Die Angst von Foto-Amateuren vor Berufsfotografen (und andersrum)

Vor ca. einem halben Jahr hatte Martin Gommel in seinem Blog eine kurze Umfrage, ob seine Leser Berufsfotografen sind. Ca. 88% antworteten mit nein. In einer anschließenden Diskussion fragte Martin, warum diese 88% nicht vom Fotografieren leben wollen.

Die Antworten haben mich etwas überrascht. Es überwogen Sätze wie „Dann hätte ich keine Zeit mehr zum Fotografieren“, „Ich will mich diesem Druck nicht aussetzen“, „Die fotografische Freiheit wäre dann weg“ oder „Ich will nicht auf Kommando kreativ sein“.

Da ich selbst beruflich fotografiere, kann ich diese Aussagen nicht nachvollziehen. Das Zeit-Argument ist am leichtesten zu widerlegen. Auch Berufsfotografen haben irgendwann Freizeit und in dieser können sie genau so „privat“ fotografieren wie es ein Hobbyfotograf nach seiner Arbeit tun kann. Ich zücke dann unterwegs meine Handykamera und freue mich, dass ich mir um Megapixel, Rauschverhalten oder Bildfehlern keine Sorgen machen muss, weil das Ergebnis nur mir allein gefallen muss.


Die anderen Argumente wie Druck oder Kreativität auf Befehl sind meist nur Ausreden. Ja, der große Aufschrei wird kommen, denn meist glauben die Hobbyfotografen das wirklich. Dabei klingt es nur angenehmer und schmeichelt sogar dem künstlerischen Ego ein wenig, wenn man sagt: „Ich will mir meine fotografische Freiheit nicht nehmen lassen“ statt „Ich habe verdammte Angst, nicht gut genug zu sein, um damit genug Geld zum Leben zu verdienen“.

Darauf läuft es doch hinaus. Wer als Berufsfotograf richtig gut ist, kann es sich auch leisten, Aufträge abzulehnen oder er wünscht sich sogar die Herausforderung, schwierige Fotos umsetzen zu müssen. Ein gutes Foto machen kann jeder Hobbyfotograf. Ein Berufsfotograf hingegen muss gute Fotos machen. Immer und immer wieder, wenn er erfolgreich sein will.

Ich glaube, viele Hobbyfotografen übersehen, dass der Druck und der Zwang, auch fremde Ideen zufriedenstellend umsetzen zu müssen, die eigene Lernkurve stark nach oben schnellen lässt. Zwar habe ich als Stockfotograf keine Auftraggeber, denen meine Fotos gefallen müssen, aber die Bildredakteure, an denen meine Fotos vorbei müssen, bevor ich sie verkaufen kann, schauen viel stärker auf technische Perfektion als es viele Artdirektoren oder Auftraggeber je tun würden.

Im ersten Jahr meiner beruflichen Fotografiekarriere habe ich mehr gelernt als in den zehn Jahren davor, in denen ich nur aus Spaß fotografiert habe. Plötzlich haben sich Leute erdreistet, meine Fotos abzulehnen, weil sie fehlerhaft seien statt wie Freunde und Verwandte sie nur ständig zu loben. Kunden kauften auf einmal Bilder, die mir fast peinlich waren, während meine Lieblingsfotos unbeachtet in den Bildagenturen Staub ansetzten.

Das zwang mich zu einem neutraleren, kritischen Blick auf meine eigenen Werke. Blumenfotos mögen schön sein, aber sie verkaufen sich selten. Anschnitte sehen vielleicht ästhetisch aus, werden aber von Bildkäufern gemieden. Ich weiß jetzt, dass der Satz „Ich fotografiere nur mit available light, weil das authentischer aussieht“ übersetzt oft nur bedeutet: „Ich habe Angst, richtig blitzen zu lernen“.

Fotografie ist einer der Bereiche, in denen sich die Profis durch Wegfall des Meisterzwangs und rasanter Verbreitung der Digitalkameras auf einmal gegen unzählige Amateure behaupten müssen. Zum einen freut mich diese Entwicklung, weil sie mir als Quereinsteiger überhaupt erst ermöglicht hat, mich mit der Fotografie selbständig zu machen. Andererseits führt das auch zu einer Entwertung von Fotografie, weil viele Amateure sehr gute Fotos machen, die sie dann gedankenlos bei Flickr oder anderen Fotodatenbanken kostenlos zum Download anbieten. Überspitzt gesagt verhalten sich einige Hobbyfotografen damit „unprofessionell“ im negativen Sinne des Wortes. Zwar hat er jedes Recht dazu, denn er ist ja kein Profi, gleichzeitig macht er aber dem Profi Konkurrenz. Es ist ja eine Sache, ob eine Firma beispielsweise beschließt, dass sie ihre Fotos jetzt selbst macht oder die Fotos eines Hobbyfotografen nutzt, den sie im Gegensatz zum Profi nicht bezahlen muss.

Einige Fotoprofis fangen dann an zu jammern (manchmal auch in den Kommentaren hier im Blog), andere krempeln die Ärmel hoch und suchen nach Alleinstellungsmerkmalen. Einige Fotografen investieren Zeit und Geld in Videoproduktionen, andere bieten 3D-Panoramafotografie an und die nächsten lösen das Problem über erhöhte Masse. Hier zeigt sich wieder, was den Berufsfotografen von Hobbyfotografen unterscheidet: Der Berufsfotograf muss ständig gelungene Bilder machen, dem Hobbyfotograf reichen einige „Zufallstreffer“. Der berufliche Zwang, genau zu analysieren, wie man sich mit seinen Bildern von der Masse an Amateurfotos absetzt, trägt viel dazu bei, besser fotografieren zu lernen.

Vor zwei, drei Jahren hätte ich schlotternde Knie bekommen, wenn ich ein Shooting mit mehreren Personen hätte machen müssen. Heute kann ich ziemlich genau kalkulieren, wie aufwändig das ist, wie lange ich brauche und – ganz wichtig – ich habe genug Übung, auch brauchbare Fotos dabei zu machen.

Die Angst, nicht genug zu verdienen, der Druck, immer gute Ergebnisse erzielen zu müssen und der Zwang, ständig kreativ zu sein, kann lähmend sein. Wer sich jedoch streckt und die Herausforderung annimmt, wird ein besserer Fotograf werden als es ein Amateur je werden kann.

Was sagt ihr dazu? Bereut ihr als Berufsfotograf eure Berufswahl? Oder warum wollt ihr nur als Hobby fotografieren?

39 Gedanken zu „Die Angst von Foto-Amateuren vor Berufsfotografen (und andersrum)“

  1. Robert, du hast es wieder super auf den Punkt gebracht!

    ANGST ist das Motiv, das viele Fotografen antreibt bzw. viel eher lähmt. Die ambitionierten Hobbyfotografen haben Angst sich wirklich mit den Profis zu messen und die Profis haben Angst vor der Realität – nämlich vor einem, durch die digitale Fotografie komplett verändertem Umfeld.

    Wer offen und aktiv ist, sich auf neue Gegebenheit einstellen kann wird überleben.

    Und … Mut kann man nicht kaufen 😉

  2. Ich bin kein Berufsfotograf, weil ich meinen „Hauptjob“ (in Selbstständigkeit) sehr gern mag.
    Gerade deswegen kann ich Deine Aussagen voll unterschreiben. Am meisten habe ich gelernt durch Aufträge, dadurch ergaben sich Problemstellungen, deren Lösungen mich weit nach vorne gebracht haben. Hätte ich Fotografie nicht als Nebengewerbe wäre ich jetzt sicher nicht so weit in meiner Entwicklung.

