Warum Fotografen kostenlose Fotos anbieten: Acht Gründe (und eine Warnung)

Fotografen ver­schen­ken Bilder? Bieten sie kos­ten­los an? Warum?

In den Kommentaren zu eini­gen mei­ner letz­ten Artikel führ­te die Diskussion oft auf den Preisverfall, der damit ende, wenn Fotografen ihre Fotos gra­tis anbie­ten wür­den. Faktisch ist die­ser Punkt längst erreicht. Viele Bildagenturen bie­ten ihren „Ausschuss“ kos­ten­los an. Aber auch gan­ze Webseiten wie Pixelio, Aboutpixel oder Photocase bie­ten kos­ten­los lizenz­freie Fotos an. Die bei­den letzt­ge­nann­ten nur, wenn die Nutzer selbst aktiv kos­ten­lo­se Fotos bei­steu­ern, bei Pixelio hin­ge­gen ist alles gra­tis.

Anstatt jetzt aber zu spe­ku­lie­ren, was jeman­den moti­viert, sei­ne Fotos zu ver­schen­ken, habe ich nach­ge­fragt. Ich habe sechs Leute ange­schrie­ben, war­um sie ihre Fotos bei Pixelio ver­schen­ken, anstatt sie zum Beispiel zu ver­kau­fen. Alle haben geant­wor­tet, zwei wol­len aber anonym blei­ben. Bevor wir zu den Gründen kom­men, war­um Fotografen ihre Bilder gra­tis abge­ben, schau­en wir uns kurz die Eckdaten an.

Die Menge der Bilder

Von die­sen sechs Personen haben vier jeweils ca. 5000 (in Worten: fünf­tau­send) Bilder bei Pixelio online. Das ist weit mehr als vie­le – auch erfolg­rei­che – Microstock-Fotografen in ihrem Portfolio haben, mich ein­ge­schlos­sen. Ein beein­dru­cken­des Ergebnis, was unter ande­ren zustan­de kom­men kann, weil die Selektionskriterien bei Pixelio weni­ger streng sind als bei kom­mer­zi­el­len Agenturen. Aber eine Mindestgröße von 1000 x 1000 Pixeln (= 1 MP) wird trotz­dem ver­langt.

Insgesamt hat Pixelio über 470.000 Bilder in der Datenbank, Photocase hat über 200.000 im Angebot und Aboutpixel liegt bei über 50.000 Fotos.

Die Motive

Ein Argument gegen die­se kos­ten­lo­sen Bilddatenbanken ist oft, dass die Fotos von der tech­ni­schen Umsetzung und von den Motiven unter der Qualität der kom­mer­zi­el­len Bildagenturen lie­gen. Da ist was dran. Vor allem die Kostenlos-Sektion* der kom­mer­zi­el­len Bildagenturen spei­st sich fast immer aus den Fotos, wel­che aus tech­ni­schen oder ästhe­ti­schen Gründen von der Bildredaktion für den kom­mer­zi­el­len Bereich abge­lehnt wur­den.

Aber bei Pixelio & Co. ist das nicht immer so. Von den befrag­ten Personen haben vie­le die „übli­chen Amateurfotografen“-Themen abge­grast: Blumen, Tiere, Food und Reisefotos. Aber eini­ge Fotografen sind dicht am übli­chen „Stock-Niveau“.

 

RainerSturm / pixelio.de

Der User „RainerSturm“ bei­spiels­wei­se hat in sei­nem Pixelio-Account knapp 5000 Fotos, dar­un­ter vie­le Motive, die auch locker microstock-tauglich wären, wie die­se Solarzellen zum Beispiel. Zu den Fotos mit den meis­ten Downloads zäh­len bei ihm Konzept-Bilder mit Puzzle-Teilen, wie sie auch bei den kom­mer­zi­el­len Agenturen zu den Bestsellern gehö­ren:

 

RainerSturm / pixelio.de

Die Suche nach Personen, vor allem nach Geschäftsleuten gestal­tet sich aber schon deut­li­ch schwie­ri­ger. Hier ist der Unterschied zum Angebot kom­mer­zi­el­ler Bildagenturen deut­li­ch zu spü­ren. Selbst das wohl bes­te Foto eines Geschäftsmanns bei Pixelio liegt sicht­bar unter dem Microstock-Standard:

 

RainerSturm / Pixelio.de

Wer hin­ge­gen Fotos von Blumen oder Lebensmitteln sucht, wird die­se in Hülle und Fülle fin­den:

 

wrw / Pixelio.de

Die Einschränkungen

Wer sei­ne Fotos bei Pixelio anbie­tet, kann sich aus­su­chen, ob die Fotos nur für die redak­tio­nel­le Nutzung frei­ge­ge­ben sind oder auch für die kom­mer­zi­el­le Nutzung. Standardmäßig sind beim Upload jedoch bei­de Nutzungen mar­kiert, wer nicht auf­passt, gibt dem­nach sei­ne Bilder für bei­des frei. Eine Merchandising-Lizenz wird nicht ange­bo­ten. Außerdem müs­sen nicht nur bei redak­tio­nel­ler, son­dern auch bei kom­mer­zi­el­ler Nutzung der Urheber und Pixelio als Quelle genannt und bei einer Nutzung im Internet ein Link zu Pixelio gesetzt wer­den. Wer hier ver­schlei­ern will, wo er sei­ne Fotos kos­ten­los her hat, ris­kiert schnell eine Abmahnung, doch dazu unten mehr.

