Argumente für und gegen Wasserzeichen in Online-Fotos

Der Fotograf Till Erdmenger hatte vor einigen Wochen in seinem Blog einen Artikel über das Auffinden nicht lizenzierter Fotos geschrieben.

Darin fiel mir folgender Absatz besonders auf:

„[…] Bei Fotografen wird immer wieder darüber diskutiert, wie man sich vor dem Bilder-Klau schützen kann. Oft lautet der Tenor: Man müsse ein Wasserzeichen auf die Bilder montieren. Stimmt grundsätzlich, ist aber vollkommen kontraproduktiv. Mit einem dicken Copyright-Hinweis schrecke ich vielleicht einige Bilderdiebe ab, es wird aber noch immer genug andere geben, die diese Bilder vollkommen schmerzfrei für eigene Zwecke einsetzen. Wichtigster Punkt: Wasserzeichen sind eine würdelose Verschandelung schöner Fotos.

Interessanterweise kommt in Unternehmen – völlig zu recht – niemand darauf, die aufwändig produzierten Werbefotos oder Imagemotive mit riesigen Urheberrechtshinweisen zu „verschönern“. An dieser Stelle ist man sich offenbar vollkommen einig, dass solche Wasserzeichen nichts auf einem Foto zu suchen haben. […]“


Ich war sehr erstaunt zu lesen, dass sich ein professioneller Fotograf gegen die Verwendung sichtbarer Wasserzeichen im Bild ausspricht. Aber nachdem ich im zweiten Absatz den Vergleich mit Werbefotos gelesen habe, wurde mir langsam klar, warum er zu diesem Thema vielleicht eine andere Meinung hat als ich.

Till ist „Businessfotograf“, er verdient sein Geld also hauptsächlich durch Fotoaufträge von Firmen, für die er Portraitfotos der Mitarbeiter, Bilder der Betriebsfeier und so weiter fotografieren soll. Er bekommt sein Geld also von den Firmen, liefert die Bilder ab und hat keine Verluste, wenn das Bild von der Firmenwebseite unerlaubt im Netz vervielfältigt wird.

Selbst bei Beispielfotos auf seiner Webseite braucht er wenig Angst zu haben, dass diese kopiert werden. Denn selbst wenn das der Fall wäre, werde er dadurch vermutlich nicht weniger Aufträge erhalten, denn die Referenzfotos auf seiner Webseite bleiben ihm ja erhalten.

Ähnlich sieht das bei den Werbekunden in seinem Blog-Beispiel aus. Die Firmen bezahlen viel Geld für ihre Werbefotos und bezahlen noch mal viel Geld, um diese Werbebilder möglichst attraktiv in Zeitungen, auf Litfaßsäulen, Plakatwänden und im Internet zu platzieren. Jeder, der ein Werbefotos irgendwo – unerlaubt – im Netz postet, hilft dem Unternehmen dadurch etwas, weil es bei Werbefotos, wie der Name schon sagt, kostenlose Werbung ist, wenn diese irgendwo gezeigt wird, ohne dass das Unternehmen dafür zur Kasse gebeten wird. Neuerdings geben Firmen ja sogar viel Geld aus, um diese organische Verbreitung im Internet durch zufällige Webnutzer möglichst echt aussehen zu lassen (Stichwort „virales Marketing“)

Bei einigen Fotografen liegt der Fall jedoch anders. Wenn Fotografen weniger durch Fotoaufträge Geld verdienen, sondern mehr durch den Verkauf ihrer fotografischen Werke selbst, wird die unerlaubte Nutzung im Internet zu einem größeren Problem. Betroffen hiervon sind zum Beispiel ganz stark die Stockfotografen, aber auch Fotografen, die ihre Bilder als Poster, Postkarten, Kalender etc. verkaufen.

Ein sichtbares Wasserzeichen auf dem Foto markiert damit das zu verkaufende Produkt, ähnlich wie es eine elektronische Diebstahlsicherung im Laden macht. Wird das Bild mit der Markierung benutzt, kann erstens davon ausgegangen werden, dass die betreffende Person das Foto nicht legal lizenziert hat (wobei ich in letzter Zeit einige Fälle hatte, bei denen selbst das nicht zutraf) und zweitens wirkt dann das Wasserzeichen wie eine Art Hinweis, wo das „Originalprodukt“ ohne die unschöne Markierung gegen Bezahlung erhältlich ist.

