Bilderstellung durch Künstliche Intelligenz führt zu tiefgreifenden Umwälzungen in der Kreativbranche und seit fast einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit diesem Thema.
Zusammen mit meinem Team habe ich mittlerweile ein Portfolio von über 3000 KI-Bildern, welche ich bei Bildagenturen anbiete.
„Hintergründe & Möglichkeiten der KI-Tools in der fotografischen Praxis mit KI-Experte & Fotograf Robert Kneschke und Fotografenberaterin Silke Güldner
Der Workshop bietet eine einzigartige Gelegenheit, um tiefer in die Welt der künstlichen Intelligenz einzutauchen und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Fotografie zu entdecken. Hier lernen Profi- und Nachwuchsfotografen die Funktionsweise und verschiedenen KI-Tools kennen, können diese im praktischen Teil selbst ausprobieren und diese für ihre eigene Positionierung im Markt reflektieren. Durch Diskussionen und den Austausch mit der Gruppe und den Referenten erhalten sie darüber hinaus auch Feedback und Inspirationen für ihre künftige Arbeit und die Kommunikation mit ihren Kunden. Am Ende des Workshops sind die Teilnehmer bestens vorbereitet, um die Entwicklungen und Herausforderungen im Kontext von KI und Fotografie zu verstehen und zukünftige Möglichkeiten zu nutzen.
Inhalte
Einführung KI
Wie funktioniert KI-Bilderstellung
Vorstellung der Tools Stable Diffusion, Dall‑E 2, Midjourney, Google Imagen
Anwendungsmöglichkeiten, Unterschiede und Motivbeispiele
Praxis Teil 1
Anhand der Teilnehmer-Portfolios sprechen wir über Möglichkeiten, die KI für die eigenen Ziele bieten kann und wann konventionelle Fotografie der bessere Weg ist
Portfolio Vorstellung der Teilnehmenden
Vorteile und Nutzen von konventioneller Fotografie gegenüber KI-Lösungen in der Kundenberatung
Praxis Teil 2
Hands On & Live Demos
Testen der KI-Tools
Erläuterung von Prompt-Engineering, In- and Outpainting
Tools für den KI Workflow
Überblick der Nutzungsmöglichkeiten & Best Practice Beispiele
Meta Themen
Rechtliche & moralische Probleme der KI-Nutzung
Veränderung der Berufsfotografie & Einfluss auf die Preisfindung
Ausblick & Kooperationsmöglichkeiten“
Der Workshop wird am Freitag, den 02.06.2023 in Hamburg stattfinden, mehr Informationen zur Veranstaltung findet ihr hier auf der Webseite des Veranstalters Photo+Medienforum Kiel.
Die Teilnehmer*innen ist auf 8 begrenzt, also zögert nicht, euch bei Interesse rechtzeitig euren Platz zu sichern.
Vor paar Wochen habe ich hier im Blog darauf hingewiesen, dass ich am Sonntag, den 16.10.2022 auf der Photopia Hamburg einen Vortrag über „Künstliche Intelligenz“ halten werde.
Der Veranstalter war nun so freundlich, mir 3x je ein Drei-Tages-Ticket für die Creative Content Conference der Photopia 2022 vom 14.–16.10.2022 in Hamburg für eine Verlosung zur Verfügung zu stellen. Die Tickets haben jeweils einen Wert von 199 Euro.
Das Ticket enthält auch den Zugang zum Photopia Summit, mit vielen Fotoausstellungen, Workshops, Ausstellern und mehr.
In den drei Tagen gibt es haufenweise geballtes Wissen für Fotograf*innen und andere Content Creators.
Thematisch sind die Tage aufgeteilt, am Freitag dreht sich alles um „Wedding & Portrait“, am Samstag um „Editorial & Documentary“ und am Sonntag geht es um „Commercial & Lifestyle“ und da werdet ihr mich um 16:30 Uhr zusammen mit Katja Kemnitz von kwerfeldein auf der Bühne im Gespräch finden.
Wie nehme ich an der Verlosung teil?
Da diese Aktion etwas kurzfristig ist und die Veranstaltung schon in einer Woche beginnt, sind die Fristen diesmal etwas kürzer.
