Bilderklau im Internet – Teil 2

Vor zwei Wochen hat­te ich im Blog einen Artikel mit dem Titel „Bilderklau im Internet – Strafen oder sein las­sen“ geschrie­ben, bei dem die Kommentare nur so ein­pras­sel­ten. Der Tenor der Aussagen: Man muss nicht immer sofort mit dem Anwalt kom­men. Sehe ich genau­so. Aber reicht eine freund­li­che Mail?

Folgender Fall:
Ich habe wie­der im Internet gesucht, wo mei­ne Fotos benutzt wer­den. Dafür gibt es ver­schie­de­ne Methoden, die ich im Artikel „10 Tipps zum Finden der eige­nen Fotos“ beschrie­ben habe. Diesmal wur­de ich wie­der fün­dig, aber auf einem ande­ren Weg.

In den Logdateien mei­ner Webseite ver­zeich­ne­te ich auf­fäl­lig vie­le Besucher von der Social-​Networking-​Webseite www.jappy.de. Ich habe mir die Webseite genau­er ange­se­hen und gemerkt, dass es dort ein Sport zu sein scheint, Bilder mit ganz vie­len ande­ren Menschen zu tau­schen, bzw. die­se in den Gästebüchern der Freunde zu zei­gen. Leider schert es die meis­ten über­haupt nicht, ob die Fotos urhe­ber­recht­lich geschützt sind oder nicht.

Da gibt es Screenshots von Filmen, kom­mer­zi­el­le Bilder aus Bildagenturen, Fotos von Flickr und eben auch Fotos von ande­ren Webseiten, zum Beispiel mei­ner. Innerhalb eini­ger Minuten habe ich drei mei­ner Fotos in den Gästebüchern und Foren von jappy.de gefun­den. Die meis­ten der Fotos wer­den auch nicht kopiert, son­dern per Hotlinking ein­ge­fügt. Das führt neben der Urheberrechtsverletzung noch zu zusätz­li­chem Traffic bei den Originalseiten, von wo die Fotos kom­men, für den die Betreiber meist Geld zah­len müs­sen. Sie wer­den damit also dop­pelt geschä­digt.

Weil das bei jappy.de kei­ne ein­ma­li­gen Ausrutscher sind, weil die Bilder als Hotlink genutzt wer­den und weil meh­re­re mei­ner Bilder betrof­fen waren, woll­te ich nicht nur eine net­te Mail schrei­ben, son­dern mich für mei­ne Arbeitszeit, in der ich die Bilder suchen muss­te, ent­schä­di­gen las­sen.

Immerhin: jappy.de hat eine gut find­ba­re eige­ne Emailadresse für Rechtsverletzungen und ich bekam inner­halb einer Stunde Antwort von der Rechtsabteilung. Der Mitarbeiter tei­le mir mit, dass die betref­fen­den User infor­miert wur­den und sich bei mir mel­den sol­len.

Stillleben mit Obst

Am nächs­ten Tag bekam ich einen Anruf von der Frau, die eins der Bilder geklaut hat­te. Es han­delt sich um ein Obstfoto, was bei einer Google Images-​Suche nach „Obst“ rela­tiv weit vor­ne auf­taucht. Das Obstfoto sieht viel­leicht „dahin­ge­wor­fen“ aus, erfor­der­te aber einen sorg­fäl­ti­gen Aufbau und Obst im Wert von über 30 Euro.

Die Dame argu­men­tier­te nach die­sem Muster:
– das sei total üblich bei Jappy
– das Bild habe sie nicht von mir, son­dern das gab es bei Google
– sie wuss­te nicht, dass das ver­bo­ten sei
– wenn das bei Google ange­zeigt wird, muss das doch kos­ten­los sein

Nach einer Weile sah sie ein, dass ihre Handlung nicht rech­tens war. Ich bot ihr schlicht an, das Foto in der kleins­ten Web-​Auflösung nach­träg­lich über mei­ne Bildagentur zu lizen­zie­ren und fer­tig. Fand ich fair. Kostenpunkt: 20 Euro. (Ja, da hat sie etwas Pech gehabt: Andere Fotos von mir wer­den auch für 5 Euro in der Web-​Auflösung ange­bo­ten bzw. sehr ähn­li­che Obst-​Fotos gäbe es als Microstock-​Fotos auch für 1 Euro, aber das betref­fen­de Foto wird von mir aus­schließ­lich über eine etwas teu­re­re Agentur ver­trie­ben).

Daraufhin mein­te sie zu mir, dass das doch nicht mein Geschäftsmodell sein kön­ne, die Leute über Google zu mei­nen Fotos zu locken und dann Geld zu kas­sie­ren. Da war ich baff. Ich erin­ner­te sie dar­an, dass ich ers­tens nie­man­den gezwun­gen habe, mein Foto ohne mei­ne Erlaubnis zu kopie­ren und zwei­tens sowohl im Foto selbst als auch auf der Seite, wo mein Foto gezeigt wird, deut­lich ein Copyright-​Zeichen zu sehen ist, was mich als Urheber des Fotos aus­weist. Mit allen dazu­ge­hö­ren Rechten, wie bei der Nutzung Geld zu ver­lan­gen.

Ich erin­ner­te auch dar­an, dass ich mit mei­ner Mail ihr Anwaltskosten in Höhe von meh­re­ren hun­dert Euro spa­ren wür­de. Aber statt Dankbarkeit ern­te­te ich Wut. Finde ich ehr­lich gesagt ver­ständ­lich, aber was soll ich machen? Alles igno­rie­ren? Meine Zeit dafür opfern, net­te Emails an die Bilderdiebe zu schrei­ben, ohne dafür ent­schä­digt zu wer­den? Was meint ihr dazu? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Ich habe mich für die Variante „net­te Mail plus Rechnung“ ent­schie­den. Die 20 Euro wur­den bezahlt. Eine regel­mä­ßi­ge Bildkäuferin wird die Frau sicher trotz­dem nicht wer­den. Der Kontakt zu den zwei ande­ren Usern steht noch aus.

78 Gedanken zu „Bilderklau im Internet – Teil 2“

  1. Hallo Herr Kneschke,

    ein inter­es­san­ter Beitrag! Habe seit 2 Wochen auch „extrem“ vie­le Zugriffe, in dem Fall eine ande­re Community, www33.vec-community. Ob Bilder dort gela­den sind sieht man nicht direkt, da nur über Einwahl mög­lich. Was tun??

    Schöne Grüße Robert

  2. Gerade mit Hotlinking kann man wun­der­voll sei­nen Schabernack trei­ben – wenn man sich mit HTACCESS aus­kennt, sogar ohne die nor­ma­len Links zu beein­träch­ti­gen. 🙂

    Aber gene­rell ist es schon sehr ärger­lich, vor allem wenn man nur die Suchmaschine bei FlickR benut­zen müss­te, um frei ver­wend­ba­re Bilder zu fin­den – die viel­leicht nicht ganz so gut sind, aber den Zweck erfül­len.

  3. @Robert: Wenn die Community kos­ten­los ist, ein­fach eine neue Emailadresse neh­men (Yahoo, GMX, Web.de oder wie sie alle hei­ßen) und sich anmel­den. Dann siehst Du auch, wie die Fotos genutzt wer­den.

  4. Ich hat­te in dei­nem letz­ten Beitrag ja schon­mal was zu Hotlinking geschrie­ben.
    Ich beob­ach­te mei­ne Referrer-​Logs regel­mä­ßig und neh­me auf­fäl­li­ge Seiten (mit Jappy hat­te ich auch schon zu tun) ein­fach auf eine Sperrliste auf. Diese bekom­men dann zukünf­tig ein Bild mit Copyright-​Hinweis ange­zeigt statt dem eigent­lich ver­link­ten Foto.
    Wenn man es aber mit so ver­stock­ten Leuten wie die­ser Dame zu tun hat, sor­ry, dann wür­de ich glaub ich auch mal die juris­ti­sche Keule aus­pa­cken 😉

  5. Jo – auch hier bei mir ein Problem. Das kniff­li­ge an der Sache ist es, dass vie­le Seiten aus die­sem „Hotlink-​Communities“ nicht direkt auf­ruf­bar sind, weil man sich erst ein­log­gen muss.

    Dann müss­te man vom Betreiber immer erst Auskunft for­dern. Das macht die Sache wirk­lich kom­pli­ziert.

    Bei direkt-​verlinkten Bildern aus dem Blog habe ich bis­wei­len so ver­fah­ren, dass ich die direkt ver­link­te Bilddatei durch einen Platzhalter mit dem Text „Bilderklau im Internet kann teu­er wer­den!“ o.ä. ersetzt habe. Hat bis­lang immer gewirkt.

    Generell ist das aber wirk­lich sehr ärger­lich wegen des teil­wei­se immensen traf­fic, der da sinn­los und ohne Gegenwert pro­du­ziert wird…

  6. Wenn eine Firma eines mei­ner Bilder kauft und für eine Webseite ver­wen­det, dann ist ja (nicht wie in dei­nem Fall) kein Copyright-​Wasserzeichen drauf. Und die­ses bereits gekauf­te Bild kann doch eigent­lich jeder ver­wen­den, ohne dass ich als Fotograf je dahin­ter kom­men wür­de, oder?

  7. Bei der „Dame“ hät­te ich tat­säch­lich auch die juris­ti­sche Keule raus­ge­holt. Das hät­te zur Folge gehabt, dass sie sich bei jappy.de tie­risch auf­ge­regt hät­te, aber alle ande­ren wären viel­leicht dar­auf­hin etwas vor­sich­ti­ger.

    Bisher hat­te ich etwas Glück, was Bildklau angeht, aber ganz aus­schlies­sen kann ich das auch nicht. Allerdings suche ich auch nicht stän­dig gezielt danach.

  8. siehst du robert, das mache ich jetzt schon seit jah­ren mit…bilderklau und kei­ner fühlt sich schul­dig, kommst du mit schmu­se­kurs wirst du aus­ge­lacht.

    aus die­sem grun­de nur noch rechts­an­walt, als ver­di mit­glied kos­tet der mich kei­nen cent und bis jetzt haben die jedes­mal gezahlt.

    ach ja.…zwischen 600 – 1000 euro sind das pro bild, dazu kom­men noch die anwalts­kos­ten.

    in die­sem sin­ne

  9. Ach ja, noch­was. Ich fin­de es schon bemer­kens­wert, dass es so Foren oder so was gibt, die qua­si dafür bekannt sind. Es wäre schön, die Betreiber wür­den etwas mehr dafür tun. z.B gene­rell kei­ne ver­link­ten Fotos ver­wen­den las­sen, nur Hochladen und da rie­si­ge Disclaimer ein­blen­den, auf denen man anha­ken muss, dass man ganz sicher alle Rechte an dem Bild hat und es nicht ein­fach in Goggle gesucht hat.
    (Zumal bei Google doch extra fett steht, dass die­se Bilder NICHT rech­te­frei sind, und man als Bilderanbieter man ja auch letz­ten Endes nichts dafür kann, dass die bei Google weit oben sind.)
    Als jemand, der sich nur hob­by­mä­ßig damit beschäf­tigt, kom­me ich dem gan­zen Suchen aber irgend­wie nicht hin­ter­her.

  10. @Joachim: Ja, wie im Artikel beschrie­ben habe ich es die­ses Mal mit den Referer-​Links in den Web-​Logdateien gefun­den. Das letz­te Mal hat­te ich ein Fotokollege dar­auf auf­merk­sam gemacht.

  11. Hmmmm .. ich bin da ein wenig ande­rer Meinung. Natürlich muss man gegen ‚pro­fi­mä­ßi­gen‘ Klau der eige­nen Bilder vor­ge­hen – aber in Fällen wie Yappi & Co. kann man nicht von einer gewerb­li­chen Nutzung aus­ge­hen. Ich wür­de das eher als kos­ten­lo­se Werbung ver­bu­chen. Die Traffickosten sind doch eher im Centbereich anzu­sie­deln.

    In die­sem Zusammenhang sei auf das neu­es­te Marketingunterfangen von Crestock hin­ge­wie­sen, bei dem die Nutzer von WordPress die Bilder von Crestock in Webauflösung nut­zen kön­nen (sofern der Fotograf dem zuge­stimmt hat). Das soll ja in einer Woche star­ten – Yappi ist also sei­ner Zeit nur ein wenig vor­aus …

  12. jappy.de ist mir auch schon seit eini­ger Zeit ein Dorn im Auge!
    Ich ver­trei­be mei­ne Bilder zwar nicht bei Stockagenturen und ver­die­ne auch kein Geld damit, den­noch gefällt mir die­ser Grundgedanke nicht, dass ein­fach irgend­wo mei­ne Bilder ver­wen­det wer­den.

    Eine zeit­lang habe ich ein­fach die hot­ge­link­ten Bilder durch schmud­del­bil­der oder eben pein­li­che Sachen mit glei­chem Dateinamen aus­ge­tauscht, dann haben die­se natür­lich in den Gästebüchern dort gepran­gert. War auch eine Weile ganz wit­zig, ist aber zu viel Arbeit auf Dauer.

    Auch dies­mal warst Du wie­der sehr fair, was die „Bilderdiebin“ aber sicher anders sehen wird.

  13. Das Problem ken­ne ich auch. Allerdings löse ich zumin­dest das Hotlinkingproblem mitt­ler­wei­le durch eine ent­spre­chend ange­passt .htac­cess, die Links von aus­sen kom­plett ver­bie­tet und statt­des­sen ein Hinweisbild aus­lie­fert.

  14. @Kabrett: Der Unterschied zwi­schen Jappy und Crestock ist aber, dass es bei Crestock ers­tens frei­wil­lig ist, zwei­tens die Teilnehmer finan­zi­ell belohnt wer­den und drit­tens auch der Name genannt und auf die Agenturwebseite ver­wie­sen wer­den muss.

  15. Hallo Robert,

    habe den Versuch gemacht mich auf die­ser Seite ein­zu­wäh­len und „Bilder“ zu fin­den.
    Ergebnis kei­nes! Jeder User hat fast hun­der­te Bilder, die alle zu durch­su­chen hat kei­nen Sinn.
    Auch von Jappy gibt es Zugriffe!

    Gruss Robert

  16. Ich habe es mitt­ler­wei­le auf­ge­ge­ben freund­lich zu sein und las­se gene­rell eine Abmahnung per Anwalt sen­den. Das kos­tet den Dieb in der Regel zwi­schen 600 und 800 Euro. Manche unver­bes­ser­li­che erhe­ben Einspruch und lan­den dann vor Gericht wo es dann drei­mal so teu­er wird. Ich habe bis­her jeden Fall gewon­nen der die Rechtslage klar ist.

  17. Das Thema Bilderklau ist bei Ebay sehr ver­brei­tet. Einige Geschädigte haben dann freund­li­che Emails an die­se „Bilderdiebe“ gesen­det. Mit dem Ergebnis das der Geschädigte aus­ge­lacht wur­de. Auch eine Androhung auf eine recht­li­che Auseinandersetzung haben nichts gebracht. Auf Grund des­sen wur­den dann alle erwisch­ten Bilderdiebe per Anwalt abge­mahnt und dies hat dann bei den Erwischten so eine Art erzie­he­ri­sche Maßnahme bewirkt.

