Schlagwort-Archive: Adobe Bridge

Details zum neuen Adobe Stock Contributor Portal

Gestern war nicht nur der erste Tag der Photokina 2016, sondern in der Creative Cloud von Adobe gab es zwei Updates für Lightroom sowie Adobe Bridge.

Der Grund ist das neue Contributor Portal von Adobe Stock, mit dem Fotografen nun direkt zu Adobe Stock hochladen können, mit einigen coolen Features! Offiziell ist die Seite noch im Beta-Stadium, kann aber schon richtig genutzt werden.

Upload-Ansicht im neuen Adobe Stock Contributor Portal
Upload-Ansicht im neuen Adobe Stock Contributor Portal

Ich habe mir die Details direkt vom verantwortlichen Produktmanager Morgan De Lossy erklären lassen (siehe mein misslungenes erstes Facebook Live-Video gestern).

Ganz wichtig:
Wer sich das erste Mal bei der neuen URL (https://contributor.stock.adobe.com) für das Contributor Portal einloggt, wird gefragt, ob er schon einen Fotolia-Account hat.
Hier ist es sehr wichtig, dass ihr korrekt vorgeht, damit ihr euren Fotolia-Account mit dem neuen Adobe Stock Account synchronisieren könnt. Dafür müsst ihr dieselbe Email-Adresse wie bei eurem Fotolia-Account* angeben. Wer das nicht macht, kann es nicht nachträglich ändern!

Wer zwei separate Accounts erstellt, also Fotolia- und Adobe Stock-Account nicht zusammenführt, profitiert zum Beispiel nicht von den Ranking-Vorteilen der Adobe Stock-Verkäufe und auch existierende Model Releases, Steuerformulare usw. würden nicht beim Adobe Stock Contributor Portal angezeigt und so weiter.

Was ist neu?
Wie anfangs erwähnt, gab es ein Update für Adobe Bridge und Lightroom. Aus beiden Programmen kann nun direkt zu Adobe Stock hochgeladen werden.

Für Einsteiger ist auch interessant, dass bei nicht verschlagworteten Bildern nun eine Bilderkennung greift und automatisch die fünf passendsten Suchbegriffe vorschlägt. So lernen auch Leute schnell, welche Stock-Keywords am relevantesten sind. Auch können im Gegensatz zu bisher Keywords bearbeitet, gelöscht oder hinzugefügt werden.

Endlich gibt es auch eine Suchfunktion für Model- und Property-Releases und der Upload größere Bilder (bis zu 68 Megapixel) ist möglich.

Ebenfalls schon lange gewünscht sind genauere Ablehnungsgründe. Die aktuelle Liste möglicher Ablehnungsgründe findet ihr hier.

Kann Fotolia weiterhin genutzt werden?
Ja, auch wer wie empfohlen seinen Fotolia-Account mit dem Adobe Stock-Account synchronisiert, kann weiterhin wie gewohnt über Fotolia darauf zugreifen. Auch eine Kombination ist möglich: Zum Beispiel das Hochladen über das neue Contributor Portal, aber die Ansicht der Statistiken über Fotolia.

Wie ist das mit den Kommissionen?
Für etwas Verwirrung sorgte gestern bei einigen Kontributoren der Punkt, dass für Verkäufe über Adobe Stock eine andere Vergütung als über Fotolia gezahlt wird. Dabei ist s jedoch egal, ob neue Dateien über Fotolia oder das neue Adobe Stock Contributor Portal hochgeladen werden, da die Bilder auf beiden Wegen in der gleichen Datenbank landen. Relevant für die Kommission ist nur, auf welcher Plattform die Bilder gekauft werden.

Was passiert in Zukunft?
Da das neue Contributor Portal noch im Beta-Stadium ist, werden noch einige Bugs gefixt werden und aktuell sind noch einige Funktionen wie das Bestimmen des Startpreises oder des EL-Preises nicht verfügbar. Das soll aber bald kommen und basierend auf den Wünschen der Nutzer sollen weitere Funktionen dazukommen.

