ne Handy-Bilder und ver­su­che, mei­nen kom­plet­ten Workflow auf dem Handy zu las­sen, also auch die Bearbeitung und das Hochladen der Bilder unter­wegs vom Smartphone aus machen zu kön­nen.

Im Laufe der Zeit haben sich eini­ge Apps her­aus­kris­tal­li­siert, die dafür deut­li­ch bes­ser geeig­net sind als ande­re.

Bevor sich jemand über den Titel auf­regt, eine Definition:
Als Profi bezeich­ne ich Leute, wel­che mit ihren Smartphone-Fotos Geld ver­die­nen (wol­len). Ich kon­zen­trie­re mich außer­dem auf Apps, die für die Entstehung und den Vertrieb der Fotos nötig sind. Ich bespre­che hier also kei­ne Hilfsmittel wie Sonnenstand-Rechner oder Auftragsverwaltung.

Eine Auswahl von Fotografie-Apps auf meinem Smartphone
Eine Auswahl von Fotografie-Apps auf mei­nem Smartphone

Die genann­ten Apps nut­ze ich alle auf mei­nem iPho­ne. Wenn ver­füg­bar, gebe ich auch die Quelle für Android an, kann aber nicht garan­tie­ren, dass der Funktionsumfang oder die Qualität die glei­che ist.

Was sind gute Smartphone-Apps für professionelle Fotografen?

Wer sei­ne Fotos ver­kau­fen will, möch­te die Bilder in der höchst­mög­li­chen Auflösung anbie­ten. Zum einen weil so mehr Kunden erreicht wer­den, die zum Beispiel gro­ße Bilder für den Druck brau­chen und zum ande­ren, weil Verkäufe einer höhe­ren Auflösung je nach Agentur oft auch bes­ser ver­gü­tet wer­den.

Das bedeu­tet, dass alle Apps nutz­los sind, wel­che das Originalfoto zwar pro­blem­los impor­tie­ren, aber nur einen Export in Webgrößen erlau­ben. Außerdem gibt es vie­le Apps, die zwar coo­le Filter anbie­ten, aber kei­ne vol­le Kontrolle über die Stärke des Filters erlau­ben oder ein­fach das Bild zu stark fil­tern, sodass es zum Schluss zu künst­li­ch aus­sieht.

Apps zur Aufnahme

Es gibt eini­ge Apps, wel­che die eher rudi­men­tä­ren Funktionen der Smartphone-internen Kamera-App deut­li­ch aus­wei­ten, zum Beispiel „Camera+“ (iPho­ne) oder „Pro Camera“ (iPho­ne). Camera+ kann zum Beispiel beim Exportieren der Fotos auch die Geodaten ent­fer­nen, was hilf­reich ist, wenn die Käufer nicht sehen sol­len, wie die GPS-Koordinaten des eige­nen Gartens sind. Pro Camera hin­ge­gen kann als eine der sehr weni­gen Apps Fotos als TIFF spei­chern, um Qualitätsverluste durch Komprimierung zu ver­mei­den.

Ich geste­he jedoch, dass ich fast immer die nor­ma­le Kamera-App nut­ze, weil ich die­se schon direkt vom Sperrbildschirm mit einer Bewegung akti­vie­ren kann. Bei Schnappschüssen unter­wegs zählt ja jede Sekunde, bevor der „ent­schei­den­de Moment“ wie­der vor­bei ist.

Eine Spezial-Anwendung ist „Cycloramic“ (iPho­ne/Windows Phone), wel­che Panoramafotos und –Videos auf­neh­men kann und dabei mehr Einstellungsmöglichkeiten sowie eine noch höhe­re Auflösung als die nati­ve Kamera-App bie­tet.

Wer ger­ne nachts foto­gra­fiert oder Langzeitbelichtungen machen will, wird „SlowShutter“ (iPho­ne/Android) zu schät­zen ler­nen. Damit kann die Belichtungszeit manu­ell ver­län­gert wer­den.

Universal-Apps zur Bearbeitung

Fast kein Foto von mir kommt in den Verkauf, ohne nicht vor­her durch „Snapseed“ (iPho­ne/Android) gewan­dert zu sein. Hier kann ich Bilder dre­hen, zuschnei­den, schär­fen, „stür­zen­de Linien“ behe­ben, Farbton, Helligkeit, Kontrast und vie­les mehr anpas­sen. Es gibt vie­le ande­re Apps, die das eben­falls kön­nen, aber Snapseed ist leicht bedien­bar, dezent in der Effektstärke und hat eine aus­führ­li­che Undo-Funktion. Einziges Manko: Bei der Auswahl der Bilder aus dem Fotoalbum kann nicht durch die Vollbilddarstellungen gescrollt wer­den.