  18. Naja, dazu sag ich nur ‚Welcome to hard life‘^^
    Ich den­ke schon, dass du rich­tig gehan­delt hast… Bin gespannt ob sich die ande­ren über­haupt mel­den… hat die ers­te sich rela­tiv frei­wil­lig gemel­det?^^

    Ich den­ke letzt­end­lich geht es bei dem Bilder suchen auch nicht um die paar Euros, son­dern ich fin­de es ist wich­tig Zeichen zu set­zen… Dafür soll­te auch einem ein biss­chen Zeit nicht zu scha­de sein.
    Währet den Anfängen… Je frü­her man agiert, des­to mehr kann man den Bilderklau unter­bin­den. Ich den­ke, es ist genau wie bei einer Gehaltskürzung (kennt man ja bei Fotojournalisten schon^^) … Wer sich nicht am Anfang dage­gen wehrt, bekommt letzt­end­lich immer weni­ger.

    MfG
    Mere

  19. Die Dame war viel­leicht so emp­find­lich, weil es tat­säch­lich mal jemand gab, der es dar­auf ange­legt hat, sich Lebensmittelfotos klau­en zu las­sen, um durch nach­träg­li­che Lizenzierungen und Abmahnungen dick Kasse zu machen:
    http://www.heise.de/ct/Online-Fotos-abgemahnt–/artikel/126159

    Von Jappy habe ich noch nie etwas gehört. Ich habe gera­de mal mein Logfile für September durch­ge­schaut. Bingo, Bilder von mir sind in min­des­tens 7 Jappy-​Gästebüchern. Ich ver­öf­fent­li­che nur Reisebilder (Tiere, Namibia, Botswana, etc.), mit denen ich kein Geld ver­die­nen will. Insofern kein gro­ßes Drama. Aber for­mal wer­den die Lizenzbedingungen (Creative Commons NCBYSA) auch nicht ein­ge­hal­ten. Davon abge­se­hen: Wofür ist die­ses Jappy eigent­lich gut? Um tau­sen­de kit­schi­ge Bilder als Gästebucheintrag zu bekom­men? Gerade ange­mel­det und 10 Minuten spä­ter schon 5 kit­schi­ge Bilder von unbe­kann­ten Personen in mei­nem Gästebuch? Welchen Sinn macht das? Wahrscheinlich bin ich zu alt, um das zu begrei­fen.

    Sehr lus­tig ein Satz aus der Selbstbeschreibung von Jappy: „Alles, was bei Jappy auf­taucht, stammt von der Jappy-​Gemeinde selbst. “

  20. Man kann in der .htac­cess auch den Zugriff von bestimm­ten Seiten ver­bie­ten. Das fin­de ich etwas bes­ser, da ich nicht pau­schal jeder Seite ver­sa­gen möch­te Bilder abzu­ru­fen. Grad im web­ba­sier­ten RSS-​Reader macht das kei­nen guten Eindruck.

    Meiner Meinung nach müss­ten die Betreiber sol­cher Plattformen zu Verantwortung gezo­gen wer­den, da sie die Urheberrechtsverletzung wis­send dul­den bzw. dies durch ent­spre­chen­de Funktionalitäten mög­lich machen.

  21. Ach ja, jappy.de…

    Manche Leute wis­sen es halt nicht bes­ser. Sicher, Unwissenheit schützt nicht vor Strafe, aber bei irgend­wel­chen Teenies kommt von mir auch erst mal eine Ermahnung. Sauer und even­tu­ell teu­er wer­de ich aber, wenn die Leute nicht nur dumm, son­dern auch dreist sind und anfan­ge, her­um­zu­pö­beln.

  22. Hallo Robert,

    ich lese dei­nen RSS-​Feed schon eini­ge Wochen. Du machst eine tol­le Arbeit – dan­ke dafür!

    Ich schät­ze 95% der Surfer ken­nen sich nicht mit dem Urheberrecht aus und kopie­ren alles, was sich kopie­ren lässt, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Das schützt (lei­der) vor Strafe nicht. Wobei du wirk­lich sehr Userfreundlich gewe­sen bist und es als Warnschuss zu ver­ste­hen ist. Wie ein Knöllchen wegen falsch Parkens.

    Wenn alle wüss­ten – in ver­ständ­li­chen, ein­fa­chen Worten – wie die Rechtslage ist, dann wäre der Missbrauch gerin­ger. So wie es sich inzwi­schen schon rum­ge­spro­chen hat, dass es nicht erlaubt ist, Film-​DVDs zu kopie­ren oder run­ter­zu­la­den.

    Deutsche Gesetzestexte sind kom­pli­ziert, schnell ist was falsch gemacht und eine Abmahnung im Briefkasten, davon gibt es ja genü­gend Fälle für Unternehmer (Widerrufsrecht, Verpackungsverordnung…). Unter die­sem Gesichtspunkt fin­de ich einen Warnschuss (Brief + 20 Euro „Strafe“) sehr human! Ich wünsch­te, das wür­de sich auch bei ande­ren Verstößen statt einer Abmahnung durch­set­zen. Warnschuss. Fertig. Bei noch­ma­li­gem Verstoß darfs dann auch die Abmahnung sein. Natürlich bin ich dafür, dass ent­stan­de­ne Nutzung ent­gol­ten wird, ins­be­son­de­re von kom­mer­zi­el­len Nutzern.

    Zum Thema Urheberrecht gibt es viel Aufklärungsarbeit zu leis­ten. Die ist anstren­gend, eben weil es zu vie­le Unwissende gibt und die erst mal nicht ver­ste­hen, war­um es denn nicht erlaubt ist, ein­fach ein Bild zu kopie­ren… oder den Text einer Webseite… oder eine E‑Card…

    Ich habe den Textklau mei­nes Dienstleistungsangebotes von einer Juristin (!) aus der Schweiz, kopie­ren mei­ner Skizzen von ande­ren Urhebern (!) bis zum Einfügen mei­ner E‑Cards in gro­ßen Userforen schon erlebt und fin­de so was ziem­lich anstren­gend. Die Juristin reg­te sich auf, sie hät­te doch eini­ge Wörter ver­än­dert, es wäre gar nicht 1:1 (sie hat­te sogar einen Tippfehler über­nom­men), die Skizzen-​Diebin mein­te, ich sol­le mich doch nicht so anstel­len und die User in gro­ßen Communities: Da habe ich es auf­ge­ge­ben. Bei letz­te­ren bin ich der Meinung muss der Betreiber, der damit sein Geld ver­dient (und das tun sie), Aufklärungsarbeit leis­ten und auf die Einhaltung von Urheberrechten ach­ten. Ich fin­de, die dür­fen sich nicht aus der Verantwortung steh­len.

    Ich freue mich wei­ter­hin auf dei­ne Beiträge, Robert!

    Anja

  23. Durch die­sen Beitrag hab ich auch ein Foto von mir bei die­sem Jappy.de gefun­den… Man soll­te sich öfter mal die Referrer anse­hen…
    Allerdings stört mich das bei die­sem einen Bild gera­de nicht, weil ich mit dem sowie­so nicht so zufrie­den war 🙂

  24. Tja 🙂 Jappy irgend­wann mal eine net­te Kontaktseite, dann haben die 13jährigen das Internet gefun­den, da bin ich echt froh das ich kei­ne „Kitsch„Bilder von Pferden etc oben habe …ISt aber auch ein läs­ti­ges Problem in ande­ren Communities, da denkt man ein Kumpel hat geschrie­ben und was ist es ein läs­ti­ger Gaul vor Sonnenaufgang. Hallo, ihr 12 Jährigen Mädels .. nein der ist nicht süß. Als Fotograph fin­de ich es nur schlimm aber ok, wenn jetzt jedes Mädel und jeder der nix bes­se­res zu tun hat abge­mahnt wer­den soll .. naja

  25. Hallo Robert,

    inzwi­schen habe ich Antworten von den Betreibern bekom­men, die nun die­se Links löschen. Ansonsten sind sie ein biss­chen empört, wegen Anwalt und so…

    Auf die­sen Seiten kann man auch noch Bilder fin­den:
    zdrivers.iphpbb3.com/forum/index.php?nxu=78638741nx16867
    de.sevenload.com/bigbrother/forum/new/post/y2Z0bbU/Tr9kvlb

    Glaube bei einem Link muss man sich anmel­den??

    Also momen­tan gibt es genug Zugriffe auf mei­ne Webseite!

    Gruß Robert

  26. Hier wird häu­fig die „juris­ti­sche Keule“ erwähnt, sei­en wir aber mal ehr­lich: wie vie­le Menschen auf Jappy.de bekom­men davon Wind? Ich den­ke Anja hat Recht, dass die Leute sich der Tragweite ihres Handelns kaum bewusst sind. Auch stellt sich die Frage, was für eine Satisfaktion man erhält, wenn man 14jährige abmahnt. Mal ganz abge­se­hen von derda­für auf­ge­wand­ten Zeit.
    Die Problematik ist doch viel­mehr die sel­be, wie die Versuche der Platten- und Softwareindustrie das Anfertigen von Raubkopien durch dra­ko­ni­sche Maßnahmen zu unter­bin­den. Die Kosten für die Kampagnen ver­schlin­gen hor­ren­de Summen, der Erfolg ist frag­wür­dig und am Unrechtsbewußtsein ändert sich eben­falls kaum etwas.

    Folglich muss der Prophet doch zum Berg kom­men, wenn es umge­kehrt nicht funk­tio­niert, sprich: man muss sich über­le­gen, wie man sein Geschäftsmodell anders kon­zep­tio­niert und ob es sinn­voll ist sei­ne Bilder in hoher Auflösung und in frei zugäng­li­chen Bereichen im Netz zu plat­zie­ren.

  27. @Meine Bilder wirst Du nir­gend­wo in hoher Auflösung im Netz fin­den. Und die klei­nen Versionen rei­chen den Dieben ja. Und zei­gen? Na ja, irgend­wie müs­sen die Bildkäufer ja die Fotos sehen, bevor sie ent­schei­den, dafür Geld aus­zu­ge­ben.

  28. Ich habe den Eindruck das „nett“ sein zu Bilderdieben rei­ne Zeitverschwendung ist. Die Leute sind in den meis­ten Fällen nicht blöd und wis­sen genau was sie tun.
    Eine Anzeige und die Einleitung straf­recht­li­cher Mittel ist oft das ein­zigs­te Mittel was die­se Diebe ver­ste­hen.
    Alles wei­te­re Diskussion ist fast sinn­los.

  29. @heiko Super Idee 🙂 Das ist so,a als ob Du auf eine Ameise tre­ten wür­dest und Dir dann sagst „der hab ich es aber mal so rich­tig gezeigt, wer­den die ande­ren schon sehen, was sie davon haben“

    @R.Kneschke Dir geht es also ums Prinzip und die nicht vor­han­de­ne Einsicht, dass „Recht haben“ und „Recht bekom­men“ zwei unter­schied­li­che Dinge sind. Denn mal ehr­lich: lohnt es sich für Thumbnails den Rechtsweg ein­zu­schla­gen? Man ram­po­niert sei­ne Nerven, sei­nen Geldbeutel und hat eine der o.g. Ameisen zer­malmt – wenn man in der Lage ist sich damit bes­ser zu füh­len, wohl denn, aber ich den­ke nicht, dass man damit das Problem löst.

  30. So ein Quatsch aber auch – Euch Fotografen ent­geht in die­sen Communities nichts – kein cent!
    Das sind kei­ne Bildkäufer! Und die 20€ erset­zen den Aufwand sicher nicht.
    Nein, das ist ein ganz fal­scher Ansatz – statt com­mu­nities zu ver­schre­cken küm­mert Euch lie­ber um Eure Kunden.

  31. Hallo,

    jetzt mal eine blö­de Frage.
    Woran erken­ne ich eigent­lich, ob ein Foto gekauft ist oder nicht?
    Sagen wir mal, ich habe ein Top-​Foto bei Fotolia. Es ist schon 2000 mal ver­kauft wor­den und zwar beson­ders als Web-​Bild. Nicht jeder wird einen Coyright-​Vermerk unter das Bild schrei­ben (beson­ders wenn so ein Bild als Designelement genutzt wird). Ich den­ke es könn­te pein­lich wer­den, wenn jemand ange­mahnt wür­de, der eine Lizenz erwor­ben hat.

    Gruß
    Volker

  32. @Volker: In der Regel soll­te Dir die Bildagentur Auskunft dar­über geben kön­nen, ob eine bestimm­te Nutzung von ihr lizen­ziert wur­de oder nicht. Ist bei meh­re­ren hun­dert Verkäufen viel­leicht auf­wän­dig, aber mög­lich.
    Bei mei­nen Fotos erken­ne ich das oft dar­an, dass mein eige­nes Copyright-​Zeichen auf den Bildern ist, die Fotos also eine Version sind, die nicht über Agenturen gekauft wor­den sein kann. Außerdem sehe ich manch­mal nur Ausschnitte mei­ner Fotos, wo das Wasserzeichen einer Bildagentur weg­ge­schnit­ten wur­de. Das muss nichts hei­ßen, ist aber prin­zi­pi­ell ver­däch­tig.

  33. die Frau hat tat­säch­lich für so einen Mist 20 Euro bezahlt ???
    Wer sei­ne Bilder im Internet ver­öf­fent­licht der soll­te gene­rell alle Rechte an die­sen Bilder ver­lie­ren !!!

  34. @ M.Kunze:

    Und wer sein Obst auf einen Marktstand legt, soll­te sei­ne Rechte am Obst ver­lie­ren?
    Ich glau­be, die Leute, die ger­ne Nutzungsrechte und geis­ti­ges Eigentum abschaf­fen wol­len, haben noch nicht durch geis­ti­ge Arbeit Geld ver­dient.

  35. @Chr.Strupp:
    Richtig , ich ver­die­ne mein Geld durch kör­per­li­che Arbeit – wobei etwas nach­den­ken muss ich da auch !
    Habe ja auch nichts dage­gen wenn jemand sei­ne Bilder ver­kauft , beson­ders in die­sem Fall mit dem Obstbild . Nur binn ich der Meinung das Bilder die im Internet frei ver­füg­bar sind durch­aus auch für den Privatgebrauch kopiert wer­den kön­nen . Anders ist es natür­lich wenn jemand die Bilder für gewerb­li­che Zwecke nutzt !

    Grüße ,
    m.k.

  36. @ M. Kunze
    Warum soll­te pri­va­te Nutzung kos­ten­los sein? Und was ist „Privatgebrauch“ über­haupt? Ist die z.B. die Website eines Vereines pri­vat oder gewerb­lich? Und wenn der Verein 2000 Mitglieder hat?
    Ich stel­le durch­aus Bilder kos­ten­los zur Verfügung – aber ich möch­te die ver­schen­ken und nicht geklaut bekom­men.
    Die Wohnung, die ich pri­vat bewoh­ne, muss ich auch bezah­len.

    Grüße
    CS

  37. @Chr.Strupp
    Du neigst ja echt dazu Äpfel mit Birnen zu ver­glei­chen .
    Wenn die Herstellung eines Fotos von Dir in etwa den Wert eines Hauses ent­spricht und auch die Rproduktion sich in etwa der sel­ben Größenordnung befin­det dann wäre der Vergleich wohl ange­bracht ! Warum Veröffentlichst du eigent­lich Deine Bilder im Internet wenn dir doch schein­bar so viel an dem Wert dei­ner Bilder liegt ?

    Grüße ,
    m.k.

  38. @Matthias: Ich mag die Vergleiche von Herstellungspreises aus ver­schie­de­nen Gründen nicht so, aber um beim Obst-​Bild zu blei­ben: Das gezeig­te Obst hat mich ca. 20 Euro gekos­tet, da nicht nur Äpfel und Birnen zu sehen sind, die auch sonst in der Küche lie­gen wür­den, son­dern auch exo­ti­sche (ergo teue­re) Früchte gezeigt wer­den. Und die Kamera, die Studiobeleuchtung, die Software für die Nachbearbeitung (Adobe Photoshop kos­tet ca. 1000 Euro!) etc. sind alles Kostenfaktoren. Warum soll­te ich da ein Bild ver­schen­ken?

  39. > Warum Veröffentlichst du eigent­lich Deine Bilder im Internet
    > wenn dir doch schein­bar so viel an dem Wert dei­ner Bilder liegt ?

    Ja, war­um haben Berufsfotografen wohl Websites mit ihren Bildern drauf?

  40. > Warum Veröffentlichst du eigent­lich Deine Bilder im Internet
    > wenn dir doch schein­bar so viel an dem Wert dei­ner Bilder
    > liegt ?
    » Ja, war­um haben Berufsfotografen wohl Websites mit ihren
    » Bildern drauf?

    Wenn Fotografen ihre Bilder poten­ti­el­len Kunden zei­gen wol­len aber kei­ne freie Nutzung wün­schen, spricht doch nichts dage­gen, einen Bereich ein­zu­rich­ten, der nur nach Anmeldung ein­seh­bar ist und von dem aus auch kein hot­lin­king mög­lich ist.
    Wenn jemand sei­ne Bilder absicht­lich frei zugäng­lich macht den­ke ich, daß er mit einer ver­link­ten Nutzung rech­nen muß (und das beinhal­tet auch kom­er­zi­el­le Nutzung).
    Diese Vernetzung von Inhalten ist doch gera­de der Grundgedanke des Internet.
    Wer sich über hot­lin­king beschwert, wenn sogar das Wasserzeichen noch in dem Bild ent­hal­ten ist, den kann ich wirk­lich nicht ver­ste­hen – der hat aus mei­ner Sicht das Medium Internet ein­fach nicht begrif­fen und soll dann halt sei­ne Bilder nicht in einem ver­net­zen Medium öffent­lich zugäng­lich machen.
    Und der Vergleich mit der Musik/​Filmindustrie hinkt hier sehr stark, denn die­se Firmen haben ihre Sachen nicht frei im Internet zugäng­lich gemacht, son­dern jemand anders hat es getan, im Gegensatz zu dem Fotografen, der es sel­ber getan hat.

  41. @Chr. Strupp „Und wer sein Obst auf einen Marktstand legt, soll­te sei­ne Rechte am Obst ver­lie­ren?“

    Das mag wohl rich­tig sein, dasss die­se Aussage so nicht halt­bar ist, jedoch möch­tet Ihr (wenn wir schon bei Metaphern sind), dafür, dass Ihr Euer Obst unbe­wacht am eige­nen Stand lie­gen lasst, den „Standbetreiber“ eines ande­ren Obststandes, bei dem der Dieb viel lie­ber ver­weilt, haft­bar machen, anstatt Euch dar­auf zu fokus­sie­ren, wer den Urheberrechtsverstoß und den Diebstahl eigent­lich begeht. Nicht die Plattform, son­dern der Nutzer. Da Ihr aber nicht gegen Nutzer vor­ge­hen wollt und könnt, sucht man sich ein ande­res „Opfer“. Dieses ist ja als Monopolist auch viel ein­fa­cher und gefahr­lo­ser anzu­grei­fen, wes­halb es sich ja auch bes­ser und lau­ter schimp­fen lässt.

    Dass Ihr mit die­ser Art der Kritik aber auch sol­chen Unternehmen und damit dem hier so hoch­ge­hal­te­nen geis­ti­gen Eigentum ande­rer wirt­schaft­li­chen Schaden zufügt, wird kom­plett außer Acht gelas­sen. Wie Versicherungsbetrug „die sind ja groß und ste­cken das weg“. Der Zweck hei­ligt die Mittel, und es ist ein legi­ti­mier Zweck, weil es ja der Selbstzweck ist 🙂 Toll! 🙂

    @R. Kneschke Ich habe selbst mehr­fach die Erfahrung mit Internetusern gemacht, die sich der Illegalität ihres Verhaltens nicht bewußt sind und sogar mei­nen mit dem Argument, dass es ja schließ­lich alle täten, im Recht zu sein. Über so viel Naivität schmun­zeln wir hier in die­ser Runde bzw. fin­des es eigent­lich eher erschre­ckend.
    Gleiches gilt jedoch auch für die Blauäugigkeit von Anbietern urher­brecht­lich geschütz­ter Werke, über die wir uns hier selt­sa­mer Weise nicht wun­dern. Ich kann mei­nen Obststand nachts nicht unbe­wacht ste­hen las­sen und erwar­ten am nächs­ten mor­gen die glei­che Anzahl Äpfel wie­der­zu­fin­den, wie am Vortag. So fuk­tio­niert die­se Welt lei­der nicht. Jeder ist VERPFLICHTET sich um sei­ne eige­nen Pfründe zu küm­mern. Wir wis­sen aus dem Alltag, dass uns kei­ner was schenkt, war­um also hier nicht?

    Daher ist die Einbindung in die htac­cess mei­nes Erachtens der ein­zig gang­ba­re Weg, wenn man nur „ein biss­chen“ zei­gen will, aber Angst vor dem Traffic hat 🙂

  42. Hmm … ich ver­steh die Diskussion hier nicht wirk­lich. Ich fin­de alle Mittel ok. Man muss sich als Bildanbieter die Methoden raus­su­chen, die für einen selbst einen ver­tret­ba­ren Aufwand bedeu­ten und dann auch effek­tiv sind.

    Technisch kann man viel machen: Hotlinking kann man durch oben genann­tes Verfahren per .htac­cess ver­hin­dern. Dann kann man Bildern noch Wasserzeichen ver­pas­sen, mit der rich­ti­gen Software sogar auto­ma­tisch. Damit ist das Bild aber noch run­ter lad­bar. Aber auch das kann man unter­bin­den, wenn man einen Flashfilm her nimmt, der kei­ne Bilder ent­hält son­dern Bilder vom Server nach­lädt. Die unbe­darf­ten User dürf­te das schon mal vor eine Hürde stel­len. Gewieftere Nutzer lau­schen am http traf­fic mit und wis­sen dann, woher der Flash Film sei­ne Bilder bekommt. Das könn­te aber zum Beispiel ein PHP Script sein. Und um die Kommunikation sicher zu machen, könn­te zwi­schen Flash Film und PHP Script ein Verschlüsselungsverfahren zum Einsatz kom­men. Dann weiß der poten­ti­el­le Bilderdieb zwar, woher das Bild theo­re­tisch kommt, kann aber den­noch keins abru­fen, weil er die Verschlüsselung nicht kennt.

    Wenn dar­über hin­aus noch Bilder im Netz auf­tau­chen, hat der Fotograf mei­ner Meinung nach natür­lich das Recht dage­gen vor­zu­ge­hen. Er hat das Recht wirk­lich und dar­an gibts nichts zu rüt­teln, selbst wenn die kos­ten­los Mentalität da was ande­res sagt. Das Recht besteht aber auch wenn die tech­ni­schen Maßnahmen nicht ergrif­fen wer­den.

    Um beim Äpfeldiebstahl zu blei­ben: wenn jemand auf mein Grundstück kommt, die Hürde ist nied­rig (Mauer = auf­ru­fen der Website) und dann Äpfel stiehlt, begeht den­noch Diebstahl. Da kann man nicht dran rüt­teln. Jetzt ist ein­fach nur noch die Frage zu klä­ren, wie kulant man ist. Und das muss jeder Fotograf für sich sel­ber ent­schei­den.

  43. Hi,
    bei jap­py ist das Publikum das Problem.
    Teilweise völ­lig schmerz und denk­be­freit.
    Wenn Du dei­ne Fototasche 5m neben dir abstellst wür­den die die auch mit­neh­men.
    „Na die stand da, die gehört doch kei­nem!“

    Sicherlich ärger­lich, per Anwalt kann man vor­ge­hen und sich nach­träg­lich bezah­len las­sen.
    Aber gene­rell wird man die Nutzer sol­cher com­mu­nities nicht erzo­gen bekom­men.

  44. >Wer sich über hot­lin­king beschwert, wenn sogar das Wasserzeichen noch in dem Bild ent­hal­ten >ist, den kann ich wirk­lich nicht ver­ste­hen – der hat aus mei­ner Sicht das Medium Internet >ein­fach nicht begrif­fen und soll dann halt sei­ne Bilder nicht in einem ver­net­zen Medium >öffent­lich zugäng­lich machen.

    Also Sorry, wer sowas schreibt hat das Netz nicht ver­stan­den!
    Leider trei­ben sich heu­te mas­sen­haft Leute im Netz rum für die Worte wie „Netiquette“ ein Fremdwort sind.

    Selbst in der ComputerBild wer­den sol­che Themen stän­dig bespro­chen.

    *kopf­schüt­tel*

  45. Ich wür­de gern noch ein­mal auf den tech­ni­schen Aspekt zurück­kom­men. Kennst du ein preis­wer­tes Tool mit den man die Logfiles des Servers so auf­be­rei­ten kann, dass die hot­ver­link­ten Bilder und die dazu­ge­hö­ri­gen Referer über­sicht­lich ange­zeigt wer­den?

  46. Hi,
    erst­mal: Toller Blog!
    Was mich irri­tiert: Scheinbar ist es ok Äpfel zu klau­en wenn sie nicht bewacht wer­den. Nette ein­stel­lung. Mal ehr­lich: Wenn ihr schon zugebt das die­se Form von Bildverwertung steh­len ist, dann muss euch auch klar sein das bestra­fen eine logi­sche kon­se­quenz ist. Wenn der Apfel mar­kiert wäre und der Dieb dadurch auf­ge­fun­den wer­den kann bekommt er eine Anzeige, Punkt! Da gibt es doch kei­ne Diskussion oder? Und da ist es auch egal wie gut der Standbetreiber sei­ne Ware geschützt hat!
    Also: der ein­zi­ge Weg auf­zu­zei­gen das es unge­recht­fer­tigt ist hier ankla­ge zu erhe­ben (oder anderst­wei­tig zu bestra­fen) ist der zu sagen das Digitale Bilder kei­ne Ware ist, nichts was jeman­den gehört und gestoh­len wer­den kann. Wenn ihr euch schon beschwert dann macht es doch inhalt­lich kon­se­quent!

  47. das ist ja wohl ne scherz nä ?
    wenn dir dei­ne bil­der so wich­tig sind dann stel­le sie nicht online ich fin­de das ne frech­heit leu­te zu kas­se gebe­ten wer­den nur weil sie ein lächer­li­ches bild in ein gäs­te buch hin­ter­las­sen was sie der user ein­mal anguckt und dann nie wie­der .. ich wer­de das bild run­ter­la­den das © und denn name weg machen las­sen und erneut uppen .. das ist ne frech­heit .. abzo­cke hoch 10

  48. Eben. Es ist ja auch nicht jedes Fahrrad, das abge­schlos­sen (ent­spricht dem Copyright) an der Straße steht, zum Mitnehmen.

  49. Justa hat schon in ande­ren Blogs und Foren sei­ne Inkompetenz und Frechheit zur Schau gestellt. Einfach nicht beach­ten.
    Und wenn er tat­säch­lich Deine Urheberrechte ver­letzt, die übli­chen recht­li­chen Schritte ein­lei­ten.

    Gruß Michael

  50. Hallo Robert,
    erst ein­mal dan­ke für dei­ne reich­hal­ti­gen und vor allem nütz­li­chen Informationen. Ich hat­te auch bereits Fälle von Bilderklau. Ein deut­scher Verlag hat­te sich auf mei­ner Website bedient und ein Bild für ein Buch (Cover) gemopst. Habe den Verlag ange­funkt, die haben nach­li­zen­siert und fer­tig. Fall erle­digt.
    Der 2. Fall ist gro­tesk hoch 10. Da gibt es eine Hamburger Werbeagentur, die über­re­det unbe­darf­te Models, ihre Bilder her­aus zu geben, nutzt die­se für Kataloge, etc. Das Model bekommt dafür ein Peanuts-​Honorar und ist hap­py.
    Ich habe die­ses Foto dann auf der Titelseite eines Reisekataloges gefun­den und auch hier den Herausgeber per Telefon kon­tak­tiert bezüg­lich Nachlizensierung. Ich woll­te ja gar nicht vor Gericht, aber die­se Leute haben mir kei­ne Wahl gelas­sen. Am Telefon mein­te der geschäfts­füh­rer die­ser Werbeagentur fast wört­lich: er sei jetzt fast 40 Jahre im Geschäft und das wäre das ers­te mal, dass ein Fotograf eine Nutzungsgebühr ver­langt. Der Fotograf hat kei­ne Urheberrechte und das sei eine Frechheit, was ich mir da erlau­be …
    Mir blieb die Spucke weg – und nur der Weg zum Anwalt.
    Dieser fall liegt nun schon 1,5 Jahre zurück und soll bis Juni 2010 end­gül­tig ent­schie­den wer­den. Gesetzes Mühlen mah­len lang­sam.
    Will damit sagen, dass es auch wirk­lich manch­mal nicht aus­blei­ben kann, den Gang zum Anwalt zu machen. Eben weil vie­le den­ken, Internet, Models, etc. sind Freiwild. Das ist scha­de, aber erfor­der­lich.
    Ansonsten schie­ße auch ich nicht mit Kanonen auf Spatzen, aber wer sich par­tout quer­stellt – was will man machen?

    Und wer dann noch so dreist ist wie jus­ta – ces­t’­la vies – wer nicht hören will muß füh­len.

    Gruß Frank

  51. Hallo!

    Sehr inter­es­san­ter Blog!

    Mir stellt sich immer wie­der die Frage, wie es sich rein recht­lich mit Fotos ver­hält auf denen ich zu sehen bin. Sprich jemand macht von mir ein Bild und stellt es ins Internet. Mit einer freund­li­chen Mail kann ich ver­su­chen das zu unter­bin­den, wenn ich aller­dings bei hart­nä­cki­gen Fällen einen Anwalt ein­schal­ten muss, wer erstat­tet mir die Kosten für Recherche/​Anwalt?

    Ich freue mich auf eure Antworten!

    Viele Grüße

    LK

  52. Gerade in Zeiten von Serienabmahnungen soll­te die Dame eigent­lich dank­bar dafür sein, daß jemand sich die Zeit nimmt, selbst Kontakt auf­zu­neh­men. Leider scheint durch Filesharing, „Tube“ Seiten und RSS Feeds das Unrechtsbewußtsein immer mehr abzu­neh­men. Selbstbedienungsladen Internet.

    Leute wie Justa zei­gen dras­tisch, daß die Wahrnehmung wer Opfer und wer Täter ist offen­sicht­lich bei vie­len etwas ein­ge­schränkt ist. Im Supermarkt kann man ja auch nicht alles mit­neh­men ohne zu bezah­len, nur weil es rumsteht…und da wür­de doch nie­mand ernst­haft an Abzocke den­ken, weil man es nicht gra­tis mit­neh­men darf.

  53. Ich muss­te mei­ne Webseite Offline neh­men, da ein gewief­ter Bilderklauer mich mit mei­nen eige­nen Bildern ver­klagt, er gibt 2 mei­ner Bilder als eige­ne aus. Glücklicherweise habe ich die RAW Dateien, damit ich mich fröh­lich zurück­leh­nen kann. Jedoch und das ist das Bittere dar­an, muss ich war­ten bis ich wie­der Online gehen kann. Jedoch wer­de ich mei­nen Webauftritt, gera­de im Bezug auf Bilder gründ­lichst über­den­ken.

  54. @Fear: Was ist das denn? Da klaut einer dei­ne Bilder, gibt die­se als sei­ne aus und ver­klagt dich auch noch? Ist ja noch dreis­ter, als ich das erleb­te. Mir hat 2008 jemand über ein leicht­gläu­bi­ges Model ein Bild geklaut, auf die Titelseite sei­nes Reisekatalogs (klei­ner Anbieter für Jugendreises) gepackt. Darauf ange­spro­chen mein­te der nur er mache das seit 40 Jahren und noch nie hät­te ein Fotograf irgend­wel­che Rechte bean­sprucht. Fotografen haben kei­ne Rechte an Modelbildern … Ich den­ke, das spricht für sich. Die Sache gärt nun knapp 1,5 Jahre vor Gericht, ich kann aber bewei­sen anhand der gan­zen Fotoserie und den RAW/​Exif-​Daten, dass das mein Foto ist.Im Juni nun soll die Urteilsverkündung statt­fin­den. Ich bin zuver­sicht­lich – aber dass das gan­ze so lang­wie­rig ist …

  55. Hallo zusam­men!
    Etwas geduckt, aber ehr­lich muss ich zuge­ben, anfäng­lich auch „schnell mal ein Bild“ ange­klickt und rasch als Gästebucheintrag bei Jappy.de genutzt zu haben. Jedoch muss ich zu mei­ner Verteidigung hin­zu­fü­gen, dass ich mich da auch noch nicht damit beschäf­tigt hat­te, ob das nun legal sei oder nicht! Dann aber ärger­te mich, das mei­ne Bilder eben­so ver­wen­det wor­den sind, da wur­de ich eigent­lich erst ein­mal klar drü­ber, was da eigent­lich abgeht! Seither ver­wen­de ich nur noch selbst erstellt Bilder. Dennoch mei­ne ich, das es lei­der auch vie­le Bilder gibt, wo man sich fra­gen muss, war­um eigent­lich „Ansprüche“ gestellt wer­den, wenn doch der Inhalt der betref­fen­den Bilder selbst unter Urheberrecht steht und unbe­rech­tig­ter Weise ver­wen­det wor­den ist! Denn sol­che Varianten der „Gleichmacherei“ gibt es tat­säch­lich auch! Aber dem Tenor die­ses Blogs hier muss ich Recht geben, denn oft sieht ein Bild sehr unschein­bar aus, es steckt jedoch ein immenser Aufwand an Arbeit und Kosten dahin­ter, den­noch in der heu­ti­gen Zeit „Nur“ eine freund­li­che Mail zu schrei­ben und einen ver­gleich­bar gerin­gen Betrag zu ver­lan­gen ist nicht nur sozi­al bewun­derns­wert, son­dern auch völ­lig legi­tim. Von Abzocken kann da ja wohl kei­ne Rede sein!

  56. Ein Tip am Rande:
    Statt einen Anwalt zu beauf­tra­gen, wäre eine ande­re Vorgehensweise zur Durchsetzung berech­tig­ter Ansprüche die­se:
    Nach der Rechnungsstellung (und ggfs. Ablauf der Frist der letz­ten Mahnung) ein Mahnverfahren ein­lei­ten.

    Mögliche Vorteile:
    1. Man lei­tet das Mahnverfahren durch ein Standardformular aus dem Schreibwarenhandel ein (oder Online).
    2. Es geht ein amt­li­ches Verfahren los, nach­dem der Gläubiger vom Amtsgericht zur Zahlung auf­ge­for­dert wird (Dabei wird nicht über­prüft ob die Forderung berech­tigt ist oder nicht.)
    3. Der Gläubiger muss wider­spre­chen und sich ver­tei­di­gen. Macht der Gläubiger das nicht, geht das Verfahren zum Eintreiben über den Gerichtsvollzieher wei­ter.
    4. Der Gläubiger bekommt durch den amt­li­chen „Schuß vor den Bug“ eher den Eindruck, dass man es als Rechteinhaber ernst meint.
    5. Die Kosten sind über­sicht­lich (ab 23 Euro).
    6. Mehr Infos gibt es bei Wikipedia.

    Grüße
    ooh­pss

  57. Hallo
    ich hab jetzt hier mal eine Weile gele­sen.
    Vorweg gesagt fin­de ich die Art und Weiße, den Bilderklauer mit einer freund­li­chen Mail zur Kasse zu bit­ten Moderat.
    Tatsächlich ist es doch so, das die einen wis­sen was sie tun und die ande­ren nicht.
    Zum einen der Bilderdieb der damit sei­ne Professionelle Website bestückt und dadurch einen Mehrwert gene­riert und zum ande­ren die klei­ne Hausfrau die gera­de­mal das Internet für sich ent­deckt und von EXIF Copyright kei­ne Ahnung hat. Sicherlich ist es wohl Ihre Aufgabe sich über die Rechte und Pflichten zu infor­mie­ren. Aber wir soll­ten die Kirche im Dorf las­sen. Ich wür­de sogar so weit gehen und behaup­ten: Wer Bilder zum Verkauf anbie­tet und die­se nicht Schütz (.htac­cess und spacer.gif) darf nicht rum­heu­len wenn die­se ver­linkt wer­den. Im Gegenteil, dem ist noch eine gewis­se Arglist und Methode vor zuwer­fen wenn er im Nachhinein dafür Geld ver­langt.
    Bitte nicht per­sön­lich neh­men, aber es gibt hier kein schwarz oder weiß.
    Denn die­se Art und wei­ße zieht vor allen Dingen die unwis­sen­den an (die selbst­ver­ständ­lich Schaden ver­ur­sa­chen). Aber ich wage zu behaup­ten das die meis­ten von euch (ent­schul­digt den ver­gleich) beim Tanken an der Tankstelle beim Bezahlen die Autotür abschlie­ßen oder beim Verlassen des Hauses die Haustür zusper­ren und sich nicht dar­auf ver­las­sen (ala Copyright) das da ein Namensschild an der Tür ist. Warum also nicht ein­fach auch im Web den Schlüssel rum­dre­hen.
    Und wer dann immer noch klaut ist ganz klar ein Dieb.

  58. hal­lo­le..

    Hmm.. Ich den­ke man soll­te nicht mit kano­nen auf Spatzen schie­sen..!

    Grösstenteils ver­wen­de ich für Gästebucheinträge (GB´s) eige­nes Material mit mei­nem Logo drauf. Wenn dies unver­än­dert über­nom­men wird, fas­se ich es eigent­lich als kos­ten­lo­se Werbung FÜR MICH auf.

