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10 beeindruckende Fotografen

Die wenigsten Fotografen werden mit ihrer Bildsprache und ihrem Stil geboren. Meist gibt es für jeden Fotografen viele andere, die ihn beeindruckt, inspiriert und geprägt haben. Auch ich habe einige Fotografen, deren Werke mich immer wieder staunen oder schmunzeln lassen, die mich neidisch machen oder denen ich in meiner Anfangszeit versucht habe, nachzueifern. Deshalb ziehe ich mal den Vorhang beiseite und lasse Euch teilhaben an meiner – nicht nach Rangordnung sortierten – Liste von 10 Fotografen und Fotografinnen, die mich beeindruckt haben. Vielleicht entdeckt ihr ja auch einen neuen Liebling.

1. Friedrich Seidenstücker (Street Photography)
Ich besitze zwar viele Bücher über Fotografie, auch einige Sammel-Bildbände und viele Kataloge von Bildagenturen, aber Bildbände von einzelnen Fotografen habe ich wenig. Einer davon ist Friedrich Seidenstücker, ein deutscher Fotograf, der vor allem von 1920 bis 1960 in Berlin fotografiert hat. Entdeckt habe ich seine Fotos 2006 während einer Fotoausstellung parallel zur Photokina in Köln. Die große Gabe von Seidenstücker ist es, sehr humorvolle Schnappschüsse einzufangen. Auch im Berliner Zoo hat er sich bevorzugt aufgehalten und die komischen Interaktionen von Menschen und Tieren festgehalten. Seidenstücker hat übrigens inden 1920er Jahren auch eine Serie von Frauen gemacht, die über Pfützen springen und damit dieses Foto von Henri Cartier-Bresson im Jahr 1932 vorweggenommen. Leider sind die meisten Bildbände von ihm nur antiquarisch erhältlich, so auch das Buch „Der humorvolle Blick. Fotografien 1923 – 1957„.

friedrich-seidenstuecker-01

2. Arthur Leipzig (Street Photography)
Die Bilder von Arthur Leipzig fielen mir vor ca. einem halben Jahr in der Zeitschrift „Schwarz/Weiss-Fotografie“ auf. Leipzig ist ein us-amerikanischer Fotograf, der durch seine Straßenszenen von New York City in den 1940er und 1950er Jahren bekannt wurde. Vor allem seine Bildstrecke über die Renovierung der Brooklyn Bridge ist atemberaubend. Einen Einblick in seine Fotos gibt diese Bildserie. Soeben ist auch ein Bildband im Prestel-Verlag von ihm erschienen.

Brooklyn Bridge, 1946 / © Arthur Leipzig/Courtesy Howard Greenberg Gallery, New York

3. Sebastian Niehoff (Werbefotografie)
Wer auf Weitwinkelfotos steht, wird diesen Fotograf lieben: Mit seinen extremen Blickwinkeln auf flippige Models hat der junge Fotograf aus Wanne-Eickel schon mehrere Preise gewonnen und renommierte Firmen überzeugt. Wenn es ein Wort gibt, was seine Fotos am besten beschreibt, ist es: Fun!

Sebastian Niehoff - Sandschlacht

4. Radka Linkova (Stockfotografie)
Früher nannte ich sie „mein heimliches Vorbild“. Mittlerweile weiß sie hoffentlich, dass ich ihre Fotos großartig finde und schon von weitem erkenne. Radka ist eine Fotografin aus Prag, die vor allem People-Aufnahmen macht. Ich glaube zwar nicht, dass es eine „weibliche Bildsprache“ gibt, aber trotzdem wirken ihre Bilder auf mich immer sehr romantisch und verspielt.

Radka Linkova - 1511

5. Matthew Rolston (Celebrity-Fotografie)
Dieser Fotograf aus Los Angeles hat mehr Prominente vor der Kamera gehabt als ich je in meinem Leben von weitem sehen werde. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir sein Foto, auf dem sich Jack Nicholson mit seinem irren „Shining“-Blick Blut von seinen Fingern leckt. Aber auch das Video zum Song „Candyman“ von Christina Aguilera, welches er im Pin-Up-Stil gedreht ist, sieht cool aus.  Es gibt auch einen sehr großen, aber leider auch teuren Bildband von ihm.

