Schlagwort-Archive: Easy Release

Stockfotografie-News 2012-08-03

Nach einem ruhi­gen Juli mit Urlaub und sogar ein paar war­men Sonnentagen kom­men heu­te wie­der eini­ge Nachrichten aus der bun­ten Welt der Bilder.

  • Lee Torrens ver­öf­fent­lich­te in sei­nem Blog einen inter­es­san­ten „Microstock Royalty Calculator“, der die tat­säch­li­chen Fotografenkommissionen berech­net. Einige lie­gen unter den ver­spro­chen Prozenten, ande­re dar­über, die bewor­be­nen Werte sind also meist nur eine Art Mischkalkulation.
  • Die Bildagentur Clipdealer führt jetzt auch Abo-Modelle ein. Löblich ist hin­ge­gen, dass die­se Funktion stan­dard­mä­ßig deak­ti­viert ist und erst auf Wunsch des Fotografen akti­viert wird.
  • Der Kampf mit­tels Abos wird auch an ande­ren Stellen aus­ge­foch­ten: Dreamstime erlaubt deut­li­ch mehr Downloads für das glei­che Geld wie vor­her, was logi­scher­wei­se dazu führt, dass die Fotografen weni­ger Geld pro Download bekom­men. In der Praxis betrifft das die Bilder der Rankingstufen 3–5, die frü­her mit 0,70 bis 1,05 Dollar ver­gü­tet wur­den. Jetzt gibt es dafür nur noch 0,35 Dollar pro Abo-Download.
  • Picworkflow hat jetzt nach dem Bildervertrieb und der Verschlagwortung einen wei­te­ren Service im Angebot auf dem Weg zum „One-Stop-Service“ für Stockfotografen: Die Bildbearbeitung. Ab 90 US-Cent soll es stockt­aug­li­che Retuschen geben mit Geld-zurück-Garantie. Bisher wer­den lei­der kei­ne RAW- oder TIFF-Dateien unter­stützt, aber die Vorher-Nachher-Beispielbilder* sehen sehr über­zeu­gend aus. Für einen Aufpreis von eini­gen Cent sol­len sogar die bes­ten Bilder aus einer Serie raus­ge­sucht wer­den. Ich woll­te den Service jedoch gleich tes­ten und habe fest­ge­stellt, dass eine bei mir übli­che Retusche inklu­si­ve Hintergrundaufhellung, Zähne und Augen wei­ßen, Hautkorrektur und einer klei­nen Logoentfernung auch schnell über 8 Euro kos­tet.
  • Fotolia hat jetzt auch loka­li­sier­te Webseiten für Argentinien, Chile, Mexiko, Kolumbien und Australien und ver­stärkt damit die Präsenz in Lateinamerika und Australien. Insgesamt deckt Fotolia jetzt 20 Länder mit 12 Sprachen ab.
  • Die Seite istockcharts.de geht ja lei­der seit eini­gen Monaten nicht mehr. Nun gibt es hier bei Microstocktime.com einen voll­wer­ti­gen Ersatz, nicht ganz so schön aber mit mehr Infos als zuletzt bei istock­charts, vor allem, weil jetzt wie­der alle Fotografen erkenn­bar sind.
  • Die Video-Agentur Pond5 ver­kauft seit einer Weile auch Fotos. Bisher kamen die Bilder von 123rf, wenn die Fotografen dort ihre Fotos für Partnerprogramme frei­ge­ge­ben hat­ten. Jetzt sind auch direk­te Uploads zu Pond5 erlaubt.
  • iStock­pho­to akzep­tiert jetzt end­li­ch auch digi­ta­le Modelverträge, wel­che mit der „Easy Release“-App erstellt wur­den. Außerdem will iStock­pho­to mehr Bilder in die „1-Dollar-Ramschkiste“ packen und die­se stär­ker bewer­ben.
  • Außerdem hat Pond5 ein Plugin für Adobe Première Pro CS6 (und höher) vor­ge­stellt, mit dem Videos direkt aus dem Schnittprogramm gesucht und ein­ge­bun­den wer­den kön­nen, ohne das Programm zu ver­las­sen.
  • Was Getty mit Flickr gemacht hat, hat nun auch die Bildagentur Westend61 mit der Fotocommunity gemacht. Eine hand­ver­le­se­ne Kollektion mit bis­her ca. 130 Bildern von Fotografen aus der Fotocommunity, die über das Vertriebsnetzwerk von Westend61 zum Verkauf ange­bo­ten wer­den.
  • Nachdem Shutterstock sei­ne iphone-App für Fotografen vor­ge­stellt hat­te, gibt es jetzt mit PHOTOanalytics auch eine kos­ten­lo­se iPad-App für Fotolia-Fotografen. Interessant ist vor allem die Anzeige, wie viel Prozent der Bildbetrachter ein Foto auch gekauft haben und es gibt einen net­ten Präsentationsmodus.
  • Die Bildagentur Snapixel wird zum 31. August 2012 ihren Dienst ein­stel­len, damit sie vor­her erfolg­los ver­sucht hat­ten, die Agentur via Online-Auktion zu ver­kau­fen.
  • Von der Bildagentur Alamy gibt es jetzt ein lesens­wer­tes White Paper über die aktu­el­le Lage und die Zukunft von ver­schie­de­nen Lizenzmodellen in der Bilderbranche.

