Schlagwort-Archive: Bilderklau

Podcast eines Fotoproduzenten Folge 13 – Interview mit Serge Licht und Michael Lamberty vom Bildersuchdienst Lapixa

Es gibt etli­che Tools und Firmen, die einem ver­spre­chen, die eige­nen Bilder im Internet auf­zu­spü­ren. In der aktu­el­len Folge vom „Podcast eines Fotoproduzenten“ habe ich mit der Berliner Firma Lapixa gere­det, die mir erklä­ren, wie sie Bilder im Internet fin­den, wel­che Vorteile Fotografen davon haben und was man bei der Durchsetzung von Urheberrechtsverletzungen beach­ten muss.

Gesprächspartner sind dies­mal der Lapixa‐CEO Serge Licht (rechts im Bild unten) sowie Michael Lamberty (links im Bild) als Leiter der Rechtsabteilung von Lapixa.

Außerdem reden wir dar­über, wel­chen mög­li­chen Schadensersatz Fotografen für geklau­te Bilder erzie­len kön­nen, in wel­chen Ländern die Rechteverfolgung ein­fa­cher oder schwie­ri­ger ist und wel­che Bilder beson­ders ger­ne geklaut wer­den.

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Einige Screenshots aus dem Backend von Lapixa (anony­mi­siert von mir):

SHOWNOTES:
Webseite von Lapixa

Podcast eines Fotoproduzenten Folge 10 – Interview mit Illustrator Alexander Limbach

In der zehn­ten Folge mei­nes „Podcast eines Fotoproduzenten“ rede ich mit einem Finanzberater. Na ja, das war Alexander Limbach zumin­dest frü­her mal, bevor er sich als Illustrator und 3D‐Grafiker ein neu­es Standbein auf­ge­baut und mitt­ler­wei­le über 14.000 Bilder bei Bildagenturen im Angebot hat.

Wir reden über sei­ne Zeit vor den Illustrationen und was ihm sein alter Job für Vorteile gebracht hat, über sei­ne Lernkurve sowie das lei­di­ge Thema Bilderklau und Abmahnungen:

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Hier ein Querschnitt der Arbeiten von Alexander Limbach:

Hare ears and eas­ter eggs with beech twigs on the bokeh back­ground. Eps 10 vec­tor file.
Stainless steel kni­fe, spoon and fork with pla­te on the white back­ground. Eps 10 vec­tor file.
Red paper star with fro­zen twigs, red bau­bles and snow­fall in the back. Eps 10 vec­tor file.
Colored tiles with micro­chip on the gray back­ground. Eps 10 vec­tor file.
Purple pin deck with white bow­ling pins and blue ball. Eps 10 vec­tor file.
A witch with magic fire and spi­rits in a hal­lo­ween forest.
Orange car­toon with a big ciga­ret­te, iso­la­ted on white.
Illustration, 3d ren­de­ring, nano­tec bot with dna in blood,

SHOWNOTES:
Webseite von Alexander Limbach
Portfolio von Alexander Limbach bei Shutterstock
Instagram‐Portfolio von Alexander Limbach
Keywordme‐Webseite

Google Bildersuche vereinfachen mit Plaghunter (mit Verlosung)

Vor paar Wochen habe ich hier das Projekt Spookfish vor­ge­stellt, was die Google‐Bildersuche ver­ein­fa­chen woll­te. Das Projekt ist geschei­tert, aber im Rahmen des Artikel habe ich ein ande­res Projekt namens Plaghunter erwähnt, was ich heu­te aus­führ­li­cher vor­stel­len will.

Plaghunter* ist ein Online‐Service, wel­cher die die Datenbasis und die Technik von Google Images nutzt, um auto­ma­ti­siert nach glei­chen Bildern im Internet zu suchen. Die häu­figs­te Anwendungsmöglichkeit für Fotografen ist sicher, damit uner­laub­te Kopien eige­ner Bilder zu fin­den. Auf Wunsch wer­den neu­er­dings auch die Ergebnisse der Bildersuche der rus­si­schen Suchmaschine Yandex ange­zeigt.

Zum Testen kön­nen die Nutzer bis zu fünf Bilder kos­ten­los suchen las­sen, mehr Bilder gibt es in ver­schie­de­nen Abo‐Paketen von 29 bis 199 Euro pro Monat.