Matthew Rolston - Jack Nicholson

6. Slavica Ziener (Musikfotografie)
Die zweite und leider schon letzte Frau in dieser Liste ist die Münchnerin Slavica Ziener. Aufmerksam wurde ich auf sie durch das Album „Zurück zum Glück“ von den Toten Hosen. Die Musik war – na ja -, aber die Bandfotos im Booklet waren knackig, wild und rebellisch, viel besser als der Sound. Später habe ich festgestellt, dass sie sehr viele Fotos von der Band gemacht hat und ich finde, dass diese im Vergleich zu ihren anderen Fotos, wie z.b. von den Sportfreunden Stiller oder DJ Hell, am besten sind. Aber sie kann auch anders und hat z.B. ganz brav das Portrait von der Chefredakteurin Petra Gessulat im Editorial der Cosmopolitan fotografiert.

slavica-ziener-toten-hosen-01
7. Alexander Kulla (Stockfotografie)
Alexander ist einer meiner Foto-Kollegen und arbeitet hauptberuflich als Gesundsheits- und Krankenpfleger. Das erklärt auch die Serie, durch die ich auf ihn aufmerksam geworden bin. Er hat eine umfangreiche, technisch gut gemachte Serie von Fotomontagen, die ihn winzig in Krankenhaus-Uniform bei der Arbeit mit riesigen Medikamenten zeigen. So nach dem Motto „Liebling, ich habe den Arzt geschrumpft“… Diese Fotos sind witzig, viel schöner ist aber seine Serie von Blumenfotos, die alle im gleichen Stil bearbeitet wurden und mittlerweile über 30 Blumensorten umfasst.

Aexander Kulla - Calla

8. Jason Lee (Kinderfotografie)
Kommen wir zu den unvermeidlich süßen Geschöpfen: Kleinen Kindern. Der Fotograf Jason Lee aus San Francisco hat zwei davon. Wenn er nicht gerade Hochzeiten oder andere Kinder fotografiert,
müssen seine beiden Töchter Kristin und Kayla als Models mitmachen. Wenn sie groß sind, werden sie wohl die beiden Geschwister mit den coolsten Baby- und Kinderfotos der Welt sein. Die Bilder von Jason Lee leben von einem immer stimmigen Konzept und perfekt umgesetzten Fotomontagen. Die Geschwister haben auch einen eigenen Blog und wer dort länger als eine Minute rumklickt, wird unweigerlich grinsen müssen.

Foto by Jason Lee "Sisters"

9. Julian Stratenschulte (Fotojournalismus)
Die meisten journalistischen Fotos langweilen mich, aber die Fotos von Julian Stratenschulte begeistern mich immer wieder durch ihre ungewöhnlichen Perspektiven. Das sehen auch andere so und deshalb gewann er auch 2007 unter anderem den Preis  „dpa – Picture of the Year“. Und da war er erst 20 Jahre jung! In dem Alter habe ich noch für ein lokales Käseblatt 2-3 Fotos im Jahr gemacht, aber er liefert da an dpa und AP. Respekt! Das fotografische Auge muss wohl in der Familie liegen, denn auch sein Zwillingsbruder ist als Fotojournalist unterwegs. Für jeden Fotojournalisten ist der Blog von Julian Stratenschulte ein Muss.

julian-stratenschulte-sports-02
10. Julian Röder (Fotojournalismus)
Kommen wir zum letzten Fotografen in der Liste. Das erste Mal habe ich die Fotos des Berliner Fotografen Julian Röder 2002 auf dem Titelbild des Wettbewerbsbuches des „Deutschen Jugendfotopreis“ gesehen. Gewonnen hat er mit Bildern von Demonstrationen gegen den G8-Gipfel 2001 in Genua. Zu der Zeit machte er seine Ausbildung in der Fotografenagentur Ostkreuz, für die er heute wieder arbeitet. Soziale Themen sind sein Arbeitsgebiet. Die Demonstrationen lassen ihn jedoch nicht los und er begleitet weiterhin die Proteste gegen die G8-Gipfel in Heiligendamm, Evian oder Hokkaido. Was ich an seinen Fotos toll finde, ist der persönliche Touch. Demonstranten wirken bei ihm nicht wie eine homogene Masse, sondern liebevoll portraitiert er die Individuen, z.B. den vermummten Kämpfer vom Schwarzen Block, der mit vielen Pflastersteinen vor seinen Füßen verwirrt auf den Stadtplan schaut.