Kommentiert bitte unter diesem Artikel, dass ihr gewinnen wollt und schreibt dazu, welcher der Vorträge euch am meisten interessiert (siehe dazu das komplette Programm hier). Aus allen gültigen Kommentaren wähle ich dann per Zufallsgeneratur drei aus. Teilnahmeschluss ist Montag, der 10.10.2022 23:59 Uhr.
Die Gewinner werden hier und per Email benachrichtigt, denkt also bitte daran, eine gültige Emailadresse anzugeben.
Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Ich wünsche euch viel Glück!
Nach langer Pause gibt es heute eine neue Folge von „Pimp My Stock“. Sascha möchte ein fundiertes Feedback zur Verkäuflichkeit seiner Motive erhalten. Er schreibt über sich und seine Fotografie in seiner Mail:
„Moin Robert, mit den beigefügten Bildern stelle ich mich Deiner eingehenden Bildanalyse in der Kategorie „Pimp my Stock“. Gerne kannst Du wenn Du magst daraus auch einen entsprechenden Blog-Beitrag entwerfen. 🙂
Folgendes vorab: Als leidenschaftlicher Amateurfotograf habe ich mich im Dezember 2017 unter dem Pseudonym EMOZION bei Shutterstock angemeldet und stelle mich seitdem meiner eigenen Challenge zur Bildkritik. Seitdem habe ich vieles über die Anforderungen von Bildsuchenden und Marketing von Stockfotos gelernt: Konkret sind dies viele Erkenntnisse über alternative Blickwinkel und Perspektiven und vor allem thematische Fotografie. Parallel zu der von mir initiierten Foto-Community „Fotowalk – Discovery Hamburg“ generiere ich das überwiegende Bildmaterial mit dem Smartphone, wobei sich aktuell aber weiterhin feststellen lässt, dass das Bildmaterial im Vollformat deutlich gefragter ist. Warum eigentlich?
Ein kleines Favorit meiner eigenen Bilder-Challenge sind die zahlreichen Hintergrundmotive in den zwei Sets Textures & Backgrounds und Simple Pattern.
Beim Verschlagworten der Bilder gebe ich mir entsprechend Mühe, die mobile App und die algorithmenbasierte Intelligenz der Bilderkennungssoftware von Shutterstock ist hierbei laufend besser geworden. Insgesamt muss ich festhalten: Es ist ein absolut anspruchsvolles Métier um mit Stockfotos wirklich Geld zu verdienen, aber darum geht es mir auch gar nicht. Wenn ich den Aufwand und den Kostenanteil sowie den steuerlichen Anteil abrechne, dann brauchen wir über die Wirtschaftlichkeit dieser Challenge keine einzige Sekunde nachzudenken… Es macht mir aber einfach Spaß den Erfolg der eigenen Bilder zu verfolgen und dabei für mich zu entdecken welche Art von Bildmaterial und Motiven vermarktungsgerecht sind. Dementsprechend entwickle ich mich fotografisch weiter und stelle mir meine eigenen Foto-Aufgaben. Trotzdem ist es einfach unverschämt wie Shutterstock und alle anderen Stock-Agenturen Fotografen entlohnen und sich selbst bereichern. Hier wächst die Kluft zwischen Bildanbietern und Plattformbetreibern weiter auseinander.
Worüber ich mich immer wieder wundere ist aufgrund welcher absurden Kriterien Bilder von den Algorithmen und vermutlich zahlreichsten „Off-Shore“-Mitarbeiten im Upload-Prozess abgelehnt werden. Das Interview mit Alex Lauer bestätigt meine Erfahrungen. Sehr viel von dem, was er sagt, kann ich bestätigen, allerdings gehe ich anders mit der Situation um… Wer etwas tut, macht das immer im eigenen Interesse. Allerdings – und das ist unumstritten – findet im Stockbereich ein immer weitreichender Machtmissbrauch durch Quasi-Monopolisten statt.
Aktuell sind es rund 1500 Bilder in 66 veröffentlichen Sets. Nachdem ich – analog zu Deinen Empfehlungen die Top3 der Stockagenturen angetastet habe – begrenze ich mich inzwischen ausschließlich auf Shutterstock. Das Bildmaterial generiere ich inzwischen sowohl mit einem iPhone X und einer Canon EOS 5D Mark III.