Habe ich was ver­passt? Dann rein in die Kommentare damit.

* Affiliate-Link

Die 14 besten Apps für (Stock-)Fotografen für iPhone, iPad und Android

Die Überschrift sagt alles. Heute stel­le ich kurz eini­ge Apps vor, die für die Stockfotografen inter­es­sant sind, wel­che ein iPho­ne, ein iPad (manch­mal reicht auch ein iPod Touch) oder ein Android-Handy haben.

Dabei wer­de ich kei­ne Kamera-Apps, Photosharing-Apps oder Bildbearbeitung-Apps vor­stel­len, weil ich davon aus­ge­he, dass die­se Handy-Fotos von Bildagenturen sowie­so nicht ange­nom­men wür­den.

Ich möch­te viel­mehr die Apps vor­stel­len, die in der Praxis eines pro­fes­sio­nel­len Fotografen trotz­dem nütz­li­ch sind, auch wenn sie kei­ne Fotos „pro­du­zie­ren“. Zusammen kos­ten die 12 Apps übri­gens nur ca. 28 US-Dollar. Los geht’s:

1. PixMuse

Preis: gra­tis (mitt­ler­wei­le $ 0,99 €)

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Früher schweb­ten die Musen über unse­ren Köpfen, heu­te sind sie hand­fest im Handy ver­an­kert. PixMuse ist eine kos­ten­lo­se App des Stockfotografen Rasmus Rasmussen und basiert auf sei­nem „Stock Photo Concept Generator“: Per Zufallsgenerator wird aus einer Person, einem Thema und einer Stimmung ein Fotomotiv vor­ge­schla­gen. Das kann völ­li­ger Quatsch sein oder aber auch der nächs­te Verkaufsschlager, denn Rasmus weiß als Fotograf sehr wohl, was ver­käuf­li­ch wäre. Beispiele für sol­che Motiv-Vorschläge wären: „A sad eth­nic mino­ri­ty going to the bathroom“, „A vaca­tio­n­ing stu­dent wal­king through a mea­dow“ oder „A uni­for­med elder­ly man fee­ding a pet“.

2. Easy Release

Preis: $ 9.99

für: iPho­ne, iPad, Android, iPod Touch

Hersteller-Link

Easy Release ist eine digi­ta­le Version der Model-Verträge und Property-Releases, die jeder Stockfotograf immer in der Tasche haben soll­te. Der Clou: Die Verträge lie­gen in 13 Sprachen vor, die  Bedienung in sechs Sprachen (inklu­si­ve deut­sch), Verträge kön­nen manu­ell ange­passt wer­den, auf dem Touchscreen vom Model und Zeugen unter­schrie­ben wer­den und mit dem Kamera-Handy gleich ein Foto für den Vertrag ein­ge­führt wer­den. Die aus­ge­füll­ten Verträge kön­nen als PDF oder JPG auf den Rechner des Fotografen und/oder des Models geschickt wer­den und vie­les mehr. Mittlerweile akzep­tie­ren Bildagenturen wie Getty Images, Alamy und Imagebroker die­se Verträge. istock­pho­to und Fotolia ver­bie­ten sie bis­lang jedoch (noch) aus­drück­li­ch.

