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Stockfotografie-News 2012-11-09

Es ist wieder eine Weile her, deswegen wird es Zeit, einen Überblick über die Änderungen im schnelllebigen Bildermarkt zu gewinnen. Schauen wir uns die News mal im Detail an:

  • Die Firma Nik Software wurde von Google aufgekauft. Das ist deshalb interessant, weil die Produkte aus dem Hause Nik wie der Nik Sharpener oder die Rauschreduzierung Dfine oder deren Filter zum Standard-Workflow vieler Profifotografen gehören. Die Befürchtungen vieler Kunden ist, dass Nik im großen Produktportfolio von Google untergehen wird. Wer werden sehen, ob sich das bewahrheitet.
  • Endlich: Ich hatte schon vor über anderthalb Jahren davor gewarnt und endlich scheint auch Depositphotos ein Einsehen gehabt zu haben (wenn bestimmt auch nicht wegen meines Artikels): Deren unsäglich billiges SMS-Download-Angebot wurde jetzt wegen zu geringer Rentabilität eingestellt.  Damit gibt es einen Grund weniger, dort seine Bilder nicht hochzuladen.
  • Wer noch keine Weihnachtsgeschenke hat, den wird vielleicht die aktuelle Canon Cash-Back-Aktion* für viele Objektive und Kameras interessieren. Nur bis zum 20.01.2013.
  • 90% Anteil für die Urheberrechtsinhaber: Das verspricht Kim Schmitz Musikern bei seinem kommendem Dienst „Megabox„. Ob der Mann mit seinen zwielichtigen Geschäftspraktiken noch genug Vertrauensvorschuß besitzt, um damit Erfolg zu haben?
  • Seit paar Wochen werden die Aktien der Bildagentur Shutterstock offiziell an der Börse gehandelt. Die Kurse sind bisher deutlich stabiler als bei der überzeichneten Facebook-Aktie.
  • Dreamstime akzeptiert seit paar Tagen digitale Model-Verträge bestimmter Apps und erlaubt auch das Hochladen von Handy-Fotos in die Kategorie „Mobile“.
  • Wie viel ist der Deutschen Post ein Briefmarkenmotiv wert? Das kann sich jetzt jeder selbst ausrechnen, denn das Motiv der Sondermarke „In Deutschland zu Hause“ wurde hier bei iStockphoto gekauft.
  • Die Macrostock-Agenturen haben ihren Umgang mit den Niedrigpreisen noch nicht ganz gefunden: Die Agentur Masterfile stellt ihr neues Abo „50/50“ vor, mit dem 50 Bilder pro Monat für 50 Dollar gekauft werden können.
  • Die deutsche Macrostock-Agentur Mauritius Images hingegen hat ihre vor ca. drei Jahren gestartete „Bestprice Kollektion“ anscheinend wieder eingestellt, nachdem eine Senkung der Bildpreise vor einem Jahr keinen Erfolg brachte.
  • Auf der anderen Seite führt die Microstock-Agentur Veer eine neue Premium-Kollektion namens „Veer Royale“ mit anfangs ca. 7000 Bildern ein. Der Sinn erschließt sich mir nicht ganz, denn die Preise bleiben gleich und die Motive sind teilweise auch bei anderen Microstock-Agenturen zu finden.
  • Der Stockfotograf John Lund hat in seinem Blog wieder einige spannende Umsatzzahlen geteilt. Daraus lässt sich erreichnen, dass er allein mit seinen 100 bestverkaufendsten Bildern (von insgesamt über 8000 Motiven) ca. 7600 Euro im Monat einnimmt. Sehr beeindruckend – und motivierend.
  • Ein Veranstaltungshinweis für Branchen-Neulinge: Der BVPA veranstaltet am 30.11.2012 ein „Grundlagen-Seminar für Bildagentur-Mitarbeiter“ in Hamburg.
  • Vor einem halben Jahr hatte ich im Blog auf Pinterest geschimpft und das Geschäftsmodell des Musik-Streamingdienstes Spotify als lobenswerte Alternative angeboten. Fairerweise muss ich jetzt anmerken, dass Spotifys Geschäftsmodell anscheinend doch (noch?) nicht ganz ausgereift ist. Gut analysiert das Basic Thinking hier, Genaueres gibt es in deren Artikel enthaltenen Link zu PrivCo.
  • Wie arbeite ich am besten mit Models? Einen Gastbeitrag von mir zum Thema gibt es bei der Fotocommunity zu lesen.
  • Außerdem bin ich jetzt bei Instagram. Wer sehen will, was ich fotografiere, wenn ich damit kein Geld verdienen muss, kann mir hier folgen.

Wenn ich was übersehen haben sollte, sagt in den Kommentaren Bescheid.