Bild direkt aus dem iPhone und nach der Bearbeitung mit Snapseed
Bild direkt aus dem iPho­ne und nach der Bearbeitung mit Snapseed

Eine ande­re Universal-App ist „Afterlight“ (iPho­ne/Android), die zusätz­li­ch auch Doppelbelichtungen, Silhouetten sowie künst­li­che Light Leaks anbie­tet.

Vom Schwergewicht Adobe gibt es „PS Express“ (iPho­ne/Android) als Bearbeitungs-App, die lei­der eini­ge nütz­li­che Funktionen (Stempel-Werkzeug) der iPad-Version nicht auf dem iPho­ne anbie­tet.

Apps für Retusche

Wer Bilder kom­mer­zi­ell anbie­tet, muss dar­auf ach­ten, dass kei­ne Logos zu sehen sind. Wer Fotos von Personen macht, möch­te auch ab und zu eini­ge Pixel oder ande­re Unzulänglichkeiten ver­schwin­den las­sen. Einige Apps bie­ten das an, was unter Photoshop als „Heilstempel“ bekannt ist. Da wird auf eine uner­wünsch­te Stelle (Pickel) getippt und das Programm füllt die Stelle mit Informationen aus den umlie­gen­den Flächen. Das funk­tio­niert manch­mal sehr gut, manch­mal aber über­haupt nicht.

Deswegen ist in eini­gen Fällen ein Stempel-Filter deut­li­ch nütz­li­cher, wo der Fotograf bestimmt, von wo die Informationen her­kom­men sol­len und in wel­cher Größe und wie weich der Übergang sein soll. Das kön­nen nur weni­ge Apps. Eine App, die das kann (und den High-Resolution-Export erlaubt), ist „HandyPhoto“ (iPho­ne/Android). Leider ist sie etwas umständ­li­ch zu bedie­nen. Vom glei­chen Anbieter tes­te ich gera­de auch die App „TouchRetouch“ (aktu­ell noch in der Beta), wel­che sich kom­plett auf das Retuschieren von Bildern spe­zia­li­siert hat und einen logi­sche­ren Workflow hat.

Objekte entfernen mit HandyPhoto (vorher/nachher)
Objekte ent­fer­nen mit HandyPhoto (vorher/nachher)

Für Portraits bie­tet sich „Facetune“ (iPho­ne/Android) an, wel­ches lei­der kein Stempel-Werkzeug hat, dafür aber Weichzeichnungsfunktionen für die Haut und auch „Verflüssigen“-Werkzeuge anbie­tet.

Apps für Filter und Looks

Seit Instagram ist es hip, jedes bana­le Foto mit einem Filter zu ver­se­hen. Aber: Manchmal wir­ken dadurch Fotos ein­fach bes­ser. Die oben erwähn­ten Universal-Apps Snapseed und Afterlight haben bei­de auch eini­ge nütz­li­che Filter-Sets an Bord, die ich ab und an nut­ze.

Zusätzlich gibt es „VSCOcam“ (iPho­ne/Android), die vie­le orga­ni­sch aus­se­hen­de Filter anbie­ten, teil­wei­se lei­der zu hap­pi­gen Preisen.

An Flexibilität kaum zu über­bie­ten hin­ge­gen ist „Stackables“ (iPho­ne). Wie der Name schon andeu­tet, kön­nen hier belie­big vie­le Filter, Verlaufsmasken, Einstellungsebenen und so wei­ter mit­ein­an­der kom­bi­niert und über­ein­an­der gelegt („stacked“) wer­den. Zusätzlich gibt es vie­le fer­ti­ge Presets und die eige­nen Kombinationen kön­nen eben­falls als Presets gespei­chert wer­den. Leider ist das Programm nicht intui­tiv und erfor­dert viel Einarbeitungszeit, um wirk­li­ch alle Möglichkeiten aus­schöp­fen zu kön­nen.

Ausgangsbild (mit Snapseed bearbeitet) und nach der Bearbeitung in Stackables
Ausgangsbild (mit Snapseed bear­bei­tet) und nach der Bearbeitung in Stackables

Einige Fotografen lie­ben auch „Hipstamatic“ (iPho­ne), aber mir ist das zu „retro“, auf Bilder war­ten zu müs­sen.

Apps für Collagen

Manchmal ist es sinn­voll, meh­re­re Bilder „als eins“ anzu­bie­ten, also Collagen zu erstel­len. Hier ist die Hürde, Apps zu fin­den, wel­che den Export in hoher Auflösung erlau­ben. Zwei Apps, die das gut machen, sind „Diptic“ (iPho­ne) und „Tiled“ (iPho­ne). Während ers­te­re nur qua­dra­ti­sche Endformen erlaubt, dafür aber auch vie­le unge­wöhn­li­che Layoutformen anbie­tet, kann die zwei­te App auch hori­zon­ta­le und ver­ti­ka­le, sowie Panoramaformate erstel­len.

