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Vorstellung: Mein neuer „Podcast eines Fotoproduzenten“

Seit fast zehn Jahren gibt es mei­nen Blog „Alltag eines Fotoproduzenten“ und in die­ser Zeit sind die­se 16 Interviews im Blog erschie­nen.

Podcast eines Fotoproduzenten

Für die Zeit ist das rela­tiv wenig und das hat sei­ne Gründe.

Es gibt ver­schie­de­ne Arten, Interviews zu füh­ren und zu ver­öf­fent­li­chen.

Interviews kön­nen schrift­lich via Email geführt wer­den, wo der Befragte eine Liste mit Fragen erhält und die­se gebün­delt zurück­schickt. Das hat den Nachteil, dass man nicht fle­xi­bel auf span­nen­de Antworten oder unkla­re Äußerungen ein­ge­hen kann.

Etwas fle­xi­bler sind Interviews via Skype‐Chat o.ä., wo die Fragen und Antworten live getippt wer­den, die­se dau­ern aber fast genau­so lan­ge wie per­sön­li­che Gespräche und erfor­dern mehr Editierung vor dem Veröffentlichen im Blog.

Telefonische Interviews sind eben­falls eine Möglichkeit, haben jedoch den Nachteil, dass die­se für die Veröffentlichung in Schriftform umständ­lich tran­skri­biert wer­den müs­sen.

Mein letz­tes Interview im Blog war die­ses Video‐Interview, was tech­nisch jedoch auf­wän­di­ger zu rea­li­sie­ren ist und ich hat­te das Gefühl, dass es als Audio‐Interview fast genau­so span­nend gewe­sen wäre.

Da ich selbst seit etli­chen Monaten eini­ge Fotografie‐ und Business‐Podcasts höre (z.B. kreativ[ge]recht von Sebastian Deubelli oder Benventures von Ben Hammer) und von bei­den schon inter­viewt wur­de, lag es nahe, nun eben­falls einen Podcast auf die Beine zu stel­len, den „Podcast eines Fotoproduzenten“.

Hier will ich mit Fotografen, Videografen, Illustratoren, 3D‐Künstlern, Bildagenturen, Models, Bildbearbeitern und ande­ren Branchenkollegen fach­sim­peln über die pro­fes­sio­nel­le Fotografie und spe­zi­ell natür­lich die Stockfotografie.

Ich hof­fe, er wer­det min­des­tens eben­so viel span­nen­de Infos mit­neh­men kön­nen wie ich aus den ande­ren Podcasts, die ich so höre.

Die ers­te Folge soll hier in weni­gen Tagen erschei­nen und bei iTunes etwas spä­ter (da die Indexierung der ers­ten Folge ca. eine Woche dau­ert). Eine Übersicht über alle Podcast‐Folgen wer­det ihr hier oder hier fin­den.

Ich freue mich wie immer auf euer Feedback, Kommentare, Verbesserungsvorschläge und natür­lich vie­le Abonnements für den neu­en Podcast.

Verlosung: 2x Tageskarte für Photo Convention in Österreich

Heute gibt es mal wie­der was für die öster­rei­chi­schen Leser unter euch.

Vom 14. bis 18. Juli 2013 fin­det zum zwei­ten Mal die Photo Convention im Schloss Hof in 2294 Schlosshof statt.

Auf dem Veranstaltungsplan ste­hen so illus­tre Namen wie Calvin Hollywood, Jamari Lior, Martin Krolop, Gerry Frank, Frank Doorhof, Robert Pichler und eini­ge ande­re.

Foto von Jamari Lior, eine der Vortragenden auf der Photo Convention 2013.

Aufgeteilt ist das Programm in die vier Bereiche

  • Fashion – People – Beauty – Hochzeit
  • Produkt – Architektur – Werbung
  • Training – Licht – Technik‐ Video DSLR
  • Post Production

In Zusammenarbeit mit dem Veranstalter ver­lo­se ich 2x eine Tageskarte für die Photo Convention 2013 im Wert von 200 bis 350 Euro, das bedeu­tet einen vol­len Tag Kursprogramm bei einem Profi eurer Wahl.

Teilnahmebedingungen:

  • Teilnehmen dür­fen alle Leute, wel­che Fan mei­ner Facebook‐Seite sind und einen Kommentar hin­ter­las­sen, für wel­chen Tag sie ger­ne die Tageskarte gewin­nen wol­len.
  • Teilnahmeschluss ist 16. Juni 2013.
  • Die Gewinner ermitt­le ich aus den gül­ti­gen Kommentaren mit­tels random.org.
  • Die Gewinner wer­den von mir per Email kon­tak­tiert (ach­tet also dar­auf, dass eure Kommentar‐Emailadresse gül­tig ist). Wer sich nicht inner­halb von vier Tagen zurück mel­det, ver­liert sei­nen Anspruch.
  • Der Rechtsweg ist aus­ge­schlos­sen.