Es scheint klar, dass sich der Fokus immer mehr in Richtung Adobe Stock bewegt, weshalb ich jedem empfehle, sich mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen und im Idealfall schon seinen Workflow dahingehend anzupassen.

Was sagt ihr zum neuen Adobe Stock Contributor Portal?

* Affiliate

Kostenlose Skripte zur Bearbeitung von vielen Metadaten in Adobe Bridge

Es gibt verschiedene Wege für Stockfotografen, ihre Bilder mit Titel, Beschreibung und Suchbegriffen zu versehen. Einige – vor allem exklusive Fotografen – geben diese Daten direkt auf der Agenturwebseite ein. Das ist nicht zu empfehlen und die betreffenden Fotografen merken das spätestens, wenn sie die Exklusivität aufgeben und mehrere Agenturen beliefern wollen.

In solchen Fällen ist es ratsamer, IPTC-Daten zu verwenden. Das ist ein Metadaten-Standard, den sehr viele Grafikprogramme unterstützen, bei dem Titel, Beschreibung und Suchbegriffe zusammen mit dem bzw. im Bild selbst gespeichert werden. So gut wie alle Bildagenturen lesen diese Daten automatisch aus. Wer sein Bild einmal beschriftet, spart bei der Belieferung mehrerer Agenturen viel Arbeit.

Die Vorteile und Nachteile von Adobe Bridge zum Verschlagworten

Mit welchem Programm Fotografen ihre Metadaten den Bildern hinzufügen, ist Geschmackssache. Einige nutzen ProStockMaster oder den Stock Photo Manager, andere Lightroom, ich nutze Adobe Bridge. Im Gegensatz zu Lightroom aus dem gleichen Hause hat Bridge den unschätzbaren Vorteil, dass die Sortierung der Suchbegriffe erhalten bleibt, während Lightroom aktuell die Keywords automatisch alphabetisch sortiert.

Weil aber Agenturen wie Fotolia, Alamy oder Panthermedia den ersten Begriffen eine höhere Relevanz zuschreiben, verbessern sich mit richtiger Verschlagwortung – also nach Wichtigkeit, nicht nach Alphabet – die Verkaufschancen.

So hilfreich Adobe Bridge auch ist, das Programm ist bei weitem nicht perfekt. So fehlt zum Beispiel die Möglichkeit, bei vielen Bildern auf einmal vorhandene Suchbegriffe zu löschen oder zu ersetzen. Wenn Bilder schon verschlagwortet wurden, gibt es auch keine Möglichkeit, allen Bildern einen Suchbegriff hinzuzufügen, ohne die bisherigen Wörter zu löschen.

Zwei Startskripte als Lösung

Glücklicherweise erlaubt Adobe Bridge die Verwendung von „Startskripten“, welche auch von Benutzern selbst erstellt werden können. Einige Webseite wie PS-Bridge-Scrips bieten eine Auswahl an nüzlichen Skripten an, welche die Arbeit mit Bridge noch mal deutlich erleichtern.

Für Stockfotografen, welche Adobe Bridge nutzen, gibt es zwei Skripte, welche ein „Must-Have“ sind: „Replace Keyword“ sowie „Find Replace In Description“.

Quelle des ersten Tools ist die Webseite ps-scripts.com, welche leider seit Mai 2015 nicht mehr erreichbar ist. Beim zweiten Tool finde ich nur den Link zur Zip-Datei, aber auf der Übersichtsseite von PS-Bridge-Scrips“ wird das Skript nicht mehr aufgeführt.

Deshalb stelle ich die Skripte selbst zum Download zur Verfügung, um mehr Fotografen ihre Arbeit zu erleichtern.

Hier klicken, um beide Skripte zusammen in einer RAR-Datei (ca. 4 KB) herunterzuladen.

Rechtlicher Hinweis: Ich übernehme keine Garantie oder Verantwortung für das korrekte Funktionieren der Skripte oder eventuelle Schäden, die durch die Verwendung entstehen könnten. Der Quelltext der Skripte kann eingesehen werden, wenn die Dateien mit einem Texteditor geöffnet werden.

