Der Inhaber der Bildagentur Imagebroker mahnt Robert Kneschke ab

Gestern flat­ter­te mir ein Einwurf-​Einschreiben ins Haus. Eine Abmahnung wegen einer angeb­li­chen Urheberrechtsverletzung, geschickt von der Kanzlei K & E Rechtsanwälte aus München.

Der Rechtsanwalt Dr. Peter F. Reinke wur­de los­ge­schickt von Klaus-​Peter Wolf, dem Inhaber der Bildagentur Imagebroker, über die ich vor kur­zem in mei­nem Artikel „Imagebroker: Der unend­li­che Vertrag ohne Kündigung?“ lei­der kaum etwas Gutes zu berich­ten hat­te.

Brief Abmahnung
Hauptkritikpunkt mei­nes Artikels war, dass einem bestimm­ten Imagebroker-​Vertrag nach Bilder auch nach der Vertragskündigung bei Imagebroker nicht aus dem Partnernetzwerk gelöscht wer­den wür­den. Damit hät­te der Fotograf kei­ne Chance mehr, die­se „mehr als 100 Bildagenturen“ selbst direkt zu belie­fern, ohne dass Imagebroker die Hälfte des Honorars kas­siert.

Die Abmahnung hat­te ich erwar­tet.

Klaus-​Peter Wolf hat­te mir Samstagabend und Sonntag ins­ge­samt fünf Mal auf den Anrufbeantworter gespro­chen und mir eine lan­ge Email geschrie­ben. Sowohl tele­fo­nisch als auch per Email kün­dig­te er mir einen „publi­zis­ti­schen sowie juris­ti­schen Krieg“ an, wenn ich den für ihn unbe­que­men Artikel nicht umge­hend löschen wür­de.

Ich habe sicher­heits­hal­ber noch mal nach­ge­zählt: Insgesamt min­des­tens sie­ben Mal erwähnt der Imagebroker-​Inhaber das Wort „Krieg“ in den oben erwähn­ten Nachrichten, drei Mal droht er mit Folgen, wenn ich den Artikel nicht lösche.

Die vor­lie­gen­de Abmahnung scheint die ers­te Folge zu sein.

In der Abmahnung geht es dar­um, dass ich in mei­nem oben genann­ten Artikel einen Screenshot der Imagebroker-​Webseite gezeigt hat­te, auf der am Tag des Screenshots eine Fotografie des Fotografen Harry Laub zu sehen war. Diese Fotografie war logi­scher­wei­se auch auf dem Screenshot zu sehen. Ich bin der Meinung, dass die­se Verwendung ein zuläs­si­ges Bildzitat ist, unter ande­rem weil ich im Artikel über die Agentur Imagebroker berich­te, deren Webseite ich zei­ge.

Um einen Rechtsstreit zu ver­mei­den (aber ohne Anerkennung eines sach­li­chen oder recht­li­chen Grunds), habe ich daher das betref­fen­de Foto im Screenshot unkennt­lich gemacht. Das wei­te­re Vorgehen klä­re ich gera­de mit mei­nem Anwalt ab.

Meiner Meinung nach ist die mög­li­che Urheberrechtsverletzung nur ein Versuch, mich finan­zi­ell zu schä­di­gen – es geht in der Abmahnung um eine vier­stel­li­ge Summe -, weil ich mich wei­ge­re, die­sen Artikel zu löschen.

Ich fin­de es befremd­lich, dass sich Klaus-​Peter Wolf als Opfer einer „Hetzkampagne“ gegen ihn sieht, obwohl ich nur in einem Artikel nur über Teile sei­nes alten Vertrags berich­tet habe, die ich für befremd­lich hal­te. Wer hier per­sön­li­che Befindlichkeiten nicht von einer sach­li­chen Diskussion um recht­li­che Aspekte der Stockfotografie tren­nen kann, wel­che meh­re­re Fotografen betref­fen und daher von öffent­li­chem Interesse für die Berichterstattung sind, dem kann ich lei­der nicht hel­fen.

Im Blog von Imagebroker hat­te er mir zusätz­lich vor­ge­wor­fen, dass ich Kommentare zum Artikel löschen oder unter­drü­cken wür­de. Das ist mein gutes Recht, ent­ge­gen sei­ner Annahme betrifft das aber nicht nur „Pro-​Imagebroker“-Kommentare. Herr Wolf hat selbst mehr­mals Kommentare unter mei­nem Artikel hin­ter­las­sen kön­nen, um sei­ne Sicht der Dinge zu schil­dern, eben­so wie vie­le ande­re Fotografen. Als mich eine Person jedoch zu recht­li­chen Stellungnahmen zwin­gen woll­te, habe ich die­sen Kommentar erst gelöscht und danach die Kommentarfunktion für die­sen Artikel kom­plett deak­ti­viert.

Kleine Ironie am Rande: Im Imagebroker-​Blog wer­den erst gar kei­ne Kommentare zuge­las­sen.

Es wäre sehr scha­de, wenn es ein Agenturinhaber schaf­fen wür­de, durch juris­ti­sche Drohungen nega­ti­ve Berichterstattung über sei­ne Bildagentur zu ver­hin­dern. Mein Hauptberuf ist die Fotoproduktion und ich betrei­be den Blog nur neben­bei. Aber weil es im deutsch­spra­chi­gen Raum nur weni­ge Möglichkeiten gibt, sich zeit­nah und tie­fer­ge­hend regel­mä­ßig über die Stockfotografie zu infor­mie­ren, fin­de ich es wich­tig, die­sen Blog mit­samt sei­nen Informationen und Meinungen – sowohl den loben­den als den kri­ti­schen – zu erhal­ten.

Ich hal­te euch auf dem Laufenden.

113 Gedanken zu „Der Inhaber der Bildagentur Imagebroker mahnt Robert Kneschke ab“

  1. Das scheint ja ein unan­ge­neh­mer Zeitgenosse zu sein.
    Ich drück´dir die Daumen, dass beim wei­te­ren Procedere alles gut läuft.

  2. Na, das ist ja gute Eigenwerbung…

    Interessant auch, wenn man dar­über nach­denkt, dass die Anwaltskosten natür­lich mehr oder weni­ger direkt von den Agenturprovisionen bezahlt wer­den. Da gäbe es ver­mut­lich Sinnvolleres, um das Betriebskapital ein­zu­set­zen. Und dann kommt natür­lich der Zeitaufwand dazu.

    Ich bin gera­de sicher nicht auf der Suche nach einer neu­en Agentur, aber so stellt man sich selbst dann von vorn­her­ein ins Abseits.

  3. MMn kann die Agentur ja gar nicht für den Fotografen Harry Laub abmah­nen, außer er hat die­se hier­zu beauf­tragt (was ich nicht glau­be). Ich per­sön­lich wür­de direkt mit dem Fotografen Kontakt auf­neh­men, ihm die Sache schil­dern und ihn um nach­träg­li­che Erlaubnis der Bidnutzung ersu­chen. Mit ein biss­chen Glück, ist der Abmahnung damit die Rechtsgrundlage ent­zo­gen.

  4. Ich fin­de dei­nen Blog so wert­voll, weil du unab­hän­gig und offen berich­test.

    Ich hof­fe, dass der oben genann­te sich noch besinnt, sei es, weil Weihnachten vor der Tür steht oder weil er so sei­nen Imageschaden noch am ehes­ten ein­gren­zen kann.

    Ein biss­chen kann ich ihn ver­ste­hen, nicht die Reaktion, aber die Problematik. Zumindest war das in mei­ner sehr kur­zen Stockfoto-​Phase so, dass eine Hauptagentur auch ande­re belie­fer­te und zwar über ziem­lich unüber­schau­ba­re Netzwerke. Die waren damals nicht dubi­os, aber es wur­den aus vie­len klei­nen Sammlungen grö­ße­re Bildangebote zusam­men gesam­melt (und wie­der­um den gro­ßen Agenturen ange­bo­ten oder zu Collections zusam­men­ge­fasst), die sich bei Kündigung rein prak­tisch nicht mehr hät­ten auf­lö­sen las­sen. Vermutlich geis­tern heu­te noch eini­ge mei­ner Bilder durch irgend­wel­che Agenturen, wäh­rend „mei­ne“ Agentur von damals inzwi­schen dicht gemacht hat.

    Insofern muss man sehen, was der Agenturinhaber tat­säch­lich rea­lis­tisch tun kann, wenn er die Bilder in ähn­li­cher Weise ver­teilt hat. Ich fin­de aber, er soll­te sich auf die Lösung des Problems kon­zen­trie­ren, um Fotografen, die ja sei­ne wich­tigs­ten Geschäftspartner sind, zufrie­den zu stel­len und nicht auf Kritiker zu schie­ßen. Genau genom­men könn­te er sich ja kaum einen bes­se­ren Experten als Gesprächspartner wün­schen, als dich.

    Ich drü­cke dir (eigent­lich euch) die Daumen, dass ihr zu einer fried­li­chen Einigung kommt.

  5. Dein Blog ist wirk­lich toll und der Beitrag war aus mei­ner Sicht sehr sach­lich geschrie­ben. Danke für die dar­in gebrach­ten Infos und viel Erfolg in der Rechtsauseinandersetzung. Moralisch hast du zu 100% recht.

  6. Robert,
    ich drü­cke Dir die Daumen und alle ste­hen gedank­lich hin­ter Dir. Hoffentlich hast du einen guten Anwalt und bist gut ver­si­chert. Für mich ist das mal wie­der eine Farce im Stock Geschäft.
    Und eine alte Lebensweisheit trifft hier auch noch zu: Wenns ums Geld geht, hört die Freundschaft auf und die Leute wer­den unsach­lich! Schon immer so gewe­sen!

  7. Auf die­ser Stelle möch­te ich mal erwäh­nen, wie wich­tig uns Dein Blog ist. Es ist empö­rend, dass freie Journalisten mit einem Krieg bedroht werden…In wel­cher Welt leben wir Herr Klaus-​Peter Wolf?
    Lieber Robert, wir sind auf Deiner Seite!

  8. Lasse dich bloß nicht unter­krie­gen Robert. Mit die­sem Schritt hat Herr Wolf end­gül­tig sein wah­res Ich gezeigt und den Ruf sei­ner Agentur rui­niert. Tja, das kommt dabei raus, wenn man Produzenten nicht als Partner behan­delt.

  9. Wenn Deine Rechtsanwälte kei­ne Zurückweisung wegen Formfehlern erwir­ken kön­nen,
    mußt Du frist­ge­recht reagie­ren, sonst erwirkt die Gegenseite auto­ma­tisch eine einst­wei­li­ge Verfügung und hat damit das Recht, Ihre Forderungen durch­zu­set­zen.
    Nachdem ich mir Deine Auslegung noch ein­mal aus­führ­li­cher durch­ge­le­sen habe,
    fra­ge ich mich, ob der­ar­ti­ge Drohungen und Einschüchterungsversuche nicht schon
    den Tatbestand einer Nötigung erfül­len. Auch das soll­test Du mit einem RA durch­spre­chen, nur der Form hal­ber.

  10. vgl. LG München I, Urteil vom 27.07.1994: Bildzitate von 19 Fotos von Helmut Newton in einem Artikel von; Alice Schwarzer in der Zeitschrift „Emma“

  11. Ich bin auch der Meinung das Du im Recht bist. Es stellt sich eher die Frage ob die Agenturverträge dies stand­hal­ten wür­den oder ob die­se als Knebelverträge schon recht­lich gar nicht gül­tig sind.
    Ich wür­de nach die­sen Mails und Anrufen die Abmahnung nicht unter­schrei­ben. Im Gegenteil „SUCHEN und FINDEN“ und die Agentur mit Abmahnungen über­häu­fen. Ja so zeigt jeder sein Gesicht und dies gehört auch Public gemacht mit wel­chen Vertragspartnern sich man­che Fotografen ein­las­sen.
    Ich wün­sche Dir viel Glück dabei. Ausserdem trotz­dem besinn­li­che Weihnachten und ein erfolg­rei­ches und gesun­des 2015 .

  12. Ich bin ein gro­ßer Freund dei­ner Beiträge und kann den Gegenwert dei­ner Informationen mit nichts auf­wie­gen. Ein Punkt stört mich jedoch, dass du erst jetzt schreibst es wur­den dei­ner­seits Kommentare gelöscht. Ich hät­te es neu­tra­ler gefun­den im urspüng­li­chen Artikel dies zu begrün­den und dann die Kommentarfunktion zu schlie­ßen. Dies ist aber auch der ein­zi­ge Punkt.

    Imagebroker bzw. deren Inhaber wird sich vor allem dar­an sto­ßen, dass nach suche der Agentur an zwei­ter Stelle bereits dein ers­ter Artikel erscheint. Keine schö­ne Werbung, ver­ständ­lich. Deren Reaktion jedoch, unver­ständ­lich.

    Also Robert, an der Stelle mal ein gro­ßes Danke. Ohne dei­nen Blog wäre ich heu­te nie selbst­stän­dig und wür­de mein Einkommen nicht aus dem bestrei­ten was mir Spaß macht. Tatsächlich bin ich durch dich auf Stock gestos­sen.

  13. Das nach­träg­li­che Löschen bringt gar nichts, das wird Dir ver­mut­lich auch Dein Anwalt sagen. Es ist eher als Schuldeingeständnis zu wer­ten. Für den Post macht es aber kei­nen Unterschied, ob dort ein Screenshot ist oder eben nicht.
    Natürlich ist das alles eigent­lich Kindergarten und wirft ein noch schlech­te­res Licht als der Artikel (den ich per­sön­lich gar nicht als so schlimm gewer­tet habe).
    Die „auto­ma­ti­sche einst­wei­li­ge Verfügung“ ist weder so auto­ma­tisch noch end­gül­tig, aber das hat Dein Anwalt bestimmt auch schon alles erklärt. Eine Abmahnung kann jeder jeder­zeit ver­schi­cken, aber die­se tat­säch­lich durch­zu­set­zen, erfor­dert Richter die der Meinung des Abmahnenden fol­gen. Ob Herr Wolf die­ses Risiko ein­ge­hen will, wird sich zei­gen.

  14. Lass dich nicht unter­krie­gen! Ich fin­de es groß­ar­tig, dass du dich hier nicht ein­schüch­tern lässt, denn nach mei­ner Einschätzung bist du im Recht. Und einer der weni­gen wirk­lich neu­tra­len Blogger. Ich drück dir die Daumen!

  15. Danke für die­sen Artikel und den über IB.
    Lass Dich bit­te nicht ein­schüch­tern!
    Eines der stärks­ten Grundrechte in Deutschland ist die Meinungs- und Pressefreiheit. Dazu ein guter RA und die hei­ße Luft dürf­te weg­ge­bla­sen sein.

    Ich fin­de es erstaun­lich was der ein oder ande­re Agenturinhaber bzw. Kommentar-​RA für Rechtsauffassungen ver­tritt.

    Die Herren schei­nen mei­ner Meinung nach nur zu ver­ges­sen das die freie Marktwirtschaft ein viel schär­fe­res Schwert als der Rechtsweg sein kann.

    Aus die­sem Verhalten zie­he ich als Zulieferer jeden­falls mei­ne Schlüsse.

    Genau für sol­che Streitigkeiten bräuch­ten wir so etwas wie den Händlerbund für Kontributoren. Jeder zahlt einen klei­nen Jahresbeitrag und dann kön­nen sol­che Briefe lächelnd, kos­ten­güns­tig und qua­li­fi­ziert beant­wor­tet wer­den.

  16. Leider kom­men immer wie­der Agenturen oder ande­re Fotografen auf den Trichter einen abmah­nen zu wol­len – ob es nun tat­säch­lich berech­tigt ist oder nicht. Du soll­test es als Kompliment auf­fas­sen, du hast den rich­ti­gen Leuten auf die Füsse getre­ten.