3. Photocalc

Preis: $ 2.99

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Ich ken­ne noch Fotografen, die mit einer Mittelformatkamera rum­lau­fen und aus­ge­druck­te Tabellen mit win­zi­gen Zahlenkolonnen bei sich tra­gen, um die erfor­der­li­chen Blende/Belichtungszeit/ISO-Wert-Kombinationen nach­schla­gen zu kön­nen. Die moder­ne­ren Fotografen nut­zen „Photocalc“. Diese App berech­net unter ande­rem den Zusammenhang von Blende/Zeit/ISO, berech­net die Schärfentiefe, kann die erfor­der­li­che Blitzleistung berech­nen, kennt die Zeiten von Sonnenaufgängen und -unter­gän­gen und ent­hält ein Glossar für Fotofachbegriffe. Die Werte kön­nen in metri­schen oder US-Maßen ein­ge­stellt wer­den, die Blenden kön­nen in Drittel- oder Halb-Schritten ange­ge­ben und aus­ge­ge­ben wer­den.

4. Focalware

Preis:  $ 1.99

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch,

Hersteller-Link

Focalware ist eine App, wel­che vor allem für Fotografen nütz­li­ch ist, die viel drau­ßen foto­gra­fie­ren. Das Programm berech­net Sonnen-Aufgangs- und -unter­gangs­zei­ten wie „Photocalc“, kann aber noch viel mehr. Zum Beispiel kann es errech­nen, zu wel­cher Uhrzeit die Sonne an einer gewünsch­ten Location zu einem gewünsch­ten Datum aus einer gewünsch­ten Himmelsrichtung scheint. Es errech­net, wie lang die Schatten von Objekten zu einer bestimm­ten Uhrzeit sein wer­den, berück­sich­tigt Zeitzonen und vie­les mehr. Es las­sen sich auch belieb­te Orten abspei­chern, um schnel­ler dar­auf zugrei­fen zu kön­nen und eini­ges mehr. Wer mit der Sonne foto­gra­fie­ren will, kommt um Focalware nicht her­um.

5. Strobox

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Wie hat­te ich das Licht bei die­sem genia­len Foto auf­ge­baut? Wer sich sol­che Fragen stellt, fin­det mit Strobox die Antwort. Die kos­ten­lo­se App lässt einen mit über 25 ver­schie­de­nen Lichtformern wie Softboxen, Schirmen, Haarlichtern etc. Licht-Setups nach­bau­en und abspei­chern, damit nicht ver­ges­sen wird, was für die­sen kom­pli­zier­ten Lichtaufbau alles benö­tigt wur­de und wo gen­au die Blitze und Kamera stan­den.

6. Getty Images

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Die iPhone-App der welt­weit größ­ten Bildagentur Getty Images ist haupt­säch­li­ch für Bildkäufer gedacht. Aber sie kann auch für Fotografen hilf­reich sein, die vor Ort beim Shooting schnell mal sehen wol­len, wie vie­le Fotos es zu einem bestimm­ten Thema schon gibt und ob es sich lohnt, bestimm­te Motive noch zu foto­gra­fie­ren. Außerdem eig­net sie sich zur schnel­len Suche nach unter­re­prä­sen­tier­ten Nischen und zur Inspiration.

7. istockphoto

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Ähnlich wie bei der App von Getty Images kann auch mit der App von istock­pho­to im Portfolio der der Microstock-Bildagentur gesucht wer­den, nütz­li­ch für Inspiration und Recherche. Dort ange­mel­de­te Fotografen kön­nen aber auch ihre Downloads, Umsätze und Statistiken ein­se­hen, zum Beispiel, wel­che Bilder kürz­li­ch ange­nom­men oder abge­lehnt wur­den.

8. Imagesearch für Fotolia

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Wie für istock­pho­to gibt es auch eine ähn­li­che, unbe­kann­te­re App für die Bildagentur Fotolia. Damit las­sen sich jedoch nur Bilder suchen, geeig­net also für Recherche und Inspiration. Geplant ist aber ein Update, mit dem Nutzer sich auch ein­log­gen kön­nen, um Leuchtkästen anzu­le­gen und mehr. Der Link zum iTunes-Store auf der Herstellerseite führt übri­gens ins Leere, der rich­ti­ge Link zum App-Store ist der hier.

