Warum die neuen Filter von Google Bildagenturen bedrohen können

Ich sage es schon eine Weile, dass die größte Änderung im Stockfotografie-Markt vermutlich von einer Seite kommen könnte, die einige gar nicht im Blick haben.

Ich meine Technologiekonzerne, allem voran die – nicht nur – Suchmaschine Google. Viele vergessen, dass auch Bildagenturen wie Shutterstock, iStock und Fotolia in erster Linie Technologiefirmen sind, die mehr oder weniger zufällig eben mit der Ware „Bilder“ handeln. Genauso gut könnten sie auch Musik, Texte, Code-Schnipsel, Schulungsvideos und so weiter verkaufen. Agenturen wie Envato oder Pond5 versuchen das ja auch und auch Shutterstock hat kürzlich mit Skillfeed einen Marktplatz für Tutorials ins Leben gerufen. Den alteingesessenen Macrostock-Agenturen haben diese Firmen ganz schön zugesetzt, weil plötzlich viel Know-How ins aus unerwarteter Richtung ins Spiel kam.

Was bisher geschah…

Aber zurück zu Google. Schon 2009 schrieb ich, dass die neu eingeführte Google Bildersuche (heute als „Google Images“ bekannt), die Stockfotografie verändern würde. Schon kurz darauf waren die Suchergebnisse bei Google Images deutlich besser als von TinEye, um gleiche Bilder im Netz zu finden. Vor ziemlich genau einem Jahr wurde ein geheimer Deal zwischen Getty Images und Google bekannt, der auf jeden Fall zeigt, dass Google der Bildermarkt bekannt ist. Ca. ein halbes Jahr später führte eine grundlegende Layout-Änderung bei der Google Bildersuche zu ersten Umsatzeinbrüchen bei Bildagenturen.

Die letzte Ankündigung reiht sich damit fast nahtlos in eine Entwicklung ein, die immer bedrohlicher für Bildagenturen ist.

Was neu ist…

Google veröffentlichte vor paar Tagen eine neue Filter-Möglichkeit für die Bildersuche, bei der Bilder nach bestimmten Verwendungszwecken gefiltert werden können. So „neu“ ist die Funktion zwar nicht, denn sie ist seit ca. vier Jahren bekannt, aber bisher war sie sehr gut in den Tiefen eines Untermenüs versteckt.

Hierarchisch geordnet sehen die angebotenen Filtermöglichkeiten so aus:

  • nicht nach Lizenz gefiltert
  • zur Wiederverwendung gekennzeichnet
  • zur kommerziellen Wiederverwendung gekennzeichnet
  • zur Wiederverwendung mit Veränderung gekennzeichnet
  • zur kommerziellen Wiederverwendung mit Veränderung gekennzeichnet

Jetzt können diese Optionen relativ sichtbar unter dem Suchfeld bei „Suchoptionen/Nutzungsrechte“ eingeblendet werden.

Im Hinblick auf diese Neuerung werden aktuell hauptsächlich zwei Aspekte diskutiert. Die Genauigkeit dieser Filter sowie die langfristige Änderung von Suchgewohnheiten.

Wie genau die Nutzungsrechte gefiltert werden…

Aktuell speisen sich die meisten Bilder, welche überhaupt gefiltert werden, aus dem Pool von Flickr, Wikipedia, Deviantart, Fotocommunity und einigen anderen „Crowd Sourcing“-Bilderseiten.

Kritiker werfen unter anderem ein, dass die angezeigten Filter einerseits nicht genau genug sind, andererseits nicht dem üblichen „Branchenslang“ entsprechen (was angesichts der Verwirrung um Begriffe wie „lizenzfrei“ vielleicht sogar besser ist) und Google natürlich auch keine Haftung übernimmt, ob die Lizenzen korrekt vergeben wurden.

So behauptet Google gerne, dass ein Creative-Commons-Bild, welches unter die „CC BY-SA 2.0„-Lizenz gestellt wurde (Namensnennung und Wiedergabe unter gleichen Bedingungen), „zur kommerziellen Wiederverwendung gekennzeichnet“ wäre. Das ist zwar insofern korrekt, dass solche Bilder ausdrücklich kommerziell genutzt werden dürfen, aber eben nur, wenn der Urheber genannt wird und das Endprodukt (zum Beispiel die Werbeanzeige oder das Computerspiel mit dem Bild im Einsatz) ebenfalls mit der „CC BY-SA“-Lizenz veröffentlicht wird. Das sind praktisch so gravierende Einschränkungen, dass der (unabsichtliche) Missbrauch von CC-Lizenzen damit eher zunehmen als abnehmen wird.