    Dir wün­sche ich für dei­nen wei­te­ren Weg und in die­sem Fall alles Gute. Ich wür­de an dei­ner Stelle über eine Feststellungsklage nach­den­ken… natür­lich willst du einen Rechtsstreit ver­mei­den – na klar- aber gefal­len las­sen darf man sich die­sen Mist auf kei­nen Fall.

  17. Kleiner Tipp: Einwurf-​Einschreiben haben vor Gericht über­haupt kei­ne Beweiskraft, weil sol­che Briefe ja auch aus dem Briefkasten geklaut wer­den könn­ten.… Man soll­te sol­che Sendungen dann aber bes­ser nicht im Internet ver­öf­fent­li­chen, weil man dann ja dadurch doku­men­tiert, dass man das Schriftstück bekom­men hat !

  18. moin robert!

    ich sehe auch kei­nen feh­ler in dei­nem ver­hal­ten. zu mal du sach­lich kor­rekt „berich­tet“ hast.

    auch müß­te man mal schau­en, ob eine abmah­nungs­sum­me in 4‑stelliger höhe über­haupt rech­tens wäre, ich mei­ne da hat die rechts­spre­chung mitt­ler­wei­le auch einen rie­gel vor­ge­scho­ben.

    abge­se­hen davon, hat das ein­wurf ein­schrei­ben über­haupt kei­ne recht­li­che bedeu­tung, schon pein­lich – offen­sicht­lich kennt sich nicht mal der rechts­an­walt rich­tig aus.….

    aber wor­te wie krieg usw.… arm­see­lig. letzt­lich merkt er wohl nicht mal, dass er sich damit nur sel­ber scha­det.
    die wort­wahl sei­ner­seits wür­de ich als „dro­hung“ anse­hen und da lässt sich even­tu­ell was im bereich der „nöti­gung“ machen.… es ist ja offen­sicht­lich, dass er hier regel­recht erzwin­gen will, dass der bericht gelöscht wird.

    für mich per­sön­lich kommt die agen­tur auf die rote lis­te, sowas belie­fe­re ich erst gar nicht.

    ich drü­cke dir die dau­men!

  19. Von recht­li­chen Aspekten scheint Herr Wolf wirk­lich kei­ne Ahnung zu haben. Bei IB fin­den sich z.B. sehr vie­le Innenaufnahmen von Museen ohne Property Release, dabei weiss inzwi­schen Jeder, dass man beim Fotografieren auf pri­va­tem Grund natür­lich eine Freigabe braucht um sol­che Bilder ver­mark­ten zu dür­fen. Ich wür­de im eige­nen Haus keh­ren bevor ich belei­dig­te Abmahnungen ver­schi­cke. Geht es ihm nicht eigent­lich um das Löschen des Ursprungsartikels? Welche „Firma“ beschwert sich schon, wenn in Artikeln die Homepages als Screenshot ver­lint wer­den? Wäre es ein durch­weg posi­ti­ver Artikel gewe­sen – wäre die Nutzung des Screenshots bestimmt nicht abge­mahnt wor­den.

  20. Habe dei­nen alten Artikel gera­de mal ne kos­ten­lo­se Google Optimierung ver­passt. Durch die guten Links zur Seite wird der bald noch viel wei­ter vor­ne ste­hen und bei such­an­fra­gen zum ThemaImagebroker mit unter den ers­ten 5 auf­tau­chen. Schrecklich, dass immer leu­te mei­nen, dass Sie mit Anwälten Ihr Vorgehen ver­tu­schen könn­ten

  21. Also das ein­zi­ge was vom Gericht als zuge­stellt gilt, sind Einwurf Einschreiben.….das ist alles schon ganz rich­tig

  22. Die Rechtsprechung mag die eine Seite sein, zu der ich mich nicht äußern kann, aber bewusst auf „Kieg“ aus zu sein, dürf­te wohl deut­lich nach hin­ten los­ge­hen.

    Warum wird es immer auf die Schiene ver­sucht, statt sich mit den Problemen dei­nes kri­ti­schen Beitrags aus­ein­an­der zu set­zen? Machen, dich kon­tak­tie­ren und auf eine schö­ne­re Berichtserstattung ( = Werbung) hof­fen…

  23. Danke, dann weiß ich zumin­dest, von wel­cher Plattform ich künf­tig die Finger las­sen wer­de. Lass dich nicht klein krie­gen, es ist wich­tig, dass es Leute gibt, die auf­de­cken, wenn und was es auf­zu­de­cken gilt.

  24. Ob Einwurf-​Einschreiben, nor­ma­les Einschreiben oder ein­fa­cher Brief ist recht­lich gese­hen ziem­lich egal: Eine Abmahnung ist immer nur ein „Angebot“ zur außer­ge­richt­li­chen Einigung. Man kann die Abmahnung igno­rie­ren, dann kommt halt (wenn es dem ande­ren Ernst ist) eine einst­wei­li­ge Verfügung. Ebenso wenn man die Abmahnung dum­mer­wei­se nicht erhal­ten hat. – Ändert nichts. – Das aber nur am Rande.

    Ich muss zuge­ben, ich habe mir beim Lesen des ursprüng­li­chen Artikels sofort gedacht: Ein Screenshot mit einem Bild, na ob das wohl legal ist ?
    In der Tat fand auch ich es befremd­lich, dass plötz­lich Artikel gelöscht bzw. gar nicht erst mehr frei­ge­ge­ben wur­den. (Vor der kom­plet­ten Sperrung!) Das ist natür­lich das gute Recht des Blogbetreibers, hin­ter­lässt aber einen Nachgeschmack. – In dem gelösch­ten Artikel wur­de übri­gens genau die Rechtmäßigkeit des Screenshots in Frage gestellt…

  25. Hallo Robert, ich fand Dein Artikel nicht so schlimm. Du hast nur sach­lich über die Problematik berich­tet, ich als ein Stockfotograf der nicht die Zeit hat, mei­ne Bilder in vie­len Agenturen selbst ein­zu­stel­len, könn­te mir sogar eine Zusammenarbeit mit IB vor­stel­len (die Kritikpunkte in Kauf neh­mend).
    Jetzt… tja… sehe ich das anders und ich hof­fe, dass ande­re Kollegen das auch so sehen…

    Wünsche Dir viel Erfolg, lass dich nicht unter­krie­gen wir brau­chen einen wie DU.

  26. Krieg? Hat nicht Bundespräsident Wulf damals ähn­li­che Worte ver­wen­det, als er beim Chef der Bildzeitung auf die Mailbox gespro­chen hat? Wie die Sache geen­det hat, wis­sen wir, und die gan­ze Geschichte erin­nert mich dar­an stark.

    Zu IB:
    Ich habe seit Monaten auf mei­nem Schreibtisch den Vertrag von IB lie­gen und habe die­sen nicht fer­tig abge­schlos­sen, weil mich nicht nur der Vertrag etwas ins Grübeln gebracht hat. Da sind die von dir ange­spro­che­nen Punkte. Dann aber auch der Auftritt, die Webseite erin­nert mich sehr an Web 1.0 und macht kei­nen zeit­ge­mä­ßen Eindruck. Jetzt die­se gan­ze Geschichte hier. Der Blogbeitrag im Blog von Imagebroker wirkt auf mich nicht pro­fes­sio­nell. Der Blog hat kei­ne wei­te­ren Beiträge und wirkt schnell zusam­men­ge­schus­tert für die­sen ver­ba­len Krieg. Die Formulierungen im Blogbeitrag sind auch nicht pro­fes­sio­nell und erin­nern mich an ein belei­dig­tes Kind, wel­ches jetzt ver­sucht, unter der Gürtellinie den ande­ren zu tref­fen. Kein pro­fes­sio­nel­les Auftreten. Es scha­det der Sache in der brei­ten Öffentlichkeit nur.

    Ich bin der sel­ben Ansicht wie Du. Ein Screenshot ist ein Bildzitat. Ich ken­ne die Aufnahme nicht, glau­be aber nicht, dass man da was haben will. Sonst wür­den das auch nicht regel­mä­ßig die Medien machen. Vielleicht hät­test Du auch ein­fach auch jemand vor den PC set­zen sol­len, der sich die geöff­ne­te Webseite anschaut. Dann wäret Du auf der ganz siche­ren Seite.

    Halt die Ohren steif und ich wün­sche Dir viel Erfolg. Ich war­te jetzt mal die Sache ab und wer­de mich dann ent­we­der für oder gegen Imagebroker ent­schei­den.

  27. @Chris

    Image Broker hat sowohl als auch:

    https://www.imagebroker.com/#/contact/imprint
    https://www.imagebroker.com/#/contact/privacy

    Auch ich ler­ne viel von Robert, sei­nen Büchern und dem Blog. Etwas ver­är­gert bin ich, dass die­se m.E. über­flüs­si­ge Auseinandersetzung die nächs­te Folge „Pimp my Stock“ noch mehr hin­aus­zö­gern wird.

    Ganz klar, dass sich hier Image Broker ins eigen Knie schießt, zumin­dest was die eige­ne Reputation betrifft. Selbst wenn Klaus-​Peter Wolf im Recht ist, dis­qua­li­fi­ziert sein Verhalten sein eigent­li­ches Anliegen und er scha­det ihm mehr als dass er ihm nutzt.

    Die ers­te Einlassung von Klaus-​Peter Wolf in den Kommentaren von Roberts Ursprungsbeitrag fand ich übri­gens eigent­lich gut und einer fai­ren und sach­li­chen Diskussion dien­lich. Aber was dann folg­te, hal­te ich ein­fach nur für pein­lich. Der Gipfel war dann, dass sich Wolf in sei­nem Blog über die Schließung von Roberts Kommentaren erei­fert und selbst von vorn­her­ein kei­ne zulässt, wie Robert oben schon erwähnt. Dieses Beispiel illus­triert die Scheinheiligkeit der Diskussion vor­treff­lich.

    Mir scheint vor allem in einem Punkt Uneinigkeit zu bestehen: Robert sagt, dass sich bei ihm „die Anfragen und Beschwerden von Fotografen, wel­che bei Imagebroker kün­di­gen woll­ten und dabei auf schein­bar unlös­ba­re Probleme stie­ßen“ häuf­ten. Wolf hin­ge­gen behaup­tet, dass 2014 nur zwei Fotografen gekün­digt hät­ten, von denen einer Robert selbst gewe­sen sei. Sollten es tat­säch­lich nur zwei Fotografen gewe­sen sein, könn­te ich Wolfs Wut über einen in sei­ner Pauschalisierung für ihn schäd­li­chen Beitrag ver­ste­hen. Unabhängig davon mag der Vertrag frag­wür­dig sein, um den es geht. Aber viel­leicht haben sich eben nicht ganz so vie­le Fotografen davon bein­träch­tigt gefühlt wie der Artikel sug­ge­riert. Ungeachtet der Möglichkeit also, dass Wolf sich zu Recht echauf­fiert, fin­de ich den Stil nach dem ers­ten Kommentar höchst unsym­pa­thisch. Ich nei­ge aber irgend­wie nicht dazu zu glau­ben, dass Robert von einer Häufung spricht, wenn es sich ledig­lich um ihn selbst und eine wei­te­re Person han­del­te.

    Ich wün­sche Robert einen mög­lichst harm­lo­sen Ausgang. Was den Stil angeht, hat er in mei­nen Augen schon gewon­nen.

  28. Robert, die Sache mit den Einwurfeinschreiben sehen die meis­ten Gerichte aber anders.

    http://www.ra-rosbach.de/2012/04/20/einwurf-einschreiben/

    Ich wür­de in so einem Fall ein­fach sagen, dass ich das Einschreiben nicht bekom­men habe und die mir (im nicht erhal­te­nen Einschreiben) vor­ge­wor­fe­nen Dinge sofort abstel­len. Glaube mir, bei der Post AG wird so viel gepfuscht und es wer­den so vie­le Fehler dort gemacht, dass ein falsch zuge­stell­tes, weg­ge­weh­tes oder sonst­wie ver­schwun­de­nes Einwurf-​Einschreiben jeder­zeit mög­lich ist.… ich habe selbst vie­le Jahre dort gear­bei­tet und weiß, wovon ich rede ;)… außer­dem gibt es auch immer wie­der Leute in der Bevölkerung, die Post aus frem­den Briefkästen klau­en .…

  29. Lieber Robert,
    du weißt ja, dass ich auch bei image­bro­ker gekün­digt habe und auch, dass ich ähn­li­che Hürden zu über­win­den hat­te wie du. Eine Kündigung bei Masterfile oder Getty ist ein Kinderspiel dage­gen.

    Ich bin dir sehr dank­bar für dei­nen sach­li­chen und infor­ma­ti­ven Artikel. Du tust damit das, was ich und vie­le ande­re Fotografen von dir ken­nen und erwar­ten: Entwicklungen, Trends und Probleme in der Branche recher­chie­ren und dar­über berich­ten. All das ist nicht geschäfts­schä­di­gend. Eine ver­nünf­ti­ge Reaktion des Agenturinhabers wäre eine eben­so sach­li­che Stellungnahme zu dei­nem Artikel. Noch ver­nünf­ti­ger wäre gewe­sen, all die kur­sie­ren­den Varianten des Agenturvertrags auf eine bran­chen­üb­li­che Version (mit einer Kündigungsfrist von höchs­tens einem Jahr und der Ankündigung, dass die Bilder bei den Partnern gelöscht wer­den) zu aktua­li­sie­ren und allen imagebroker-​Fotografen ein Update auf die­sen Vertrag anzu­bie­ten.
    Mit einer Abmahnung plus Kriegserklärung scha­det der Agenturinhaber aus mei­ner Sicht nur sich selbst bzw. dem Ruf der eige­nen Agentur.

    Ich hof­fe, dass dei­ne bei­den Artikel noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zie­hen. Vielleicht wer­den nicht mehr vie­le Fotografen kün­di­gen, denn mit dem aktu­el­len Vertrag ist es ja auch absurd: Wer jetzt kün­digt, ist SCHON ENDE 2016 aus dem Vertrag raus. Und wer sich etwas aus­kennt weiß, dass Stockbilder nach die­ser Zeit ihre bes­ten Jahre hin­ter sich haben und nicht mehr viel ein­brin­gen.

    Aber viel­leicht über­legt es sich der ein oder ande­re auf­grund dei­nes Artikels und ins­be­son­de­re wegen der Reaktion des Agenturinhabers sehr genau, dort sei­ne Bilder anzu­bie­ten.

  30. @Hieronymus: Mir ist min­des­tens ein wei­te­rer Fall bekannt, der aber schon im Jahr 2013 war, sowie meh­re­re Fotografen, die zwar kün­di­gen wol­len wür­den, aber sich auf­grund ihrer bis dahin erfolg­ten Kommunikation mit Herrn Wolf nicht zum letz­ten Schritt ent­schlos­sen haben.

  31. Lieber Robert,

    vie­len Dank für dei­ne sach­li­che Berichterstattung. Ich hof­fe das Imagebroker bis Weihnachten noch ein­mal über das Ganze nach­denkt ob ein „Krieg“ gegen Fotografen wirk­lich der rich­ti­ge Weg ist ein Geschäft zu betrei­ben. Im Zeitalter des inter­nets muß man eben ver­stärkt dar­auf ach­ten das die Geschäftspartner zufrie­den sind und sich fair behan­delt füh­len. Jedes Restaurant, jeder Amazonhändler muß mit öffent­li­chen Bewertungen leben und sein Geschäft ent­spre­chend füh­ren.

    Und wenn die Emotionen mal hoch­ko­chen, soll­te man viel­leicht bes­ser mit küh­ler Logik an die Situation her­an gehen. Denn wel­cher Fotograf wird sich denn in Zukunft trau­en dort einen Vertrag zu unter­schrei­ben wenn schon der bekann­tes­te Blogger der Szene mit dem Anwalt ver­folgt wird. Das ist doch wirk­lich völ­li­ge Antiwerbung in eige­ner Sache.