Die Gründe – Warum verschenken Fotografen ihre Bilder?

1. Bestätigung

Was ich bei vie­len Antworten her­aus­le­sen konn­te, ist der Drang nach Bestätigung. Der Wunsch, sei­ne Bilder nicht unge­se­hen ver­stau­ben zu las­sen, son­dern sie der Öffentlichkeit zugäng­li­ch zu machen und sich dar­an zu erfreu­en, dass die­se tat­säch­li­ch Verwendung fin­den. Der oben erwähn­te RainerSturm beschreibt das in die­sem Interview so:

Damals wäre mir auch nie in den Sinn gekom­men, kos­ten­los für ande­re zu foto­gra­fie­ren. Dazu hat­te ich ers­tens kei­ne Zeit und mus­s­te zwei­tens sehen, wie ich mit mei­ner 5-Mann-Agentur Monat für Monat die Agentur-Ziele erreich­te. Heute ist das anders. Die Agentur wur­de 2005 ver­kauft und jetzt kann ich ganz anders han­deln. Vor allen Dingen, weil ich es scha­de fand, dass mein digi­ta­les Archiv immer pral­ler wur­de (fing mit den Golffotos an) und doch nur sel­ten „zum Vorschein/Anschauen“ kam. So mach­te es mir dann zuse­hends Spaß, die Bilder ande­ren zur Nutzung kos­ten­los zu über­las­sen.“

Auch Willibald Wagner ant­wor­te­te auf mei­ne Frage in die­se Richtung, strebt jedoch zuneh­mend den Verkauf der Bilder an:

Als ich mich 2007 wie­der mehr der (digi­ta­len) Fotografie wid­me­te und anfing, neben den obli­ga­to­ri­schen Urlaubsfotos, auch in ande­re Bereiche ein­zu­stei­gen, boten sich Internetplattformen ein­fach als Ausstellungsfläche an. Dort traf ich Gleichgesinnte die Kommentare zu mei­nen Fotos abga­ben, ich fand inter­es­san­te Fotos und Anregungen. Hin und wie­der ver­kauf­te ich sogar ein Foto. Inzwischen ist „pixelio.de“, obwohl dort 5594 Fotos, dar­un­ter auch viel Schrott, von mir ein­ge­stellt sind, nicht mehr mei­ne Hauptplattform. Mir ging es wie wahr­schein­li­ch wie vie­len ande­ren. De Kommentare und Punkte Punkte „irgend­wel­cher Hobbyfotografen“ haben mich immer weni­ger inter­es­siert. Ich gebe bei pixelio.de des­halb heu­te gar kei­ne Kommentare mehr ab, stel­le aller­dings noch, in der Qualität redu­zier­te, Fotos ein.

Vor ca. 2 Jahren habe ich mich bei „fotocommunity.de“ ange­mel­det. M.E. wer­den dort anspruch­vol­le­re Fotos gezeigt und stel­le dort Fotos unter dem Usernamen „der Flaneur“ ein, im Prinzip läuft es dort aber auch nicht anders als bei pixelio.de.

Seit November 2010 bin ich bei „Shotshop“ ver­tre­ten, einer rei­nen Verkaufsplattform mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch. Mal sehen was hier pas­siert.

So viel zu mei­ner Entwicklung seit 2007. Heute sehe ich eher im Verkauf eines Fotos die Anerkennung mei­ner foto­gra­fi­schen Leistung als in irgend­ei­nem Kommentar. Daneben macht’s natür­li­ch auch Spaß, für ein Foto ein paar Euro zu bekom­men.“

2. Weniger Zwänge

Seien wir rea­lis­ti­sch: Wer mit Fotos Geld ver­die­nen will, muss arbei­ten. Dazu gehö­ren neben dem tech­ni­schen Qualitätsanspruch der Bildagenturen auch die recht­li­chen Hürden und eine gute Verschlagwortung, die oft zeit­auf­wän­dig und lang­wei­lig ist. Keyword-Spamming wird des­halb bei Pixelio z.B. kaum geahn­det und ver­wäs­sert die Suchergebnisse.

Viele Amateurfotografen, die ihre Fotos zei­gen wol­len, kön­nen oder wol­len sich die­se Hürden nicht zumu­ten. Schön for­mu­liert hat das die Userin JOUJOU auf mei­ne Frage:

Anfragen von Kartenverlagen habe ich immer abge­lehnt, denn ich will nicht MÜSSEN – ich will mei­nen Spass an der Arbeit haben und ande­ren mit mei­nen Bildern eine Freude machen. Im Pixelio geht es pro­blem­los – ohne gros­se Diskussionen über die Bilder.