Mit besten Grüßen aus Hamburg Sascha“
Schauen wir uns seine Bilder an:
Das erste Bild zeigt ein Mädchen auf einem Segelboot. Der weiße Rahmen ist etwas, was bei jeder Bildagenturen unerwünscht ist und so gut wie immer zu einer Ablehnung führt, denn der Kunde soll nicht für unnötige weiße Flächen bezahlen, die er leicht selbst hinzufügen könnte. Abgesehen davon ist das Bild durchaus brauchbar. Der Horizont ist gerade, der Himmel fast wolkenlos blau. Einzig die große dunkle Fläche rechts unten im Bild wirkt etwas störend, aber nicht so sehr, dass das Foto nicht trotzdem zum Thema „Reisen“ und „Urlaub“ verwendet werden könnte. Noch besser als die anonyme Rückenansicht wäre sicher eine seitliche Ansicht der Person gewesen, wo sie verträumt in die Weite schaut, aber ich verstehe, wenn das aus persönlichen Gründen eventuell unerwünscht ist.
Beim Foto des braunen Labradors wird es schwieriger. Haustiere sind aufgrund der leichten Verfügbarkeit ein sehr oft umgesetztes Motiv und entsprechend hoch ist die qualitativ starke Konkurrenz auf diesem Gebiet. Ich mag das Licht in diesem Bild, befürchte aber, dass die Haltung der Pfoten und vom Schwanz ungünstig ist, weil der Hund so auf kleineren Formaten weniger gut erkennbar ist. Außerdem wirkt der Hintergrund mit seinem harten Schatten unruhig und trägt wenig zur Bildstimmung bei. Insofern sehe ich hier leider nur geringe Verkaufschancen.
Dieses Herz aus Laub bedient sich eines Konzepts, was immer sehr gefragt ist: Liebe. Die Umsetzung lässt allerdings noch einige Verbesserungen zu. Am auffälligsten ist der Baumstamm in der oberen linken Ecke, der problemlos hätte retuschiert werden können. Ähnliches gilt für das Laub und Gras unten links. Etwas ungünstig ist auch, dass das Herz links sehr eng beschnitten ist und Designern so keinen Spielraum für eigene Formate liefert. Insgesamt hätte ich mir auch eine Perspektive direkter von oben gewünscht, was je nach Begebenheiten vor Ort vielleicht schwierig war. Deshalb: Idee gut, Ausführung verbesserungswürdig.
Das nächste Foto zeigt Sarnico Paratico in Italien. Für ein Tourismusfoto hat es alles, was es braucht: Blauer Himmel mit weißen Wolkentupfern, schöne Farben und Reflexionen im Wasser und mit dem roten Gebäude rechts einen passenden Farbtupfer. Ich würde das Bild etwas weiter nach links kippen, um die Strandpromenade horizontaler auszurichten, aber ansonsten ist es ein gutes Stockfoto. Ob die Gegend selbst häufig genug nachgefragt wird, um das Bild lukrativ zu machen, kann ich spontan leider nicht beurteilen.
Diese grünen Wände einer Hamburger U‑Bahn-Station eignen sich gut als Hintergrund. Ich hätte vielleicht versucht, zumindest eine der Linien am Bildrand auszurichten, vermutlich am ehesten die untere, aber trotzdem hat das Bild eine Dynamik, die gefragt sein könnte. Ich würde das Bild noch blau einfärben, um es moderner und technischer wirken zu lassen.
Dieses Hollandrad in Hamburg sorgt für eine gute Tiefenwirkung im Bild, was es sehr gut für Reiseführer oder Webseiten geeignet macht. Mit der richtigen Verschlagwortung funktioniert das Foto auf jeden Fall.
Das Gleiche kann ich bei diesen Spaziergängern am Strand leider nicht sagen. Der Mann im Vordergrund ist zu sehr im Schatten, die Frau rechts wirkt durch den Wind in der Jacke zu unförmig und die Frau hinter dem vorderen Mann sorgt dafür, dass die Konturen von beiden quasi ineinanderlaufen und nicht gut erkennbar sind. Dazu kommt, dass der Mann nicht barfuß läuft, was für das Sommer-Sonne-Strand-Feeling deutlich hilfreicher wäre. Im Kontrast zu diesem Strand-Bestseller* wird deutlich, was ich meine.
Ein weiterer Hintergrund aus Linien in verschiedenen Grüntönen. Schlicht, aber wirkungsvoll. Einzig die winzige helle Ecke rechts unten hätte noch retuschiert werden können. Außerdem hätte das Motiv vermutlich sehr leicht auf die doppelte Breite gestreckt werden können, um es als Panorama anbieten zu können. Kann als Stockfoto funktionieren, aber das Angebot ist hier ebenfalls schon sehr groß.
