Schlagwort-Archive: Videoagentur

Sechs Jahre Footage für Microstock-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Was passiert, wenn ich ein Jahr fast keine Video hochlade? Wie ändern sich meine Umsätze dadurch?

Dieses – mehr ofer weniger freiwillige – Experiment habe ich in meinem 6. Video-Jahr gemacht. Schauen wir uns an, wie es gelaufen ist.

Ich lade meine Videos momentan aktiv bei sieben Agenturen hoch: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, 123rf* und Dreamstime*. Clipdealer* hat ebenfalls viele Videos von mir, aber bis sich da der Upload-Prozess nicht verbessert, lade ich da nichts Neues mehr hoch. iStock habe ich dieses Jahr aus meiner Auswertung entfernt, weil kein einziger Verkauf (bei auch nur 38 Videos kein Wunder) zustande kam.

Für meine Auswertung berücksichtige ich die 12 Monate vom Juni 2014 bis einschließlich Mai 2015. Hier könnt ihr auch meine Zahlen für das fünfte, vierte, das dritte und die ersten beiden Jahre nachlesen.

Portfolio-Größe

Bei den meisten Agenturen habe ich aktuell rund 800 Videos online. Letztes Jahr waren es ca. 795 Videos. Genau genommen habe ich nur 9 neue Videos in dem Zeitraum hochgeladen, dazu später mehr.

Verkäufe und Umsätze

Weil meine Uploads so gut wie nicht gestiegen sind,leiden auch meine Einnahmen darunter. Mit Videos habe ich in dem gezählten Jahr 9107 US-Dollar eingenommen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 9624 US-Dollar.

Der Revenue per Download (RPD) ist wieder etwas gesunken und liegt jetzt bei 17,73 USD pro Verkauf.

Auch der gesamte Return per Image (RPI) ist auf 12,62 USD gesunken, was kein Wunder ist, wenn die Videos veralten und viel neues, besseres Material auf den Markt kommt.

Die genauen Werte könnt ihr in der Tabelle unten sehen. Grün markiert die Agentur mit dem besten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlechtesten. Änderungen gibt es wenige, Shutterstock und Pond5 liegen weiterhin unangefochten vorne, gefolgt von Fotolia, Revostock und 123rf im Mittelfeld.

Pro Monat habe ich mit den Videos knapp über758 US-Dollar Umsatz gemacht. Im Zeitraum davor waren es noch 800 US-Dollar. Dafür spielt der Wechselkurs zu meinem Gunsten mit, denn in Euro umgerechnet hebt sich der Unterschied halbwegs wieder auf.

Meine Faustregel von einem Dollar pro Video und Monat bleibt damit weiterhin gültig.

video-sales-sechstes-jahr

Die Zukunft

Die Zukunft sehe ich – zumindest für mich – im Videobereich leider nicht so rosig. Meine Erklärungen von letzten Jahr gelten nach wie vor.

Ich merke zudem, dass in Videos einfach nicht mein Herzblut steckt. Zusätzlich habe ich neben der Fotoproduktion andere Standbeine wie 3D-Renderings und Illustrationen etabliert, die mich deutlich mehr interessieren.

Trotzdem schreibe ich Videos noch nicht ganz ab und ich kann jetzt schon verraten, dass bei der nächsten Auswertung garantiert mehr als die neun neuen Videos dazugekommen sein werden.

Wie entwickeln sich eure Video-Verkäufe?

Fünf Jahre Footage für Video-Agenturen – Meine Einnahmen und Erfahrungen

Nach fünf Jahren ist es wieder Zeit für einen Rückblick: Wie lief der Verkauf meiner Videos und welche Umsätze habe ich damit erzielt?

Ich lade meine Videos momentan aktiv bei sieben Agenturen hoch: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, Clipdealer* und 123rf*. Bei iStock habe ich noch einige „Altlasten“, aber da trotzdem ab und zu Verkäufe kommen, lasse ich die Agentur in der Statistik.

Für meine Auswertung berücksichtige ich die 12 Monate vom Juni 2013 bis einschließlich Mai 2014. Hier könnt ihr auch meine Zahlen für das vierte, das dritte und die ersten beiden Jahre nachlesen.