"Bildgeschichte" erstellt mit Diptic
„Bildgeschichte“ erstellt mit Diptic

Apps für Spezialeffekte

Früher mus­s­te man für „Tiny Planet“-Bilder umständ­li­che Aufnahmereihen mit sei­ner Kamera machen und viel Zeit für die Bearbeitung am Computer ein­pla­nen. Heute reicht eine Panoramaaufnahme mit dem Handy und eine App. Ich nut­ze ent­we­der „Living Planet“ (iPho­ne) oder „RollWorld“ (iPho­ne). Kann auch mit den Cycloramic-Aufnahmen (sie­he oben) kom­bi­niert wer­den. Die Auflösung der fer­ti­gen Bilder liegt bei „Living Planet“ lei­der nur bei 4 MP (2000 x 2000 Pixel), bei „RollWorld“ hin­ge­gen bei 9 MP (3000 x 3000 Pixel).

"Tiny Planet" erstellt mit RollWorld
„Tiny Planet“ erstellt mit RollWorld

Es kommt nur sel­ten vor, aber manch­mal möch­te ich ein Bild aus Wörtern oder Smileys bestehen las­sen. Dafür gibt es „WordFoto“ (iPho­ne), hier wird beim Export jedoch sogar hoch­s­ka­liert.

Apps zur Information

Leider gibt es kei­ne Möglichkeit, sich bestimm­te wich­ti­ge Dateiinformationen zu den Bildern ohne eine zusätz­li­che App anzei­gen zu las­sen. Deswegen nut­ze ich „ExifWizPro“ (iPho­ne), wel­che mir sämt­li­che EXIF-Daten eines Bildes anzei­gen kann, zum Beispiel Blende, Belichtungszeit, Aufnahmezeit, die Pixelgröße oder die GPS-Daten, auch auf einer Karte.

Wer Models foto­gra­fiert, kann mitt­ler­wei­le sogar die Modelverträge per Smartphone aus­fül­len las­sen. Die am meis­ten akzep­tier­te App ist hier „Easy Release“ (iPho­ne/Android), mit der sogar die Verträge auch indi­vi­du­ell ange­passt wer­den kön­nen.

Apps zum Fotoverkauf

Vor einer Weile hat­te ich hier schon einen Artikel geschrie­ben über Apps zum Fotoverkauf. In der Praxis nut­ze ich haupt­säch­li­ch „Instant“ (iPho­ne/Android) sowie seit eini­gen Wochen auch „Eyeem“ (iPho­ne/Android). Bei Instant wer­den die Fotos über die „Instant Collection“ von Fotolia ver­kauft, bei Eyeem über die „Eyeem Collection“ von Getty Images.

kneschke-eyeem 27-07-2015 11-22-00Bei Instant muss man die Fotos selbst ver­schlag­wor­ten, hat dafür aber die kom­plet­te Kontrolle über die­sen Prozess, wäh­rend Eyeem selbst ver­schlag­wor­tet, die Qualität dafür jedoch manch­mal zu wün­schen übrig lässt. Eyeem hat auch selbst etli­che Filter im Angebot, die ich auch ger­ne nut­ze statt einer sepa­ra­ten App.

Andere Bildagenturen, die eige­ne Apps für den Upload von Smartphone-Fotos haben, sind Alamy („Stockimo“), 123rf („On The Go“), Dreamstime („Companion“) oder Shutterstock („Contributor“).

Nachteile der Smartphone-Fotografie

So bequem es auch ist, unter­wegs paar Schnappschüsse mit dem Handy zu machen und die­se noch auf dem Weg nach Hause zu ver­kau­fen, hat die Smartphone-Fotografie lei­der eini­ge Nachteile.

Ich habe lei­der noch kei­ne gute Möglichkeit gefun­den, mei­ne Fotos zu sichern und zu ver­wal­ten. Aktuell mache ich es so, dass ich alle paar Wochen die neu­en Fotos von mei­nem iPho­ne auf eine exter­ne Festplatte zie­he und irgend­wann die ältes­ten lösche. Das ist lei­der nicht ide­al, weil ich auf ganz alte Fotos nicht spon­tan zugrei­fen kann, wenn ich zum Beispiel eine neue App aus­pro­bie­re. Außerdem spei­chert das iPho­ne die Fotos in kryp­ti­sche ver­schie­de­ne Ordner, die ich alle ein­zeln nach Datum sor­tie­ren muss, um die noch nicht gespei­cher­ten Fotos zu fin­den.