    Eine sach­li­che Stellungnahme und schnel­les, unkom­pli­zier­te Kommunikation mit den eige­nen Fotografen wäre sicher die bes­se­re Werbung fürs Geschäft.

    Imagebroker hat die völ­li­ge Kontrolle über die eige­ne Aussendarstellung. Das was jetzt pas­siert ist eben das Ergebnis ihrer eige­nen Arbeit.

    Zum Glück gibt es genug Agenturen die anders sind.

    Ich hof­fe es kommt über die Feiertage zu ein wenig Nachdenken was Imagebroker eigent­lich errei­chen will.

  32. S. g. Herr Kneschke,
    ich bin gespannt, ob Sie mich noch­mals aus dem Blog raus­lö­schen. Ich bin näm­lich offen­sicht­lich der, den Sie hier ein­gangs zitie­ren. Ich hät­te Sie „zu recht­li­chen Stellungnahmen gezwun­gen“.
    Ich habe weder Recht noch Macht, Sie zu etwas zu zwin­gen. Ich habe bloß das in den Raum gestellt, was dann promt gekom­men ist: die recht­li­che Frage von der Nutzung des schö­nen Bildes der Imagebroker-​Homepage.
    Ich fin­de es befremd­lich, dass Sie mein Kommentar in einem Blog ent­fer­nen, sich im nächs­ten aber dar­auf bezie­hen. Da möge sich einer aus­ken­nen!
    Es kann aber auch gut sein, dass sich vie­le Fotografen zum glei­chen Problem äußern woll­ten, aber nicht im Blog Aufnahme fin­den konn­ten.
    Ich glau­be jeden­falls, dass sich da mehr als nur ich gewun­dert haben, wie Sie mit Bildrechten umge­hen – wo das Thema Ihnen doch recht ver­traut sein soll­te.
    Als Gegenthese kann man also auf­stel­len: Kneschke nutzt das Foto zum Nachteil des Bildrechteinhabers, Wolf & Imagebroker ver­tei­di­gen die Rechte des Fotografen.

    ein­fach zum Nachdenken,

    mfg, Givi

  33. Lieber Robert,
    eine glück­li­che Hand wün­sche ich Dir und dass Dein beglei­ten­der Jurist unein­ge­schränkt zu Dir hält.

  34. Menschen, die reagie­ren wie Herr Wolf, sind kei­ne Geschäftspartner son­dern Abzocker. Sie glau­ben die ande­re Seite sei blö­de. Das Verhältnis zwi­schen Künstler und Agentur beruht auf Vertrauen. Wenn die­ses von der einen oder ande­ren Seite nicht mehr gege­ben ist, ist die Beziehung hin­fäl­lig.
    Eine Bildagentur die zum gros­sen Teil von der frei­en Presse lebt hat sich hier bloß gestellt.
    Man soll­te die­sen Artikel allen Journalisten und Redaktionen sen­den, damit sie sich ein Bild von Ihrem „Geschäftspartner“ machen kön­nen.
    Herr Wolf so geht das nicht, wür­den sie so etwas auch machen wenn ein Großverlag nicht pünk­lich zahlt oder tech­ni­sche Probleme mit der Abrechnung hat, nein, wür­den sie nicht. Hier ver­su­chen Sie auf einen „Kleinen“ ein­zu­dre­schen wie ein Berserker.
    Wie sie Ihr Geschäft füh­ren ist Ihre Sache. Aber Menschen die so etwas tun, traue ich auch ande­re Sachen zu. Das hat etwas mit Vertrauen und den Satz „leben und leben las­sen zu tun“
    In die­sem Sinne.

    Robert, instal­lie­re doch bit­te einen Spenden Button von Paypal, so kön­nen wir dei­ne Arbeit aktiv unter­stüt­zen und dir hel­fen, die Abmahnung zu bezah­len.

  35. Was glaubt ihr eigent­lich, was das für ein Agenturinhaber ist, der Fotografen mehr­mals (ich weiß von zwei Fällen) öffent­lich mit ihren Umsätzen bloß­stellt, um alle vom „Erfolg“ sei­ner Agentur bzw. von der „Unfähigkeit“ des Fotografen zu über­zeu­gen? In dem ib-​Beitrag hier wur­den wie­der Umsätze mut­maß­lich unge­fragt von Herrn Wolf ver­öf­fent­licht, wenn auch nur um zwei­stel­li­gen Bereich. In dem ande­ren mir bekann­ten Fall (das Forum exis­tiert mitt­ler­wei­le nicht mehr) ging es um eine 5stellige Summe, die Herr Wolf unge­fragt im Zusammenhang einer Diskussion mit dem ent­spre­chen­den Fotografen unge­fragt ver­öf­fent­lich­te. Allein das wäre wahr­schein­lich ein so gro­ßer Vertrauensbruch, der eine sofor­ti­ge frist­lo­se Vertragskündigung recht­fer­ti­gen wür­de. Die Gesamtumsätze von ib im Quartal wer­den jedoch als „Geschäftsgeheimnis“ unter Verschluß gehal­ten. So muß man einen Laden füh­ren, um neue (gute) Leute anzu­lo­cken…

    Herr Wolf ist sehr dar­um bemüht, image­bro­ker als unan­fecht­bar und unend­lich erfolg­reich dar­zu­stel­len. Und jedes Mal, wenn das pas­siert, weiß man eigent­lich, daß meis­tens nicht viel dahin­ter steckt; die vie­len unzu­frie­de­nen Bildlieferanten zei­gen dies ja nur zu gut, eben­so das quan­ti­ta­tiv sta­gnie­ren­de Portfolio bei ib (noch immer ist die Million nicht voll, dabei ste­hen die schon seit Jahren „kurz“ davor). Wie hier schon fest­ge­stellt wur­de, der gra­fi­sche Auftritt von ib ist äußerst unpro­fes­sio­nell. Das Verhalten des Inhabers in diver­sen Foren bzw- Internet-​Disussionen steht dem in Nichts nach.

    Andererseits ver­ste­he ich die Aufregung um die Kündigungsmöglichkeit nicht. Die Bilder sind doch sowie­so durch, wer braucht das Zeugs denn noch? Der Artikel war über­flüs­sig und über­trie­ben sen­sa­tio­nell. Jede Agentur hat eine Sperrklausel im Vertrag und kann natür­lich nicht die Löschung der Bilder bei Partneragenturen ver­trag­lich garan­tie­ren. Getty kann das, cor­bis kann das auch – aber nur, weil die kei­ne Partneragenturen haben…

    Und der Screenshot war dumm – ich bin kein juris­ti­scher Experte, aber für eine „Besprechung“ eines Vertrages einer Bildagentur ist ein Screenshot der Webseite nicht zwin­gend not­wen­dig. Das Logo der Agentur hät­te aus­ge­reicht. Wenn ich mich recht erin­ne­re, war sogar das gesam­te Foto abge­bil­det – nur hat das gezeig­te Foto nichts mit dem Vertrag zu tun und des­halb wird es in mei­nen Augen eher nicht als Bildzitat durch­ge­hen. Und wer weiß, wie die bei ib auf Kritik reagie­ren, konn­te abse­hen, daß da was kommt. Jetzt dar­um aber so einen Wirbel zu machen, ist schon wie­der über­trie­ben sen­sa­tio­nell. Was soll das Bild des Briefumschlags? Vollkommen sinn­frei…

  36. @tomtomtom: Die letz­te juris­ti­sche Entscheidung, ob ein Screenshot mit einem Bild zum Artikel über die betref­fen­de Firma erlaubt ist oder nicht, ist noch nicht gefal­len. Eine sol­che Klausel wie in dem alten Vertrag von Imagebroker ist mir bis­lang noch nicht unter­ge­kom­men, viel­leicht kannst Du mir ja ande­re Agenturen nen­nen, die das genau­so hand­ha­ben. Der Punkt mei­nes Folgeartikels ist aber, dass die Amahnung nur die Folge einer Drohung ist, den ers­ten Artikel zu löschen, das Bild im Screenshot wird also mei­ner Meinung nur als Vorwand genom­men. Die „wenn, dann“-Formulierungen von Herrn Wolf waren in die­sem Punkt sehr ein­deu­tig.

  37. Ist ja ziem­lich span­nend was in Deinem Fall da abgeht.
    Auf die Gefahr hin, dass Du auch die­sen Kommentar löscht od. unter­drückst möch­te ich Dich , wer­te Robert auf Einiges auf­merk­sam machen in Sache des IB-​Screenshots:
    Auch ich habe in einem Fotoforum inner­halb eines Postings von mir ein Bild aus dem Internet kopiert (auch als Bildzitat) mit Quellenangabe des Fotografen
    Wenige Stunden spä­ter war mein Posting nicht mehr vor­han­den. Ich ver­mu­te­te Zensur von sei­ten des Moderators.
    Von ihm wur­de mir dann fol­gen­des klar­ge­macht:
    Es ist NICHT zuläs­sig ein Foto ohne Einverständnis des Urhebers- in die­sem Falle des Fotografen, in einem Forum zu ver­öf­fent­li­chen, sebst wenn eine Quellenangabe vor­liegt. Man darf nur einen Verweis = Link auf die­ses Foto set­zen, aber kei­nes­falls kopie­ren und miss­bräuch­lich anders­wo ver­wen­den.
    Was Du mit dem Screenshot von Image-​Broker gemacht hast unter­schei­det sich wenig von dem was ich getan habe. Du bewegst Dich da auf sehr,sehr duen­nem Eis.
    Hättest du in Deinem Beitrag über ImageBroker einen Link zur Homepage von IB gesetzt wäre alles recht­lich alles ok gewe­sen.
    Es bleibt also span­nend wie die Sache wei­ter für Dich ver­lau­fen wird.
    Ich hät­te die Unterlassungserkärung unter­zeich­net, damit wäre die Sache gütigst berei­nigt gewe­sen Für Beide Seiten.
    Du musst auch beden­ken, wenn IB wirk­lich mehe­re Partneragenturen unter­hält, sich also ein Netzwerk auf­ge­baut hat, ist er ein „alter Hase“ im Gewerbe. der kennt sich aus mit Bildrechten. Dem ist schwer anzu­kom­men. Denk mal dar­über nach,bitte.

    Schöne Feiertage Euch Allen.
    Walter

  38. Der „alte Vertrag“ ist wie alt inzwi­schen? Jedenfalls schon eini­ge Jahre, und ihn JETZT noch als Aufhänger für einen sehr umfang­rei­chen Blogbeitrag zu ver­wen­den, ist schon etwas merk­wür­dig. – Die aktu­el­len Kündigungsklauseln sind hin­ge­gen völ­lig nor­mal, da gibt es bei ande­ren Agenturen viel län­ge­re, ungüns­ti­ge­re Regelungen. (Wir reden hier von Makrostock! Da läuft eini­ges halt etwas anders als im Microstock.)

    Und ja, wahr­schein­lich hat Herr Wolf das Bild als „Vorwand“ genom­men, wür­de doch bei der Steilvorlage jeder so machen, der meint, sich weh­ren zu müs­sen.

    Ich fin­de die Webseite von IB übri­gens nicht schlecht. Was eini­gen Postern hier offen­bar gar nicht bewusst ist: IB ver­kauft NUR über Partner, hat also kei­ne direk­ten Kunden, die man mit einer „tol­lem“ Webseite beein­dru­cken muss. Abgesehen davon, dass die­se ach so moder­nen, über­la­de­nen und lang­sa­men Webseiten doch wohl auch nicht der Weisheit letz­ter Schluss sind. – Die nöti­ge Funktionalität ist bei IB jeden­falls gege­ben, auf die Gimmicks kann ich ger­ne ver­zich­ten.

    Ansonsten sehe ich das ähn­lich wie tom­tom­tom: Hier haben bei­de Seiten über­trie­ben agiert und reagiert, und letzt­lich kann es dabei nur Verlierer geben, auf wel­che Weise auch immer.

  39. @Manfred Es gibt ver­mut­lich über 100 Fotografen, wel­che noch den alten Vertrag unter­schrie­ben haben, inso­fern ist das Thema jetzt immer noch aktu­ell. Etwas ande­res wäre es, wenn Imagebroker von sich aus anbie­ten wür­de, den alten Vertrag auf den neu­en zu aktua­li­sie­ren.

  40. Robert, irgend­wie habe ich fast gedacht, dass da was kommt.
    Wobei mir auch bei dei­nen Artikeln über ande­re Makrostock Agenturen auf­fällt. das die recht aggres­siv reagie­ren kön­nen. Mir ist die Makrostock Szene inzwi­schen recht suspekt gewor­den.
    Die haben teil­wei­se eine sehr cho­le­ri­sche Art.
    Meine geplan­te IB Bewerbungs Bilder wer­den bei Fotolia und Shutterstock lan­den. Die Makrostock Welt wird leicht auf mei­ne Bilder ver­zich­ten kön­nen. So gut bin ich nicht.

    Ansonsten schlie­ße ich mich Walter an. Den Ball flach hal­ten und den güns­tigs­ten Weg neh­men.

    Schöne Feiertag, an alle.

  41. max II: Über wel­che Makrostock Agenturen wur­de denn hier in der Vergangenheit berich­tet? Und wer hat da „agres­siv“ reagiert?
    Ich erin­ne­re mich eher an diver­se Micro- und Midstock Agenturinhaber, die in der Vergangenheit (auch in längst ver­schwun­de­nen Foren) ger­ne mal „sau­er“ gewor­den sind. (Nicht ganz zu Unrecht im übri­gen…) Von den Reaktionen der US Microstocks in deren Foren auf Kritik gar nicht zu reden.

  42. Wie immer da jetzt die recht­li­che Seite aus­se­hen mag. Ob sich IB da sel­ber etwas Gutes getan hat? Es ist ja nicht mehr ganz so, dass gute Fotografen Makroagenturen die Türen ein­ren­nen. Vielleicht macht so etwas den Einen oder Anderen neu­en Anbieter eher nach­denk­lich?

  43. Nun kommt mal wie­der run­ter.….

    Robert: Ich schät­ze Deinen Blog sehr – habe durch ihn und durch Deine Bücher viel gelernt. Du hat­test vor Jahren also einen Vertrag unter­schrie­ben. Du warst zu die­sem Zeitpunkt ver­mut­lich schon voll­jäh­rig und hof­fent­lich nicht betrun­ken oder unter Drogen. Der Vertrag war also rechts­gül­tig. Dein Vertragspartner hat Dich – nach­dem Du genug gequen­gelt hat­test – aus die­sem Vetrag ent­las­sen. Aus mei­ner Sicht liegt kein Grund vor, des­halb so eine „Breitseite“ gegen Imagebroker zu feu­ern. Hier ein­fach mal zuzu­ge­ben, selbst nicht alles rich­tig gemacht zu haben wür­de Deinem Ansehen nicht scha­den (eher im Gegenteil), aber schon mal etwas „Druck aus dem Kessel“ las­sen.

    Herr Wolf: Ich belie­fe­re Imagebroker seit Jahren und habe Sie als freund­li­chen und kom­pe­ten­ten Ansprechpartner ken­nen und schät­zen gelernt. Ihre ers­te Reaktion auf Roberts Artikel war aus mei­ner Sicht abso­lut ange­mes­sen. 1:0 für Imagebroker, habe ich mir beim Lesen gedacht. Aber nun ist wirk­lich der Gaul mit Ihnen durch­ge­gan­gen… Das ist mensch­lich und kann schon mal pas­sie­ren. Aber ich glau­be wirk­lich, daß Sie sich mit die­ser Aktion selbst scha­den. Mein Rat an Sie ist der sel­be wie an Robert Kneschke: Auch Ihnen wird kein Zacken aus der Krone bre­chen (im Gegenteil), wenn Sie zuge­ben, daß Sie etwas über Ihr Ziel hin­aus geschos­sen sind…

    Wegen so einer Lappalie Anwälte zu beschäf­ti­gen muß nun wirk­lich nicht sein. In Blogs oder Foren kommt es lei­der viel schnel­ler zu Streitigkeiten, als wenn man sich gegen­über­sitzt. Deshalb reden Sie mit­ein­an­der! Von wem das ers­te „tut mir leid, ich bin da wohl etwas zu weit gegan­gen“ kommt ist egal. Der Satz wür­de jeden­falls bei­den Seiten gut zu Gesicht ste­hen… Schaffen Sie den Ärger auf anstän­di­ge Art und Weise aus der Welt, nicht indem Sie Anwälte reich machen!