Ich nut­ze den Dienst jetzt seit über einem hal­ben Jahr in der kos­ten­frei­en Variante und der Einsatz hat sich bis­her auf jeden Fall gelohnt. Ich ver­fol­ge eini­ge Bilder von mir, die aus ver­schie­de­nen Gründen im Netz sehr ger­ne uner­laubt ver­brei­tet wer­den und die ich nicht in Bildagenturen anbie­te. Damit weiß ich rela­tiv ein­fach, dass die Nutzung ille­gal sein muss. Außerdem ver­fol­ge ich eini­ge mei­ner Microstock‐Bestseller. Hier inter­es­siert mich zum einen, wofür die Bilder genau benutzt wer­den, damit ich bei zukünf­ti­gen Fotoshootings bes­ser auf die­se Themen ach­ten kann und zum ande­ren gibt es auch hier für mich die Möglichkeit, uner­laub­te Nutzungen auf­zu­de­cken. Die Indizien, wann ein Microstock‐Bild geklaut sein könn­te, habe ich in mei­nem Stockfotografie‐Buch auf Seite 183 auf­ge­lis­tet.

Der grö­ße Unterschied zum Finden der eige­nen Bilder mit­tels der Google Bildersuche ist bei Plaghunter, dass dies auto­ma­ti­siert geschieht. Es muss also nicht jedes Mal ein neu­er Suchvorgang gestar­tet wer­den und der Nutzer wird auf Wunsch täg­lich per Email über die neu­en Ergebnisse infor­miert. So eine Info‐Mail sieht bei­spiels­wei­se so aus:

plaghunter-email

Im Kundenbereich der Plaghunter‐Webseite wer­den die Ergebnisse noch aus­führ­li­cher auf­be­rei­tet:

plaghunter-index

Die ver­füg­ba­ren Optionen sind rechts zu sehen. Die Nutzer kön­nen zum Beispiel mar­kie­ren, ob die Nutzung erlaubt ist oder nicht, sie eine DCMA-Meldung ver­schi­cken wol­len oder eine gan­ze Domain auf eine „wei­ße Liste“ set­zen, damit die­se in Zukunft nicht mehr beob­ach­tet wird, zum Beispiel die Domain einer Bildagentur, wel­che die eige­nen Bilder ver­treibt.

Standardmäßig funk­tio­niert Plaghunter mit Bildern, die schon im Internet vor­lie­gen, zum Beispiel auf der eige­nen Webseite, aber der Upload von Bildern direkt von der Festplatte ist eben­falls mög­lich. In den Pro‐ und Enterprise‐Abomodellen ist auch der Upload einer Bilder‐Sitemap von WordPress oder Flickr mög­lich.

Allein mit mei­nen fünf Testbildern habe ich in den letz­ten Monaten meh­re­re uner­laub­te gewerb­li­che Nutzungen gefun­den, die ich gebüh­ren­pflich­tig und erfolg­reich abge­mahnt habe.

Wer Geld mit sei­nen Fotos ver­dient, hat in Plaghunter jetzt ein nütz­li­ches Tool, wel­ches die Suche nach den eige­nen Bildern im Internet deut­lich erleich­tert. Hier könnt ihr es sofort und ein­fach selbst aus­pro­bie­ren* mit fünf Bildern.

Verlosung: 3x Pro‐Accounts für sechs Monate

Marco von Plaghunter war so freund­lich, mir 3 Pro‐Accounts für sechs Monate zur Verlosung anzu­bie­ten. Damit könnt ihr bis zu 500 Bilder suchen las­sen. Um an der Verlosung teil­zu­neh­men, schreibt ein­fach in den Kommentaren, wel­che zusätz­li­chen Features ihr euch von Plaghunter am liebs­ten wün­schen wür­det. Wer weiß, viel­leicht wer­den die­se dann sogar bald umge­setzt. Aus allen gül­ti­gen Kommentaren zie­he ich mit­tels random.org dann die drei Gewinner und infor­mie­re sie per Email. Teilnahmeschluss ist Montag, der 5.5.2014. Der Rechtsweg ist aus­ge­schlos­sen.

Also los: Welche Features wür­det ihr euch für einen Bildersuchdienst wie Plaghunter wün­schen?

* Affiliate

Online‐Bildersuche Spookfish mit Kickstarter‐Kampagne

Ich habe bis­her ab und zu an die­ser Stelle über Möglichkeiten geschrie­ben, geklau­te Bilder im Internet mit diver­sen Tools zu fin­den.