Ich begrei­fe die Sorgen der Profifotografen sehr gut. Mit der Digitalfotografie hat sich für euch ja viel geän­dert. Fotofachgeschäfte sind auch in der Schweiz mas­sen­haft ver­schwun­den, doch man kann das Rad nicht zurück­dre­hen.“
RainerSturm begrün­det das ähn­li­ch:
„Ich foto­gra­fie­re ger­ne, immer und über­all. Aber ich will nicht – als Privatier Jahrgang 42 – den Aufwand über­trei­ben.
Da aber istockphoto.com und foto­lia die qua­li­ta­ti­ve Hürde recht hoch anset­zen, hat man dort viel Leerlauf. Also Arbeit zum Hochladen und dann doch öfter Ablehnungen. Besonders bei istock­pho­to ging mir dann auf den Geist, wenn immer wie­der von Abberation, Lichtsäume etc. geschrie­ben wur­de. Also wenn ich ein Motiv auf vol­le Bildschirmgröße (22 Zoll) ver­grö­ße­re, dann kom­men halt immer nur die bes­ten durch. Dazu müss­te ich aber immer mit gro­ßer Ausrüstung, mög­lichst mit Stativ, durch die Lande zie­hen. Das ist mir zuviel.
Auch auf­wän­di­ge Ausleuchtarbeiten mag ich nicht. Das Equipment ist zu dürf­tig, der Aufwand – auch zeit­li­ch – ist zu groß.“

3. Dankbarkeit

Ebenso wie bei Microstock-Bildagenturen sind die Kunden oft auch Fotografen und umge­kehrt. Bei Pixelio ist das ähn­li­ch. Einige der Leute, die dort Bilder run­ter­la­den, geben als Dank eben­falls wel­che kos­ten­los ab. So funk­tio­niert Wikipedia und anschei­nend auch Pixelio. So schrieb mir ein Pixelio-User:
„Auf pixelio bin ich gesto­ßen als Gemeindebriefredaktuer auf der Suche nach kos­ten­lo­sem Bildmaterial. […] Ich sehe mei­ne Bereitstellung von Bildern auch als klei­nen gesell­schaft­li­chen Beitrag, ohne gleich Geld dafür zu ver­lan­gen. An vie­len Stellen im Internet wer­den Bilder benö­tigt, und nicht jeder User kann oder möch­te Geld dafür aus­ge­ben (z.B. in Blogs). Festzustellen an wie vie­len Stellen mei­ne Bilder ein­ge­setzt wer­den, ist für mich „Lohn“ und Ermutigung genug.

Interessant fin­de ich auch den Werdegang eines ande­ren Pixelio-Mitglieds, der anonym blei­ben will:

Im Prinzip habe ich durch Agenturen wie pixelio.de, aber vor allem aboutpixel.de zu mei­ner Berufung und Selbstständigkeit gefun­den.

Gerade die Community damals vor 4–5 Jahren bei aboutpixel.de hat einen ange­regt und ange­trie­ben sich wei­ter zu ent­wi­ckeln, neue Sachen aus­zu­pro­bie­ren etc. – natür­li­ch sind auch neue Freundschaften ent­stan­den.
Irgendwann dach­te ich mir dann auch, war­um die eige­nen Bilder ver­schen­ken und nicht ver­kau­fen, also habe ich ange­fan­gen Fotos in Mid-Stock Agenturen (pan­ther­me­dia, digi­tal­sto­ck, adpic, pito­pia) zu ver­kau­fen (Fotos, die nicht bei pixelio oder ap zu fin­den sind).

In der Blütezeit hat­te ich da unge­fähr einen Gewinnanteil von 500€ im Monat (bei 50:50 – Aufteilung) – irgend­wann habe ich dann kaum noch Fotos für Bildagenturen pro­du­zie­ren kön­nen, weil das eige­ne Kerngeschäft, die Fotografie durch mei­nen wach­sen­den Kundenstamm (vor allem gewerb­li­che Kunden) ste­tig wuchs – so dass kei­ne Zeit mehr für Stockfotos blieb. Dadurch gin­gen natür­li­ch auch die Umsätze wie­der run­ter – wor­über ich jetzt nicht sau­er bin, denn wenn mich ein Kunde den gan­zen Tag bucht, habe ich auch mei­ne 500 € und noch 29 Tage im Monat übrig.

Tatsache ist, dass ich z.B. mit mei­nen aktu­el­len Business-Fotos [bei Pixelio; Anm. R.K.] in Bezahl-Agenturen nur einer von ganz vie­len bin, damit also kaum Umsatz zu erzie­len ist. Also gebe ich den Wurzeln, wodurch ich mei­ne Profession erkannt habe, ein­fach was zurück, in dem ich die Bilder kos­ten­los zur Verfügung stel­le. Und man ern­tet dafür auch viel Dankbarkeit und das ist in Ordnung so – da ich manch­mal auch das ein oder ande­re Screendesign für Kunden mache, bin ich selbst glück­li­ch dar­über, Quellen wie aboutpixel.de, pixelio.de oder photocase.de nut­zen zu kön­nen.“

4. Externe Festplatte

Auf den ers­ten Blick kuri­os erscheint die Antwort eines Pixelio-Mitglieds, dass er die Webseite auch als „exter­ne Festplatte“ für sei­ne bes­ten Fotos nut­ze. Dabei ist es nicht mehr so abwe­gig, wenn man etwas dar­über nach­denkt: Die meis­ten Online-Dienste, wel­che eine Datensicherung anbie­ten, ver­lan­gen je nach Menge oder Speicherplatz eine bestimm­te Gebühr pro Monat. Wer sich ent­schei­det, sei­ne Fotos statt­des­sen lie­ber kos­ten­los ande­ren anzu­bie­ten, spart sich die­se Gebühr.

5. Unwissenheit

Manchmal ist es aber schlich­te Unwissenheit, die Leute dazu bringt, ihre Fotos zu ver­schen­ken. Wer liest sich schon immer das gan­ze Kleingedruckte durch, bevor er sei­ne Fotos bei einer Fotocommunity hoch­lädt? So schrieb mir die Pixelio-Nutzerin Lillyfee1976, die erst seit paar Wochen ange­mel­det ist:

Ich hat­te kei­ne Ahnung, wie das hier geht. Ich wuss­te nicht, dass man sich die kos­ten­los run­ter­la­den kann. […] Vielen Dank, dass du mich noch­mal dar­auf hin­ge­wie­sen hast, man soll­te sich doch immer erst alles gen­au durch­le­sen, auch das Kleingeschriebene.“

Kommen wir jetzt zu den span­nends­ten Gründen: Mit kos­ten­lo­sen Fotos Geld ver­die­nen.

6. Einnahmequelle

Paradox, aber wahr: Es ist mög­li­ch, mit kos­ten­lo­sen Inhalten Geld zu ver­die­nen. Leicht ist es jedoch nicht. Ein Gewinngeschäft sind die kos­ten­lo­sen Fotos immer für die Seitenbetreiber, die damit Traffic gene­rie­ren, den sie ent­we­der dazu nut­zen, Werbung zu schal­ten (die Zielgruppe ist immer­hin klar defi­niert: kos­ten­be­wuß­te Grafiker und Webdesigner) oder Nutzer auf ihre kos­ten­pflich­ti­gen Angebote wei­ter­zu­lei­ten. Pixelio macht bei­des. Microstock-Agenturen und ande­re Firmen machen dort Werbung und Pixelio selbst gehört der Bildagentur Clipdealer, die auf jeder Seite meh­re­re Aufforderungen pos­tet, bei Clipdealer eben­falls nach Bildmaterial zu suchen.

Ein emp­feh­lens­wer­tes – und kos­ten­lo­ses – Buch über die Marketingidee hin­ter „kos­ten­lo­sen Produkten“ ist „Free“ von Chris Anderson.

Aber nicht immer pro­fi­tie­ren nur die Betreiber die­ser Plattformen. Manchmal schaf­fen es auch die Anbieter kos­ten­lo­ser Fotos, damit Geld zu ver­die­nen. Pixelio-Nutzer haben vor allem zwei Möglichkeiten. Zum einen kön­nen sie ihre Fotos nur für die redak­tio­nel­le Nutzung frei­ge­ben. Wenn jemand das Foto auf die­sem Weg fin­det, es aber kom­mer­zi­ell nut­zen will, kann er vom Fotografen eine kom­mer­zi­el­le Lizenz erwer­ben. Ein Pixelio-Nutzer erklärt:

Ab und an gibt es auch finan­zi­el­le Angebote, oder ich fra­ge bei kom­mer­zi­el­ler Nutzung nach. Da war eini­ge Male schon 30€ oder mehr drin für ein Bild.“

Die zwei­te Möglichkeit zum Geld ver­die­nen ist der Verzicht auf eine Namensnennung. Die kos­ten­lo­sen Bilder dür­fen immer nur mit einer Angabe des Fotografennamens, der Pixelio-Webseite und – bei Webnutzung – einem Link zu Pixelio genutzt wer­den. Manche Bildsucher wol­len das aber nicht und bie­ten dem Fotografen Geld, wenn er auf eine Namensnennung ver­zich­tet. Der oben erwähn­te RainerSturm nutzt das bei­spiels­wei­se:

Die ein­zi­ge sich erge­ben­de Geldquelle ist manch­mal dann gege­ben, wenn jemand ein Motiv ohne Bildquelle nut­zen will. Das kos­tet dann zwi­schen 45 und 60 Euro und er bekommt dann auch eine ordent­li­che Rechnung mit Mehrwertsteuer etc.“

Die Umwandlung von kos­ten­lo­sen Medien in Umsätze funk­tio­niert nicht nur bei Fotos, son­dern manch­mal auch bei geklau­ten Songs, wie das Stefan Niggemeier anhand die­ses Beispiels illus­triert.

7. Werbeffekt

Eine Variante des sechs­ten Grundes für kos­ten­lo­se Fotos ist der Werbeffekt. Hier wird vom Bildanbieter wie­der die Tatsache genutzt, dass die Bildnutzer kos­ten­lo­ser Fotos die Bildquelle ange­ben müs­sen. Da die Fotografen bestim­men dür­fen, wel­cher Name als Urheberhinweis benutzt wer­den soll, eröff­net sich die Möglichkeit, sei­nen Firmennamen oder sei­ne Webadresse häu­fig gedruckt oder ver­linkt zu sehen. Das kann zu mehr Kunden füh­ren, zu mehr Traffic oder zu einem bes­se­ren Ranking in Suchmaschinen, was eben­falls Geld Wert ist.

Beispiele gibt es bei Pixelio eini­ge. Der Fotograf Alexander Hauk lässt als Quelle „Alexander Hauk / www.alexander-hauk.de / pixelio.de“ ange­ben und ver­linkt damit auf sein Medienarchiv. Eine Firma ver­langt als Bildnachweis die Angabe ihrer Domain „www.foto-fine-art.de / pixelio.de“ und sorgt so für die Verbreitung ihrer Internetseite für Leinwanddrucke. Der User Christoph Aron möch­te als Namen „Christoph Aron (www.pixelmaster-x.de) / pixelio.de“ ange­ge­ben wis­sen und ver­linkt so auf sei­ne pri­va­te Fotoseite.

8. Abmahnungen

Es gibt vor allem bei den kos­ten­lo­sen Fotodatenbanken auch eine dunkle Seite. Wenn die Fotos schon nix kos­ten, legen die Fotografen gestei­ger­ten Wert dar­auf, dass die oben mehr­fach erwähn­te Namensnennung auch wirk­li­ch erfolgt. Ignorieren Nutzer die­se Bedingung, gibt es schnell eine – kos­ten­pflich­ti­ge – Abmahnung.

Ein Pixelio-Nutzer schrieb mir:

Es gibt lei­der auch immer wie­der Unternehmen, die selbst bei kos­ten­lo­sen Fotos das Mindestmaß an Anstand nicht ein­hal­ten und die Fotos ohne die vor­ge­schrie­be­ne Nennung von Quelle und Fotografen nut­zen. Sowas macht mich dann natür­li­ch wütend und die bekom­men von mir auf die Finger.“

Es ist klar, dass eini­ge Fotografen die Geduld ver­lie­ren, wenn sie regel­mä­ßig ihre Fotos ohne Urhebernennung fin­den. Nun aber eini­ge Worte der Warnung: Es scheint jedoch auch Leute zu geben, die es gen­au dar­auf anle­gen und dann schnell durch eine drei- bis vier­stel­li­ge Abmahnsumme in Zusammenarbeit mit einem Anwalt Geld ver­die­nen wol­len. Zwei Fälle sind hier und hier im Pixelio-Forum beschrie­ben. Eine wei­te­re – schon betrü­ge­ri­sche – Masche ist hier beschrie­ben, bei der Fotos anonym zu kos­ten­lo­sen Bilddatenbanken hoch­ge­la­den wer­den, die­se dann nach einer Weile gelöscht wer­den und den Nutzern auf ein­mal Abmahnungen ins Haus flat­tern, weil die Bilder urhe­ber­recht­li­ch geschützt sei­en. Da die Anmeldedaten bei der kos­ten­lo­sen Datenbank nicht über­prüf­bar sind, kann der Nutzer nicht nach­wei­sen, dass das Bild zum Zeitpunkt des Downloads wirk­li­ch frei von Rechten Dritter war.

Eine ähn­li­che Betrugsmasche – nur mit der Creative Commons-Lizenz – für kos­ten­lo­se Bilder beschreibt aus­führ­li­ch der Fotograf Dan Heller in sei­nem Blog.

Nur zur Klarstellung: Den meis­ten Pixelio-Nutzern liegt es fern, die­se letz­te Methode zu nut­zen, aber es ist schon vor­ge­kom­men und eini­ge weni­ge Fotografen schei­nen – for­mu­lie­ren wir es vor­sich­tig – dem Gedanken nicht abge­neigt zu sein.

Nun zu Euch: Bietet ihr manch­mal kos­ten­lo­se Fotos an? Wenn ja, war­um? Und habt ihr damit auch schon direkt oder indi­rekt Geld ver­die­nen kön­nen? Wie?

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19 Gedanken zu „Warum Fotografen kostenlose Fotos anbieten: Acht Gründe (und eine Warnung)“

  1. Hallo Robert, wie­der ein­mal ein sehr schö­ner und inter­es­san­ter Beitrag. Ich selbst habe auch in einer kos­ten­lo­sen Bilddatenbank ange­fan­gen mei­ne Bilder anzu­bie­ten. Das hat mich final dann zu mei­nen Seiten und zur Stock Fotografie gebracht (auch wenn ich kaum Fotos anbie­te) des­we­gen soll­te http://www.sxc.hu hier viel­leicht nicht uner­wähnt blei­ben, gera­de weil sie ein Freigabe System haben, wel­ches dem Fotograf erlaubt Bilder für die jewei­li­gen User für bestimm­te Zwecke frei­zu­ge­ben oder eben auch nicht. Ich mache das ab und zu auch für nicht kom­mer­zi­el­le Projekte. Wenn jemand mei­ne Bilder dort für kom­mer­zi­el­le Zwecke ein­set­zen will ver­wei­se ich Ihn auf eine Bildagentur die das sel­be Bild anbie­tet.

  2. Ich gebe gene­rell kei­ne Bilder kos­ten­los ab. Der Nutzen durch Werbung erscheint mir ein wenig abs­trakt hin­sicht­li­ch zahl­lo­ser Fotografen am Markt. Zudem wür­de ich wohl leicht die Übersicht ver­lie­ren, wel­che Bilder ich hät­te wo kos­ten­los ange­bo­ten. So kann ich sagen, wenn ich ein Bild von mir ent­de­cke, daß die­ses käuf­li­ch erwor­ben sein muss.

    Für gemein­nüt­zi­ge Zwecke ver­schen­ke ich, wenn ich gefragt wer­de, dann auch schon mal Bilder.

  3. Ich sehe das ähn­li­ch wie Ludger!
    Ich käme wirk­li­ch nicht auf die Idee mei­ne Bilder kos­ten­los anzu­bie­ten. Da steckt viel zu viel Zeit und Geld drin. Vorher blei­ben die schlicht im Portfolio auf der eige­nen Webseite.

    Ich „ver­schen­ke“ nicht ein­mal „für den guten Zweck“! Ich möch­te ver­su­chen den Überblick zu behal­ten! Sprich: Alle Bilder die rigend­wo auf­tau­chen sind lizen­siert! …oder eben ille­gal ver­brei­tet!
    Bei all­ge­mein nüt­zi­gen Organisationen habe ich bis­lang (in 2 Fällen) den Weg bestrit­ten nach der Lizensierung des Materials eine ent­spre­chen­de Spende (Lizenpreis x2; bei Mirostock: 20,– Eur) an den jewei­li­gen Verein zu täti­gen. So haben bei­de Seiten etwas von dem Geschäft und ich lau­fe nicht Gefahr in eine Argumentation zu gera­ten á la „Aber XY haben Sie doch auch ein Bild geschenkt…“

    Cheers Daniel

  4. Daniel, das ist viel­leicht der „bes­se­re“ Weg. Besonders, was die Argumentation angeht.

  5. @Ludger:
    „Besser“ ist mit Sicherheit rela­tiv und muss von jedem indi­vi­du­ell ent­schie­den wer­den! 😉
    Auf jeden Fall macht das mehr Arbeit… Aber für mich per­sön­li­ch ist es der ver­nüf­ti­ge­re Weg, da ich so auch immer wie­der in die Situation kom­me zu spen­den! Hatte ich bis dato nicht all zu oft getan.…
    Wobei ich mich mit mei­nen 2 klei­nen Spenden im Jahr 2010 nicht wirk­li­ch als Wohltäter füh­le ist es den­no­ch ein gutes Gefühl gehol­fen zu haben!

    Cheers Daniel

  6. Interessanter Beitrag. Allerdings wür­de ich Photocase nicht in einem Atemzug mit „Kostenlos-Agenturen“ nen­nen. Es ist zwar rich­tig, dass ange­mel­de­te User (Fotografen) dort Bilder „kos­ten­frei“ gegen Einlösen von Credits erwer­ben kön­nen, Photocase ist aber durch­aus eine ernst­zu­neh­men­de Bildeagentur, mit – wie ich mei­ne – recht ordent­li­chen Umsätzen. Natürlich han­delt es sich bei die­ser Plattform nicht um eine klas­si­sche Microstockagentur, schon allein auf­grund der inhalt­li­chen und gestal­te­ri­schen Ausrichtung der dort ange­bo­te­nen Bilder, es gibt aber durch­aus Fotografen, die auch dort monat­li­ch drei­stel­li­ge Umsätze durch Bildverkäufe erzie­len. Aus eige­nen Erfahrung weiß ich, dass Käufe von Bildern durch exter­ne Nutzer wesent­li­ch häu­fi­ger sind als die kos­ten­lo­sen User-Downloads.

  7. Fotos auf Anfrage ver­schen­ken, das mache ich durch­aus, wenn nett gefragt und der Nutzen gut erklärt wird, aber ein­fach so pau­schel frei­ge­ben wür­de ich sie nicht – ist nur Arbeit und bringt mir kei­nen für mich erkenn­ba­ren Nutzen.

  8. Nachdem ich die­sen Artikel gele­sen habe, bin ich etwas auf Pixello rum­ge­stö­bert. Ich fin­de die Laien-Kommentare süss. Da könn­te ich Stundenlange wel­che lesen.
    Leider brin­gen die­se dem Fotografen herlz­li­ch wenig um sich wei­ter zu ent­wi­ckeln, wie es ihm nichts bringt sei­ne Fotos Gratis anzu­bie­ten. Ich bin jedoch über­zeugt, dass dies nur der Anfang von die­sem Trend ist. Kameras wer­den immer bil­li­ger und Mobieltelefone machen auch akzep­ta­ble Fotos, dann ist es nahe­lie­gend, dass die Bilder schnell online gehen.

  9. Grundsätzlich gebe ich auch kei­ne Fotos kos­ten­los ab. Was ande­res ist die Abgabe ein eine gemein­nüt­zi­ge Organisation. Die Vorgehensweise von Daniel fin­de ich nicht ver­kehrt.