Installiert werden die Skripte entweder, indem sie mit Bridge geöffnet werden (Öffnen mit…/Adobe Bridge), oder indem sie in den Ordner „Startup Scripts“ von Adobe Bridge kopiert werden. Bei mir lautet der volle Dateiname „C:/Users/Rob/AppData/Roaming/AdobeBridge CC/Startup Scripts“, das kann aber je nach Rechner-Konfiguration unterschiedlich sein.

Die beiden neuen Startskripte
Die beiden neuen Startskripte am Ende der Liste

Nach einem Neustart von Adobe Bridge könnt ihr kontrollieren, ob die Skripte geladen werden, indem ihr unter „Bearbeiten/Voreinstellungen/Startskripte“ schaut, ob am Ende die beiden Zeilen „Find Replace in Description“ und „replaceKeywords“ stehen. Das Häkchen am Anfang sollte gesetzt werden, um die Skripte bei jedem Start von Bridge mit zu laden.

Wie funktionieren die beiden Skripte?

Das Skript „Replace Keywords“ erlaubt das Hinzufügen, Löschen oder Ersetzen von Suchbegriffen bei mehreren Bildern auf einmal. Einfach die gewünschten Bilder auswählen, mit der rechten Maustaste „“Add-Replace-Remove Keyword“ auswählen und die gewünschte Aktion ausführen. Das spärliche Menü ist da selbsterklärend. Wer ein Wort löschen will, gibt es bei „Replace“ ein, lässt aber das Feld „with“ frei.replace-keywords-skript

Hilfreich ist hier übrigens auch der Stichwörter-Filter von Bridge, mit dem man sich alle Bilder im gleichen Ordner anzeigen lassen kann, welche ein bestimmtes Keyword enthalten.

Das andere Skript findet sich unter „Werkzeuge/Find and Replace“. Ebenfalls einfach die gewünschten Bilder auswählen, das Menü aufrufen und eingeben, was mit was ersetzt werden soll. Ein Häkchen bei „case sensitive“ ersetzt Wörter nur bei identischer Groß-/Kleinschreibung, ansonsten wird diese ignoriert. Ein Häkchen bei „global“ ersetzt das Wort immer, wenn es in den Beschreibungen der markierten Bildern vorkommt, ansonsten nur die erste Erwähnung.find-and-replace-script

Kleiner Hinweis: Das Skript funktioniert leider nur bei dem IPTC-Feld „Description“, also der Beschreibung. Auf Wörter im Titel reagiert es nicht.

Warum sind die Skripte nützlich?

Ich habe die Skripte oft genutzt, um im Nachhinein Tippfehler in vielen Suchbegriffen zu korrigieren, die sich durch unachtsame Copy & Paste-Aktionen eingeschlichen haben. Wenn ich ein wichtiges Keyword für eine bestimmte Serie vergesse, kann ich es bequem einfügen. Manchmal fällt mir auch eine bessere Übersetzung für von mir ins englische übertragene Suchbegriffe ein und ich ergänze oder ersetze einen übersetzten Begriff.

Nutzt ihr auch eigene Startskripte für Adobe Bridge?
Wenn ja, welche und warum?

Frag den Fotograf: Keywords alphabetisch sortieren mit Adobe Lightroom?

In letzter Zeit bin ich unbemerkt dazu übergegangen, Fragen an mich per Email ebenfalls per Email zu beantworten.

Da das aber wieder dazu führt, dass ich die gleichen Fragen mehrmals beantworte, will ich die Rubrik „Frag den Fotograf“ wieder verstärkt befüllen, um bei sich wiederholenden Fragen auf dieses „FAQ“ verlinken zu können.

Ein Fotograf schrieb mir heute:

„Hallo Robert,

ich hätte 2 Fragen zur Fotolia Verschlagwortung.

Fotolia fordert ja eine Gewichtung der Suchbegriffe. (Die ersten 7 Wörter wären wohl die wichtigsten.)

Beim Importieren oder auch später in Lightroom vergebene Stichwörter werden von diesem – unabhängig von der Reihenfolge ihrer Eingabe – penetrant in eine alphabetische Reihenfolge sortiert und so in die IPTC-Daten geschrieben. Ich bin nicht in der Lage, diese Sortierwut von LR auszuschalten. Wie gehst Du mit diesem Problem um?

