Shutterstock senkt Eintrittshürde für Fotografen

Die Bildagentur Shutterstock war eine der letz­ten, die eine rela­tiv stren­ge Hürde für neue Fotografen auf­recht hielt.

Bewerber muss­ten 10 Bilder hoch­la­den, davon muss­ten 7 ange­nom­men wer­den, um als Shutterstock‐Lieferant akzep­tiert zu wer­den.

Damit ist jetzt Schluss.

Ab sofort reicht es, wenn eins die­ser zehn Bilder durch die Bildprüfung kommt.

Die bis­he­ri­gen Shutterstock‐Fotografen reagie­ren dar­auf mit etwas Murren im Forum, aber die­se über­ra­schen­de Entscheidung ist nach­voll­zieh­bar.

iStock hat­te vor zwei Jahren schon die Schleusen geöff­net und dort wird jetzt so gut wie jedes Bild akzep­tiert, wenn nicht gera­de der gro­ße Daumen vor der Linse hing.

Der offi­zi­el­le Hintergrund ist, dass Shutterstock akzep­tier­ten Fotografen mit den inter­nen Blogs, Foren und Email‐Newsletter bes­ser dabei hel­fen kann, ver­käuf­li­che­re Fotos zu lie­fern.

Inoffiziell ist es sicher eine Reaktion dar­auf, dass die Menge der Bilder bei der Bewertung einer Bildagentur eine Rolle spielt, ob das nun gerecht­fer­tigt ist oder nicht. Ich ver­mu­te auch, dass Shutterstock den „Long Tail“ des Marktes bes­ser bedie­nen will und qua­li­ta­tiv schlech­te­re neue Bilder ansons­ten durch cle­ve­re Algorithmen kaum in den Suchen auf­tau­chen lässt.

shutterstock preview 03-12-2015 13-30-21Ende Oktober hat Shutterstock auch ein neu­es Wasserzeichen vor­ge­stellt und eine Zoom‐Funktion ein­ge­führt, mit der Bildkäufer in das Bild rein­zoo­men kön­nen, um selbst die Qualität zu kon­trol­lie­ren.

Der Stockfotograf Michael Zwahlen ver­mu­tet des­halb, dass bei­des zusam­men zu einer weni­ger stren­gen Ablehnungspolitik füh­ren könn­te, weil die Käufer vor­her bes­ser sehen kön­nen, was sie kau­fen. Das wür­de die Bildermenge zusätz­lich erhö­hen.

Wie seht ihr das?

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14 Gedanken zu „Shutterstock senkt Eintrittshürde für Fotografen“

  1. ich den­ke , dass sich jetzt vie­le in ihrem Stolz ver­letzt füh­len. Denn bis­her war es ja schon ein gewis­ses Prätikat bei shut­ter­stock anbie­ten zu dür­fen. Ich sehe es in mei­ner
    Facebook Gruppe, Stockfotografie – Best Hobby (Fotolia & Shutterstock). Hier hat es schon etli­che Mitglieder gege­ben, die es ein­fach nicht geschafft haben bei shut­ter­stock ange­nom­men zu wer­den. Warum auch immer!! Somit hat­ten die shut­ter­stock Fotografen schon einen gewis­sen Nymbus. Das wird jetzt vor­bei sein. Höchsten es wird nach­ge­fragt, seit wann man bei shut­ter­stock anbie­tet. Shutterstock muss sich vor die­ser Entscheidung etwas dabei über­legt haben. Ohne „Hintergedanken“ machen die das nicht. Mit Sicherheit geht es nicht dar­um, mehr Bilder für die Käufer anbie­ten zu kön­nen, denn mit der „ein Bild Annahme Strategie“ läuft shut­ter­stock Gefahr an Qualität zu ver­lie­ren. Es bleibt somit ab zu war­ten, wie schwer es sein wird, die­ses eine Bild ange­nom­men zu bekom­men. Oder die Ablehnungen nach „erfolg­rei­cher Prüfung“ wer­den ent­spre­chend häu­fi­ger . Einen Sinn in die­ser Entscheidung, sehe ich somit nicht wirlk­lich!

  2. Super info von dir
    habe zwar bei foto­lia zur zeit eine annah­me von 90%
    aber bei shut­ter immer irgend­wel­che annah­me prop­le­me gehabt
    um über­haupt rein­zu­kom­men
    wer­de es noch­mal ver­su­chen
    vie­len dank
    gruss von oswald

  3. Hallo Robert,
    mal wie­der vie­len Dank für dei­ne Nachrichten, die immer wie­der hilf­reich sind um zu erfah­ren, was in der Stock‐Welt los ist.
    Ich hat­te etwa 5 oder 6 Anläufe gebraucht, um bei ShutterStock ange­nom­men zu wer­den. Da war man dann schon etwas Stolz. Aber die Ablehngsquote war auch enorm. So dach­te ich mir in den letz­ten Monaten, Fotolia läuft viel bes­ser, mach ich dort exklu­siv. Aber das wer­de ich mir jetzt noch ein­mal über­le­gen, alles hoch­la­den bei ShSt was ich noch im Portfolio habe und sehen, was pas­siert.