9. Gorillacam

Preis: gra­tis

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Von den Machern der ori­gi­nel­len Gorillapod-Stative gibt es auch eine kos­ten­lo­se iPhone-App. Mit der wird die inter­ne Handy-Kamera so rich­tig gepimpt: Selbstauslöser, Anti-Shake, Serienaufnahmen, Wasserwaagen-Auslösung, Schnellfeuer, Digitalzoom und vie­les mehr. Damit wir uns rich­tig ver­ste­hen: Auch die­se Fotos wer­den den Qualitätskriterien der meis­ten Bildagenturen nicht ent­spre­chen, aber da vie­le Fotografen mit ihrem Kamerahandy auch Location-Scouting machen oder Erinnerungsfotos von poten­ti­el­len Models oder ande­ren wich­ti­gen Daten auf­neh­men, gehört die­se App in die Liste für Stockfotografen. Zumal sie kos­ten­los ist. Ähnliche Effekte, aber zusätz­li­ch unter ande­rem auch eine sprach­ak­ti­vier­te Aufnahme bie­tet die App „Camera Genius“ für $ 0,99.

10. MotionX

Preis: $ 0.99

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Es gibt unzäh­li­ge GPS-Apps, aber nur weni­ge, wel­che sich auch für Fußgänger und Radfahrer eig­nen. Fotografen kön­nen die­se GPS-App nut­zen, um sich zum Beispiel geeig­ne­te Locations zu spei­chern und auch wie­der dahin zurück­zu­fin­den.

11. myPantone

Preis: $ 9.99

für: iPho­ne, iPad, iPod Touch

Hersteller-Link

Wer foto­gra­fiert – egal ob Models oder Food-Stills – und kei­nen Stylisten dabei hat, muss sich irgend­wie selbst behel­fen. myP­an­to­ne erle­digt die­sen Job.Diese App schlägt auto­ma­ti­sch pas­sen­de Farbkombinationen vor. Zwar ist die App recht teu­er, aber sie kann etwas, was für Fotografen sehr nütz­li­ch ist: Wenn man ein Foto von einer Farbe macht, erkennt die App, wel­cher Pantone-Farbe die­se am nächs­ten kommt und macht eini­ge pas­sen­de Farbvorschläge zum Kombinieren. Im Klartext: Der Fotograf will meh­re­re Models foto­gra­fie­ren. Er foto­gra­fiert das T-Shirt von einem Model und die App schlägt vor, wel­che Farben die ande­ren Oberteile haben soll­ten, damit alles farb­li­ch auf­ein­an­der abge­stimmt ist.

13. Krolop & Gerst Lighting-Setup

Preis: noch unbe­kannt

für: iPho­ne, iPad

Hersteller-Link

Ich bin so aktu­ell, ich stel­le Apps vor, die es noch gar nicht gibt: Die Fotografen Krolop & Gerst pla­nen eine iPhone-App, mit der anhand kon­kre­ter Bildbeispiele Licht-Setups erklärt wer­den. Nach der Auswahl zwi­schen den Kategorien Studio, Outdoor, On Location und Bouncer gibt es eine Fotogalerie mit ver­schie­de­nen fer­ti­gen Fotos. Nach der Auswahl eines Fotos wer­den die Details wie Blende, Belichtungszeit, ISO-Werte, Objektiv etc. gezeigt und es gibt jeweils ein kur­zes Making-Of-Video, wie das Licht für das Foto gesetzt wur­de.

14. Diverse Android-Apps

Markus hat in sei­nem Blog „nach­be­lich­tet“ vor paar Monaten eini­ge Foto-Apps für das Android-Handy vor­ge­stellt, die ähn­li­che Funktionen wie Photocalc, Focalware oder Strobox erfül­len. Damit sich unse­re Artikel nicht über­schnei­den, hier sei­ne App-Empfehlungen.

15. Bonus-Tipp 1

Die meis­ten moder­nen Handys erlau­ben es, neben Fotos und Musik auch PDFs zu spei­chern. Ich nut­ze das, um mei­ne Standard-Verträge (MR, PR) immer dabei zu haben und sie am nächs­ten Computer aus­dru­cken zu kön­nen. Außerdem habe ich die Bedienungsanleitungen von mei­ner Kamera, mei­nem Blitzgerät, den Pocketwizards und ande­ren tech­ni­schen Geräten als PDF auf dem Handy, um unter­wegs schnell nach­schla­gen zu kön­nen.

16. Bonus-Tipp 2

Da die meis­ten Fotografen selb­stän­dig sind und nicht bei einer Firma ange­stellt, emp­feh­le ich für die Berufsfotografen einen Blick in die wei­ter­füh­ren­de App-Liste „Die bes­ten 30 iPho­ne Apps für Selbständige 2011″ von Peer.

Jetzt seid ihr dran: Welche Apps nutzt ihr als Fotografen auf Euren Handys und was fin­det ihr gut dar­an?