Außerdem wissen die meisten Leute eben nicht, dass die Nutzungsrechte nur ein rechtlicher Aspekt bei der legalen Bildnutzung sind. Sind Personen auf dem Bild, müssen zusätzlich auch die Persönlichkeitsrechte der Person beachtet werden, es gibt noch den Patentschutz, Markenschutz, Designschutz und so weiter.

Tatsächlich halte ich das Problem aber für beherrschbar, weil Google durch seine ausgefeilten Algorithmen die Bilderkennung mittlerweile sehr gut beherrscht und sicher immer noch besser darin werden wird. So wäre es bestimmt technisch leicht lösbar, bei identischen Bildern an mehreren Stellen im Netz automatisch immer die strengstmögliche Nutzungskennzeichnung anzunehmen. Wenn also eine Bildagentur ein Bild mit Wasserzeichen veröffentlicht und jemand das Bild illegal bei Flickr als „Public Domain“-Bild einstellen würde, könnte Google – technisch gesehen – bestimmt schnell erkennen, dass es eigentlich urhebergeschützt ist. Wenn sie es nicht jetzt schon so machen.

Beunruhigender finde ich den zweiten Aspekt:

Wie sich die Suchgewohnheiten ändern können…

Wir leben – nicht nur digital – in einer Filterblase und nehmen die Umwelt um uns herum nach bestimmten Kriterien wahr. Jemand, der in der Bilderbranche arbeitet, sieht überall Stockfotos und erkennt seine Models wieder, während Menschen mit anderen Berufen die meisten Motive spätestens nach paar Sekunden wieder vergessen haben. Deshalb denken wir Stockfotografen auch, dass viele Leute ja Bildagenturen kennen müssten, wo sie Fotos günstig einkaufen können. Unter dem Strich wissen jedoch mehr Menschen nicht, dass Bildagenturen existieren und was diese verkaufen als andersrum. Wer auf der Suche nach Bildern ist, geht viel häufiger zu Google und schaut sich dort die Ergebnisse an.

Deswegen geben Bildagenturen auch sehr viel Geld aus, um entweder direkt bei Google Werbung zu schalten oder indirekt, um mittels ausgefeilter SEO-Maßnahmen die eigenen Bilder in die obersten Reihen der Google-Bildersuche zu drücken. Das funktionierte lange sehr gut, bis Google, wie erwähnt, das Layout umstellte. Jetzt geht Google noch einen Schritt weiter. Sobald der Bildsucher auch nur nach irgendeiner Lizenz sucht, fallen praktisch alle Agenturbilder, egal ob Microstock oder Macrostock, aus dem Raster. Übrig bleiben Amateurbilder.

Das kann einerseits dazu führen, dass auch professionelle Bildkäufer sich vermehrt bei den kostenlosen Bildern bedienen. Das wiederum schwächt die Profis, wenn sie nicht in der Lage sind, sich durch Motivwahl, Qualität oder andere Unterschiede von den Hobbyfotos abzugrenzen.

Andererseits lernen vielleicht weniger Menschen, die noch keine Bildkäufer sind, überhaupt Bildagenturen kennen und gewöhnen sich daran, dort bequem und rechtssicher Fotos lizenzieren zu können. Denn wie die meisten Bildagenturen bestätigen werden, ist eine der größten Trafficquellen jeder Agentur die Google Bildersuche. Gewesen, müsste ich in Zukunft vielleicht schreiben müssen.

Was ebenfalls passieren könnte…

Es könnte sein, dass Google mit dem Nutzungsrechte-Filter die Bildsucher auch dafür sensibilisieren will, dass nicht jedes Bild einfach beliebig genutzt werden darf. Wenn das klar ist, erscheint logischer, dass für eine Nutzung was gezahlt werden müsste. Wenn jetzt Google Rechteinhabern anbieten würde, ihre Bilder ebenfalls unter „für kommerzielle Weiterwendung gekennzeichnet“ anzuzeigen und ein kleines Warenkorb-Symbol unter das Foto packt, damit klar ist, dass für diese Fotos eine kleine Gebühr bezahlt werden muss, wäre das für die Bilderbranche eine Revolution.

Abwegig wäre es keinesfalls. Google verkauft über den Playstore schon eine Weile digitale Inhalte, hat das Vertriebsnetz und die Bezahlmöglichkeiten also praktisch getestet. Google hätte von allen Bildagenturen von Anhang an die größte Nutzerbasis. Google hat das technische Know-How, um doppelte Bilder wegzufiltern, ähnliche Bilder anzubieten, Keyword-Vorschläge zu machen und so weiter. Selbst für die Rechteinhaber, also die Fotografen oder Grafikdesigner, wäre ein Angebot von Google verlockend: Immerhin nimmt Google Play nur 30% Kommission von den Anbietern, während es bei iStock bis zu 85% sind.

Die Leidtragenden wären die bisherigen Bildagenturen. Der Markt bleibt also sehr spannend.