* Affiliate

Stockfotografie-News 2010-09-17

Oh, da lasse ich mal einen Monat die News ausfallen, weil es drunter und drüber ging und auf einmal liegt hier ein großer Stapel wichtiger Meldungen. Also Ärmel hochkrempeln und durcharbeiten.

  • Die wichtigste Meldung kommt von istockphoto und habe ich hier im Blog schon gesondert erwähnt. Aber damit niemand sagen kann, er hätte es nicht gewußt, hier als Wiederholung: istockphoto senkt die Fotografenhonorare auf ein historisches Bildermarkt-Tief von 15%! Nächste Woche schreibe ich noch einen ausführlicheren Artikel, was ich davon halte und für welche Reaktion ich mich entschieden habe.
  • Passend dazu meldet der Profi-Fotograf John Lund in seinem Blog, dass seine Umsätze bei Getty Images und Corbis sinken.
  • Ebenfalls passend dazu lässt die istock-exklusive Fotografin Angela Sorrentino ihre Umsatzzahlen auf den Effekt der geplanten Honoraränderung analysieren. Mit ungünstigem Ausgang.
  • Immer noch passend: Dreamstime bietet bis zum 15. November Fotografen, die bisher bei einer anderen Bildagentur exklusiv vertreten waren, einen Upload-Bonus von $0,20.
  • Auch noch passend: Getty Images startet jetzt ein Affiliate-Programm, mit dem Bildkäufer geworben werden können. Die Werber erhalten dann 15% des Verkaufspreises bei Neukunden und 7% bei Bestandskunden. Da frage ich mich: Ist ein Bewerber eines Bildes genausoviel wert wie der Fotograf eines Bildes?
  • Noch 1x istock, dann ist aber gut für heute: Die angekündigte „Agency Collection“ von istockphoto wird jetzt hochgeladen. Die neuen Bilder erkennt ihr daran, dass unter dem Foto-Titel eine blaue Kamera angezeigt wird. Demnach bewegen sich die Preise für die neue Kollektion zwischen 55 und 200 Credits (ca. 57 bis 208 Euro). Interessanterweise gibt es das gleiche Foto in den kleinsten Größen bei Getty Images sogar günstiger.

    Um den alteingesessenen istock-Fotografen die Angst vor der neuen Bild-Konkurrenz zu nehmen, wurde behauptet, die neuen Bilder seien nur Nischen-Motive, welche die bestehenden Fotos gut ergänzen würden. Wer sich die Bilder anschaut, wird jedoch merken, dass es eher durchschnittliche Motive sind, die durchaus in Konkurrenz zum bestehenden istock-Portfolio stehen.
  • Nachdem BigStock vor kurzem ein Tax Center zur Steuerverwaltung eingerichtet hat, hat nun auch Dreamstime ein solches Tax Center. Wer das nicht ausfüllt, kann eventuell Steuernachteile erhalten.
  • Shutterstock lässt nun auch die Bildbeschreibung als relevantes Kriterium in die Suchergebnisse einfließen. Ich bin unschlüssig, ob ich das gut oder schlecht finden soll: Wenn alle Fotografen richtige Bildbeschreibungen eingeben, wäre es eine Verbesserung der Suche, andernfalls kann es die Ergebnisse auch verwässern und das System öffnet eine weitere Möglichkeit zum ungeliebten Keyword-Spamming.
  • Photoshelter bietet eine aktualisierte Ausgabe ihres kostenlosen PDFs „SEO for Photographers“ an, mit dem Fotografen ihre Webseite so verbessern können, dass sie von Suchmaschinen besser gefunden wird.
  • Fotolia ändert den Umgang mit nicht verkauften Fotos. Wenn ein Foto in den letzten zwölf Monaten nicht verkauft wurde, wird der Credit-Startpreis auf 1 Credit gesenkt. Wenn ein Foto dann fünf Mal runtergeladen wurde, können die Credits wieder raufgesetzt werden. Da es nur exklusive und kaum verkaufte Fotos betrifft, deren Startpreis höher als 1 Credit ist, betrifft diese Regelung nur wenige Fotografen.
  • Und nicht vergessen: Nächste Woche ist die Photokina-Messe in Köln. Am nächsten Freitag um 11 Uhr halte ich dort einen kostenlosen Vortrag zum Thema „Was macht ein gut verkäufliches Foto aus?“ und es gibt dort zwei andere Möglichkeiten, mich zu treffen.
  • Schon im Vorfeld finden in ganz Köln unzählige Fotoausstellungen statt. Wer schon in der Stadt ist, sollte die Chance nutzen…

Habe ich im letzten Monat noch weitere wichtige News verpasst? Dann bitte in den Kommentaren nachtragen.