Diesen „Werbeeffekt“ eines sichtbaren Wasserzeichens verschenken Profi-Fotografen, die ihre Bilder ohne Wasserzeichen ins Netz stellen. Damit hätten sie selbst im Falle einer unerlaubten Verbreitung im Internet trotzdem noch einen kleinen Vorteil, der die unerlaubte Handlung zwar nicht aufwiegt, aber immerhin in ihrer negativen Wirkung etwas mildert.

Ob ein Fotograf lieber diese Werbewirkung und einen rudimentären Schutz ihrer Bilder mit Wasserzeichen haben mögen oder lieber darauf verzichten und sich gegen die „würdelose Verschandelung“ der eigenen Bilder entscheiden, damit die Fotos schöner wirken, dass muss jeder selbst entscheiden.

Wie macht ihr das: Bilder mit sichtbaren Wasserzeichen oder ohne? Und warum?

30 Gedanken zu „Argumente für und gegen Wasserzeichen in Online-Fotos“

  1. Hallo Robert,

    interessante Ansichten.

    Meine Fotos sind auf meinem Blog o.ä. immer MIT Wasserzeichen, leider habe ich aber auch schon öfters Fotos gefunden wo die Fotos passend beschnitten wurden, sodass das Wasserzeichen auf einmal nicht mehr vorhanden war.

    Mein Wasserzeichen mittig im Foto zu platzieren wäre die einzige andere Variante denke ich, das verschandelt mir meine Bilder aber dann doch zu doll.

    Bilderdiebstahl ist halt die Pest.

  2. @Joachim: Ja, habe ich drüber nachgedacht, aber: Es würde erstens nicht zu weniger Kopien führen, sondern nur zu einer leichteren nachträglichen Identifikation dieser Kopien (und es ist ja nicht mein primäres Ziel, mit Abmahnungen Geld zu verdienen), außerdem fehlt dann weiterhin der „Werbeeffekt“ und drittens habe ich bisher kein Verfahren gefunden, was bequem in meinem Workflow passen würde.

    Nutzt denn von euch jemand unsichtbare, digitale Wasserzeichen und wie sind die Erfahrungen damit?

  3. @Robert,

    ich habe mir mal Gedanken über unsichtbare Wasserzeichen gemacht, aber dann doch darauf verzichtet, aus den gleich Gründen wie du. Und wenn Bilder unberechtigt für Print-Produkte eingesetzt werden, nützen sie gar nichts.

  4. Zu 1: Die Software meines eigenen Servers wurde vor rund 10 Jahren programmiert. Daher sind in den Previews Wasserzeichen enthalten. Heute finde ich das nicht mehr so wichtig, weil die Bilder in der Regel nicht bei meinem Server geklaut werden, sondern auf den Seiten der Kundenveröffentlichungen, und diese Bilder klarerweise kein Wasserzeichen haben.

    Zu 2: Ich habe ca. 5 Jahre lang (2002 bis 2007)in meine Bilder das digitale „Digimarc“ Wasserzeichen verwendet, das ja in Photoshop enthalten ist. Es funktioniert grundsätzlich gut. Ein Bild, auf einer 1/8 Seite in einer Illustrierten abgedruckt ist, kann man einscannen, und Photoshop/Digimarc findet aus dem gedruckten (!) Bild wieder meine Urheberdaten heraus.

    Für den Erhalt einer Digimarc-Nummer musste man damals ich glaube rund 100$ im Jahr zahlen. Für mehr Geld übernahm Digimarc auch die Suche nach Bildern im Internet, die meine Diginummer hatten. Funktionierte auch gut – aber wenn die Kunden Zeitungen sind, und täglich Bilder von mit veröffentlichen, kann man das vergessen, weil Digimarc ja nicht entscheiden kann, ob das Bild geklaut oder korrekt verwendet wird.

    Das Problem begann mit Microstock. Digimarc schreibt ja meine Nummer ale einzeln geschwärzte Pixel direkt in das Bild. Für meine Zeitungskunden war das überhaupt kein Problem. Auch nicht beim Illustriertendruck. Allerdings durch die Kontrolle bei den Stock-Agenturen habe ich diese Bilder dann nicht gebracht. Und daher habe ich 2008 mit dem Einspielen des digitalen Wasserzeichens aufgehört. Organisatorisch war es kein Problem, weil das Einspielen einfach in meinem automatischen Photoshop Abschluss-Batch integriert war. Also unmittelbar bevor aus dem TIFF ein JPG erzeugt wurde eingefügt wurde.