Da gibt es zum Beispiel TinEye und Google Images, seit kur­zem auch Plaghunter und bald soll ein neu­es Tool names Spookfish hin­zu­kom­men.

spookfish
Spookfish ist im Grunde eine Weiterentwicklung von Plaghunter. Beide nut­zen im Hintergrund Google Images als Bildersuche, ver­ein­fa­chen und auto­ma­ti­sie­ren den Prozess jedoch.

Ich habe die Entwickler gefragt, was aus ihrer Sicht die Unterschiede zwi­schen Spookfish und den ande­ren Tools sind.

1.) Google: Spookfish nutzt kos­ten­lo­se Reverse Image Search Dienste im Internet, dar­un­ter auch Google. Spookfish hat Google gegen­über aber den Vorteil, dass man nicht jedes mal sei­ne Bilder manu­ell neu suchen muss. Außerdem bekommt man auf Google bei einer erneu­ten Suche ja auch all die Stellen gezeigt, die man schon kennt. Spookfish lässt sich so ein­stel­len, dass man eben nur über neue Stellen infor­miert wird.

2.) Tineye: Spookfish fin­det wesent­lich mehr, außer­dem ist Tineye ein Abo‐Service. Hier bezahlt man monat­lich eine Stange Geld; bei uns nur ein­mal. Zur Zeit 30$ (ca. 22 €) für die Pro‐Version.

3.) Plaghunter: Plaghunter setzt offen­bar auch auf die Google‐Funktion auf. Zwei ent­schei­de­ne Unterschiede:
A: Plaghunter ist wie­der­um ein Abo‐Service. Hier bezahlt man für die Überwachung von 50 Bildern jeden Monat 29€. (wie gesagt: für die Pro‐Version von Spookfish bezahlt man ein­mal 30$ und kann eine unli­mi­tier­te Anzahl an Bildern suchen – davon 100 am Tag.
B: Plaghunter ist brow­ser­ba­siert und kann nur nach Bildern suchen, zu denen man ver­lin­ken kann. Wenn man als Fotograf ein Online‐Portfolio hat und nach die­sen Bildern sucht, dann funk­tio­niert das. Für den Fall, dass man aber nicht möch­te, dass ein Bild über­haupt im Internet auf­taucht, dann ist die­se Funktionsweise von Nachteil.“

Ich selbst nut­ze Plaghunter seit eini­gen Monaten in der kos­ten­frei­en Variante und habe damit bis­her eini­ge gewerb­li­che Urheberrechtsverletzungen ent­de­cken kön­nen, die mir sonst viel­leicht nicht auf­ge­fal­len wären. Diese Fälle habe ich dann mei­nem Anwalt über­ge­ben, der die meis­ten davon zu mei­ner Zufriedenheit lösen konn­te.

Deshalb über­zeugt mich das Angebot von Spookfish, für ein­ma­lig ca. 22 Euro auto­ma­ti­siert nach einer unbe­grenz­ten Menge an Bildern suchen zu kön­nen.

Damit die Software rea­li­siert wer­den kann, hat Spookfish die­se Kickstarter‐Kampagne gestar­tet, wel­che nur noch bis Freitag, den 28. März 2014 läuft. Leider sind bis jetzt nur knapp 10% der anvi­sier­ten 28.000 USD zusam­men gekom­men. Die Macher von Spookfish sehen die Kickstarter‐Kampagne auch als einen Gradmesser für das Interesse an der Software, wenn sie also nicht erfolg­reich ist, wird Spookfish sehr wahr­schein­lich auch nicht umge­setzt wer­den.

 

Wer mit­hel­fen möch­te, dass das Projekt umge­setzt wer­den kann, kann sich bei hier bei Kickstarter für die Standard‐ oder Pro‐Variante von Spookfish vor­mer­ken las­sen.

Welche Methoden nutzt ihr, um nach geklau­ten Bildern zu suchen?

Stockfotografie‐News 2013‐11‐01

Hatte ich mir in mei­ner gren­zen­lo­sen Naivität anfangs wirk­lich vor­ge­nom­men, die Stockfotografie‐News wöchent­lich zu ver­öf­fent­li­chen?

Jetzt sind schon wie­der zwei Monate seit den letz­ten News ver­gan­gen, des­we­gen wird es drin­gend Zeit für ein Update, damit ihr den Überblick im Bildermarkt‐Dschungel nicht ver­liert.

