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Die Top 50 der beliebtesten Suchbegriffe bei Bildagenturen

Vor über vier Jahren hat­te ich aus den Daten von sie­ben ver­schie­de­nen Bildagenturen die „Top 10 der meist­ge­such­ten Keywords“ erstellt.

Doch die Zeiten ändern sich und auch die Datenlage. Deshalb war es an der Zeit, sich noch mal alle ver­füg­ba­ren aktu­el­len Daten zu schnap­pen und zu kon­trol­lie­ren, was sich geän­dert hat.

Diesmal konn­te ich die Top 30 bis Top 100 Keywords von ins­ge­samt elf Agenturen aus­wer­ten, ent­we­der für den letz­ten Monat, das letz­te Jahr oder für die gesam­te Zeit des Bestehens. Acht Agenturen stam­men aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz und der Rest aus dem eng­lisch­spra­chi­gen Raum.

Leider schwankt die Qualität der Daten etwas, weil ich sie zum Beispiel nicht nach Suchvolumen gewich­ten konn­te, also die Begriffe einer klei­nen Agentur wur­den von mir gleich­wer­tig mit denen einer Agentur mit Millionenverkäufen behan­delt.

Aber durch die Menge an Agenturen den­ke ich, dass vor allem im oberen Bereich die Suchbegriffe ziem­li­ch gen­au wie­der­ge­ben, was der­zeit gefragt ist.

Welche Suchbegriffe ver­wen­den Bildkäufer am meis­ten?

  1. Frau
  2. Weihnachten
  3. Auto
  4. Hund
  5. Wasser
  6. Strand
  7. Mann
  8. Haus
  9. Familie
  10. Business
  11. Blumen
  12. Baby
  13. Essen
  14. Computer
  15. Katze
  16. Fussball
  17. Kinder
  18. Hochzeit
  19. Sport
  20. Blume
  21. Büro
  22. Arzt
  23. Baum
  24. Menschen
  25. Kind
  26. Geld
  27. Winter
  28. Berlin
  29. Wellness
  30. Erotik
  31. Senioren
  32. Mädchen
  33. Wein
  34. Kaffee
  35. Natur
  36. Hand
  37. Akt
  38. Hände
  39. Sonne
  40. Landschaft
  41. Garten
  42. Herz
  43. Team
  44. Paar
  45. lachen
  46. Ostern
  47. Beratung
  48. Liebe
  49. Massage
  50. Schule

Wer die Liste mit mei­ner alten Aufstellung ver­gleicht wird mer­ken, dass sich in den Top 15 die Ränge nur leicht geän­dert haben, der Tenor bleibt iden­ti­sch.

Einige Anmerkungen noch: Die Begriffe „Erotik“, „Akt“ und nicht in der Liste auf Platz 62 „nackt“ und Platz 72 „Sex“ wer­den zwar oft gesucht, füh­ren aber ver­mut­li­ch nicht so oft zu Bildkäufen wie ande­re Begriffe.

Den Begriff „Essen“ auf Platz 13 habe ich des­halb groß geschrie­ben, weil die­ser belieb­te Begriff im Englischen eher mit „Food“ als mit „eating“ über­setzt wer­den wür­de.

Der Suchbegriff „Fussball“ taucht ein­mal mit Doppel-s und ein­mal mit ß in der Liste auf. Würde ich bei­de Varianten zusam­men­zie­hen, wäre der Begriff in den Top 10 gelan­det.

In einem der nächs­ten Blog-Artikel wer­de ich mei­ne Top-Keyword-Liste auch nach eini­gen Details aus­wer­ten, zum Beispiel wel­che Tiere, Pflanzen oder Orte am meis­ten gesucht wer­den.

Was sagt euch die Liste?

Die Liste der Bestseller: Welche Bilder verkaufen sich am meisten?

Welche Bilder ver­kau­fen sich am bes­ten? Früher war das ein gro­ßes dunk­les Loch und Stockfotografen hat­ten nur ihre eige­nen Verkäufe, um Rückschlüsse auf die Beliebtheit bestimm­ter Motive zu zie­hen.

Mittlerweile ist das anders. Viele Microstock-Bildagenturen bie­ten eine Übersicht der Bestseller oder zuletzt ver­kauf­ter Bilder.