    Es würde mir heute auch nichts helfen. Die Bilder würden trotzdem geklaut, und wenn man über mehrere Agenturen verkauft und nicht nur ein paar hundert Bilder hat, macht die Nachverfolgung keinen Sinn.

  5. Absolut dagegen. Erstens verurascht ein Wasserzeichen bei mir einen spontanen optischen Würgereiz und verschandelt einfach jedes Bild. Und zweitens kann jeder Photoshop Anfänger in Zeiten des „Inhaltssentiven Füllens“ und ähnlicher simpler Retuschemöglichkeiten so ein Wasserzeichen in 1,5 Minuten entfernen. Ok, dafür brauche ich PS, aber der ist ja erstaunlich weit verbreitet mittlerweile.
    Leider lässt es sich halt schwer messen, ob so ein Wasserzeichen Bilderklau mindert oder nicht … Ich fürchte damit muss man sich einfach abfinden.

    Sonnige Grüße aus München,
    Dominik

  6. Die Anbieter von Lösungen für digitale Wasserzeichen machen zwar ganz viele Versprechungen, aber unsichtbare, digitale Wasserzeichen sind meistens nicht robust genug.

    Ich erinnere mich an eine kommerzielle Ausgründung vom Fraunhofer-Institut: Photopatrol. Das sollte ein ganz robustes Wasserzeichen sein. Ein geschütztes JPEG ohne sonstige Änderung nur einmal mit etwas höherer Kompression neu abgespeichert. Aufwand 2 Sekunden. Technisch zwar eine Qualitätsverschlechterung des Bildes messbar, für normale Menschen aber nicht sichtbar. Wasserzeichen zuverlässig entfernt.

  7. Also das Digimarc hat ziemlich viel ausgehalten. Da mußte man das Bild schon sehr stark verändern und vor allem bei der Komprimierung. Aber bringen tut es heutzutage eben auch nichts mehr.

  8. Nur den Namen irgendwo in die Ecke des Fotos schreiben macht ja noch kein Wasserzeichen. Es stimmt, dass sich soetwas schnell retuschieren lässt, oder der Bilderdieb gleich den Bildausschnitt etwas verkleinert und der Name damit weggeschnitten ist.

    Ein richtiges wasserzeichen ist m.e. etwas größer als nur in einer Ecke. Meine Wasserzeichen sind annährend bildfüllend oder als kleine Wasserzeichen mehrmals vorhanden, je nach Motiv. Dafür sind die Wasserzeichen aber stark tranzparent (ebenfalls je nach bild 5-15%), sodass man das Wasserzeichen beim normalen bildbetrachten eigentlich nicht sieht, es aber auf jeden fall länger als 1,5 Minuten dauert es weg zu stempeln.

    Auch wenn sich vielleicht dem einen oder anderen die Fußnägel aufrollen wenn er an Wasserzeichen und Namen im Bild denkt, kann ich so doch ruhiger schlafen, wenn ich Bilder z.B. auf Facebook poste.

  9. Ich verwende keine Wasserzeichen auf meinem Blog, da dadurch das Bild verschandelt wird. Wenn einer ein Foto klauen will, wird er dies auch mit Wasserzeichen tun.

    Eine 100%ige Sicherheit gibt es bei öffentlichen Bilddateien nicht.

  10. Ich arbeite hauptberuflich in einer Werbeagentur für namhafte Marken und biete nebenberuflich als Fotodesigner Stockphotos an. Als Designer befinde ich mich also in beiden Lagern, sowohl als Bildkäufer, als auch als Anbieter. Dazu folgendes: Da wir agenturseitens ausschließlich seriös einkaufen, ist unsererseits ein Missbrauch ausgeschlossen. Allerdings litten wir im Agenturalltag unter der ewigen Photoshop-Stempelei von Wasserzeichen. Mittlerweile stempeln wir kaum noch. Aus zwei Gründen: Entweder finden wir das gesuchte Bild über die google Bildersuche ohne Wasserzeichen (Wasserzeichen-Bild runterladen und dann per Google Bildsuche wieder hochladen, Erfolgsquote etwa bei 60 %) oder wir entfernen das Wasserzeichen weitgehend durch Maskieren in Photoshop mithilfe der im Web runtergeladenen Logos der Bildagenturen (z.B. Tonwertkorrektur mit Ebenenmaske des istockphoto-Logos).

    Agenturen wie z.B. getty verzichten auf die Wasserzeichen nach efolgreichen Login. So gut wie jeder Grafiker im Hause hat seinen persönlichen Login, ausschließlich um die Darstellung ohne Wasserzeichen zu erhalten.

