Grillen: Einfach, ehrlich, echt!

Vor eini­gen Tagen woll­te ich mit eini­gen Freunden gril­len. Da gera­de eins mei­ner Models zu Besuch war, haben wir die Gelegenheit genutzt, eine klei­ne Outdoor‐Fotosession zum Thema „Barbeque“ zu machen.

Ohne mei­ne Studioblitze und nur mit einem Speedlight und klei­ner Softbox aus­ge­rüs­tet bin ich drau­ßen zwar in der Lage, akzep­ta­ble Bilder zu machen, aber ich mer­ke, dass ich noch viel ler­nen kann.

Und das nächs­te Mal wird ein bes­se­rer Grill auf grü­nem Rasen genom­men. Die Steine wir­ken schon sehr „edgy“ und „urban“, aber dadurch hof­fent­lich auch etwas „hip“.


Der Vorteil von Freistellern

In der Stockfotografie sind soge­nann­te Freisteller beliebt, auch „iso­lier­te Objekte“ oder auf eng­lisch „Cut‐Outs“ genannt. Das sind Fotos, die einen rein­wei­ßen Hintergrund um das Motiv haben, manch­mal auch eine ande­re Farbe.

Warum ist das so?

1. Bei sol­chen Fotos lenkt der Hintergrund nicht vom Hauptmotiv ab.
2. Der Kunde kann die Farbe des Hintergrundes leicht selbst wäh­len.
3. In einer Zeitschrift kann der Fließtext an die Konturen des Motivs ange­gli­chen wer­den.
4. Der Kunde kann selbst einen gewünsch­ten Hintergrund ein­fü­gen oder das Foto für Collagen nut­zen.
5. An der lee­ren Stelle ist Platz für Werbetext etc. („Copyspace“).

Oben ein Beispiel von einem mei­ner frei­ge­stell­ten Fotos und wie ver­schie­de­ne Zeitschriften das Motiv ein­ge­setzt haben. Unterschiedliche Größen, gespie­gelt, ande­re Hintergrundfarben und sogar ein gefärb­ter Schal.

Ein klei­ner Nachteil von Freistellern ist jedoch, dass das Motiv leicht „ste­ril“ wir­ken kann, da es kei­nen Hintergrund hat, in den es orga­nisch ein­ge­be­tet ist. Habe ich noch einen Vor‐ oder Nachteil ver­ges­sen?

Mehr Männer und Versuche

Das letz­te Shooting habe ich wie­der mit einem net­ten männ­li­chen Model gehabt. Besonders über­zeugt hat er mich durch sei­ne aus­druck­star­ke Mimik, die immer leicht frech und ver­schmitzt wirkt. Zusammen mit den blon­den Haaren ergibt das sicher gefrag­te Fotos.

Aber um nichts dem Zufall zu über­las­sen, sind auch aktu­el­le Themen dabei, wie Fernsehen zur Fußball‐EM oder der öko­lo­gi­sche Geschäftsmann in der Natur.

Ja, rich­tig gele­sen, ich habe mich wie­der raus getraut, aber dabei den klas­si­schen „Anfängerfehler“ gemacht. Pralles Sonnenlicht zur Mittagszeit, da half auf der Wiese auch der Aufhellblitz wenig. Immerhin konn­te ich die RAW‐Daten halb­wegs ret­ten, JPG‐Dateien wären ver­lo­ren gewe­sen.


Wer will eine Einladung? Bilder‐Suchdienst testen…

Vor eini­gen Tagen hat­te ich über den neu­en Service „TinEye“ von Idée Inc. berich­tet.

Wer den Service selbst tes­ten möch­te, kann von mir eine von ins­ge­samt fünf Einladungen bekom­men. Einfach einen Kommentar zu die­sem Beitrag hin­ter­las­sen.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann auch hier eine Einladung anfor­dern.

Übrigens habe ich heu­te damit wie­der ein Foto gefun­den, was auf einer Shop‐Webseite genutzt wird. Die Verwendung ist lizen­siert, aber es ist immer schön, zu sehen, wofür eige­ne Fotos ver­wen­det wer­den. Nicht zuletzt hilft das bei der Kreation neu­er gewünsch­ter Bilder.

Der Übersicht hal­ber noch eine Bemerkung: Es gibt auch ähn­li­che Systeme, z.B. von Photopatrol, unter ande­rem mit der Verwendung von . Das setzt zwar mehr Arbeit vor­aus, kann aber z.B. zusätz­lich den Copyright‐Inhaber anzei­gen, von dem bei Bedarf Lizenzrechte am Foto erwor­ben wer­den kön­nen.

Update 01/2009:
Für TinEye wird mitt­ler­wei­le kei­ne Einladung mehr benö­tigt, man kann sich auf deren Webseite selbst anmel­den.

Farbspiele mit dem HiLite‐Hintergrund

Per Mail kam vor eini­gen Tagen die Frage des Fotografen Andrew Filipowicz, ob ich schon mal ver­sucht hät­te, auf die Hintergrundblitze in mei­nem HiLite‐Hintergrund far­bi­ge Folien zu ste­cken, um die Hintergrundfarbe zu ändern.

Nein, hat­te ich nicht, aber die Idee gefiel mir. Hier mein Test.
Ab in den Bastelladen und zwei Folien gekauft: 1x DinA2 blau und 1x DinA4 rot (grö­ße­re Formate waren ver­grif­fen). Die blaue Folie habe ich zu einem Zylinder geformt und mit der gro­ßen Öffnung über den Blitz gesteckt, der an der Seite des Hntergrund‐Systems steht.

1. Versuch: Nur HG (Hintergrund)-Licht, 1/8 Leistung. Model bleibt dun­kel, Hintergrund wird blau.

2. Versuch: Nur HG‐Licht, 1/2 Leistung, Model wird stark bläu­lich, Hintergrund wird weiß.

3. Versuch: HG‐Licht, 1/2 Leistung, Hauptlicht von vor­ne, Model ist nur leicht blau­sti­chig, Hintergrund wird weiß.

4. Versuch: HG‐Licht, 1/2 Leistung, Hauptlicht von vor­ne, das Model steht jetzt wei­ter vom HG ent­fernt, dich­ter am Hauptlicht, Model ist nor­mal belich­tet, Hintergrund wird weiß.

5. Versuch: HG‐Licht, 1/2 Leistung, Hauptlicht von vor­ne, vom HG durch einen Lichtschlucker („Neger“) abge­schirmt, Model weit vorn: Voilà! Das Model ist nor­mal belich­tet, der Hintergrund ist… blau!

Das glei­che funk­tio­niert auch in rot, aber da die Folie klei­ner ist und nicht wie die blaue mehr­fach über­ein­an­der liegt, wird die Farbe nicht so intens­tiv.

Die unten bei­den Fotos sind übri­gens „out of the cam“ ohne Bildbearbeitung.

Wer noch mehr Ideen hat, was ich mit mei­nem Hintergrund anstel­len könn­te, immer her damit, ich bin expe­ri­men­tier­freu­dig.

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