Screenshot der Bestseller bei 123rf

Hier eine – unvoll­stän­di­ge, aber trotz­dem aus­rei­chen­de – Liste von Topsellern und ande­ren gut ver­käuf­li­chen Fotos.

  • Die meist­ver­kauf­tes­ten Bilder bei Dreamstime
  • Die belieb­tes­ten Bilder bei Shutterstock (auch die ande­ren Tabs beach­ten)
  • Die meis­ten Downloads in den letz­ten drei Monaten bei iStock­pho­to
  • Die All-Time-Bestseller bei Fotolia (auch die ande­ren Tabs beach­ten)
  • Am meis­ten run­ter­ge­la­den bei 123rf pro Monat
  • Die Top-Downloads bei Bigstock
  • Beliebteste Motive bei Colourbox (auch die ande­ren Tabs beach­ten)
  • Meistverkaufte Bilder bei Panthermedia in den letz­ten drei Monaten (Zufallsauswahl) (nur nach Login mög­li­ch)
  • Die meist­ver­kauf­tes­ten Motive bei Crestock (auch die ande­ren Tabs beach­ten)
  • Wonach suchen und was kau­fen die Kunden von Alamy? (nur nach Login mög­li­ch)
  • Die Top-Seller bei Photodune der letz­ten Woche und der letz­ten drei Monate
  • Populärste Bilder bei Cutcaster
  • Die Bestseller bei Scanstockphoto
  • Die belieb­tes­ten Fotos bei StockFresh
  • Die zuletzt ver­kauf­ten Bilder bei Zoonar
  • Die belieb­tes­ten Bilder von Pitopia

Bei eini­gen der Agenturen wie bei Shutterstock oder Fotolia besteht die Möglichkeit, die Bestseller ent­we­der nach bestimm­ten Zeiträumen wie Monat oder Woche zu fil­tern oder nur die Bestseller bestim­mer Medientypen wie Fotos, Illustrationen oder Videos anzu­zei­gen. Das habe ich oben in Klammern ver­merkt.

Interessant fin­de ich auch, dass sich die am meis­ten ver­kauf­ten Bilder pro Agentur sehr stark unter­schei­den, auch wenn der Bestand bei den Agenturen oft sehr ähn­li­ch ist, mit den Portfolios der übli­chen Verdächtigen Yuri Arcurs, Andres Rodriguez, Monkeybusiness, Kurhan, Wavebreakmedia, Ron Chapple und Pressmaster. Meine Empfehlung: Speichert euch die­sen Artikel in den Lesezeichen, um ab und zu dar­in schmö­kern zu kön­nen.

Was fällt Euch auf beim Durchstöbern der Bestseller-Listen?

Die Top-20-Fotografen bei istockphoto

Welche Fotografen ver­kau­fen bei der Microstock-Bildagentur istock­pho­to am meis­ten Bilder? Diese Frage ist nicht so leicht zu beant­wor­ten. Während Fotolia hier und Dreamstime hier eine über­sicht­li­che Tabelle zei­gen, gibt es bei istock­pho­to nichts der­glei­chen. Zwar gibt es eine Statistik bei istockcharts.de, aber die Hälfte der Fotografen sind dort nur in anony­mi­sier­ter Form zu fin­den.

Deshalb ich ich per Hand (und Google) die 20 istock-Fotografen raus­ge­sucht, die ins­ge­samt am meis­ten Dateien ver­kauft haben:

  1. Yuri Arcurs (über 1,2 Millionen Downloads)
  2. Lise Gagne* (über 1,1 Millionen Downloads)
  3. DNY59* (über 0,9 Millionen Downloads)
  4. Sean Locke* (über 760.000 Downloads)
  5. hide­sy* (über 600.000 Downloads)
  6. jhor­rocks* (über 480.000 Downloads)
  7. alex­sl* (über 420.000 Downloads)
  8. urban­cow* (über 340.000 Downloads)
  9. duncan1890* (über 320.000 Downloads)
  10. Nikida* (über 320.000 Downloads)
  11. nico_blue* (über 320.000 Downloads)
  12. spx­Chro­me* (über 320.000 Downloads)
  13. Liliboas* (über 310.000 Downloads)
  14. black­red* (über 310.000 Downloads)
  15. mon­key­busin­es­si­ma­ges (über 300.000 Downloads)
  16. soda­fish* (über 300.000 Downloads)
  17. dra_schwartz* (über 290.000 Downloads)
  18. carac­ter­de­si­gn* (über 280.000 Downloads)
  19. track5* (über 270.000 Downloads)
  20. web­pho­to­gra­pheer* (über 270.000 Downloads)