    Insofern fände ich es auch in der Funktion als Anbieter nur gut, auf Wasserzeichen zu verzichten. Wer einigermaßen gut Bescheid weiß, kriegt die Dinger fast ausnahmslos weg. Wir sollten als Anbieter also nicht an die Lizenzklauer denken, sondern an seriöse Käufer, die maximalen Komfort und Service erleben wollen.

  11. @Torsten: Wenn ihr die Bilder bei den Agenturen kauft, braucht ihr doch nicht die Wasserzeichen selbst zu entfernen? Und warum sollten eure Endkunden nicht sehen, bei welcher Agentur ihr eure Bilder kauft?

  12. @Robert: Bevor wir eine Lizenz kaufen, suchen wir oft unendlich Bilder für die unterschiedlichen Layouts. Wenn sich der Kunde am Ende des oft langwierigen Prozesses für ein Layout entschieden hat und eine Freigabe erteilt hat, kaufen wir die Lizenz, die wir benötigen, um die Reinzeichnung zu erstellen. Dann natürlich in HiRes ohne Wasserzeichen. Für die Layoutphase nutzen wir die Previews der Agenturen, montieren diese in unsere Composings und entfernen wie beschrieben die Wasserzeichen. Kunden der Werbebranche wollen im Gegensatz zu vergangenen Jahren (Scribbles) möglichst finale Anmutungen ihrer Projekte sehen und akzeptieren schon gar nicht irgendwelche Wasserzeichen in ihren Layouts. Habe ich deine Frage mit dieser Antwort richtig verstanden?

  13. Finde ich Wasserzeichen schön? Nein! – Verwende ich Wasserzeichen? Ja!

    Mir geht es dabei nicht darum, meine Bilder vor Diebstahl zu schützen. Mir geht es darum, meine Adresse zu hinterlassen, falls jemand mein Foto gefällt, und Kontakt mit mir aufnehmen möchte. Dass mein eher unauffälliges Wasserzeichen leicht entfernt werden kann, ist mir natürlich klar. Wenn ich mein Auto auf der Straße abstelle kann es, trotz Diebstahlschutz, geklaut werden. That´s life!

  14. @Colin: Wie ich deinen Bilder auf deiner Website gerade entnommen habe, gehst du ja auch sehr dezent mit dem Wasserzeichen um (unten rechts in der Bildecke). Das finde ich tatsächlich sehr gut, weil kein Designer mehr stempeln muss und dennoch ein Hinweis auf den Fotografen zu sehen ist.

  15. @Torsten: Das mit den wasserzeichenfreien Bildern nach dem Einloggen (wie Du es für Getty beschrieben hast) ist genau der Grund, warum ich das für alle Bildsucher bei Fotofinder gesperrt habe. Meine Bilder können dort nur mit dem Wasserzeichen geladen werden.

    Es gab extrem viele solche Downloads, aber von Werbeagenturen/Grafiker nie oder kaum einen Verkaufs-Download. Und nur damit meine Bilder zum Layouten verwendet werden, das Geschäft aber dann doch ein Auftragsfotograf oder eine andere Agentur macht – dafür sind mir meine Bilder auch wieder zu schade.

    Klar, Du kannst jetzt sagen – dann sind meine Bilder eben nicht gut genug. Möglich, aber fürs Layout das man dem Kunden vorlegt hat es offensichtlich genügt. 😉

  16. Ich sehe es wie Colin. Ich setze auch auf allen Fotos meinen Namen links unten oder rechts unten in die Ecke. Also mich stört das nicht beim Betrachten des Fotos.

  17. Wenn ein Wasserzeichen wie ein „echtes“ Wasserzeichen quer über dem ganzen Foto liegt, finde ich das auch nicht besonders attraktiv, da es vom Inhalt des Fotos immer ablenkt und stört. Eine kleine Signatur irgendwo am Rand oder in der Ecke kann aber nie schaden. Schon die „Alten Meister“ haben schließlich ihre Werke signiert.

    Dass viele Werbeagenturen für ihre Layouts Stockfotos ohne Lizenz verwenden, finde ich auch sehr bedenklich. Man redet sich gerne raus, dass es sich ja dabei um keine Veröffentlichung handelt, aber da wäre ich mir nicht so sicher. Das Urheberrecht erlaubt zwar die Privatkopie, aber wenn ich das Layout einem Kunden zeige, ist das sicher keine private Veranstaltung mehr. Die Erstellung der Layouts lassen sich die Werbeagenturen ja meist auch bezahlen, also wäre es den Bildliefereanten gegenüber nur fair, auch die Layout-Fotos schon ordentlich zu lizenzieren. Bei weniger als 1 Euro pro Foto in der kleinsten Auflösung und im Abo kann sich wohl kaum jemand rausreden, dass dies zu teuer sei. Aber Fairness ist in unserer Gesellschaft ja inzwischen schon ein Fremdwort…

  18. Ein dezentes Wasserzeichen halte ich für sehr wichtig. Wenn Bilder geklaut werden, ist es im Streitfall nicht schlecht, wenn man darlegen kann, dass die Bilder einerseits IPTC-Infos mit Quell- und Urhebervermerk enthielten und andererseits dem Verwender das Entfernen des Wasserzeichens zur Last gelegt wird. Seit diesem Jahr gehe ich rechtlich gegen jeden Bilderdieb vor, der meine Fotos unautorisiert auf gewerblichen oder institutionellen Websites (oder im Druck) verwendet. Mittlerweile finden Dienste wie TextGuard die Bilder immer sicherer. Optisch gefällt mir das Wasserzeichen nicht, aber man kann es dezent halten.

    Zur Zeit experimentiere ich mit transparenten Textreliefs. Beispiele kann man in folgenden Text sehen, den ich vor ein paar Tagen veröffentlicht habe. http://www.oxly.de/?p=12773

    Ich denke, dass die Wasserzeichen nicht so sehr nerven, dass sie immer wegretuschiert werden. Wenn sie so in Blog oder Foren auftauschen, bleibt ein leichter Werbeeffekt, der zugegebenermaßen nicht viel bringt, aber die Sache erträglich macht.

    Dem von Olaf beschriebenen Fall kommen dezente Wasserzeichen ebenfalls zugute. Okay, man kann sie wegretuschieren, aber dagegen kann man sich nicht wehren.

    Tom

  19. Tendenziell gebe ich dir Recht, Olaf. Ich kenne auch Agenturen, die das per Abo oder 1 € regeln. Oft werden allerdings sehr viele Bilder dem Kunden präsentiert. Da ist dann auch ein Abo kostentechnisch nicht mehr vertretbar. Im Gründe genommen stellen wir für den Kunden nur eine Lightbox zusammen, wobei wir oft das einzelne Bild ins Layout setzen. Bilderklau könnten wir dabei niemals auch gegenüber den Kunden verantworten. Schließlich ist nicht die Agentur, sondern der Kunde Lizenznehmer. Aus meiner langjährigen Agenturerfahrung kann ich sicher bestätigen, dass Kunden sehr bedacht mit Lizenzen umgehen. Meist wird aus Sicherheitsgründen sogar eine erweiterte Nutzungslizenz erworben. Das ist im Bereich RF noch immer attraktiver als zu shooten. Natürlich wird es wie überall immer schwarze Schafe geben.

  20. @Torsten:
    Was ich gemeint habe ist nicht Bilderklau durch Werbeagenturkunden. Aber die WA arbeitet mit meinen Bildern um einen Auftrag zu bekommen und will aus Kostengründen keine Logos stempeln. Der Fotograf hat aber auch seine Kosten und seine Arbeit gemacht und schaut durch die Finger. Und nebenbei habe ich z.B. bei Fotofinder ja auch noch Kosten.

  21. Das kann ich schon verstehen. Ob das nun richtig ist oder nicht – ich erlebe bei uns im Büro, dass meist weibliche Kollegen bei Zalando Klamöttchen bestellen und etwa 80% wegen Nichtgefallens zurücksenden. Zalando erhebt aber keine Aufwandspauschale, obwohl sie Arbeitund Kosten mit Versand hatten. Soviel zu Marktsituation und dem verbundenen Habitus. Das hat eine ähnliche Tradition wie der Bilderkauf. Damals haben wir eine kostenlos eine Vorabauswahl von Dupdias für Layoutzwecke bekommen und nach Gebrauch zurückgesendet. Daran hat sich im Gründe nichts geändert.

  22. früher gab es layoutshoots …da war nix Bild laden ob mit oder ohne Wasserzeichen . Alleine ein layout was einem Kunden präsentiert wird ,müsste eigentlich bezahlt werden . Lizenzierung layoutverwendung .

