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Kriterien zur Auswahl von Imagebildern (Gastartikel)

Zwei Mal schon habe ich vom Buch „Grafik und Gestaltung“ des Grafikers Markus Wäger geschwärmt. Damit ihr euch selbst vom Inhalt über­zu­gen könnt, hat mir Markus erlaubt, eine Leseprobe zu ver­öf­fent­li­chen und ich habe mir die Kapitel 5.3.5 und 5.3.6 raus­ge­sucht, die mei­ner Meinung nach für uns Stockfotografen direkt hilf­reich sind. Ich habe aber nicht alle Bilder über­nom­men, weil das zuviel gewe­sen wäre. Los geht’s, ab hier schreibt Markus:

Kriterien zur Auswahl von Imagebildern

Ich kann kei­ne ver­bind­li­chen Rezepte für die Auswahl per­fekt funk­tio­nie­ren­der Imagebilder lie­fern. Gerade wenn Menschen im Bild sind, sind die Emotionen, die sie aus­lö­sen, von Betrachter zu Betrachter ver­schie­den. Genau wie jeder ande­re Mensch reagie­re auch ich sub­jek­tiv auf die abge­bil­de­ten Personen und es ist nicht unwahr­schein­li­ch, dass Sie hier Bilder von Personen fin­den, die ich als beson­ders anspre­chend emp­fin­de, die Ihnen unsym­pa­thi­sch sind. Ich kann aber ein paar Kriterien nen­nen, die ich zur Auswahl von Bildern her­an­zie­he und die Sie als Basis für Ihre Bildbeurteilungen nut­zen kön­nen. Wie so oft gilt : Schon die bewuss­te Auseinandersetzung mit einem Gestaltungsaspekt wird Sie zu bes­se­ren Resultaten füh­ren.

Authentizität der Darsteller | Sind die Typen glaub­wür­di­ge Charaktere ? Nehmen Sie Ihnen ihre Rollen ab ? Kann sich Otto Normalverbraucher bezie­hungs­wei­se die anvi­sier­te Zielgruppe mit ihnen iden­ti­fi­zie­ren? Auch wenn das Gesicht eines ein­ge­kauf­ten Imagebildes für die Mitarbeiter des Unternehmens steht, soll­te der Typ glaub­wür­dig sein und nicht zu sehr wie ein geschnie­gel­tes Modell daher kom­men. Nichts gegen gestyl­te Modelle, doch nicht jede Kommunikationsaufgabe lässt sich mit Ihnen authen­ti­sch illus­trie­ren. Die Professionalität der Modelle hin­ge­gen ist Um und Auf. Nur Profis spie­len ihre Rollen glaub­wür­dig ; mit Laien ist Authentizität schwer zu errei­chen. Es geht vor allem dar­um, wie natür­li­ch eine Szene insze­niert ist und das gelingt mit pro­fes­sio­nel­len Modellen oft glaub­wür­di­ger als mit ech­ten Personen.

Abb. 5.98: Für die Betriebe meiner Region ein glaubwürdiges Imagebild (© Goodluz/Shutterstock)
Abb. 5.98: Für die Betriebe mei­ner Region ein glaub­wür­di­ges Imagebild (© Goodluz/Shutterstock)

Passend zu Region und Branche | Als Bewohner einer etwas länd­li­che­ren Region mit Auftraggebern aus klei­nen und mitt­le­ren Betrieben gestal­tet sich für mich die Suche nach pas­sen­den Imagebildern bei Agenturen oft schwie­rig. Es domi­nie­ren Business People mit Anzug und Krawatte. Für London, Mailand oder Frankfurt wohl pas­send, doch hier im Vorarlberger Rheintal tra­gen nur Banker Anzug und Krawatte bezie­hungs­wei­se Leute die einen Termin bei der Bank haben. Ansonsten ist die Geschäftswelt hier hemds­är­me­li­ger und die Leute sind meist leger geklei­det. 90 % der Businessbilder sind für mei­ne Gestaltungsaufgaben des­halb unbrauch­bar – ein Problem, das wohl die meis­ten Gestalter tei­len, die abseits von Ballungszentren arbei­ten oder aber auch städ­ti­sche Kunden abseits vom Big Business betreu­en.

