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Ein ♥ für Blogs

Für heute ruft Kai Müller vom Blog StyleSpion zur zweite Runde seiner Aktion „Ein für Blogs“ auf. Ich möchte diesmal mitmachen, auch wenn ich wie bei der letzten Runde etwas Angst habe, einigen Blogs auf die Füße zu treten. Immerhin habe ich mehr als 120 Blogs abonniert, fast alle zum Thema Fotografie. Immerhin ist die Aktion auf deutschsprachige Blogs beschränkt. Ich selbst habe mir das Limit bei zehn nennenswerten Blogs gesetzt, weil ich weiß, dass es sonst zu unübersichtlich wird.

ein-herz-fuer-blogs

Legen wir los:

  • Studio-Blog Der Mannheimer Fotograf omori berichtet hier über seinen Alltag im Fotostudio und sein Blog war eine große Motivation, selbst einen Blog zu beginnen.
  • PictureTom Hier geht es um die geschäftliche Seite der Fotografie: Um Finanzen, Marktanalysen und rechtliche Entscheidungen. Für Profi-Fotografen ein Muss.
  • Radedudel Der Blog von Sam ist fast das Gegenteil. Hier liefert er vor allem „Tipps und Anleitungen zur fortgeschrittenen Fotografie“, wie er es nennt. Immer mit Hand und Fuss.
  • Nebuto Ein Blog von Jan über Microstock-Agenturen mit einem leichten Hang zu Illustrationen und 3d-Rendering.
  • Fotos verkaufen bei Bild- und Microstock-Agenturen ein Blog mit seinem Thema im Namen. Häufige Wiedergabe von Pressemeldungen, aber auch Einblicke in seine Umsätze
  • Krolop-Gerst Profi-Fotografen erklären Bildideen und ihre technische Umsetzung, sehr anschaulich und gut verständlich
  • Designworks Der Blog von Markus Wäger dominiert zwar mit seinen vielen Mini-Posting meinen Feed-Reader, aber es sind auch immer wieder einige Perlen für die Augen dabei. Und da Typografie eine heimliche Leidenschaft von mir ist, sehe ich mir auch gern seine Font-Vorschläge an
  • Basic Thinking Der Blog von Robert wurde vor kurzem verkauft und ich hatte danach einen der neuen Redakteure gesprochen. Er überzeugte mich, mal reinzuschauen und in der Tat: Hier gibt es ausführliche und fundierte Meldungen über das Internet, Software, Neue Medien und andere Dinge, die auch für Fotografen spannend sein können ((und für den Computer-Nerd in mir immer sind)
  • Stefan Niggemeier Mit Stockfotografie verbindet den Betreiber des BILDBlog eine Art Hassliebe, wie er mit seiner „Symbol-Foto“-Serie beweist. Aber seine ironischen Kommentare zur Medienlandschaft sind besser die Medien selbst.
  • Genuss-Blog Warnung: Vom Lesen dieses Blogs nimmst Du zu. Hier wird hemmungslos und leidenschaftlich über Genussmittel wie Schokolade, Eis, Tee, Kaffee, Torten und Süßigkeiten geschwärmt. Lecker.

Habt ihr noch Tipps für Blogs, die mich interessieren könnten? Wenn ja, bitte mit Begründung in die Kommentare.

Die Rolle von Stockfotos in Blogs

Kann es sein, dass Blogs in den USA bunter sind als in Deutschland?

Wer sich die „25 Best Blogs 2009„-Liste der Zeitschrift TIME anschaut, merkt, dass es dort sichtbar bunter zugeht als hierzulande. Häufig werden Stockfotos genommen, auch und vor allem bei News- und Politik-Blogs wie beispielsweise „The Huffington Post“ oder „Talking Points Memo„. Aber auch in Lifestyle-Blogs wie „Lifehacker“ werden symbolische Fotos zur Bebilderung genutzt.

Sockfotos in Blogs
In der deutschen Blogsphäre hingegen lassen sich vor allem drei Arten erkennen, wie Bilder in Blogs genutzt werden. Diese Einschätzung basiert auf den beliebtesten Blogs in den Deutschen Blogcharts.

  1. Es werden einfach keine bis fast keine Fotos verwendet. Dazu zählt z.B. der lawblog, der Blog von Stefan Niggemeier oder der Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache.
  2. Es werden nur Produktfotos, Logos oder PR-Fotos benutzt. Das macht z.B. der Basic Thinking Blog oder Nerdcore.
  3. Fast nur selbstgemachte Fotos werden gezeigt. Hier gehören z.B. Spreeblick, der Kochblog 1x umrühren bitte, oder das Upload Magazin.

Es gibt nur wenige deutsche Blogs, die Stockfotos einsetzen. Woran könnte das liegen?

Hier meine Vermutungen:

  • Die USA sind Deutschland in Technikdingen immer voraus. Klingt vereinfachend, traf bisher aber fast immer zu. Während Blogs hierzulande noch nicht als ernstzunehmende Konkurrenten der anderen Massenmedien gesehen werden, buhlen US-Blogs längst auf Augenhöhe um die Gunst der Konsumenten. Der us-amerikanische Technikblog TechCrunch.com hat z.B. monatlich über 1,8 Millionen Abonnenten. Dazu nutzen sie Bilder wie die professionellen Vorbilder.
  • Analog zu den deutschen Tageszeitungen, die sich im Vergleich zu den US-Zeitungen sehr textreich und bildarm präsentieren, hat sich diese Vorliebe auch auf Blogs übertragen.
  • Selbstgemachte Fotos sind billiger als Stockfotos.
  • Keine oder eigene Fotos zu nutzen, ist rechtlich sicherer. Die Abmahnwellen, z.B. durch Marion’s Kochbuch mögen vor allem Kochblogs noch in Erinnerung sein. Dass selbst Stockfotos vor Abmahnungen nicht schützen, bewies letztes Jahr die Bildagentur Getty Images mit einer eigenen Abmahnwelle.
  • Stockfotos sehen zu steril und klischeehaft aus. Es gibt hier, hier und hier genug lustige Beispiele, wie unoriginelle Stockfotos aussehen. Fast eine Art Hassliebe pflegt Stefan Niggemeier in seinem Blog, in dem er regelmäßig unpassende Verwendungen von Stockfotos vorstellt.

Dabei glaube ich, dass sorgfältig gewählte Stockfotos zum Erfolg eines Blog beitragen können. Warum?

  • Fotos bringen „Farbe in den Blog“.
  • Es ist erwiesen, dass eine visuelle Unterstützung von Textinhalten das Lernen erleichtert.
  • Eine gut gewählte Bildsprache macht den Blog unverwechselbar. Text sieht immer gleich aus.
  • Suchmaschinenoptimierung: Mittlerweile sucht Google nicht mehr nur nach Wörtern, sondern auch nach Bildern. Ich sehe in meinen Statistiken regelmäßig, dass Besucher durch Googles Bildersuche auf meinen Blog kommen. Ebenso werden Fotos zu Artikeln in der Blogübersicht des Google RSS-Readers angezeigt und wirken dort als Blickfang.

Wer neugierig geworden ist, wie das Angebot und die Preise von Stockfotos momentan aussehen, findet viele günstige Fotos zum Beispiel bei den Microstock-Bildagenturen Shutterstock, istockphoto, fotolia oder Dreamstime.

Was meint ihr? Diskutiert mit, indem ihr Eure Meinung in den Kommentaren schreibt oder gleich als eigenen Beitrag  – am besten mit Trackback – in Eurem Blog.

Danke für Euren bisherigen Kommentare. Im zweiten Teil habe ich darauf geantwortet.