Blog-Archiv

Geheimer Deal zwischen iStockphoto, Getty Images und Google regt Fotografen auf

Ich wollte schon lange wieder etwas über die Bildagentur iStockphoto schreiben.

Themen gab und gibt es mehr als genug:

Mal war es deren falsche Berechnung von Fotografen-Anteilen beim Fotoverkauf, dann die hohen Gebühren bei der Währungsumrechnung, eine unbrauchbare Best-Match-Suche, die statt Bildqualität vor allem Exklusivität berücksichtigt, dann vielleicht als Entschädigung ein neuer Preisfilter, der exklusive Bilder ausschließt, eine Fake-Seite, welche iStock-Fotos billiger anbietet, dann ein Deal mit Microsoft, der ca. 6000 exklusive iStock-Bilder verschenkt, ohne den Fotografen etwas zu zahlen und so weiter.

Über jeden einzelnen dieser Punkte hätte ich lange Artikel schreiben können. Aber ehrlich: Jedes Mal, wenn ich angefangen habe, kam ein neuer Skandal aus dem Hause iStockphoto und ich wurde überrannt von den Ereignissen, bis der vorige Aufreger lächerlich schien im Vergleich zum neusten Fehler, Patzer oder absichtlichen unvorteilhaften Geschäftsgebaren von iStockphoto. So auch diesmal wieder. Während ich noch nach Details zum Microsoft-Deal recherchierte, platzte die nächste Bombe:

Es scheint, als habe die Bildagentur Getty Images, von denen iStockphoto eine Tochterfirma ist, einen Deal mit Google geschlossen, der es Google erlaubt, über 11.700 Bilder kostenlos im Rahmen von deren Cloud-Dienst Google Drive anzubieten.

Screenshot einer Auswahl der betroffenen Stockfotos bei Google Drive

Schauen wir uns einige Details des Deals genauer an.

Sind nur iStock-Bilder sind betroffen?

Nein. Eine unvollständige Auflistung der Stockfotos, die von Google Drive angeboten werden, findet sich hier. Schätzungsweise 2000 der Bilder besitzt Getty Images direkt, ca. 700 Bilder scheinen von ca, 490-iStock-Fotografen zu kommen, aber auch andere Macrostock-Agenturen, die ihre Bilder über Getty Images vertreiben, sind betroffen, zum Beispiel Blend Images, PhotoAlto, Image Source, Westend61, Zoonar, Tetra Images, Moodboard, Sodapix und so weiter. Es betrifft also nicht nur zweitklassige “Ramschbilder”, sondern in der Regel durchweg hochwertiges Material, zum Beispiel auch über 140 Bilder aus der hochpreisigen Vetta-Kollektion von iStockphoto.

Was haben die Fotografen bekommen?

Vermutlich (weder iStockphoto noch Getty Images äußern sich dazu) wurden pro Bild ca. 30 bis 60 US-Dollar gezahlt, davon gingen – je nach Vertrag – ca. 6 bis 12$ an den jeweiligen Fotografen. Die Bildhonorare wurden über Getty Images im Oktober und November 2012 ausgezahlt. Die Honorare sind ungefähr in dem Bereich, den iStock-Fotografen für einen normalen S-Verkauf eines ihrer Vetta-Bilder erhalten hätten. Für einen Verkauf! Die Erfahrungen aus dem ebenfalls unsäglich unvorteilhaften Microsoft-Deal (siehe oben) haben gezeigt, dass diese kostenlos angebotenen Bilder sehr leicht zehntausende Downloads in kurzer Zeit erzielen, teilweise sogar millionenfache Downloads und da Google Drive von über zehn Millionen Leuten genutzt wird, sind diese Schätzungen sehr realistisch. Dafür sind 6 bis 12 Dollar, selbst unter Berücksichtigung microstock-üblicher Bedingungen, gelinde gesagt eine Frechheit. In der Praxis werden die benutzten Bilder damit regelrecht entwertet, denn wer sollte noch Geld ausgeben für ein Foto, was einerseits kostenlos zu haben ist und andererseits schon von unzähligen anderen – auch kommerziell – genutzt wurde?

Wofür dürfen die Bilder in welcher Größe genutzt werden?