Julian Roeder - Genua

Jetzt bist Du dran:
Schreibe in Deinem Blog oder in den Kommentaren, welche Fotografen Dich beeindruckt haben und warum. Vielleicht entdecke ich so ja noch neue Lieblinge.

Teil 5: Fotos von Bildagenturen in Playboy, Men’s Health, Stern, National Geographic, Für Sie

Wer die “Einleitung: Fotos von Bildagenturen in Zeitschriften” schon gelesen hat, kann nach dem Foto weiterlesen, ansonsten empfehle ich, sich dort einen Überblick zu verschaffen.

Zeitschriften-Cover von Playboy, Men's Health, Stern, National Geographic und Für Sie
Zeitschrift: Playboy
Untertitel: alles, was männern spaß macht
Ausgabe: 10/2008
Erscheinungsweise: monatlich
Preis: 7 Euro
Zeitschriftenthema: Erotik/Technik
Größe der Bildredaktion: Neun Personen (Leitung: Parvin Nazemi (Editorial), Saskia Straße (Pictorial))
Verlag: Playboy Deutschland Publishing GmbH

Beim fünften Teil meiner Zeitschriftenanalyse fangen wir mit einem Klassiker an: Dem wohl bekanntesten Herrenmagazin der Welt, dem Playboy (in der deutschen Ausgabe). Wie wichtig die Hochglanzfotos in diesem Heft sind, wird schon daran deutlich, dass laut Impressum vier Leute der Bildredaktion allein für die Bildbearbeitung zuständig sind.

Deshalb gibt es auch nur 51 Fotos von 16 Bildagenturen im Heft. Die meisten Fotos im Heft sind Auftragsarbeiten, vor allem die Aktfotos und die Mode- und Autofotos.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Agentur Focus: 16
Corbis: 7
underwaterimages.co.uk: 5
dpa: 4
Imago: 4
Ullstein Bild: 3
Cinetext: 2
Getty Images: 2
Augenklick: 1
Caro: 1
Das Fotoarchiv: 1
DEFD: 1
photoselection: 1
transit: 1
Visum: 1
Wildlife: 1

Bemerkungen:
Die Bildcredits im Playboy sind sehr ausführlich, sind aber mit hellgrau auf weiß schwer zu lesen und stehen mal unten auf der Seite und mal am Seitenrand. Die Agentur Focus liegt deshalb auf Platz eins, weil auch viele Aufträge des Playboy über die Agentur vergeben wurden. Im „Sturz“ liest sich das dann so: „Fotograf X/Agentur Focus/fotografiert für Playboy“.

Zeitschrift: Men’s Health
Untertitel: Das größte Männer-Magazin der Welt
Ausgabe: 11/2008
Erscheinungsweise: monatlich
Preis: 4 Euro
Zeitschriftenthema: Fitness/Gesundheit/Erotik/Style
Größe der Bildredaktion: Zwei Personen (Leitung: Christine Jürgensen)
Verlag: Rodale Motor-Presse GmbH & CO KG

In der Männerzeitschrift finden sich 63 Fotos von 16 Bildagenturen. Auch hier gibt es viele Aufträge in den Bereichen Fitness und Erotik. Übrigens wurden in der Ausgabe fast alle vorgestellten Produkte selbst fotografiert, während viele andere Zeitschriften dafür einfach die kostenlosen PR-Fotos der Firmen nehmen.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Shutterstock: 21
Getty Images: 13
Corbis: 10
Imago: 3
Alamy: 2
Laif: 2
Stillsonline: 2
teams2sportfoto.de: 2
Bildarchiv Monheim: 1
M.I.S.: 1
Mauritius: 1
Plainpicture: 1
Reuters: 1
Sportpressefotos Herbert Rudel: 1
Stockfood: 1
Voller Ernst: 1

