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Wahl zum besten Fotoblog 2012

Letztes Jahr hat­te die Fotocommunity das ers­te Mal den „bes­ten Fotoblog“ gewählt. Gemeint sind natür­li­ch Fotografie-Blogs, kei­ne Foto-Blogs, aber kür­zer klang der Titel wohl grif­fi­ger.

Ich lan­de­te über­ra­schen­der­wei­se auf dem ach­ten Platz und habe euch Leserinnen und Lesern noch nicht mal davon erzählt!

Deshalb möch­te ich mal schau­en, auf wel­chem Platz ich lan­de, wenn ich euch dar­um bit­te, für mei­nen Blog (und ger­ne auch für ande­re lesens­wer­te Fotografie-Blogs) abzu­stim­men.

Klickt hier für den Übersichtsartikel bei der Fotocommunity oder direkt hier für das Voting-Formular.

Unter allen Teilnehmern wer­den außer­dem ein iPad mini und zwei Canon-Kameras ver­lost.

Die Teilnahme endet am 30.6.2013. Vielen Dank schon mal.

Die Rolle von Stockfotos in Blogs

Kann es sein, dass Blogs in den USA bun­ter sind als in Deutschland?

Wer sich die „25 Best Blogs 2009″-Liste der Zeitschrift TIME anschaut, merkt, dass es dort sicht­bar bun­ter zugeht als hier­zu­lan­de. Häufig wer­den Stockfotos genom­men, auch und vor allem bei News- und Politik-Blogs wie bei­spiels­wei­se „The Huffington Post“ oder „Talking Points Memo“. Aber auch in Lifestyle-Blogs wie „Lifehacker“ wer­den sym­bo­li­sche Fotos zur Bebilderung genutzt.

Sockfotos in Blogs
In der deut­schen Blogsphäre hin­ge­gen las­sen sich vor allem drei Arten erken­nen, wie Bilder in Blogs genutzt wer­den. Diese Einschätzung basiert auf den belieb­tes­ten Blogs in den Deutschen Blogcharts.

  1. Es wer­den ein­fach kei­ne bis fast kei­ne Fotos ver­wen­det. Dazu zählt z.B. der law­blog, der Blog von Stefan Niggemeier oder der Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache.
  2. Es wer­den nur Produktfotos, Logos oder PR-Fotos benutzt. Das macht z.B. der Basic Thinking Blog oder Nerdcore.
  3. Fast nur selbst­ge­mach­te Fotos wer­den gezeigt. Hier gehö­ren z.B. Spreeblick, der Kochblog 1x umrüh­ren bit­te, oder das Upload Magazin.

Es gibt nur weni­ge deut­sche Blogs, die Stockfotos ein­set­zen. Woran könn­te das lie­gen?

Hier mei­ne Vermutungen:

  • Die USA sind Deutschland in Technikdingen immer vor­aus. Klingt ver­ein­fa­chend, traf bis­her aber fast immer zu. Während Blogs hier­zu­lan­de noch nicht als ernst­zu­neh­men­de Konkurrenten der ande­ren Massenmedien gese­hen wer­den, buh­len US-Blogs längst auf Augenhöhe um die Gunst der Konsumenten. Der us-amerikanische Technikblog TechCrunch.com hat z.B. monat­li­ch über 1,8 Millionen Abonnenten. Dazu nut­zen sie Bilder wie die pro­fes­sio­nel­len Vorbilder.
  • Analog zu den deut­schen Tageszeitungen, die sich im Vergleich zu den US-Zeitungen sehr textreich und bild­arm prä­sen­tie­ren, hat sich die­se Vorliebe auch auf Blogs über­tra­gen.
  • Selbstgemachte Fotos sind bil­li­ger als Stockfotos.
  • Keine oder eige­ne Fotos zu nut­zen, ist recht­li­ch siche­rer. Die Abmahnwellen, z.B. durch Marion’s Kochbuch mögen vor allem Kochblogs noch in Erinnerung sein. Dass selbst Stockfotos vor Abmahnungen nicht schüt­zen, bewies letz­tes Jahr die Bildagentur Getty Images mit einer eige­nen Abmahnwelle.
  • Stockfotos sehen zu ste­ril und kli­schee­haft aus. Es gibt hier, hier und hier genug lus­ti­ge Beispiele, wie unori­gi­nel­le Stockfotos aus­se­hen. Fast eine Art Hassliebe pflegt Stefan Niggemeier in sei­nem Blog, in dem er regel­mä­ßig unpas­sen­de Verwendungen von Stockfotos vor­stellt.