Sehr viele dieser Bilder bei Google Drive sind in einer Auflösung von ca. 3200 x 2100 Pixel erhältlich, also ca. 6,7 Megapixel. Das reicht locker für einen guten DinA4-Druck, also auch für die Titelseite einer Zeitschrift, ein Poster oder für alle denkbaren Web-Anwendungen. Eine Verwendung der Bilder außerhalb der Google-Anwendungen ist zwar offiziell nicht erlaubt, wird technisch aber leicht ermöglicht und lässt sich in der Praxis kaum kontrollieren. Während beim Deal mit Microsoft nur eine private Nutzung erlaubt war, erlaubt Google ausdrücklich die kommerzielle Nutzung der Bilder und eine Bearbeitung:

“Wenn Sie die Funktion für die Google Bildsuche in Google Docs verwenden, werden die Ergebnisse so gefiltert, dass Bilder mit einer Lizenz eingeschlossen werden, die das Kopieren des Bilds für kommerzielle Zwecke und das Ändern des Bilds gemäß den Angaben in der Lizenz zulässt.” (Quelle)

Unklar ist jedoch, ob das rechtens ist, denn eine Weitergabe z.B. von iStock-Bildern unter solch weitreichenden Bedingungen seitens Getty Images ist weder durch die Standardlizenz noch die Erweiterte Lizenz bei iStockphoto abgedeckt. Auch ist kein konkreter Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) für die Bilder bei Google Drive einsehbar, nur die oben verlinkten Lizenzbedingungen, die allgemein für Google-Dienste gelten.

Wie genau finde ich die Bilder bei Google Drive?

Wer sich mit seinem Google-Account bei Google Drive eingeloggt hat, findet links einen roten Knopf mit dem Titel “Erstellen”. Dort kann gewählt werden, ob man ein Textdokument, eine Präsentation, eine Tabelle oder etwas ähnliches erstellen will. Das neue Dokument wird geöffnet und oben in der Leiste wählt man “Einfügen” und danach “Bild…”. Im neu geöffneten Fenster klickt man dann links unten auf “Suche” und dann in der Mitte auf “Stockfotos”. Nun können im Suchfeld Begriffe eingegeben werden, welche die gewünschten Bilder beschreiben (siehe Screenshot oben).

Was regt die Fotografen an dem Deal außerdem auf?

Zwei Dinge: Metadaten und diffamierende Nutzung. Bei der Nutzung der Bilder werden keine Metadaten beibehalten, die im Bild enthalten sind. Das heißt, weder der Fotograf noch die Bildagentur noch andere relevante Copyright- oder Urheberrechtsinformationen bleiben erhalten. Damit erhöhen sich die Chancen stark, dass das Bild zu einem “verwaisten Werk” wird, welches leicht den Urheberrechtsschutz verlieren kann. Hier habe ich als Beispiel ein Foto von Yuri Arcurs über Google Drive in einem Grafik-Dokument abgespeichert. Wer will, könnte das Bild unter “Datei/Herunterladen als/JPG” auf seinem Rechner abspeichern und sehen, dass keine Metadaten enthalten sind. Das Original bei iStockphoto würde in der mittleren Größe mindestens 18 Euro kosten.

Das andere Dilemma: iStock-Fotografen, welche deren Standard-Model-Release für ihre Fotos verwendet haben, garantieren darin dem Model, dass die Bilder nicht für pornografische oder diffamierende Zwecke genutzt werden dürfen:

“Gegen eine Vergütung, deren Erhalt hiermit bestätigt wird, und durch die Unterzeichnung dieser Freigabeerklärung (Model-Release) erteile ich dem Fotografen/Filmemacher und dessen Rechtsnachfolgern das ausschließliche Recht, das Aufnahmematerial zu nutzen und zu verwerten, insbesondere es zu lizenzieren und in beliebigen Medien für beliebige Zwecke zu verwenden (ausgenommen pornografische oder diffamierende Zwecke); dies schließt unter anderem Werbung, Werbeaktionen und Marketing für ein Produkt oder eine Dienstleistung sowie Produktverpackungen ein.”

Auch in den Lizenzbedingungen bei iStockphoto oder Getty Images gibt es diese Einschränkung. Bei der Verwendung von Google Drive findet sich momentan keine dieser Einschränkungen, es wäre demnach möglich, diese Bilder auf diffamierende Weise einzusetzen, ohne dass der Fotograf etwas dagegen unternehmen könnte. Das ist einer der Punkte, die auf jeden Fall von Getty Images nachverhandelt werden müssen.

Wie reagieren die betroffenen Fotografen und Agenturen?