Auch die Verschlagwortung lässt sich nicht wie am PC in den Metadaten spei­chern und ich müss­te sie für jede Agentur, die das ver­langt, neu ein­tip­pen. Das ist auch einer der Gründe, war­um ich nur mit zwei Apps regel­mä­ßig hoch­la­de.

Welche Foto-Apps nutzt ihr regel­mä­ßig pro­fes­sio­nell? Und war­um?

Professionell fotografieren mit dem iPhone? Ich breche eine Lanze dafür

Letzte Woche war ich paar Tage in Amsterdam für einen kur­zen Urlaub. Mit dabei hat­te ich kei­ne Spiegelreflexkamera, auch kei­ne klei­ne Kompaktkamera, son­dern nur mein iPho­ne 5. Immer öfter erwi­sche ich mich auf kur­zen Trips dabei, die schwe­re Kamera zu Hause zu las­sen und auf mein Smartphone zu ver­trau­en.

Vor allem, seit vor eini­gen Monaten die gro­ße Welle an Apps für den Verkauf von Smartphone-Fotos auf­kam, gibt es einen Grund weni­ger, die kom­plet­te Ausrüstung mit­zu­neh­men. Hauptsächlich lade ich mei­ne Handyfotos über die Instant-App von Fotolia hoch, aber auch Alamy, 123rf, Getty Images und so wei­ter haben eige­ne Apps im Angebot.

In den acht Monaten seit dem Start der App im Oktober 2014 habe ich ca. 180 Fotos akzep­tiert bekom­men und damit ca. 270 Euro ver­dient. Umsatz ist hier fast gleich Gewinn, weil bei mir außer dem Kauf des Handys kei­ne Models, Requisiten oder zusätz­li­che Ausgaben hin­zu­kom­men, um die Fotos zu machen.

Das Smartphone ist damit für mich der idea­le Begleiter gewor­den, um auch in der Freizeit etwas Geld ver­die­nen zu kön­nen. Wenn wir „pro­fes­sio­nell“ mit „Geld für sei­ne Fotos bekom­men“ gleich­set­zen, ist damit für mich das iPho­ne end­gül­tig in die Liga mei­ner pro­fes­sio­nel­len Arbeitsgeräte auf­ge­stie­gen.

Schon vor mei­nem Amsterdam-Trip habe ich ab und zu die Panoramafunktion des iPho­ne aus­pro­biert, aber erst in Amsterdam bei präch­ti­gem Sommerwetter mit all den nied­li­chen Häusern, Grachten und Hausbooten habe ich sie wirk­li­ch zu schät­zen gelernt. Eins der unten gezeig­ten Panoramen habe ich übri­gens inner­halb von 24 Stunden nach dem Freischalten gleich 2x ver­kau­fen kön­nen. Hier eine klei­ne Auswahl (nicht alle Panoramen sind aus Amsterdam), direkt aus dem Handy, nur etwas mit der App Snapseed bear­bei­tet:

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Die fünf Bilder sind von oben nach unten 18,4 Megapixel, 26 MP, 20,2 PM, 16,7 MP und 18,1 MP groß, im Schnitt hat jedes Panorama knapp 20 Megapixel. Von der Auflösung über­tref­fen die­se Bilder damit teil­wei­se sogar mei­ne digi­ta­le Spiegelreflexkamera und auch in der 100%-Ansicht sind die Bilder noch okay, wenn auch weni­ger kna­ckig als die ihrer Vollformatschwester:

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Eine wei­te­re Funktion, wel­che mir in Amsterdam das Fotografieren mit dem iPho­ne deut­li­ch erleich­tert hat, war die HDR-Funktion. War es frü­her eher umständ­li­ch, mit gro­ßer Kamera und Stativ meh­re­re Bilder als Belichtungsreihe hiner­ein­an­der zu machen, um die­se dann am Computer zusam­men­fü­gen zu müs­sen, schafft es das Smartphone mitt­ler­wei­le aus dem Handgelenk. Ideal ist die Funktion, um an son­ni­gen Tagen mehr Zeichnung in den Himmel zu bekom­men. Hier ein Beispiel mit und ohne HDR:

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Ähnlich unter­schied­li­ch ist auch der Aufwand bei der Panoramaerstellung. Statt Stativ, Nodalpunktadapter, Nivellierung, Kamera und vie­len, vie­len Bildern, die am Computer zum gro­ßen Ganzen zusam­men­ge­fügt wer­den müs­sen, genügt dem Smartphone eine ruhi­ge Hand und selbst da gibt es Apps wie Cycloramic, die das einem abneh­men wol­len.

Der größ­te Vorteil vom pro­fes­sio­nel­len Fotografieren mit dem Smartphone ist ein­deu­tig das Gewicht. Es gibt keins, wenn wir berück­sich­ti­gen, dass wir unser Handy sowie­so immer dabei haben. Auch die bei­den oben genann­ten Anwendungszwecke Panoramaaufnahmen und HDR sind deut­li­ch schnel­ler und beque­mer umzu­set­zen als mit einer DSLR.