An diesem Nachtpanorama der Porta Westfalica bei Minden habe ich nichts auszusetzen. Das Licht wirkt fantastisch und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal fällt durch die Beleuchtung gut auf, was angesichts seiner touristischen Bedeutung sehr hilfreich für das Stockfoto ist. Die Bäume links und rechts unten sorgen für Tiefenwirkung. Ein sehr gutes Foto, was sicher seine Abnehmer finden wird.
Als letztes Foto haben wir einige Häuser im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Aus architekturfotografischer Sicht leider eher ein Schnappschuss, obwohl der blaue Himmel und das seitliche Licht den weißen Häusern sehr schmeicheln. Ungünstig sind aber die Verzerrungen durch die seitliche und niedrige Perspektive. Auch der Baum oben rechts wirkt zu dunkel. Trotzdem mag es einige Käufer geben, die mit dem Bild Immobilienthemen, steigende Mieten oder Eigentumswohnungen illustrieren würden, ich würde es also nicht ganz abschreiben.
Insgesamt haben mir die Landschaft- und Städtaufnahmen am meisten zugesagt und ich würde in dieser Richtung weitermachen.
Falls ihr ebenfalls an einer kostenlosen Bewertung eurer Fotos interessiert seid, findet ihr auf dieser Seite alle notwendigen Informationen.
Die letzten Tagen war ich mit meiner Freundin in Hamburg.
Es ist eine schöne Stadt mit sehr freundlichen Menschen – in den vier Tagen wurden wir mindestens sechs Mal von Einwohnern gefragt, wo wir denn hin wollen und ob wir Hilfe benötigten. Wir haben uns nach einer Weile kaum noch getraut, auf den Stadtplan zu schauen. Ebenfalls typisch für Hamburg war das „Schietwetter“.
Pünktlich nach unserer Ankunft im Hotel fing es zu schneien an. Das ermöglichte es mit immerhin, einige Winterfotos in der Hansestadt zu machen.
Ein Profi denkt natürlich auch an seine Weiterbildung und so besuchten wir die Ausstellung „Gute Aussichten 2008/2009″ im Haus der Photographie in den Deichtorhallen. Dort wurden die neun Preisträger gezeigt, welche eine Jury aus über 100 Einsendungen von Hochschulen und Universitäten ausgewählt hatte.
Für mich ist immer spannend, ob bei diesen Ausstellungen neue Trends zu beobachten sind, die ich kennen sollte. Basierend auf den gezeigten Arbeiten sah ich folgendes:
Das quadratische Bildformat gewinnt an Beliebtheit. Durch die Handy- und Digitalkamera-Bilderflut ermüden die bisherigen Formate und schon ein kleiner Formatwechsel kann wieder spannend wirken.
Das (Pseudo)-Dokumentarische dominiert. Von den neun gezeigten Künstlern hatte nur das Konzept von Markus Georg einen strengen Inszenierungscharakter. Alle anderen Arbeiten waren entweder komplett dokumentierend oder wurden mit Hinblick auf eine zu erzählende Geschichte teils dokumentiert. So zum Beispiel die beeindruckenden Fotos von Maziar Moradi, welche ihre iranische Großfamilie portraitiert hat. Die Szenen wirken wie zufällige Alltagsbegebenheiten, bei genauer Betrachtung fällt jedoch auf, dass die Fotos allein wegen des Blitzaufbaus keine Schnappschüsse sein können.
Matte, sanfte Farben beherrschen die Bilder. Datzu passt, dass parallel zu „Gute Aussichten“ die Ausstellung „New Color Photography der 1970er Jahre“ gezeigt wurde, in der sich zwar von der S/W‑Ästhetik abgegrenzt, die Poppigkeit der 1980er und 90er Jahre jedoch noch nicht erreicht wurde.
Was sagt ihr zu den Fotos und den – vermuteten – Trends?
Die alteingessene Hamburger Bildagentur Bilderberg hat zum 30.04.2008 beim Hamburger Landgericht Insolvenz angemeldet (Aktenzeichen 67aIN172/08).
Der normale Bildverkauf und die Arbeit gehen jedoch weiter und es wird nach Wegen gesucht, die Agentur am Leben zu halten.