Bei den meisten Betroffenen steht noch der Mund weit offen vor Staunen über soviel Inkompetenz. Vor allem die Microstock-Fotografen haben sich jedoch schon aufgerappelt und überlegen ihre nächsten Schritte. Einige haben ihre Exklusivität bei iStockphoto aufgegeben, weil paradoxerweise diese stärker betroffen waren als nichtexklusive Fotografen, obwohl die Exklusivität doch laut iStock-Werbung diese bei der Wahrung ihrer Interessen helfen sollte:

“Durch das Exklusivitätsprogramm können wir unsere Anbieter besser schützen. Wir können die Einhaltung vertraglicher Vereinbarungen besser durchsetzen, wenn wir wissen, dass ein Bild von unserer Website stammt und unserer Lizenzvereinbarung unterliegt.” (Zitat aus der iStock-Werbung für deren Exklusivitätsprogramm)

Andere Fotografen kehren iStockphoto komplett den Rücken. Für den 2.2.2013 haben viele Fotografen einen “D-Day” (Deactivation-Day) angekündigt, an dem massenhaft Bilder bei iStockphoto deaktiviert werden sollen. Bisher wollen Fotografen über 25.000 ihrer Bilder deaktivieren und es werden täglich mehr. Sean Locke, der den Skandal aufgedeckt hat und in seinem Blog ausführlich darüber berichtet, bietet als Service ein kostenloses Greasemonkey-Skript an, mit dem sich viele Bilder leichter deaktivieren lassen. Einige Fotografen behalten sich auch rechtliche Schritte vor.

Wenn eine Agentur ihre Fotografen so sehr verärgert, wittern deren Konkurrenten eine Chance. Deshalb hat Shutterstock eine Art Hotline für exklusive Fotografen eingerichtet, die zu Shutterstock wechseln wollen und auch Graphic Leftovers spart in deren Blogeintrag nicht mit Häme.

Wie reagiert iStockphoto?

Am 15. Januar schrieb Erin Sullivan, Vizepräsident für Content Development für Getty und iStock, im iStock-Forum, dass zur Zeit mit Google am Fall gearbeitet werde. In der Zwischenzeit werden jedoch Fakten geschaffen und allein von Samstag auf Montag stieg die Zahl der Stockfotos bei Google Drive von 7000 um über 4500 auf über 11.700 Dateien. Außerdem gab Sullivan zu Protokoll, dass man beabsichtige, in Zukunft noch mehr solcher Deals mit Google abzuschließen.

Kostenlos ist nicht gleich kostenlos

Es mag für Agenturen und Fotografen manchmal gute Gründe geben, Fotos kostenlos abzugeben. Es macht aber einen Unterschied, ob das mit ausgewählten Dateien für einen kurzen Zeitraum unter bestimmten Bedingungen oder in kleiner Auflösung geschieht oder massenhaft Bilder ohne nennenswerte Einschränkungen in voller Größe ohne Namensnennung verschenkt werden. Eine mir bekannte Fotografin war beim oben erwähnten Microsoft-Deal mit mehreren ihrer Bilder betroffen, die über eine Million kostenlose Downloads erzielten. Ein Bild erreichte allein über 650.000 Downloads, wurde bei iStockphoto aber kein einziges Mal verkauft. Der Werbeeffekt solcher Deals für die Fotografen ist praktisch nicht gegeben.

Die Demontage des eigenen Geschäftsmodells

Es kommt selten vor, dass eine Firma so konsequent und ohne Not und Alternativen gegen ihre eigenen Geschäftsinteressen handelt. Noch kürzlich hat iStockphoto damit geworben, dass Grafikdesigner für ihre Präsentationen günstige Bilder bei ihnen finden. Jetzt können sich die Grafikdesigner die gleichen Bilder bei Google Drive in ihre Präsentation ziehen – legal und kostenlos. Wo da der Mehrwert für die Agentur und die Fotografen liegen soll, ist unklar.

Meine Einschätzung und Zusammenfassung

Ich bin immer noch fassungslos, was eine so erfahrene Bildagentur wie Getty Images dazu bewogen haben muss, solch einem unvorteilhaften Deal zuzustimmen. Setzen da die neuen Getty-Eigentümer die Daumenschrauben an, um kurzfristig so viel Kapitel wie möglich aus der Firma zu pressen, ohne Rücksicht auf langfristige Geschäftsinteressen? Oder hat Google Details zur geplanten Nutzung der Bilder verschwiegen? iStockphoto hat sich in der Vergangenheit (siehe die lange Liste oben) sehr viele Fehler geleistet, bei denen die Aufklärung oder Kommunikation mangelhaft bis nicht vorhanden war. Der Deal mit Google könnte nun der endgültige Schubs sein, welcher der ersten Microstock-Agentur der Welt das Genick brechen wird.

