Die Fotografen mit den größten Portfolios bei Shutterstock (und andere Statistiken)

Wer kann aus dem Stehgreif sagen, wel­che Fotografen die meis­ten Bilder bei der Microstock-Bildagentur Shutterstock* haben?

Nein, es sind nicht die übli­chen Verdächtigen.

Hier mal die Top 15 Fotografen mit den meis­ten Bildern bei Shutterstock:

  1. Helga Esteb: 67.798 Dateien (Celebrity)
  2. John T Takai: 67.272 Dateien (Illustrationen)
  3. Netfalls: 53.646 Dateien (People, Lifestyle)
  4. Yuri Arcurs: 53.388 Dateien (People, Lifestyle)
  5. wave­bre­ak­me­dia: 52.062 Dateien (People, Lifestyle)
  6. P.Uzunova: 47.320 Dateien (Hintergründe, Reisen)
  7. Featureflash: 43.734 Dateien (Celebrity)
  8. line­ar­test­pi­lot: 41.395 Dateien (Illustrationen)
  9. Gregory Gerber: 40.824 Dateien (Food)
  10. Elnur: 39.780 Dateien (Freisteller)
  11. Shebeko: 38.168 Dateien (Food)
  12. High Leg Studio: 37.632 Dateien (Illustrationen)
  13. Kheng Guan Toh: 37.349 Dateien (Illustrationen)
  14. ilolab: 36.373 Dateien (Hintergründe, Texturen)
  15. Vit Smolek: 35.684 Dateien (Abstrakt)

Diese Liste ist nur ein win­zi­ger Ausschnitt aus den Daten, die der rus­si­sche Fotograf Serge Black auf sei­ner Seite Microstock time zur Verfügung stellt. Die Liste umfasst bei ihm alle Shutterstock-Mitglieder, die min­des­tens ein Bild hoch­ge­la­den haben, das sind ca. 33.200 Leute. Außerdem schlüs­selt er das Verhältnis von Fotos/Illstrationen im Portfolio auf, von vertikalen/horizontalen Bildern und so wei­ter.

Es gibt des­wei­te­ren eine Übersicht, wie das Verhältnis ins­ge­samt zwi­schen Fotografen und Illustratoren gewich­tet ist und über die Entwicklung der Neuanmeldungen von Fotografen. Ich habe letz­te­res mal gra­fi­sch auf­be­rei­tet:

Das Boomjahr war dem­nach 2009, beim Rückgang der Anmeldungen für 2011 muss jedoch berück­sich­tigt wer­den, dass die vor­lie­gen­den Zahlen noch vom Oktober 2011 sind, aber selbst bis zum Jahresende wird der Wert von 2010 sicher nicht wie­der auf­ge­holt wer­den.

Hier noch die gra­fi­sche Übersicht über die Verteilung der Portfoliogrößen unter allen Mitgliedern:


Ca. 49% der Fotografen haben dem­nach weni­ger als 100 Bilder im Portfolio. Die 25 Kontributoren mit den größ­ten Portfolios hin­ge­gen haben zusam­men ca. eine Million Dateien im Angebot. Ein Hinweis zum Lesen des Diagramms. Es ist logi­sch, dass die Zahl nach oben hin immer wei­ter abnimmt, weil jeder der Fotografen einer höhe­ren Portfolio-Größe auto­ma­ti­sch auch bei den gerin­ge­ren Portfolio-Größen mit­ge­rech­net wird (abge­se­hen von der ers­ten „weni­ger als 50 Dateien“-Kategorie). Ich selbst habe ca. 600 Fotografen vor mir, die ein grö­ße­res Portfolio haben als ich.

Und wie steht ihr da? Was für span­nen­de Rückschlüsse las­sen sich aus die­sen Daten noch zie­hen?

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21 Gedanken zu „Die Fotografen mit den größten Portfolios bei Shutterstock (und andere Statistiken)“

  1. Sehr inter­es­san­te Sache! Ja, der Boom ist sicher lang­sam vorbei…was ja auch gut ist…die Frage ist mehr, was jetzt pas­siert?

    Da ich aber exklu­siv bei Fotolia bin, nimmt es mich mal Wunder, ob über die­se auch irgend­wel­che Statistiken da sind? Es ist bei Fotolia ja nicht mal mög­li­ch, anzu­zei­gen, wie viel man mit wel­chem Bild ver­dient hat 🙁

  2. Spannend wären noch die Verdienste der Top 15. Nach mei­nen Erfahrungen müss­ten „Gregory Gerber“ und „Elnur“ mehr Einnahmen haben als „Yuri Arcurs“. Aber ich kann Celebrities und Illustrationen nicht Einschätzen.
    Vielen Dank für die Statistiken.

  3. @Rob: es ist ganz gewiss nicht so, dass aus dem grö­ße­ren Port auto­ma­ti­sch bes­se­re Umsätze fol­gen. Gerade im Fall von Elnur – der sei­ne Einkünfte auf der Mexpo mehr oder weni­ger offen gelegt hat – sogar ganz sicher nicht. Die Unterschiede in den RPIs zwi­schen den Ports sind dra­ma­ti­sch und kön­nen durch­aus im Verhältnis 1:10 lie­gen.

  4. Robert, ist das eigent­li­ch Datenschutzrechtlich ok, dass die Grösse eine Portfolios ver­öf­fent­licht wird. Fehlen nur noch, dass die monat­li­chen Umsätze und RPIs ver­öf­fent­licht wer­den.

  5. Bei dem zwei­ten Diagramm sind die Achsenbeschriftungen ver­tauscht. Unten müss­te eigent­li­ch die Grösse des Portfolios ste­hen, links die Anzahl der Kontributoren. Ganz stimmt es aller­dings dann immer noch nicht, laut Diagramm haben 4 Kontributoren mehr als 50.000 Dateien, in der ers­ten Liste sind aber 5 Kontributoren auf­ge­führt. Interessant wäre noch ein Verleich von der Größe und Art des Portfolios mit der Anzahl der Downloads.

  6. @Andreas: Das sind alles Informationen, die öffent­li­ch auf der Shutterstock-Webseite für jeden selbst ein­seh­bar sind. Die genann­te Webseite prä­sen­tiert die Daten nur in über­sicht­li­che­rer Form, ähn­li­ch wie die Personensuchmaschinen Yasni oder 123people.

  7. @Kzenon
    Ja gera­de das mei­ne ich ja. Ich selbst ver­die­ne am meis­ten Geld mit Freistellern. Ich hab jetzt zwar kein wirk­li­ch repre­sen­ta­ti­ves Portfolio, aber ich habe das Gefühl, daß People sich etwas trä­ger Verkaufen als Food/Freisteller.
    Daher mei­ne Vermutung, daß Elnur mehr ver­die­nen könn­te als Yuri

    @Andreas
    Mit etwas Mühe kann man sich die­se Daten bei den Agenturen selbst beschaf­fen, daher sehe ich das Datenschutzrechtlich nicht als bedenk­li­ch an.

  8. Irgendwie bin ich für die zwei­te Tabelle zu blöd. -50 Fotografen haben 12678 Bilder, was bit­te ist damit gemeint?

  9. Robert,oben schreib­st du ca.33200 hät­ten min­des­tens eine Datei hochgeladen.Wenn ich mir aber das Diagramm zur Portfoliogrösse anschaue kom­me ich allein bei den Anbietern von bis zu 2000+ Dateien auf weit mehr als 70000!?

  10. @max: Wie Steffen im Kommentar schon geschrie­ben hat: Die bei­den Achsenbeschriftungen wur­den ver­se­hent­li­ch ver­tauscht. Also 12678 Fotografen haben weni­ger als 50 Bilder (-50) online.

  11. @daniel: Das habe ich zu erklä­ren ver­sucht. Jeder Fotograf, der zum Beispiel über 2000 Bilder online hat, wird auto­ma­ti­sch auch in den vori­gen Kategorien mit­ge­zählt, da er ja eben­falls mehr als 100 und mehr als 500 Bilder etc. hat. Die Zahlen las­sen sich dem­nach NICHT addie­ren.

  12. Ich muss noch mal wegen des zwei­ten Diagrams nach­ha­ken: Meines Erachtes ist die Aussage fal­sch, dass ca. 62% der Fotografen nur zwi­schen 50–100 Bilder im Portfolio haben. Da die Spalten ja aus­sum­miert sind, müss­te sich die abso­lu­te Anzahl der Fotografen mit nur 50 bis 100 Bildern aus F (50+) – F (100+) erge­ben, also 20618 – 16008 = 4610. Das wären dann bezo­gen auf 20618 nur 22%.

    Auf 62% kom­me ich, wenn ich F (-50) rela­tiv zu F (50+) betrach­te, bloss bleibt mir da die Aussage dahin­ter ver­bor­gen.

    Die Aussummierung der Spalten ist eigent­li­ch eher ver­wir­rend, zumal sie bei der ers­ten Spalte nicht gemacht wird. So kann man eigent­li­ch nur sehen, dass die Anzahl der Fotografen sinkt, je mehr Bilder sie anbie­ten. Aber das konn­te man sich vor­her auch schon den­ken… 😉

  13. @Steffen: Ja, ich habe noch mal nach­ge­rech­net, die 62% sind fal­sch. Richtig müss­te der Satz lau­ten: „Ca. 62% der Fotografen haben dem­nach über 50 Bilder im Portfolio.“ Oder wie ich es gemeint hat­te: „Ca. 49% der Fotografen haben dem­nach weni­ger als 100 Bilder im Portfolio.“

  14. Was du immer fin­dest 😉 Danke für die Zahlen. 

    Dank dem rus­si­schen Fotografen weiß ich jetzt, dass ich auf der 4811 Stelle ste­he. Dafür, dass ich erst vor 2 Jahren ange­fan­gen habe und das neben­be­ruf­li­ch betrei­be, ist es OK. Mein Ziel 1000 Bilder im Portofolio zu haben wür­de mich gera­de ein­mal um 1000 Plätze ver­bes­sern (viel­leicht aber auch nicht, da ande­re Portfolios eben­falls wach­sen).

    Schade nur, dass man kei­ne Umsatzzahlen sieht. Mich wür­de inter­es­sie­ren, ab wel­cher Portfoliogröße man davon leben könn­te.

  15. @Alex
    Du kann­st dir doch anhand dei­ner eige­nen Umsätze aus­rech­nen wie­vie­le Bilder du brauchst um davon leben zu kön­nen

  16. @das ist eben die Frage, stei­gen die Umsätze pro­por­tio­nal zum stei­gen­den Portfolio? Im Moment im Moment stei­gen die Umsätze sogar über­pro­por­tio­nal, aber wie ver­hält es sich wenn ich statt 730 4000 Bilder habe?

  17. Vielen Dank für die tol­len Infos, Robert!
    Ich woll­te gera­de mal den RPI der o.g. größ­ten Kontributoren abschät­zen und habe dazu das entrspre­chen­de Portfolio bei Fotolia auf­ge­ru­fen. Die Sortierung nach Downloads ist schon ernüch­ternd. Yuri ist bei den Massenproduzenten weit vor­ne (wer hät­te etwas ande­res erwar­tet ;-))…

    Yuri Arcurs: Top sel­ler: 4920 down­loads; 100. Platz: 414 down­loads.
    WavebreakMedia(Micro): Top sel­ler 1627 down­loads; 100. Platz: 74 down­loads.
    Elnur: Top sel­ler: 1302 down­loads; 100. Platz: 38 down­loads.
    ilolab: Top sel­ler 253 down­loads; 100. Platz: 8 down­loads.
    Netfalls: Top sel­ler: 235 down­loads; 100. Platz: 7 down­loads.
    John T Takai: Top sel­ler 236 down­loads; 100. Platz: 6 down­loads.
    lineartspi­lot: Top sel­ler 23 down­loads; 100. Platz: 1 down­load.

    Wenn die Verkäufe bei den ande­ren Agenturen ähn­li­ch sind wie bei Fotolia, kann ich mir kaum vor­stel­len, dass die vie­le Arbeit bei den letzt­ge­nann­ten Anbietern ver­nünf­tig inves­tiert ist.
    Wenn ich mir die jewei­li­gen port­fo­li­os so anse­he, hät­te ich auch die­se Rangfolge bei den Verkäufen erwar­tet. Kreativ und kon­zep­tio­nell gut erstellt ver­kauft sich auch gut.

    Was mich noch inter­es­sie­ren wür­de sind die Celebrety Anbieter. Verkauft sich das?

  18. @Martin: Du mus­st beden­ken, dass Shutterstrock auf­grund des Abo-Modells meist deut­li­ch mehr Verkäufe erzielt als Fotolia. Zu den Celebrity-Anbietern kann ich wenig sagen, aber ich glau­be, auch da macht es die Masse, weil es kurz­le­bi­ges Material ist, was meist auch nur redak­tio­nell genutzt wer­den kann.

  19. @ Martin

    Downloads/Verkäufe sind nicht gleich Umsatz zu wer­ten! Mein per­sön­li­cher Bestseller nach Downloads hat 80% weni­ger Umsatz ein­ge­bracht als ein ande­res Bild aus mei­nem POrt mit 25% weni­ger Downloads.

  20. @pressefotograf:
    Da hast sicher­li­ch Recht, dass down­loads und Umsatz nicht 1:1 zu ver­rech­nen sind. Wenn ich mir mein Portfolio bei Shutterstock und bei Fotolia anse­he, sehe ich aber, dass die Umsatzstärksten Bilder auch am meis­ten ver­kauft wur­den. Und ein kur­zer Blick zu isto­ck (die ich seit einem Jahr nicht mehr belie­fe­re), 123RF und Dreamstime zeigt mir das Gleiche.
    Meine Einschätzung ist, dass die Produzenten, die bei Fotolia vie­le down­loads haben, auch bei Shutterstock vie­le down­loads haben (und auch einen hohen Umsatz). Und ich fra­ge mich mit mei­nen gest­ri­gen Aussagen, ob die Massenproduzenten, die (bei Fotolia) nicht so vie­le down­loads haben, ein­fach am Markt vor­bei pro­du­zie­ren, weil sie so sehr auf Quantität set­zen.

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