Was sagt ihr? Wie könnte Google den Bildermarkt umkrempeln?

36 Gedanken zu „Warum die neuen Filter von Google Bildagenturen bedrohen können“

  1. Hallo Robert,

    wiedermal ein fettes Dankeschön für dein Aufklärung!

    Die Gefahr ist zwar da, ich sehe das jedoch nicht so kritisch. Ich habe spaßeshalber die Suche für meinen Produktionsbereich ausprobiert und unter kommerziellen Verwendung nichts aber auch gar nichts brauchbares gefunden. D.h. meiner „Kundschaft“ hätte die Suche nichts gebracht. Das kann sich natürlich langfristig ändern, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand langfristig für Nichts arbeitet…

    Sollten vermehrt unlizenzierte Bilder (z.B. mit Wasserzeichen) unter kommerzielle Verwendung angeboten werden, würde es auch zu mehr Abmahnungen führen – was wiederum auf Google zurückfallen könnte. Ich sehe das hier sogar eher positiv. Ab und zu mahne ich auch ab und die Begründung ist oft „Bild wurde bei Google gefunden“ – die Menschen denken, Bilder bei Google darf man gratis nutzen. Mit der neuen Suche würden die Nutzer eher sensibilisiert und vielleicht wird dann auch weniger „geklaut“.

    Und ob ich meine Bilder bei Fotolia, Shutterstock oder Google-Playstore anbiete – solange ich Geld bekomme, ist das mir egal.

  2. Ist mir mittlerweile schon egal…

    Mein Problem ist, das etliche Zeitungen, die die Bilder bei mir direkt kaufen diese einfach in der vollen Auflösung auf Ihre Webseiten stellen. Da diese auf Grund Ihrer Größe auch sehr gut gelistet sind, sind viele meiner Bilder auf der ersten Bildtrefferseite von Google. Da ist dann die volle Auflösung mit einem Klick zum downloaden. Warum soll da jemand auf die Zeitungsseite weiterklicken? Und wenn schon mal einer weiterklickt: von einer Zeitung kann man das Bild ja runterladen. Oder nicht?

  3. Es wird wohl eher den Microstock betreffen und Bildsucher aus dem privatem Umfeld, bzw. Web Programmierer ansprechen, weniger die Bildagenturen die werblich oder redaktionell verkaufen, die
    Agenturen die Ihren Markt bei einer noch besser bezahltenden Kundschaft suchen kann es also egal sein.

  4. @RobertMeins: Naja… Wenn es um eine große Kampagne für eine Firma geht sicher. Im Bereich von kleinen Einmann-Firmen: Mal sehen.

    Man soll Google aber auch nicht nur verteufeln. Ich hatte heute eine Anfrage von einer Caritativen-Organisation, die eines meiner Bilder auf einer Zeitungsseite in der Google-Bildersuche gefunden hat, und es jetzt (zu einem guten Preis) gekauft hat. Ist also Fluch und Segen. Die Frage ist nur was überwiegt…

  5. Hallo Robert ,
    du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Google könnte die größte Bildagentur der Welt werden. (Was mir ein wenig Angst macht)
    Und erhrlich gesagt, warte ich darauf eigentlich schon lange.

    Google hat einen guten Suchalgorithmus, eine automatische Vervollständigung von Suchanfragen
    und die Rechenpower um alles in den Schatten zustellen, was sich heute Bildargentur nennt.
    Ganz zu schweigen von Gesichtserkennung (zb. in Picassa).

    Sie können auf riesige Datenmengen (Google Analytics) und Suchanfragen zurückgreifen von denen Fotolia und Co. nur Träumen können.

    Heutzutage geht es nicht mehr nur um den Preis der Bilder, sondern um die Zeit, bis ich ein passendes Bild gefunden habe und es bezahlen kann.
    Bei 25-30 Millionenbildern in den Argenturen gibt es fast keine Nieschen mehr, es geht darum, dass der Kunde sein persönliches Lieblingsbild sofort findet und sich nicht durch
    hunderte Seiten klicken muß.

    Wenn ich nur dran denke was Fotolia für Übersetzungsprobleme bei den Keywords hat .
    Und es im Fotoliaforum einen Thread gibt, in dem Fotografen
    falsche Übersetzungen sammlen und dann an Fotolia senden…