Bemerkungen:
Ich wette, die haben ein Abo! Men’s Health ist die erste von über 20 Zeitschriften in dieser Liste, bei der mit Abstand eine Microstock-Agentur vorne liegt! Außerdem sind Bilder von Shutterstock sogar auf dem Titelbild zu finden, zwar klein, aber immerhin. Ansonsten werden die Microstock-Bilder eher als Hintergrund genutzt. Dass die Zeitschrift ansonsten nicht spart, wird bei anhand der restlichen Agenturen deutlich, die sich alle im Hochpreis-Segment bewegen. Die Bildcredits sind sehr knapp gehalten.

Zeitschrift: Stern
Untertitel: keiner
Ausgabe: Nr. 39/2008
Erscheinungsweise: wöchentlich
Preis: 3 Euro
Zeitschriftenthema: News/Kultur/Politik/Wirtschaft/Sport
Größe der Bildredaktion: Elf Personen (Leitung: Volker Lensch und Andreas Trampe)
Verlag: Gruner + Jahr AG & CO KG

Lange Zeit war der stern für Fotografen eine Pflichtlektüre. Auch heute noch hat die Zeitschrift einen hohen fotografischen Anspruch, was sich auch in der Agenturliste widerspiegelt, in der die 48 Fotos von 26 Bildagenturen geliefert werden, die international zu den Besten gehören.

Wo sonst können Fotografen mehrere Doppelseiten grandioser Fotos hintereinander betrachten? Außer in der GEO oder der National Geographic vielleicht? In der analysierten Ausgabe gab es gleich auf zehn Seiten vollformatige Fotos des Fotografen Matthew Rolston zu bewundern, der Stars wie Jack Nicholson, Dennis Rodman oder Janet jackson portraitiert hat.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

AP: 10
Getty Images: 6
AFP: 3
dpa: 3
BK&R: 2
Bulls Press: 2
ROPI: 2
Splash News: 2
TAC Press: 2
Imago: 2
Laif: 1
Reuters: 1
77visions: 1
Action Press: 1
Angeli: 1
Aurora: 1
Bilderberg: 1
DDP: 1
EPA: 1
HochZwei: 1
Photothek: 1
Picture Press: 1
Rex Features: 1
Vario Images: 1
xpb.cc : 1

Bemerkungen:

Zu drei der Bildagenturen habe ich leider keine Webadresse gefunden. Wer da weiterhelfen kann, kann das gerne in den Kommentaren nachreichen. Es überwiegen Bildagenturen, die auch Nachrichtenfotos spezialisiert sind. Die Zuordnung der Bildcredits erfolgt beim stern in der Regel am Bild selbst. Die Zuordnung der einzelnen Agenturen war etwas schwierig, weil es beispielsweise „Getty/AFP“ und „AFP/Getty“ gleichermaßen gab. Hier habe ich einfach immer die erstgenannte Agentur gezählt.

Zeitschrift: National Geopgraphic Deutschland
Untertitel: keiner
Ausgabe: September 2008
Erscheinungsweise: monatlich
Preis: 4,50 Euro
Zeitschriftenthema: Reportagen/Natur/Geographie
Größe der Bildredaktion: Zwei Personen (Leitung: Kathrin Müller)
Verlag: G + J

Eben war von ihr die Rede, nun kommt sie gleich unter die Lupe. Gefunden werden 19 Fotos von 13 Bildagenturen. Das ist für das reich bebilderte Magazin wenig, dafür gibt es sehr viele exklusive Auftragsfotos. Und wie schon beim Stern bemerkt: Füt Fotografen ist es ein Genuss, die vielen Fotos doppelseitig sehen zu können.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Corbis: 5
Alamy: 2
Minden Pictures: 2
National Geographic Image Collection: 2
Getty Images: 2
Picture Press: 2
Age Fotostock: 1
Animals Animals: 1
Arctic Images: 1
Look: 1
Magnum: 1
Prospekt: 1

Bemerkungen:
Die meisten Agenturen haben sich auf Natur- und Tierfotos spezialiert, was bei der thematischen Ausrichtung des Magazins zu erwarten war. Die Bildcredits sind vorbildlich: Erwähnt werden Fotograf und Agentur mit bildgenauer Zuordnung, z.B. „Fotograf/Agentur (oben rechts)“.

