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10 beeindruckende Fotografen

Die wenigs­ten Fotografen wer­den mit ihrer Bildsprache und ihrem Stil gebo­ren. Meist gibt es für jeden Fotografen vie­le ande­re, die ihn beein­druckt, inspi­riert und geprägt haben. Auch ich habe eini­ge Fotografen, deren Werke mich immer wie­der stau­nen oder schmun­zeln las­sen, die mich nei­di­sch machen oder denen ich in mei­ner Anfangszeit ver­sucht habe, nach­zu­ei­fern. Deshalb zie­he ich mal den Vorhang bei­sei­te und las­se Euch teil­ha­ben an mei­ner – nicht nach Rangordnung sor­tier­ten – Liste von 10 Fotografen und Fotografinnen, die mich beein­druckt haben. Vielleicht ent­deckt ihr ja auch einen neu­en Liebling.

1. Friedrich Seidenstücker (Street Photography)
Ich besit­ze zwar vie­le Bücher über Fotografie, auch eini­ge Sammel-Bildbände und vie­le Kataloge von Bildagenturen, aber Bildbände von ein­zel­nen Fotografen habe ich wenig. Einer davon ist Friedrich Seidenstücker, ein deut­scher Fotograf, der vor allem von 1920 bis 1960 in Berlin foto­gra­fiert hat. Entdeckt habe ich sei­ne Fotos 2006 wäh­rend einer Fotoausstellung par­al­lel zur Photokina in Köln. Die gro­ße Gabe von Seidenstücker ist es, sehr humor­vol­le Schnappschüsse ein­zu­fan­gen. Auch im Berliner Zoo hat er sich bevor­zugt auf­ge­hal­ten und die komi­schen Interaktionen von Menschen und Tieren fest­ge­hal­ten. Seidenstücker hat übri­gens inden 1920er Jahren auch eine Serie von Frauen gemacht, die über Pfützen sprin­gen und damit die­ses Foto von Henri Cartier-Bresson im Jahr 1932 vor­weg­ge­nom­men. Leider sind die meis­ten Bildbände von ihm nur anti­qua­ri­sch erhält­li­ch, so auch das Buch „Der humor­vol­le Blick. Fotografien 1923 – 1957″.

friedrich-seidenstuecker-01

2. Arthur Leipzig (Street Photography)
Die Bilder von Arthur Leipzig fie­len mir vor ca. einem hal­ben Jahr in der Zeitschrift „Schwarz/Weiss-Fotografie“ auf. Leipzig ist ein us-amerikanischer Fotograf, der durch sei­ne Straßenszenen von New York City in den 1940er und 1950er Jahren bekannt wur­de. Vor allem sei­ne Bildstrecke über die Renovierung der Brooklyn Bridge ist atem­be­rau­bend. Einen Einblick in sei­ne Fotos gibt die­se Bildserie. Soeben ist auch ein Bildband im Prestel-Verlag von ihm erschie­nen.

Brooklyn Bridge, 1946 / © Arthur Leipzig/Courtesy Howard Greenberg Gallery, New York

3. Sebastian Niehoff (Werbefotografie)
Wer auf Weitwinkelfotos steht, wird die­sen Fotograf lie­ben: Mit sei­nen extre­men Blickwinkeln auf flip­pi­ge Models hat der jun­ge Fotograf aus Wanne-Eickel schon meh­re­re Preise gewon­nen und renom­mier­te Firmen über­zeugt. Wenn es ein Wort gibt, was sei­ne Fotos am bes­ten beschreibt, ist es: Fun!

Sebastian Niehoff - Sandschlacht

4. Radka Linkova (Stockfotografie)
Früher nann­te ich sie „mein heim­li­ches Vorbild“. Mittlerweile weiß sie hof­fent­li­ch, dass ich ihre Fotos groß­ar­tig fin­de und schon von wei­tem erken­ne. Radka ist eine Fotografin aus Prag, die vor allem People-Aufnahmen macht. Ich glau­be zwar nicht, dass es eine „weib­li­che Bildsprache“ gibt, aber trotz­dem wir­ken ihre Bilder auf mich immer sehr roman­ti­sch und ver­spielt.