    Am Besten noch vor den Feiertagen – dann fei­ert sich’s schö­ner.… 🙂

  44. Als ich vor vie­len Jahen mit der Stockfotografie begon­nen habe, stand auch image­bro­ker auf mei­ner Liste der Agenturen, die ich belie­fern wollt. Irgendwie ist es dann nicht dazu gekom­men – das war aber mei­ne per­sön­li­che Entscheidung, ich war nicht so recht über­zeugt. Heute bin ich froh, dass es so kam.

    Auch ich sehe es so, dass der Screenshot in Deinem Blog durch §51 UrhG „Zitate“ gedeckt ist. Ich neh­me an, dass die Gegenpartei das auch sicher weiss, aber zumin­dest erst mal eine Einschüchterungstaktik fährt. Lass Dich nicht unter krie­gen.

    Hier noch ein Link, wenn sich jemand mal etwas näher über das Zitatrecht infor­mie­ren möch­te. Finde ich recht anschau­lich erläu­tert. http://rechtsanwalt-schwenke.de/wann-ist-ein-bildzitat-erlaubt-anleitung-mit-beispielen-und-checkliste/

  45. Man koenn­te doch das Foto vom Brief gleich als Stockfoto anbie­ten, wae­re da nicht die chro­ma­ti­sche Abberation 😉

  46. da sieht man es mal wie­der: Wer viel Geld (sich ergau­nert hat) – der kann sich dann auch leis­ten ein­fach mal so ne juris­ti­sche Geschichte anzu­schub­sen um sei­ne „hei­le Welt“ zu erhal­ten um wei­te­re Kohle zu ergau­nern. Leider haben die­se Idioten auch oft noch vor Gericht erfolg, weil die sich ger­ne dann sol­che Gerichte aus­su­chen die für sie güns­tig hin urtei­len – das neue Gesetz, dass man ein Wohnort-​nahes Gericht ver­wen­den muss hilft da nicht viel.

    Aber ich ken­ne das auch zur Genüge, die­se Einschränkung unse­rer Grundrechte (Meinungsfreiheit, Pressefreiheit) im Netz bei deut­schen Seiten – sowohl bei sozia­len Netzwerken und ande­ren Sachen wird man ger­ne mal blo­ckiert wenn man unan­ge­neh­me Wahrheiten pos­tet.

    Mich wun­dert es nur, dass mich die GEMA und Konsorten noch nicht abge­mahnt haben weil ich vie­le Details mal in einem Handbuch ver­öf­fent­licht habe. Wenn man nach Fällen wie dei­nem geht, müss­te das ja dann so sein – wenn also schon ein klei­ner Anschubser von nega­ti­ver Kritik reicht damit man fer­tig gemacht wird ^^

  47. Bravo, Robert Kneschke, dass Du den Mut besitzt, Dich an die­ser Stelle für die Belange von Fotografen ein­zu­set­zen, die nach dem Unterschreiben des Vertrags Agenturen wie Imagebroker voll­kom­men schutz­los aus­ge­lie­fert sind. Imagebroker betreibt im all­ge­mei­nen eine aggres­si­ve Politik gegen­über Fotografen und ver­sucht sie mit diver­sen Mitteln unter Druck zu set­zen. U.a. wird die Zusammenarbeit mit Agenturen unter­sagt, Bilder zeit­lich ver­setzt bear­bei­tet oder größ­ten­teils abge­lehnt. Ich habe auch schon gehört, dass Fotografen von Imagebroker bei ande­ren Agenturen gezielt dis­kre­di­tiert wor­den sind, was ich hier ein­mal als „Gerücht“ bezeich­nen will. Ein Geschäftsführer, der von „Krieg“ spricht, weil er nicht kri­tik­fä­hig und offen­bar ver­bit­tert ist, hat sich selbst dis­qua­li­fi­ziert. Aber es passt abso­lut zu dem, was ich von vie­len Seiten bereits gehört habe. Einsicht wird es nicht geben, aber Fotografen kön­nen ihr Fazit aus die­sem Vorgang zie­hen. Alles Gute und Respekt!

  48. > Nun kommt mal wie­der run­ter….

    Ich fin­de den Beitrag von Klaus eine Wohltat und stim­me zu 100% zu. Danke, Klaus!

    Wenn ich lesen wür­de, dass jemand mehr­fach auf Herrn Kneschkes Anrufbeantworter gespro­chen und dabei sie­ben Mal das Wort Krieg erwähnt hat, dann wür­de ich mir den­ken: „Der Kerl ist meschug­ge gewor­den“. Die Behauptungen des Herrn Kneschke sind für sich genom­men abso­lut wahr und zu 100% rich­tig. Insgesamt wer­den die Umstände aber so ver­kürzt wie­der­ge­ge­ben, dass ein völ­lig ver­zerr­tes Abbild der Realität erzeugt wird.

    Wenn ich nicht befürch­ten müss­te, dass Herr Kneschke mei­nen Beitrag unter­drückt, dann wür­de ich mir in den nächs­ten Tagen sehr ger­ne die Zeit neh­men, hier die Umstände mei­ner schein­ba­ren „Ramboanrufe“ dar­zu­stel­len.

    Also Herr Kneschke, wie sieht es aus, erlau­ben Sie mir, ein Bisschen Licht ins Dunkel zu brin­gen, ohne dass Sie mei­nen Beitrag zen­sie­ren? Das wäre doch pas­send zum Lichterfest. Zudem ist es doch auch das Fest des Friedens. Jeder ist doch nur ein Mensch und macht Fehler. Mit etwas Humor kön­nen wir viel­leicht bald über die­sen Popanz lachen.

    In die­sem Sinne. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antwort.

    Klaus-​Peter Wolf
    Inhaber imageBROKER

  49. Das gan­ze hat mei­ner Meinung nach zwei Seiten. Ein viel­ge­le­se­ner Blog zu einem spe­zi­el­len Thema hat sicher eine gewis­sen Macht und das ist ja offen­sicht­lich der Grund für Herrn Wolfs Reaktionen.

    Nun gibt glück­li­cher­wei­se in unse­ren Breiten das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Pressefreitheit. Auch wenn Roberts ers­ter Artikel im Grundsatz sach­lich geschrie­ben war, war den­noch, zumin­dest zwi­schen den Zeilen, eine gewis­sen Polemik zu erken­nen. Dazu passt mei­ner Meinung nach nicht das Vorgehen, gezielt Kommentare zu löschen. Auch Roberts Argument, dass dies sein Recht als Blogbetreiber ist, fin­de ich nicht ein­leuch­tend. Wer aus­teilt muss auch ein­ste­cken kön­nen. Ansonsten schwächt man sei­ne eige­ne Position, wie auch hier gesche­hen. Mich wür­de inter­es­sie­ren, ob Robert mitt­ler­wei­le erkannt hat, dass dies ein Fehler war.

    Auf der ande­ren Seite gibt sich Herr Wolf mit sei­nen eige­nen Blogeinträgen ja – unge­wollt – eini­ge Mühe, das von Robert gezeich­net Bild von ihm zu bestä­ti­gen. Beispiele wur­den ja genannt: Selbst kei­ne Kommentare in sei­nem Blog zulas­sen und dann sich beschwe­ren, dass die Kommentarfunktion gesperrt wur­de. Oder Behauptungen nach unter­lau­te­ren Motiven unge­schickt for­mu­liert in den Raum stel­len. Oder auch ganz offen­sicht­lich nach einem Grund zu suchen (Bildrechte) um gegen Robert gericht­lich vor­zu­ge­hen. Dabei wir­belt das am noch mehr Staub auf und scha­de sicher Herrn Wolf mehr als Robert.

    Am Ende sind aber bei­de Konfliktparteien beschä­digt (am Rande: http://de.wikipedia.org/wiki/Konflikteskalation_nach_Friedrich_Glasl)

    Natürlich darf kri­ti­scher Journalismus sich davor nicht fürch­ten. Nur viel­leicht etwas sou­ve­rä­ner damit umge­hen.

  50. @Robert: Bildzitate haben einen sehr eng gesteck­ten Rahmen und ich bezwei­fel, daß ein Blog-​Artikel über eine Vertragsklausel die Darstellung eines Fotos recht­fer­tigt, das von der betrof­fe­nen Firma ver­trie­ben wird. Das dar­ge­stell­te Foto hat ein­fach kei­ner­lei Bezug zu dei­nem Artikel und wird nur von der Firma ver­trie­ben – wie mehr als 900.000 ande­re Bilder auch. Und genau in die­ser Austauschbarkeit liegt wahr­schein­lich das Problem. Aber wie ich schon schrieb, ich bin kein Jurist.

    Zu der Vertragsklausel an sich: ich ken­ne ganz ande­re Klauseln, z.B. 5jährige Sperrfristen oder Provisionen für die agen­tur­ei­ge­nen Büros im Ausland (cor­bis hat das lan­ge Zeit so gehand­habt, ande­re Agenturn aber auch – eige­ne Auslandsbüros wer­den prak­tisch wie Partneragenturen behan­delt, zumin­dest bei der Abrechnung der dort gene­rier­ten Umsätze). Aber wo liegt denn der Aufreger? Eine Agentur kann nun mal nicht für die Löschung der Bilder bei ande­ren Agenturen im Vertriebsnetzwerk garan­tie­ren und eine Sperrfrist von 2 Jahren ist nun wirk­lich kein gro­ßer Aufreger. Ich blei­be dabei, die Bilder sind so oder so nach einer Kündigung durch, zumin­dest, wenn es sich um People-​Bilder han­delt. Blümchen und Tierchen (Schwerpunkt bei ib) gehen natür­lich auch nach zwei Jahren noch. Und für dei­ne Modelverträge mit pro­zen­tua­ler Beteiligung statt Pauschalhonorar und dem damit ver­bun­de­nen Abrechnungsaufwand kann die Agentur auch nichts. Vertrag ist Vertrag und fer­tig. Oder was machst du, wenn die Models nach Jahren anfan­gen, mit den unter­schrie­be­nen Verträgen unzu­frie­den zu sein? Sich alles immer nur zum eige­nen Vorteil dre­hen, ist auch nicht mög­lich.

    Und die Wenn-​dann-​Argumentation machst du letzt­lich genau­so. Wenn die Agentur dich nicht aus dem Vertrag läßt und alle Bilder über­all sofort löscht, schreibst du was dar­über in dei­nem Blog. Agentur ist ange­pisst und reagiert eben­falls unan­ge­mes­sen und wenig sou­ve­rän. Das erin­nert so ein biß­chen an die Fußballer, die vor Ende des lau­fen­den Vertrages zu einem ande­ren Verein wol­len – das geht auch zuerst über die Presse bevor intern gere­det wird – Goretzka, Kramer, Lewandowski, aktu­ell Podolski…

    Wenn ich das mit mei­nen Kunden auch so machen wür­de, hät­te ich kei­ne mehr.

  51. Das alles hier wird zu einer Farce und Vorverurteilung. Wir haben hier in Deutschland, „Gott sein Dank“, Regeln die eine gute Zusammenarbeit von Geschäftspartnern mög­lich machen. Jeder soll­te die Verträge die er unter­schrbeibt vor­her auch lesen und sich Gedanken über mög­li­che Konsequenzen machen, es wird ja nie­mand zur Unterschrift gezwun­gen, und gera­de Robert Kneschke unter­stel­le ich genü­gend Intelligenz auch zu ver­ste­hen was er liest. Aus eig­ner Erfahrung kann ich nur sagen, das es sich immer lohnt über Vertragsbestandteile zu ver­han­den, da geht immer was.

    Die Sache wird sicher im Vorfeld oder vor einem deut­schen Gericht ent­schie­den, bei­de Parteien wer­den es über­le­ben – das ist doch nur gut. Und viel­leicht wer­den wir hier auf die­sem Blog dann auch das Ergebnis erfah­ren?

    Das deut­sche Urheberrecht ist ein sehr gutes Recht, nur so haben die Fotografen noch ein paar Rechte an ihrem Bildverkäufen/​nutzungen. Wie vie­le, die sich hier erei­fern, haben denn den Vertrag von FL oder einer ande­ren Microstockagentur gele­sen und ver­stan­den? Sicher nur weni­ge, und sicher unter­lie­gen die­se Verträge nicht deut­schem oder euro­päi­schem Recht, wohl eher ame­ri­ka­ni­schem, ich traue kei­nem hier zu auch nur ansatz­wei­se gegen die­se Verträge vor­zu­ge­hen, für mich sind alle die bei ame­ri­ka­ni­schen Agenturen ein­lie­fern völ­lig recht­los – daher ver­ste­he ich die­ses „drauf­los­ge­rü­ge­le“ nicht.

    Die Sache hier ist strit­tig und wird gelöst, kos­tet viel­leicht 1 ‑2 tsd €, was solls, ist sogar steu­er­lich absetz­bar, das sind noch nicht mal „Peanuts“

  52. Schlimmer kann ein Eigentor eigent­lich nicht aus­fal­len, ich den­ke Herr Wolf erweist sich gra­de einen Bärendienst. Seriöses Handeln wäre gewe­sen, Differenzen die­ser Art (Vertragsproblematik) im Gespräch zu klä­ren. Wie auch immer der juris­ti­sche Verlauf die­ser Angelegenheit sein wird (ich hal­te Roberts Standpunkt durch­aus für ver­tret­bar), mit Imgabroker steht ein Verlierer schon von vorn­her­ein fest.

  53. Ich freue mich dass Robert den IB-​Vertrag hier im Blog the­ma­ti­siert hat, sein Blog ist ja eine wich­ti­ge Informationsquelle zum Thema Stock.

    Der Kritik von Robert am Vertrag ist sach­lich, man kün­digt und die Bilder wer­den mun­ter wei­ter ver­trie­ben, da wird dem Urheber die Verfügung über sein Material genom­men, hal­te ich für unan­ge­mes­sen, ist zumin­dest nicht fair und mir bis­lang so nicht begeg­net.

    Warum ich trotz­dem den Vertrag unter­schrie­ben habe (mit die­ser Klausel) ? Weil ich damals eini­ge posi­ti­ve Rückmeldungen zu IB bekam, und die meis­ten mir bekann­ten RM-​Agenturen auf Exclusivität bestehen, ich Microstock nicht woll­te. Und ich anfangs nur Material zu IB gege­ben habe, das ich sonst nicht ver­wer­ten konn­te, bevor die bytes also ver­stau­ben: ab zu IB.

    Wobei IB ja Robert beim Kündigen/​Bildsperre ent­ge­gen­ge­kom­men ist, aber das war ver­mut­lich ein müh­sa­mer und lang­wie­ri­ger Prozess, bei Robert klingt hier und da nega­ti­ves an. Probleme tele­fo­nisch zu klä­ren (Anruf von Herr Wolf um ihn zum Bleiben zu bewe­gen) hal­te ich auch für die ers­te Option, da wür­de ich nicht gleich Verdunkelung ver­mu­ten.

    Meine Erfahrungen mit IB sind bis­lang gut/​ok, der Workflow um Bilder ein­zu­stel­len ist schnell, Erlöse im schwie­ri­gem Marktumfeld noch ok, die neue Verkaufsübersicht für Fotografen sehr gut.
    Wenn mich jemand nach Problemen mit IB fragt wür­de ich zuerst die in letz­ter Zeit sehr enge Bildauswahl nen­nen, das ist aktu­ell mein Grund, die Zusammenarbeit mit IB zu hin­ter­fra­gen.