Viel Spaß euch.

Clipcanvas: Die ehrlichste Honorarkürzung der Welt

Am 22. April 2013 ver­schick­te die Video‐Agentur Clipcanvas eine lan­ge Email mit dem Titel „Some unwel­co­me chan­ges we’re not so hap­py about“.

Bei so einem Betreff war klar, dass das, was fol­gen wür­de, kei­ne guten Nachrichten sein wür­den.

Ich grei­fe kurz vor­weg: Weil die­se Email die ehr­lichs­te Ankündigung einer Honorarkürzung ist, die ich je gele­sen habe, ohne den übli­chen „wir wol­len neue Vertriebskanäle auf­bau­en“ oder „wir müs­sen stär­ker Marketing betreiben“-Quatsch, möch­te ich sie in vol­ler Länge wie­der­ge­ben:

Hello [Vorname des Anbieters],

For us, the past year may be cha­rac­te­ri­sed by nice growth during last autumn, with increa­sing sales and an influx of more gre­at con­tent, while the past mon­ths have not been so gre­at. For tho­se of you who have been rely­ing on us for a long time, and given us your sup­port, we are gra­te­ful.

We find our­sel­ves in a posi­ti­on whe­re we eit­her have to pack it up or dig in and walk on to our final batt­les. The main rea­son for this rela­tes to i) a dif­fi­cult European mar­ket with fal­ling sales, ii) con­ti­nued but unsuc­cess­ful efforts in secu­ring suf­fi­ci­ent fun­ding for new deve­lop­ment initia­ti­ves and growth, and iii) increa­sed costs rela­ting to a gro­wing con­tent base. Video is not inex­pen­si­ve to hand­le and this has now drai­ned our resour­ces to the point whe­re we are unab­le to sol­ve our pre­di­ca­ment unless we take some drastic mea­su­res. For this, we are sor­ry. We have been working to get our heads above water for a long time now, and it is qui­te hor­ri­ble for us to find our­sel­ves in this posi­ti­on.

Given the cur­rent cir­cum­s­tan­ces, we are sug­ges­ting to do the fol­lo­wing to increa­se our reve­nues and redu­ce our costs:
– redu­ce the royal­ty rate paid out to all pro­du­cers from 50% to 40% for the next 12 mon­ths, star­ting on April 30th;
– allow cer­tain pro­du­cers with a good track record to publish and mana­ge their own con­tent direc­t­ly;
– clo­se cer­tain pro­du­cer accounts that eit­her do not rep­re­sent con­tent we think makes much sen­se, or tho­se accounts that con­tain a lot of very similar/spammy/crowding out type of con­tent, and sub­se­quent­ly dele­te tho­se clips and port­fo­li­os ent­i­re­ly;
– update our main design, user inter­face and SEO pro­fi­le to bet­ter rep­re­sent a modern look to attract more gene­ral inte­rest and to increa­se our con­ver­si­on rates and sales; AND
– inte­gra­te auto­ma­ti­on for pay­outs so you no lon­ger need to request your pay­ments in order to get paid.

Other and more posi­ti­ve chan­ges will be con­si­de­red as soon as we feel con­fi­dent the cur­rent and sug­gested chan­ges are having a posi­ti­ve effect. We still belie­ve we’re in it for the long haul, so we’re not hap­py about some of the chan­ges we need to make at this point eit­her.

We do under­stand that we’re com­ple­te­ly depen­dent on your con­ti­nued sup­port. If we don’t have your sup­port, then plea­se walk away now. We have fought for a long time to gene­ra­te more sales for all of us, and made our pro­ces­ses both lea­ner and more effi­ci­ent, but com­pe­ti­ti­on is beco­m­ing increa­singly inten­se and we’re afraid we might topp­le over if we don’t make the­se unpo­pu­lar decisi­ons now. We think it would be real­ly sad to see eit­her you or us go, and we hope you feel the same.

The effect of the cur­rent and pro­po­sed chan­ges will secu­re our future exis­tence and hope­ful­ly estab­lish a plat­form from whe­re we can build a bet­ter and more sustainab­le mar­ket­place. The alter­na­ti­ve is clo­sing down shop or sel­ling out to someo­ne who would pro­bab­ly deci­de to make tho­se chan­ges anyway…we pre­fer the first alter­na­ti­ve.