Dabei glau­be ich, dass sorg­fäl­tig gewähl­te Stockfotos zum Erfolg eines Blog bei­tra­gen kön­nen. Warum?

  • Fotos brin­gen „Farbe in den Blog“.
  • Es ist erwie­sen, dass eine visu­el­le Unterstützung von Textinhalten das Lernen erleich­tert.
  • Eine gut gewähl­te Bildsprache macht den Blog unver­wech­sel­bar. Text sieht immer gleich aus.
  • Suchmaschinenoptimierung: Mittlerweile sucht Google nicht mehr nur nach Wörtern, son­dern auch nach Bildern. Ich sehe in mei­nen Statistiken regel­mä­ßig, dass Besucher durch Googles Bildersuche auf mei­nen Blog kom­men. Ebenso wer­den Fotos zu Artikeln in der Blogübersicht des Google RSS-Readers ange­zeigt und wir­ken dort als Blickfang.

Wer neu­gie­rig gewor­den ist, wie das Angebot und die Preise von Stockfotos momen­tan aus­se­hen, fin­det vie­le güns­ti­ge Fotos zum Beispiel bei den Microstock-Bildagenturen Shutterstock, istock­pho­to, foto­lia oder Dreamstime.

Was meint ihr? Diskutiert mit, indem ihr Eure Meinung in den Kommentaren schreibt oder gleich als eige­nen Beitrag  – am bes­ten mit Trackback – in Eurem Blog.

Danke für Euren bis­he­ri­gen Kommentare. Im zwei­ten Teil habe ich dar­auf geant­wor­tet.

Deutschsprachige Fotoblogs – Wo sind sie denn?

Martin stellt in sei­nem Blog Kwerfeldein den deutsch­spra­chi­gen Fotoblogs eini­ge Fragen.

Journalistin mit Notizblock

Hier sind mei­ne Antworten:

Was hat Dich dazu bewegt, über Fotografie zu blog­gen?

Da ich als Fotoproduzent arbei­te, bie­tet es sich an, über das zu schrei­ben, was ich kann: Fotografieren. Ich las­se mei­ne Leser hin­ter die Kulissen des Berufsalltags bli­cken und durch die stän­di­ge Beschäftigung mit den Themen ler­ne ich auch immer noch etwas dazu.

Über wel­che Themen schreib­st Du selbst am liebs­ten?

Beim Start mei­nes Blogs habe ich gemerkt, dass es zwar vie­le Fotoblogs gibt, die schö­ne Fotos zei­gen, aber nur sehr weni­ge, die sich auf die beruf­li­che Seite der Fotografie kon­zen­trie­ren. Deswegen gibt es bei mir Analysen zum Bildermarkt, Umsatzzahlen und Trends in der Fotobranche.

Welche Artikel sind die wich­tigs­ten Deines Blogs (ca. 2–5)?

Gemessen am Leserinteresse sind das:

Weisst Du schon, was die Leser Deines Blogs 2009 erwar­ten wird?

Ich arbei­te dar­an, mehr Interviews zu machen und hof­fe, wei­ter­hin Meldungen und Themen zu ver­öf­fent­li­chen, die bei kaum einem ande­ren Blog so zu fin­den sind.

Wieviele Artikel ver­öf­fent­lichst Du im Schnitt pro Woche?

Pro Woche schaf­fe ich durch­schnitt­li­ch 3–4 Artikel. Ziel ist es, dass an jedem zwei­ten Werktag ein Text online geht.