Demgegenüber ste­hen zwei gra­vie­ren­de Nachteile: Der ers­te sind die benö­tig­ten Lichtverhältnisse. Das iPho­ne und auch ande­re Smartphones sind mit jeder Generation deut­li­ch bes­ser gewor­den. Der Unterschied ist sicht­bar:

Foto: Lisa Bettany (Quelle: http://campl.us/posts/6iPhoneCameras)
Foto: Lisa Bettany (Quelle: http://campl.us/posts/6iPhoneCameras)

Leider set­zen die Handys immer noch viel Licht vor­aus, um Ergebnisse zu erzie­len, die vom Rauschverhalten und der Schärfe eine Qualität haben, um über Bildagenturen ver­kauft zu wer­den. Das heißt: Sonne, Sonne, noch­mals Sonne. Idealerweise mit etwas wei­ßen Schäfchenwolken als rie­si­ge Softbox. Aufnahmen abends oder innen bei Kunstlicht sind meist noch qua­li­ta­tiv zu schlecht zum Geld ver­die­nen.

Der zwei­te Nachteil ist die deut­li­ch gerin­ge­re Akkulaufzeit des Smartphones. Bei „nor­ma­len“ Gebrauch“ hält mein Akku ca. einen Tag, wenn ich jedoch unter­wegs vie­le Fotos mache, geht dem Handy eher nach einem hal­ben Tag der Saft aus. Blöd, wenn dann in der rest­li­chen Tageshälfte noch umwer­fen­de Fotomotive auf­tau­chen. Deshalb habe ich mir basie­rend auf den Tipps eini­ger Kollegen (Danke vor allem an Michael!) das mobi­le Ladegerät Astro Mini* von Anker gekauft, wel­ches mein Handy ca. 1x kom­plett auf­la­den kann. Damit ist das Ende des Tages geret­tet.

Für das iOS 8 hat Apple übri­gens wei­te­re neue Foto-Funktionen vor­ge­stellt. Wenn das iPho­ne 6 dann auch wie­der einen Schritt vor­wärts bei der Bildqualität macht, wird es garan­tiert als „Immer-Dabei“-Kamera in mei­ne Hosentasche wan­dern.

Weil ich gera­de auf dem Panorama-Trip bin: Welche iPhone-Apps könnt ihr dafür emp­feh­len und war­um?

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Die 14 besten Apps für (Stock-)Fotografen für iPhone, iPad und Android

Die Überschrift sagt alles. Heute stel­le ich kurz eini­ge Apps vor, die für die Stockfotografen inter­es­sant sind, wel­che ein iPho­ne, ein iPad (manch­mal reicht auch ein iPod Touch) oder ein Android-Handy haben.

Dabei wer­de ich kei­ne Kamera-Apps, Photosharing-Apps oder Bildbearbeitung-Apps vor­stel­len, weil ich davon aus­ge­he, dass die­se Handy-Fotos von Bildagenturen sowie­so nicht ange­nom­men wür­den.

Ich möch­te viel­mehr die Apps vor­stel­len, die in der Praxis eines pro­fes­sio­nel­len Fotografen trotz­dem nütz­li­ch sind, auch wenn sie kei­ne Fotos „pro­du­zie­ren“. Zusammen kos­ten die 12 Apps übri­gens nur ca. 28 US-Dollar. Los geht’s:

1. PixMuse

Preis: gra­tis (mitt­ler­wei­le $ 0,99 €)

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

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Früher schweb­ten die Musen über unse­ren Köpfen, heu­te sind sie hand­fest im Handy ver­an­kert. PixMuse ist eine kos­ten­lo­se App des Stockfotografen Rasmus Rasmussen und basiert auf sei­nem „Stock Photo Concept Generator“: Per Zufallsgenerator wird aus einer Person, einem Thema und einer Stimmung ein Fotomotiv vor­ge­schla­gen. Das kann völ­li­ger Quatsch sein oder aber auch der nächs­te Verkaufsschlager, denn Rasmus weiß als Fotograf sehr wohl, was ver­käuf­li­ch wäre. Beispiele für sol­che Motiv-Vorschläge wären: „A sad eth­nic mino­ri­ty going to the bathroom“, „A vaca­tio­n­ing stu­dent wal­king through a mea­dow“ oder „A uni­for­med elder­ly man fee­ding a pet“.