Abb. 5.99: Weniger authentisch, wo ich lebe und arbeite (© michaeljung/Shutterstock)
Abb. 5.99: Weniger authen­ti­sch, wo ich lebe und arbei­te (© michaeljung/Shutterstock)
Abb. 5.100: Blicken die Personen zur Kamera, ist Lächeln glaubhaft. ( (© Pressmaster/Shutterstock)
Abb. 5.100: Blicken die Personen zur Kamera, ist Lächeln glaub­haft. ( (© Pressmaster/Shutterstock)

Ausdruck | Ein zwei­tes Problem neben omni­prä­sen­ten Business-Uniformen stellt das unver­meid­li­ch brei­te Lächeln der -Modelle dar. Wirklich gute Models schaf­fen es zwar auf Kommando das natür­lichs­te Lächeln der Welt ins Gesicht zu zau­bern und bei Motiven die ganz offen­sicht­li­ch im Stile eines Porträt- oder Gruppenfotos insze­niert sind (Abb. 5.100) geht das wohl auch in Ordnung. Doch wenn vier Personen vor einem iPad sit­zen und grin­sen (Abb. 5.101), dann sind sie nicht an der Arbeit, son­dern schau­en sich ein Filmchen auf Youtube oder die Urlaubsfotos des Mannes mit dem Tablett in der Hand an. Was wür­den Sie von Leuten den­ken, die mit Ihnen am Besprechungstisch sit­zen und pau­sen­los grund­los vor sich hin grins­ten ? Genau ! Deshalb suche ich in den Gesichtern der Modelle zur Situation pas­sen­de Gesichtsausdrücke – freund­li­ch : meis­tens ja ; breit grin­send : das muss zur Szene pas­sen.

Abb. 5.101: Ist das eine authentische Projektbesprechung? (© Edyta Pawlowska/Shutterstock)
Abb. 5.101: Ist das eine authen­ti­sche Projektbesprechung? (© Edyta Pawlowska/Shutterstock)
Abb. 5.102: Direkter Blick (inklusive eines Lächelns) (© Mila Atkovska/Shutterstock)
Abb. 5.102: Direkter Blick (inklu­si­ve eines Lächelns) (© Mila Atkovska/Shutterstock)

Blickrichtung | Über die Wirkung direk­ten Blickkontakts und wie man von der Kamera abge­wand­te Blicke nut­zen kann haben wir uns bereits unter­hal­ten. Abbildung 5.102 zeigt dazu noch ein­mal ein star­kes Motiv, näm­li­ch ein nied­li­ches Tierkind. Verstärkt wird die Bildwirkung durch den Eindruck der Hund läch­le, was ihm mensch­li­che Züge ver­leiht, ohne sei­ne Niedlichkeit zu unter­gra­ben. Abbildung 5.103 zeigt wie viel Kraft das Bild ein­büßt, wenn der­sel­be Hund nicht mehr in die Kamera blickt.

Abb. 5.103: Der Blick zur Seite schwächt die Wirkung (© Mila Atkovska/Shutterstock)
Abb. 5.103: Der Blick zur Seite schwächt die Wirkung (© Mila Atkovska/Shutterstock)

Kindchenschema | Noch mehr Kraft als nied­li­che Tierkinder haben natür­li­ch knudd­li­ge Menschenkinder. Das Gesicht eines Babys ist ein Schlüsselreiz dem wir uns nicht ent­zie­hen kön­nen : Große Augen, Pausbäckchen, Stupsnase, klei­nes Kinn, gro­ßer Oberkopf. Vor allem Tiere die mehr oder weni­ger deut­li­ch die­sem Schema ent­spre­chen emp­fin­den wir als nied­li­ch. Dem fol­gend sind auch Comic Figuren gezeich­net indem die­se typi­schen Merkmale betont wer­den, jeden­falls so lan­ge es um die guten Charaktere geht. Bei Bösewichten kann man das schon ein­mal umkeh­ren.
Abbildung 5.105 und 5.106 demons­trie­ren ein wei­te­res mal den Unterschied der Bildwirkung ob das Subjekt – das Kleinkind – in die Kamera sieht und damit dem Betrachter in die Augen, oder ob der Blick zur Seite gerich­tet ist.

Es gibt natür­li­ch immer Gründe sich für Aufnahmen zu ent­schei­den, bei denen das Modell nicht zur Kamera blickt. Neben des Potenzials die Blickrichtung des Protagonisten zu nut­zen, um Botschaften mar­kant zu plat­zie­ren, ver­mit­teln Bilder, auf denen der Blick und damit das Interesse nicht der Kamera gilt, eher den Eindruck, eine rea­le Szene zu beob­ach­ten und nicht eine gestellt – Aufnahmen kön­nen so also an Authentizität gewin­nen. Blickt das Modell zu Kamera ist klar, dass es die Kamera gese­hen hat und für das Foto posiert – wahr­schein­li­ch sag­te der Fotograf : »Hier ist das Vögelchen.« Und : »Say Cheese.«

Abb. 5.107: Visionärer Blick (© PT Images/Shutterstock)
Abb. 5.107: Visionärer Blick (© PT Images/Shutterstock)

Der in die Ferne gewand­te Blick (Abb. 5.107) kann etwas Visionäres ver­mit­teln – den Blick in die Zukunft oder Weisheit. Doch auch hier kommt es auf den Charakter des Blicks und der Aufnahme an. Bei Abbildung 5.108 scheint mir das Modell eher durch irgend­et­was im Garten von der eigent­li­chen Aufnahme abge­lenkt zu sein.

Abb. 5.108: Der Blick wirkt hier vor allem abgelenkt. (© Natalia Hirshfeld/Shutterstock)
Abb. 5.108: Der Blick wirkt hier vor allem abge­lenkt. (© Natalia Hirshfeld/Shutterstock)

Üblicherweise soll­te man die Leserichtung berück­sich­ti­gen, wenn der Blick in die Ferne den visio­nä­ren Blick in die Zukunft ver­mit­teln soll – Blickrichtung nach links wird eher rück­wärts­ge­wandt emp­fun­den (Abb. 5.109), wäh­rend der Blick nach rechts nach vor­ne geht und somit als in die Zukunft gerich­tet asso­zi­iert wird (Abb. 5.10).

Bildstil | Neben die­sen inhalt­li­chen Fragen zu Authentizität, Ausdruck und Blickrichtung ist auch der Bildstil rele­vant. Für mich eine wei­te­re Hürde Aufnahmen zu fin­den, mit denen ich rund­um glück­li­ch bin. Die Masse der Aufnahmen sind sehr clean insze­niert, foto­gra­fi­sch umge­setzt und nach­be­ar­bei­tet. Dafür gibt es natür­li­ch gute Argumente, denn wie ich wei­ter vor­ne bereits bemerk­te ist pro­fes­sio­nel­le Fotografie not­wen­dig wenn dem Betrachter eines Folders, Inserats oder Internetauftritts ein pro­fes­sio­nell arbei­ten­des Unternehmen näher gebracht wer­den soll. Das Ganze hat aller­dings den Nachteil, dass die Aufnahmen dann auch in Bezug auf den foto­gra­fi­schen Charakter aus­tausch­bar wir­ken.
Bereits in den 1970er Jahren ent­wi­ckel­ten Fotografen Teils sehr natür­li­che Aufnahmestile. Ein Trend, der in den 80er Jahren zurück ging und durch einen sehr kli­ni­schen Bildstil ersetzt wur­de. Seit den 1990er Jahren gibt es einen zuneh­men­den Trend zurück zu natür­li­ch wir­ken­den Aufnahmen.

Abb. 5.112: Nicht nur die Aufnahme durch das Glas lässt das Bild so spontan erscheinen - auch der geringe Kontrast und die kühle Farbtönung (© vita khorzhevska/Shutterstock)
Abb. 5.112: Nicht nur die Aufnahme durch das Glas lässt das Bild so spon­tan erschei­nen – auch der gerin­ge Kontrast und die küh­le Farbtönung (© vita khorzhevska/Shutterstock)

Viele vor allem jun­ge Fotografen arbei­ten bewusst mit farb­li­chen Verfremdungen und foto­gra­fi­schen sowie digi­ta­len Effekten, die an sich nach den Regeln der Kunst Fehler wären. Doch gen­au die­se schein­ba­ren Fehler und Abweichungen von foto­gra­fi­scher Perfektion machen die Aufnahmen authen­ti­scher, weil sie ein biss­chen wir­ken, als hät­te sie Otto Normalverbraucher mit sei­ner -Kamera geknippst. Trotzdem sieht man den Bildern die pro­fes­sio­nel­le Hand an – sie wir­ken wie exzel­len­te Glückstreffer eines Schnappschussfotografen und ver­mit­teln so den Eindruck ganz nahe am eige­nen Leben auf­ge­nom­men wor­den zu sein.

Neben die­sen Stilmitteln die Bildern eine spon­ta­ne und natür­li­che Wirkung ver­lei­hen, gibt es auch eine Tendenz Schattierungen durch über­be­ton­te Dynamik her­aus­zu­ar­bei­ten was zu einem eher unna­tür­li­ch anmu­ten­den Bildcharakter führt (Abb. 5.113) und manch­mal bei­na­he wie gemalt wirkt. Dieser Trend folgt einer neu­en Technologie der digi­ta­len Fotografie, die sich High Dynamic Range (HDR) nennt. Nach der ers­ten Euphorie über den neu­en Bildstil und die damit ver­bun­de­nen Möglichkeiten kehr­te bei pro­fes­sio­nel­len Fotografen bald Ernüchterung ein, was mei­ner Ansicht nach vor allem an Unmengen lai­en­haf­ter HDR-Aufnahmen lag, die sozia­le Netzwerke und Bilder-Communitys über­flu­te­ten. Mittlerweile gewinnt der Stil auch in der pro­fes­sio­nel­len Fotografie wie­der an Fahrt und ich habe den Eindruck, dass wir gera­de eine Veränderung unse­res Empfindens wie Fotos aus­zu­se­hen haben, erle­ben.

Abb. 5.113: Das Bild erinnert an den Charakter sogennanter HDR-Bilder - ein Stil, der sehr stark im Kommen ist. (© BestPhotosStudio/Shutterstock)
Abb. 5.113: Das Bild erin­nert an den Charakter sogen­n­an­ter HDR-Bilder – ein Stil, der sehr stark im Kommen ist. (© BestPhotosStudio/Shutterstock)

Sowohl der HDR- als auch der natür­li­che Bildstil fin­det sich im Moment jedoch vor allem bei bestimm­ten Themenbereichen. Gerade der betont natür­li­che Bildstil mit sei­nen Teils ver­scho­be­nen, ver­blass­ten und ver­wa­sche­nen Farben, mit Blendenflecken, über- und unter­be­lich­te­ten Bildbereichen und Unschärfen auch da, wo sie an sich nicht sein soll­ten, fin­det sich vor allem im Bereich jugend­li­chen Lifestyles. In vie­len Bereichen jedoch tut man sich schwer Bildstile abseits eines clea­nen Norm-Looks zu fin­den.

Maßgeschneiderte Lösungen 
vom Auftragsfotografen

Klar im Vorteil ist wer sich nicht im Angebot von Bildagenturen nach Aufnahmen von der Stange umse­hen muss, son­dern einen Profifotografen beauf­tra­gen kann. Ihm kön­nen Sie Vorlagen zei­gen, die den Charakter, das Aussehen und die Stimmung der Aufnahme die sie wün­schen zei­gen. Mit ihm kön­nen Sie Modelle aus­su­chen die Ihren Vorstellungen ent­spre­chen und Sie kön­nen bei der Aufnahme dabei sein, um Regieanweisungen zu geben. Ihm kön­nen Sie auch sagen, wie weit er bei der Retusche gehen soll.

Schön wäre natür­li­ch man könn­te für jedes Bild einen Profi enga­gie­ren der das gewünsch­te Bild nach Maß schnei­dert. Die Realität lie­fert aber oft Situationen, in denen das nicht mög­li­ch ist, sei es aus Zeit- oder Budgetmangel. Ich habe für die­ses Buch hun­der­te Bilder benö­tigt um die Erklärungen zu illus­trie­ren und das Layout leben­dig zu gestal­ten. Nicht jedes Foto sieht gen­au so aus, wie ich es mir wünsch­te. Doch jede Aufnahme mit Modellen und Fotografen geson­dert zu insze­nie­ren, wäre weder zeit­li­ch noch wirt­schaft­li­ch rea­lis­ti­sch. Aus die­sem Grund schät­ze ich das Angebot von Shutterstock, Fotolia, iStock­pho­to & Co als wert­vol­le Bereicherung für den Gestaltungsalltag, auch wenn die Arbeit damit Kompromisse for­dert – Kompromisse die man bei der Arbeit mit einem Fotografen nicht ein­ge­hen muss.

(Leseprobe aus dem Buch „Grafik und Gestaltung“*, 2. Auflage von Markus Wäger, Galileo Verlag, 2014)

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Rezension: „Grafik und Gestaltung“ (Neuauflage) von Markus Wäger (mit Verlosung)

Lange habe ich über­legt: Soll ich wirk­li­ch eine Rezension über ein Buch schrei­ben, wel­ches ich vor zwei Jahren schon mal rezen­siert hat­te?

Wie ihr lesen könnt, habe ich mich doch dafür geschrie­ben aus einem ein­fa­chen Grund: Was ich in mei­ner ers­ten Rezension so lob­hu­delnd geschrie­ben habe, ist immer noch gül­tig.

Dazu kommt, dass das Buch „Grafik und Gestaltung“* des Grafikers Markus Wäger jetzt in der zwei­ten kom­plett über­ar­bei­te­ten und erwei­ter­ten Auflage erhält­li­ch ist. Damit ist der Wälzer nicht nur ca. 100 Seiten dicker, son­dern auch ca. 300 Gramm schwe­rer und wiegt jetzt sat­te 2,25 Kilo. Ich habe es für mei­nen schnau­fen­den Briefträger gemes­sen. Dieses Volumen erklärt sich aus dem Ansatz des Untertitels, „Das umfas­sen­de Handbuch“ zum Thema Grafik und Design sein zu wol­len. Doch kei­ne Panik, wer die Druckversion erhält, bekommt das Ebook kos­ten­los dazu, was sich durch die digi­ta­le Suchfunktion noch bes­ser als Nachschlagewerk eig­net.

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Auch wenn es ein Fachbuch ist, was einem zum Lernen bringt und auch die Ausbildung zum Mediengestalter gut beglei­ten kann, liest es sich flüs­sig und span­nend. Fotografen sind ja visu­ell anspruchs­voll und das kla­re Layout des Buchs mit vie­len her­vor­ra­gend gewähl­ten Beispielbildern ergänzt den Text des Buchs her­vor­ra­gend und beweist, wie ange­nehm gutes Design sein kann.

Erst woll­te ich im Kapitel „Bild“ begin­nen, weil dort mein beruf­li­cher Schwerpunkt liegt, aber schon beim Überfliegen der Einleitung habe ich mich fest­ge­le­sen, wie ich am Ende des zwei­ten Kapitels fest­stel­len mus­s­te. Ich wie­der­ho­le ger­ne mei­ne Einschätzung der ers­ten Rezension: Für Stockfotografen ist die­ses Buch ein Muss!

Markus Wäger schreibt das Buch aus Kundensicht, weil Grafikdesigner übli­cher­wei­se Stockfotos kau­fen und auch das Buch ist mit mas­sen­haft Fotos von Shutterstock illus­triert, sodass mich zumin­dest beim Lesen ein sehr hei­me­li­ges Gefühl bei den gan­zen bekann­ten Gesichtern über­kam. So kön­nen wir ler­nen, wor­auf Grafiker Wert legen und Rücksicht neh­men müs­sen, was Stockfotografen dann vor­aus­schau­end in ihren Fotos umset­zen kön­nen: An wel­cher Stelle soll­te der Textfreiraum im Foto sein? Wie soll­ten die Models aus­se­hen? Welche Farbpalette soll­te mein Foto abde­cken?

Dazu kommt, dass der rei­ne Fotograf immer mehr in den Hintergrund rückt. Ich selbst mache ja nicht mehr nur Fotos, ich mache auch Videos, 3D-Renderings, Illustrationen, Fotomontagen, Layouts, muss typo­gra­fi­sche Entscheidungen tref­fen und so wei­ter. Um gra­fi­sche Entscheidungen nicht aus dem Bauch her­aus aus­pro­bie­ren zu müs­sen, hilft das Buch „Grafik und Gestaltung“ unge­mein.

Die Verlosung

Markus Wäger und der Verlag Galileo Design waren so freund­li­ch, mir zwei Exemplare des Buchs (mit Ebook) für eine Verlosung zur Verfügung zu stel­len.

Was müsst ihr dafür tun?
Hinterlasst ein­fach einen Kommentar unter die­sem Artikel, in dem ihr den Satz „Ich inter­es­sie­re mich für Grafik und Gestaltung, weil…“ krea­tiv ver­voll­stän­digt.

Die bei­den Teilnehmer mit dem aus mei­ner Sicht bes­ten Grund erhal­ten je ein Buch. Der Teilnahmeschluss ist am 19.10.2014, der Rechtsweg ist aus­ge­schlos­sen. Die bei­den Gewinner wer­den dana­ch per Email von mir benach­rich­tigt.

Viel Glück…

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Rezension: „Grafik und Gestaltung. Das umfassende Handbuch“ von Markus Wäger

Ein Buch für Grafiker in einem Blog für Fotografen?

Was sich beim ers­ten Lesen leicht fehl­plat­ziert anhört, passt umso bes­ser, je län­ger ich dar­über nach­den­ke. Deswegen habe ich mich auch ent­schie­den, das Buch „Grafik und Gestaltung. Das umfas­sen­de Handbuch“* von Markus Wäger hier im Blog vor­zu­stel­len, obwohl ich eigent­li­ch eins der Fotobücher* des Autoren rezen­sie­ren woll­te.

Umfassendes Handbuch“ wird der knapp zwei Kilo schwe­re Wälzer im Untertitel genannt und der Verlag über­treibt hier nicht. Auf 620 Seiten erklärt der freie Grafikdesigner aus Österreich alles, was zum Thema „Grafik und Gestaltung“ wich­tig ist. Neben einem Grundsatz-Kapitel mit ver­schie­de­nen – ele­men­tar wich­ti­gen – Gestaltungsgesetzen sind das vor allem die Oberthemen Form, Farbe, Bild, Schrift und Textsatz, die im Buch behan­delt wer­den. Danach fol­gen Kapitel über Gestaltungsraster, Corporate Design und die Druckvorstufe.

Klingt für Fotografen erst mal nicht so hilf­reich? Im Gegenteil.

Ich gehe davon aus, dass die meis­ten Fotografen, wel­che mei­nen Blog lesen, schon etwas Erfahrung im Umgang mit ihrer Kamera haben und dafür kei­ne Hilfestellung benö­ti­gen. Was eini­gen tech­ni­sch ver­sier­ten Fotografen jedoch manch­mal fehlt, ist ein tie­fe­res Verständnis für die Gestaltungsregeln, die ein gutes von einem per­fek­ten Foto unter­schei­den. Damit mei­ne ich nicht nur die „Goldener Schnitt“-Regel und was Fotografen mit absicht­li­ch gesetz­ter Schärfentiefe bewir­ken kön­nen. Das wird im Buch aber auch bespro­chen. Eine gute Gelegenheit, kurz näher auf das Kapitel 4 ein­zu­ge­hen, wel­ches sich mit Bildern und Fotos beschäf­tigt, denn da habe ich im Gegensatz zur Typographie und den unter­schied­li­chen Druckverfahren als Fotograf mehr Ahnung.

Markus Wäger erklärt im Bild-Kapitel mit vie­len anschau­li­chen Beispielen, war­um Menschen und Blicke auf Fotos wich­tig sind, wie ver­schie­de­ne Anschnitte dem glei­chen Bild ganz ande­re Wirkungen ver­lei­hen kön­nen, was Farben im Bild ver­än­dern und so wei­ter. Auch wenn der Bereich über „Gestaltungsregeln“ nur ca. 30 Seiten des Buchs aus­macht, kann ich die­sen Teil unein­ge­schränkt als hilf­rei­che Fortsetzung des Gestaltungskapitel mei­nes eige­nen Buchs „Stockfotografie“* emp­feh­len.

Die Teile – nein, eigent­li­ch das gan­ze Buch – ergän­zen sich auch des­halb wun­der­bar, weil Markus Wäger von der „ande­ren Seite“ kommt. Damit mei­ne ich, dass ich mein Buch als Fotoproduzent geschrie­ben habe, also als Hersteller von Stockfotos, wäh­rend Markus als Grafikdesigner eher auf der Kundenseite steht und gen­au die­se Fotos für sei­ne Arbeit braucht und kauft. Deswegen muss ich bei fast jeder Seite sei­nes Buches schmun­zeln, weil fast alle Fotos im Buch bei Bildagenturen gekauft wur­den und die „Positiv/Negativ“-Beispiele dadurch für Stockfotografen dop­pelt hilf­reich sind. Außerdem beto­ne ich immer wie­der, dass es wich­tig ist, sich als Stockfotograf in sei­ne Kunden hin­ein­den­ken zu kön­nen. Wer lernt, wor­auf Grafikdesigner ach­ten müs­sen, macht fast auto­ma­ti­sch Fotos, wel­che für die Kunden nütz­li­cher sind.

Während das Bild-Kapitel für Stockfotografen eher eine Auffrischung sein wird, sind die ande­ren Kapitel das, was das Buch auch für Stockfotografen wert­voll macht. Die klas­si­schen Gestaltungsregeln in Bildern und die ver­schie­de­nen (Wechsel-)Wirkungen von Farben gel­ten ja nicht nur für Zeichnungen oder Grafiken, son­dern eben auch für Fotos, wer­den in die­sem Buch aber in einer Klarheit bebil­dert, wie ich sie in Fotobüchern kaum ange­trof­fen habe.

Der Schriftteil ist nicht ganz so span­nend für Fotografen, aber spä­tes­tens, wenn ein Stockfotograf Foto- und Textelemente in einem Bild kom­bi­nie­ren will, wie ich es hier* oder hier* gemacht habe, wird etwas Wissen über Typographie sehr nütz­li­ch, weil das dann den Unterschied macht, ob sich das Bild ver­kauft oder nicht. Wer nicht weiß, was „Serifen“ sind und wozu die­se nütz­li­ch sind, wird schon Schwierigkeiten haben, sich für die pas­sen­de Schriftart zu ent­schei­den. Aber auch wer die Wirkungen von Laufweiten oder Zeilenabstand nicht kennt, kann ein Bild dadurch kaputt­ma­chen. Das glei­che gilt auch für Illustratoren, wel­che mit Text arbei­ten oder für 3D-Artists, wel­che in ihre Stockfotos wie hier* Schriften ein­bau­en. Auch ganz prak­ti­sche Anwendungsprobleme, wie die Frage, ob und wie man ver­schie­de­ne Schriften mischen kann, wer­den beant­wor­tet.

Und wer sich als Fotograf denkt, er sei krea­tiv genug, um auch sei­ne Visitenkarten, Werbeflyer und Briefköpfe selbst gestal­ten zu kön­nen, lernt im „Corporate Design“-Kapitel, dass mehr dazu­ge­hört, als ein Auge oder eine Kamera als Logo neben sei­nem Namen zu plat­zie­ren, um ein ange­nehm ein­heit­li­ches Erscheinungsbild zu kre­ieren.

Kurz: Ein emp­feh­lens­wer­tes Buch für Stockfotografen, weil es eben etwas fach­frem­der ist, aber durch die anschau­li­chen Beispielbilder, die kla­re Strukturierung und die leicht humor­vol­len Texte trotz­dem auch für Nicht-Grafikdesigner ver­ständ­li­ch und lehr­reich ist. Das Buch „Grafik und Gestaltung“* ist bei Galileo Design erschie­nen und kos­tet 39.90 Euro im Hardcover-Einband.

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Stockfotografie-News 2009-10-23

Hat es jemand gemerkt? Die News sind letz­te Woche kom­plett aus­ge­fal­len. Nun wird es aber höchs­te Zeit, weil sich die Neuigkeiten aus der Stockfotografie-Branche schon sta­peln.

  • Die Bildagentur Zoonar bie­tet nun die Möglichkeit, aus­ge­wähl­te Fotos in das APIS-Netzwerk ein­zu­spei­sen, ein Distributionskanal vor allem für gro­ße Verlage.
  • Canon kün­digt für Ende des Jahres die Canon EOS 1D Mark IV an, die hier schon vor­be­stellt* wer­den kann. Die Kamera wird 16 MP, zwei DIGIC 4-Prozessoren, 45 AF-Messfelder, einen ISO-Bereich bis 102.400 und eine FullHD-Videofunktion haben und bis zu 10 Bildern pro Sekunde auf­neh­men kön­nen. Im Foto-Modus wohl­ge­merkt… 😉
  • Canon kün­digt auch gleich ein neu­es Firmware-Update für die 5D Mark II an, wel­ches Videoaufnahmen wahl­wei­se mit 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde ermög­li­chen soll. Leider ist die Veröffentlichung erst Mitte 2010 geplant.
  • Die Bildagentur Mauritius Images koope­riert mit der Firma pixo­lu­ti­on, um deren Bildersuchsystem ImageSorter zu nut­zen. Das zeigt Fotos als nach Farben sor­tier­ten Clustern an und eig­net sich damit vor allem für Bildkäufer, bei denen die Farbauswahl eine ent­schei­de­ne Rolle spielt.
  • Nach istock­pho­to bie­tet nun auch Shutterstock eine ver­bind­li­che Rechte-Garantie für gekauf­te Fotos und Videos an.
  • Auch Fotolia hat zwei span­nen­de Neuigkeiten: Zum einen ver­öf­fent­licht es mit „Fotolia Ribbon“* ein Microsoft Word und ein Powerpoint-Plugin, mit dem Fotolia-Fotos direkt aus die­sen Programmen ein­ge­fügt und gekauft wer­den kön­nen.
  • Die zwei­te Neuigkeit ist „Operation Level Ground“*. Damit bie­tet Fotolia neu­en Fotografen die Möglichkeit, gleich mit einem höhe­ren Ranking ein­zu­stei­gen, wenn sie min­des­tens 1.000 Bilder und einen Mindestgesamtumsatz mit­brin­gen, den sie bis­her bei ande­ren Bildagenturen erzielt haben. Somit kön­nen Profi-Fotografen gleich vom Start mehr ver­die­nen als sie es könn­ten, wenn sie auf der Rangliste ganz unten anfan­gen.
  • Im Blog der Firma LookStat gab es gleich drei lesens­wer­te Artikel. Zum einen eine Ideen-Liste mit den belieb­tes­ten Suchbegriffen für Weihnachten, ein Suchbegriff-Vergleich zwi­schen „Hund“ und „Katze“ und die Meldung, dass im Statistik-Bereich nun Fotos nach Serien sor­tiert wer­den kön­nen. Das ist hilf­reich, um zum Beispiel leicht zu erken­nen, wie viel die Fotos einer Fotosession zusam­men über meh­re­re Bildagenturen hin­weg ein­ge­bracht haben oder wel­che Models wie viel Umsatz gebracht haben.
  • Markus Wäger stellt in sei­nem Blog eine Erfindung von Tao Chen vor, mit der man nur ein Motiv unge­fähr skiz­zie­ren muss, damit das Programm ent­spre­chen­de Fotos raus­sucht. Wer das System in eine Bildagentur inte­griert, könn­te damit die Bildersuche revo­lu­tio­nie­ren und unab­hän­gi­ger von Suchbegriffen machen.
  • Die Bildproduktionsfirma Image Source ändert ihren Namen in taba­to und kon­zen­triert sich auf die Motivbereiche Healthcare und Finance.
  • Die Footage-Agentur Pond5 ver­kauft jetzt auch Audio-Clips.
  • Auch die Bildagentur PantherMedia rührt kräf­tig an ihren Verkaufsmethoden. Erst eröff­nen sie eine Zweigstelle in Polen, jetzt strei­chen sie die Anzahl ihrer Bildgrößen von 9 auf 6 zusam­men und ver­än­dern die Preise. Beim Credit-Kauf eines DinA4-Fotos wer­den nun zwi­schen 9,60 Euro bis 16,68 Euro fäl­lig, statt wie bis­her 49,90 Euro beim Kauf auf Rechnung. Das ent­spricht einer Preissenkung von 80%. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das gut fin­den soll.
  • Die Bildagentur Getty Images ent­lässt wie­der Mitarbeiter und schließt ihre Abteilung für Auftragsproduktionen. Diese soge­nann­ten „whol­ly owned shoots“ sind Fotoserien, die von einer Bildagentur in Auftrag gege­ben und bezahlt wer­den. Der Fotograf ver­dient dann nur an dem einen Auftrag, die Verkaufsprovisionen flie­ßen dann meist aus­schließ­li­ch (oder zu einem viel grö­ße­ren Teil) an die Bildagentur. Ich muss zuge­ben, dass ich die­sem Modell nie beson­ders eupho­ri­sch gegen­über stand, da es lang­fris­tig die die Machtposition zu Lasten der Fotografen in Richtung Bildagentur ver­la­gert. Deswegen stimmt mich die­se Meldung nicht so trau­rig. Aber auch anders könn­te ein Schuh draus wer­den: Getty will das Risiko, ob sich eine Fotostrecke gut ver­kauft oder nicht, an die Fotografen aus­la­gern. Oder wie seht ihr das alles?