  6. Die Gefahr, dass Google eine eigene Bildagentur gründet, sehe ich nicht direkt. Allerdings ist der digitale Bildermarkt seit über einem Jahrzehnt ständig in Veränderung. Wobei Google einen Teil an der Entwicklung beigetragen hat.
    Die Kunden sind ja oft durch Google zu Kunden bei den Microstock Agenturen geworden. Viele Bilder sind zuerst bei Google gefunden worden und dann erst bei den Mikros gekauft worden.
    Das Problem sehe ich jetzt weniger als verstärkte Konkurrenz, sondern als digitales Rauschen.
    Mit der steigenden Nutzung von Smartphones wird die Bilderflut enorm zu nehmen. Das ist jetzt keine direkte Konkurrenz zu Microstock. Aber die Google Bilder Suche spuckt immer weniger Stockfotos aus.
    Das wäre vielleicht kein Problem wenn der Stockfoto Markt noch wachsen würde. Aber der weltweite Umsatz bei Stockfotos dürfte irgendwo bei 1,6 Milliarden Dollar stagnieren. Zum Vergleich, alleine mit Hochzeitsbildern werden alleine in den USA fast 4 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.
    Bei einem Markt, der nicht mehr wirklich wächst, die Zahl der Anbieter steigt, die Anzahl der Bilder steigt. Da ist es wahrscheinlich ein Problem, wenn die wichtigste Suchmaschine die Microstock Fotos im digitalen Rauschen untergehen lässt.

  7. Ich seh jetzt nicht soo die Gefahr.
    Wir Fotografen können unsere Bilder mit Wasserzeichen vesehen.
    Es gab hier auf Roberts Blog ja schon mal eine Diskussion über Wasserzeichen ja/nein. Wenn über die Google-Suche hier finanzielle Verluste eintreten, wird sich die Diskussion über die Ästhetik eh schnell erledigt haben und die Wasserzeichen werden normal werden.

    Die Agenturen, an denen wir unsere Fotos geben müssen eben selbst Lösungen finden. – Aber auch bei den Agenturen, wird Google keine HiRes Daten anzeigen können.

    Anspruchsvolle und seriöse Bildverwerter werden sich sicher nicht über Google bedienen. Die Gefahr rechtlich belangt zu werden, weil der Algorhytmus von Google irgend einen Fehler zu den Rechten ausspuckt ist zu groß.

    Wie es bei den Microstock Kunden aussieht, kann ich nicht beurteilen. Ich kenne eine kleine Werbeagentur, die sich dort bedient. Aber auch die wird es sich nicht leisten Bilder über Googel zu besorgen, wenn nicht die Situation der Rechte klar ist.

    @Landkartenfabrik: Doch es gibt noch sehr große Lücken bei den Agenturen, auch und besonders bei den Microstock. Ich hatte heute erst wieder ein Telefonat mit einem Chef einer Bildagentur über dieses Thema. Gefragt sind authentische, echte Bilder mit wirklichen Menschen und nicht mit Modells. Geb mal den Begriff „Bäuerin“ bei fotolia ein und zeig mir ein Foto, auf dem eine echte Bäuerin abgebildet ist. Die Frauen, die dort erscheinen wirken so, als wären sie zum ersten Mal auf einem Bauernhof. Hier findet gerade ein Umdenken in den Redaktionen statt. Authentizität wird immer wichtiger.

  8. @ebaer: Mit der Bäurin in den Agenturen hast Du sicher recht. Aber gib das mal in Google ein – und schon hast u die Bilder.

    Das Problem sind ja nicht Bilder mit Wasserzeichen. Aber: wenn ein Kunde Dein Bild gekauft hat – der stellt es nicht mit Wasserzeichen ins Web! Und wenn Dein Kunde eine große deutsche Zeitung ist, wird es auch relativ weit vorne zu finden sein. Und wie ich oben schon geschrieben haben – die stellen die Bilder knallhart auch mit der vollen Auflösung ein. Schlimm – aber Tatsache.

    Anspruchsvolle Bildsucher werden es auch nicht viel nutzen können. Da bin ich ganz bei Dir. Oder sie fragen dann bei Dir/der Agentur nach und kaufen es. Hatte ich heute ja. Ich habe es ja schon mal irgendwo geschrieben, dass mein Bestseller in etwa doppelt sooft im Netz ist wie verkauft… Ist halt die Frage wo „anspruchsvoll“ anfängt.

    Aber man wird damit Leben müssen. Ist nun mal der Lauf der Zeit. Microstock habe ich ja auch überlebt. 🙂

  9. Das Gerücht, Google wolle in den Bildermarkt einsteigen, existiert schon einige Jahre. Google hat technisch sicherlich viel zu bieten, auch Kapital wäre kein Problem. Was jedoch noch nicht erwähnt wurde:

    A. Fotos spielen sich nicht von selber ein. Zunächst braucht es erfahrene Bildredakteure, welche die Spreu vom Weizen trennen und wissen, welches Fotos in der Suche nach Vorne müssen. Außerdem Uploadmechanismen, Bezahlfunktionen, Redaktionszugänge mit späterer Bezahlung, Partneranbindungen (Picturemaxx z.B.)und Sortierfunktionen anderer Form als bei Google. Das kostet alles sehr viel Zeit und Geld und amortisiert sich nur langsam.