2. Easy Release

Preis: $ 9.99

für: iPho­ne, iPad, Android, iPod Touch

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Easy Release ist eine digi­ta­le Version der Model-Verträge und Property-Releases, die jeder Stockfotograf immer in der Tasche haben soll­te. Der Clou: Die Verträge lie­gen in 13 Sprachen vor, die  Bedienung in sechs Sprachen (inklu­si­ve deut­sch), Verträge kön­nen manu­ell ange­passt wer­den, auf dem Touchscreen vom Model und Zeugen unter­schrie­ben wer­den und mit dem Kamera-Handy gleich ein Foto für den Vertrag ein­ge­führt wer­den. Die aus­ge­füll­ten Verträge kön­nen als PDF oder JPG auf den Rechner des Fotografen und/oder des Models geschickt wer­den und vie­les mehr. Mittlerweile akzep­tie­ren Bildagenturen wie Getty Images, Alamy und Imagebroker die­se Verträge. istock­pho­to und Fotolia ver­bie­ten sie bis­lang jedoch (noch) aus­drück­li­ch.

3. Photocalc

Preis: $ 2.99

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Ich ken­ne noch Fotografen, die mit einer Mittelformatkamera rum­lau­fen und aus­ge­druck­te Tabellen mit win­zi­gen Zahlenkolonnen bei sich tra­gen, um die erfor­der­li­chen Blende/Belichtungszeit/ISO-Wert-Kombinationen nach­schla­gen zu kön­nen. Die moder­ne­ren Fotografen nut­zen „Photocalc“. Diese App berech­net unter ande­rem den Zusammenhang von Blende/Zeit/ISO, berech­net die Schärfentiefe, kann die erfor­der­li­che Blitzleistung berech­nen, kennt die Zeiten von Sonnenaufgängen und -unter­gän­gen und ent­hält ein Glossar für Fotofachbegriffe. Die Werte kön­nen in metri­schen oder US-Maßen ein­ge­stellt wer­den, die Blenden kön­nen in Drittel- oder Halb-Schritten ange­ge­ben und aus­ge­ge­ben wer­den.

4. Focalware

Preis:  $ 1.99

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch,

Hersteller-Link

Focalware ist eine App, wel­che vor allem für Fotografen nütz­li­ch ist, die viel drau­ßen foto­gra­fie­ren. Das Programm berech­net Sonnen-Aufgangs- und -unter­gangs­zei­ten wie „Photocalc“, kann aber noch viel mehr. Zum Beispiel kann es errech­nen, zu wel­cher Uhrzeit die Sonne an einer gewünsch­ten Location zu einem gewünsch­ten Datum aus einer gewünsch­ten Himmelsrichtung scheint. Es errech­net, wie lang die Schatten von Objekten zu einer bestimm­ten Uhrzeit sein wer­den, berück­sich­tigt Zeitzonen und vie­les mehr. Es las­sen sich auch belieb­te Orten abspei­chern, um schnel­ler dar­auf zugrei­fen zu kön­nen und eini­ges mehr. Wer mit der Sonne foto­gra­fie­ren will, kommt um Focalware nicht her­um.

5. Strobox

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

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Wie hat­te ich das Licht bei die­sem genia­len Foto auf­ge­baut? Wer sich sol­che Fragen stellt, fin­det mit Strobox die Antwort. Die kos­ten­lo­se App lässt einen mit über 25 ver­schie­de­nen Lichtformern wie Softboxen, Schirmen, Haarlichtern etc. Licht-Setups nach­bau­en und abspei­chern, damit nicht ver­ges­sen wird, was für die­sen kom­pli­zier­ten Lichtaufbau alles benö­tigt wur­de und wo gen­au die Blitze und Kamera stan­den.

6. Getty Images

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

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Die iPhone-App der welt­weit größ­ten Bildagentur Getty Images ist haupt­säch­li­ch für Bildkäufer gedacht. Aber sie kann auch für Fotografen hilf­reich sein, die vor Ort beim Shooting schnell mal sehen wol­len, wie vie­le Fotos es zu einem bestimm­ten Thema schon gibt und ob es sich lohnt, bestimm­te Motive noch zu foto­gra­fie­ren. Außerdem eig­net sie sich zur schnel­len Suche nach unter­re­prä­sen­tier­ten Nischen und zur Inspiration.

7. istockphoto

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

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Ähnlich wie bei der App von Getty Images kann auch mit der App von istock­pho­to im Portfolio der der Microstock-Bildagentur gesucht wer­den, nütz­li­ch für Inspiration und Recherche. Dort ange­mel­de­te Fotografen kön­nen aber auch ihre Downloads, Umsätze und Statistiken ein­se­hen, zum Beispiel, wel­che Bilder kürz­li­ch ange­nom­men oder abge­lehnt wur­den.