  3. Ich sehe das so ähnlich wie du, Robert. Profis machen nicht zwangsläufig bessere Bilder als Amateure. Der meiner Meinung nach entscheidende Unterschied ist, dass ein Amateur keinem wie auch immer entstandenen Druck ausgesetzt ist, d.h. er kann ein Bild nach seinen Vorstellungen gestalten und es ist egal, wenn er dafür drei Wochen Zeit braucht, weil er z.B. fünf Mal neu ansetzt und am Ende noch eine Woche Photoshop dranhängt. Am Ende hat er im besten Fall ein perfektes Bild. Ein Profi hätte für das gleiche Bild vielleicht nur einen halben Tag Zeit und ein begrenztes Budget. Und so produziert er täglich, ständig unter dem Druck der Zeit- und Kostenbeschränkung. Unter diesen Voraussetzungen ist möglicherweise das Bild des Amateurs vielleicht sogar besser gelungen, aber unter wirtschaftlichen Kriterien betrachtet schlicht unbezahlbar.

  4. hallo robert. ist es falsch mit flickr und co neben eigener homepage auf sich aufmerksam zu machen ? was ist daran gedankenlos und unprofessionell? ich nutze flickr hin und wieder aber auch mit gemischten gefühlen. ich arbeite seit zwei jahren mehr und mehr beruflich.die stockfotografie habe ich sein lassen.ich habe gemerkt das ist nicht mein weg.ich lebe in berlin und es ist schwer hier sich durchzusetzten.aber ich habe keine angst vor herausvorderungen im fotografischen sinne.doch gibt es sehr viele fotografen. so schaffe ich es nicht, trotz arbeiten für die ard,setfotos mit heike makatsch,hochzeitsfotografie und portraitarbeiten ,davon zu leben.das lähmt,weil ich noch andere jobs machen muss wo ich keine kamera in der hand habe. mensch braucht auch geduld und mut auf diesem wege.beste grüße micha meinhardt

  5. @sam, thomas: Gute Amateure gab es immer, ist nichts neues, da haben die Berufsfotografen auch keine Angst vor – oder kennt ihr etwa Gabo und Ellen von Unwerth nicht?

  6. Hallo Robert,
    das ist natürlich die Sicht eines Berufsfotografen, der natürlich die Absicht hat Geld zu verdienen. Ich würde für mich behaupten, ich bin einfach zu bequem oder um es zu überspitzen zu faul dazu Berufsfotograf (ich sage absichtlich nicht Profi) zu werden. Ich verdiene in meinem eigentlichen Job genug und habe einfach nur Spass daran „halbwegs passable“ Bilder zu machen. Und ich glaub der Großzahl derer die mit nein gestimmt haben, geht es ähnlich.
    Vielleicht erfordert es auch erst einmal die Definition des Wortes „Profi“ im Bezug auf die Fotografie.

  7. Der Profi hat es gelernt, unter (Zeit-)Druck zu arbeiten und liefert auch dann noch sehr gute Ergebnisse ab. Nicht, weil er vielleicht besser ist, als mancher Amateur, sondern weil er durch seine Erfahrung weiss, wie es geht. Ein Amateur freut sich darüber, dass er im Monat vielleicht ein herausragendes Bild gemacht hat – aber er arbeitet auch für sich. Er kann sich Zeit lassen und muss nicht davon leben. Ein Profi macht in der gleichen Zeit dutzende herausragende Bilder. Damit meine ich: Bilder, die der Kunde ihm abkauft, mit denen er seinen Lebensunterhalt verdient.

    Mir persönlich ist die Digitalisierung in meinem Beruf als Pressefotograf zunächst als eine tolle Entwicklung vorgekommen. Nicht mehr im Labor mit giftigen Chemikalien arbeiten, früher Feierabend – aber manchmal auch weniger Zeit, weil die Aufnahme von einem Parteitag noch schnell am nächsten Tag ins Blatt soll. Aber der Druck hat auch was. Und noch heute arbeite ich besser, wenn ich schnell arbeite.

    Wie gesagt: zunächst waren die Digitalkameras ein Segen für mich. Bis meine Arbeit plötzlich nicht mehr gefragt war, weil jeder Redakteur eine Digiknipse in die Hand bekam und alles selber machen sollte (musste). Plötzlich bekam ich Konkurrenz aus dem eigenen Haus, da konnten meine Ergebnisse 100x besser sein: der Fotograf war über, weil zu teuer.
    Dass ich mich auch heute noch, acht Jahre nach meinem Abgang, über die miesen Bilder in „meiner“ Zeitung mehr freue als ärgere, wird man sicher verstehen. Amateure, die sich nie mit der Fotografie beschäftigt haben, sollten plötzlich das Leisten, was ein gelernter Fotograf fast 20 Jahre im Verlag gemacht hat – das konnte nicht gut gehen. Zumal die Redakteure sich auch sicherlich nicht so auf das Bild konzentrieren, wenn sie nebenbei auch noch einen Tet schreiben müssen.

    Den Amateuren die alleinige Schuld am Preisverfall zu geben, halte ich aber nicht für richtig. Richtig ist auch, dass Amateure teilweise den Profis mit ihren Preisen den Markt kaputt gemacht haben, das habe ich selbst erlebt. Aber ebenso gibt es auch Profis, die zu Dumpingpreisen Aufträge annehmen, die nicht Kosten deckend sein können, nur um „einen Fuß in die Tür zu bekommen.“ Alles in der Hoffnung, der Kunde kommt wieder und wird dann die höheren Preise schon bezahlen. Falsch! Wird er nicht! Er wird sich den nächsten suchen, der einen „Fuß in die Tür bekommen will“.

    Wenn ein Amateur heute in den Profibereich wechseln möchte, dann muss er erstens schon verdammt gut sein und ein mächtig dickes Fell haben. Und Ausdauer. So nebenbei wird man als Fotograf heute nichts mehr.

  8. Das ist irgendwie witzig. Ich denke mir auch manchmal – boa gegen so nen „Profifotograf“ kannst net anstinken. Wenn ich mir dann aber mache Bilder von „sogenannten Profis“ anschaue, besonders in der Hochzeitsfotografie, dann denke ich mir – na das hättest aber besser hinbekommen. Ein Teufelskreis!

    Ein schöner Artikel. Motiviert mich in meinem Vorhaben, doch nebenberuflich in die Fotografie einzusteigen!

  9. Hallo Robert,

    ich fotografiere nun auch nicht hauptberuflich, allerdings nebenberuflich und bin froh, es nicht hauptberuflich machen zu müssen.
    Es kommt sicherlich auf die Art der Fotografie an, doch bspw. Hochzeiten sind durchaus auch neben dem Spaß ein Knochenjob. Bücken, Knien, Laufen, Heben, Tragen, Animieren und das auch gerne mal 12 Stunden lang. Da weiß man, was man getan hat. Das mit 50 Jahren oder mehr noch zu machen? Ich möchte es nicht müssen!
    Darüber hinaus, wenn ich auf einer Hochzeit mit 50-60 Jahren rumtanze und der Vater von Braut und Bräutigam sein könnte, wirkt es sicherlich komischer, als wenn ich wie jetzt häufig als „ein Freund des Brautpaares“ erscheine, der nett und unaufdringlich Fotos macht.