Was sagt ihr dazu? Wie würdet ihr reagieren?

64 comments to Geheimer Deal zwischen iStockphoto, Getty Images und Google regt Fotografen auf

  • Bildermacher

    Mich würde interessieren wie Getty-Zulieferer wie bspw. Zoonar, Westend, Image Source etc. zu diesem Verhalten stehen.
    Hat da schon jemand Stellung bezogen?

  • randy

    @wilm

    ich glaube, dass das mit der erweiterten Lizenz wirklich schwer zu überprüfen ist, aber ich gebe dir Recht – wer eine erweiterte Lizenz haben möchte, der sollte dem Urheber/Bildautor einen entsprechenden Gegenwert liefern. Sonst bist du ja nur der Lieferant, der gemolken wird – aber an der Honigmilch bedienen sich dann andere.

  • @Bildermacher
    s. hier:
    http://macrostock.blogspot.de/2013/01/der-getty-google-deal-und-die.html
    Wir sind gerade dabei, ein gemeinsames Vorgehen zu organisieren.

  • @Hoffmann

    ich wüsste nicht, was meine Credit-Dateien mit Deinen falschen Vergleichen zu tun hätten.

    Du machst eine falsche Rechnung auf in dem Du Vergleiche ziehst, die man nicht ziehen kann.
    Auf dieses Unvermögen hat die Credithöhe meiner Dateien keinen Einfluss.

    Ich erkläre Dir nochmal, dass Beispiel mit dem XL-Verkauf Deiner Frau kannst Du nicht als Argumentation heranziehen, weil Sie bei dem XL Verkauf das Foto, durch die Möglichkeit der Teilexklusivität, als Exklusivfoto einstellen konnte.

    Ich denke einfach, Du verstehst nicht, was Du nicht verstehen willst.

  • Florian

    Westend hat sich hier:

    http://macrostock.blogspot.de/2013/01/der-getty-google-deal-und-die.html?showComment=1358854397154#c3279050044410188732

    dazu geäußert. Scheinbar wollen die anderen Großen gemeinsam reagieren…

  • @Wilm Ihlenfeld

    Ich denke nicht das es nötig ist einen Verband zu gründen, der die Interessen von Stockfotografen vetritt!
    Das kostet Zeit, Geld, Wissen und Aufopferung. Wir haben doch alle ein wirtschaftliches Ziel vor Augen. Wer hat den da noch unendlich Zeit einen komplett neuen Verband mit allen Fallstricken aufzustellen?

    Es gibt genug Berufsverbände in der Fotografie. Wir Berufsfotografen sind doch meistens schon in solchen Verbänden organisiert.

    Man müsste eigentlich diese Verbände sensibilisieren auch Stockfotografen zu vertreten. Die Verbände müssten endlich erkennen, dass Stockfotografie mittlerweile ein zusätzlicher, etablierter Bereich in der Berufsfotgrafie geworden ist!

    Es sollten sich also vorhandene Strukturen nutzen lassen, die mit einigen Interessenvertretern in einem vorhanden Verband gefüllt werden und organisatorisch wirken. Mit dem Rückhalt eines bestehenden größeren Verbandes.

    Dies hielte ich für sinnvoller, als eine komplett neue Struktur aufzubauen.

  • reka

    Bisher habe ich seitens Agenturen vernommen das getty zumindestens zu einer Stellungsnahme angeschrieben werden soll . ok soweit aber letztendlich bezweifle ich das was passieren wird . Partneragenturen seitens getty behaupten seit eh und je die stärksten Umsätze über getty zu machen . Und wer will schon getty als Partner verlieren ? Kaum einer . Auch ein Grund für Grosskundenrabatte zu micro Preisen .