Kann ich bei Fotolia mit ruhigem Gewissen mit Umlauten und „ß“ verschlagworten und spielt Groß-Klein-Schreibung eine Rolle?

Danke und viele Grüße
Frank“

Die erste Frage kann ich leicht, wenn auch für viele leider nicht zufriedenstellend, beantworten:

Beispiel (m)einer Verschlagwortung mit Adobe Bridge
Beispiel (m)einer Verschlagwortung mit Adobe Bridge

Adobe Lightroom erlaubt derzeit leider keine manuelle Sortierung der Suchbegriffe!
Diese werden immer alphabetisch sortiert.
Das ist einer der Hauptgründe, weshalb ich Lightroom nicht nutze, sondern stattdessen das altbewährte Adobe Bridge benutze, um meine Suchbegriffe den IPTC-Daten hinzuzufügen.

Im Rahmen der Vorstellung von Adobe Stock konnte ich mich mit einigen Produktentwicklern von Adobe unterhalten und habe zusammen mit anderen Stockfotografen noch mal betont, wie wichtige die Sortiermöglichkeit von Suchbegriffen in Adobe Lightroom wäre. Vielleicht tut sich ja was.

Wer ebenfalls dazu beitragen möchte, kann in diesem Feedback-Thread von Adobe eine Nachricht hinterlassen. Eine weitere Möglichkeit wäre, diesen Wunsch hier bei „Dear Adobe“ zu hinterlassen.

Die zweite Frage ist ebenfalls leicht zu beantworten:
Wenn als Sprache „deutsch“ eingestellt ist, kommt die Bildagentur Fotolia* mit deutschen Umlauten und dem „ß“ problemlos klar, eher im Gegenteil führen ausgeschriebene Umlaute wie „oe“ statt „ö“ zu weniger Suchergebnissen. Ich habe es mit „Störche“ vs. „Stoerche“ probiert, sowohl auf der deutschen als auch us-amerikanischen Webseite von Fotolia.

Groß- und Kleinschreibung hingegen spielt meiner Erfahrung nach keine Rolle, das könnt ihr ebenfalls einfach selbst testen, indem ihr Begriffe auf der Seite in beiden Varianten eingebt.

Welches Programm nutzt ihr zum Eintragen eurer Metadaten?

* Affiliate

Verbessserungen in Adobe Photoshop CC (2014) und Lightroom CC

Seit ca. drei Jahren nutze ich jetzt schon die Adobe Creative Cloud, vor allem Photoshop und Bridge, aber auch Illustrator und Premiere.

Seit dem Wegfall der Box-Version mit der jeweils aktuellsten Version auf DVD, gibt es diese Programme nur noch im Abonnement bei der „Creative Cloud“.

Adobe begründete das unter anderem damit, dass neue Features und Bug-Fixes schneller und öfter veröffentlicht werden können. Das funktioniert fast so gut, dass ich es kaum mitbekomme. Fast ein Jahr habe ich deswegen noch mit „Adobe Photoshop CC“ gearbeitet, obwohl mir längst ein mögliches Update zu „Adobe Photoshop CC (2014)“ vorgeschlagen wurde. Vor zwei Monaten habe ich diesen Schritt endlich gewagt und er hat sich gelohnt.

Wie problemlos lief der Umstieg von „Photoshop CC“ auf „Photoshop CC (2014)“?

Einer der Gründe für meinen zögerlichen Umstieg waren die Erfahrungen der Vergangenheit, dass das Einrichten von neuer Software viel Arbeitszeit in Anspruch nimmt, die mit „richtiger“ Arbeit lukrativer angelegt wäre, vor allem bei Programmen, die ich viel selbst konfiguriere und an meine Bedürfnisse anpasse. Dazu gehören zum Beispiel Tastaturkürzel, die Ansicht der Menüs und speziell bei Photoshop auch meine ganzen erstellten Pinsel, Grafikstile, Aktionen und so weiter.