    Sicherlich müsste man, sofern man Fotografie hauptberuflich betreibt, sich auch über das Jahr dauerhaft umsetzbare Aufnahmearten suchen, um sich finanziell abzudecken, doch gerade da kommt der Zwang. Wenn die Hochzeitssaison vorbei ist, möchte ich vllt. auch einfach mal zwei Monate nicht großartig die Kamera in die Hand nehmen und/oder vorm Computer mit Retusche beschäftigt sein. Vielleicht! Denn Fotografie parallel zum Hauptberuf ist sicher nochmal eine Anstrengung, die anders ist, als nur zu fotografieren.
    Schön ist es aus meiner Sicht trotzdem einfach auch mal nicht zu fotografieren, wenn man keine Lust hat.
    Die Gefahr, doch mal Jobs annehmen zu müssen, die man nicht mag, weil man (noch) nicht gut genug (bezahlt) ist, ist mindestens am Anfang vorhanden.

    Wo wir grad beim Finanziellen sind. Sicherheiten, Versicherungen und alles, was an regelmäßigen Ausgaben bis hin zur Rente anfällt über etwas abzudecken, was ggf. nicht regelmäßig gefragt ist? Man muss das Risiko eingehen wollen.

    Auch ein Schwenk im fotografischen Stil ist dann ggf. nicht mehr so leicht möglich. Plötzlich keine Lust mehr sich ständig mit Modellen oder Modellfotografie auseinanderzusetzen? Pech gehabt, denn vllt. hat man nur darin seine Expertise und nicht in der Tierfotografie, wo man dann wieder bei 0 anfangen würde.

    Qualität kann man sicherlich durch externen Anspruch steigern. Wer will, kann das allerdings auch von innen heraus. Mein größter Kritiker bin bspw. immernoch ich selber, denn ich bin nie lange zufrieden.

    Btw. ich wusste nicht, dass ich bei flickr unterschrieben habe, dass jeder meine Fotos zu allen Zwecken nutzen darf.

    Ein Schritt in die Selbstständigkeit als Fotograf will zur heutigen Zeit mit, wie du schon sagtest, so vielen starken Hobbyfotografen gut überlegt sein.
    Ich habe Respekt vor jedem, der es schafft, sich darin durchzusetzen und bedauere jeden, der blauäuigig mit der Aussage startet „ich werde jetzt Fotograf“.

    Gruß
    marcel

  10. @Micha: Wegen Flickr habe ich mich vielleicht ungenau ausgedrückt: Ich meine damit die Möglichkeit, bei Flickr Fotos kostenlos unter einer „Creative Commons“-Lizenz anzubieten. Ich selbst habe ja auch Fotos auf Flickr, aber als „urheberrechtlich geschützt“ markiert.

  11. ich denke man muss zwischen den Berufsfotografen differenzieren, denn Stockfotografen sind doch eher (ich zumindest) gehemmt kreativ zu Arbeiten, da die kreativen Fotos bei den Stockagenturen doch eher abgelehnt werden, wie zB einfache Fotos mit einer kleinen Aussage auf weissem Hintergund. Dazu kommt, daß kreative Fotos dann auch noch mehr Zeit in Anspruch nehmen, da Lichtsetzung, Nachbearbeitung usw doch oft sehr Aufwändig sind. Ein Hobbyfotograf hat einfach die Freiheit sich mehrere Stunden an ein Foto zu setzen und sich nicht um Annahmequoten usw zu scheren. Dazu kommen ja auch immer weitere Kürzungen den Fotografenhonorare, welche ja zusätzlich dazu Beitragen, daß Fotografen die davon leben wollen Quantität statt Kreativität abliefern müssen.
    Dann sind noch die Fotostudios, bei denen die Models für ihre Sedcards mehrere hundert Euros liegen lassen sollen. Heute gibt es portale wie die ModelKartei bei der jedes aufsteigende Sternchen innerhalb einer Woche auf TFP Basis von einem Hobbyfotografen ihre erste einfache Sedcard zusammengestellt bekommt.
    Und dann noch die Auftragsfotografen. Hier ist sicherlich Fotolia und Co eine Geschichte die Kopfschmerzen bereitet, denn Fotos die einfach per Knopfdruck für ein paar Cents gekauft werden können werden sicherlich nicht mehr in Auftrag gegeben. Und da auch die Firmen auf Ihr Geld schauen, wird die Luft für die exklusiven Aufträge sicherlich immer Dünner.
    Aber ob an allem Amateure schuld sind bezweifle ich.

  12. ich persönlich fotografiere noch nicht lange und nur als hobby. ein argument, was oben bereits fiel: ich mag meinen hauptjob sehr gerne und möchte ihn nicht gegen die fotografie tauschen. ich habe bei mir selbst bemerkt, dass es für mich einfach dinge gibt, die ich gerne tue, aber in dem moment, wo ich sie tun MUSS, die lust daran verliere.

    was ich mag ist jedoch der tenor des artikels, der eben nahelegt, dass man sich immer weiter entwickeln kann und sollte und dabei die herausforderungen des berufsfotografen einen stark nach vorne bringen.

    allerdings verstehe ich das problem bilder unter cc-lizenz bei flickr nicht. also was genau dagegen spricht, bilder unter dieser anzubieten. abgesehen davon, dass manch einer diese bilder nutzt statt welche zu kaufen.

    der vorteil ist bei den cc-lizenzen, dass sie sehr klar sind. ich kann ein bild weiterverwenden, so wie es ist oder eben bearbeiten, ich darf es kommerziell nutzen oder eben nicht und ich muss u.u. die selbe lizenz auf meine adaption des bildes anwenden.

    wenn ich daran denke, dass ich u.u. passfotos nicht in social-networks einstellen darf, da dies nicht in der lizenz enthalten ist, die der fotograf, der sie anfertigte mir gewährt hat, dann freue ich mich über einfache lizenzen.

    vielleicht noch als hinweis: es gibt dinge, bei denen ich es für sinnvoll halte auf professionelle leistungen zurückzugreifen. aber für einen privaten blog, eine illustration in einer präsentation o.ä., also eben auch eine nutzung die nicht kommerziell ist, da greife ich gerne auf cc-lizensierte bilder zurück.