Radka Linkova - 1511

5. Matthew Rolston (Celebrity-Fotografie)
Dieser Fotograf aus Los Angeles hat mehr Prominente vor der Kamera gehabt als ich je in mei­nem Leben von wei­tem sehen wer­de. Besonders im Gedächtnis geblie­ben ist mir sein Foto, auf dem sich Jack Nicholson mit sei­nem irren „Shining“-Blick Blut von sei­nen Fingern leckt. Aber auch das Video zum Song „Candyman“ von Christina Aguilera, wel­ches er im Pin-Up-Stil gedreht ist, sieht cool aus.  Es gibt auch einen sehr gro­ßen, aber lei­der auch teu­ren Bildband von ihm.

Matthew Rolston - Jack Nicholson

6. Slavica Ziener (Musikfotografie)
Die zwei­te und lei­der schon letz­te Frau in die­ser Liste ist die Münchnerin Slavica Ziener. Aufmerksam wur­de ich auf sie durch das Album „Zurück zum Glück“ von den Toten Hosen. Die Musik war – na ja -, aber die Bandfotos im Booklet waren kna­ckig, wild und rebel­li­sch, viel bes­ser als der Sound. Später habe ich fest­ge­stellt, dass sie sehr vie­le Fotos von der Band gemacht hat und ich fin­de, dass die­se im Vergleich zu ihren ande­ren Fotos, wie z.b. von den Sportfreunden Stiller oder DJ Hell, am bes­ten sind. Aber sie kann auch anders und hat z.B. ganz brav das Portrait von der Chefredakteurin Petra Gessulat im Editorial der Cosmopolitan foto­gra­fiert.

slavica-ziener-toten-hosen-01
7. Alexander Kulla (Stockfotografie)
Alexander ist einer mei­ner Foto-Kollegen und arbei­tet haupt­be­ruf­li­ch als Gesundsheits- und Krankenpfleger. Das erklärt auch die Serie, durch die ich auf ihn auf­merk­sam gewor­den bin. Er hat eine umfang­rei­che, tech­ni­sch gut gemach­te Serie von Fotomontagen, die ihn win­zig in Krankenhaus-Uniform bei der Arbeit mit rie­si­gen Medikamenten zei­gen. So nach dem Motto „Liebling, ich habe den Arzt geschrumpft“… Diese Fotos sind wit­zig, viel schö­ner ist aber sei­ne Serie von Blumenfotos, die alle im glei­chen Stil bear­bei­tet wur­den und mitt­ler­wei­le über 30 Blumensorten umfasst.

Aexander Kulla - Calla

8. Jason Lee (Kinderfotografie)
Kommen wir zu den unver­meid­li­ch süßen Geschöpfen: Kleinen Kindern. Der Fotograf Jason Lee aus San Francisco hat zwei davon. Wenn er nicht gera­de Hochzeiten oder ande­re Kinder foto­gra­fiert,
müs­sen sei­ne bei­den Töchter Kristin und Kayla als Models mit­ma­chen. Wenn sie groß sind, wer­den sie wohl die bei­den Geschwister mit den cools­ten Baby- und Kinderfotos der Welt sein. Die Bilder von Jason Lee leben von einem immer stim­mi­gen Konzept und per­fekt umge­setz­ten Fotomontagen. Die Geschwister haben auch einen eige­nen Blog und wer dort län­ger als eine Minute rumklickt, wird unwei­ger­li­ch grin­sen müs­sen.

Foto by Jason Lee "Sisters"

9. Julian Stratenschulte (Fotojournalismus)
Die meis­ten jour­na­lis­ti­schen Fotos lang­wei­len mich, aber die Fotos von Julian Stratenschulte begeis­tern mich immer wie­der durch ihre unge­wöhn­li­chen Perspektiven. Das sehen auch ande­re so und des­halb gewann er auch 2007 unter ande­rem den Preis  „dpa – Picture of the Year“. Und da war er erst 20 Jahre jung! In dem Alter habe ich noch für ein loka­les Käseblatt 2–3 Fotos im Jahr gemacht, aber er lie­fert da an dpa und AP. Respekt! Das foto­gra­fi­sche Auge muss wohl in der Familie lie­gen, denn auch sein Zwillingsbruder ist als Fotojournalist unter­wegs. Für jeden Fotojournalisten ist der Blog von Julian Stratenschulte ein Muss.