Das meiste wurde vom Installationsprogramm automatisch erkannt und übernommen.
Was ich noch machen musste: Alle selbst hinzugefügten Plugins (Portraiture, Noise Ninja, etc.) manuell vom alten Plugin-Ordner in den neuen Ordner verschieben und die Dateitypzuordnung bei Adobe Bridge anpassen, damit meine PSD- und RAW-Dateien auch mit der neuen „Photoshop CC (2014)“-Version geöffnet werden.

Was ist neu an „Photoshop CC (2014)“?

Ohne mich explizit mit den neuen Funktionen des Programms beschäftigt zu haben, sind mir in der täglichen Arbeit gleich viele kleine Verbesserungen aufgefallen, welche den Workflow deutlich verbessern oder beschleunigen. Zum Beispiel werden die 7 zuletzt benutzten Pinsel im Pinselfenster Photoshop-letzte-Pinselund die 16 zuletzt benutzten Farben im Farbfelder-Fenster separat oben angezeigt für einen schnelleren Zugriff:

Photoshop-letzte-Farben
Außerdem wurde die Aktionen-Verwaltung für die Batch-Bearbeitung von vielen Bildern komfortabler und übersichtlicher gestaltet. Für Stockfotografen, bei denen in der Regel viele Bilder bearbeitet oder geändert werden müssen, ein wahrer Segen.

Wer nicht nur Bilder retuschiert, sondern mit Photoshop auch erstellt oder Kompositionen bastelt, den wird das neue „Hilfslinienlayout“ freuen, mit dem sehr einfach benutzerdefinierte Raster erstellt werden können, an denen sich Objekte im Bild ausrichten lassen:

Photoshop-Hilfslinien-Layout

Die Verwendung von Schriften (Fonts) wurde ebenfalls vereinfacht. Endlich werden Schriften vor der Auswahl live im Layout angezeigt. Damit kann viel besser überprüft werden, welche Schrift am besten für die geplante Verwendung passt, ohne sich durch die Mini-Vorschau-Bildchen zu quälen.

Photoshop-Schriften-Live-Vorschau

Außerdem lassen sich über 1.000 Fontfamilien aus Adobe Typekit direkt im Schriftarten-Fenster (siehe das grüne Icon oben rechts) hinzufügen. Dafür gibt es sogar einen Filter (siehe das graue Icon oben links). Hier hätte ich mir jedoch mehr gewünscht: Am liebsten würde ich bestimmte Schriftarten als „Favoriten“ markieren und mir auf Knopfdruck nur diese Favoriten anzeigen lassen. Auch die Liste der zuletzt genutzten Fonts ist leider entfallen. Stattdessen können Fonts mit bestimmter Stärke, Größe und anderen Attributen definiert werden, die dann als „Werkzeugvorgabe“ für den späteren Zugriff gespeichert werden können. Generell wäre eine bessere Fontverwaltung hilfreich, zum Beispiel zum Zusammenfassen von identischen Schriftfamilien (siehe meine riesige Helvetica-Familie im Screenshot).

Für Fotografen sehr interessant ist die neue Funktion „Fokusbereich…“ (unter „Auswahl“), mit der eine Selektion basierend auf dem fokussierten Objekt vorgenommen wird. Das funktioniert erstaunlich gut und die Ergebnisse können noch mit dem „Kante verbessern“-Werkzeug feinjustiert werden. Die Auswahl im Beispielbild ist ein Klick:

Photoshop-Auswahl-nach-Fokusbereich

Zusätzlich wurden einige Bugs und Ungereimtheiten wie die Arbeit der „Weichen Kante“ sinnvoll verbessert: Da wird jetzt gefragt, ob die Auswahl am Bildrand ebenfalls weich sein soll oder nicht.

Einstellungen synchronisieren mit Adobe Photoshop CC 2014

Da Adobe seine Produkte immer mehr in die Cloud verlagert, beginnt die Firma immerhin, auch die Vorteile der Cloud in die Software einzubauen:
Ein Killer-Feature, was mit sicher Stunden an Arbeitszeit sparen wird, ist die neue Funktion „Einstellungen synchronisieren„. Hier können auf Knopfdruck alle persönlichen Einstellungen von Photoshop (Voreinstellungen, Arbeitsbereiche, Aktionen, Pinsel, Farbfelder, Stile, Verläufe, Formen, Muster, Konturen und Werkzeugvorgaben) in das eigene „Creative Cloud“-Konto hochgeladen werden und bei Bedarf wieder runtergeladen werden. Das spart enorm viel Zeit, wenn man Photoshop an einem anderen Rechner nutzen will oder seinen Computer neu installiert hat.

Leider funktioniert die Funktion bei mir noch nicht 100%, weil meine ca. 450 MB große Pinsel-Bibliothek die Cloud kapitulieren lässt. Nach einigen Wochen Support-Ping-Pong mit dem Kundendienst von Adobe haben wir immerhin einen manuellen Workaround gefunden: Auf der System-Festplatte im Ordner

„C: / Users / […] / AppData / Roaming / Adobe / Adobe Photoshop CC 2014 / Adobe Photoshop CC 2014 Settings“

finden sich alle Einstellungen, welche in die Cloud kopiert werden. Wird dieser Ordner gespeichert und auf einem anderen Computer oder einer Neuinstallation nach der Installation von Photoshop CC 2014 wieder eingefügt, sind auch alle Einstellungen wieder wie gewohnt in Photoshop vorhanden.

Die Fonts (wenn keine Typekit-Fonts verwendet werden) müssen übrigens weiterhin per Hand synchronisiert werden, weil diese über das Betriebssystem verwaltet werden. Auch die Plugins werden nicht synchronisiert, der Ordner

„C: / Program Files / Adobe / Adobe Photoshop CC (64 Bit)Plug-ins“

muss also weiterhin manuell gesichert und wieder eingefügt werden, wenn man nicht jedes Plugin neu per Hand installieren will.

Wer übrigens seine Farben, Textstile, Bilder etc. über verschiedene Rechner und Adobe-Programme synchronisieren will oder diese sogar mit anderen Kollegen teilen möchte, kann die neuen „Creative Cloud Libraries“ nutzen.

Es gibt sicher noch viele andere Neuerungen bei Photoshop, die ich entweder nicht entdeckt habe oder nicht benötige. Hier deshalb die offzielle Übersicht von Adobe.

Was ist neu in Lightroom CC?

Vor wenigen Wochen erst wurde Lightroom CC vorgestellt. Die wichtigsten Neuerungen dort sind die automatische Gesichtserkennung, das automatische Zusammenfügen von HDRs oder Panoramafotos auch von RAW-Bildern direkt in Lightroom, das nachträgliche Verändern des Radial- und Verlaufsfilter-Bereichs mittels Pinsel sowie etliche andere kleinere Änderungen und Verbesserungen.

Leider kann ich Lightroom CC immer noch nicht nutzen.
Ich bleibe bei dem – immerhin stabilen und robusten – Adobe Bridge zur Bilderverwaltung und Verschlagwortung, bis Lightroom es endlich schafft, Suchbegriffe in den Metadaten nicht automatisch alphabetisch zu sortieren. Ich bin nicht der einzige, den das stört. Da die Sortierung der Suchbegriffe bei der Bildagentur Fotolia wichtig ist für die Verkäuflichkeit der Bilder und Fotolia erst kürzlich von Adobe aufgekauft wurde, habe ich noch Hoffnung, dass dort jemand den Widerspruch erkennt und auflösen kann.

Was sagt ihr?
Welche neuen kleinen oder großen Funktionen sind bei eurer Photoshop-Arbeit am hilfreichsten?

Zeit sparen bei Bildauswahl durch Cachegenerierung mit Adobe Bridge

Jeder Fotograf kennt das: Nach einem erfolgreichen Shooting werden die Bilder von der Kamera in den Computer geladen. Danach muss aus den hunderten oder gar tausenden Bildern eine Auswahl getroffen werden. Was sind die besten Motive? Welche Fotos sind wirklich scharf?

Vor allem Bildagenturen sind sehr streng, was die Schärfe angeht und jeder Fotograf muss sich das Foto mindestens in der 100%-Ansicht anschauen, um wirklich sehen zu können, ob wichtige Bilddetails scharf genug sind. Bei Stockfotografen kommt hinzu, dass Zeit Geld ist und jede Hilfe willkommen ist, diese Zeit für die Bildauswahl zu minimieren.

Deshalb möchte ich heute einen kleinen Kniff vorstellen, der sich in den Tiefen von Adobe Bridge verbirgt und mir oft mindestens einige Minuten pro Fotoshooting spart.

Einige fragen sich vielleicht? Bridge? Nie gehört. Dabei ist Bridge ein sehr komfortables Fotoverwaltungsprogramm (vergleichbar mit Lightroom ohne Bearbeitungsfunktionen), was sogar kostenlos ist – na ja, fast: Bridge ist Teil des sündhaft teuren Adobe Photoshop*. Bridge kann entweder direkt über die Bridge.exe aufgerufen werden oder indem ihr in Photoshop auf „Datei/In Bridge suchen…“ klickt.

In Bridge gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich Bilder anzeigen zu lassen, ich nutze meist den Filmstreifen-Look. Wenn ihr mit der Maus auf ein Detail des Bildes klickt, wird dieser Bereich als Ausschnitt in einer 200%-Ansicht angezeigt. Sehr nützlich, um eben schnell entscheiden zu können, ob das Bild scharf ist oder nicht. Schnell ist jedoch relativ. Das Programm lädt die volle Bilddatei im Hintergrund, was bei den großen RAW-Dateien meiner Canon 5D Mark III* selbst mit meinem schnellen Rechner 5-10 Sekunden dauern kann.

Deswegen benutze ich fast immer die Möglichkeit, den Cache eines Bildordners im Voraus generieren zu lassen, während ich mit anderen Tätigkeiten beschäftigt bin. Dazu klickt man in Adobe Bridge auf „Werkzeuge/Cache/Cache generieren und exportieren…„.

Dann erscheint das Dialogfeld „Cache anlegen“ mit zwei wichtigen Optionen. Das Häkchen bei „Vollbildvorschauen erstellen“ bewirkt, dass Bridge die 200%-Ansichten alle vorab in den Speicher lädt und „Cache in Ordner exportieren“ sorgt dafür, dass der Cache im Ordner bleibt und auch bei einer Leerung des Arbeitsspeichers oder einem Verschieben oder Kopieren des Ordners der Cache erhalten bleibt.

Wer später den – teilweise 500 MB großen  – Cache löschen will, kann einfach entweder im betreffenden Ordner die beiden Dateien „.BridgeCache“ und „.BridgeCacheT“ löschen, oder in Bridge unter „Werkzeuge/Cache“ die Option „Cache für Ordner leeren“ wählen.

Wenn der Cache angelegt wird, sollte man Bridge im Hintergrund vor sich hin werkeln lassen. Das dauert je nach Anzahl der Bilder und Geschwindigkeit des Computers unterschiedlich lange.  Bei mir dauert die Bearbeitung von ca. 1000 Bildern (je 500 RAW und 500 JPG) in Adobe Bridge CS6 mit einem i5-Prozessor mit 3,1 Ghz, Win7 (64 Bit) und 16 GB Arbeitsspeicher ca. eine Stunde.

Danach geht es deutlich schneller, sich aus 500 Fotos die besten 100 rauszusuchen, weil nicht jeweils einige Sekunden Ladevorgang beim Reinzoomen ins Bild anfallen. Warum die Detailansicht wichtig ist, seht ihr in diesem Vergleich, bei dem der Unterschied nur beim Reinzoomen erkennbar ist:

Wer sich lieber Tutorial-Videos anschaut, kann sich diese kurze Video-Anleitung bei Adobe TV zur Gemüte führen.

Ob es diese Funktion auch in Lightroom gibt, weiß ich nicht, vielleicht kann ja jemand von euch nachschauen und das in den Kommentaren ergänzen.

Wie ist euer Workflow zur Bildauswahl und Schärfebegutachtung?

* Affiliate