Portfolio-Größe

Bei den meisten Agenturen habe ich aktuell rund 795 Videos online. Letztes Jahr waren es ca. 530 Videos, das bedeutet einen Zuwachs von 265 Videos oder anders formuliert: Ziemlich genau 50% mehr!

Motive

Wie bisher waren die meisten Videos als Outtakes nach oder zwischen einem Fotoshooting entstanden, nur zwei Video-Sessions habe ich extra als solche geplant und aufwändiger aufgezogen. Von den Ergebnissen, was Menge, Qualität und Umsatz angeht, bin ich im Vergleich zu reinen Fotoshootings jedoch noch nicht überzeugt, aber dazu später mehr. Mein aufwändigstes Shooting war dieses hier, was auch ungefähr den jetzigen Stand meiner Fähigkeiten zeigt:

Technik

Wie das oft so ist: Einige der „coolen Zubehörteile“, die ich letztes Jahr vollmundig angekündigt habe, sind angekommen, aber ich bin bisher noch kein einziges Mal dazu gekommen, sie auszuprobieren. Dazu gehört eine Steadycam, ein Timelapse-Tool und andere kleine Spielereien. Doch auch dazu gleich mehr.

Verkäufe und Umsätze

Während meine Uploads um 50% gestiegen sind, kann ich das von den Einnahmen leider nicht behaupten. Mit Videos habe ich in dem gezählten Jahr 9624 US-Dollar eingenommen, das sind ca. 28% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Revenue per Download (RPD) ist um einen knappen Dollar gestiegen, was angesichts der neu aufkommenden „Full-HD-Videos für 5 Dollar“-Agenturen ein beruhigendes Zeichen ist. Leider ist dafür der Return per Image (RPI) etwas gesunken.

Die genauen Werte könnt ihr in der Tabelle unten sehen. Grün markiert die Agentur mit dem besten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlechtesten. Änderungen gibt es wenige, neu 123rf, die erst seit letzten Jahr dabei sind, haben trotz weniger Videos in meinem Portfolio vom Umsatz schnell aufgeholt und sich an den vierten Platz gesetzt. Ich sollte da endlich den Rest meiner Videos hochladen.

Pro Monat habe ich mit den Videos demnach knapp über 800 US-Dollar, also ca. 593 Euro Umsatz gemacht. Meine Faustregel von einem Dollar pro Video und Monat bleibt damit weiterhin gültig.

video-footage-sales-earnings-microstock
Wie sich meine Umsätze mit den Videos im monatlichen Durchschnitt pro Jahr entwickelt haben, seht ihr in dieser Grafik. Ein erfreulicher Trend, eigentlich…

Umsätze mit meinen Videos im monatlichen Durchschnitt
Umsätze mit meinen Videos im monatlichen Durchschnitt

Ziele

Mein selbstgesetztes Ziel, 1000 Dollar pro Monat mit Videos zu verdienen, habe ich leider klar verfehlt. Auch die 350 neuen Videos pro Jahr habe ich nicht erreichen können, auch wenn ich deutlich mehr produziert hatte als im Jahr davor. Deshalb bleiben die Vorjahresziele gültig und ich werde versuchen, diese Marken im nächsten Jahr zu knacken.

Die Zukunft

Die Zukunft sehe ich – zumindest für mich – im Videobereich leider nicht so rosig.

Meine Überlegung bei dem oben gezeigten Uni-Shooting war: Ich nehme ein gut verkäufliches Thema, was ich schon mal als reines Foto-Shooting konzipiert hatte und mache es als Video-Shooting. Weil ich ein Angsthase bin, konnte ich es aber nicht lassen, und habe am Ende der Video-Session noch einige Fotos zur Sicherheit gemacht, unter schlechteren Bedingungen, weil die Beleuchtung auf Dauerlicht ausgelegt war.  Am Ende hatte ich 50 Video-Clips und 18 Fotos. Sowohl bei Shutterstock als auch bei Fotolia ist der Bestseller dieser Session jedoch ein Foto und selbst unter den Top 10 der Dateien mit den meisten Einnahmen befinden sich jeweils 7 Fotos bei beiden Agenturen. Mit anderen Worten: Ich hätte deutlich mehr verdient, wenn ich mich nur auf die Fotos konzentriert hätte.

Diesen Effekt konnte ich nicht nur bei dieser Video-Session, sondern auch bei zwei anderen Sessions beobachten, wo ich eher nebenbei einige Fotos gemacht hatte. Kombiniert mit dem Fakt, dass ich für Videos deutlich teurere Ausrüstung benötige und die Arbeitszeiten bei der Aufnahme, der Bearbeitung und dem Hochladen deutlich länger sind, stimmt mich das Ergebnis sehr nachdenklich.

Dazu kommt, dass die technische Entwicklung im Video-Markt deutlich schneller voranschreitet, als meine Ausrüstung mithalten kann. Sowohl 123rf als auch Pond5 bieten seit diesem Jahr schon 4K-Videos an und die Kameras dafür werden zum Beispiel mit der Blackmagic Production 4K* für unter 3000 Euro erschwinglich. Pond5 bietet zusätzlich schon Videos im Redcode RAW Format (R3D) an, welches das Raw-Format der RED Videokameras ist und 3D-Videos halten in Kinos Einzug. Angesichts dessen, dass sich Videos bei mir deutlich weniger gut amortisieren als Fotos, scheue ich mich dafür, diese Kosten in vierstelliger Höhe zusätzlich auszugeben. Der Kompromiss, FullHD-Videos mit meiner Foto-Kamera Canon 5D Mark III* zu machen, erscheint mir das noch als passable Notlösung.

Der dritte Punkt zeigt die Abhängigkeit von Google auch im Videomarkt. Zwei meiner sieben Agenturen, namentlich Revostock und Clipcanvas haben durch Änderungen der Such-Algorithmen bei Google im Jahr 2012 viel Traffic verloren, was sich in deutlich weniger Verkäufen niederschlug. Das geht soweit, dass die Zukunft der beiden Agenturen am seidenen Faden hing und wahrscheinlich immer noch hängt.

Wie seht ihr die Zukunft im Videomarkt und wie entwickeln sich eure Video-Verkäufe?

* Affiliate

Einnahmen und Erfahrungen nach vier Jahren Footage für Video-Agenturen

Was, vier Jahre schon? Ja, seit vier Jahren liefere ich kurze Videos (auch Footage genannt) an Videoagenturen, um damit genauso wie mit Fotos Geld zu verdienen.

Es lief sehr schleppend an. In den ersten beiden Jahren erzielte ich nur ca. 411 Dollar Umsatz mit meinen Videos, im dritten Jahr kam ich immerhin schon auf durchschnittlich ca. 338 Dollar im Monat mit den Videoverkäufen.

Jetzt wird es wieder Zeit für einen Rückblick: Was habe ich im vierten Jahr Videoproduktion geschafft?

Ich betrachte den Zeitraum Juni 2012 bis inklusive Mai 2013 und knüpfe damit nahtlos an den Artikel vom letzten Jahr an. Zur Zeit beliefere ich aktiv sieben Video-Agenturen: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas*, Clipdealer* und – seit letztem Jahr dazugekommen – 123rf*. Bei iStockphoto habe ich die meisten Videos gelöscht, aber da ich noch einige Umsätze mit ihnen hatte, ist die Agentur unten in der Liste mit aufgeführt.

Portfolio-Größe

Mein Portfolio ist im letzten Jahr nur um ca. 100 Videos gewachsen. Das lag hauptsächlich daran, dass ich die gesamten Wintermonate so gut wie keine Videos gedreht habe, obwohl sich einige Gelegenheiten geboten hätten. Mein Ziel vom letzten Jahr, mindestens 350 neue Clips zu drehen, habe ich damit deutlich verfehlt. Sechs, setzen! Die genaue Aufschlüsselung meiner Video-Portfolios findet ihr in der Tabelle unten. Wer sich einige meiner Videos anschauen will, kann das z.B. hier bei Pond5* tun.

Motive

Bei den Motiven bin ich der Linie treu geblieben, die ich vor zwei Jahren begonnen habe. Kurze People-Videos am Ende einer Fotosession mit den Models, meist im Business-Look. Dazu kommen paar Videos von Tulpenfeldern und Footage von Medikamenten, weil das in den ersten beiden Jahren zu den bestverkaufendsten Themen gehörte.

Verkäufe und Umsätze

Hier jetzt endlich die komplette Übersicht über meine Video-Umsätze der letzten zwölf Monate. Wer das mit dem vorangegangenen Jahr vergleichen will, findet die Tabelle dafür hier. Grün markiert die Agentur mit dem besten Wert in der Spalte, rot die mit dem schlechtesten Wert.

Fast alle Werte sind zu meiner Zufriedenheit gestiegen, besonders schön ist der stark gestiegene „Revenue per Download“ (RPD) von Shutterstock, der im Vergleich zum Vorjahr über 5 $ angewachsen ist. Und das trotz starker Konkurrenz von Pond5. Beide Agenturen lieferten sich im letzten Jahr einen Kampf um Umsätze und gute Videografen und es ist noch nicht entschieden, wer hier gewinnen wird. Etwas enttäuschend ist aktuell noch 123rf, die den geringsten Verkaufspreis erzielten. Aber da ich dort erst seit kurzem Videos liefere, will ich das noch mindestens ein Jahr weiter beobachten.

Selbst Fotolia liegt beim RPD trotz starker Abo-Kampfpreise fast doppelt so hoch beim durchschnittlichen Verkaufserlös. Aber da dieser immer noch sehr stark unter dem Durchschnitt liegt, habe ich mich vor einigen Wochen entschlossen, die Abo-Funktion für meine Videos bei Fotolia zu deaktivieren. Welche Auswirkungen das haben wird, werden wir im nächsten Jahr sehen.

Besonders freut mich, dass ich mein selbst gesetztes Ziel von mindestens 600 Dollar Umsatz im Monat übertreffen konnte. Im Schnitt erzielte ich in den letzten zwölf Monaten 627 Dollar pro Monat nur mit meinen Videos. Das sind nach aktuellem Wechselkurs ca. 465 Euro und damit mehr, als ich bei vielen kleinen Bildagenturen im Monat bekomme. Als Faustregel könnte ich sagen: Ich bekomme ca. 1 Dollar pro Video und Monat.

Technik

Ein Punkt, den ich immer noch nicht zufriedenstellend gelöst habe, sind ruckelfreie Kamerafahrten. Trotz kleinem Movie-Slider und einigen Gimmicks ruckelt es doch hier und da. Dank einiger Kickstarter-Projekte bin ich aber im Besitz eines coolen Teils, welches zumindest ruckelfreie Kameraschwenks für mich erledigt und theoretisch auch Kamerafahrten machen können sollte. Brauche ich nur etwas Zeit, mich da reinzufummeln. Einige andere Projekte für nützliches Videozubehör sind in der Realisierungsphase und ich kann es kaum erwarten, damit rumzuspielen.

Die Zukunft

Es gibt immer viele andere Baustellen, aber diesmal will ich endlich die 350 Videos im Jahr schaffen. Sind ja nur knapp 30 Videos im Monat. Außerdem wäre es super, wenn ich einen Umsatz von mindestens 1.000 Dollar pro Monat erzielen könnte. Das wiederum sollte mich genug motivieren, mein Portfolio zu diversifizieren und neben Fotos auch mehr 3D-Sachen und eben Videos zu produzieren.

Wie haben sich eure Umsätze bei Video-Agenturen entwickelt? Wie schätzt ihr die Marktentwicklung ein?

* Affiliate

Clipcanvas: Die ehrlichste Honorarkürzung der Welt

Am 22. April 2013 verschickte die Video-Agentur Clipcanvas eine lange Email mit dem Titel „Some unwelcome changes we’re not so happy about“.

Bei so einem Betreff war klar, dass das, was folgen würde, keine guten Nachrichten sein würden.

Ich greife kurz vorweg: Weil diese Email die ehrlichste Ankündigung einer Honorarkürzung ist, die ich je gelesen habe, ohne den üblichen „wir wollen neue Vertriebskanäle aufbauen“ oder „wir müssen stärker Marketing betreiben“-Quatsch, möchte ich sie in voller Länge wiedergeben:

„Hello [Vorname des Anbieters],

For us, the past year may be characterised by nice growth during last autumn, with increasing sales and an influx of more great content, while the past months have not been so great. For those of you who have been relying on us for a long time, and given us your support, we are grateful.