  13. @Marc: Aus Nutzersicht sind CC-Lizenzen sicher eine sehr praktische Sache, aber logischerweise aus der Sicht eine Berufsfotografen eher nicht… 🙂

  14. Ich will auch mal was zum Thema beitragen.
    Ich kannte mal einen Hobbyschrauber. Der hat leidenschaftlich die schönsten Harleys in seiner Werkstatt zusammengeschraubt. Er liebte das Schrauben und die Möglichkeit in dieser Arbeit frei und kreativ entfalten zu können. Also dachte er sich „Mach ich mich doch Selbstständig und lebe davon.“ Gesagt getan. Fortan schraubte mein Bekannter nun beruflich in seiner Werkstatt. An Aufträgen mangelte es nicht, denn gute HArleyschrauber sind rar. Leider schraubte er aber nun keine HArleys mehr nach seinen Vorstellungen zusammen, sondern müsste sich um die Bikes seiner Kunden kümmern. Da kam der Zahnarzt, der sich beschwerte, dass seine Harley BJ 1950 hin und wieder mal etwas Öl tropfte. Der Anwalt kam nur mal eben zum LAmpe wechseln vorbei. Und einer wollte unbedingt nen Windschild an seine HArley geschraubt haben … mit Fransen, weil die so schon flattern im Wind. Mit jeder Woche sehnte sich der Schrauber nun nach den guten alten Zeiten, wo er mit Jungs aus der Szene in der Werkstatt die Abende verbrachte und die verrücktesten Sachen aus seinen Bikes machte. Doch diese ZEiten waren vorbei. Der Kunde ist König. Am Ende resignierte er, gab seine Selbstständigkeit auf und schraubr wieder mit viel Freude in der Freizeit.
    Ich glaube, dass genau das auch die Angst vieler Fotografen ist. Lebt man davon, muss man auch ungeliebte Jobs machen, Jobs, die einen doof und primitiv vorkommen, Jobs, die man selbst so nicht machen würde …. Aber der Kunde ist König.
    Wenn mich all Freizeitfotograf jemand fragt, ob ich in (sie) im Kornfeld fotografiere, lehne ich ab – genauso wie bei Kinderfotos. Als Berufsfotograf würde ich den Auftrag vermutlich annehmen. Die Gefahr den Spaß zu verlieren ist dabei groß. Klar, es gibt Ausnahmen. Die können sich ihre Jobs aussuchen und nur das machen, was und wie sie es wollen. Aber das sind nicht die MEhrheit der Fotografen.

  15. Hallo Robert,
    deine Headline ist mir zu Schwarzweiß. Aber das ist sicherlich bewußt so gewählt, um zur Diskussion anzuregen.

    Zwischen Hobby- und Berufsfotograf gibt es eine große Bandbreite an feinen Abstufungen. Ich hatte mehrere Jahre im Fotogroßhandel mit über 500 Kunden die sich alle irgendwie als Berufsfotograf, Grafiker oder Designer fühlten. Die meisten hatten auch eine entsprechende Ausbildung. Richtig gut und erfolgreich waren aber höchstens 20 – 25% davon. Den Rest würde ich als Lebenskünstler und Nebenerwerbler bezeichnen.

    Umso erstaunter fand ich es, daß unter den Erfolgeichen auch einige der sogenannten Hobbyfotografen waren! Die haben sich spezialisiert und machen auch heute noch in ihrem Genre meist bessere Fotografien als die meisten Hauptberuflichen! Einige davon sind inzwischen auch Hauptberufliche 😉

    Ach ja, warum sollte einer mit gut bezahltem und relativ sicheren Job, den Wechsel in die ungewisse Selbstständigkeit eines Fotografen wagen? Diese Priorität muß jeder für sich selber entscheiden.

    Zudem dürften die meisten Hobbyfotografen nicht die Wissensgrundlage haben, um am hart umkämpften Fotomarkt bestehen zu können. Wie du selber erwähnt hast, muß man als Profi immer bestes Bildmaterial abliefern. Den Sprung schaffen sicherlich nur wenige Autodidakten.

    Schönen Gruß
    Bernd

  16. Hallo Robert und all die anderen, die hier lesen,

    ich denke was uns alle verbindet ist die Liebe zur Fotografie. Der Unterschied zwischen Hobby- und Berufsfotografen liegt allein in der Harangehensweise an das Thema (oder es sollte zimendest so sein). Der Hobbyfotograf macht was Ihm gerade einfällt und hat Spass dabei. Der Berufsfotograf hat eine Aufgabe zu lösen (egal ob als Stock- , Auftrags- oder Pressefotograf) und hat Spass dabei, wenn es Ihm gelungen ist, die Aufgabe kundengerecht erledigt zu haben.

    Das man sich dabei auch mal in die Quere kommt, ist nun mal leider nicht zu verhindern. Zum einen werden gern die Werke berühmter bzw. bekannter Fotografen von Hobbyfotografen nachgestellt bzw. wird sich an Ihrem Style orientiert. Zum anderen kommen die Vorstellungen der Kunden und die Bilder der Hobbyfotografen oft aus dem selben Zeitgeist/Style. Das Ergebniss ist klar, wer will findet für Lau fast alles, wofür ein Berufsfotograf richtig Geld sehen will.

    Nun denn so ist es nun mal, aber ich frage dann meine Kunden auch öfter: Wie erfolgreich kann Ihre Werbung werden, wenn Sie mit Bildern werben, die schon bei jedem anderen im Flyer oder auf dem Plakat sind? Die Person wird zwar wahrgenommen und ist auch der Eyecatcher, aber in der nächsten Minute schon wieder vergessen, weil nicht mit der Aussage der Werbung verknüpfbar, also nur Randerscheinung, Beiwerk und beliebig…

    Darauf sollten wir als Berufsfotografen wo immer es möglich ist hinweisen, wenn es nur um billig, billig geht. Vielleicht kommt es ja bei dem einen oder anderen mal an…

    Schönes Wochenende
    John

  17. Der Fotografenberuf ist ein Job, mit dem man nicht unbedingt viel Kohle machen kann. Welchen Umsatz macht Galionsfigur Yuri ? Ein paar Millionen möglicherweise, dabei ist er die absolute Nummer eins. Ein unbekannter Wald und Wiesen Dachdecker mit eigenem Betrieb bringt es leichter auf 10 Mitarbeiter, einem Audi Q5 und einem respektablen Einkommen.
    Wer den Sprung in die Selbstständigkeit wagt, hat oft hoch schraubende Ziele. Neben den Umsatz sind das auch die Zahl der Mitarbeiter. Zuerst der erste Mitarbeiter, dann 10 Mitarbeiter, vielleicht mal 50. Ab 100 Mitarbeitern denkt man evtl. an 500 als nächstes Ziel nach, das schaffen zugegeben aber nur wenige. Diese Zahlen sind im Fotografengewerbe nicht möglich. Da geht es in erster Linie ums Überleben. Fotografie als Beruf würde mich vor allem interessieren um meine Lebensqualität zu verbessern. Das heißt auch unabhängig zu sein und die Arbeitszeit selbst zu bestimmen. Die Lebensqualität in finanzieller Hinsicht ist durch die Fotografie schwer zu verbessern. Selbst ein unbekannter, aber guter Baumaschinenverkäufer (die großen Dinger wie Bagger) ist finanziell besser dran, als ein selbständiger und guter Fotograf. Selbst wenn er für einen Baumaschinenverkäufer nur einen geringen Jahresumsatz von 5.000.000 hat, und eine geringe Provision von 1,5% . So kommt er doch auf 90.000 € Provision pro Jahr, dazu noch Gehalt und Spesen. Mit dem Umsatz wäre man im Stockbusiness schon eine bekannte Größe. In anderen Gewerben, aber eine völlig unbekannte Person. Mit dem Hintergrund des möglichen finanziellen Plafonds im Fotografengewerbe, verstehe ich das es nicht für alle erstrebenswert ist. Der Druck und das Risiko ist gleich groß, wenn nicht größer, als in anderen Gewerben. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind aber im Fotografengewerbe, trozt gleichen Einsatzes eher geringer.