    Mir ist aber auch schon unter gekom­men das sol­che GB-​Bilder geklaut wur­den, in dem mein Logo abge­schnit­ten wur­de, und eige­ne ange­bracht wur­den. In paar Fällen sogar mit mir selbst als Motiv drauf! ggg

    In sol­chen Fällen reagie­re ich auch leicht säu­er­lich und dro­he wei­te­re Schritte an, für den Fall dass dies nicht unter­las­sen wird, die Fotos gelöscht wer­den.

    Ansonsten muss ich geste­hen auch schon gele­gent­lich ein­mal GB´s via HotLink gebrauch zu haben.
    Ich den­ke hier darf man auch nicht Äpfel mit Birnen..!
    Bei Ausschliesslich pri­va­ter Nutzung ent­steht kein nen­nens­wer­ter Schaden! Fahrrad ist eben nicht kopier- und Hotlink- bar.. GB´s soll­te man mit einem lachen­den Auge tol­le­rie­ren! *find*

    Weniger Gnade und Verständnis geste­he ich aller­dings kom­mer­zi­el­len Nutzern zu. Ob pri­vat oder nicht, wenn die Fotos nicht „Beiträge“ dar­stel­len, son­dern tra­gen­de Elemente der Web- Seitengestaltung, soll­ten zumin­dest ange­fragt und geneh­migt wer­den. Bei pri­va­ten und bei Künsgtlerkollegen war ich auch bis­her immer gross­zü­gig..

    Ich fin­de es OK, die Leute in den com­mu­nities zur Unterlassung auf­zu­for­dern, und ggf auch Lizenzen anzu­dro­hen. Aber ohne Vorwarnung fin­de ich es wie gesagt bei klei­nen ‑ggf auch unbe­darf­ten!?- „Hanseln“ für weit über­zo­gen.. *sor­ry*

    LG aus S.

    –DG-

  59. Vor eini­gen Jahren habe ich u.a auch bei einer Reitveranstaltung eini­ge Fotos gemacht die­se, die­se mit mei­nem Copyright ver­se­hen an die Veranstalterin ver­kauft.
    Nun fin­de ich im Int.Net 25 mei­ner Fotos ohne Namennennung zu Werbezwecke, also zur geschäft­li­chen Nutzung (Pferdehandel u. Ausbildung).
    Einerseits bin ich erfreut, dass mei­ne Fotos „sehens­wert sind“, ande­rer­seits aber möch­te ich ent­spre­chend hono­riert wer­den.
    mei­ne Frage ist nun wel­chen betrag kann ich ein­for­dern, wenn mög­lich ohne einen Anwalt ein­schal­ten zu müs­sen?.

  60. @Curt: Fordern kannst Du jeden Betrag, nur je höher, des­to sel­te­ner wird die Gegenseite gewillt sein, die­sen auch zu bezah­len. In der Regel ori­en­tie­ren sich Fotohonorare an der Tabelle der Mittelstandsgemeinschaft Foto-​Marketing (MFM)- Einfach mal goog­len…

  61. Trotz inten­si­ver Recherche ist mir noch immer nicht klar was genau gegen eine Einbindung per Link spricht zumal ja noch an der gro­ßen gut les­ba­ren Schrift ersicht­lich ist wer der eigent­li­che Schöpfer ist und wem die Ehre gebührt. Auch wur­de nicht zu dem zu erwer­ben­den Bild ver­linkt son­dern zum Vorschaufoto/​Werbefoto mit eben dem C‑Text drin. Die käuf­li­chen Werke haben die Leute ja nie ver­wen­det.

    Im „Paperboy“ Urteil des BGH von 2003 http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&nr=27035&pos=0&anz=1 steht auf Seite 2 das ein Hyperlink/​Deep Link nicht gegen das Urhheberrecht/​Vervielfältigungsrecht verstößt(UrhG § 16 Abs. 1 a und b). Daher kom­me ich zur Erkenntnis das sich die Frau zu Recht auf­ge­regt hat und die 20 Euro nicht hät­te zah­len müs­sen. Umgekehrt hät­te Google ja auch schon eine Verletzung her­bei­ge­führt da dort das Bild ja genau­so per Link „fremd­ver­öf­fent­licht“ wur­de.

    Mich wür­de noch inter­es­sie­ren wel­che Strafe die zwei ande­ren nicht­ko­ope­rie­ren­den User von dir erhal­ten haben, die sich ein­fach nicht gemel­det haben. Ich hof­fe nicht das hier nur Ehrlichkeit und Kooperationsbereitschaft bestraft wur­den.

  62. @Lars: Ein „Hotlink“ ist jedoch nicht das Gleiche wie ein „Link“. Während ein Link auf das Angebot ver­weist und den Betrachter dort hin schickt, damit er z.B. ein Bild sehen kann, zeigt ein Hotlink die Quelle direkt auf der aktu­el­len Seite an, ohne dass der Betrachter die Seite z.B. ver­las­sen muss oder sich aktiv ent­schei­det, dem Link zu fol­gen. Dazu kommt der zusätz­li­che Traffic, den Hotlinks pro­du­zie­ren…

  63. Hallo,

    das mag stim­men aber im BGH Urteil steht direkt „Deeplink“ drin. Bei Wikipedia ist unter Hotlinking nach­zu­le­sen das ein Hotlink stets eine Form des Deeplinks dar­stellt. Nach Mengenlehre schließt sich der Kreis und ein Hotlink wür­de nach dem BGH Urteil kei­ne Verletzung dar­stel­len.
    Das mit dem Traffic kann ich auch nicht so ganz nach­voll­zie­hen denn selbst wenn das Bild über die „nor­ma­le“ kor­rek­te www-​Adresse ange­schaut wür­de, wür­de doch Traffic entstehen(sogar viel mehr) und das ist es doch letzt­lich was man als Homepagebesitzer möch­te, das vie­le die Werke sehen und man so Werbung für sich macht. Dadurch das die Frau den Namen im Bild gelas­sen hat ist es doch die traf­fik­schon­ends­te Art mit dem Foto für sich zu wer­ben. Wer das spit­ze gefun­den hät­te, hät­te nach dem Namen gegoo­gelt, die Quelle gefun­den und es in einer höhe­ren Auflösung gekauft. Wer nicht der nicht.
    Also ich hät­te da nicht agiert zumal es für mich recht­lich nicht ganz ein­deu­tig ist ob da über­haupt eine Verletzung began­gen wur­de.

  64. Hallo

    ja, ich weiß es gibt dut­zen­de unter­schied­li­che Urteile von Amtsgerichten und Landgerichten.
    Oft aber unter­schei­den sie sich im Detail und sind immer auf einen spe­zi­el­len Fall maß­ge­schnei­dert. Oft geht auch dem Beklagten das Geld aus und er hat kei­ne Lust und Möglichkeit mehr bis zur höchs­ten Instanz rauf­zu­ge­hen. Da das BGH aber nun­mal in der Hierachie ganz weit oben ist, ist das schon sehr weg­wei­send und des­we­gen habe ich es auf­ge­führt. Sonst hät­te ich gar nichts geschrie­ben und den Text so geschluckt.
    Vielleicht gibts ja ein aktu­el­le­res BGH Urteil zum Hotlink, den du als Urheberrechtsverletzung anführst.

    In dem von dir zitier­ten Urteil gehts um „Framing“ nicht um Hotlinking auch wenn das Ergebnis auf der fer­ti­gen Page viel­leicht gleich aus­sieht. Dort steht auch das Links erlaubt sind. Gut, sie sagen jetzt nicht ob Deeplink, Hotlink etc.
    Ich bin immer noch der Meinung auf­grund der nun 2 genann­ten Urteile die Frau nichts falsch gemacht hat da sie nur „gelinkt“ hat und an der hät­test du eh kein Geld ver­dient, da sie das Bild nie gekauft hät­te wenn sie gewusst hät­te, das sie dafür zah­len muss.

    Ein schö­nes Wochenende,
    Lars

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