We are not per­tai­ning to be idi­ots and we are not try­ing to screw you over. We have just ran out of other via­ble opti­ons. While we rea­li­se this is most unwel­co­me just now, or at any time ever pro­bab­ly, but we would still like to sug­gest that things may look ent­i­re­ly dif­fe­rent in 12 mon­ths time from now, and hope that you will give us your sup­port one final time. For tho­se of you fami­li­ar with run­ning a busi­ness, we hope you see the logic in the mea­su­res we are taking, under­stand the posi­ti­on we are in and what we are try­ing to achie­ve.

Finally, we belie­ve the­re is a good space for Clipcanvas in this indus­try. It makes sen­se to keep a mix of play­ers around and for them to deve­lop along­si­de each other. Some per­form excep­tio­nal­ly, while others need to work har­der to catch up. We hope you belie­ve we should be one of tho­se that per­form and deser­ve to be part of your main out­lets, and that you’ll con­si­der the real alter­na­ti­ve loo­m­ing, befo­re you deci­de if life is bet­ter wit­hout us han­ging around. We will work har­der, if pos­si­ble.

Sorry to bring you this news.

Kind regards,
Cato
CEO
Clipcanvas.com
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P.S. If anyo­ne would like to chat with me or talk on the pho­ne, plea­se con­tact sup­port direc­t­ly and we will arran­ge for this. I am not try­ing to hide the fact that part of the chan­ges sug­gested are real­ly unwel­co­me, and would wel­co­me your input if you want. Hopefully some good will come of this in the end.

Our mai­ling address is:
Clipcanvas
Martin Linges vei 15–25
Fornebu, Oslo 1364“

Ich war beein­druckt. Da redet jemand mit uns wie mit Menschen, nicht wie mit klei­nen Kindern, den man vor­gau­keln kön­ne, dass weni­ger Geld in der Tasche auch etwas Gutes sein kön­ne. Leider ändert das nichts an der Tatsache, dass die Honorare der Videografen um zehn Prozentpunkte gesenkt wur­den.

Der Kernsatz der Email ist – über­setzt von mir – fol­gen­der:

Die Alternative [zur Honorarkürzung] ist, den Laden dicht zu machen oder ihn an jeman­den zu ver­kau­fen, der sich wahr­schein­lich zu den glei­chen Änderungen ent­schlie­ßen wür­de.“

Je län­ger ich dar­über nach­den­ke, des­to unfai­rer scheint mir die­ses Spiel.

Wenn Clipcanvas schlie­ßen wür­de, wür­den sich die Verkäufe auf ande­re Video‐Agenturen ver­tei­len. Das wäre kurz­fris­tig posi­tiv für die Fotografen, weil sie dort oft ihre 50% statt der dann 40$ bei Clipcanvas bekä­men. Langfristig wür­de es jedoch zu einer wei­te­ren Konzentration bei den Agenturen füh­ren, die wie bei einem Oligopol üblich, zu einem Preisdruck nach unten füh­ren kann. Das wäre eben­falls nicht im Interesse der Videografen. Aber immer­hin wür­de das erst viel­leicht und auch erst spä­ter statt sofort gesche­hen.

Wenn Clipcanvas jedoch an eine kon­kur­rie­ren­de Videoagentur ver­kau­fen wür­de, ist die Gefahr tat­säch­lich groß, dass die Honorare tat­säch­lich gekürzt wer­den müs­sen, um den Kaufpreis wie­der rein­zu­ho­len und hof­fent­lich pro­fi­ta­bel zu wirt­schaf­ten, denn mit der bestehen­den Honorarverteilung scheint es Clipcanvas selbst ja nicht zu schaf­fen.

Momentan redet Clipcanvas von einer Reduzierung der Honoraranteile auf 12 Monate. Was kommt danach? Entweder geht die Firma dann erst plei­te. Dann hät­te ich es bevor­zugt, wenn sich die Verkäufe in dem Jahr auf die ande­ren Videoagenturen auf­ge­teilt hät­ten, die 50% Honoraranteil zah­len. Oder Clipcanvas läuft sta­bil genug, um wei­ter zu exis­tie­ren. Perfekt und ehr­lich wäre eine Anhebung der gekürz­ten Honorare. Es wäre jedoch das ers­te Mal in der Branche und: Ich glau­be nicht dar­an.

Was denkt ihr dar­über?

MORALstock – Die neue Bildagentur mit ethischen Prinzipien

Kurz vor Ostern erreich­te mich eine Email einer neu­en Bildagentur. Das an sich ist nichts Neues, denn genau­so wie bestehen­de Bildagenturen rei­hen­wei­se ihre Pforten schlie­ßen, schie­ßen neue Agenturen ins Feld. Zuletzt gab es gro­ßen Medienrummel um Stocksy, der neu­en Agentur des iStockphoto‐Gründes Bruce Livingstone.


Diese neue Agentur könn­te es jedoch schaf­fen, die­sen Rummel noch zu über­tö­nen. MORALstock nennt sich die neue Agentur mit Sitz in Boston, Massachusetts und sie ver­spricht nichts ande­res als „100% ethisch“ zu sein.

Was bedeu­tet das im Klartext?

Ich über­set­ze ein­fach mal aus der Mail des Agenturgründers Johann Wesley:

[…] MORALstock hat sich zur Aufgabe gemacht, den Bildern ihren Wert wie­der­zu­ge­ben. Nicht nur finan­zi­ell, son­dern auch mora­lisch und spi­ri­tu­ell, kurz: 100% ethisch. Das bedeu­tet, dass bei uns kei­ne anony­men Models für Produkte oder Parteien wer­ben müs­sen, mit denen sie sich nicht iden­ti­fi­zie­ren kön­nen. Andersrum besteht für Bildkäufer kei­ne Gefahr, sich bei der Wahl eines Motivs zu bla­mie­ren, weil das gezeig­te Model nicht mit den mora­li­schen Standards der Firma mit­hal­ten kann. […]“

Wesley führt eini­ge rea­le Beispiele an wie Vegetarier, die ihr Gesicht auf einer Würstchenpackung wie­der­fan­den, Erotikstars, die neben­bei als Fotomodell arbei­ten und so plötz­lich auf dem Cover eines Business‐Magazins lan­den oder Griechen, die für tür­ki­schen Joghurt war­ben. Solche Fälle gab es (nicht nur) im Microstock‐Bereich immer wie­der. Das kann ent­we­der für die Models oder die Bildnutzer pein­lich bis ruf­schä­di­gend sein und sogar Schadensersatzklagen nach sich zie­hen.

Wie funk­tio­niert das?

Kernstück ist ein aus­führ­li­cher Fragebogen zu jedem Model‐Vertrag, der bei den Personenbildern mit hoch­ge­la­den wer­den muss. Neben den übli­chen Angaben wie Alter, Land und Geschlecht wer­den auch, teil­wei­se frei­wil­lig, Angaben wie Bildungsabschluss, Ethnie, sexu­el­le Orientierung, Ernährungsgewohnheiten und eini­ges mehr abge­fragt. Diese Angaben sind jedoch nicht öffent­lich zu sehen. Kunden, die ganz gezielt bestimm­te Model‐Typen (zum Beispiel nur „Raucher aus den USA“ oder „les­bi­sche asia­ti­sche Vegetarierinnen“) suchen, müs­sen für die Anzeige der Suchergebnisse ein­ma­lig 10 US‐Dollar zah­len und bei der Nutzung des Bildes noch mal einen Aufschlag von 50% zum nor­ma­len Preis. Das nennt sich dann „moral search“.

Auch für ande­re Motive wie Landschaftsaufnahmen wer­den mehr Details als üblich abge­fragt, wie genau­er Aufnahmeort, Aufnahmedatum und so wei­ter, um geo­gra­fisch kor­rek­te Angaben machen zu kön­nen. GPS‐Daten wer­den aus­ge­le­sen, wenn sie in den Metadaten vor­han­den sind. Also nix mehr mit Fotos von Karibikstränden in den Reisekatalogen für die Spanienreise.

Was ist für die Fotografen drin?

Das „100% ethisch“ bezieht sich nicht nur auf die Models, son­dern soll auch den Fotografen zugu­te kom­men. Es wer­den aus­schließ­lich Rights Managed‐Lizenzen (RM) ver­kauft, um jedem Bildkunden auf bis­he­ri­ge – und even­tu­ell kon­flikt­träch­ti­ge – Verwendungen hin­wei­sen zu kön­nen. Das setzt logi­scher­wei­se exklu­si­ve Fotos vor­aus, für wel­che die Fotografen 65% des Verkaufspreises erhal­ten sol­len. Der Verkaufspreis rich­tet sich, wie bei RM‐Lizenzen üblich, nach Dauer der Verwendung, Auflagenhöhe und eini­gen ande­ren Faktoren. Einige test­wei­se von mir abge­frag­te Verwendungen erga­ben Preise, wel­che sich leicht über­halb der MFM‐Honorare bewe­gen – ohne die Zuschläge für die „moral search“.