  18. Hallo Robert,

    da „muss“ mich hier auch mal zu Wort melden.. 🙂

    Ich musste sehr über den Artikel schmunzeln, Du hast es sehr gut (und provokativ) auf den Punkt gebracht, viele Leute scheitern im Stock Bereich an dem eigenen inneren Schweinehund, einfach mal „zu machen“, anstatt ständig nur zu analysieren und „reload“ bei den Verkaufsstatistiken zu drücken.. ich weiss wovon ich rede .. 🙂

    Wo ich aber widersprechen muss, ist bei diesem Satz von Dir: „.. aber die Bildredakteure, an denen meine Fotos vorbei müssen .. schauen viel stärker auf technische Perfektion als es viele Artdirektoren oder Auftraggeber je tun würden.“

    Ich bin in beiden Bereichen unterwegs und muss mich sowohl mit den Bildredakteuren als auch mit den ADs diverser Agenturen „rumschlagen“ und meine Erfahrung ist, dass in den Bereichen, in denen ich so tätig bin, einen AD zufrieden zu stellen, ein ganz andere Schnack ist als die Redakteure von den diversen Agenturen.

    Bei den Agenturen habe ich inzwischen so 90% Annahmeqoute, da letztendlich hauptsächlich die technische Qualität und die Verkaufbarkeit betrachtet werden.

    Ein AD hat eine „Vision“, wie das Bild (aktuell ja meist ein Composing aus diversen Bildern 2D+3D) auszusehen hat und meint zu wissen, was der Kunde wünscht .. da läuft unter 10 Korrekturen meist nix .. weil sich Meinungen im Prozess ändern und viele politische Dinge mit reinspielen .. ( so kommt meist kurz vor Schluss der Ober-AD und möchte noch seinen „Stempel“ reindrücken und aus Prinzip noch ein paar Änderungen haben )

    .. wenn jemand Visionen hat, soll er ja bekanntlich zum Arzt gehen ..

    Und die technische Ansprüche an die Qualität ist meist sehr viel höher angesetzt, ohne perfekte Auflösung im Mittelformatbereich und wirklich gut Post, braucht man da gar nicht erst was hinschicken, das wird einem dann gleich richtig um die Ohren gehauen (und das hat Auswirkungen auf das Kundenverhältnis, im Gegensatz zu ein paar abgelehnten Bildern).

    Also bitte die Anforderungen von den „nicht Stock“ Kunden nicht unterschätzen .. aber vielleicht kommen die auch zu mir, weil die sich eben nicht im Stock-Bereich wieder finden und eben höhere Maßstäbe an die Kreativität und Umsetzung ihrer Bilder anlegen.

    Gut, dafür hat man natürlich eine sensationelle RPI .. 🙂

    Gruss,

    Principal.

  19. Ich denke es ist hilfreich, wenn man von außen unter Druck gesetzt wird. Wenn man so bequem ist, ausschließlich aus eigenem Antrieb heraus Dinge zu tun und neues zu lernen, dann wird man sehr langsam voran schreiten. Wenn man jedoch gewungen ist, für ein bestimmtes Problem eine Lösung zu finden, dann trainiert das die Kreativität in einem deutlich stärkeren Maßen.
    Ich stimme daher zu, dass Auftragsarbeiten (so angsteinflößend sie auch sein mögen) die eigene Entwicklung wesentlich beschleunigen können.

    Leo Babauta von http://www.zenhabits.net hatte mal geschrieben, dass man die Angst durchaus als einen brauchbaren Kompass verwenden kann. Denn meist haben wir nur von den Dingen angst, die tatsächlich wichtig und bedeutend für uns sind. Wenn etwas unwichtig für uns ist, dann jagt uns die Vorstellung es tun zu müssen auch selten Angst ein. Einfach weil ein mögliches Scheitern uns dann auch recht gleichgültig ist. Babauta empfahl daher sich gerade denjenigen Aufgaben zuzuwenden, vor denen wir Angst haben.

  20. Ein Beispiel eines Kollegen:
    Einem Kunden gefiel ein Foto so gut, dass er es für eine Fototapete (nicht privat, er wollte sie drucken und verkaufen) nutzen wollte. Der Fotograf machte ein Angebot, bei dem Nutzungsrechte, -dauer usw. korrekt berecnet wurden. Er kam etwa auf einen Preis von 2.000 EUR (plus MwSt.). Antwort des Kunden: „Wenn ich mich an den Lizenzgebühren von Fotolia orientiere, zahle ich dort nur zwischen 100 – 150 €.“

    Der Kunde will tolle Leistung, ist aber nicht bereit, dafür auch den angemessenen Preis zu zahlen. Wenn ich dann so etwas höre, sorry, dann könnte ich k0!23n.

  21. Hallo Robert

    Ich muss mich mal wieder als Marketing-Mensch zu Wort melden. Ich denke, dass man zunächst einmal fragen sollte, wo das Berufsbild des Fotografen herkommt und wohin es sich möglicherweise entwickeln wird.

    Früher war der Fotograf fast immer nur ein Dienstleister. Er hat für den Kunden individuell gearbeitet, hat seine Fotos abgeliefert und damit seinen Job erledigt.
    Die Fotoagenturen alter Prägung hatten Keller voller Abzüge herumliegen, die sie mit Karteikarten-Systemen verwalteten. Datenbankgestützte Stockfotografie, so wie wir sie heute kennen, gab es nicht.

    Heute ist zum Fotografen als Dienstleister der „Foto-Produzent“ hinzugekommen. Er erstellt Produkte her, die auf einem Massenmarkt – vielfach dupliziert – vertrieben werden. Möglich wurde dies durch die Digitalfotografie, das Internet und die Such-Algorithmen, die weltweites Suchen aus Milliarden von Bildern in Sekundenschnelle gestattet. Als Foto-Produzent hält sich der Berufsfotograf inzwischen auf denselben Ebenen auf wie der Amateur (Fotolia, Flickr usw.). Diese neuen Vermarktungswege waren früher den Amateuren weitgehend verschlossen.

    Neu ist auch, dass es heute weit weniger Grundwissen erfordert, technisch gute Bilder zu machen als früher. Mit einer gehobenen Semiprokamera kann man heute durchaus mit ISO 1600 im P-Modus eine Hochzeit fotografieren. Man braucht nicht zu blitzen, hat keine rote Augen und die gewonnenen Raw-Bilder lassen sich sehr gut in Lightroom entrauschen. Es kommt nur auf die Anforderungen an die Ausgabe-Qualität an.

    Warum ich das sage: Ich meine, man sollte eine Diskussion um das Berufsbild eines Fotografen nicht mehr vom Standpunkt der 70ger Jahre aus führen – nach dem Motto „Gutes Bild geschossen, abgeliefert, Geld erhalten“. Diese Zeiten sind wirklich vorbei.

    Ich bin mir sicher, dass der Berufs-Fotograf sich sehr wohl vom Amateur unterscheiden kann, nämlich durch das Gesamt-Paket, das er anbietet.
    Ein Beispiel für den Dienstleistung Sektor: Ein Hochzeitpaar sucht einen Fotografen.
    Da gibt es einen, der vorbeikommt, seine Bilder macht und dann als Aufsichtsvorlage abliefert.
    Es hat sich auch ein anderer Fotograf beworben der folgendes anbietet: Fotografie, kleine Videosequenzen, Aufsichtsvorlagen, gestaltetes Fotobuch, gestaltete und betitelte DVD-Show mit Cover in beliebig viele Kopien, Slideshow fürs Internet, Youtube, facebook u.s.w. Wen würde das Hochzeitspaar wahrscheinlich engagieren?