    B. Die richtige Bildauswahl muss vorhanden sein. Leute wie Robert zum Beispiel müssen im Vorfeld schon gewonnen werden. Wer mit der falschen oder einer enttäuschenden Bildmenge startet, wird es schwer haben, denn der erste Blick des Kunden ist oft entscheidend. Es sei hier nur an das Projekt Polylooks der Deutschen Telekom erinnert, über welches ich ein Liedchen singen könnte aber nicht werde 😉 Kapital alleine, ist jedenfalls noch kein Garant für den Erfolg.

    C. Bildkäufer erwarten Support. Dieser ist schon aufgrund der oft schwer nachvollziehbaren Lizenzen (RF, Merchandising, Common License, RM) unbedingt erforderlich. Ich muss also Menschen ausbilden und einstellen und zwar bitte (als Google) dann gleich in allen Sprachen der Erde. Diese ganzen Ausgaben mit 30% Honoraranteil zu bewältigen schafft auch Google nicht. Als kleine deutsche Agentur, können wir uns mit Deutsch und gebrochenem Englisch durchschlagen. Uns verzeihen die Kunden so etwas.

    D. Vielleicht hätte Googles Bildagentur so viel Erfolg, dass irgendwann über 200-300 Mio. Fotos Online wären. Große Agenturen wie Alamy oder Shuttersock nähern sich bereits der 50 Mio. Marke. So absurd das klingt: Dies steigert wieder die Chance für kleine Anbieter. Wenn ich mich durch so viele Fotos klicken muss, kostet das auch Zeit und Nerven.

    E. Google hat ein Quasi-Monopol. Wird dieses ausgenutzt, um eine Branche wie den Bildermarkt zu überrollen, kann dies auch die Kartellwächter auf den Plan rufen.

    F. Wenn ich wie Getty Images nur 20-30% Provision zahle und trotzdem mehrere Millionen Fotos von Partneragenturen erhalten kann, warum sollte dann nicht auch Google sich die Fotos auf diesem einfachen Weg besorgen, anstatt die Fotos alle einzeln von Mitarbeitern mühsam und kostspielig prüfen zu lassen und selber einzupflegen? Dann wären aber die Bildagenturen wieder mit an Bord. Google würde nur künftig mitverdienen und einen Teil der Provision einstreichen. Diese Variante wäre die einfachste, daher würde ich auf diese neue Vertriebsschiene Wetten, wenn ich müsste.

    Naja, das sind nur einige SPONTANE Ideen, SCHNELL aufgeschrieben. Also bitte Fehler oder Lücken in der Kette entschuldigen. Ich wollte nur mal aufzeigen, dass dieses Business nicht so einfach ist, wie es scheint. Dies bedeutet noch nicht, dass die Google Bilddatenbank nicht kommen wird. Wir dürfen gespannt sein…

  10. @Walter: „(zu einem guten Preis) “ – darunter versteht ja jeder etwas anderes – bei mir z.B. fängt der gute Preis bei € 500,– + X an – bei begrenzter Nutzung (Laufzeit, Verbreitung, Abbildungsgröße)

  11. Meiner Meinung wird das nicht nur die Micros betreffen. Aus zwei Gründen. Wenn die Verkäufe nicht steigen, werden bei den Micros meist die Preise erhöht.
    Die Fotografen bei den Micros werden bei sinkenden Verkäufen und steigenden Preisen auch vermehrt (noch) Nischenthemen anbieten. Denn was nicht so Mainstream ist, wie zB authentische Bäuerin, bringt dann bereits ab 2-3 Downloads genug Gewinn um für einige interessant zu sein.
    Ich denke die Bildersprache wird sich dadurch bei den Micros ein wenig verändern. Wenn jetzt der Kuchen nicht größer wird, dann wird das den Makros noch ein wenig am Umsatz weg knabbern.
    Nicht die großen Einbußen, aber doch spürbar.
    Interessant wäre es, wenn Google eine Suche für Agenturbilder anbieten würde. Also ein Filter für RM, traditionelles RF und Mikrostock Bilder.

  12. @max II: „Wenn die Verkäufe nicht steigen, werden bei den Micros “ In einem vorherigen Bericht von Robert konnte man
    gut erkennen, wie schlecht das Rating von FL ist – ähnlich wie das von Griechenland – denke mal es sieht im gesamten Micro so aus, die müssen neue vertriebswege einschlagen um die Umsätze zu erhöhen, sonst fallen denen die Geldgeber weg 🙂

  13. Ich habe das mehr aus der Sicht der Fotografen gesehen. Die Preise steigen ja jedes Jahr, die Verkäufe werden weniger. Bei den Mikros wurde bisher versucht mehr den Mainstream ab zu decken. Ein Foto sollte möglichst gegnerisch sein, um sich so oft wie möglich zu verkaufen. Wie viele Fotografen gibt es zB bei istock noch mit einem Verhältnis , Verkäufe zu Portfolio Größe von über 10.
    Wenn man als Fotograf davon ausgehen kann, das sich ein Bild im Durchschnitt nur 2-3 mal verkauft. Dann ist es für die kleineren Produzenten kein Nachteil statt Mainstream, mehr authentische Bilder zu machen.
    Ich glaube das wird in 2 Richtungen gehen. Extreme Massenproduktion wie Yuri mit 4000 Bildern im Monat, oder mehr authentische Bilder. Bei großen Produktionsmengen werden die Kosten pro Bild geringer sein. Ein kleiner Produzent kann da nicht mit halten.
    Es kann natürlich auch anders kommen, aber ich glaube die logische Entwicklung wird in so eine Richtung gehen. Wenn sich Mainstream nicht mehr für jeden auszahlt, wird es auch nicht mehr jeder machen. Es geht jetzt nicht darum, was besser ist. Es wird immer schlechter. Aber nicht so schlecht, dass es sich nicht mehr aus zahlen würde.

  14. @Walter: „Mit der Bäurin in den Agenturen hast Du sicher recht. Aber gib das mal in Google ein – und schon hast u die Bilder.“

    Äh, in welchem Google bist Du?
    „Bäuerin“ mit „zur kommerziellen Wiederverwertung“ bringt bei mir gerade mal 29 Ergebnisse. Die Hälfte davon historische sw Fotos, fast der ganze Rest Gemälde. (Über Model-Release reden wir gar nicht erst…)

    Mit den „authentischen Bildern“ ist es doch auch so: Vieles davon kann nicht als RF angeboten werden und fällt damit für den Microstock-Bereich weitgehend aus. Jedenfalls wenn man „authentisch“ ernst nimmt und nicht doch wieder alles clean retuschiert wegen fehlenden PR.

  15. Robert Meins: „…denke mal es sieht im gesamten Micro so aus“ Nun, Shutterstock hat eine recht markante Wertsteigerung an der Börse hinter sich und die Bewertug sieht, diplomatsich formuliert, im Gegensatz zu Fotolia, gesund aus. Bedaure es sehr, dass ich nicht sofort mit einigen Aktien eingestiegen bin.

  16. @Manfred: Ich habe nicht nach “zur kommerziellen Wiederverwertung” gesucht, weil das tun die meisten Bilderklauer auch nicht. ;-). Für mich ging es dabei um Bilderklau. Sonst wäre Google keine Gefahr, sondern ein Werbemedium, wie es ja auch sein kann (siehe oben meinen Verkauf deswegen.
    Ich gebe Dir völlig recht, dass man „authentische“ Bilder nicht wirklich leicht für Micro machen kann. Die entstehen meistens bei Reportagen, und da dann Releases aufzutreiben ist oft nicht ganz so einfach. Und in dem Moment, wo man das Logo am Traktor wegmachen muss, ist die ganze „Authentiziät“ auch schon wieder dahin.

    Aber der Trend dazu ist da. Shutter hat das ja auch gerade in seiner Info geschrieben, dass es hier sehr viel mehr Suchanfragen gibt als vorher. Vielleicht sehen sich die Leute ja auch gerade etwas von den weißen Hintergründen ab 😉

  17. @roede-orm: Shutterstock hat sich nicht raten/Rating lassen – daher gibt es auch keine Bewertung. Die Aktien fast aller Unternehmen sind gestiegen, was wohl eher an einer lockeren Geldpolitik und damit verbunden niedriegen Zinsen liegt. Wenn Du andere Infos hast, dann verlinke die doch.

  18. Ich sehe diese Entwicklung auch mit einem positiven Auge. Niemand spricht von den Vorteilen von offenen Bildlizenzen GERADE fuer Fotografen.

    Waehrend kommerzielle Verwerter weiterhin oft zur rechtlichen Absicherung fuer Model Release, Lizenzvertrag und aehnliches kostenpflichtige Dienstleister aufsuchen werden, koennen Fotografen in einem breiten Feld zum Mashing oder fuer abgeleitete Produkte auf den Pool der offenen Bilder zugreifen – soweit das Endprodukt wieder eine offene Lizenz tragen darf.

    Ich denke dass im Endeffekt ein Fotoproduzent viel haeufiger mit einer offenen Lizenz arbeiten kann als kommerzielle verwerter.

    Einfaches Beispiel: viele Hochzeitsfotografen koennen Creative CC Material in ihren Arbeiten verwenden, da sie den Inhalt sowieso offen in den Blogs raufladen.