We find ourselves in a position where we either have to pack it up or dig in and walk on to our final battles. The main reason for this relates to i) a difficult European market with falling sales, ii) continued but unsuccessful efforts in securing sufficient funding for new development initiatives and growth, and iii) increased costs relating to a growing content base. Video is not inexpensive to handle and this has now drained our resources to the point where we are unable to solve our predicament unless we take some drastic measures. For this, we are sorry. We have been working to get our heads above water for a long time now, and it is quite horrible for us to find ourselves in this position.

Given the current circumstances, we are suggesting to do the following to increase our revenues and reduce our costs:
– reduce the royalty rate paid out to all producers from 50% to 40% for the next 12 months, starting on April 30th;
– allow certain producers with a good track record to publish and manage their own content directly;
– close certain producer accounts that either do not represent content we think makes much sense, or those accounts that contain a lot of very similar/spammy/crowding out type of content, and subsequently delete those clips and portfolios entirely;
– update our main design, user interface and SEO profile to better represent a modern look to attract more general interest and to increase our conversion rates and sales; AND
– integrate automation for payouts so you no longer need to request your payments in order to get paid.

Other and more positive changes will be considered as soon as we feel confident the current and suggested changes are having a positive effect. We still believe we’re in it for the long haul, so we’re not happy about some of the changes we need to make at this point either.

We do understand that we’re completely dependent on your continued support. If we don’t have your support, then please walk away now. We have fought for a long time to generate more sales for all of us, and made our processes both leaner and more efficient, but competition is becoming increasingly intense and we’re afraid we might topple over if we don’t make these unpopular decisions now. We think it would be really sad to see either you or us go, and we hope you feel the same.

The effect of the current and proposed changes will secure our future existence and hopefully establish a platform from where we can build a better and more sustainable marketplace. The alternative is closing down shop or selling out to someone who would probably decide to make those changes anyway…we prefer the first alternative.

We are not pertaining to be idiots and we are not trying to screw you over. We have just ran out of other viable options. While we realise this is most unwelcome just now, or at any time ever probably, but we would still like to suggest that things may look entirely different in 12 months time from now, and hope that you will give us your support one final time. For those of you familiar with running a business, we hope you see the logic in the measures we are taking, understand the position we are in and what we are trying to achieve.

Finally, we believe there is a good space for Clipcanvas in this industry. It makes sense to keep a mix of players around and for them to develop alongside each other. Some perform exceptionally, while others need to work harder to catch up. We hope you believe we should be one of those that perform and deserve to be part of your main outlets, and that you’ll consider the real alternative looming, before you decide if life is better without us hanging around. We will work harder, if possible.

Sorry to bring you this news.

Kind regards,
Cato
CEO
Clipcanvas.com
==============================================
P.S. If anyone would like to chat with me or talk on the phone, please contact support directly and we will arrange for this. I am not trying to hide the fact that part of the changes suggested are really unwelcome, and would welcome your input if you want. Hopefully some good will come of this in the end.

Our mailing address is:
Clipcanvas
Martin Linges vei 15-25
Fornebu, Oslo 1364″

Ich war beeindruckt. Da redet jemand mit uns wie mit Menschen, nicht wie mit kleinen Kindern, den man vorgaukeln könne, dass weniger Geld in der Tasche auch etwas Gutes sein könne. Leider ändert das nichts an der Tatsache, dass die Honorare der Videografen um zehn Prozentpunkte gesenkt wurden.

Der Kernsatz der Email ist – übersetzt von mir – folgender:

„Die Alternative [zur Honorarkürzung] ist, den Laden dicht zu machen oder ihn an jemanden zu verkaufen, der sich wahrscheinlich zu den gleichen Änderungen entschließen würde.“

Je länger ich darüber nachdenke, desto unfairer scheint mir dieses Spiel.

Wenn Clipcanvas schließen würde, würden sich die Verkäufe auf andere Video-Agenturen verteilen. Das wäre kurzfristig positiv für die Fotografen, weil sie dort oft ihre 50% statt der dann 40$ bei Clipcanvas bekämen. Langfristig würde es jedoch zu einer weiteren Konzentration bei den Agenturen führen, die wie bei einem Oligopol üblich, zu einem Preisdruck nach unten führen kann. Das wäre ebenfalls nicht im Interesse der Videografen. Aber immerhin würde das erst vielleicht und auch erst später statt sofort geschehen.

Wenn Clipcanvas jedoch an eine konkurrierende Videoagentur verkaufen würde, ist die Gefahr tatsächlich groß, dass die Honorare tatsächlich gekürzt werden müssen, um den Kaufpreis wieder reinzuholen und hoffentlich profitabel zu wirtschaften, denn mit der bestehenden Honorarverteilung scheint es Clipcanvas selbst ja nicht zu schaffen.

Momentan redet Clipcanvas von einer Reduzierung der Honoraranteile auf 12 Monate. Was kommt danach? Entweder geht die Firma dann erst pleite. Dann hätte ich es bevorzugt, wenn sich die Verkäufe in dem Jahr auf die anderen Videoagenturen aufgeteilt hätten, die 50% Honoraranteil zahlen. Oder Clipcanvas läuft stabil genug, um weiter zu existieren. Perfekt und ehrlich wäre eine Anhebung der gekürzten Honorare. Es wäre jedoch das erste Mal in der Branche und: Ich glaube nicht daran.

Was denkt ihr darüber?

Meine Einnahmen und Erfahrungen nach drei Jahren Footage für Video-Agenturen

Vor ca. einem Jahr hatte ich einen Weckruf. Ich hatte gerade meinen Artikel mit den Einnahmen aus zwei Jahren Videoproduktion veröffentlicht. Die Umsätze mit insgesamt 411 Dollar waren lächerlich gering und mein Portfolio mit ca. 120 Video winzig.

Aber ich bekam eine sehr lange Mail eines professionellen, langjährigen Videofilmers, der in seinem Text einerseits meine bisherigen Videos technisch und inhaltlich hart – und zurecht – kritisierte und andererseits aber auch klar machte, dass es bei meiner Arbeitsweise kein Problem sein sollte, deutlich mehr als 100 Videos pro Jahr zu produzieren und zu verkaufen.

Niemand hört gerne von seinen eigenen Fehlern, aber um sich verbessern zu können, ist genau das notwendig und so dankte ich dem Absender, druckte mir die Email aus, hängte sie neben meinen Schreibtisch und machte mich ans Werk.

Was hat sich bei mir im letzten Jahr beim Thema Video-Produktion getan? Ich beziehe mich bei allem im diesem Text auf den Zeitraum Juni 2011 bis Mai 2012.

Portfolio-Größe

Momentan beliefere ich aktiv sechs Video-Agenturen: Pond5*, Fotolia*, Shutterstock*, Revostock*, ClipCanvas* und Clipdealer*. Dort habe ich jeweils durchschnittlich 434 Videos online, mit 468 am meisten bei Fotolia und mit 412 am wenigsten bei Clipdealer. Das liegt dort hauptsächlich an der langen Freischaltezeiten meiner aktuellsten Videos, ansonsten basieren leichte Schwankungen auf unterschiedlichen Ablehnungen. Mein Ziel, bis jetzt mindestens 300 Videos zu produzieren, habe ich damit deutlich übererfüllt. Das lag auch daran, dass meine Annahmequoten durch die People-Motive bei 95-100% lagen. Von den über 15.000 perfekten Video-Clips eines Simon Krzic bin ich jedoch leider noch weit entfernt.

Hier exemplarisch die Entwicklung meiner Video-Uploads bei Fotolia:

Motive

In der Mail riet mit der Videofilmer, ich solle mich ebenso wie bei Fotos auch bei Footage auf das konzentrieren, was ich am besten kann: Menschen fotografieren bzw. filmen. Meine ersten Video-Sujets waren ja wehrlose Blümchen, Landschaften und anderes Zeug.

Deswegen habe ich einige Video-Shootings gemacht und bei einigen Fotoshootings am Ende des Shootings einfach noch eine Stunde Video mit rangehängt. Deshalb konnte ich innerhalb des letzten Jahres auch insgesamt über 310 Videos produzieren, was über das Doppelte der beiden Vorjahre ist.

Die Innen-Ausleuchtung für Video-Aufnahmen bereitet mir immer noch einige Probleme, was vor allem an zu wenig Dauerlicht und zu wenig Platz im Studio liegt. Zur Zeit muss ich immer die Blitze fast komplett abbauen, damit das Dauerlicht genug Platz hat und umgekehrt, was logischerweise zuviel Arbeitsaufwand ist, um richtig produktiv zu sein.

Verkäufe und Einnahmen

Im letzten Jahr hatte ich mit meinen Videos 319 Verkäufe erzielt, also durchschnittlich 53 pro Agentur und 27 Sales pro Monat. Die Schwankungen waren hier sehr stark mit nur 6 Verkäufen bei Clipdealer und 126 Verkäufen bei Fotolia. Letztere waren aber über die Hälfte Abo-Downloads, was den Preis stark nach unten trieb.

Kommen wir endlich zu den Umsätzen: Insgesamt habe ich ca. 4062 Dollar verdient, ca. deshalb, weil ich die Umsätze von Fotolia und Clipdealer der besseren Vergleichbarkeit wegen von Euro in Dollar umgerechnet habe. Den größten Anteil daran hat Shutterstock, bei denen ich in zwölf Monaten 1336 Dollar mit meinen Videos verdient habe. Das macht 111 Euro pro Monat. Ganz knapp auf Platz zwei folgt der Umsatz-Sieger des Vorjahres, Pond5, mit 1312 Dollar, also 109 Dollar im Monat. Das Schlusslicht bildet wie bei den Verkäufen Clipdealer mit 138 Dollar Umsatz im gesamten Jahr. Das verwundert mich etwas, da sie viele meiner Fotos verkaufen.

Hier die Übersicht mit den kompletten Zahlen:

Pro Monat verdiente ich im letzten Jahr durchschnittlich 338 Dollar mit meinen Videos. Mein RPI pro Jahr und Video lag damit bei 9,41 Dollar. Würde ich demnach im nächsten Jahr wieder ca. 300 Filmchen hochladen, käme ich auf ca. 6900 Dollar Umsatz mit allen Videos.

Der Umsatz pro Verkauf lag im letzten Jahr bei durchschnittlich 18,23 Dollar, was eine deutliche Steigerung zu 11,10 Dollar im Vorjahr ist.

wobei vier Agenturen Umsätze über 21 Dollar erzielten und nur zwei Agenturen den Schnitt nach unten zogen. Das war zum einen Shutterstock mit einem RPD (Revenue per Download) von 12,98 Dollar und Fotolia mit einem RPI von 5,53 Dollar. Das sind die Auswirkungen der vielen Abo-Verkäufe im Videobereich bei beiden Agenturen.

Trotzdem erzielte Shutterstock durch die schiere Menge an Verkäufen den höchsten RPI mit 3,15 Dollar pro Bild.

Technik und Lerneffekte

Im letzten Jahr hatte ich mir sowohl ein sehr billiges Schulterstativ* als auch eine günstige Kamera-Schiene gekauft, in der Hoffnung, damit bessere Videos machen zu können. Beides kam bisher erst bei zwei Video-Shootings zum Einsatz und es ist schwieriger als erwartet, trotzdem ruckelfreie Aufnahmen hinzubekommen. Ich versuche ja immer, mein Equipment unterwegs zu kompakt und transportabel wie möglich zu halten, was vor allem im Video-Bereich fast unmöglich ist.

Zur Zeit behelfe ich mir damit, dass ich draußen bei leicht bewölktem Himmel die Kamera einfach auf ein Manfrotto Mini-Stativ* mit Kugelkopf stelle und keine Kamerabewegungen mache.

Die Zukunft

Nach den deprimierenden ersten zwei Video-Jahren war mein drittes Jahr schon ein Lichtblick. Ich will jetzt mit mindestens 350 neuen Videos bis zum nächsten Jahr auf mindestens 600 Dollar Umsatz pro Monat zu kommen. Hoffentlich greift der Abo-Wahn nicht zu schnell auf die Video-Agenturen über, da dieser sonst auch dort die Preise vermutlich schneller nach unten treibt als die Verkäufe wachsen können.

Die Email des Videofilmers hängt immer noch neben meinem Schreibtisch und heute weiß ich, dass er recht hatte: Mehr ist möglich.

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Produktion von Videos gemacht? Welche Agenturen laufen bei Euch am besten?

* Affiliate-Link