  23. @Torsten: Das Zalando damit als relativ neuer Anbieter Kunden gewinnen will ist deren Sache. Was machen die eigentlich mit den ganzen Retouren? Dem nächsten wieder zusenden? Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein Hemd möchte, dass schon etliche vor mit angehabt haben… Und die Lieferanten von Zalando haben vermutlich auch kein Problemn, weil sie Zalando dieses Hemd ja schon verkauft haben.

    Ich habe Fotofinder aber nichts verkauft und muss noch eine nicht zu kleine Summe monatlich auf den Tisch legen. Bei mir sind das derzeit um die 400.- Euro im Monat. Das (und vor allem mehr 😉 ) will und muss ich auch wieder verdienen. Sonst macht das keinen Sinn. Das Fotofinder gerne Gratis Downloads zur Verfügung stellt ist klar, weil das für sie Werbung ist und sie auch nichts kostet.

    Das mit den DupDias im analogen Zeitalter: Da hat man sich bei 1-2 Agenturen Dias zusenden lassen und in der Regel davon auch welche ausgewählt. Das ist heute eben leider nicht mehr so.

    Wäre ich heute Werbefotograf und mein Kunde möchte einen Flyer machen und ich würde zu etlichen Werbeagenturen gehen und sage: Schickt mir mal jeder 10 Slogans, damit ich meinen Kunden am Shootingtag bei Laune halten kann – vielleicht nimmt er auch einen davon. Und sonst könnt ihr den ja weiterverwenden: Würde das funktionieren?

  24. Was ist eigentlich mit dem Kunden, der z.B. ganz legal die gekauften Fotos in voller Auflösung (weil er vielleicht keine Ahnung von Bildbearbeitung hat) im Internet online stellt? Dann findet Google die Bilder und schwups, man hat eine HQ Version im Internet ohne Wasserzeichen&Co.

  25. @Georg: Die meisten Agenturen verbieten das Onlinestellen der Fotos in voller Auflösung. Wenn sie es trotzdem tun, könnte dagegen vorgegangen werden.

  26. Also damit lebe ich mittlerweile wie mit vielen anderen Dingen auch. mein Topseller (ca. 4300DL) ist mittlerweile praktisch tot. Ist im Web an die 7000 in allen Größen auffindbar. Davon sicher 40 mal als Originalgröße. Dagegen vorgehen ist auch nicht möglich, weil es schlichtweg zuviel ist. Ich habe ja auch noch ein paar andere Bilder ;-).

    Ich denke ab einer gewissen Portfolio oder Verkaufsgröße über mehr als eine Agentur kann man alle kontrollierenden Massnahmen vergessen. Benötigen unendlich viel Zeit und ärgern einen ja doch. Da lebe ich lieber nach dem Motto „Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß!“. Ändern kann ich es ohnehin nicht.

  27. Die unsichtbaren Wasserzeichen bringen einem leider nicht viel. Ich habe Wasserzeichen von Digimark und von Signmyimage ausprobiert. Leider ist es so, wenn das Bild auf ca. 250*250px verkleinert wird, verschwinden die unsichtbaren Wasserzeichen. Erstaunlich ist auch, wenn man die mit Wasserzeichen versehenen Bilder bei Facebook oder Flickr hochladet, verschwinden die Wasserzeichen ebenfalls – keine Ahnung warum…

    Die sichtbaren Wasserzeichen verschandeln die Bilder, notwendig sind diese trotzdem. Nicht jeder besitzt Photoshop und auch nicht jeder kann die Wasserzeichen entfernen.

  28. Ja, ich verwende auch Wasserzeichen. Diese sind sehr dezent und mit vertretbarem Aufwand nicht zu entfernen.
    Bzgl. Layout schließe ich mich Reka an.
    Die Agenturen arbeiten ja mit meinen Bildern – sie legen die Bilder ihren Kunden vor und die haben eine Auswahlmöglichkeit mehr.
    Dafür bräuchte es eigentlich eine Lizenz…

    Außerdem habe ich es selber schon erlebt, dass eine Agentur ein Bild von mir einem anderen Fotografen (Partnerfotograf der Agentur) als Motivvorlage gegeben hat – eine Azubin hatte sich schlichtweg verplappert…

    Die Zeiten haben sich geändert – wer mein Wasserzeichen oder das der Fotoagentur entfernt um damit zu arbeiten und ich finde das heraus, gegen den werde ich jur. vorgehen.

    Ausnahmen mache ich bei Agenturen mit denen ich persönlich zusammenarbeite und über die ich auch Aufträge erhalte.

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