* Affiliate-Link (ich erhal­te Provision beim Kauf, ihr zahlt nicht mehr)

Ein ♥ für Blogs

Für heu­te ruft Kai Müller vom Blog StyleSpion zur zwei­te Runde sei­ner Aktion „Ein für Blogs“ auf. Ich möch­te dies­mal mit­ma­chen, auch wenn ich wie bei der letz­ten Runde etwas Angst habe, eini­gen Blogs auf die Füße zu tre­ten. Immerhin habe ich mehr als 120 Blogs abon­niert, fast alle zum Thema Fotografie. Immerhin ist die Aktion auf deutsch­spra­chi­ge Blogs beschränkt. Ich selbst habe mir das Limit bei zehn nen­nens­wer­ten Blogs gesetzt, weil ich weiß, dass es son­st zu unüber­sicht­li­ch wird.

ein-herz-fuer-blogs

Legen wir los:

  • Studio-Blog Der Mannheimer Fotograf omo­ri berich­tet hier über sei­nen Alltag im Fotostudio und sein Blog war eine gro­ße Motivation, selbst einen Blog zu begin­nen.
  • PictureTom Hier geht es um die geschäft­li­che Seite der Fotografie: Um Finanzen, Marktanalysen und recht­li­che Entscheidungen. Für Profi-Fotografen ein Muss.
  • Radedudel Der Blog von Sam ist fast das Gegenteil. Hier lie­fert er vor allem „Tipps und Anleitungen zur fort­ge­schrit­te­nen Fotografie“, wie er es nennt. Immer mit Hand und Fuss.
  • Nebuto Ein Blog von Jan über Microstock-Agenturen mit einem leich­ten Hang zu Illustrationen und 3d-Rendering.
  • Fotos ver­kau­fen bei Bild- und Microstock-Agenturen ein Blog mit sei­nem Thema im Namen. Häufige Wiedergabe von Pressemeldungen, aber auch Einblicke in sei­ne Umsätze
  • Krolop-Gerst Profi-Fotografen erklä­ren Bildideen und ihre tech­ni­sche Umsetzung, sehr anschau­li­ch und gut ver­ständ­li­ch
  • Designworks Der Blog von Markus Wäger domi­niert zwar mit sei­nen vie­len Mini-Posting mei­nen Feed-Reader, aber es sind auch immer wie­der eini­ge Perlen für die Augen dabei. Und da Typografie eine heim­li­che Leidenschaft von mir ist, sehe ich mir auch gern sei­ne Font-Vorschläge an
  • Basic Thinking Der Blog von Robert wur­de vor kur­zem ver­kauft und ich hat­te dana­ch einen der neu­en Redakteure gespro­chen. Er über­zeug­te mich, mal rein­zu­schau­en und in der Tat: Hier gibt es aus­führ­li­che und fun­dier­te Meldungen über das Internet, Software, Neue Medien und ande­re Dinge, die auch für Fotografen span­nend sein kön­nen ((und für den Computer-Nerd in mir immer sind)
  • Stefan Niggemeier Mit Stockfotografie ver­bin­det den Betreiber des BILDBlog eine Art Hassliebe, wie er mit sei­ner „Symbol-Foto“-Serie beweist. Aber sei­ne iro­ni­schen Kommentare zur Medienlandschaft sind bes­ser die Medien selbst.
  • Genuss-Blog Warnung: Vom Lesen die­ses Blogs nimmst Du zu. Hier wird hem­mungs­los und lei­den­schaft­li­ch über Genussmittel wie Schokolade, Eis, Tee, Kaffee, Torten und Süßigkeiten geschwärmt. Lecker.

Habt ihr noch Tipps für Blogs, die mich inter­es­sie­ren könn­ten? Wenn ja, bit­te mit Begründung in die Kommentare.