julian-stratenschulte-sports-02
10. Julian Röder (Fotojournalismus)
Kommen wir zum letz­ten Fotografen in der Liste. Das ers­te Mal habe ich die Fotos des Berliner Fotografen Julian Röder 2002 auf dem Titelbild des Wettbewerbsbuches des „Deutschen Jugendfotopreis“ gese­hen. Gewonnen hat er mit Bildern von Demonstrationen gegen den G8-Gipfel 2001 in Genua. Zu der Zeit mach­te er sei­ne Ausbildung in der Fotografenagentur Ostkreuz, für die er heu­te wie­der arbei­tet. Soziale Themen sind sein Arbeitsgebiet. Die Demonstrationen las­sen ihn jedoch nicht los und er beglei­tet wei­ter­hin die Proteste gegen die G8-Gipfel in Heiligendamm, Evian oder Hokkaido. Was ich an sei­nen Fotos toll fin­de, ist der per­sön­li­che Touch. Demonstranten wir­ken bei ihm nicht wie eine homo­ge­ne Masse, son­dern lie­be­voll por­trai­tiert er die Individuen, z.B. den ver­mumm­ten Kämpfer vom Schwarzen Block, der mit vie­len Pflastersteinen vor sei­nen Füßen ver­wirrt auf den Stadtplan schaut.

Julian Roeder - Genua

Jetzt bist Du dran:
Schreibe in Deinem Blog oder in den Kommentaren, wel­che Fotografen Dich beein­druckt haben und war­um. Vielleicht ent­de­cke ich so ja noch neue Lieblinge.

Teil 3: Fotos von Bildagenturen in Maxi, Celebrity, Ökotest, emotion, Frau im Trend

Wer die “Einleitung: Fotos von Bildagenturen in Zeitschriften” schon gele­sen hat, kann nach dem Foto wei­ter­le­sen, ansons­ten emp­feh­le ich, sich dort einen Überblick zu ver­schaf­fen.

Wieviel Fotos sind von wel­chen Bildagenturen in Zeitschriften vor­han­den? Weiter geht es hier im drit­ten Teil:

Zeitschrift: Maxi
Untertitel: kei­ner
Ausgabe: Juni 2008
Erscheinungsweise: monat­li­ch
Preis: 2,20 Euro
Zeitschriftenthema: Mode/Kultur/Schönheit/Liebe
Größe der Bildredaktion: Drei Personen (Leiterin: Sybille Scharmann)
Verlag: Heinrich Bauer Verlag KG

Wir fan­gen lang­sam an und fin­den in die­ser Ausgabe nur 14 Fotos von 10 Bildagenturen.

Hier die Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
In der Maxi fin­den sich sehr vie­le Mode/Beauty-Fotostrecken, die wie so oft meist Auftragsarbeiten sind. Auch die meis­ten der ande­ren Bilder sind Auftragsfotos und so fin­den sich selbst von den Platzhirschen der Branche nur eins bis zwei Fotos.

Zeitschrift: Celebrity
Untertitel: Stars, Styles und Storys
Ausgabe: März 2008
Erscheinungsweise: monat­li­ch
Preis: 2,60 Euro
Zeitschriftenthema: Celebrity/Mode/Beauty
Größe der Bildredaktion: Drei Personen (Art Director: Michael Weies)
Verlag: Marquard Media AG

Diese Ausgabe der Celebrity wir­belt die Gesamtstatistik stark durch­ein­an­der. Es fin­den sich 155 Fotos von 24 Bildagenturen im Heft, davon ent­fal­len aber 67 Fotos (ca. 43%) auf die Agentur Action Press. Übrigens ist Petra Gessulat die Chefredakteurin, bekannt durch Germany’s Next Topmodel, die auch der deut­schen Cosmopolitan vor­steht.

Hier die Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Bei einem Heft, wel­ches sich vor allem mit „Stars & Styles“ beschäf­tigt, über­rascht die hohe Zahl der Bildagenturen nicht, die sich auf Promi-Fotos spe­zia­li­siert haben. Am Ende des Beitrags gibt es einen Hinweis des Fotografen Tom Rohwer, der die hohe Anzahl der Action Press-Fotos viel­leicht etwas erklärt. Die Benennung der Fotos im Sturz ist dürf­tig, aber für die Auswertung aus­rei­chend. Es wer­den auch vie­le kos­ten­lo­se Promotionfotos benutzt, vor allem von Kleidung und Schmuck. Einige der Getty-Fotos schei­nen eben­falls von Wireimage zu sein (Wireimage/Getty).