    Die Content Welt veraendert sich nicht nur zum negativen. Andere Branchen haben diese Transformation bereits abgeschlossen und sind auch nicht untergegangen…

  19. @RobertMeins: Ist schon richtig, dass die Börsen im letzten Jahr gut gelaufen sind. Aner nicht jede hatte DIESE Perfomance:
    Kurszeit 17:07:01 Kursdatum 22.01.2014
    Tageshoch 83,21 Eröffnung 83,00
    Tagestief 81,50 Vortag 83,54
    52 W. Hoch 89,00 Volumen (Stück) 15.472
    52 W. Tief 23,31 Marktkapitalisierung (USD) 2,85 Mrd.

    Vor einem Jahr war die Aktie am 52Wochentief. Das sind schon ein paar Prozente Zuwachs.

    Im Vergleich dazu CocaCola:
    Kurszeit 17:24:10 Kursdatum 22.01.2014
    Tageshoch 40,08 Eröffnung 39,98
    Tagestief 39,76 Vortag 39,92
    52 W. Hoch 43,43 Volumen (USD) 0
    52 W. Tief 36,54 Marktkap. (EUR) 129,97 Mrd

    Auch gestiegen…

  20. @Walter: Du mußt auf das KGV schauen – liegt bei 58, damit ist die Aktie brutal überbewertet, solide Werte haben ein KGV von 10-20.

    Der Aktienkurs ist kein Indiez für die Gesundheit.

  21. Noch was zu Shutterstock: „Der Gewinn reduzierte sich unter dem Strich hingegen von 8,7 auf 6,2 Millionen US-Dollar“

    Nur mal zum Vergleich, die Düsseldorfer Bildagentur ZEFA hatte 2004 einen Umsatz von 40 Mio €

  22. @Robert Meins: Komisch, dass Du ausgerechnet Zefa als Beispiel nimmst. Die wurden 2005 dann von COrbis geschluckt und viele Mitarbeiter entlassen. Da half denen der Umsatz auch nichts.

    P.S. Bitte kommentiere nur unter einem Pseudonym im Blog

  23. @RobertMeins: Trotzdem habe ich Shutteraktien. :-).

    Klar ist eine Bildagentur mit 2,8 Milliarden überbewertet. Die Bilder gehören ja mir und den anderen Fotografen die dort einstellen. Die haben „nur“ die Kunden und einige Server. Allerdings habe ich damit (im Vergleich zu manchen anderen) nicht schlecht verdient. Ich habe damals nach dem Motto gehandelt: „Schaufeln verkaufen ist besser als selbst nach Gold zu graben“. Und ich habe eine Stop-Order. Fällt Shutter um 5% ist sie automatisch weg. Dann habe ich immer noch mehr als 100% verdient. Leider bin ich nicht zu Anfang an eingestiegen.

    Und sieh Dir mal das KGV von „Amazon“ an, dagegen ist das von Shutter harmlos.

    Interessant, dass Du UMSATZ mit GEWINN vergleichst. Shutter hat einen GEWINN von 4,6 MIO EURO, Zefa einen UMSATZ von 40 Mio. Wie viel macht Zefa GEWINN?

    Aber egal: Wir entfernen uns hier viel zu weit vom Thema. Leichter wird’s für Agenturen egal ob Micro oder Makro (Mids gibts ja ohnehin nicht mehr) nicht mehr werden. Ob die Bedrohungen nun von Google, Handys oder was immer noch erfunden wird kommen ist egal.

    Ich mache seit 22 Jahren ausschließlich Stock. Da ist sehr, sehr viel passiert – und in den nächsten 22 Jahren wird auch wieder viel passieren. Allerdings spiele ich nur mehr einige Jahre mit… 😉

  24. @RobertMeins: Sorry!

    Habe erst jetzt gesehen, dass Du den Umsatz von Zefa aus 2004 (!) genannt hast. Nun damals hat es keine ernst zu nehmende Micro gegeben, bzw. waren die gerade ganz am Anfang. Wie wir alle wissen, hat sich der Umsatz bei den Makroagenturen in den letzten 10 Jahren nicht gerade sehr gesteigert – oder?

    Also Zahlen von vor über 10 Jahren als Vergleich zu nehmen, wo es die Agentur kurz danach so schon nicht mehr gegeben hat ist ein wenig schwierig.

  25. Also den Umsatz der Macros kann man vielleicht ein wenig nachverfolgen wenn man beim Bundesanzeiger in die Bilanzen der einzelnen GmbHs schaut – mir hilft es bei der Auswahl meiner Agenturen sehr, es ist schon erschreckend, wie viele Bildagenturen geringe Umsätze haben.

    Und wenn man erst einmal seine Bilder in einer insolventen Agentur stecken hat und die damit weiterhin Geld verdienen, bekommt man die Bilder u.U. nicht so einfach raus.