Wer darf kau­fen?

Wenn sich eine Bildagentur die Wörter „Moral“ und „ethisch“ so groß auf die Fahnen schreibt, stellt sich mir gleich die Frage, ob sie auch jeden Kunden neh­men wür­den, von der Atomindustrie bis zu Waffenfirmen? Wesley mein­te in einer wei­te­ren Mail zu mir: Ja, aber. Kunden, die bestimm­te mora­li­sche Standards und ethi­sche Prinzipien nicht ein­hal­ten, müs­sen auf die Bilder einen Aufschlag von 100% zah­len und sowohl Models als auch Fotografen müs­sen mit der geplan­ten Verwendung ein­ver­stan­den sein. Besonders „mora­lisch inte­ge­re“ Firmen wie gemein­nüt­zi­ge Organisationen, Bildungseinrichtungen und so wei­ter hin­ge­gen bekom­men auto­ma­tisch einen Rabatt von 50%.

Angesichts die­ser Informationen scheint mir, dass da eine neue Bildagentur auf den Markt gekom­men ist, wel­che nicht die Massen bedie­nen will, son­dern sich eine klei­ne, aber genau defi­nier­te Nische gesucht hat. Die ver­mut­lich eher weni­gen Verkäufe wer­den durch deut­lich höhe­re Honorare und Fotografenanteile als im Microstockbereich (teil­wei­se sogar höher als im Macrostock‐Bereich) und das „gute Gewissen“ abge­fan­gen.

Das Konzept klingt teil­wei­se so absurd, dass es wie­der funk­tio­nie­ren könn­te. Find‘ ich gut.

Was meint ihr dazu? Würdet ihr Bilder lie­fern?

Vorankündigung: Stockfotografie‐Buch von Robert Kneschke

Oh Mann, oh Mann, oh Mann. Ich bin so auf­ge­regt!

Gestern habe ich das letz­te Kapitel mei­nes Buchs zu Ende geschrie­ben. Mein Buch? Ja! In weni­gen Monaten erscheint das Buch „Stockfotografie. Geld ver­die­nen mit eige­nen Fotos“* (ISBN 978–3-8266–5886-0) im mitp‐Verlag in der Edition ProfiFoto. In paar Tagen wird das Buch auf amazon.de gelis­tet, auf der Seite des Verlags ist es schon zu sehen.

"Stockfotografie. Geld verdienen mit eigenen Fotos" von Robert Kneschke

Wir pla­nen, dass es unge­fähr Ende Januar 2010 erhält­lich sein wird. Ladenpreis ist 19,95 24,95 Euro bei 256 416 prall gefülll­ten Seiten mit allen erdenk­li­chen Informationen rund um das Thema Stockfotografie. Von der Planung, über die Aufnahme, Arbeit mit Models, Verschlagwortung, Auswahl der Bildagenturen, Lizenzunterschiede bis hin zu Verdienstmöglichkeiten, Statistik, Marketing, alles drin.

Ich möch­te nicht prah­len, aber ich habe zu Hause über zehn Bücher (eini­ge in deutsch, die meis­ten in eng­lisch) zum Thema rum­lie­gen, die ich alle gele­sen habe und ich kann sagen: Mein Buch kann da locker mit­hal­ten. Zum einen ist es aktu­el­ler, zum ande­ren sind deren Kapitel zum Thema Models, Verschlagwortung und Statistik nicht so aus­führ­lich wie in mei­nem Buch. Da ich außer­dem als einer der weni­gen (wenn nicht sogar als ein­zi­ger) Buchautoren zu die­sem Thema nur von der Stockfotografie lebe, kann ich zurecht behaup­ten, dass die Informationen im Buch Hand und Fuß haben.

Ziel des Buches ist es, dass nicht nur Einsteiger in die Stockfotografie eine Übersicht bekom­men, son­dern dass auch Hobby‐Fotografen, die seit einer Weile Microstock‐Agenturen belie­fern, noch etwas ler­nen und ihre Umsätze stei­gern kön­nen. Wer also schon eins der älte­ren Stockfotografie‐Bücher hat, kann trotz­dem noch mal zugrei­fen.

Jetzt habe ich knapp zwei Wochen, um die Kapitel zum drit­tel Mal zu ver­fei­nern. Falls ihr meint, es gebe etwas, was unbe­dingt in so ein Buch müs­se, dann schreibt es bit­te in die Kommentare oder mir per Mail.

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