  • max II - nicht max

    Das hochpreisige Geschäftsmodell von istock wird von einer Minderheit getragen. Das sind in erster Linie die exklusiven Black Diamond Leute mit hohem Uploadvolumen und großer Vetta / TAC Dichte.
    Wenn sich die zurück ziehen gerät istock in eine Abwärtsspirale die nicht zu bremsen ist. Der Großteil der Bilder bei istock sind völlig überteuert und nicht besser als bei Fotolia und Co. Die Vetta / TAC Bilder ziehen eben genug Kunden zu istock um auch das übrige durchschnittliche und überteuerte Material sehr gut zu verkaufen. Wenn sich eine kritische Masse an Top Anbietern zurück zieht, brechen aber auch die Kunden weg. Wobei auch für einige exklusive Anbieter die Strategie sein könnte, das “Auszusitzen”. Nach dem Motto, wenn die anderen weg sind, bleibt vom Kuchen mehr für mich. Nur funktioniert das bei einer Abwärtsspirale nicht. Je mehr Kunden weg gehen, desto mehr Topleute verlassen auch die Agentur und umgekehrt. Früher hat istock Stagnation mit höheren Preisen kompensiert. Das funktioniert nun nicht mehr. Da die Kunden bereits wegen der hohen Preise davon laufen. Die einzige Möglichkeit die istock derzeit hat, ist die Preise zu reduzieren und die Anteile für die Anbieter zu erhöhen. Da in den letzten Jahren immer das Gegenteil passiert ist, wird man auch nun kaum diesen Kurs einschlagen. Ich kann mir nicht vorstellen das istock die Ballance wieder findet. Aus einem genialen, einfachen und günstigem Geschäftsmodell, hat man ein überteuertes, unüberschaubares Chaos geschaffen.

  • Klas Plaumann

    Als Fotograf würde ich mich sehr ärgern auch als Agentur, die ihre Bilder über Getty vertreibt. Ich stimme Robert Kneschke auch mit seiner Ansicht zu, dass die “Daumenschrauben” der neuen Besitzer von G. stärker angezogen werden. Denn wir wissen doch, nach erhöhtem Gewinn wird die Agentur nach 2-3 Jahren weiterverkauft.

  • max II - nicht max

    Die Frage ist, – wie will man den Gewinn erhöhen. Zuerst müsste man wieder Kunden zurück gewinnen.
    Mikrostock wird über den Preis genacht. Der durchschnittliche Creditpreis errechnit sich aus dem Durchschnitt der verschiedenen Packete. Mal ein Beispiel.
    Kosten für Bilder der Kategorie M,seit 2004. Mit durchschnittlichen Kosten für 1 Credit.
    Jahr Kosten für M Download Durchschn. Creditpreis $ für M Download
    2004 3 $ 0,472 $ 1,416
    2005 3 $ 0,614 $ 1,842
    2006 5 $ 0,686 $ 3,43
    2007 4 $ 0,763 $ 3,052
    2008 5 $ 0,826 $ 4,13
    2009 6 $ 0,884 $ 5,03
    2010 10 $ 0,932 $ 9,32
    2011 10 $ 0,969 $ 9,69
    2012 10 $ 1,096 $ 10,96
    2013 16,5 $ 1,189 $ 19,61
    2113 E+ 43,50 $ 1,189 $ 51,72

    Wie will istock da Kunden zurück gewinnen

  • max II - nicht max

    Leider kann man die Auflistung nicht formatieren.
    Zum Verständnis
    Jahr——Credits für M Download——-durchschnittliche Kosten für 1 Credit ——–Kosten in $ für M Download. Anhand von Exklsiven Bildern. Die Preisentwicklung für non Exklusiv habe ich auch, würde aber nur noch unübersichtlicher werden.

  • Kay Boysen

    Was ist denn nun aus dem D-Day (Deactivation-Day) geworden? Haben alle mitgemacht? Hat sich irgendetwas getan?

  • Walter

    Mein Beitrag im Stockfoto-Forum vom 2.2.:
    Habe fürs erste alle Bilder mit 5+ Downloads heute deaktiviert. Die anderen kommen bei nächster Gelegenheit. Das beste Bild hatte 1334 Downloads. Ich habe dort in 4 Jahren ca. 8.000.- Dollar Umsatz gemacht. iStock hat ca. 40.000.- Dollar bekommen. Da passt was nicht zusammen. Aufgespielt habe ich ohnehin schon seit 2 Jahren nicht mehr.

    Mittlerweile sind nur noch ca. 50 Bilder dort, bis ich das nächste Mal Zeit habe.

    ALLE haben leider nicht mitgemacht. Habe es aber nichth weiter verfolgt.

  • Marion

    @Kay Boysen: Na ist doch immer so hier – viel heisse Luft um nichts, oder besser gesagt, Papier ist geduldig.

Leave a Reply