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Stockfotografie-News 2011-05-27

Auch diesen Freitag wieder ein paar Nachrichten. Es sind nicht ganz so viele, aber bevor ich sie wieder wochenlang vor mir her schiebe, raus damit:

  • Der Bildermarkt scheint wieder bereit für einige Veränderungen zu sein. Die britische Bildgagentur Ingram Images (früher Ingram Publishing) kauft die ebenfalls britische Bildagentur Reflex Stock. Neben den über 10 Millionen Bildern erhält Ingram auch den beliebten Design-Blog von Reflex Stock.
  • Kennt ihr Snapfish? Das ist ein Online-Fotolabor der Firma HP. Zusammen mit der Firma LicenseStream verkauft SnapFish als Snapfish Stock Images jetzt auch Bilder. Man merkt jedoch, dass die Seite von Leuten zusammengeschustert wurde, die keine Ahnung von Stockfotografie haben. Die Fotografen sollen 12 Dollar jährlich bezahlen, damit ihre Bilder verkauft werden, dann bekommen sie „durchschnittlich“ 60% des Verkaufspreises. Das Wort „durchschnittlich“ würde mich schon nervös machen. Sie werben übrigens damit, dass diese 60% „fast das Doppelte“ des Industrie-Standards seien. Das ist natürlich Quatsch, aber wenn man sich – wie HP es tut – auf istockphoto bezieht, trotzdem nachvollziehbar. Außerdem sollen Fotografen via „Image Exchange“ untereinander Bilder kostenlos für private Zwecke nutzen können. Wie es aussieht, kommt bisher ein Großteil der Bilder von Veer, der Microstock-Tochter der Bildagentur Corbis. Aussagen der Veer-Managerin Chelsey Schaffel zufolge ist bisher kein Opt-Out aus der Veer-Reseller-API möglich, wird aber angedacht, wenn die Nachfrage groß genug ist.
  • Nachdem Getty Images eine englische und japanische Webseite zum Thema Urheberrechte und Fotonutzung ins Leben gerufen hatte, gibt es jetzt die deutsche Version von stockphotorights.com.
  • Letzte Woche gab Alamy bekannt, nun auch eine deutsche Webseite zu haben, diese Woche schob Alamy nach: Das betreffe nur die Kundenwebseite, die Fotografenseite bleibe weiterhin nur in englisch verfügbar und es gebe momentan auch keine Pläne, das zu ändern.
  • Da fange ich mühsam an, filmen zu lernen, und schwupps, kündigt Corbis an, ab sofort auch über 100.000 Video-Clips von Sony Pictures Entertainment zu verkaufen. Das Material stammt vor allem aus den Hollywood-Filmen und Fernsehshows der Firma, das meiste ist in HD erhätlich. Darunter sind zum Beispiel der Start einer Raumfähre, applaudierende Menschenmengen oder die Explosion eines Geländewagens in L.A. zu sehen. Ob ich das jemals aufholen kann?
  • Die Bildagentur 123rf hat still und heimlich einen neuen Button eingeführt, auf dem „Translate into english“ steht. Zu finden ist er nach dem Hochladen von Bildern unten auf der Seite. Er soll alle Sprachen außer englisch ins Englische übersetzen. Das „alle“ macht mich jedoch skeptisch, da automatisierte Übersetzungen nie besonders gut sind. Aber besser als nix.
  • Eher eine Randnotiz: Nikon verklagt Sigma wegen angeblicher Patentverletzung bei optischen Bildstabilisatoren in Objektiven.

Was sagt ihr? Wie erfolgversprechend klingt Snapfish Images? Habe ich sonst noch News vergessen?

Meine Ausrüstung (Übersicht)

Nach der Veröffentlichung meines Making-Of-Videos gab es viele Anfragen, was für eine Ausrüstung ich benütze.

Ich will sie kurz vorstellen und dann ab und zu genauere Erfahrungen zu den einzelnen Bereichen posten.

1. Kamera und Linsen
2. Beleuchtung
3. Hintergrund
4. Zubehör
5. Computer

6. Requsiten

1. Kamera und Linsen
Ich habe mit dem Canon-System angefangen und bin von der EOS 500 über Umwege zur Canon 5D gelangt. Bevorzugt arbeite ich mittlerweile mit dem EF 24-105mm 4 USM IS L-Objektiv von Canon, für Nahaufnahmen kommt auch das Sigma 105mm 2.8 Makro-Objektiv zum Einsatz. Bei Außenaufnahmen auch das niedliche 50mm 1.8 II-Objektiv von Canon.

2. Beleuchtung
Ich arbeite mit 2x 500W und 1x 250W-Studioblitzen, einer großen 150cm Octobox und manchmal mit einer kleineren 80x80cm-Softbox. Die Blitze werden mit einem Funkauslöser gesteuert. Als Aufheller dient manchmal ein rechteckiger Reflektor (Sun-Bouce Pro Big).
Außen benutze ich den Canon Speedlite 580EX-Blitz mit einem Diffusor oder einen kleinen Softbox.

3. Hintergrund
Im Studio bevorzuge ich das HitLite-System von Lastolite, welches mit zwei Blitzen links und rechts den Hintergrund weiß ausleuchtet. Dazu gibt es eine Vinylfolie für den Boden, die jedoch nicht ganz pflegeleicht ist.

4. Zubehör
Als Speicherkarten dienen eine 2GB, eine 4GB und eine 8GB-Sandisk Extreme III Compact Flash-Karte. Ein Stativ ist vorhanden, wird jedoch selten benutzt. Viel eher ist das bei den Wechsel-Akkus der Fall.

5. Computer
Ich arbeite mit einem Windows-PC (3200+ 2,GHz, 2 GB RAM, Kartenleser), aber ein Mac ginge natürlich genauso gut. Für die Bildbearbeitung nutze ich Photoshop CS3, für die Vorsortierung Adobe Bridge. Sehr hilfreich als Bildbetrachter ist die Freeware IrfanView. Ein Laptop mit Kartenleser dient als Datenspeicher und Bildbetrachter für Outdoor-Shoots und auf Reisen.

6. Requisiten
Im Laufe der Zeit sammeln sich immer Dinge an, die für Fotos öfter gebraucht werden. Dazu gehören zum Beispiel einige Hüte und Mützen, Bücher mit dezenten Buchrücken, Berufskleidung und Feiertagsdekorationen.

Aber die Technik ist egal…
Die obigen Dinge sind jedoch nicht zwangsläufig notwendig, um gute Stockfotos zu produzieren. Es gibt auch Bilder von mir, die mit drei Baustrahlern und einer Canon 20D mit Sigma-Objektiv fotografiert wurden. Die beiden Fotos oben zeigen den Vergleich zwischen beiden Ausrüstungen. Ist ein Unterschied zu erkennen?