    Der Foto-Produzent unterscheidet sich vom Amateur durch die Effizienz seines Workflows, durch die gute Model-Kartei, durch professionelle Marktanalyse und Verschlagwortung. Er kennt sich mit den Portalen aus und verfügt über exzellente SEO-Kenntnisse.

    Zusammenfassung: Wer heute beklagt, dass der Beruf des Fotografen von den Amateuren beschädigt und ausgehöhlt wurde übersieht die Möglichkeiten, die die neuen Medien bieten. Kurz, ich bin davon überzeugt, dass ein wirtschaftlich erfolgreicher Fotograf der Zukunft ein Multimedia-Dienstleister sein wird, der ein breit aufgestelltes multimediales Angebot anbieten kann, das genau auf seine Zielgruppe zugeschnitten ist. Die Zeiten des reinen Bilderschießens sind meiner Meinung nach weitgehend vorbei – bzw. es werden nur noch ein paar wenige „der letzten ihre Art“ auf Dauer überleben.
    Warum sollte sich das Berufsbild des Fotografen nicht auch verändern? In den meisten anderen Berufen ist das schon längst geschehen.

  22. –>Hier zeigt sich wieder, was den Berufsfotografen von Hobbyfotografen unterscheidet: Der Berufsfotograf muss ständig gelungene Bilder machen, dem Hobbyfotograf reichen einige „Zufallstreffer“. Der berufliche Zwang, genau zu analysieren, wie man sich mit seinen Bildern von der Masse an Amateurfotos absetzt, trägt viel dazu bei, besser fotografieren zu lernen. Die Angst, nicht genug zu verdienen, der Druck, immer gute Ergebnisse erzielen zu müssen und der Zwang, ständig kreativ zu sein, kann lähmend sein. Wer sich jedoch streckt und die Herausforderung annimmt, wird ein besserer Fotograf werden als es ein Amateur je werden kann.<–
    Stimmt schon, leider wird der Unterschied immer kleiner.
    In Sachen Beleuchtungstechnik gibt es Amateure die sich einen Workshop nach dem anderen reinziehe und mindestens auf dem Level eines Stockfotografen sind.

  23. @ john Seyfert

    Zitat: „Wie erfolgreich kann Ihre Werbung werden, wenn Sie mit Bildern werben, die schon bei jedem anderen im Flyer oder auf dem Plakat sind?“

    Vor drei Wochen war in einem größeren Neubaugebiet. Gleich am Anfang stand ein großes Bauschild mit dem Fotolia-Foto ‚Couple giving two young children piggyback rides smiling‘ #8653783. Ich ging weiter, bis ich ein zweites Mal auf dasselbe Foto bei einem anderen, konkurrienden Bauträger stieß. – Zumindest für den Fotografen ist das Foto erfolgreich. Ob die beiden Unternehmen jetzt ihre Projekte nicht mehr verkaufen, weiß ich nicht.

    Gruß

    Petra Müller

  24. Hallo Robert,

    ich kann dir aus meiner Perspektive als Hochzeits- und Porträtfotograf nur zustimmen.

    Auch meine Lernkurve zeigt in den letzten Jahren steil nach oben.
    Wie bei vielen anderen auch, war die Fotografie lange mein Hobby, dann lange Nebenberuf.

    Aber der Schritt dahin, von der Fotografie tatsächlich hauptsächlich zu leben, war nochmal ein riesen großer. Das können sich, glaube ich, auch die Nebenberufsfotografen nicht vorstellen.
    Das ist, wie wenn ein Paar vor der Hochzeit sagt: „Wir sind schon so lange zusammen. Da ändert sich durchs Heiraten auch nichts mehr.“ Und nachher ist es eben doch nochmal anders. (Aber eben nur anders, nicht schlechter, und auch nicht unbedingt besser. Es ist einfach eine neue Erfahrung!)

    Manchmal muss man einfach einen Schritt machen, um vorwärts zu kommen. Und das kann man nicht, wenn das eine Bein dabei immer noch fest hängt.

    Wichtig finde ich aber auch, dass man sich klar macht, dass selbstständig sein auch heisst, Aufträge ablehnen zu können, die nicht zu einem passen. Man muss nicht alles für Geld machen. Und wenn man es versucht, geht es auch garantiert schief.

  25. Große Worte von einem Stockfotografen !
    Das ist das erste was mir zu dem Artikel eingefallen ist. Mal ehrlich, die Kreativität in diesem Bereich der Fotografie, hält sich ja wohl stark in Grenzen und wenn man sich mal Deine Einkünfte ansieht, fällt man ja auch nicht gerade vom Hocker. Es gibt immer noch viele Leute mit einem Fotostudio „um die Ecke“, die seit 40 Jahren den selben hässlichen Mist fotografieren, davon aber wunderbar leben können.
    „Davon leben können“ bedeutet für mich, dass ich nach Abzug von allem min. 2000€ überbleibt und man dann trotzdem nicht 16 Std. am Tag arbeiten muß und das fotografieren bzw. die Arbeiten annehmen kann, was mir passt. Ansonsten gibt es überhaupt keinen Grund aus einem „Standard-Job“ zu wechseln, da die meisten Leute in ihrem Job genauso genervt sind, dafür aber an jedem 1. ihr Geld bekommen.

  26. @Jensnrw: Du hast Recht, Kreativität wird zumindest im Microstock-Bereich eher selten finanziell honoriert, deswegen lasse ich das meist. Nach deiner Definition kann ich aber ganz gut „davon leben“.

  27. Hallo Robert,
    richtig ist zwar der Wegfall des Meisterzwangs, trotzdem müssen Fotografen sich bei der Handwerkskammer anmelden. Denn der Beitragszwang besteht trotzdem. Alles andere wird juristisch als Scharzarbeit geandet!Ob Amateure oder Profis kreativere Fotografen sind liegt sicherlich sehr stark im Auge des Betrachters. Man sollte hier immer das Foto wirken lassen, egal wer es gemacht hat. Wie Du ja auch schon festgestellt hast, gefallen dem Kunden manchmal Bilder die Du eigentlich wegschmeissen wolltest. Die Geschmäcker sind halt sehr unterschiedlich. Richtig ist aber das der Preisdruck im professionellen Bereich in den letzten 10 Jahren deutlich zugenommen hat. Hier haben auch die von Dir so geschätzten Microstockagenturen ihren Beitrag (im negativen Sinne) geleistet. Nach über 17 Jahren Selbstständigkeit als Fotograf bleibt als Fazit, jeden Tag aufs neue in die „Schlacht“ um Aufträge zu ziehen. Mal verliert man und mal gewinnt man. Willkommen in der nüchternen Realität. Grüsse nach Köln.

  28. Ich lese und lese und denke mir einiges … habe einen sehr gut bezahlten Job als Kfm. Leiterin, tolle Kollegen, einen Wahnsinnschef, ABER … es erfüllt mich persönlich nicht mehr, denn die Leidenschaft zur Fotografie hat sich längst ans Bein gekettet. Außerdem war ich schon immer kreativ und das ist nun mit meinem Hauptjob einfach nicht mehr vereinbar.
    Nebenher habe ich mir in harter Arbeit ein Portfolio aufgebaut, von dem ich jetzt schon leben könnte. Daher stehe ich vor dem Schritt in die Selbstständigkeit als Fotoproduzentin. Visionen und Ziele muss man haben. Logisch sitzt mir die Angst im Nacken, aber ich weiß, es ist genau das, was ich machen möchte. Wichtig ist, dass man Ideen hat, auch entsprechendes Durchhaltevermögen und immer wieder bereit ist, sich weiter zu entwickeln. Blauäugig zu sein und zu denken, dass man dann ein lässigeres Leben hat, sind sicherlich ein Trugschluss.
    Ich hatte vor kurzem ein langes Gespräch mit einem absoluten Top-Fotografen (auch, um mir ein bischen Mut für meinen neuen Lebensweg zu holen) … jeder kocht nur mit Wasser und gute Fotos macht man dann, wenn man den Blick für ein gutes Motiv hat. Fotografen sind Künstler – entweder, man hat es im Blut oder nicht.