  4. @Michael Ebardt.…[[Denn bis­her war es ja schon ein gewis­ses Prätikat bei shut­ter­stock anbie­ten zu dür­fen. ]]
    mir ging es genau so …habe echt vor der Prüfung gezit­tert…
    aber die sor­tie­ren ja immer noch kräf­tig aus.…

  5. Jetzt bei Shutterstock ein­zu­stei­gen (um auf die vor­he­ri­gen Kommentare ein­zu­ge­hen) könn­te mög­li­cher­wei­se so ein, wie Aktien nach einem Crash zu ver­kau­fen. Nahezu jeder bei Shutterstock anbie­ten­de Stockfotgraf, der sich irgend­wo in Foren geäu­ßert hat, befürch­tet zurück­ge­hen­de Verkaufserlöse. Ob das so kommt, bleibt abzu­war­ten. Aber för­der­lich für die Fotografenumsätze wird die neue Aufnahmepolitik sicher nicht sein.

  6. Hallo,

    ich bin wohl einer der letz­ten, der noch die 7‐Bilder‐Hürde kürz­lich gemeis­tert hat 🙂

    Die Frage ist ja: Wie war über­haupt der Stand der Dinge?

    Ich bspw. habe mich drei Mal bewer­ben müs­sen, um akzep­tiert zu wer­den. Die Bilder, die akzer­tiert wor­den wären, habe ich wie­der­holt hoch­ge­la­den und dann jeweils neue ergänzt. Ich gehe mal davon aus, dass die meis­ten ande­ren Bewerber ähn­lich pene­trant waren und ver­gleich­bar vor­ge­gan­gen sind.
    Ergebnis: Viel Arbeit für die Prüfer und der Fotograf ist letzt­lich den­noch drin.
    Umkehrschluss: Niedrige Hürde -> weni­ger Arbeit -> ver­gleich­ba­re Anzahl Fotografen.
    Erkenntnis: Leute, die an der 7‐Bilder‐Hürde geschei­tert sind und es dann nicht erneut ver­sucht haben, waren eh nicht moti­viert, viiie­le Bilder bei Shutterstock hoch­zu­la­den, um ernst­haft Konkurenz für eta­blier­te Fotografen zu wer­den. Das qua­li­ta­tiv schlech­te­re Bilder das Ergebnis einer nied­ri­ge­ren Eintrittshürde sind, glau­be ich nicht. Zum einen heißt das ja nicht, dass Shutterstock locke­rer in der Bewertung wird. Zum ande­ren sind die ange­ge­be­nen Ablehnungsgründe nicht immer ein­deu­tig nach­voll­zieh­bar und hän­gen mei­ner Meinung nach stark von der Laune des Prüfers ab.

    Fazit: Meines Erachtens wird eine nied­ri­ge Eintrittshürde so nicht zu Nachteil für eta­blier­te Fotografen.

    Schönen Gruß
    Martin

  7. Der Grund war­um Shutterstock die Anforderungen gesenkt hat ist glau­be ich ganz banal. Es wird wahr­schein­lich immer schwe­rer neue Fotografen zu fin­den.
    Die digi­ta­le Fotografie ist nicht mehr so hip, wie vor eini­gen Jahren. Da sorgt allein der Zeitgeist dafür, dass weni­ger nach kommt.
    Zudem ist der Markt schon sehr gesät­tigt. Wenn man um 2007 ange­fan­gen hat, sind bereits nach kur­zer Zeit die Einnahmen ange­stie­gen. Derzeit arbei­tet man bei Microstock die ers­ten zwei Jahre wahr­schein­lich für den Stundenlohn eines Rischka Fahrers in Indien.

  8. Bei der Neuaufnahme will Shutterstock eine Kopie des Personalausweises bekom­men. Nach deut­schem Recht darf der Perso nicht kopiert wer­den. Ist straf­bar.

    Seit Istock die Pforten weit auf­ge­macht hat, ver­kau­fe ich dort kei­ne Bilder mehr. Werde ich wohl kün­di­gen.

  9. Mit Canon L Objektiven in Verbindung mit einer Canon 6D Vollformat Kamera, ist die Annahme bei Fotolia gar nicht mal so schlecht.

  10. Wo wir schon bei Massen Uploads sind. Wer ist eigent­lich Africa Studio. Die Bilder sind tech­nisch und gestal­te­risch alle recht ähn­lich. Vom sel­ben Fotografen kön­nen die aber fast nicht sein. Der müss­te ja am Tag 600 bis 1000 Fotos schies­sen, bear­bei­ten, ver­schlag­wor­ten und hoch­la­den. Da hat der Tag ein­fach zu wenig Stunden. Oder irre ich mich da.

  11. Wäre viel­leicht inter­es­sant wenn du das Thema Top‐Uploader mal in einem eige­nen Beitrag auf­grei­fen wür­dest.
    Africa‐Studio ist da ja eher ein nega­ti­ves Beispiel. Wahrscheinlich gibt es da aber auch eini­ge mit sehr guter Qualität.

  12. Ich füh­le mich in der Tat etwas angep.…. Ich habe drei Jahre gebraucht , bis das ich bei Shutterstock ange­nom­men wur­de und jetzt darf jeder Hans und Franz? Nicht das man drau­ßen in der rea­len Welt von Hobbyknipsern über­schwemmt wird, nein, jetzt auch das noch.

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