8. Imagesearch für Fotolia

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

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Wie für istock­pho­to gibt es auch eine ähn­li­che, unbe­kann­te­re App für die Bildagentur Fotolia. Damit las­sen sich jedoch nur Bilder suchen, geeig­net also für Recherche und Inspiration. Geplant ist aber ein Update, mit dem Nutzer sich auch ein­log­gen kön­nen, um Leuchtkästen anzu­le­gen und mehr. Der Link zum iTunes-Store auf der Herstellerseite führt übri­gens ins Leere, der rich­ti­ge Link zum App-Store ist der hier.

9. Gorillacam

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

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Von den Machern der ori­gi­nel­len Gorillapod-Stative gibt es auch eine kos­ten­lo­se iPhone-App. Mit der wird die inter­ne Handy-Kamera so rich­tig gepimpt: Selbstauslöser, Anti-Shake, Serienaufnahmen, Wasserwaagen-Auslösung, Schnellfeuer, Digitalzoom und vie­les mehr. Damit wir uns rich­tig ver­ste­hen: Auch die­se Fotos wer­den den Qualitätskriterien der meis­ten Bildagenturen nicht ent­spre­chen, aber da vie­le Fotografen mit ihrem Kamerahandy auch Location-Scouting machen oder Erinnerungsfotos von poten­ti­el­len Models oder ande­ren wich­ti­gen Daten auf­neh­men, gehört die­se App in die Liste für Stockfotografen. Zumal sie kos­ten­los ist. Ähnliche Effekte, aber zusätz­li­ch unter ande­rem auch eine sprach­ak­ti­vier­te Aufnahme bie­tet die App „Camera Genius“ für $ 0,99.

10. MotionX

Preis: $ 0.99

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

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Es gibt unzäh­li­ge GPS-Apps, aber nur weni­ge, wel­che sich auch für Fußgänger und Radfahrer eig­nen. Fotografen kön­nen die­se GPS-App nut­zen, um sich zum Beispiel geeig­ne­te Locations zu spei­chern und auch wie­der dahin zurück­zu­fin­den.

11. myPantone

Preis: $ 9.99

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

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Wer foto­gra­fiert – egal ob Models oder Food-Stills – und kei­nen Stylisten dabei hat, muss sich irgend­wie selbst behel­fen. myP­an­to­ne erle­digt die­sen Job.Diese App schlägt auto­ma­ti­sch pas­sen­de Farbkombinationen vor. Zwar ist die App recht teu­er, aber sie kann etwas, was für Fotografen sehr nütz­li­ch ist: Wenn man ein Foto von einer Farbe macht, erkennt die App, wel­cher Pantone-Farbe die­se am nächs­ten kommt und macht eini­ge pas­sen­de Farbvorschläge zum Kombinieren. Im Klartext: Der Fotograf will meh­re­re Models foto­gra­fie­ren. Er foto­gra­fiert das T-Shirt von einem Model und die App schlägt vor, wel­che Farben die ande­ren Oberteile haben soll­ten, damit alles farb­li­ch auf­ein­an­der abge­stimmt ist.

13. Krolop & Gerst Lighting-Setup

Preis: noch unbe­kannt

für: iPho­ne, iPad

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Ich bin so aktu­ell, ich stel­le Apps vor, die es noch gar nicht gibt: Die Fotografen Krolop & Gerst pla­nen eine iPhone-App, mit der anhand kon­kre­ter Bildbeispiele Licht-Setups erklärt wer­den. Nach der Auswahl zwi­schen den Kategorien Studio, Outdoor, On Location und Bouncer gibt es eine Fotogalerie mit ver­schie­de­nen fer­ti­gen Fotos. Nach der Auswahl eines Fotos wer­den die Details wie Blende, Belichtungszeit, ISO-Werte, Objektiv etc. gezeigt und es gibt jeweils ein kur­zes Making-Of-Video, wie das Licht für das Foto gesetzt wur­de.

14. Diverse Android-Apps

Markus hat in sei­nem Blog „nach­be­lich­tet“ vor paar Monaten eini­ge Foto-Apps für das Android-Handy vor­ge­stellt, die ähn­li­che Funktionen wie Photocalc, Focalware oder Strobox erfül­len. Damit sich unse­re Artikel nicht über­schnei­den, hier sei­ne App-Empfehlungen.

15. Bonus-Tipp 1

Die meis­ten moder­nen Handys erlau­ben es, neben Fotos und Musik auch PDFs zu spei­chern. Ich nut­ze das, um mei­ne Standard-Verträge (MR, PR) immer dabei zu haben und sie am nächs­ten Computer aus­dru­cken zu kön­nen. Außerdem habe ich die Bedienungsanleitungen von mei­ner Kamera, mei­nem Blitzgerät, den Pocketwizards und ande­ren tech­ni­schen Geräten als PDF auf dem Handy, um unter­wegs schnell nach­schla­gen zu kön­nen.