  26. @RobertMeins: Die Bilanzen lasse ich meinen Steuerberater schon seit Jahren checken:
    Siehe meinen Beitrag vom 14. Juni 2012 in diesem Forum:

    >>“Wie weiß man als Fotograf, dass man bei Agentur A gut aufgehoben ist oder nicht besser zu B geht. Deswegen habe ich ja meinen Steuerberater bemüht, weil ich mir einen Wiedereinstieg bei den Makros überlege. Und vielleicht eben bei den falschen Agenturen bin. Es rückt ja klarerweise keine Agentur Zahlen über Verkäufe, Umsätze etc. heraus. Und im Gespräch sind alle nett.“>>

    Daher kenne ich die Zahlen der letzten 6-7 Jahre ziemlich gut. ;-). Und dann verstehst Du auch, warum ich mit einem Vergleich, wo eine der Vergleichszahlen 10 Jahre als ist, ein kleines Problem habe.

    In diesem Beitrag Juni 2012 habe ich auch geschrieben, dass Shutter 2011 einen Umsatz von 120 Mio Dollar gemacht hat. Im letzten Jahr waren es knapp 200 Mio. Ist für 2 Jahre keine schlechhte Steigerung. Aber ich kann es ohnehin nicht ändern. Wenn eine Agentur ob klein oder groß, Micro oder Makro in die Pleite schlittert, ist es so. Wirklich arm sind dann nur Profis, die bei dieser Agentur exklusiv sind. Für Amatuer ist es ärgerlich, aber nicht Existenz bedrohend. Und Profis die mehrere Agenturen beliefern nicht SO dramatisch wie für den Exklusiv-Profi.

    Aber das war jetzt wieder am eigentlichen Thema vorbei. Wir können aber gerne in einem eigenen Beitrag darüber diskutieren.

  27. @Walter:
    Eine Steigerung beim Umsatz von Shutter in zwei Jahern um ca. 80% hört sich gut an – aber der Gewinn ist im selben Zeitraum gesunken – 25%, da läuft was schief.

  28. Naja, als Inhaber einer Agentur kann ich Ihnen auch verraten, dass eine geschickte Steuer- und Bilanzpolitik ja gerade darin besteht keine Gewinne auszuweisen. Die werden dann nämlich versteuert. Wenn Sie also nur in die Bilanz schauen, erhalten Sie ein falsches Bild. Den Cash Flow müssten Sie kennen…

  29. @Michael Krabs: Wir können das ja gerne mal anhand der Bilanz von Zoonar hier besprechen, die ist ja öffentlich.

  30. Nein, es reicht jetzt zu dem Thema hier. Bitte die nächsten Kommentare wieder auf den ursprünglichen Artikel beziehen.
    Wer weiterdiskutieren will, kann gerne im Stockfotografie-Forum einen entsprechenden Thread aufmachen…

  31. Interessante Diskussion, leider jetzt erst gesehen. Die generelle Richtung (bzgl. Google, Microsoft etc) könnte schon mal stimmen – allerdings dürfte das Endergebnis etwas anders aussehen. Ich denke auch, dass sich in nicht allzuferner Zukunft der Bildermarkt gravierend verändern wird. Auch werden die Agenturen weiter eine Existenzberechtigung haben – nur in einer abgeänderten Form. Sie werden sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren müssen – in Hauptsache die Selektion. Wahrscheinlich wird deren Anzahl durch Spezialisierung und geringere Verwaltungs- und Marketingkosten, im Vergleich zu heute, sogar zunehmen. Ob das Geschäft für Bildersteller einfacher oder lukrativer werden wird ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum festzustellen. Tendeziell würde ich eine Besserung erwarten, weniger Verwaltung, bessere Informationen was benötigt wird, wahrscheinlich mehr Verkäufe – dagegen werden wohl die Preise weiter fallen, der %tuale Anteil am Erlös aber steigen. Auch schätze ich die Chancen recht hoch ein in Zukunft das komplette Geschäft auf eigene Beine stellen zu können. Ist man einigermaßen etabliert dürfte das Finden und Lizenzieren kein großes Problem mehr sein…

  32. …Immerhin nimmt Google Play nur 30% Kommission von den Anbietern, während es bei iStock bis zu 85% sind.

    naja, wenn der Plan von Google aufgeht, dann werden Sie auch hier irgendwann die Monpolstellung haben – so geschehen schon bei Suchmaschinen. Wer erinnert sich noch an lycos, fireball oder altavista?

    der technische Fortschritt ist schon ambivalent. Auf der einen Seite gibt es wirklich innovative Neuerungen – das stimmt schon. Auf der anderen Seite gibt es durch den technischen Fortschritt dauernd auch neue Geschäftsmodelle, die (über-)morgen schon wieder veraltet sind. Da ist es schwer, auf welches Geschäftsmodell der Fotograf langfristig bauen soll – oder kann er das evtl. gar nicht mehr? Weil nur noch kurzfristige Strategien denkbar sind?

    Gruß randy

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