Zeitschrift: Ökotest
Untertitel: Richtig gut leben
Ausgabe: März 2008
Erscheinungsweise: monat­li­ch
Preis: 3,50 Euro
Zeitschriftenthema: Umwelt/Verbraucherberatung
Größe der Bildredaktion: Drei Personen
Verlag: Öko-Test Verlag GmbH

Diese Zeitschrift ist die ers­te, bei der die Nutzung von Fotos Bauchschmerzen berei­tet. 29 Fotos kom­men von 7 Bildagenturen bzw. Gratisarchiven wie Photocase, dar­über hin­aus gibt es aber sehr vie­le kos­ten­lo­se Promo-Fotos und auch vie­le Fotos ohne Bildcredit.

Hier die Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Wer sich die Webseiten der Agenturen ansieht, merkt schnell, dass Ökotest kaum Geld für Fotos aus­gibt. Neben den bil­li­gen bis kos­ten­lo­sen Bildarchiven bedient sich das Heft auch sehr häu­fig bei Firmen, um kos­ten­lo­se Fotos zu bekom­men. So fin­den sich Bilder der DAK, Klosterfrau, AOK oder BP im Heft, auch bei Testberichten. So wird der Test über Baumärkte mit Fotos illus­triert, die Hornbach, Praktiker, Bauhaus und Obi bereit­ge­stellt haben.
Schlimmer ist aber, dass es etli­che Fotos im Heft gibt, vor allem ganz­sei­ti­ge Bilder, die kei­ne erkenn­ba­ren Bildcredits haben, es also voll­kom­men unklar ist, wo die Fotos her­kom­men. Für ein Verbrauchermagazin sicher nicht die trans­pa­ren­tes­te Herangehensweise.

Zeitschrift: emo­ti­on
Untertitel: Persönlichkeit Partnerschaft Psychologie
Ausgabe: März 2008
Erscheinungsweise: monat­li­ch
Preis: 3,80 Euro
Zeitschriftenthema: Psychologie/Partnerscharft
Größe der Bildredaktion: Vier Personen
Verlag: Burda Senator Verlag GmbH

Hier heißt es Klasse statt Masse: 36 Fotos von 12 Bildagenturen, mit dabei die teu­ers­ten Agenturen, aber auf Platz Drei wie­der die Microstock-Agentur foto­lia.

Hier die Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Die emo­ti­on nutzt neben den Agenturfotos vie­le Auftragsfotos und Illustrationen. Die Informationen im „Sturz“ sind sehr aus­führ­li­ch. Es sind eini­ge Fotos von Museen ver­tre­ten, die ich nicht zäh­le, da sie nicht zu denen gehö­ren, die eige­ne Bildarchive zur kom­mer­zi­el­len Nutzung eta­bliert haben.

Zeitschrift: Frau im Trend
Untertitel: Die aktu­el­le Info-Illustrierte
Ausgabe: 19/2008
Erscheinungsweise: wöchent­li­ch
Preis: 0,70 Euro
Zeitschriftenthema: Mode/Rezepte/Beauty/Prominente/Ratgeber
Größe der Bildredaktion: Zwei Personen
Verlag: Burda Senator Verlag GmbH

Nun mal wie­der eine Zeitschrift, die zig Agenturen in ihr Heft lässt: 96 Fotos von 46 Agenturen fin­den sich in der unter­such­ten Ausgabe, es domi­nie­ren die RM-Agenturen, aber auch die Microstock-Agentur foto­lia ist ganz oben mit dabei.

Hier die Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Die bei­den „Agenturen“ „Lisa Food“ und „Lisa Blumen“ sind kei­ne Bildarchive im eigent­li­chen Sinne, son­dern hier wur­de wahr­schein­li­ch Bildmaterial der gleich­na­mi­gen Zeitschriften genutzt, wel­che im sel­ben Verlag erschei­nen. Bei „Springer Pics“ bin ich mir nicht sicher, ich ver­mu­te aber, dass das Bildmaterial des Axel Springer Verlags ist.