  • Eine sehr aus­führ­li­che, nach Themen sor­tier­te Übersicht über geschütz­te Fotomotive lie­fert die­ses „Intellectual Property Wiki“ von Getty Images. Ein Lesezeichen‐Muss für jeden Stockfotografen.
  • Dreamstime will jetzt auch Videos ver­kau­fen, von SD‐ bis 4K‐Auflösung. Erst mal sind die Videografen dazu auf­ge­ru­fen, ihre Videos hoch­zu­la­den, die geplan­te Preisstruktur fin­det ihr etwas ver­steckt hier. Das sym­pa­thi­sche Preismodell, dass die Bilder (und jetzt auch Videos) mit mehr Verkäufen teu­rer wer­den, soll bei­be­hal­ten wer­den.
  • Auch Geldfälscher bedie­nen sich anschei­nend bei Microstock‐Agenturen, sind dann aber zu doof, die paar Euro für ein Bild ohne Wasserzeichen aus­zu­ge­ben: Zoonar berich­tet über einen aktu­el­len Fall hier in deren Blog.
  • Auf dem Markt der Videoagenturen ist mit Dissolve ein neu­er Spieler auf­ge­taucht, der anhand der Finanzen und dem Personal sogar Chancen haben könn­te. Leider, möch­te man sagen, denn der Durchschnittspreis für einen HD‐Clip soll bei 5 Dollar lie­gen. Ich hat­te ja gehofft, dass der Preisverfall bei Videos noch etwas auf sich war­ten lässt. Vom Design her erin­nert mich die Seite übri­gens sehr an Stocksy. Absicht?
  • Über die Gefahren bei der Verwendung von Hoheitszeichen in der Fotografie hat­te ich ja schon hier berich­tet. Wie sich das in der Praxis aus­wir­ken kann, zeigt das juris­ti­sche Nachspiel bei die­sem Twitter‐Foto mit einem Wappen von Sachsen‐Anhalt.
  • Shutterstock hat soeben ihr Europa‐Büro eröff­net, und zwar in der Kulturbrauerei in Berlin.
  • Auch die gro­ße Bildproduktionsfirma Image Source hat soeben ein Büro in Berlin eröff­net. Damit soll­te klar sein, wel­che Stadt in Deutschland die Stockfotografie‐Hochburg ist.
  • iStock ent­fernt vie­le klei­ne Features von deren Webseite als Versuch, die Seite schnel­ler zu machen. Darunter sind auch die Fotografen‐Blogs, die „Über Mich“-Seite, Testimonials, Ratings, Bildkommentare und die kom­plet­te Logo‐Sektion.
  • Der Name der Bildagentur wur­de jetzt übri­gens auch offi­zi­ell von iStockphoto zu iStock ver­kürzt.
  • Die neue Premium‐Kollektion Offset von Shutterstock ist jetzt online.
  • Die mobi­le App „On‐The‐Go“ von 123rf ist jetzt auch hier für Android erhält­lich.
  • Die Idee ist nicht neu, aber die Umsetzung wird immer bes­ser. Die Lytro ist eine Kamera, bei der nach­träg­lich die Schärfe fest­ge­legt wer­den kann. Probiert es selbst mit der kos­ten­lo­sen App oder auf deren Webseite aus, die Ergebnisse sind beein­dru­ckend. Leider sind die Fotos bis­her nur ca. 1 Megapixel groß. Aber ange­sichts des tech­ni­schen Fortschritts wird es wohl nicht mehr lan­ge dau­ern, bis die Geräte taug­lich für die Stockfotografie sind.
  • Sich als Fotograf selb­stän­dig machen? Andreas Bender hat es gewagt und zieht nach 18 Monaten eine sehr aus­führ­li­che Bilanz.
  • Ein lesens­wer­tes Interview mit dem Stockfotografen Peter Atkins gibt es hier bei lousypennies.de, vor allem, wie man abseits der eigent­li­chen Fotoverkäufe noch Geld ver­die­nen kann.
  • Was ist die bis­lang ori­gi­nells­te Ausrede, die sich ein Bilderdieb hat ein­fal­len las­sen? „Ein Kugelschreiber sei ver­se­hent­lich auf die Tastatur gefal­len und habe die Funktion “ein­fü­gen” aus­ge­löst.“ So gele­sen in die­sem Blogartikel. Dummdreist bleibt es trotz­dem.
  • Zum Schluss noch was zum Lachen: Ein Video mit blö­den Sätzen, die sich Fotografen stän­dig anhö­ren müs­sen:

Habe ich was ver­ges­sen? Dann bit­te in den Kommentaren nach­tra­gen.

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