    Die Eskalation sei­tens IB gegen­über Robert hal­te ich nicht für hilf­reich, Kritik mit Rechtsanwalt zu begeg­nen, nein, hilft nicht. Da wür­de ich auch einen PayPal ‑Button auf Roberts Seite drü­cken und ihn unter­stüt­zen, soll­te das nötig wer­den.

    Idealerweise hät­te Herr Wolf etwas Zeit zum Abkühlen von Ärger ver­strei­chen las­sen, das Problem die­ser Klausel für Fotografen aner­kannt und allen Betroffenen ange­bo­ten, einen Weitervertrieb nach Kündigung auf maxi­mal ein Jahr zu beschrän­ken.
    Weil die Kritik am Vertragspassus rich­tig ist, wenn gekün­digt wird endet übli­cher­wei­se eine Geschäftsbeziehung. Da IB (hof­fent­lich) nur mit seriö­sen Agenturen zusam­men­ar­bei­tet, die ihre Prozesse/​Datenbanken im Griff haben (wie will man sonst im Einzelfall exclu­si­ve Nutzung garan­tie­ren ?) , soll­te ein Stopp der Weiterverbreitung kein Problem sein. Dass IB das letzt­lich nicht garan­tie­ren kann – ok, aber Sperraufforderung an die Partner müss­te erfol­gen.

    Mein Tipp wäre wirk­lich: Pause ein­le­gen, kein Bloggerkrieg, führt zu nichts. Beleidigungen in Kommentaren (wie: Herrn Wolf indi­rekt als Idioten zu bezeich­nen) wären für mich ein Grund den Beitrag zu löschen, sor­ry, wer nicht sach­lich blei­ben kann lässt es lie­ber.

  54. Guten Morgen Herr Kneschke,

    vie­len Dank dafür, dass Sie mei­nen Beitrag vom 20. Dezember ver­öf­fent­licht haben. Darf ich jetzt davon aus­ge­hen, dass ich in die­sem Forum Beiträge schrei­ben darf, die Sie dann auch frei­schal­ten?

    Für ein kur­ze kla­re Antwort wäre ich dank­bar. Ich siche­re auch zu, dass ich mich um Sachlichkeit bemü­hen wer­de.

    Viele Grüße an alle

    Klaus-​Peter Wolf
    Inhaber imageBROKER

  55. Hallo Herr Kneschke,

    vie­len Dank für die schnel­le Antwort.

    Ich fin­de „juris­tisch belangt“ klingt bei dem Stand der Dinge ein biss­chen über­trie­ben.

    Der Stand der Dinge ist der:

    1. Sie haben (wohl) gegen das Urheberrecht ver­sto­ßen.
    2. Sie wur­den von mir auf­ge­for­dert, die (wahr­schein­li­che) Urheberrechtsverletzung zu unter­las­sen. Dies haben Sie abge­lehnt.
    3. Sie wur­den von mei­nem Anwalt auf­ge­for­dert, die (wahr­schein­li­che) Urheberrechtsverletzung zu unter­las­sen und eine Unterlassungserklärung zu unter­zeich­nen. Dem sind sie nach­ge­kom­men.

    Die Hauptsache ist damit in vol­lem Umfang erle­digt. Ob jetzt noch um die Kosten gestrit­ten wird, liegt an Ihnen.

    Ich den­ke, das alles soll­te kein Hinderungsgrund dafür ein, sach­lich mit­ein­an­der zu reden und Argumente aus­zu­tau­schen. Dies ist die Voraussetzung dafür, von­ein­an­der zu ler­nen. Und nur dadurch kom­men wir vor­an. Ich bin mir sicher, dass ich (und damit imageBROKER) von Ihnen und der Community hier sehr viel ler­nen kann. Diese Chance wür­de ich ger­ne wahr­neh­men. Ich habe kei­ner­lei Interesse dar­an, Sie irgend­wie schlecht zu machen oder zu beschä­di­gen. Wie eini­ge Beitragsautoren rich­tig bemerkt haben, gibt es in so einem Fall wie dem unse­ren nicht mehr Verlierer und Gewinner, son­dern es ver­lie­ren oder gewin­nen immer bei­de Parteien gleich­zei­tig.

    Konnte ich Sie über­zeu­gen? Darf ich davon aus­ge­hen, dass ich in die­sem Forum Beiträge schrei­ben darf, die Sie dann (im Normalfall) auch frei­schal­ten?

    Für ein kur­ze, kla­re (und posi­ti­ve) Antwort wäre ich wie­der­um dank­bar.

    Mit weih­nacht­li­chen Grüßen an alle

    Klaus-​Peter Wolf
    Inhaber imageBROKER

  56. Robert, Du machst alles rich­tig und das Recht ist auf Deiner Seite! Danke dir für den Einsatz, die gro­ße Mühe und die Beständigkeit! In die­sem Sinne fro­hes Fest und wei­ter so!

  57. Vorneweg, der Imagebrokervertrag ist wohl rech­tens, aber auf Kante genäht; das ist die Sicht eines aus­ge­wie­se­nen Fachmanns für Medienrecht und Hochschullehrers. Die Kritik von Herrn Kneschke rückt Imagebroker in ein nega­ti­ves Licht, auch wenn sie sach­lich und fair war; als ehe­ma­li­ger Vertragsfotograf von IB hät­te er das bes­ser nicht getan. Verständlich daher, dass der Wolf böse ist, man hat ihn gereizt. Die Retourkutsche aller­dings, die Abmahnung steht juris­tisch auf dün­nem Eis, ist sel­ten unge­schickt und könn­te sich zum PR-​Disaster aus­wach­sen. Kunden und Vertragsfotografen wer­den die Überreaktion im Gedächnis behal­tenː Vorsicht, der Wolf ist bis­sig. Mit sol­chen Partnern arbei­tet man nicht ger­ne, auch nicht als Bildagentur.
    Dieser Vorfall belegt, bei IB ist das rech­te Augenmaß abhan­den gekom­men. Da wird hoch­wer­ti­ges Material abge­lehnt, aber eher medio­kre Bilder z. B. von (antiken)Goldmünzen genom­men. Nebenbei, die Verschlagwortung ent­hielt reich­lich Fehler. Ich kom­me mitt­ler­wei­le auf eine Ablehnungsquote von fast 100 Prozent.
    Die Erlöse sind im Keller, wohl auch, weil IB ent­ge­gen einem frü­he­ren Credo mitt­ler­wei­le im Microstockbereich mit­mischt. Der Inhaber hat sich offen­bar auch mit den fal­schen Agenturen ein­ge­las­sen. Er scheint nicht zu akzep­tie­ren, dass IB gutes, fri­sches Material nur ange­bo­ten wird, wenn er aus­kömm­li­che Honorare bie­ten kann.
    Auf berech­tig­te Beanstandungen reagiert der Inhaber ein­sil­big und mit wenig fun­dier­ten Ausflüchten. Ich brauch­te bei­spiels­wei­se zwei Anläufe, um not­wen­di­ge Änderungen der Verschlagwortung durch­zu­set­zen.
    Auch die Herausgabe der Liste von Imagebrokers Partneragenturen wird offen­bar ger­ne ver­schleppt und an unzu­mut­ba­re Bedingungen geknüpft.
    Bei sol­chen Problemen ist es gut, dass Journalisten wie Herr Kneschke sich des Themas „Imagebroker“ anneh­men.
    Ich bin sicher­lich ein wohl­mei­nen­der Vertragsfotograf und habe Respekt vor der unter­neh­me­ri­schen Leistung; der Inhaber soll­te jedoch zu einem mehr part­ner­schaft­li­chen Verhältnis zu sei­nen Fotografen fin­den. Nicht alles, was gera­de noch legal mög­lich ist, soll­te man auch umset­zen.

  58. » weil IB ent­ge­gen einem frü­he­ren Credo mitt­ler­wei­le im Microstockbereich mit­mischt“

    Das glau­be ich so nicht. Ja auch ich ärge­re mich regel­mäs­sig über Honorare von weni­gen Euro oder noch weni­ger. Ich den­ke aber nicht, dass dies aus einer Partnerschaft mit einer Microstock-​Agentur resul­tiert. Dann wären es noch viel mehr Verkäufe in der Preisklasse und:
    Leider gibt es vie­le eta­blier­te (sehr gro­ße) Makroagenturen, die mit bestimm­ten Kunden und/​oder für bestimm­te Nutzungen der­art nied­ri­ge Honorare ver­ein­ba­ren. Dafür kann IB letzt­lich nichts, wür­den sie die Zusammenarbeit mit all die­sen Agenturen been­den, blie­be kaum mehr etwas übrig. (Man kann es oft auch an den Sales Report erken­nen, dass von ein und der sel­ben Agentur ein durch­aus nor­ma­les Honorar gezahlt wur­de, und dann wie­der ein Nierigsthonorar.)

    Ich habe schon vor Jahren (nur als Beispiel) von der Picture Alliance (als Partner einer ande­ren Agentur) Honorare von weni­gen Euro für eine Doppelseite erhal­ten. 🙁
    Leider ist dies die Marktsituation, ver­ur­sacht vor allem durch die Microstocks, dar­an kann heu­te kei­ne Agentur mehr vor­bei.

  59. Als Fotograf, der 2009, eben­so wie Herr Kneschke 2007, den Paragrafen 9.2. (bei mir ist es 8.2. – es muss wohl zwi­schen­zeit­lich ein ande­rer Paragraf aus dem Vertrag gestri­chen wor­den sein) gegen­über Imagebroker unter­schrie­ben hat, möch­te ich nun auch einen Beitrag zur Diskussion leis­ten, die sich offen­sicht­lich und zum Glück wie­der etwas zu ent­span­nen scheint.

    Vorab möch­te ich zur Betrachtung Gewinner-​Verlierer fol­gen­des anmer­ken: Selbstverständlich gibt es bei einer der­ar­ti­gen öffent­li­chen Auseinandersetzung Verlierer UND Gewinner! Die Verlierer sind: Imagebroker und alle sei­ne Vertragsfotografen UND Robert Kneschke – trotz sicher­lich exor­bi­tant gestie­ge­ner Besucherzahlen sei­ner Website. Die Gewinner sind: Die beauf­trag­ten Anwälte und die Bildkäufer, die der­ar­ti­ge Auseinandersetzungen zwi­schen Agenturen und Fotografen hän­de­rei­bend wahr­neh­men und eine wei­te­re Stärkung ihrer Verhandlungsposition wit­tern. Also kann ich nur drin­gend raten: Wenn man denn eine der­ar­ti­ge Auseinandersetzung unbe­dingt meint füh­ren zu müs­sen, dann soll­te man es im Interesse der Agentur und der Fotografen unter Ausschluss der Öffentlichkeit tun.
    Robert Kneschke hat mit sei­nem ers­ten Blogbeitrag sehr sach­lich eine Diskussion ange­sto­ßen, die sicher­lich juris­tisch dif­fi­zil ist, was schon die unter­schied­li­chen Meinungen der Juristen zei­gen, die im Blogbeitrag selbst zitiert wer­den. Ich wage nicht zu beur­tei­len, ob der frag­li­che Paragraf eine unver­hält­nis­mä­ßi­ge Benachteiligung des Fotografen bedeu­tet. Ebenso könn­te man argu­men­tie­ren, dass er für den Fotografen vor­teil­haft ist, da er durch den Verbleib der Bilder im Vertrieb auch noch lan­ge nach Vertragsende mit Einnahmen rech­nen kann. Es erschließt sich mir vor die­sem Hintergrund auch nicht so recht, war­um Robert Kneschke die Löschung so wich­tig ist, zumal er sich, eben­so wie ich, gegen­über Imagebroker wohl nicht zur Exklusivität ver­pflich­tet hat und somit die glei­chen Fotos wei­ter­hin über ande­re Vertriebskanäle ver­mark­ten kann. Mir scheint, dass es auch im Falle einer juris­ti­schen Klärung des Sachverhalts vor Gericht wie­der Gewinner und Verlierer geben wür­de: die Verlierer wären erneut Imagebroker und Robert Kneschke, die bei­de viel Geld für ein ver­mut­lich eher salo­mo­ni­sches Urteil nach dem Motto „sowohl als auch“ aus­ge­ge­ben wür­den, und die Gewinner wären erneut die Anwälte und die Bildkäufer. Also: Bitte abrüs­ten und gemein­sam über eine bes­se­re Zukunftsstrategie nach­den­ken!
    Ich bin über­haupt erst durch den Blogbeitrag auf der Imagebrokerseite auf die­se Auseinandersetzung auf­merk­sam gewor­den. Ich den­ke, dass mitt­ler­wei­le auch Imagebroker weiß, dass man sich damit einen Bärendienst erwie­sen hat. Nachdem ich mich dann auf Robert Kneschkes Website in das Thema ein­ge­le­sen hat­te, habe ich an Herrn Wolf, den ich in die­sem Jahr erst­mals per­sön­lich ken­nen­ge­lernt und als freund­li­chen Menschen wahr­ge­nom­men habe, eine Mail geschrie­ben, die ich hier aus­zugs­wei­se zitie­ren möch­te:

    Hallo Herr Wolf,
    erst heu­te Morgen bin ich auf die wohl schon seit Tagen hef­tig toben­de Schlacht mit einem ehem. Imagebrokerfotografen auf­merk­sam gewor­den. (…)
    Im Grunde betrifft der Blogbeitrag zunächst nur einen vertraglich-​juristischen Aspekt, der rela­tiv emo­ti­ons­los geklärt wer­den könn­te. Die Kommentare zum Blog bewe­gen sich dann aber ganz rasch in eine ande­re Richtung, näm­lich die mit den Bildern erziel­ten Umsätze, was mit der ursprüng­li­chen Frage letzt­lich nichts zu tun hat. Auch die von Ihnen ver­öf­fent­lich­ten, nicht frei­ge­schal­te­ten Kommentare bezie­hen sich eigent­lich nur doch auf die­ses ande­re Thema. Das müss­te man eigent­lich klar tren­nen. Leider kann ich man­gels juris­ti­scher Fachkenntnis nichts sinn­vol­les zur juris­ti­schen Frage bei­tra­gen. Rein prak­tisch sehe ich es als schwie­rig an, dass IB bereits von den Distributoren ver­mark­te­ten Fotos „zurück­ru­fen“ kann. Auch sehe ich nicht das Interesse des Fotografen, auf die­sem Rückruf zu bestehen, da der Fotograf mit die­sen schon gelie­fer­ten Fotos kei­ne Arbeit mehr hat und immer noch über Jahre nach der Kündigung mit Einnahmen rech­nen kann, wenn viel­leicht auch mit gerin­gen. Da IB kei­ne Exklusivität ver­langt, kann der Fotograf ja auch nach wie vor ande­re Vertriebskanäle für die­se Fotos suchen. Dazu müss­te er ledig­lich die Liste der Distributoren vor­lie­gen haben, an die IB die Fotos gelie­fert hat, um Doppellieferungen zu ver­mei­den.
    In der Tat kann man das Thema der Umsätze sehr kon­tro­vers dis­ku­tie­ren. Da ich selbst mit mei­ner Nischenagentur (Yachten) Fotos ver­kau­fe, weiß ich, dass es schwie­rig ist, spe­zi­ell für Onlinenutzungen gute Honorare zu erzie­len. Ich habe dabei eine ande­re Entscheidung getrof­fen als offen­sicht­lich die meis­ten der Distributoren von IB: Wenn ein Onlinemagazine oder eine Firma ein Bild fürs Internet haben will, dann wird ein Mindestpreis von EUR 20 fäl­lig. Nach dem Geschäftmodell von IB wür­den das dann noch EUR 5 für den Fotografen bedeu­ten. Das hal­te ich gegen­über mei­nen Fotografen für den zumut­ba­ren Mindestbetrag und auch für das Minimum, um allein den Abrechnungsaufwand abzu­de­cken. Insofern bin ich eben­so wie vie­le ande­re über Centbeträge bei den Verkäufen ver­är­gert. Das in einem Blogbeitrag bei Herrn Kneschke erwähn­te Argument, dass man den Wert der Fotos ins­ge­samt her­ab­setzt wenn man der­ar­ti­ge Preise akzep­tiert, ist nicht von der Hand zu wei­sen. Weiterhin den­ke ich, dass der­ar­ti­ge Centbeträge schwe­ren Herzens akzep­ta­bel wären, wenn die Ablehnungsquote von IB nicht so extrem hoch gewor­den wäre. Wie ich Ihnen schon ein­mal geschrie­ben habe, besteht für mich seit eini­ger Zeit eine kras­se Diskrepanz zwi­schen dem Zeitaufwand für das Einstellen der Bilder inkl. kor­rek­ter Beschriftung (wesent­lich höhe­rer Aufwand seit der Umstellung auf imagebroker.com) und der Akzeptanzquote und damit den Vermarktungschancen. Wenn die Distributoren eben für Centbeträge ver­kau­fen, wor­auf Sie sicher­lich kei­nen Einfluss haben, dann soll­te die Redaktion aber auch einen höhe­ren Prozentsatz von Fotos akzep­tie­ren. Es ist ehren­haft, nur erst­klas­si­ge Fotos ver­mark­ten zu wol­len. Diese müss­ten dann aber auch zumin­dest zu guten (wenn schon nicht erst­klas­si­gen) Preisen ver­kauft wer­den. Oder aber man akzep­tiert auch „nor­ma­le“ Fotos, die viel­leicht kei­nen Preis in einem Wettbewerb gewin­nen wür­den aber ihren Zweck erfül­len und nimmt in Kauf, dass sie für Centbeträge lizen­siert wer­den. Auch das kann sich loh­nen, wie ich an den Verkäufen einer auf aktu­el­le Fotos spe­zia­li­sier­ten Agentur sehe, die ca. 90% der gelie­fer­ten Bilder akzep­tiert und sofort nach Upload ver­mark­tet. Da sie an der Politik der Distributoren wohl kaum etwas ändern und sich auch kei­ne Distributoren nach Wunsch „backen“ kön­nen, wür­de ich drin­gend anre­gen, wie­der weni­ger rigo­ros zu selek­tie­ren und damit den Fotografen die Möglichkeit zu geben, auch über „Masse“ zu letzt­lich zufrie­den­stel­len­den Sales Reports zu kom­men.
    Dies ist für mich ein sehr prin­zi­pi­el­ler Kritikpunkt. Davon abge­se­hen bin ich aber der Meinung, dass das Konzept von IB stimmt und dass IB kor­rekt, seri­ös und trans­pa­rent arbei­tet. Die Form der Abrechnung ist vor­bild­lich. Deshalb wer­de ich auch wei­ter­hin Bilder lie­fern. Sicherlich wäre ich aber deut­lich akti­ver, wenn die Ablehnungsquote nied­ri­ger wäre.
    Vielleicht möch­ten Sie die­sen Beitrag zur Diskussion auf die Blogseite stel­len?
    Beste Grüße und ärgern Sie sich nicht!
    Peter Seyfferth

    Ich hät­te es schön gefun­den, wenn Imagebroker die­sen Beitrag auf die Blogseite gestellt hät­te. Offensichtlich ist es aber nicht vor­ge­se­hen, die Fotografen auf der Seite zu Wort kom­men zu las­sen, was ich eben­so bedau­er­lich fin­de wie das Selektieren von Beträgen im Blog von Robert Kneschke. Immerhin hat mir Herr Wolf auf mei­ne Mail kurz geant­wor­tet, wobei ich mir nicht erlau­ben möch­te, die­se Antwort hier zu zitie­ren, da ich nicht weiß, ob das in Herrn Wolfs Sinne wäre. Lediglich einen Satz möch­te ich sinn­ge­mäß wie­der­ge­ben: Herr Wolf schlägt vor, dass ich ver­su­chen sol­le, mich mehr anzu­stren­gen und Imagebroker wür­de ver­su­chen, etwas weni­ger streng in der Bildauswahl zu sein.
    Wie ich dem Blog von Robert Kneschke ent­neh­me, bin ich mit dem Problem extrem hoher Ablehnungsquoten von teil­wei­se 100% nicht allei­ne. Ich kann mich dies­be­züg­lich und zu den erziel­ten Verkaufspreisen nur dem Kommentar von Dr. Baumgärtner vom 24. Dez. anschlie­ßen.
    Die Liste mei­ner Verkäufe über Imagebroker im lau­fen­den Quartal ist bei einem Bestand von ca. 2600 Bildern eigent­lich recht lang: Es sind ca. 40 Bildverkäufe. Leider sind dar­un­ter nur zwei Verkäufe, die „coöpe­ra­te“ sind, näm­lich ein „Ausstellungsexponat“ für EUR 88 Fotografenanteil und eine Verwendung „Broschüre/​Prospekt (werb­lich) für EUR 63. Alles ande­re sind „editorial“-Verwendungen, und da sind die Preise wirk­lich abso­lut im Keller. Der Höhepunkt ist ein „Verkauf“ eines RM-​Fotos des Berliner Doms in den USA für „Editorial-​News, Talk, Commentary or News Parody“ für 0,20 EUR. Der Kunde hat für das Foto also ver­mut­lich 1 USD bezahlt. Ich möch­te beto­nen, dass ich Verkäufe über Mikrostockmodelle aus­drück­lich und aus Überzeugung abge­lehnt habe und wei­ter­hin ableh­ne.

    Da ich mit TheYachtPhoto.com selbst eine klei­ne und hoch­spe­zia­li­sier­te Bildagentur betrei­be, weiß ich, dass die Magazine auf­grund weg­bre­chen­der Werbeeinnahmen finan­zi­ell enorm unter Druck ste­hen und man bei den Lizenzgebühren teil­wei­se erheb­li­che Kompromisse ein­ge­hen muss, um im Geschäft zu blei­ben. Trotzdem habe ich noch nie ein Foto unter EUR 20 ver­kauft, egal ob für Print oder für web. Das bedeu­tet nach mei­nem Geschäftsmodell noch EUR 10 für den Fotografen. Bei der Provisionsteilung nach dem Imagebroker-​Modell wären es immer­hin noch EUR 5 für den Fotografen. Das hal­te ich dann auch für ein „mora­li­sches“ Minimum gegen­über den Fotografen. Leider scheint es so zu sein, dass die Vertriebspartner von Imagebroker kei­ne der­ar­ti­ge Grenze nach unten ein­ge­baut haben, was dazu führt, dass der Verwaltungsaufwand für die Abrechnung der Verkäufe teil­wei­se höher sein dürf­te als die Lizenz selbst. Das kann zu aller­letzt im Interesse von Imagebroker sein. Es wäre fer­ner wün­schens­wert, wenn die Distributoren im Bereicht „cor­po­ra­te“ deut­lich akti­ver wären, da dort noch recht gute Linzenzgebühren erreich­bar sind.

    Und noch ein­mal zum Thema der exor­bi­tant hohen Ablehnungsquoten, die ich aus zwei Gründen für höchst pro­ble­ma­tisch hal­te: Erstens füh­ren sie dazu, dass die Belieferung von Imagebroker für den Fotografen unren­ta­bel wird. Die Auswahl der bes­ten Fotos aus einer Serie, das Hochladen und das detail­lier­te Beschriften einer Lieferung kann schon ein­mal eine hal­be Stunde Zeit in Anspruch neh­men. Wenn dann eine sol­che Lieferung mit der Begründung „Umsetzung“ kom­plett abge­lehnt wird, dann ist das schon extrem frus­trie­rend, ins­be­son­de­re dann wenn man mit den glei­chen Fotos im Direktvertrieb oder über eine ande­re Agentur vor kur­zer Zeit schon gute Erlöse erzielt hat. Leider sehe ich dies­be­züg­lich bis­lang kei­ne „Trendwende“. Zweitens ist es enorm demo­ti­vie­rend, wenn man erlebt, dass die eige­ne Arbeit, in die man viel Mühe und Überlegung inves­tiert hat, in Bausch und Bogen unter Vermarktungsgesichtspunkten als qua­si wert­los beur­teilt wird, und zwar selbst dann, wenn man es aus eige­ner Erfahrung (bereits erfolg­te Verkäufe über ande­re Kanäle) bes­ser weiß. Da müss­te in der Tat ein radi­ka­les Umdenken bei Imagebroker statt­fin­den, damit Fotografen und Agentur in der Zukunft wirk­lich als Partner agie­ren und sich gegen­sei­tig auch so emp­fin­den.

    Lieber Herr Kneschke, ich bin Ihnen inso­fern dank­bar, als ich über Ihren Imagebroker-​Blog Ihre Seite ken­nen­ge­lernt habe, auf der es sicher­lich noch vie­le inter­es­san­te Beiträge zu ent­de­cken gilt. Leider bin ich noch nicht dazu gekom­men, mich aus­führ­lich umzu­se­hen, was ich aber bestimmt in nächs­ter Zeit tun wer­de. Lieber Herr Wolf, lie­ber Herr Kneschke, bit­te fin­den Sie wie­der zuein­an­der! Sie haben mit Ihrem Blog und Ihren Fotos bzw. mit Ihrer Agentur bei­de viel zu bie­ten. Gemeinsam ist man stär­ker – ins­be­son­de­re gegen­über unse­ren poten­ti­el­len Bildkäufern!

  60. Hallo Herr Seyfferth,
    ein paar klei­ne Anmerkungen zu Ihrem lan­gen Beitrag:

    Bezüglich der Ablehnungsquote stim­men ich Ihnen (und allen ande­ren) zu 100% zu. Hinzu kommt, dass bei IB das Einstellen der Bilder doch rela­tiv zeit­auf­wän­dig ist, wenn dann die meis­ten Bilder abge­lehnt wer­den, ist das ein­fach ver­lo­re­ne Zeit. (Diesbezüglich war der alte 2‑stufige Workflow aus Fotografensicht even­tu­ell bes­ser.)
    Was die „coöpe­ra­te“ Verkäufe betrifft, den­ke ich fol­gen­des: Firmen kau­fen heut­zu­ta­ge bevor­zugt RF Bilder. Wenn es RM Bilder sein sol­len, dann oft mit Exklusivität, die­se ist aber beim IB Geschäftsmodell sagen wir mal schwie­rig. Ich den­ke, das dürf­te mit ein Grund sein, war­um es haupt­säch­lich edi­to­ri­al oder RF Verkäufe gibt.

    Zur Statistik: 😉 Ich habe knapp 500 Bilder bei IB online, im aktu­el­len (sehr guten) Quartal der­zeit 17 Verkaufspositionen (9 ver­schie­de­ne Bilder) zu Preisen von 0,41 Euro bis 81,30 Euro.
    Nur 2 von den ver­kauf­ten Bildern sind RM. (1x Kalender, 1x Puzzle) Und das obwohl im mei­nem Portfolio >50% RM Bilder ent­hal­ten sind.

  61. Frage an Manfred zum Beitrag vom 25. Dez: Wie kön­nen Sie aus Ihren Sales Reports erse­hen, über wel­che Agentur die Fotos ver­kauft wer­den? Aus den mir zuge­schick­ten IB Sales Reports geht dies nicht her­vor.

  62. Peter Seyfferth: Das kann ich natür­lich nicht. Aber wenn Sie auf mei­ne obi­ge Bemerkung anspie­len: An Hand der Verkaufs-​ID las­sen sich manch­mal sol­che Schlüsse zie­hen.

  63. Ich arbei­te seit eini­gen Jahren als Fotograf mit Imagebroker zusam­men und hat­te bis­her über­haupt kei­ne Probleme mit Herrn Wolf oder sei­nen Mitarbeitern.
    Aber das sich Herr Wolf mit sei­ner Reaktion hier kei­nen Gefallen getan hat, steht wohl außer Frage.

    Zum Thema Ablehnungsquote habe ich eine völ­lig ande­re Meinung als die meis­ten Fotografen hier.
    Ich fin­de eine stren­ge Bildauswahl sehr gut.
    Was nützt es den Fotografen wenn eine Agentur alles Bildmaterial der Fotografen nimmt ?
    Aus mei­nen Erfahrungen nach fast 20 Jahren Zusammenarbeit mit diver­sen Bildagenturen nur, das man als ein­zel­ner Fotograf am Ende noch weni­ger Umsatz macht.
    Eine mei­ner ehe­ma­li­gen Agenturen nahm in 2 Jahren mehr als 400 000 neue Bilder von Fotografen und ande­ren Bildagenturen an.
    Annahmequote mehr als 90 %.
    Was pas­sier­te ? Der Umsatz der ein­zel­nen Fotografen ging in den Keller.
    Bei mir war das ein Umsatzrückgang von 60 % in dem Zeitraum, trotz­dem ich gleich­zei­tig mei­ne Bildanzahl nahe­zu ver­dop­pel­te (15000 Fotos).
    Das erging aber auch allen ande­ren Fotografen so und inzwi­schen belie­fert fast kein pro­fes­sio­nel­ler Fotograf mehr die­se Agentur direkt.
    Der Agentur ist das zur Zeit noch egal.
    Neues Bildmaterial bekom­men sie ja ganz leicht, da es genug Bildagenturen gibt die sehr ger­ne ihren gan­zen Bildbestand auf ande­re Agenturen ver­tei­len.

    Übrigens belie­fe­re ich zur Zeit IB nicht wei­ter, da mir gera­de im RF Bereich viel zu vie­le Bilder (in mei­ne Augen auch schlech­te) ange­nom­men wer­den.

    In dem Punkt stim­me ich mit Manfred über­ein, der alte 2‑stufige Workflow bei IB war aus Fotografensicht deut­lich bes­ser und weni­ger zeit­auf­wän­dig.

  64. Hallo Manfred, dan­ke, da ist also Detektivarbeit gefragt. Sehr inter­es­sant übri­gens die Feststellung, dass RF- Bilder im Corporate-​Bereich bes­ser lau­fen als RM. Wäre span­nend, dazu auch die Erfahrungen ande­rer Fotografen zu hören, ganz unab­hän­gig vom eigent­li­chen Thema IB. IB selbst hat vor eini­ger Zeit ja auch dazu gera­ten, Bilder nach Möglichkeit als RF ein­zu­stel­len.

  65. Hallo Peter,
    RM oder RF Bilder?
    Hier die Erfahrung eines ande­ren Fotografen.

    Hier der Text für die Nutzung eines RM-​Bildes:
    Country: United Kingdom ; Usage: Editorial ; Media: Newspaper – natio­nal ; Print run: up to 750, 000 ; Placement: Inside and online ; Start: 01 May 2014 ; End: 02 May 2014 ; Additional Details: One use in a sin­gle edi­to­ri­al or adver­to­ri­al arti­cle used wit­hin print and /​or web ver­si­ons, with re-​use of the arti­cle in other tit­les or web ver­si­ons wit­hin the same news­pa­per group. Digital use inclu­des archi­ve rights for the life­time of the arti­cle.

    Dafür habe ich sage und schrei­be 4,82 € bekom­men.

    Was soll den dann bei RF-​Bildern her­aus kom­men.

  66. Thema Ablehnungsquote: Das ist halt eine schwie­ri­ge Gratwanderung: Zu viel ist genau­so schlecht wie zu wenig. Ein Kunde ist ver­är­gert, wenn er bei einer Suche lau­ter „Müll“ oder das glei­che Bild in 100 Variationen vor­fin­det. Aber der Kunde wird sich auch abwen­den, wenn er regel­mäs­sig kei­ne pas­sen­den Bilder fin­det. Und Kunden kön­nen sehr spe­zi­el­le Ansprüche haben.
    Beispiel mit einer ande­ren Agentur, die lehnt auch ver­gleichs­wei­se viel ab. Immer wie­der pas­siert es dann, dass die Agentur auf Kundenwunsch ein Bild per Mail bei mir anfor­dert, wel­ches sie irgend­wann vor­her abge­lehnt haben. Kann auch nicht Sinn der Sache sein.

    Natürlich ist bei Agenturen mit wenig oder kei­nen Ablehnungen das durch­schnitt­li­che Honorar pro Bild und pro Jahr nied­ri­ger, als bei Agenturen mit hoher Ablehnungsquote. Aber das soll­te sich im Idealfall auf alle Fotografen gleich­mä­ßig aus­wir­ken. In Ihrem Beispiel spiel­ten da wohl noch ande­re Faktoren rein.

    @Klaus Rein:
    „Was soll den dann bei RF-​Bildern her­aus kom­men?“
    Den Sinn der Frage ver­ste­he ich nicht. RF vs. RM hat doch erst mal nichts mit der Höhe des Honorars zu tun.
    Wenn RF Bilder für redak­tio­nel­le Nutzung ver­kauft wer­den, gibt es das sel­be Honorar wie für RM Bilder. Dafür gibt es bei RF Bilder halt öfters mal etwas höhe­re Honorare, wenn sie in hoher Auflösung als RF ver­kauft wer­den. (Die rich­tig hohen RM Honorare kom­men bei IB eben sehr sel­ten vor, das wären dann kom­mer­zi­el­le Nutzungen, oft mit Exklusivrechten.)

  67. Hier mal mei­ne Verkäufe bei einem „Verteiler“ alles RF:

    Größe Umsatz Split % EUR

    07.12.14 CORBIS CORPORATION 0 0,73 50 0,36
    07.12.14 CORBIS CORPORATION 0 3,05 50 1,52

    07.12.14 CORBIS CORPORATION 0 142,54 50 71,27
    12.12.14 Fotolia LLC Infinite 0 6,05 50 3,02

    29.12.14 Getty Images 0 1,39 50 0,70

  68. Ich habe mir damals auch den Imagebroker-​Vertrag durch­ge­le­sen und kam nach Lektüre nicht eine Sekunde auf die Idee die­sen Vertrag jemals unter­schrei­ben zu wol­len.
    Das mit der gehei­men Agenturliste fand ich sogar regel­recht lächer­lich – kei­ne Ahnung wie man so etwas ernst neh­men kann oder jemals konn­te.

    Ich belie­fe­re jede Agentur nur direkt.

    Dies hat für mich viel mehr Vorteile als die evtl. Zeitersparnis die mir eine rei­ne Verteilagentur böte oder einem evtl. höhe­ren Umsatz bedingt durch die grö­ße­re Masse an Agenturen die mei­ne Bilder dann im Angebot hät­ten.
    Mal ganz ehr­lich, glaubt denn tat­säch­lich jemand die über eine Verteilagentur ver­trie­be­nen Bilder wür­den bei der ech­ten Agentur genau­so behan­delt wie die Bilder der eige­nen Fotografen?

    Die Bilder über Zwischenhändler wie bspw. Imagebroker wer­den von den ech­ten Agenturen doch nur zum Auffüllen benutzt und kom­men nur zum Zug, wenn eige­ne Fotografen das Gesuchte nicht im Angebot haben, bzw. nicht schnell genug pro­du­zie­ren kön­nen.
    Auch darf bezwei­felt wer­den, dass die „guten“ Lizenzen zuerst an die Bilder der Verteilagenturen gehen.
    Ihre eige­nen Fotografen wer­den immer bevor­zugt (bei Bildrecherchen, Lizenzen etc.)- das wur­de mir von meh­re­ren Agenturen auch so bestä­tigt und erle­be ich eigent­lich täg­lich.

    Deshalb wohl auch die immer här­te­re Selektion – mit 08/​15 Material kann IB wahr­schein­lich ein­fach nicht mehr punk­ten. (Vermutlich lan­den die IB-​Bilder bei den Agenturen immer wei­ter hin­ten und der Umsatz sinkt.)

    Allein die direk­ten Infos der ech­ten Agenturen (Tipps, Aufträge etc.)sind für mich extrem wert­voll.
    Meine Bilder, ver­trie­ben über eine Verteilagentur, kop­peln mich doch von einem gro­ßen Teil der Vermarktungsmöglichkeiten ab und ver­hin­dern den äußerst wich­ti­gen Informationsfluß. Für die ech­ten Bildagenturen bin ich so nur noch ein anony­mer 08/​15 Lieferant.

    Ich selek­tie­re mei­ne Agenturen ganz genau. Sagt mir bspw. ein Vertrag nicht zu und lässt eine Agentur dies­bzgl. nicht mit sich reden, dann passt es eben nicht.

    Natürlich braucht es Zeit und Arbeit sich seine(sic!) Agenturen zusam­men­zu­stel­len.
    Ich ver­mu­te mal, dass dies der Hauptgrund für die Existenz sol­cher, in mei­nen Augen voll­kom­men unnüt­zer, Zwischenhändler wie IB ist.
    my 2 cent

    PS: Trotzdem viel Glück und einen guten Anwalt, lie­ber Robert.
    Für H. Wolf wird die­se gan­ze Sache ver­mut­lich viel teu­rer und schmerz­haf­ter wer­den.
    Hoffentlich ist dann noch genug Geld für einen Kurs in Marktkommunikation und Troubleshooting übrig – ist, glau­be ich, drin­gend erfor­der­lich. Auch dürf­te ein Hinterfragen des Geschäftsmodells mE ange­ra­ten sein 😉

  69. Ich stim­me „Bildermacher“ zu, das Imagebroker als rei­ner Bildverteiler kei­nen Sinn macht. Man muss beden­ken, das heut­zu­ta­ge fast jede Agentur ein mehr oder weni­ger gro­ßes Vertriebsnetz hat und somit auch als Bildverteiler agiert. Der wirk­li­che Unterschied zwi­schen „ech­ten“ Agenturen und rei­nen Bildverteilern ist der Direktvertrieb an die Endkunden.

    Es macht für mich kei­nen Sinn eine rei­ne Verteileragentur wie image­bro­ker zu belie­fern, wenn ich bei „ech­ten“ Bildagenturen sowohl ein gutes Vertriebsnetz vor­fin­de und zusätz­lich auch noch die Direktvermarktung bekom­me.

    Das die Bilder von gro­ßen Verteilern wie image­bro­ker nur zum Auffüllen der Bestände genutzt wer­den, sozu­sa­gen als Wühltisch, habe ich auch schon von Agenturen gehört. Jedoch darf man das nicht auf alle Bilder über­tra­gen, wel­che von Agenturen an Partner ver­teilt wer­den. Man fin­det bei den Agenturen auch sehr gute Bilder von klei­nen Agenturen und Kollektionen, die von den Agenturen genau­so bevor­zugt behan­delt wer­den wie die Bilder der eige­nen Fotografen.

    Also was ich damit sagen will ist: Heutzutage hat jede gute Agentur ein eige­nes Vertriebsnetz. Die Schwierigkeit besteht nun dar­in für sich die­je­ni­ge Agentur her­aus­zu­fin­den, die bei ihren Partneragenturen nicht als „Wühltisch“ ange­se­hen wird und die auch im Direktvertrieb zu Hause ist.

    Ich per­sön­lich fah­re mit einem Mix aus gro­ßen bekann­ten Agenturen und klei­nen hoch­wer­ti­gen Agenturen/​Kollektionen, wel­che ein gutes Ranking bei den Partnern haben, am bes­ten.

  70. Robert, super, laß dich nicht ein­schüch­tern!
    Die Reaktion von Herrn Wolf war echt unbe­dacht und wird wohl eher zum Bumerang wer­den – ähn­lich kopf­lo­ses Verhalten ist ja auch schon bei ande­ren Makro-​Agenturen auf­ge­fal­len.
    Merke: da bleibt immer was hän­gen .…

  71. Übrigens, an Robert Meins:
    Andere Fotografen sind nach dem Veröffentlichen der Verkaufserlöse schon aus einer ähn­li­chen Agentur gewor­fen worfen wor­den, wenn ich mich recht erin­ne­re.

  72. Nun will ich IB der Fairness hal­ber und aus aktu­el­lem Anlass bei­sprin­gen: Das 4. Quartal 2014 war in mei­nem Fall das bis­lang ertrag­reichs­te (trotz so man­cher Centbeträge bei den Verkäufen) und die letz­te Lieferung, die in den Vertrieb ging, zeigt eine etwas weni­ger rigi­de Bildauswahl, d.h. eine akzep­ta­ble Ablehnungsquote. Es ist eben nicht alles schwarz-​weiß…

  73. Man mag mich für ver­rückt hal­ten, aber nur weni­ge Stunden nach mei­nem Parteiergreifen für Imagebroker muss ich eine 180 Grad-​Wende voll­zie­hen. In den letz­ten Tagen des Jahres 2014 lie­fer­te ich an Imagebroker eine gro­ße Serie aktu­el­ler Fotos von Ljubljana, die von mei­ner bevor­zug­ten Agentur inner­halb von Minuten qua­si zu 100% (viel­leicht waren es nur 95%) in der Vertrieb gebracht wur­den. Nun wur­den die Bilder offen­sicht­lich auch von Imagebroker gesich­tet. Die ers­ten zwei Teile der Lieferung (70 Fotos) wur­den mir nun zu 100% mit der Begründung „Umsetzung“ abge­lehnt. Daraufhin schrieb ich an die Bildredaktion fol­gen­de Mail:

    Hallo, lie­be Bildredaktion,
    zunächst ein­mal ein gutes neu­es Jahr! Eine Frage: Ist die pau­scha­le Ablehnung der unten genann­ten Lieferungen „Ernst“ oder ein Neujahrsscherz (bzw. eine Softwarepanne)?

    Nur kur­ze Zeit spä­ter erhielt ich von Herrn Wolf eine Antwort, die mich eigent­lich fast sprach­los gemacht hät­te. Der Inhaber der Agentur schrieb mir, dass er sich die Bilder ange­se­hen habe und eben­falls jedes Bild abge­lehnt hät­te. Die Bilder sei­en für Imagebroker nicht ver­markt­bar.

    Ich bin ger­ne bereit, die gelie­fer­ten Fotos jedem zu zei­gen, der sich selbst ein Bilder machen möch­te. Ich will die Fotos kei­nes­falls über den grü­nen Klee loben, bin aber sicher, dass sie im Durchschnitt bes­ser sind als die meis­ten Fotos, die han­dels­üb­li­chen Reiseführern abge­druckt wer­den. Meine bevor­zug­te Agentur hat die Fotos jeden­falls mit einem „Danke für die schö­nen win­ter­li­chen Fotos“ sofort ins Programm genom­men.

    Egal, die Antwort von Herrn Wolf war für mich jeden­falls Grund genug, mei­ne Lieferungen von neu­en Fotos an IB ein­zu­stel­len. Ich habe dies mit fol­gen­der Nachricht getan:

    Hallo Herr Wolf,
    vie­len Dank für Ihre rasche Antwort wäh­rend der Urlaubszeit. Gut, dass Sie mir so in aller Deutlichkeit Ihre Meinung schrei­ben. Unsere Vorstellungen von ver­markt­ba­ren Bildern schei­nen also defi­ni­tiv sehr weit von­ein­an­der ent­fernt zu lie­gen. Ich möch­te dies­be­züg­lich auch nicht wei­ter dis­ku­tie­ren, da ich aus zurück­lie­gen­den Argumentationen weiß, dass es letzt­lich zu nichts führt. Sie haben Ihre fest­ge­füg­te Meinung, die ich beim bes­ten Willen nicht nach­voll­zie­hen kann. Tröstlich ist für mich fest­zu­stel­len, dass auch sehr vie­le ande­re Fotografen Ihnen nicht mehr fol­gen kön­nen, mit Unverständnis für Ihre Haltung reagie­ren und Ihre Art der Führung der Agentur als Irrweg sehen. Gerade ange­sichts eines eigent­lich erfreu­li­chen letz­ten Quartals bedaue­re ich es zutiefst, aber unter die­sen Umständen wer­de ich hier­mit die Lieferung wei­te­rer Fotos an Imagebroker defi­ni­tiv ein­stel­len müs­sen. Mit einer Agentur, die mei­ne Arbeit nicht wert­schätzt, kann ich nicht zusam­men­ar­bei­ten. Ich darf Sie bit­ten, noch in der Verarbeitung befind­li­che Bilder zu löschen. Den wei­te­ren Verkäufen der bereits im Vertrieb befind­li­chen Bilder sehe ich mit Freude ent­ge­gen.
    Mit freund­li­chen Grüßen und bes­ten Wünschen für Ihren wei­te­ren beruf­li­chen Weg,
    Peter Seyfferth

    Ich kann nur sagen, dass ich sehr trau­rig bin. Ich war mit viel Enthusiasmus in die Zusammenarbeit mit IB gestar­tet und viel Zeit in den Aufbau eines inter­es­san­ten und abwechs­lungs­rei­chen Portfolios inves­tiert. So wird es nun bei gut 2600 Fotos blei­ben, die IB auch in Zukunft ver­mark­ten kann. Bei der der­zei­ti­gen „Politik“ der Agentur mache ich mir aller­dings kei­ne all­zu gro­ßen Hoffnungen auch eine ertrag­rei­che Zukunft. Sehr scha­de!!!

  74. Puhh, da hab ich mit mei­ner aktu­el­len Ablehnungsquote von 88% ja noch Glück gehabt. :-/​ – Deine Konsequenz ist nach­voll­zieh­bar und rich­tig.

    Keine Ahnung, was IB eigent­lich will. – Auf der ande­ren Seite wer­den Kinder-​Portraits ohne Release ange­nom­men und bewor­ben, wel­chen tol­len neu­en Fotografen man hat.

    Bei „nor­ma­len“ Agenturen kann man ja noch sagen: Die haben eben die­se oder jene Art von Kunden, dem­entspre­chend wer­den die Bilder aus­ge­wählt. Aber da IB kei­ne Kunden hat, son­dern eine Vielzahl ganz unter­schied­li­cher Partneragenturen, ist das Ganze eigent­lich gar nicht mehr nach­voll­zieh­bar.
    Wenn man dann auf der ande­ren Seite sieht, dass immer wie­der sehr alte Bilder bei IB ver­kauft wer­den, die heu­te wohl kei­nen Hauch einer Chance hät­ten, ange­nom­men zu wer­den…

    Na ja, ich ärge­re mich über sol­che Dinge schon lan­ge nicht mehr, man zieht halt sei­ne Konsequenzen. Du hast immer­hin ein recht ansehn­li­ches Portfolio bei IB, das sicher­lich in nächs­ter Zeit noch eini­ges abwirft. – Und was in 5 Jahren ist, das weiß eh kein Mensch.

  75. Lustig: Herr Wolf schreibt im Blog jetzt einen eige­nen Artikel zum Thema. Er wirft Robert vor, daß Kommentare gelöscht wer­den, bzw. gar nicht zuge­las­sen sind.
    Die Ironie dabei: bei sei­nem eige­nen Artikel sind auch kei­ne Kommentare zuge­las­sen 😉

    P.S.: Abgesehen davon war ich schon immer gegen das Löschen von Kommentaren, wenn nicht Rechts-​/​Nettiketteverstöße vor­lie­gen. Das ist immer ungüns­tig.

  76. @ Manfred: Richtig! Die Vermarktung von Portraits (Kinder und Erwachsene) ohne Model Release ist auch dann höchst frag­wür­dig (und even­tu­ell sogar ille­gal), wenn es sich um Personen aus fer­ner Erdteilen han­delt. Da gilt bei IBs neu­em „Fotografen des Monats“ und bei der Agentur offen­sicht­lich das Motto: Die armen Teufel wüss­ten im Falle eines Falles ohne­hin nicht, wie sie sich gegen die Verwendung ihrer Fotos weh­ren soll­ten und von einem Recht am eige­nen Bild haben sie ohne­hin noch nie etwas gehört. Seltsam bei einer Agentur, die bei Personenaufnahmen sonst (zu Recht) auf minu­tiö­sen MR besteht. Von der mora­li­schen Komponente will ich erst gar nicht spre­chen.