Das Sternchen bedeu­tet, dass die­se Fotografen exklu­siv bei istock­pho­to sind. Wir sehen, dass 18 Fotografen oder 90% der Top-Fotografen bei isto­ck exklu­siv sind. Sind die hier genann­ten Download-Zahlen iden­ti­sch, erfolg­te die Sortierung der Liste nach Portfoliogröße.

Die Liste ist übri­gens ein Nebenergebnis mei­ner Recherche für eine inter­es­san­te Frage, die in den Kommentaren mei­nes Artikels „Die sechs Nachteile von Exklusivität für Fotografen in Bildagenturen“ auf­kam, und die ich in Kürze hier beant­wor­ten will: Für wie vie­le Bilder in Microstock-Agenturen sind Profis ver­ant­wort­li­ch? Meine Vermutung, die auch von Walter in den Kommentaren geäu­ßert wird, ist, dass die Pareto-Regel auch in der Stockfotografie Anwendung fin­det, die besagt, dass 80% des Inhalts von 20% der Fotografen gelie­fert wird. Ich bin am Auszählen, das Ergebnis kommt bald.

Kurzer Tipp für Blumenfotos

In die­ser Zeitschrift, die immer in Zügen der Deutschen Bahn aus­liegt, las ich im Mai ein Interview mit dem Fleurop–Chef. Er erklär­te, zu wel­chen vier Anlässen am häu­figs­ten Blumen geschenkt wür­den.

Rote Rosen hinter dem Rücken

Hier die Liste, sor­tiert nach Häufigkeit:

  1. Geburtstage
  2. Danksagungen
  3. Liebe
  4. Entschuldigungen

Übrigens erwähn­te er auch, dass die Größe des Blumenstraußes unter­schied­li­ch ist. Am größ­ten fal­len die Gebinde bei Entschuldigungen aus und wer­den dann zur Nummer eins hin klei­ner.

Wer also Fotos mit Blumen machen will, soll­te über­le­gen, wie er die genann­ten vier Anlässe mit ein­bau­en kann oder bei Fotos zu die­sen Themen die Blumen nicht ver­ges­sen.

Frag den Fotograf: Gibt es Bildagenturen für Adult-Motive?

Bevor ihr wei­ter lest, ein wich­ti­ger Hinweis. Das Thema heu­te ist nur für Erwachsene und bei vie­len Links in die­sem Artikel erwar­ten Euch frei­zü­gi­ge Inhalte und Bilder, die nicht für Minderjährige bestimmt sind. Deshalb: Lesen und Klicken dies­mal bit­te nur für Erwachsene.

Letzte Woche erreich­te mich die­se Mail aus Süddeutschland.

Servus Robert,

ich bin erst vor kur­zem auf dei­nem Blog gesto­ßen. Dies hat mich wie­der ermu­tigt mehr Bilder in mei­ne Agenturen zu stel­len.

Was ich aber bis­her noch nicht her­aus­ge­fun­den habe, wo kann ich Erotik, Adult oder Pornart anbie­ten?

Ich hof­fe das Thema ist nicht zu unse­riös, aber ich den­ke das die vie­len Adult-Websites doch auch Content benö­ti­gen.

mit freund­li­chen Grüßen…“

Lebensechte Gummipuppe auf der AVN Adult Entertainment Expo in Las Legas (Foto: Dkimke/Flickr)
Lebensechte Gummipuppe auf der AVN Adult Entertainment Expo in Las Legas (Foto: Dklimke/Flickr)

Die Überlegung ist rich­tig. Die „nor­ma­len“ Bildagenturen neh­men zwar auch Aktfotos u.ä. an, ver­bie­ten aber die Nutzung für por­no­gra­phi­sche Zwecke. Deswegen wer­den dort sol­che Motive sel­ten ver­kauft. Explizite Motive wie die Darstellung pri­mä­rer Geschlechtsorgane oder des Geschlechtsakts wer­den gar nicht erst ange­nom­men. Trotzdem gibt es mas­sen­wei­se Pornoseiten im Internet, von denen nicht alle ihr Material selbst fil­men und foto­gra­fie­ren. Auch dafür gibt es Spezial-Agenturen, die sich dar­auf spe­zia­li­siert haben, soge­nann­ten „adult con­tent“ anzu­bie­ten, meist Bilderserien eines Models, was sich ent­klei­det und mit einem ande­ren Model intim wird.