    Ich habe mal eine all­gem. Frage bzgl. Pixelio. Ich habe da so eini­ge Bilder von Objekten gese­hen, die kom­mer­zi­ell so nicht genutzt wer­den dür­fen (z.B. Pyramide des Louvre). Ist bei einer Nutzung des Bildes durch einen Dritten auch der Fotograf in der Pflicht (weil er ja der Urheber des Bildes ist)?

  10. @Uwe:

    Wenn der Fotograf das Bild als redak­tio­nell und kom­mer­zi­ell kenn­zeich­net, kann ich mir das gut vor­stel­len, bestä­tigt man doch beim Upload (wie in jeder Agentur) alle Rechte am Start zu haben.

    Stellt man das Bild nur als redak­tio­nell ein (und das ist ja so auch von diver­sen Gebäuden in Ordnung) und ein Verwender nutzt es kom­mer­zi­ell, dann ist der Fotograf aus dem Schneider.

    (so mei­ne Interpretation)

  11. Das ist doch eine rei­ne Werbeshow auf der Basis von weit­ge­hend min­der­wer­ti­gem Bildmaterial…

    Wer sich das antun will, weil ihm selbst Microstockbilder zu „teu­er“ sind, bit­te ;))

  12. Im Internet gibt es sovie­le Informationen gra­tis und damit mei­ne ich wirk­li­ch gute Tipps und Informationen. Ich den­ke jeder soll­te nach sei­nen Möglichkeiten auch etwas zurück­ge­ben. Ich stel­le zwar kei­ne Topbilder bei Pixelio ein aber viel­leicht hel­fen sie ja einem Blogger, mit wenig Budget, sei­nen Blog schö­ner zu machen.
    Wenn man immer nur nimmt ist das nicht gut für die Seele

  13. Ich weiß, ich nöle jetzt wie­der rum, aber:

    Aber auch gan­ze Webseiten wie Pixelio, Aboutpixel oder Photocase bie­ten kos­ten­los lizenz­freie Fotos an.“

    Die Fotos sind natür­li­ch nicht „lizenz­frei“, son­dern „hono­rar­frei“. Die absur­de Verwendung des Begriffs „lizenz­frei“ für „Royalty Free“-Material hat schon vor meh­re­ren Jahren mal das Fachmagazin VISUELL auf­ge­spießt…

    Lizenzfrei“ nut­zen kann man Fotos (Texte, usw.), wenn die Schutzfrist abge­lau­fen ist. Was Pixelio und Co. machen, ist schlicht eine Lizensierung.

    Diese sprach­li­che Verwirrung kommt ver­mut­li­ch von einer fal­schen Übersetzung des eng­li­schen Begriffs „Royalty Free“. Was auf Deutsch heißt: „Tantiemen-frei“. „Royalties“ sind näm­li­ch nicht nur der Henkelohrige und sei­ne Sippschaft, son­dern auch „Tantiemen“. Also die Entgelte, die bei jeder Nutzung eines künst­le­ri­schen Werkes neu fäl­lig wer­den.

    Royalty Free“ heißt auf dem Bildermarkt fol­ge­rich­tig: man zahlt z.B. ein­mal pau­schal, statt für jede ein­zel­ne Nutzung, oder eben auch: man muß gar nichts zah­len, weil man das Material hono­rar­frei bekommt.

  14. @Tom: Du hast voll­kom­men recht. Die deut­sche Übersetzung ist da etwas unglück­li­ch, wird aber von den betref­fen­den genann­ten Webseiten auch selbst so ver­wen­det.

  15. Hallo, Robert,
    der Beitrag ist rund­um gelun­gen und leuch­tet so ziem­li­ch alle Aspekte aus. Inclusive der Meinung Deiner Leser. Ich den­ke, nach einer gewis­sen Zeit des Mitmachens bei die­sen Bilddatenbanken wird sich ein Verhalten ein­stel­len, dass die Trends bewe­gen und mög­li­cher­wei­se ver­än­dern wird. Oder Dein Beitrag wie auch ande­re Kolummnen wer­den den einen oder ande­ren Foto-Uploader bewe­gen, sei­nen Aktivität zu über­den­ken. Ich selbst habe nach und nach in Richtung „Geld abschöp­fen“ über­legt und diver­si­fi­ziert. Dort ist man aber nur halb­wegs erfolg­reich, wenn man sich mehr Mühe, mehr Aufwand, mehr Zeit für jedes ein­zel­ne Motiv nimmt. Das muss jeder für sich selbst ent­schei­den. Wenn ich beim Golfen aus lau­ter Begeisterung über einen tol­len Golftag und eine tol­le Golfanlage ein paar Bilder mit der Taschencam schie­ße und anbie­te, macht mir das Freude und ich gebe sie ger­ne wei­ter, denn ich bin ja eigent­li­ch zum Golfen auf dem Platz gewe­sen.