16. Bonus-Tipp 2

Da die meis­ten Fotografen selb­stän­dig sind und nicht bei einer Firma ange­stellt, emp­feh­le ich für die Berufsfotografen einen Blick in die wei­ter­füh­ren­de App-Liste „Die bes­ten 30 iPho­ne Apps für Selbständige 2011″ von Peer.

Jetzt seid ihr dran: Welche Apps nutzt ihr als Fotografen auf Euren Handys und was fin­det ihr gut dar­an?

Stockfotografie-News 2010-04-02

Nachdem ich letz­ten Freitag wie­der auf Achse war, gibt es heu­te wie­der die gebün­de­ten Nachrichten aus der schil­lern­den Welt der Fotos, Videos und Illustrationen.

  • Die Microstock-Agentur Polylooks ver­sucht aber auch alles, um sich mit geball­ter Macht auf den Bildermarkt zu drü­cken. Der ers­te der bei­den neus­ten Streiche: Bis zum 30.04.2010 zahlt die Agentur für jedes neu exklu­siv ein­ge­stell­te Bild 25 Cent. Ob sich das lohnt, fin­de ich jedoch sehr frag­li­ch.
  • Der zwei­te Streich ist das neue Abo-Modell von Polylooks, mit denen die Käufer ihre monat­li­chen Credits belie­big über den Monat ver­tei­len kön­nen, statt eine fest­ge­leg­te Anzahl an Downloads pro Tag zu haben, wie das bei Shutterstock und Fotolia (noch?) der Fall ist. Aber neu ist das nicht, Panthermedia bie­tet das schon seit Monaten an.
  • Fotolia kün­dig­te ges­tern im Newsletter den Microstock-Woskshop „K(l)ick it like a Pro: Fußball 2010“ an. Am 29.05.2010 sol­len die Teilnehmer unter pro­fes­sio­nel­ler Anleitung in einem Stadion Fußball-Bilder machen dür­fen. Ich wer­de wie beim letz­ten Workshop wie­der ver­su­chen, dabei zu sein, um auch denen Einblick zu gewäh­ren, die nicht teil­neh­men kön­nen.
  • Auf YouTube gibt es zur Zeit ein Video zu sehen, in dem eine „Content Aware Fill“-Funktion in Photoshop CS5 vor­ge­stellt wird. Fast zu gut, um wahr zu sein.
  • Die Bildagentur BigStock stellt ihren neu­en Blog „The Upload“ für Stockfotografen vor.
  • istock­pho­to stellt eine neue Funktion für den Video-Upload per FTP vor, mit dem unter ande­rem gleich die Suchbegriffe und die not­wen­di­gen Verträge mit hoch­ge­la­den wer­den kön­nen. Noch klingt das aber kom­pli­zier­ter, als es nach­träg­li­ch im Web-Interface zu machen.
  • Die Bildagentur Plainpicture hat ihre Webseite neu gestal­tet und paar neue Funktionen ein­ge­baut: On-Mouse-Over-Preview, Serienfunktion, Lightbox. Aus Microstock-Sicht nix Neues, aber wird Zeit, dass die Macrostock-Agenturen mit­hal­ten.
  • Wo wir beim Thema sind: Getty Images Deutschland hat jetzt auch eine Facebook-Seite und einen Twitter-Account.
  • Die Bildagentur Panthermedia hat eben­falls eini­ge neue Funktionen parat: Endlich kön­nen die Verkaufs-Informationen als CSV-Tabelle expor­tiert wer­den, es gibt eine Copyspace-Suche und mehr. Nur das neue Upload-Tool ist lei­der immer noch nicht fer­tig.
  • Wer mal sehen will, wie Fotos ganz klas­si­sch an Macrostock-Bildagenturen geschickt wer­den, kann sich hier den Lieferschein von Plainpicture anschau­en.
  • Alamy stellt eine „Model Release App“ für das iPho­ne vor, wel­ches Model-Verträge erzeu­gen soll, die auch von der Agentur aner­kannt wer­den. Ich bin mir nicht sicher, ob es viel­leicht ein April-Scherz ist, aber da es schon eine ähn­li­che iPho­ne App für Model-Verträge in zwölf Sprachen gibt (wahr­schein­li­ch basie­rend auf den Getty Images-Releases), hal­te ich es für glaub­haft.
  • Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (BVPA) ver­an­stal­tet am 6. Mai in München eine Tagesmesse für die Bildbranche. Teilnahme ist kos­ten­los, Anmeldung ist erfor­der­li­ch.
  • Als gebür­ti­gem Berliner las­se ich es mir nicht neh­men, die­sen kur­zen Film von FotoTV zu zei­gen:

Habe ich News ver­ges­sen? Dann bit­te ab damit in die Kommentare Ach ja: Frohe Ostern wün­sche ich Euch!