Zum Schluss wie­der eini­ge klei­ne Zahlenspiele:
Mittlerweile tum­meln sich in mei­ner Tabelle 129 Bildagenturen, die den bis­he­ri­gen Zeitschriften zusam­men 987 Fotos gelie­fert haben. Davon haben ca. 55% nur ein bis zwei Fotos bei­ge­tra­gen. Die fünf häu­figs­ten Bildagenturen sind nun (in die­ser Reihenfolge) Action Press, Getty Images, Corbis, InterTopics und Bulls Press. Zusammen sind sie für knapp 40% der Archivfotos ver­ant­wort­li­ch. Auf Platz sechs folgt übri­gens mit Mauritius die ers­te deut­sche Bildagentur.

Anmerkung des Fotografen Tom Rohwer zu mei­ner Vorgehensweise:

Auftragsfotos (z.B. oft Modestrecken) wer­den nicht gezählt“ – Das ist nicht unpro­ble­ma­ti­sch – so man­ches, was als Credit „action press“ hat, stammt nicht aus dem Archiv oder dem täg­li­chen Angebot, son­dern ist Auftragsarbeit. Wie alle gro­ßen Presse-Fotoagenturen (Gamma, Sipa, Magnum, Contact etc.pp.) machen auch action press-Fotografen über die Agentur Auftragsarbeiten für Redaktionen.

Das erklärt viel­leicht die unge­wöhn­li­ch hohe Zahl der Action Press-Fotos in der „Celebrity“. Allerdings zäh­le ich die­se Fotos trotz­dem mit, da es aus den Bildcredits eben nicht erkenn­bar ist, ob das Foto aus dem Archiv von Action Press stammt oder ein Auftrag war und außer­dem auch in die­sem Fall der Fotograf bei die­ser Agentur einen Vorteil hat, wenn er über sie einen Auftrag erhält.

Übersicht der Marktanalyse:

Teil 1: Fotos von Bildagenturen in Capital, Maxim, Guter Rat, Lisa, Joy

Wer die „Einleitung: Fotos von Bildagenturen in Zeitschriften“ schon gele­sen hat, kann nach dem Foto wei­ter­le­sen, ansons­ten emp­feh­le ich, sich dort einen Überblick zu ver­schaf­fen.

Wieviel Fotos sind von wel­chen Bildagenturen in Zeitschriften vor­han­den? Das will ich hier her­aus­fin­den.

Fangen wir an:

Zeitschrift: Capital
Untertitel: kei­ner
Ausgabe: 05/2008
Erscheinungsweise: zwei­wö­chent­li­ch
Preis: 3,50 Euro
Zeitschriftenthema: Wirtschaft
Größe der Bildredaktion: Zwei Personen (Leiterin: Nicola Düpow)
Verlag: Gruner + Jahr AG & CO

Insgesamt ent­hält die Ausgabe von Capital 30 Fotos von 14 Bildagenturen (ohne Auftragsfotos) und gehört damit zu den Zeitschriften, die sehr wenig Agenturmaterial nut­zen. Mit unge­fähr einem Foto pro Seite ent­hält Capital all­ge­mein wenig Fotos.

Die gerin­ge Anzahl von Agenturfotos erklärt sich wahr­schein­li­ch dar­aus, dass die Bildagenturen in der Regel sel­ten Portraits und Alltagsaufnahmen von Managern haben. Dafür sind vie­le Auftragsfotos im Heft, um die Manager doch abbil­den zu kön­nen.

Hier die Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Wer sich etwas in der Bildbranche aus­kennt, stellt fest, dass Capital nur die bes­ten der bes­ten Agenturen nutzt, nur die Nummer drei der Bildagenturen, Jupiterimages, ist nicht ver­tre­ten. Durch die gerin­ge Anzahl der Agenturbilder hat­te ich kei­ne Probleme bei der Zuordnung.

Zeitschrift: Maxim
Untertitel: Das inter­na­tio­na­le Männer-Lifestyle-Magazin
Ausgabe: 03/2008
Erscheinungsweise: monat­li­ch
Preis: 3,90 Euro
Zeitschriftenthema: Lifestyle/Erotik
Größe der Bildredaktion: Fünf Personen (Foto-Director: Carola Niemann)
Verlag: Axel Springer Mediahouse München GmbH

Die Zeitschrift ent­hält in die­ser Ausgabe 53 Fotos von 16 Bildagenturen. Wie die Capital nutzt die Maxim vie­le Auftragsfotos und von den Agenturen ist eben­falls Corbis klar in Führung.

Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
In der Maxim ste­hen die Fotocredits immer gesam­melt am Ende eines Artikels im „Sturz“, was die Zuordnung der ein­zel­nen Bilder erschwert. Die Zuordnung zu den Agenturen ging jedoch pro­blem­los.

Zeitschrift: Guter Rat
Untertitel: Das unab­hän­gi­ge Verbraucher-Magazin
Ausgabe: 03/2008
Erscheinungsweise: monat­li­ch
Preis: 1 Euro
Zeitschriftenthema: Verbraucherberatung
Größe der Bildredaktion: Eine Person (Nadja Eisenreich)
Verlag: SUPERillu Verlag

Die Zeitschrift ent­hält 68 Fotos von 18 Bildagenturen.

Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Auffällig im Vergleich zu den vori­gen bei­den Zeitschriften ist, dass sehr vie­le deut­sche Agenturen genutzt wer­den. Wegen der vie­len Produkttests im Magazin sind zusätz­li­ch sehr vie­le Hersteller-Fotos im Heft. Ein Foto mit dem Credit „Globus“ konn­te kei­ner Agentur ein­deu­tig zuge­ord­net wer­den.

Zeitschrift: Lisa
Untertitel: Das jun­ge Magazin – infor­ma­tiv und vol­ler Ideen
Ausgabe: 10/2008
Erscheinungsweise: wöchent­li­ch
Preis: 1 Euro
Zeitschriftenthema: Aktuelles/Mode/Freizeit/Rezepte
Größe der Bildredaktion: Vier Personen (Leitung: Jürgen Socha)
Verlag: M.I.G. Medien Innovation GmbH

Lisa ent­hält 108 Fotos von 33 Bildagenturen.

Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Durch vie­le Rezepte und Wellness-Beiträge im Heft ergibt sich die Dominanz der Food-Agentur und des Jahreszeiten Verlags. Letzterer ver­kauft übri­gens Fotos aus den Verlagspublikationen zur Weiterverwertung an ande­re Medien. Die Fotocredits hier sind sehr aus­führ­li­ch und oft mit Fotografennamen ver­se­hen, durch die Nennung von bis die drei Agenturnamen fiel mir die Zuordnung teil­wei­se schwer. Zusätzlich gibt es noch vie­le Herstellerfotos, Auftragsfotos hin­ge­gen fast kei­ne. Ein Foto mit dem Credit „12stock“ konn­te kei­ner Agentur ein­deu­tig zuge­ord­net wer­den.

Zeitschrift: JOY
Untertitel: Das Trendmagazin für Frauen
Ausgabe: März 2008
Erscheinungsweise: monat­li­ch
Preis: 1,80 Euro
Zeitschriftenthema: Celebrity/Beauty/Mode
Größe der Bildredaktion: Drei Personen (Leitung: Dirk Hajek)
Verlag: Marquard Media AG

Joy benutzt 136 Fotos von 32 Bildagenturen.

Liste der Agenturen, sor­tiert nach Häufigkeit der Fotos:

Bemerkungen:
Der deut­li­che Schwerpunkt von JOY bei den Agenturfotos liegt bei Celebrity-Fotos und Paparazzi-Bildern, wes­halb die ers­ten vier Agenturen auch Spezialagenturen für die­se Themen sind. Auch wenn die Zeitschrift sehr vie­le Agenturfotos nutzt, gibt es vor allem bei den Modestrecken und Beauty-Tipps vie­le Auftragsarbeiten. In der Regel wer­den nur die Agenturnamen, nicht die Fotografennamen genannt. Ein Foto mit dem Credit „Bliss“ konn­te kei­ner Agentur ein­deu­tig zuge­ord­net wer­den.

Noch eini­ge will­kür­li­che Zahlenspiele:

  • Die bei­den größ­ten Agenturen Corbis und Getty Images sind die ein­zi­gen, die von allen fünf Zeitschriften genutzt wur­den. AP, dpa und Laif wur­den in vier Zeitschriften genutzt.
  • Insgesamt sind in den fünf Zeitschriften 395 Fotos von 66 Agenturen ver­tre­ten. Das macht im Schnitt 79 Fotos von 13 Agenturen pro Zeitschrift.

Übersicht der Marktanalyse: