Keine Angst, häßlich zu sein“

Bei der gest­ri­gen Folge der Sendung „Germany’s Next Topmodel“ hat die Kandidatin Wanda beim Casting für einen Werbefilm eini­ge sehr wah­re Sätze gesagt:

Auch kei­ne Angst haben, häß­li­ch zu sein. Einfach zu zei­gen, hey, wenn ich wütend bin, wenn ich aus­ras­te, dann sieht man ja nicht unbe­dingt schön aus. […] Man muss echt aus sich raus­ge­hen und mutig sein, ein­fach was zei­gen und kei­ne Scham haben.

Vor allem bei Fotoproduktionen für Stockfotos trifft das beson­ders zu, denn hier müs­sen Emotionen und Bildkonzepte auf den ers­ten Blick erkenn­bar sein. Das geht am ein­fachs­ten durch Übertreibung. Das fühlt sich bei gespiel­ten Emotionen wie Wut, Überraschung oder Begeisterung schnell blöd oder pein­li­ch an, wird aber durch die Bildsprache des Fotografen wie­der so aus­ge­gli­chen, dass ein gelun­ge­nes Foto ent­steht.

Wer jedoch Hemmungen hat, auch mal so zu posie­ren, dass es viel­leicht däm­li­ch aus­sieht, ist schnell auf die „niedlich-hübsch-brav“-Fotos beschränkt. Viele Stockfotografen arbei­ten des­halb bevor­zugt mit Schauspielern zusam­men und auch ich habe die Erfahrungen gemacht, dass SchauspielerInnen oder SchauspielschülerInnen am schnells­ten und gelun­gends­ten gewünsch­te Emotionen oder Szenen glaub­haft rüber­brin­gen kön­nen.