Zeitschrift: Für Sie
Untertitel: keiner
Ausgabe: 20/2008
Erscheinungsweise: zweiwöchentlich
Preis: 2,20 Euro
Zeitschriftenthema: Mode/Beauty/Kochen/Kultur
Größe der Bildredaktion: Vier Personen (Leitung: Christine Golli)
Verlag: Jahreszeiten Verlag

Zum Ende der heutigen Analyse noch eine „typische“ Frauenzeitschrift. Hier gibt es 41 Fotos von 16 Bildagenturen zu sehen. Neben diesen Agenturfotos gibt es noch viele Auftragsfotos im Bereich Mode und Kosmetik.

Hier die Liste der Agenturen, sortiert nach Häufigkeit der Fotos:

Jahreszeiten Verlag: 16
Picture Alliance: 6
Corbis: 3
fancy: 3
Getty Images: 2
Laif: 2
Action Press: 2
dpa: 1
Mauritius: 1
Stockfood: 1
Cinetext: 1
Flora Press: 1
Gamma: 1
Springer Pics: 1
Wireimage: 1

Bemerkungen:
Die Zeitschrift macht es Fotografen nicht leicht. Zum einen stehen die Bildcredits immer an anderer Stelle, dann auch nur am Ende eines Artikels für alle Fotos des Artikels, was eine bildgenaue Zuordnung oft unmöglich macht. Außerdem werden mal Zahlen hinter den Agenturnamen angegeben und mal nicht. Wenn beispielsweise auf einer Seite fünf Fotos abgedruckt sind und als Fotocredit nur steht „Fotos: Getty, Corbis“, ist unklar, wieviel dieser Fotos von welcher Agentur sind. Manchmal steht jedoch korrekt dabei „Fotos: Getty (2), Corbis (3)“. Meine Zahlen oben sind deshalb mit Vorbehalt zu betrachten.
Auffällig ist auch, dass der Hauptteil der Bilder von der „hauseigenen“ Bildagentur geliefert wurde. Oder anders formuliert: es wird oft im eigenen Archiv gekramt. „Fancy“ ist übrigens keine Bildagentur im üblichen Sinne, sondern eine High-End-Bildkollektion, der Firma Veer, die wiederum vor einem knappen Jahr von Corbis gekauft wurde. Ja, so unübersichtlich ist die Bildbranche manchmal.

Einige Zahlen noch:
Mittlerweile befinden sich 202 Bildagenturen in meiner Excel-Tabelle, die zusammen 1839 Fotos an Zeitschriften verkauft haben. Die Top 5 sind nach Rang geordnet:
1. Action Press (191 Bilder)
2. Getty Images (163 Bilder)
3. Corbis (151 Bilder)
4. Mauritius (67 Bilder)
5. dpa (60 Bilder)

So ganz genau ist die Reihenfolge leider nicht. Beispielsweise verkaufen Getty und Corbis sehr viel Material anderer Partneragenturen und da einige Zeitschriften sich bei ihren Credits nicht zwischen dpa und der Picture Alliance von dpa entscheiden können, habe ich beide separat gezählt. Würde ich die kombinieren, läge dpa auf Platz 4.

Ebenfalls interessant: Die alte Pareto-Verteilung, wonach 80% des Gewinns von 20% der Teilnehmer erwirtschaftet werden, stimmt hier ebenfalls ziemlich genau. Die Top-20% der Bildagenturen lieferten 80% der Bilder an die Zeitschriften.

Übersicht der Marktanalyse: