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Die Gewinner des Buchs „Grafik und Gestaltung“ stehen fest

Sowas mache ich nie wie­der! Damit mei­ne ich nicht die Verlosung an sich, son­dern die Art, wie ich die Gewinner aus­wäh­len woll­te.

Was habe ich mir dabei gedacht, die Gewinner nach ihrer Begründung zu wäh­len? Als ich die Verlosung geplant habe, schien es eine schö­ne Idee zu sein.

Jetzt im Nachhinein stell­te sich her­aus, dass ich locker zehn oder mehr Exemplare vom Buch „Grafik und Gestaltung“ an Teilnehmer mit gelun­ge­nen Begründungenn hät­te ver­schen­ken kön­nen.

Das Limit war aber zwei, wes­halb ich mich für die­se bei­den ent­schie­den habe:

Nadine mit ihrem Gedicht:

Dein Buch über Stockfotografie
hat mich moti­viert wie nie.
Gute Weiterbildung wäre das Wäger-Buch,
wes­halb ich hier mein Glück ver­su­ch’.

Fotos berüh­ren und öff­nen die Herzen weit,
dar­um mache ich mich für die­sen Job bereit!
Ich möch­te mich bil­den und wei­ter ler­nen,
damit alle von mei­nen Fotos schwär­men!

Ein Foto spricht mehr als tau­send Bände,
dar­um wün­sche ich mir das Wäger-Buch in mei­ne Hände!
Nach dem Lesen ver­schen­ke ich es hier ger­ne wei­ter,
damit wir alle erklim­men die Erfolgsleiter!“

und Heiko mit der wit­zigs­ten Begründung:

Ich inter­es­sie­re mich für Grafik und Gestaltung, weil mein Briefträger so untrai­niert aus­sieht und ich ihm die­ses 2,25-Kilo-Workout zur Figurverbesserung schen­ken möch­te!“

Die Gewinner wur­den per Email benach­rich­tigt.

Herzlichen Glückwunsch!

Rezension: „Grafik und Gestaltung“ (Neuauflage) von Markus Wäger (mit Verlosung)

Lange habe ich über­legt: Soll ich wirk­li­ch eine Rezension über ein Buch schrei­ben, wel­ches ich vor zwei Jahren schon mal rezen­siert hat­te?

Wie ihr lesen könnt, habe ich mich doch dafür geschrie­ben aus einem ein­fa­chen Grund: Was ich in mei­ner ers­ten Rezension so lob­hu­delnd geschrie­ben habe, ist immer noch gül­tig.

Dazu kommt, dass das Buch „Grafik und Gestaltung“* des Grafikers Markus Wäger jetzt in der zwei­ten kom­plett über­ar­bei­te­ten und erwei­ter­ten Auflage erhält­li­ch ist. Damit ist der Wälzer nicht nur ca. 100 Seiten dicker, son­dern auch ca. 300 Gramm schwe­rer und wiegt jetzt sat­te 2,25 Kilo. Ich habe es für mei­nen schnau­fen­den Briefträger gemes­sen. Dieses Volumen erklärt sich aus dem Ansatz des Untertitels, „Das umfas­sen­de Handbuch“ zum Thema Grafik und Design sein zu wol­len. Doch kei­ne Panik, wer die Druckversion erhält, bekommt das Ebook kos­ten­los dazu, was sich durch die digi­ta­le Suchfunktion noch bes­ser als Nachschlagewerk eig­net.

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Auch wenn es ein Fachbuch ist, was einem zum Lernen bringt und auch die Ausbildung zum Mediengestalter gut beglei­ten kann, liest es sich flüs­sig und span­nend. Fotografen sind ja visu­ell anspruchs­voll und das kla­re Layout des Buchs mit vie­len her­vor­ra­gend gewähl­ten Beispielbildern ergänzt den Text des Buchs her­vor­ra­gend und beweist, wie ange­nehm gutes Design sein kann.

Erst woll­te ich im Kapitel „Bild“ begin­nen, weil dort mein beruf­li­cher Schwerpunkt liegt, aber schon beim Überfliegen der Einleitung habe ich mich fest­ge­le­sen, wie ich am Ende des zwei­ten Kapitels fest­stel­len mus­s­te. Ich wie­der­ho­le ger­ne mei­ne Einschätzung der ers­ten Rezension: Für Stockfotografen ist die­ses Buch ein Muss!

Markus Wäger schreibt das Buch aus Kundensicht, weil Grafikdesigner übli­cher­wei­se Stockfotos kau­fen und auch das Buch ist mit mas­sen­haft Fotos von Shutterstock illus­triert, sodass mich zumin­dest beim Lesen ein sehr hei­me­li­ges Gefühl bei den gan­zen bekann­ten Gesichtern über­kam. So kön­nen wir ler­nen, wor­auf Grafiker Wert legen und Rücksicht neh­men müs­sen, was Stockfotografen dann vor­aus­schau­end in ihren Fotos umset­zen kön­nen: An wel­cher Stelle soll­te der Textfreiraum im Foto sein? Wie soll­ten die Models aus­se­hen? Welche Farbpalette soll­te mein Foto abde­cken?

Dazu kommt, dass der rei­ne Fotograf immer mehr in den Hintergrund rückt. Ich selbst mache ja nicht mehr nur Fotos, ich mache auch Videos, 3D-Renderings, Illustrationen, Fotomontagen, Layouts, muss typo­gra­fi­sche Entscheidungen tref­fen und so wei­ter. Um gra­fi­sche Entscheidungen nicht aus dem Bauch her­aus aus­pro­bie­ren zu müs­sen, hilft das Buch „Grafik und Gestaltung“ unge­mein.

Die Verlosung

Markus Wäger und der Verlag Galileo Design waren so freund­li­ch, mir zwei Exemplare des Buchs (mit Ebook) für eine Verlosung zur Verfügung zu stel­len.

Was müsst ihr dafür tun?
Hinterlasst ein­fach einen Kommentar unter die­sem Artikel, in dem ihr den Satz „Ich inter­es­sie­re mich für Grafik und Gestaltung, weil…“ krea­tiv ver­voll­stän­digt.

Die bei­den Teilnehmer mit dem aus mei­ner Sicht bes­ten Grund erhal­ten je ein Buch. Der Teilnahmeschluss ist am 19.10.2014, der Rechtsweg ist aus­ge­schlos­sen. Die bei­den Gewinner wer­den dana­ch per Email von mir benach­rich­tigt.

Viel Glück…

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Rezension: „Grafik und Gestaltung. Das umfassende Handbuch“ von Markus Wäger

Ein Buch für Grafiker in einem Blog für Fotografen?

Was sich beim ers­ten Lesen leicht fehl­plat­ziert anhört, passt umso bes­ser, je län­ger ich dar­über nach­den­ke. Deswegen habe ich mich auch ent­schie­den, das Buch „Grafik und Gestaltung. Das umfas­sen­de Handbuch“* von Markus Wäger hier im Blog vor­zu­stel­len, obwohl ich eigent­li­ch eins der Fotobücher* des Autoren rezen­sie­ren woll­te.

Umfassendes Handbuch“ wird der knapp zwei Kilo schwe­re Wälzer im Untertitel genannt und der Verlag über­treibt hier nicht. Auf 620 Seiten erklärt der freie Grafikdesigner aus Österreich alles, was zum Thema „Grafik und Gestaltung“ wich­tig ist. Neben einem Grundsatz-Kapitel mit ver­schie­de­nen – ele­men­tar wich­ti­gen – Gestaltungsgesetzen sind das vor allem die Oberthemen Form, Farbe, Bild, Schrift und Textsatz, die im Buch behan­delt wer­den. Danach fol­gen Kapitel über Gestaltungsraster, Corporate Design und die Druckvorstufe.

Klingt für Fotografen erst mal nicht so hilf­reich? Im Gegenteil.

Ich gehe davon aus, dass die meis­ten Fotografen, wel­che mei­nen Blog lesen, schon etwas Erfahrung im Umgang mit ihrer Kamera haben und dafür kei­ne Hilfestellung benö­ti­gen. Was eini­gen tech­ni­sch ver­sier­ten Fotografen jedoch manch­mal fehlt, ist ein tie­fe­res Verständnis für die Gestaltungsregeln, die ein gutes von einem per­fek­ten Foto unter­schei­den. Damit mei­ne ich nicht nur die „Goldener Schnitt“-Regel und was Fotografen mit absicht­li­ch gesetz­ter Schärfentiefe bewir­ken kön­nen. Das wird im Buch aber auch bespro­chen. Eine gute Gelegenheit, kurz näher auf das Kapitel 4 ein­zu­ge­hen, wel­ches sich mit Bildern und Fotos beschäf­tigt, denn da habe ich im Gegensatz zur Typographie und den unter­schied­li­chen Druckverfahren als Fotograf mehr Ahnung.

Markus Wäger erklärt im Bild-Kapitel mit vie­len anschau­li­chen Beispielen, war­um Menschen und Blicke auf Fotos wich­tig sind, wie ver­schie­de­ne Anschnitte dem glei­chen Bild ganz ande­re Wirkungen ver­lei­hen kön­nen, was Farben im Bild ver­än­dern und so wei­ter. Auch wenn der Bereich über „Gestaltungsregeln“ nur ca. 30 Seiten des Buchs aus­macht, kann ich die­sen Teil unein­ge­schränkt als hilf­rei­che Fortsetzung des Gestaltungskapitel mei­nes eige­nen Buchs „Stockfotografie“* emp­feh­len.

Die Teile – nein, eigent­li­ch das gan­ze Buch – ergän­zen sich auch des­halb wun­der­bar, weil Markus Wäger von der „ande­ren Seite“ kommt. Damit mei­ne ich, dass ich mein Buch als Fotoproduzent geschrie­ben habe, also als Hersteller von Stockfotos, wäh­rend Markus als Grafikdesigner eher auf der Kundenseite steht und gen­au die­se Fotos für sei­ne Arbeit braucht und kauft. Deswegen muss ich bei fast jeder Seite sei­nes Buches schmun­zeln, weil fast alle Fotos im Buch bei Bildagenturen gekauft wur­den und die „Positiv/Negativ“-Beispiele dadurch für Stockfotografen dop­pelt hilf­reich sind. Außerdem beto­ne ich immer wie­der, dass es wich­tig ist, sich als Stockfotograf in sei­ne Kunden hin­ein­den­ken zu kön­nen. Wer lernt, wor­auf Grafikdesigner ach­ten müs­sen, macht fast auto­ma­ti­sch Fotos, wel­che für die Kunden nütz­li­cher sind.

Während das Bild-Kapitel für Stockfotografen eher eine Auffrischung sein wird, sind die ande­ren Kapitel das, was das Buch auch für Stockfotografen wert­voll macht. Die klas­si­schen Gestaltungsregeln in Bildern und die ver­schie­de­nen (Wechsel-)Wirkungen von Farben gel­ten ja nicht nur für Zeichnungen oder Grafiken, son­dern eben auch für Fotos, wer­den in die­sem Buch aber in einer Klarheit bebil­dert, wie ich sie in Fotobüchern kaum ange­trof­fen habe.

Der Schriftteil ist nicht ganz so span­nend für Fotografen, aber spä­tes­tens, wenn ein Stockfotograf Foto- und Textelemente in einem Bild kom­bi­nie­ren will, wie ich es hier* oder hier* gemacht habe, wird etwas Wissen über Typographie sehr nütz­li­ch, weil das dann den Unterschied macht, ob sich das Bild ver­kauft oder nicht. Wer nicht weiß, was „Serifen“ sind und wozu die­se nütz­li­ch sind, wird schon Schwierigkeiten haben, sich für die pas­sen­de Schriftart zu ent­schei­den. Aber auch wer die Wirkungen von Laufweiten oder Zeilenabstand nicht kennt, kann ein Bild dadurch kaputt­ma­chen. Das glei­che gilt auch für Illustratoren, wel­che mit Text arbei­ten oder für 3D-Artists, wel­che in ihre Stockfotos wie hier* Schriften ein­bau­en. Auch ganz prak­ti­sche Anwendungsprobleme, wie die Frage, ob und wie man ver­schie­de­ne Schriften mischen kann, wer­den beant­wor­tet.

Und wer sich als Fotograf denkt, er sei krea­tiv genug, um auch sei­ne Visitenkarten, Werbeflyer und Briefköpfe selbst gestal­ten zu kön­nen, lernt im „Corporate Design“-Kapitel, dass mehr dazu­ge­hört, als ein Auge oder eine Kamera als Logo neben sei­nem Namen zu plat­zie­ren, um ein ange­nehm ein­heit­li­ches Erscheinungsbild zu kre­ieren.

Kurz: Ein emp­feh­lens­wer­tes Buch für Stockfotografen, weil es eben etwas fach­frem­der ist, aber durch die anschau­li­chen Beispielbilder, die kla­re Strukturierung und die leicht humor­vol­len Texte trotz­dem auch für Nicht-Grafikdesigner ver­ständ­li­ch und lehr­reich ist. Das Buch „Grafik und Gestaltung“* ist bei Galileo Design erschie­nen und kos­tet 39.90 Euro im Hardcover-Einband.

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