    Die Fotos, die mir aber mehr Aufwand abver­lan­gen, will ich eben künf­tig nicht für null abge­ben. Deshalb habe ich mir auch nach mei­ner Rückkehr von einer Woche in NYC über­legt, dass ich die Ausbeute zunächst mal nur bei den Microstockanbietern anbie­ten wer­de. Die tage­lan­ge Rumschlepperei der schwe­ren Fototasche von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer, die Flugkosten etc. soll­ten schon in irgend­ei­ner Weise hono­riert wer­den und nicht ver­schenkt wer­den. Mal sehen, was dabei her­um kommt. Man muss ja auch manch­mal etwas Geduld haben, denn erst wenn die Bilder län­ge­re Zeit online sind, beginnt es auf ein­mal zu tröp­feln, was ich gera­de bei Rückkehr und Sichtung der fotolia-mails bemer­ken konn­te. Ist ja auch schön …

  16. Ich fin­de das gene­rell eine gute Sache, wenn Photos auch kos­ten­los ange­bo­ten wer­den. Dennoch bin ich trotz­dem der Meinung, dass man auch eine klei­ne Entschädigung für den Aufwand oder Anerkennung für die Leistung erhal­ten soll­te. Deswegen den­ke ich, dass man sich ein paar Photos kos­ten­los anbie­ten kann, aber für ein paar auch bischen was ver­lan­gen kann. Es muss ja nicht viel sein. Ich den­ke die rich­ti­ge Mischung macht’s.

  17. goenz schrieb:
    „Ich habe mal eine all­gem. Frage bzgl. Pixelio. Ich habe da so eini­ge Bilder von Objekten gese­hen, die kom­mer­zi­ell so nicht genutzt wer­den dür­fen (z.B. Pyramide des Louvre). Ist bei einer Nutzung des Bildes durch einen Dritten auch der Fotograf in der Pflicht (weil er ja der Urheber des Bildes ist)?“

    Da gebe ich noch eines drauf. Bei die­sen Bilddatenbanken wer­den auch Fotos von z.B. Tierparks und vie­len ande­ren Locations ver­öf­fent­li­ch, wel­che die­se Veröffentlichung aus­drück­li­ch ver­bie­ten (Stichwort: Proberty Release). Habe einen betrof­fe­nen Zoo ange­schrie­ben und der Geschäftsführer bemerk­te, dass anspre­chen­de Prospekte mit Fotos der gan­zen Affen und ande­ren Tierchen exclu­siv von einer recht teu­ren Agentur geschaf­fen wer­den und dass die Verbreitung selbst geschos­se­ner Fotos in Bilddatenbanken streng ver­bo­ten und geschäfts­schä­di­gend ist. Dummerweise ist der Fotograf gleich­zei­tig ein bekann­ter Abmahner mit System. Aber natür­li­ch soll­te man nicht gleich die Links zu den miss­bräuch­li­ch genutz­ten Fotos dem Betroffenen zukom­men las­sen. Es sei denn, man möch­te sei­nen Abmahner mit sei­nen eige­nen Mitteln schla­gen 😉

  18. Hallo, zwar ist der Artikel schon älter aber egal.
    Klar wol­len Berufsfotografen Bilder ver­kau­fen. Aber ich als Amateur kann doch mit mei­nen Bildern machen was ich will. Wenn ich mei­nen Garten selbst anle­ge kommt doch auch nicht der Landschaftsgärtner und mault. Gleiches gilt doch für alle Heimwerker und ihre gewerb­li­chen Gegenparts. Zudem brau­che ich manch­mal für mei­nen pri­va­ten Blog Bilder die ich nicht selbst machen kann ( man­gels Zeit,Modell,Location,Können… was auch immer ) – die ande­re Amateure aber haben und weil geben seli­ger denn neh­men ist – revan­chie­re ich mich mit mei­nen Bildern. Daher fin­de ich die Möglichkeiten ( Bilder„tausch“ + Community )von Pixelio toll. Ich habe aber auch schon Stockfotos gekauft, die waren dann so exklu­siv das es kei­ne Wahl bzw. Diskussion gab – mei­ne Möbel schrei­ne­re ich auch nicht selbst. An alle Profis: ihr müsst damit leben, dass euer Handwerk auch ande­re kön­nen – man­che sogar sehr gut und bit­te nicht immer jam­mern – o.k. ich weiss es gehört zu jedem Handwerk 🙂

  19. @blitzmaerker: Bilder”tausch” ist eine gute Idee, machen ande­re ja auch mit den unter­schied­lichs­ten Dingen – aber es ist nun mal viel ein­fa­cher Etwas gegen Geld zu tau­schen um dises Geld dann gegen was ande­res zu tau­schen.

    Keiner hat ein Problem damit, dass Du dei­nen Garten sel­ber anlegst, und wenn Du sozi­al und mis­sio­na­ri­sch für ande­re auch noch Gärten anlegst – auch Ok, haupt­sa­che Du lebst dabei nicht auf Kosten der Allgemeinheit und ver­dienst Dir dei­nen Lebensunterhalt. Fotografen die bis­her von ihrer Kunst leb­ten, haben immer auch etwas für die Allgemeinheit davon abge­ge­ben, klar haben die Ängste.

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