  77. Guten Tag!
    Wie ich wei­ter oben so gele­sen habe, scheint man ja einer fried­li­chen Konfliktlösung ent­ge­gen­zu­steu­ern. Gut so, wie schon eini­ge gemeint haben – Streit tut nie­man­dem gut!
    Aktuell beschäf­tigt mich eine Frage, auch wenn dies – wie eini­ges in jüngs­ter Zeit in die­sem Blog – nicht ganzt zum Thema gehört: Woran erken­nen die Beitragenden vor mir, dass da kei­ne MR vor­han­den sind?
    Und, was mich sehr inter­es­siert: Wie geht ihr es an, in wirk­lich „frem­den Ländern“ an Model releases zu kom­men. Erfahrungen, Tipps? Ist für mich dem­nächst für Südamerika rele­vant. Spanisch ler­nen, spa­ni­sche Vordrucke, ok – und sonst? Danke 🙂

    lg, Givi

  78. Givi: In der Detailansicht eines jeden Bildes bei IB ste­hen auch Angaben zum Release-​Status.
    Zu Deiner eigent­li­chen Frage kann ich lei­der wenig bei­steu­ern. (In der Tat den­ke ich, dass da sehr viel ohne (schrift­li­ches) Release gemacht wird. Da ja sol­che Bilder über­wie­gend redak­tio­nell ver­wen­det wer­den, fin­de ich das an sich auch nicht so schlimm.)

  79. @ Givi und völ­lig unab­hän­gig vom Thema Imagebroker, zu dem ich mich hier vor­aus­sicht­lich nicht wei­ter äußern wer­de: Model Releases wer­den in der Praxis bei der Reisefotografie kaum zu bekom­men sein. Natürlich kann man ein Formular mit sich her­um­tra­gen und ver­su­chen, sich die­ses unter­schrei­ben zu las­sen. Inwieweit das in der Praxis funk­tio­niert, sei dahin­ge­stellt. Jegliche Publikation eines Personenbildnisses ohne MR (egal ob Corporate oder Editorial) stellt ein Risiko dar, und zwar weni­ger für die Fotografen, son­dern für den­je­ni­gen, der es publi­ziert. Ausnahmen sind ledig­lich Personen der Zeitgeschichte und even­tu­ell auch Personen, die bei öfft­li­chen Veranstaltungen auf­ge­nom­men wur­den. Da ist die Rechtslage ganz ein­deu­tig (ich emp­feh­le dazu das Buch RECHT FÜR FOTOGRAFEN von Wolfgang Rau). Selbstverständlich haben Personen „in fer­nen Ländern“ prin­zi­pi­ell die glei­chen Rechte, auch wenn sie sich des­sen viel­leicht nicht bewusst sind.

  80. Obwohl ich eigent­lich nicht die Absicht hat­te, möch­te ich mich nun doch noch ein­mal zum Thema Imagebroker äußern. Nachdem ich Imagebroker das Ende wei­te­rer Bildlieferungen ange­kün­digt hat­te, bat ich IB auch um die Übersendung der Liste jener Agenturen, an die IB mei­ne Bilder ver­teilt hat. IB wies mich dar­auf­hin, dass die Liste nur Mitgliedern der VG Bild-​Kunst zur Verfügung gestellt wür­de. Auch woll­te man wis­sen, wozu ich die Liste benö­ti­gen wür­de. Sie sei nicht dazu gedacht in Blogs ver­öf­fent­licht zu wer­den. Auch leg­te man mir nahe, kei­nen direk­ten Kontakt zu den Partneragenturen von IB auf­zu­neh­men. Daraufhin schrieb ich an IB:

    Ich benö­ti­ge die­se Liste, um prü­fen zu kön­nen, wel­chen Agenturen ich älte­res Bildmaterial lie­fern kann, ohne Gefahr zu lau­fen, gem. 4.2. unse­res Vertrages Doppelbelieferungen (die glei­chen Bilder, die even­tu­ell schon über IB bei die­sen Agenturen im Vertrieb sind) zu täti­gen. Ich beab­sich­ti­ge nicht, die­se Liste, wo auch immer, zu ver­öf­fent­li­chen oder an ande­re Personen wei­ter­zu­lei­ten. Ich erach­te es als völ­lig uner­heb­lich, ob ich Mitglied der VK Bildkunst bin oder nicht, da die­se Mitgliedschaft nicht Bestandteil unse­res Vertrages ist. Da ich die Namen der Partneragenturen bis­lang nicht ken­ne, kann ich auch kei­ne Aussagen dar­über machen, ob ich beab­sich­ti­ge, die­se zu kon­tak­tie­ren oder nicht. Da dort im Vertrieb befind­li­che Bilder laut unse­res Vertrages auch dort ver­blei­ben, wür­de eine Kontaktaufnahme ohne­hin nur neu­es Bildmaterial betref­fen und abso­lut nichts mit IB zu tun haben. “

    Auch nach die­sem Schreiben erhielt ich die Liste nicht und wur­de ver­trös­tet. Heute wur­de mir nun noch ein­mal defi­ni­tiv mit­ge­teilt, dass ich die Liste nicht bekom­men wür­de, da ich nicht Mitglied er VK Bild-​Kunst bin. Hier mei­ne Antwort an IB:

    Ihre Entscheidung neh­me ich zur Kenntnis. Allerdings wei­se ich dar­auf hin, dass ich mich damit nicht mehr an den Paragrafen 4.2. unse­res Vertrages gebun­den füh­le. Da Sie mir die Kenntnis der belie­fer­ten Agenturen ver­wei­gern, kann ich auch nicht „dafür Sorge tra­gen, dass sei­ne Bilder nicht anders als über image­bro­ker an die­se Agentur gelie­fert wer­den“ (Zitat Vertrag). Ihre Weigerung macht es mir unmög­lich, die­sen Teil unse­res Vertrages in der Zukunft zu erfül­len und leis­tet einer unge­woll­ten Doppelbelieferung von Agenturen Vorschub. Ich wei­se dar­auf hin, dass mich kei­ne Schuld trifft, falls von irgend­ei­ner Agentur zukünf­tig eine der­ar­ti­ge Doppelbelieferung bean­stan­det wer­den soll­te. Wenn Sie damit leben kön­nen, dann will ich mich mit der Weigerung zur Herausgabe der Liste abfin­den. Sollten Sie damit ein Problem haben, so müss­ten Sie mir die Liste zur Verfügung stel­len. Es ist mir eini­ger­ma­ßen schlei­er­haft, war­um um die­se Liste ein der­ar­ti­ges Geheimnis gemacht wird. Auch erschließt sich mir nicht, was die VG Bild-​Kunst mit die­ser Liste zu tun hat und wes­halb Mitglieder die­ser Organisation von Ihnen bevor­zugt behan­delt wer­den. Jedenfalls trägt es nicht dazu bei, das Vertrauen der Fotografen gegen­über Imagebroker zu stär­ken. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es den Fotografen bewusst schwer gemacht wer­den soll, Abrechnungen nach­zu­voll­zie­hen. Keine schö­ne Geschäftspraxis!“

    Hätte ich 2009 geahnt, wie sich die Dinge ent­wi­ckeln wür­den, dann hät­te ich es mir ver­mut­lich mehr­mal über­legt, ob ich bei IB unter­schrei­be oder nicht.

  81. Peter: VG Bild Kunst Mitglieder wol­len die Liste haben wegen den Vergütungsansprüchen.
    Trotzdem ist dies natür­lich kein Grund, den ande­ren Fotografen die Liste vor­zu­ent­hal­ten. Zumal ich mich glau­be dar­an erin­nern zu kön­nen, dass vor nicht all­zu lan­ger Zeit noch ver­spro­chen wur­de, die Liste für alle Fotografen auf der Webseite zugäng­lich zu machen.

  82. Ergänzung: IB steht auf dem Standpunkt, dass ich doch ein­fach jede Agentur, die ich belie­fern möch­te fra­gen könn­te, ob sie schon von IB belie­fert wird. Meine Antwort dar­auf:

    Mit Verlaub, aber Ihr Vorschlag ist nicht prak­ti­ka­bel. Angenommen, ich gehe wie­der einen Vertrag mit einem Distributor ein, der ein ähn­li­ches Geschäftsmodell wie IB hat, so kann ich von die­sem Distributor nicht ver­lan­gen, dass er zuerst alle sei­ne belie­fer­ten Partneragenturen fragt, ob sie auch Partner von IB sind. Es bleibt also dabei: Das Risiko von Reklamationen bei even­tu­el­len Doppelbelieferungen tra­gen allein Sie, es sei denn, Sie soll­ten sich doch noch ent­schlie­ßen, mir die Liste zu schi­cken.“

    Tja, man kann sich auch unnö­tig gegen­sei­tig das Leben schwer machen. Soviel zum Thema „Imagebroker Your Partner“!

  83. IB bie­tet nicht nur dem­nächst den Direktverkauf an, son­dern auch einen neu­en Vertrag 2.0.
    Die Mitwirkung der Fotografen ist bei der Gestaltung des neu­en Vertrages 2.0 erwünscht!
    Toll!
    Wie soll das funk­tio­nie­ren??

    Im Vertag 2.0 habe ich eini­ge Punkte gefun­den, die sind sehr, sehr frag­wür­dig.
    Ich wer­de die­sen Vertrag wie er jetzt aus­ge­legt ist mit Sicherheit nicht Unterschreiben.

  84. Ich habe den Eindruck, dass es eine Absprache der Agenturen gibt, Fotografen exclu­siv auf­zu­neh­men und die Bilder unter­ein­an­der zu ver­tei­len. IB ist ja nicht die ein­zi­ge Agentur die so han­delt. Das ist ein wirk­li­ches Ärgerniss für die Fotografen. Eine Genossenschaft wäre die rich­ti­ge Antwort – Fotografen aller Länder ver­ei­nigt euch!

  85. Robert Meins: Ich weiß nicht, wie Sie zu die­ser Annahme kom­men. Für mich klingt das doch arg nach Verschwörungstheorie. Es gibt fast KEINE Agentur mehr, die Fotografen-​Exklusivität ver­langt, mir ist der­zeit jeden­falls kei­ne bekannt. Und ob eine Agentur Bild-​Exklusivität ver­langt hängt vom Vetriebsmodell und dem Kundenstamm ab.

  86. Dass sich immer ein­zel­ne Fotografen nicht an die Regeln hal­ten, ist ja nichts Neues.
    Ich hof­fe, IB liest hier noch mit und zieht die Konsequenzen.

  87. Vll soll­te die Comunity ver­su­chen eine eige­ne (ver­mut­li­che) IB Partner-​Liste in Gemeinschaftsarbeit anhand frei ver­füg­ba­rer Quellen aus dem Internet zusam­men­zu­stel­len?

    Eine Agentur-​Netzwerk-​Infografik wäre auch bei vie­len ande­ren Agenturen sehr inter­es­sant…

  88. Und image­bro­ker wird jetzt auch noch zur Microstockagentur, damit alle Fotos auch nach Belieben ver­scher­belt wer­den kön­nen. Da hat ja ein spon­ta­nes Umdenken statt­ge­fun­den. Ganz toll.

  89. So eine IB-​Partner-​Liste soll­te nicht all­zu schwer sein, ich hab selbst ca. 25 Agenturen auf mei­ner pri­va­ten Liste ste­hen. (Und die meis­ten, die man nicht fin­det, dürf­ten ohne prak­ti­sche Bedeutung sein.)
    Aber letzt­lich, wen inter­es­siert es wirk­lich? Und wer macht sich die Mühe…?

    Übrigens ist das ziem­lich üblich, mit der Partner-​Geheimnis-​Krämerei. Ich habe (aus bestimm­ten, jeweils kommun­zier­ten Gründen) bei drei mei­ner Makro-​Agenturen ange­fragt:
    1x sehr rüde, pap­pi­ge Ablehnung
    1x net­te und freund­li­che Ablehnung
    1x kei­ne Antwort.

  90. @givi: Die beschrie­be­nen Fälle sind jedoch anders gela­gert. Ich bin wei­ter­hin der Auffassung, dass ein Screenshot im Rahmen eines redak­tio­nel­len jour­na­lis­ti­schen Beitrags anders zu bewer­ten ist.

  91. Ich wür­de mal prü­fen ob der Herr über­haupt legi­ti­miert ist Urheberrechte für Dritte ein­zu­for­dern. Kann ich mir nicht so rich­tig vor­stel­len, wobei ich den Vertrag nicht ken­ne. Denke der tat­säch­li­che Urheber wird bei die­ser Sachlage kein Interesse an einer Verfolgung haben.
    Sieht ja so aus als ob sei­ne Arbeit hier instru­men­ta­li­siert wird, was für sich genom­men schon eine Unverschämtheit wäre. Viel Glück dabei.

  92. Ich fin­de es immer wie­der inter­es­sant dei­nen Blog zu lesen obwohl ich sel­ber kei­ne Stockfotografie betrei­be. Lass dich nicht ver­bie­gen und mach dein Ding! Wünsch Dir alles Gute für die Verhandlung Robert!

  93. Obwohl ich das gesam­te Stockbusiness inwi­schen als übels­te Mischung aus moder­ner Sklavenhalterei und Abzocke betrach­te und alle Betreiber einer (vor allem Micro)-Stockagentur unter einem Begriff sub­sum­mie­ren wür­de den ich hier bes­ser nicht ver­öf­fent­li­che, setzt das Verhalten von ImageBroker neue Maßstäbe.

    Natürlich wün­sche ich Dir, Robert, das Du mit hei­ler Haut davon kommst und ger­ne nut­ze ich mei­ne Kanäle um die­ses Vorgehen von ImageBroker wei­ter zu ver­brei­ten.
    Trotzdem kann ich eine grund­sätz­li­che Freude dar­über, das der Kannibalismus im Stockbusiness („Dog eat dog“) offen­bar nicht mehr das Tageslicht scheut, nicht leug­nen.

    Nach 2 Jahren im Stockbusiness und zwi­schen­zeit­lich ca 40.000 Aufnahmen bei Shutterstock hab ich mich ent­schie­den die­sem Bereich den Rücken zu keh­ren und bin froh mich mit so einem Mist nicht mehr rumär­gen zu müs­sen.

    Ich emp­feh­le Eigendistribution

    Gruss axel

  94. @Naturfotograf: Die Mühlen der Justiz mah­len bekannt­lich lang­sam. Nach dem ers­ten Gerichtstermin wur­de ein wei­te­rer ange­setzt. Wie gesagt, wenn das Urteil fest­steht, wer­de ich es hier im Blog ver­kün­den.

  95. Hallo,

    über­le­ge dir doch mal eine Widerklage. (Dein Anwalt soll­te mit dem Begriff etwas anfan­gen kön­nen). Entweder (eher unwahr­schein­lich) eine zivil­recht­li­che oder (wahr­schein­li­cher) eine straf­recht­li­che im Wege eines Strafantrags.

    Denn ers­tens könn­te dein Widersacher even­tu­ell dadurch, daß er bestimm­te Dinge über dich äußert sei­ner­seits eine „Hetzkampagne“ gegen dich betrei­ben, zwei­tens liegt in der Behauptung einer Urheberrechtsverletzung even­tu­ell ein Straftatbestand (Aus dem Kreis der Ehrdelikte) begrün­det.

    Ich bin zwar nicht gene­rell für so ein Vorgehen, aber wer sol­che Verträge macht und für nor­mal hält, und auf dies­be­züg­li­che Kritik in die­ser Art reagiert, der hat nichts ande­res ver­dient. (Sonst macht er das in Zukunft immer so.)

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