2002 hat­te ich ein Interview mit einem Gestalter von Pornoseiten geführt. Dieser erzähl­te mir, dass er für meh­re­re hun­dert Euro im Monat Bildlizenzen kau­fe. Besonders erwähnt wur­de da der Erotik-Fotograf David Lace, auf des­sen Webseite sich übri­gens gute Model-Tipps für die Aktfotografie fin­den. Auch die­ser Nischenmarkt hat sich gewan­delt und ist offe­ner gewor­den. Immer öfter glei­chen die Adult-Bildagenturen den klas­si­schen Microstock-Agenturen, mit Credits und der Suche nach Hobby-Fotografen. Hier eine Auswahl von Agenturen, die sich auf den Vertrieb von „Adult Material“ spe­zia­li­siert haben.

Ich bin bei die­sen Agenturen weder Kunde noch Lieferant, kann des­halb kei­ne Erfahrungen aus ers­ter Hand wei­ter­ge­ben. Aber viel­leicht mel­den sich Fotografen in den Kommentaren, die Erfahrungen mit die­sen oder ande­ren Agenturen gemacht haben:

Wer mit dem Gedanken spielt, sol­ches Bildmaterial zu ver­kau­fen, muss sich über zwei Dinge im Klaren sein. Es reicht nicht, die übli­chen Model-Releases zu nut­zen, son­dern die Model-Verträge müs­sen sehr weit gefasst sein, damit eben auch die por­no­gra­fi­sche Nutzung der Bilder vom Model erlaubt wird. In die­sem dafür vor­ge­se­he­nen Modelvertrag liest sich das dann bei­spiels­wei­se so (beach­tet die von mir unter­stri­che­ne Stelle):

I fur­ther release, dischar­ge, and agree to defend the pho­to­gra­pher, her legal repre­sen­ta­ti­ves, agents, licen­sees, suc­ces­sors and assigns, and all par­ties acting under their per­mis­si­on, or with aut­ho­ri­ty from them, or tho­se for whom they are acting, from any claims for remu­n­e­ra­ti­on asso­cia­ted with any form of dama­ge, fore­se­en or unfo­re­se­en, asso­cia­ted with the pro­per com­mer­ci­al or arti­s­tic use of the­se images even should the same sub­ject me to ridi­cu­le, scan­dal, scorn or indi­gni­ty, and from any lia­bi­li­ty as a result of any dis­tor­ti­on, blur­ring, or alte­ra­ti­on, opti­cal illu­si­ons or use in com­po­si­te form, eit­her inten­tio­nal­ly or other­wi­se, that may occur or be repro­du­ced in the taking, pro­ces­sing or repro­duc­tion of the finis­hed pro­duct, or its publi­ca­ti­on or dis­tri­bu­ti­on, or which may ari­se from any bre­ach of any war­ran­ty, repre­sen­ta­ti­on, coven­ant or agree­ment made by me.“

Der Fotograf soll­te dem Model klar machen, wor­auf es sich ein­lässt und dass die Bilder – ein­mal im Internet – sich kaum noch „ent­fer­nen“ las­sen.

Außerdem ver­lan­gen die Adult-Agenturen, dass der Fotograf alle Dokumente nach­wei­sen und ein­rei­chen kann, um den us-amerikanischen „2257 Regulations“ zu ent­spre­chen. Kurz gesagt regu­liert die­ses Gesetz den Umgang mit ero­ti­schen Fotos und for­dert u.a. von den Fotografen, dass die­se bei jedem Model nach­wei­sen kön­nen, dass es zum Zeitpunkt des Shootings voll­jäh­rig war. Am ein­fachs­ten geht das, indem das Model mit einem les­ba­ren Ausweis in der Hand foto­gra­fiert wird. Beispiele fin­den sich unten auf die­ser Seite.

Wer kann dem Fragesteller wei­te­re Tipps geben?