    @jensnrw … sorry, aber Robert macht einen verdammt guten Job und er kann sicher seine kleine Familie sehr gut ernähren.

  29. Hey Robert

    Ich bin liebend gerne Hobby-Fotograf.Dein Artikel hat bei mir den Eindruck erweckt, dass jeder Hobby-Fotograf einmal vor der Wahl steht das Hobby zum Beruf zu machen.Ich stehe nicht vor der Wahl und das obwohl ich leidenschaftlich gerne fotografiere. Angst vor der Technik habe ich nicht und auch nicht davor, unter Druck arbeiten zu müssen. Ich will einfach das Ganze als Hobby betreiben, denn ich will ja auch nicht Bibliothekarin werden weil ich gerne Bücher lese oder gerne selber schreibe. Das fotografieren ist für mich eine Ausdrucksweise meiner Sicht auf die Dinge oder manchmal einfach eine schöne Ablenkung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im übrigen habe ich Respekt vor Fotografen, die technisch bereits viel weiter sind, egal ob im Profi- oder Hobbybereich. Die Beherrschung der Technik ist für mich ein wichtiger Aspekt, denn nur so kann ich auch Bilder machen, die so aussehen wie ich es will (und nicht ein Zufallsprodukt sind).

  30. @Jeanette
    Dann zeig doch mal ein super tolles Portfolio !
    Das hört sich nämlich alles recht infantil an.

  31. jensnrw, deine Aussage hört sich genauso infantil an …
    allgemein fallen mir hier im Blog relativ viele Rechtschreibfehler auf.
    Klar, man kann mal nen Dreher drin haben oder einen Buchstaben vergessen.
    Aber hier werden oft ganze Wörter weggelassen oder stattdessen falsche benutzt.

    Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich meine in erster Linie die Kommentare.

  32. ich habe jetz die ganze Zeit mitgelesen und komme zu dem Entschluss:

    solange sich die Diskussionen im Bereich der fotografischen Fähigkeiten drehen und es die Ansichten der Schreibenden sind, zu 90% in Sachen Qualität gewertet werden, mache ich mir um meinen Beruf als Fotograf keine Sorgen.

    Professionalität ist nämlich nicht nur eine Lampe richtig setzen zu können und die richtige Brennweite zu wählen (mal überspitzt). Da gehört wesentlich mehr dazu als die handwerkliche Fähigkeit während der Fotoerstellung.

  33. @Jeanette
    Ob Robert einen guten Job macht – das möchte ich so nicht beurteilen. Für mich sind es (sorry, Robert, für diesen Vergleich) einfache, im Yuri-Stil fotografierte Allerweltsfotos für den Stockbereich.

    AAAABER – und hier kommt der Unterschied: Dem Käufer gefällt es. Und nur das ist es, was zählt. Wer mit seinen Bildern Geld verdient, dem kann es letztendlich egal sein, ob seine Bilder allen Menschen gefallen. Hauptsache, es gibt überhaupt welche, die dafür Geld bezahlen.

    Natürlich steckt dahinter auch eine Menge Arbeit, aber trotz der niedrigen Preise werden die Bilder gekauft. Auch wenn der Kunde sich im Klaren darüber sein muss, dass der Mitbewerber um die Ecke zufällig auch gerade das eine Bild für seine neue Werbekampagne ausgesucht haben könnte. Das Risiko scheinen aber leider immer mehr Käufer eingehen zu wollen. Oder aber sie wissen es gar nicht (was ich eher vermute).

  34. Guter Artikel Robert!
    Da mir der Spaß an der Sache das Wichtigste ist, würde ich erst in das Fotografenfach wechseln, wenn mich die Firmen wegen meines Stils buchen würden. Da bin ich gerade dabei, einen zu entwickeln, indem ich mir Gedanken gemacht habe, was und wie ich am liebsten fotografiere und das Ergebnis davon dann konsequent umsetze. Es sollte eine Nische sein, die nicht jeder einfach so besetzen kann, weil zu aufwändig und dabei so wenig wie möglich dem Zufall überlassen ist. Mal sehen – in Österreich herrschen wegen der Innung eh noch andere Gesetze.

  35. „Auch Berufsfotografen haben irgendwann Freizeit und in dieser können sie genau so „privat“ fotografieren wie es ein Hobbyfotograf nach seiner Arbeit tun kann.“

    Sicher könnte er das. So wie der Elektriker auch in seiner Freizeit noch Kabel verlegen könnte…

    Allerdings ist es verständlich, daß Elektriker in ihrer Freizeit eben *nicht* dasselbe machen wollen wie während der Arbeit.

    „„Dann hätte ich keine Zeit mehr zum Fotografieren“, „Ich will mich diesem Druck nicht aussetzen“, „Die fotografische Freiheit wäre dann weg“ oder „Ich will nicht auf Kommando kreativ sein“.“

    Auch das ist nicht völlig falsch. Die berufliche Ausübung der Fotografie verändert das Verhältnis des Fotografen zur Fotografie – als jemand, der seit nunmehr 34 Jahren professionell fotografiert kann ich das, denke ich, beurteilen. Und nur die allerwenigsten Berufsfotografen können sich in ihrem Beruf kreativ wirklich frei und nach eigenem Gusto ausleben – die allermeisten unterliegen Zwängen, die die Kreativität zumindest beeinflussen.

    Das gilt ganz besonders für Agenturfotografen – die unterliegen nämlich leicht der Neigung, alles das sie vor die Linse bekommen auf seine Vermarktbarkeit abzuklopfen und nach diesem Kriterium dann zu fotografieren, oder auch nicht.

    Ich selbst hatte vor einigen Jahren mal zwei einschneidende, erhellende Erlebnisse in dieser Hinsicht.

    Eines Tages, so um 2002 oder 2003, ging ich irgendwo durch die Gegend, und sah ein Bild. (Fotografen sollten verstehen, was ich mit „Ich sah ein Bild“ meine.)

    Fotoausrüstung hatte ich dabei, daran wär’s also nicht gescheitert, aber als ich die Kamera schon in der Hand hatte, dachte ich: „Wirklich schönes Bild. Aber wer soll das denn kaufen?“ Und ließ die Kamera wieder sinken.

    Um mich kurz darauf zu fragen: „Was machst Du hier eigentlich? Wieso kannst Du, als Fotograf, der die Fotografie wirklich liebt, nicht einfach ein gutes Bild machen, einfach weil’s ein gutes Bild ist? Hat Picasso den Pinsel weggelegt, weil er dachte ‚Gute Idee, aber welcher Galerist soll mir das abnehmen?`…“

    2006 war ich Gast bei einem kleinen „Seminar“ in den Räumen der Agentur „Schapowalow“ zum Thema „Reise- und Touristikfotografie“. Am Rande dieses Seminars sagte die damalige „Schapowalow“-Geschäftsführerin Annette Cordes einen Satz, der auf mich ungefähr dieselbe Wirkung hatte wie es auf einen Betrunkenen wirkt, nachts gegen einen Laternenpfahl zu laufen – man wird schlagartig sehr nüchtern und sehr wach…

    Sie sagte sinngemäß: „Denken Sie beim fotografieren nicht daran, ob die Fotos vermarktbar sind. Das Vermarkten ist unser Job als Agentur. Sie sind Fotografen. Machen *Sie* einfach möglichst gute Fotos. Um den Rest kümmern *wir* uns – und wenn es ein wirklich gutes Foto ist, finden wir auch einen Abnehmer dafür.“

    Ich fand das sehr befreiend, und es brachte mich dazu, meine ganze Herangehensweise einmal gründlich zu überdenken.

    „Im ersten Jahr meiner beruflichen Fotografiekarriere habe ich mehr gelernt als in den zehn Jahren davor, in denen ich nur aus Spaß fotografiert habe.“

    Das liegt vor allem daran, daß man zwangsläufig viel mehr Zeit hat, sich damit zu beschäftigen, und sich damit beschäftigen muß. Und zum Teil auch daran, wie Du ja auch schreibst, daß die Anforderungen höher und die Kritik härter ist. Wobei… mein härtester Kritiker bin ich immer noch selber, da kommt kein Redakteur mit, und ich habe in 34 Jahren eben auch gelernt, ganz ungeniert zu sagen „Mag sein, daß drei Redakteure das Foto nicht haben wollten – ändert nix daran, daß es trotzdem genial ist.“

    „Das zwang mich zu einem neutraleren, kritischen Blick auf meine eigenen Werke. Blumenfotos mögen schön sein, aber sie verkaufen sich selten. Anschnitte sehen vielleicht ästhetisch aus, werden aber von Bildkäufern gemieden.“

    Das heißt dann aber im Klartext: ich verzichte zugunsten der Verkäuflichkeit auf die bessere Ästhetik.

    Genau das ist der springende Punkt: der Agenturfotograf muß das tun – der Amateur kann sich den Luxus leisten, dies nicht zu tun. Was mag der Fotografie wohl eher gut tun?

    Als Medienprofi weiß ich, daß Qualität nicht nur teuer ist, sondern obendrein auch durchaus ein Verkaufshindernis sein kann. Nicht „technisch-handwerkliche Qualität“, die ist immer gefragt, aber inhaltliche Qualität. Auch und gerade Medienleute schielen ständig nach dem Mainstream – sie wollen ihren Lesern/Zuschauern bieten, was sie denken was diese erwarten.

    Was dabei herauskommt, können wir täglich auf dem Fernsehschirm und am Kiosk bewundern.

  36. Hi,

    ich bin Hobbyfotograf & nebenher in einem anderm Bereich selbstständig tätig – ich habe über die Jahre viel Geld in mein Hobby gesteckt und verkaufe auch einige Bilder über Microstockagenturen, lade bilder bei Flickr/500px/Fotocommunity mit CC Lizenz hoch und verteile auch über diverse Netzwerke. Ich überlege ständig mehr im Bereich Fotografie selbsständig tätig zu werden – es gibt aber einen kleinen aber wichtigen Knackpunkt an der Sache -> der Verdienst. Wenn ich in meinem jetzigen Beruf 10 Tage a 8 Stunden arbeite ist mein Monat finanziert, das ganze ist als selbsständiger (mittelmässiger) Fotograf nicht zu schaffen. In der Regel hängt ja auch mehr dran als nur die Miete zuzahlen (Kinder usw.) 😉

    Das der böse Hobbyfotograf jetzt Konkurenz zum Profi sein soll sehe ich nicht so, es liegt ja auch viel daran wie die „Profis“ ihr eigenes Umfeld gestalten und wie sie ihre Kundschaft bedienen – es sind viele Fotografen durchaus mit daran beteiligt das Preise dermassen sinken und der Hobbyfotograf kann ja nun nichts für die kriminellen Neigungen einiger potentiellen Kunden (Stichwort kommerzieller Nutzung von CC Bildern) … es scheint wohl eher so das heute viel mehr Profis sein wollen, die Einstiegshürden geringer sind und sich dadurch der Markt übersätigt. Es ist immer leicht den schwarzen Peter auf andere zu schieben, in DE ja schon fast eine Religion (genauso wie das immer billiger haben wollen) – für Leute die gut sind gibt es immer einen Markt – die die im Durchschnitt unterwegs sind haben es halt schwerer, aber das is nun mal Marktwirtschaft und frag mal Maurer, Glaser, Schuhverkäufer, Tischler usw. wies bei denen ausschaut 😉

    Ciao Kai

  37. Ich glaube, die beiden von Dir angesprochenen Gruppen (Amateure und Profis) unterscheiden sich in den sehr vielen Fällen genau in einer Sache – und das ist nicht etwa das Können oder die Ausrüstung. Es ist die schlichte Tatsache, dass der eine dafür Geld verlangt und der andere nicht. 😉

    Warum machen die meisten ihr Hobby nicht zum Beruf? Weil sie keine Lust auf Kundenakquise haben, weil sie sich nicht mit Buchhaltung rumschlagen wollen, Schiss vor Selbstständigkeit haben… und, weil es ein sehr hart umkämpfter Markt ist. Es ist sehr schwer ein (im Vergleich zu einem normalen Angestellendasein) gutes oder sehr gutes Gehalt zu verdienen. Die meisten ambitionierten Hobbyfotografen verdienen in ihrem Job wohl mehr Geld als die meisten Fotografen in ihrem.

  38. @Uwe falsch!

    „Es ist die schlichte Tatsache, dass der eine dafür Geld verlangt und der andere nicht. ;-“

    Ich kenne genug Hobbyfotografen die für ihre Fotos Geld verlangen! der Hochzeitsmarkt sei nur ein Beispiel hierfür

    „Warum machen die meisten ihr Hobby nicht zum Beruf? Weil sie keine Lust auf Kundenakquise haben, weil sie sich nicht mit Buchhaltung rumschlagen wollen, Schiss vor Selbstständigkeit haben… und, weil es ein sehr hart umkämpfter Markt ist.“

    Wie ich oben schon mal schrieb gehört mehr dazu als eine Lampe richtig zu setzen um ein professioneller Fotograf zu werden!

    „Die meisten ambitionierten Hobbyfotografen verdienen in ihrem Job wohl mehr Geld als die meisten Fotografen in ihrem.“

    Nö- genau andersrum!
    Wenn ich mehr kann, als eine Lampe richtig setzen, meine Zeit nicht mit dem x-ten unnötigen Workshop vegeuden muss und die von Dir, vorher erwähnten Punkte beherrsche!

  39. Ich sehe es ähnlich, wie du. Aber als Hobbyfotograf möchte man auch etwas mit seinen Fotos machen oder sie verkaufen. Ich persönlich würde mich nicht bei einem proffessionellen Fotografen ablichten lassen für viel Geld, wenn ich es zuhause mit ferauslöser selbst kann.
    Doch kann ich mich auch in die andere Seite gut hineinversetzen. Als berufstätiger Fotograf möchte man sich seinen Lebensunterhalt verdienen. Und dazu braucht man genügend Kundschaft.

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